GKV: Ab Januar 2015 erheben die Krankenkassen wieder Zusatzbeiträge. Wenn Beitragszahler den Zusatzbeitrag nicht zahlen wollen, haben sie ein Sonderkündigungsrecht. Doch nicht der Preis allein sollte den Ausschlag geben, ob man sich für oder gegen eine Kasse entscheidet – auch die Leistungen sind wichtig!

Schnell die Krankenkasse wechseln, wenn ein anderer Anbieter billiger ist? Hierbei ist Vorsicht geboten! Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) warnt vor voreiligen Kündigungen. Die Versicherten sollten nicht nur auf die Höhe des Zusatzbeitrags achten, sondern auch die teilweise unterschiedlichen Leistungen berücksichtigen, sagte der Sprecher des GKV-Spitzenverbandes, Florian Lanz, der Deutschen Presse-Agentur.

Kassenpatienten haben Sonderkündigungsrecht

Und tatsächlich ist ein Wechsel für viele GKV-Patienten verlockend. Die Kassenpatienten bekommen nämlich mit der Neuregelung der Kassenfinanzierung ein Sonderkündigungsrecht, sobald die Krankenkasse einen Zusatzbeitrag einführt oder diesen erhöht. Damit will der Gesetzgeber für mehr Wettbewerb unter den Anbietern sorgen.

Die Kassen sind sogar verpflichtet, die Mitglieder auf die Höhe des durchschnittlichen Zusatzbeitrages hinzuweisen – so hat der Versicherte einen Vergleichswert. Auch die Beitragsliste des GKV-Spitzenverbandes muss die Krankenversicherung ab dem 01. Januar ausweisen. Unter der Adresse http://www.gkv-zusatzbeitraege.de sind hier die jeweiligen Daten einsehbar.

Im kommenden Jahr halten sich die gesetzlichen Anbieter noch mit Zusatzbeiträgen zurück: Er bleibt weitestgehend im Rahmen des jetzigen Satzes von 15,5 Prozent. Doch weil die Reserven sinken, erwarten Experten schon bald einen Anstieg der Zusatzbeiträge um durchschnittlich 0,2 Beitragssatzpunkte pro Jahr. Dann kann es schnell teurer werden!

Krankenkasse ist nicht gleich Krankenkasse

Doch viele Kassen werden dann unter Umständen ihre Leistungen reduzieren, um den Zusatzbeitrag niedrig zu halten. Und hier gilt es, genau hinzusehen!

Zwar sind nahezu 90 Prozent aller Kassenleistungen vom Gesetzgeber vorgeschrieben und somit identisch. Aber dennoch gibt es Unterschiede. Während etwa die meisten Kassen die Vorsorge gegen Hautkrebs erst ab dem 35. Lebensjahr finanzieren, bieten andere Versicherungen diese Untersuchung schon ab 19 oder 20 Jahren an. Sonnenanbeter und andere Risikogruppen können von diesem Bonus profitieren.

Auch für Schwangere haben Kassen ein unterschiedliches Leistungsspektrum. Manche bezahlen etwa eine Haushaltshilfe, wenn aufgrund von Schwangerschaftsbeschwerden der Haushalt nicht geführt werden kann. Oder sie erstatten den Notruf für eine Hebammenhilfe. Unterschiede gibt es auch beim Kostenersatz für homöopathische Behandlungen.

Wer gesund lebt und selten einen Arzt aufsucht, der könnte von Kassentarifen mit Beitragsrückerstattung profitieren. Dann zahlt die Versicherung eine Prämie aus, wenn der Patient ein Jahr lang keine Gesundheitsleistungen in Anspruch genommen hat. Vorsorgeuntersuchungen zählen in der Regel nicht dazu. Es lohnt also ein genauer Blick, was die jeweilige Kasse zu bieten hat. Denn der Zusatzbeitrag entscheidet nicht allein über die Qualität einer Krankenkasse!

Der Winter ist da! In vielen Regionen hat sich nach den Weihnachtsfeiertagen nicht nur Schnee angekündigt, auch die Temperaturen sollen weit unter den Gefrierpunkt fallen. Das bedeutet für Hausbesitzer eine zusätzliche Haftungsgefahr: Eiszapfen können sich als teures Naturereignis entpuppen!

