Wenn Menschen krank sind, greifen sie schnell zu Tabletten. Ein einflussreicher Mediziner fordert nun, alternativ auch einfachere Formen der Behandlung zu integrieren. Gerade bei Zivilisationskrankheiten könnten Sport und gesunde Ernährung viel bewirken.

Greifen die Bundesbürger zu schnell zu Tabletten? Dies lässt ein aktuelles Plädoyer von Professor Michael Hallek vermuten, dem Vorsitzenden der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM). Hallek hat an Ärzte appelliert, ihre Patienten mehr vorbeugend zu behandeln. Das Motto „Turnschuhe verordnen statt Tabletten“ müsse besser in den medizinischen Alltag integriert werden, sagte der Internist laut einer Meldung der Nachrichtenagentur dpa.

Sport hilft bei Wohlstandskrankheiten

Gerade bei Wohlstandskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck oder Übergewicht könnten mehr Bewegung und gesünderes Essen viel bewirken, argumentierte der Facharzt. Und sogar bei Krebskrankheiten bewirke die Begleitung mit Sport eine deutliche Verlängerung der Lebenszeit, wie medizinische Studien gezeigt hätten.

Umso unverständlicher ist es, dass auch die Krankenkassen lieber in Medikamente zu investieren scheinen als in Prävention. Die Ausgaben für Arzneimittel betrugen im Jahr 2013 rund 30,3 Milliarden Euro. Für Vorsorge- und Rehaleistungen wurden zusammengerechnet nur knapp 1,56 Milliarden Euro ausgegeben. Bei privaten Krankenversicherungen sieht das Verhältnis ähnlich aus.

Regelmäßig Sport

Beim Sport sollte auf die Beanspruchung möglichst vieler Muskelgruppen geachtet werden, rät Hallek. Dafür ist kein Hochleistungssport nötig. Auch schonende Sportarten wie Schwimmen oder Nordic Walking beanspruchen große Teile des Körpers.

Versicherte können selbst etwas tun, indem sie bei ihrer Krankenversicherung nachfragen, welche Sport- und Gesundheitskurse bezahlt und gefördert werden. Denn auch bei den Versicherungen setzt ein Umdenken ein: Sie wissen, dass sie durch Vorsorge Geld einsparen können, und beteiligen sich folglich an den Kosten.

Schon bei der Wahl der Krankenversicherung lohnt ein Blick, ob und in welchem Umfang Sportkurse bezuschusst werden. Sowohl für die private wie gesetzliche Krankenversicherung gilt: Die Leistungen sind sehr verschieden!

Der eine tarnt sich als Staubsauger-Verkäufer, der andere will dem Nachbarn nur eine Nachricht hinterlassen: Trickbetrüger haben weiterhin Hochkonjunktur. Vor allem ältere Menschen fallen immer wieder auf die schmutzigen Tricks herein. Doch die Hausratversicherung leistet für derartige Schäden nicht in jedem Fall.

Eigentlich sollte man meinen, dass der Trickdiebstahl längst der Vergangenheit angehört – schließlich wurde schon oft vor Betrügereien an der Haustür gewarnt. Doch die Methoden der Kriminellen werden immer raffinierter.

Zum Beispiel gibt sich ein gepflegt aussehender Mann als Freund des Nachbarn aus und bittet um Stift und Zettel, um dem Abwesenden eine Notiz zu hinterlassen. Oder ein vermeintlicher Mitarbeiter der Stadtwerke will den Stromzähler prüfen – und hat sogar einen gefälschten Ausweis dabei. Während die Bewohner mit diesen Maschen abgelenkt werden, durchsucht ein Komplize die Wohnung auf der Suche nach Wertgegenständen oder Bargeld.

Trickdiebstahl nicht immer mitversichert

Das Problem: Trickdiebstahl ist nicht in jeder Hausratversicherung abgedeckt. Derartige Delikte werden nämlich als Diebstahl gewertet und nicht als Raub oder gewaltsamer Einbruch, da das Opfer selbst die Tür geöffnet hat. Häufig sind Leistungen in Hausrat-Policen daran gebunden, dass die Tür zur Wohnung verschlossen gewesen ist und aufgebrochen werden musste.

Deshalb lohnt es sich gerade für ältere Menschen nachzulesen, ob der Versicherungsvertrag auch für Trickdiebstahl eine Schadenszahlung vorsieht. Senioren werden nach Angaben der Polizei besonders häufig Opfer derartiger Gaunereien. In der Regel ist der Trickdiebstahl Bestandteil etwas teurerer Tarife und die hierfür erstattete Summe auf einen Höchstbetrag begrenzt.