Bei einsetzendem Tauwetter wird selbst aus dem schönsten Eiszapfen ein gefährliches Objekt. Der Zapfen kann sich lösen und herunterfallen. Nicht auszudenken, wenn er auf den Kopf eines Passanten fällt! Schon oft waren dadurch schwerste Verletzungen zu beklagen.

Eiszapfen sind ein Haftungsrisiko

Für Hausbesitzer bedeutet dies ein Haftungsrisiko, haben sie doch in Deutschland grundsätzlich eine Verkehrssicherungspflicht. Dazu gehört nicht nur, die Fußwege von Schnee und Eis freizuhalten. Auch muss Sorge getragen werden, dass nichts vom Dach fallen kann. Folglich sind Hausbesitzer für die Entfernung von Eiszapfen und Schneelawinen verantwortlich, um die Sicherheit der Gehwege zu gewährleisten.

Wenn sich die Eiszapfen nicht abschlagen lassen, sollte der gefährdete Bereich entsprechend gesichert werden. Dies kann zum Beispiel durch Warnhinweise geschehen oder durch die Absperrung des Fußweges. Auch wenn sich die Schneeüberhänge mit Schrubber oder Besen gut erreichen lassen, ist Vorsicht geboten. Eine zweite Person sollte darauf achten, dass beim Abschlagen des Eises kein Fußgänger gefährdet wird.

Hausbesitzer müssen für Kosten aufkommen

Wenn extra die Feuerwehr oder Dachdecker anrücken müssen, um die Sicherheit wieder herzustellen, so sind Hauseigentümer leider zur Zahlung des Einsatzes verpflichtet. Das Ordnungsamt kann sogar durch eine Polizeiverfügung die Entfernung der Gefahr anordnen! Dann besser gleich selber tätig werden. Je nach Aufwand kostet ein solcher Eiszapfen-Notfall zwischen 100 und 400 Euro.

Kommt es doch einmal zu einem Schaden und eine fremde Person wird durch einen herabstürzenden Eiszapfen verletzt, so ist zu beachten, dass eine Privathaftpflichtversicherung nur dann leistet, wenn der Hausbesitzer selbst auf dem Grundstück wohnt. Allen anderen Hausbesitzern wird geraten, für den Fall der Fälle eine zusätzliche Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung abzuschließen.

Aber Vorsicht: Wenn keinerlei Vorkehrungen getroffen wurden, kann im schlimmsten Fall auch die Hauseigentümer-Haftpflicht eine Obliegenheitsverletzung geltend machen und den Hausbesitzer in Regress nehmen. Je nachdem, wie schwer das Versäumnis ist, muss dann ein Teil der entstehenden Kosten aus der eigenen Tasche gezahlt werden. Deshalb besser gleich vorsorgen – und Eiszapfen entfernen.

Ab Januar 2015 wird der Förderrahmen für Basisrenten bzw. Rürup-Renten aufgestockt und dynamisiert. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat am vergangenen Freitag der Bundesrat abgesegnet. Damit wird die Altersvorsorge von Selbständigen besser gefördert.

Die Basisrente (auch Rürup-Rente) wird 2015 attraktiver! Dies gibt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bekannt. Zukünftig soll der förderfähige Höchstbetrag für Beiträge zu einer Basisversorgung (bisher 20.000 Euro pro Jahr für Alleinstehende/ 40.000 für Verheiratete) dynamisch an den Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung gekoppelt werden.

Höhere Steuervorteile

Die Neuerungen sind im sogenannten „Zollkodexanpassungsgesetz“ festgeschrieben. Bereits zum kommenden Jahr können Rürup-Sparer damit höhere steuerliche Freibeträge geltend machen. Maximal 22.172 Euro dürfen für das Jahr 2015 als Beitrag für eine Basisrente abgesetzt werden.

Der Wert errechnet sich aus dem geltenden Beitragssatz von 24,8 Prozent (Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil) sowie der Beitragsbemessungsgrenze von 89.400 Euro in der knappschaftlichen Rentenversicherung in Westdeutschland. Unter diesen Höchstbeitrag fallen auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.