Vorbeugen ist besser als „Beklautwerden“

Aber man kann selbst etwas tun, um Trickdiebstahl vorzubeugen. Ableser von Stadtwerken werden zum Beispiel schriftlich angekündigt – steht ein Mitarbeiter ohne Anschreiben vor der Tür, ist Skepsis durchaus angebracht. Im Zweifel besser bei den Stadtwerken anrufen, ob wirklich gerade der Ablese-Service unterwegs ist. Auch sollte man keine unbestellten Handwerker in die Wohnung lassen. Wertsachen gehören in einen versteckten Tresor oder in ein Bankschließfach – dort sind sie auch bei Einbruch sicherer aufbewahrt.

Halloween steht vor der Tür! Am Vorabend zu Allerheiligen werden wieder kleine Hexen und Gespenster die Straßen bevölkern. Wenn es aber heißt: „Süßes oder Saures!“, kann so mancher Schaden entstehen.

Die Begeisterung für das Halloween-Fest schwappte in den letzten Jahren über den großen Teich, so dass seit Wochen schon gruselige Kostüme und Kürbis-Köpfe in den Läden erhältlich sind. Am letzten Abend im Oktober ziehen die Kinder dann von Haus zu Haus, betteln um Süßigkeiten und lassen sich so manchen Streich einfallen.

Dabei kann auch mal was zu Bruch gehen. Wie die Polizei berichtet, sind in den letzten Jahren die Streiche gelegentlich eskaliert. Kleine Gespenster warfen Eier gegen Hausfassaden oder Autos, steckten Briefkästen in Brand oder beschmierten Türen und Fenster. So wird aus einem Spaß schnell Ernst – Sachschäden nicht ausgeschlossen!

Für den entstandenen Schaden müssen im Zweifel die Eltern haften. Kinder unter 7 Jahren gelten als nicht deliktfähig, sofern die Erziehungsberechtigten nicht ihre Aufsichtspflicht verletzt haben. Bei älteren Sprösslingen ist das hingegen anders. Ob eine Verletzung der Aufsichtspflicht vorliegt, entscheidet immer der Einzelfall.

Wenn die Kinder beim Halloween-Gaudi etwas beschädigt haben, sind Eltern im Vorteil, die eine Privathaftpflichtversicherung besitzen. Eine solche Police kommt nicht nur für den Schaden auf, die der eigene Nachwuchs Dritten verursacht hat, sondern wehrt auch unberechtigte Forderungen ab. Eltern sollten ihre Kinder vor dem Halloweenstreifzug über etwaige Gefahren aufklären und sie notfalls begleiten.

Seit dem 01. Juli 2014 können Arbeitnehmer und freiwillig gesetzlich Versicherte mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen, wenn sie mindestens 45 Beitragsjahre in die Rentenkasse eingezahlt haben. Doch anders als bei der Mütterrente müssen Senioren selbst aktiv werden, um von der abschlagsfreien Rente zu profitieren!

Die abschlagsfreie Rente mit 63 wird nämlich nur gezahlt, wenn die betroffene Person einen Antrag beim Rentenversicherungs-Träger gestellt hat. Bei der Mütterrente ist dies hingegen anders: Sie wird in der Regel automatisch berechnet und auf das Konto überwiesen.

Wie die Deutsche Rentenversicherung mitteilt, sind bis Ende 2014 bereits 137.000 Anträge auf die neue abschlagsfreie Rente eingegangen. Die Nachfrage ist also entsprechend hoch. Bis zum Jahresende rechnet die Bundesregierung sogar mit 240.000 Anträgen. Das bedeutet: Viele Anspruchsberechtigte haben bisher noch keinen Antrag gestellt.

Das kann auch daran liegen, dass viele Beschäftigte nicht wissen, welche Zeiten überhaupt bei den 45 Beitragsjahren eingerechnet werden. Hierzu zählen nämlich nicht nur die Zeiten mit Pflichtbeiträgen aus einer Beschäftigung oder selbständigen Tätigkeit. Auch Zeiten der Wehr- und Zivildienstpflicht, der nicht erwerbstätigen Pflege von Angehörigen, der Kindererziehung bis zum 10. Lebensjahr, des Bezugs von Arbeitslosengeld sowie der geringfügigen Beschäftigung (anteilig) können geltend gemacht werden. Hier hilft eine Beratung, alle Ansprüche zu klären.

Voll umfänglich gilt die Rente mit 63 jedoch nur für Versicherte, die zwischen Juni 1951 und Dezember 1952 geboren wurden. Stufenweise angehoben wird die Altersgrenze für die Jahrgänge 1953 bis 1963. Die Altersgrenze von 65 Jahren gilt wieder ab dem Jahrgang 1964.

Die Bundesregierung veranstaltet in Hamburg dieser Tage ihren 8. IT-Gipfel, auf dem sich über 800 Experten aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft über Onlinerisiken austauschen. Dies nimmt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zum Anlass, vor wachsenden Gefahren für die Wirtschaft zu warnen.

Laut einer Studie der Unternehmensberatung Price Waterhouse Coopers wurden 2013 weltweit 42,8 Millionen Hackerangriffe auf Unternehmen durchgeführt. Das sind immerhin 117.000 Angriffe pro Tag! Die insgesamt 9.800 weltweit befragten Firmen schätzten ihren Schaden pro Angriff auf 2,7 Millionen Dollar. Die Schadenssumme ist freilich auch deshalb so hoch, weil große globale Konzerne Teil der Befragung waren. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Angriffe um 48 Prozent zugenommen.

Risiken auch für kleine und mittelständische Firmen

Dennoch sollten auch kleine Firmen die Risiken nicht unterschätzen. Laut einer Umfrage des Branchendienstes Bitkom hat jedes dritte mittelständische Unternehmen in Deutschland eine Attacke auf die eigenen IT-Systeme festgestellt. So ein Angriff kann existenzbedrohend sein!

Ein Beispiel: Wird ein Online-Shop durch eine „Denial of Service“-Attacke lahmgelegt, bei der Hacker mit unzähligen Seitenanfragen die Server kollabieren lassen, so muss damit gerechnet werden, dass die Webseite mehrere Tage nicht erreichbar ist. In dieser Zeit können über die Homepage weder Produkte verkauft noch Zahlvorgänge abgewickelt werden. Zudem müssen die Betreiber befürchten, dass unzufriedene Kunden zur Konkurrenz abwandern und das Image leidet. Der Schaden macht schnell mehrere hunderttausend Euro aus.

Nicht nur Online-Shops müssen mit Schäden rechnen, sondern auch andere Betriebe. Die Delikte bei Cyberkriminalität reichen von Kreditkartenbetrug über Störung des Produktionsablaufs bis hin zur Produktspionage. Deshalb ist es wichtig, präventive Maßnahmen zum Schutz der eigenen Online-Plattformen zu ergreifen. Die Versicherungsgesellschaften stellen sich mit gewerblichen IT-Policen und Onlineshop-Versicherungen auf die neuen Anforderungen der Firmen ein.

Der Bundestag hat am Freitag das erste Pflegestärkungsgesetz verabschiedet. Rund 2,6 Millionen Pflegebedürftige sollen zum 01. Januar 2015 von Leistungsverbesserungen profitieren. Die Pflegebeiträge steigen ebenfalls.

Gute Nachricht für Pflegebedürftige! Alle Leistungsbeträge in der gesetzlichen Pflegeversicherung werden zum kommenden Jahr um vier Prozent angehoben, wie das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Webseite mitteilt. Nun muss noch der Bundesrat über die Pflegereform abstimmen – seine Zustimmung gilt aber als sicher.

Auch für die Pflege zu Hause hält das neue Gesetz Verbesserungen bereit. So sind zukünftig etwa acht statt bisher vier Wochen Kurzzeitpflege pro Jahr möglich, wenn ein Patient vorübergehend im Heim untergebracht werden muss. Auch Pflegekräfte für die häusliche Pflege sollen leichter in Anspruch genommen werden können. Die Zuschüsse für Umbaumaßnahmen werden erhöht.

Beiträge zur Pflegeversicherung steigen

Die Reform hat auch einen Nachteil: die Bundesbürger werden dafür stärker zur Kasse gebeten. So steigen die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte auf 2,35 Prozent, Kinderlose zahlen gar 2,6 Prozent.

2015 soll zudem ein Vorsorgefonds starten, der jährlich mit 2,1 Milliarden Euro „gefüttert“ wird. Immerhin 20 Jahre lang soll Geld in den Fonds fließen, um angesichts der demografischen Entwicklung zukünftige Beitragssteigerungen aufzufangen. Ab 2016 soll zudem eine zweite Stufe der Pflegereform in Kraft treten, die unter anderem eine Neudefinition des Pflegebegriffs beinhaltet.