Flexibilisierung der Basisrente

Die eingezahlten Beträge können als sogenannte Sonderabgaben über die Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden. Zudem wird die Basisrente flexibler: Ab dem kommenden Jahr dürfen wie bereits bei der Riester-Rente zwölf Monatsleistungen in einer Auszahlung zusammengefasst werden. Auch die Einmalabfindung von Kleinbetragsrenten wird gesetzlich eindeutiger geregelt.

Gute Nachricht für Versicherungskunden! Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe hat die Rechte von Verbrauchern gestärkt. Wenn ein Versicherungsmittler seinem Kunden zur Kündigung eines alten und Abschluss eines neuen Lebensversicherungs-Vertrages rät, muss er über die Folgen und Risiken dieser sogenannten Umdeckung aufklären. Auch eine Dokumentation des Beratungsgespräches sollte vorhanden sein.

Mit einem aktuellen Urteil hat der Bundesgerichtshof in Karlsruhe (BGH) die Rechte von Kunden gestärkt. Demnach ist ein Versicherungsvermittler verpflichtet, den Verbraucher bei einem Vertragswechsel „insbesondere auf die Folgen und Risiken der vorzeitigen Kündigung einer bestehenden und des Abschlusses einer neuen Lebensversicherung“ hinzuweisen, wie es in der Urteilsbegründung heißt. Wichtig: Aus der Dokumentation des Beratungsgespräches muss ersichtlich sein, dass der Vermittler tatsächlich über mögliche Nachteile eines Vertragswechsels aufgeklärt hat (Urteil vom 13. November 2013, Az. III ZR 544/13).

Nicht über Nachteile eines Vertragswechsels aufgeklärt

Was viele Kunden nicht wissen: Die vorzeitige Kündigung einer Lebens- oder Rentenversicherung ist häufig von Nachteil, da wichtige Rechte und Garantien an die Laufzeit eines Vertrages gebunden sind. So verhielt es sich auch im verhandelten Rechtsstreit. Der Kläger hatte seine seit 2004 laufende kapitalbildende Lebensversicherung mit einer Laufzeit bis 2034 gekündigt. Dazu geraten hatte ihm ein Versicherungsvermittler, der auch das Kündigungsschreiben ausfüllte. Im Gegenzug sollte der Kunde eine neue Police abschließen. Nachdem der Kunde zu der Einschätzung gelangt war, dass dieser Neuvertrag weit schlechtere Konditionen bot, ging er vor Gericht.

Der Kläger hatte vor Gericht geltend gemacht, der Vermittler hätte ihn nicht ordnungsgemäß beraten. So habe der Vermittler Nachteile der Kündigung bewusst verschwiegen – etwa den zwischenzeitlichen Wegfall der Steuerfreiheit, die höheren Prämien infolge des höheren Eintrittsalters sowie den weit niedrigeren Garantiezins. Deshalb forderte der Kläger den Nachweis einer ordnungsgemäßen Beratung und machte Schadenersatz geltend, falls dies nicht gelingen sollte.

Beweislastumkehr aufgrund fehlerhafter Beratung

Die Vorinstanzen hatten noch zugunsten des Vermittlers entschieden und die Klage des enttäuschten Kunden abgewiesen. Nicht so der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofes in Karlsruhe. Die Richter hoben speziell auf das mangelhafte Beratungsprotokoll des Vermittlers ab, sind doch Vermittler verpflichtet, das Beratungsgespräch im Sinne des Kunden genau zu dokumentieren. In diesem Fall war aus der Dokumentation aber nicht ersichtlich, dass der Vermittler tatsächlich über die Risiken und negativen Folgen eines Vertragswechsels aufgeklärt hatte.

Deshalb findet in diesem Fall eine Beweislastumkehr statt. Nun muss der Vermittler dem Kunden nachweisen, dass eine ordnungsgemäße Beratung erfolgte. Dies dürfte mit lückenhafter Dokumentation ein Ding der Unmöglichkeit sein. Der BGH wies den Fall unter Berücksichtigung des Urteils an das Oberlandesgericht Stuttgart zurück. Damit hat das oberste Zivilgericht betont: Über negative Auswirkungen einer Vertragsumdeckung müssen Vermittler aufklären – und dies gut dokumentieren.