Gesetzliche Pflegeversicherung ist nur „Teilkasko“

Trotz der Leistungsverbesserungen gilt aber weiterhin: die gesetzliche Pflegeversicherung ist nur eine „Teilkasko“. Im schlimmsten Fall droht eine Versorgungslücke von mehreren tausend Euro pro Monat, wenn eine Person stationäre Betreuung braucht. Langt das eigene Geld des Pflegebedürftigen nicht aus, wird die Verwandtschaft zur Kasse gebeten. Neben Ehepartnern betrifft dies Angehörige ersten Grades, also Kinder und auch die Enkel. Hier kann mit einer privaten Pflegezusatzversicherung vorgebeugt werden.

Der Bundestag hat am Freitag das erste Pflegestärkungsgesetz verabschiedet. Rund 2,6 Millionen Pflegebedürftige sollen zum 01. Januar 2015 von Leistungsverbesserungen profitieren. Die Pflegebeiträge steigen ebenfalls.

Gute Nachricht für Pflegebedürftige! Alle Leistungsbeträge in der gesetzlichen Pflegeversicherung werden zum kommenden Jahr um vier Prozent angehoben, wie das Bundesgesundheitsministerium auf seiner Webseite mitteilt. Nun muss noch der Bundesrat über die Pflegereform abstimmen – seine Zustimmung gilt aber als sicher.

Auch für die Pflege zu Hause hält das neue Gesetz Verbesserungen bereit. So sind zukünftig etwa acht statt bisher vier Wochen Kurzzeitpflege pro Jahr möglich, wenn ein Patient vorübergehend im Heim untergebracht werden muss. Auch Pflegekräfte für die häusliche Pflege sollen leichter in Anspruch genommen werden können. Die Zuschüsse für Umbaumaßnahmen werden erhöht.

Beiträge zur Pflegeversicherung steigen

Die Reform hat auch einen Nachteil: die Bundesbürger werden dafür stärker zur Kasse gebeten. So steigen die Beiträge zur gesetzlichen Pflegeversicherung um 0,3 Prozentpunkte auf 2,35 Prozent, Kinderlose zahlen gar 2,6 Prozent.

2015 soll zudem ein Vorsorgefonds starten, der jährlich mit 2,1 Milliarden Euro „gefüttert“ wird. Immerhin 20 Jahre lang soll Geld in den Fonds fließen, um angesichts der demografischen Entwicklung zukünftige Beitragssteigerungen aufzufangen. Ab 2016 soll zudem eine zweite Stufe der Pflegereform in Kraft treten, die unter anderem eine Neudefinition des Pflegebegriffs beinhaltet.

Gesetzliche Pflegeversicherung ist nur „Teilkasko“

Trotz der Leistungsverbesserungen gilt aber weiterhin: die gesetzliche Pflegeversicherung ist nur eine „Teilkasko“. Im schlimmsten Fall droht eine Versorgungslücke von mehreren tausend Euro pro Monat, wenn eine Person stationäre Betreuung braucht. Langt das eigene Geld des Pflegebedürftigen nicht aus, wird die Verwandtschaft zur Kasse gebeten. Neben Ehepartnern betrifft dies Angehörige ersten Grades, also Kinder und auch die Enkel. Hier kann mit einer privaten Pflegezusatzversicherung vorgebeugt werden.

Wenn im Herbst die Tage kälter und kürzer werden, nehmen auch die Krankheiten wieder zu. Viele Menschen wollen dennoch am Alltag teilhaben und helfen mit Medikamenten nach. Speziell am Steuer ist das nicht ohne Risiko: Viele Verkehrsunfälle werden durch Medizineinnahme begünstigt.

Der Kopf schmerzt, die Nase läuft und die Glieder tun auch weh: Erkältungskrankheiten sind im Herbst keine Seltenheit. Viele Menschen nehmen Medikamente, damit sie trotzdem auf Arbeit nicht fehlen und die Symptome gelindert werden. Doch der unüberlegte Griff zu Tropfen und Pillen ist nicht ohne Risiko. Die Deutsche Verkehrswacht schätzt, dass bei jedem vierten Unfall Arzneimittel direkt oder indirekt im Spiel sind!

Vorsicht: Starke Nebenwirkungen!