Ausbildungsförderung: Beim Ausfüllen eines Bafög-Antrages ist Ehrlichkeit Pflicht! Dies musste aktuell ein früherer Informatikstudent aus der Nähe von Augsburg erfahren, der 16.000 Euro an das Amt zurückzahlen muss. Wer sich vorsätzlich arm rechnet, muss sogar eine Geldstrafe fürchten.

Dass es nicht immer ganz einfach ist zu klären, wann ein Student Anrecht auf Bafög hat und wann nicht, zeigt ein aktueller Rechtsstreit, von dem die „Augsburger Allgemeine“ berichtet. Und das ist kein Zufall, versuchen doch viele Schüler und Studenten, sich bei den Bafög-Anträgen künstlich „armzurechnen“. Vor einigen Jahren verschärfte der Gesetzgeber deshalb die Prüfung der Anträge. Die Folge: Viele Studenten mussten Geld nachzahlen, weil sie der Mogelei überführt worden sind.

62.000 Euro auf Konto der Eltern überwiesen

Im aktuellen Fall musste sich ein ehemaliger Informatik-Student verantworten, der nun 16.000 Euro an das Amt zurückzahlen muss. Nur zwei Monate, bevor der Mann seinen Bafög-Antrag ausfüllte, hatte er immerhin 62.000 Euro an seine Eltern überwiesen, die zuvor auf seinem Konto lagerten. Erst nach diesem Schritt erfüllte er die Kriterien, um Fördergeld zu erhalten. Das zuständige Amt schöpfte bei einer Prüfung Verdacht – und forderte das bisher gezahlte Geld wieder zurück. Der frühere Student aber zog vor den Kadi, weil er zu der Rückzahlung des Geldes nicht bereit war.

Vor Gericht rechtfertigte sich der Betroffene, er habe die 62.000 Euro von seinen Eltern erhalten, damit er damit eine Ausbildung finanzieren könne. Dieses Geld sei aus einem Hausverkauf geflossen. Weil der Jugendliche aber ein Studium aufnehmen wollte und keine Ausbildung, hätten die Eltern auf eine Rückzahlung der 62.000 Euro bestanden.

Doch Richter Ivo Moll vom Verwaltungsgericht Augsburg überzeugte die Argumentation des früheren Studenten nicht. „Warum schenkt man einem damals 17jährigen 62.000 Euro und fordert es dann wieder zurück?“, zitiert ihn die Augsburger Allgemeine. „Aus unserer Sicht handelt es sich um eine rechtsmissbräuchliche Vermögensverschiebung.“ Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Falscher Bafög-Antrag kann streng geahndet werden

Dabei hatte der Student noch Glück, dass die Richter ihm keinen Vorsatz unterstellen wollten. Denn dies kann als Leistungsmissbrauch gewertet werden, so dass zusätzlich zu der Bafög-Rückzahlung ein Bußgeld bis 2.500 Euro verlangt werden kann. Zwar gilt man danach in der Regel nicht als vorbestraft. Aber ein derartiges Vergehen kann einen Eintrag in das Bundeszentralregister zur Folge haben. Probleme gibt es dann zum Beispiel, wenn man nach dem Studium eine Beamtenlaufbahn anstrebt – hier ist der Arbeitgeber berechtigt, Informationen aus dem Register einzuholen.

Ein Weihnachtsgeschenk soll eigentlich Freude bereiten. Doch auch der Weihnachtsmann kann irren – Socken, unpassende Kleidungsstücke oder ein defektes Gerät landen leider immer wieder auf dem Gabentisch. Kaum ist also die Bescherung vorbei, stellen sich viele reich Beschenkte die gleiche Frage: Kann ich die Geschenke problemlos umtauschen?

Doch genau hier liegt die Problematik, denn ein Umtausch von Weihnachtsgeschenken ist zumindest bei Missfallen keine Selbstverständlichkeit. Es gibt in Deutschland kein allgemeines Reklamationsrecht. Und doch erlauben viele Händler eine Reklamation, um ihre Kulanz zu zeigen. Dabei kann der Händler selbst entscheiden ob er einen Gutschein erstellt, den Warenwert auszahlt oder einen Warenersatz leistet.

Kassenzettel sollte vorhanden sein

Es gibt jedoch ein weiteres Problem, wenn man diesen Umtauschservice nutzen will. Ohne Kassenbon wird wohl kein Händler einen Umtausch erlauben, ist er auch noch so kundenfreundlich – schließlich ergeben sich viele Rechte von Käufer und Verkäufer aus diesem wichtigen Beleg. Und woher will der Händler sonst wissen, ob er nicht ein altes Produkt angedreht bekommt?

Man wird also kaum um die peinliche Situation herumkommen, den Schenkenden um ebendiesen Kassenzettel zu bitten. Aber Vorsicht: Dies kann dazu führen, dass der Bekannte oder Verwandte traurig ist das falsche Geschenk gekauft zu haben. Der Betroffene könnte sich auch vor den Kopf gestoßen fühlen.

Viele Läden werben in der Vorweihnachtszeit aber tatsächlich mit einer Geld-zurück-Garantie und müssen sich daran halten! Von Vorteil ist immer, wenn das Geschenk noch originalverpackt zurückgegeben wird.

Fehlerhafte Ware muss erstattet werden – mit Recht auf Nachbesserung

Ist die Ware fehlerhaft oder beschädigt, ist der Händler verpflichtet diese zu erstatten. Jedoch kann der Verkäufer zweimal eine Nachbesserung des fehlerhaften Produktes vornehmen. Erst danach muss er das Geld zurückzahlen. Bei Online-, Katalog- oder Telefonshopping gilt hingegen ein gesetzliches Widerrufsrecht. Hier kann der Vertrag ohne Benennung von jeglichen Gründen innerhalb von 14 Tagen rückgängig gemacht werden.

Um aber seinen Liebsten eine Freude zu bereiten, sollte man sich zwei Mal überlegen was man zu Weihnachten verschenkt: Mitunter ist ein Gutschein die einfallslosere, aber schlauere Variante. Damit solch ein Gutschein nicht langweilig ist, kann er phantasievoll gestaltet werden. Und falls man sich als Beschenkter gar zu sehr über eine Gabe ärgert: In vielen Städten finden kurz nach Weihnachten Tauschbörsen statt, bei denen man sein Geschenk gegen ein anderes eintauschen kann.

Wie auch in den Jahren zuvor müssen sich die Bundesbürger 2015 auf zahlreiche neue Regelungen und Gesetze einstellen. Es gibt Bereiche, in denen sie von Verbesserungen profitieren. So soll das reformierte Pflegezeitgesetz eine bessere Vereinbarung von häuslicher Pflege und Beruf erlauben, wenn ein Pflegefall in der Familie eintritt.

Mit dem neuen Pflegezeitgesetz dürfen pflegende Angehörige für zehn Tage eine bezahlte Auszeit im Beruf nehmen, wenn in der Familie ein Pflegefall zu beklagen ist. Die Pflegenden erhalten dann 90 Prozent ihres Nettolohns aus der Pflegeversicherung ersetzt, ermöglicht durch das sogenannte Pflegeunterstützungsgeld. Finanzieren will die Bundesregierung die Reform mit der Beitragserhöhung im Zuge der Pflegereform. Ausgenommen von dieser Regelung sind allerdings kleine Betriebe mit 15 oder weniger Beschäftigten.

Auch längere Auszeit möglich – mit zinslosem Darlehen

Zusätzlich besteht in Unternehmen mit 16 oder mehr Beschäftigten die Möglichkeit, sechs Monate lang ganz oder teilweise aus dem Beruf auszusteigen, um nahe Angehörige zu pflegen. Dazu zählen künftig auch Stiefeltern, lebenspartnerschaftliche Gemeinschaften sowie Schwägerinnen und Schwager. Hierfür können Pflegende ein zinsloses Darlehen vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben beantragen.