Wie gefährlich Medikamente sein können, offenbart ein Blick auf die Packungsbeilagen. Sie können die Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit beeinträchtigen, ja sogar Wahrnehmungs-Störungen verursachen. Manche Mittel bewirken Übelkeit und Orientierungsprobleme. Wenn derartige Nebenwirkungen auftreten, während der Patient am Steuer sitzt, sind die Folgen oft katastrophal.

Deshalb sollten die Beipackzettel der Medikamente aufmerksam gelesen werden. Dies gilt auch dann, wenn sie nicht verschreibungspflichtig sind und der Hersteller mit guter Verträglichkeit wirbt. Schließlich wird so manche Nebenwirkung lieber im Kleingedruckten versteckt, damit der Umsatz stimmt. Alkohol ist ebenfalls oft Bestandteil von Medizin – sogar hochprozentig!

Eine Fahrt unter Medikamenten-Einfluss kann ein juristisches Nachspiel haben. Im schlimmsten Fall drohen Geldbußen und eine Gefängnisstrafe bis zu 7 Jahren. Schnell wird dann aus einem kleinen Schnupfen ein großes Ärgernis.

Unfallversicherung kann Schadenregulierung verweigern

Ein weiteres Problem: Wenn eine Person unter Medikamenten-Einfluss einen Unfall erleidet, kann die Unfallversicherung in bestimmten Fällen die Regulierung des Schadens verweigern. Ob und in welchem Umfang, hängt in der Regel vom jeweiligen Versicherungstarif ab. Eine Haftpflichtversicherung kommt hingegen für den Schaden auf, wenn fremde Personen geschädigt werden.

Die beste Medizin bei Erkältung ist immer noch Ruhe und Schlaf. Deshalb sollten Erkrankte lieber auf ihren Körper Rücksicht nehmen und einen Krankenschein ausstellen lassen, statt sich vollgepumpt mit Medikamenten auf Arbeit zu quälen. Zudem besteht die Gefahr, Kollegen anzustecken. Wer trotzdem Wege zu erledigen hat, kann Freunde und Verwandte fragen, ob sie als Chauffeur einspringen – oder auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen.

Kfz-Versicherung: Im Herbst ist die Gefahr besonders groß, als Autofahrer in einen Wildunfall verwickelt zu werden. Schutz bietet die Teilkaskoversicherung – allerdings nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Für eine Rundum-Absicherung muss hingegen eine Vollkasko abgeschlossen werden.

Herbstzeit ist Wildzeit! Beim Rotwild setzt die Brunftzeit ein, so dass sich so mancher stolze Hirsch auf die Suche nach einer Partnerin macht. Auch Fuchs, Dachs und Igel begeben sich auf Wanderschaft, weil der Essenstisch im Herbst nicht mehr so reich gedeckt ist. Damit wächst auch die Gefahr eines Wildunfalls. Sogar die Zeitumstellung trägt dazu bei, dass in dieser Jahreszeit mehr Tiere zu Schaden kommen. Viele Waldbewohner sind in der Dämmerung aktiv und streifen auf der Suche nach Nahrung umher: Genau dann, wenn im Herbst der Berufsverkehr einsetzt.

Die Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind alarmierend. 258.000 Wildunfälle wurden im Jahr 2012 gezählt, Tendenz steigend. Mit einer Gesamtschadenssumme von 583 Millionen Euro ist der Wildunfall eine der häufigsten Schadensarten in der Kfz-Versicherung. Nur Glasbruchschäden verschlingen noch mehr Geld. Doch welche Versicherung zahlt, wenn ein Wildschaden zu beklagen ist?

Teilkasko bietet nur in bestimmten Fällen Schutz

In der Regel ist es für den Wildunfall ausreichend, eine Teilkasko abgeschlossen zu haben. Allerdings leistet diese für den entstandenen Schaden nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Zum einen muss das Auto beim Zusammenstoß mit dem Wild in Bewegung gewesen sein, zum anderen muss vom Tier eine „typische Gefahr“ ausgehen. Eine Formulierung, die viel Spielraum lässt. So seien tote Tiere auf der Fahrbahn nicht als „typische Wildgefahr“ einzustufen, urteilte das Oberlandesgericht München (Az: 10 U 4630/85).

Außerdem springt die Teilkaskoversicherung nicht bei jedem Zusammenstoß mit einem Tier ein. Für gewöhnlich werden nur Schäden ersetzt, die durch Haarwild verursacht werden: etwa Wildschweine, Hirsche, Rehe, Dachse oder Hasen. Bei einem Haustier, Vogel oder Eichhörnchen muss der Autofahrer hingegen den Schaden selbst zahlen, sofern es nicht anders im Versicherungsvertrag steht. Die etwas teurere Vollkaskoversicherung zahlt ungeachtet der Unfallursache – auch, wenn der Schaden selbst verursacht wurde, etwa durch ein Ausweichmanöver.

Richtiges Verhalten nach Wildunfall

Wer ein Tier versehentlich überfahren hat, sollte einige Dinge beachten, um nicht selbst zu Schaden zu kommen. Die Unfallstelle sollte entsprechend mit Warndreieck gesichert und möglichst die Polizei informiert werden. Auch das Tragen von Warnwesten ist sinnvoll! Tote Tiere wegen der Tollwutgefahr nicht mit bloßen Händen berühren. Der Kadaver sollte nur dann von der Straße befördert werden, wenn dies notwendig ist, um den nachfolgenden Verkehr nicht zu gefährden.

Auch verletzte Tiere sollten besser in Ruhe gelassen werden, können diese doch aggressiv reagieren. Schäden am Auto hält die Polizei für die Versicherung fest. Sie setzt sich in der Regel mit einem Jagdausübungsberechtigten in Verbindung, der sich um das verletzte Tier kümmert. Autofahrer sind auf der sicheren Seite, wenn sie sich von der Polizei oder vom Jagdpächter eine “Wildschadenbestätigung” ausstellen lassen. Das Dokument erleichtert es, Ansprüche gegenüber der Versicherung durchzusetzen.

Die Versicherung ist unverzüglich zu informieren, damit die Ansprüche nicht verloren gehen und ein Sachverständiger rasch den Schaden prüfen kann. Die Unfallspuren sollten außerdem erst beseitigt werden, wenn die Versicherung die Gelegenheit hatte, das beschädigte Auto in Augenschein zu nehmen.

Das Jahr 2013 war für die Wohngebäudeversicherer ein richtig teures. Innerhalb kurzer Zeit hatten die Versicherer eine Million Sachschäden an Gebäuden zu regulieren, wie der Dachverband der Versicherungswirtschaft mitteilt. Allein für das Juni-Hochwasser und die Hagelstürme in Süddeutschland mussten die Gesellschaften Milliarden zahlen.

Juni-Hochwasser und Hagelstürme sei dank: Das Jahr 2013 wurde für die Wohngebäudeversicherungen ein sehr teures. Allein für diese beiden Naturereignisse mussten die Anbieter rund 3,2 Milliarden Euro an Schadenszahlungen aufbringen, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Freitag mitteilte. Das entspricht 40 Prozent der gesamten Leistungen aller Wohngebäude- und Hausratversicherer, so dass sich die Gesamtschäden auf 7,4 Milliarden Euro summierten. Zuletzt war vor sieben Jahren ein ähnlich hohes Aufkommen zu beklagen.

Hagelschäden von 2,4 Milliarden Euro

Allein durch die Hagelstürme wurden im vergangenen Jahr versicherte Schäden an Gebäuden im Wert von 2,4 Milliarden Euro angerichtet, teilte GDV-Vorsitzender Alexander Erdland bei der Vorstellung des Naturgefahrenreportes in Berlin mit. Im Raum Reutlingen und Stuttgart kam es Ende Juli 2013 zu schweren Unwettern, bei denen teils tennisballgroße Hagelkörner schwere Verwüstungen anrichteten. Dachziegel wurden heruntergerissen, Straßen überflutet, Autos beschädigt.

Auf das Hochwasser, welches im Frühsommer 2013 Ost- und Süddeutschland verwüstete, entfielen 750 Millionen Euro Schäden. Für Feuer- und Leitungswasserschäden zahlten die Versicherungen insgesamt 3,5 Milliarden Euro. Der GDV verwies auf die Wichtigkeit präventiver Maßnahmen – viel Leid hätte vermieden werden können, wenn Häuser und Städte besser vor den Fluten geschützt gewesen wären.

Elementarschadenversicherung schützt vor Überschwemmung

Der Abschluss einer „einfachen“ Wohngebäudeversicherung reicht in der Regel nicht aus, damit Überschwemmungsschäden abgesichert sind. Hierfür müssen Hausbesitzer eine extra Elementarschadenversicherung zeichnen. Sie kann als Zusatzbaustein eines Wohngebäude-Vertrages oder als eigenständige Police abgeschlossen werden. Elementarschadenversicherungen leisten auch bei Rückstau, Erdbeben sowie Schäden durch Schnee und Lawinen.