Im Rahmen der Familienpflegezeit ist es alternativ möglich, die Wochenarbeitszeit auf bis zu 15 Stunden zu reduzieren. Auch hierfür kann ein zinsloses Darlehen beantragt werden. Kleiner Wermutstropfen: Anrecht auf Familienpflegezeit besteht erst ab einer Unternehmensgröße von 26 Beschäftigten. Auch für die Begleitung schwerstkranker Familienmitglieder in den letzten Lebensmonaten kann die Arbeitszeit für 3 Monate ganz oder teilweise reduziert werden.

Abschluss einer privaten Pflegeversicherung schafft zusätzlich Sicherheit

Damit man auf die finanziellen Folgekosten einer Pflegebedürftigkeit vorbereitet ist, empfiehlt sich der Abschluss einer privaten Pflegeversicherung. Zum Beispiel zahlt eine Pflegetagegeldversicherung für jeden Tag, an dem der Versicherte pflegebedürftig ist, eine laut Vertrag vereinbarte Summe aus. Das Geld kann dann an Angehörige weitergegeben werden, falls sie privat Pflegeleistungen übernehmen. Auch eine Pflegerentenversicherung kann zur Unterstützung der Familie eingesetzt werden – sie deckt die zusätzlichen Pflegekosten in Form einer Rente ab.

Die Altersarmut nimmt in der Bundesrepublik zu – dies lässt sich anhand von statistischen Zahlen belegen. Viele Bundesbürger hoffen deshalb darauf, dass langfristig eine Mindestrente über dem jetzigen Grundsicherungs-Niveau eingeführt wird.

Das Vertrauen der Bundesbürger in die Altersvorsorge ist nicht sehr ausgeprägt. Laut einer Studie der Meinungsforscher von YouGov machen sich 66 Prozent der Bürger Sorgen, dass die spätere Rente zur Sicherung des Lebensunterhalts nicht ausreichen wird. Tatsächlich belegen auch Zahlen des Statistischen Bundesamts den Trend zu zunehmender Altersarmut. Zum Jahresende 2013 waren 499.000 Ruheständler auf die Grundsicherung nach SGB XII angewiesen: Ein Plus gegenüber dem Vorjahr von 7,4 Prozent!

Das Altersrisiko zumindest mindern könnte eine Mindestrente, die von verschiedenen Parteien und Interessengruppen diskutiert wird. Demnach sollen Erwerbstätige, die mindestens 30 Jahre in die Rentenversicherung eingezahlt haben, monatlich 850 Euro an Altersbezügen erhalten. Finanziert werden soll die Aufstockung aus Steuermitteln. Aber bisher sind sämtliche Bestrebungen für die Mindestrente gescheitert, zumeist aufgrund der unsicheren Finanzierung. So hatte unter anderem auch die Große Koalition zu Beginn der Legislaturperiode über die Mindestrente nachgedacht.

Die Mehrheit der Bundesbürger (61 Prozent) rechnet laut der YouGov-Erhebung tatsächlich mit der langfristigen Einführung einer Mindestrente. Aber kommt sie wirklich, so wünschenswert sie für die Eindämmung der Altersarmut ist? Und würde sie den Lebensstandard der Rentner sichern, da doch aufgrund der Inflation auch 850 Euro bald weniger wert sein werden? Hier kann jeder Bürger individuell selbst vorsorgen, um nicht auf soziale Leistungen angewiesen zu sein. Sei es ein Fondssparplan, eine Riester-Rente, eine Immobilie oder Aktien: Die Möglichkeiten sind vielfältig! Wie der richtige Vorsorgemix aussehen kann, klärt ein Beratungsgespräch.

Was wäre das Weihnachtsfest ohne Bäumchen? Mit Kugeln, Lametta und Lichtern geschmückt, sorgt der Weihnachtsbaum erst für die richtig gemütliche Stimmung in der heimischen Stube. Doch beim Transport der Tanne ist Vorsicht geboten, wie Crash-Tests zeigen.

Wenn es darum geht, den Weihnachtsbaum in die eigenen vier Wände zu bekommen, zeigt sich so mancher Autofahrer äußerst kreativ. Entweder ragt die Tanne aus dem Seitenfenster heraus, wird im offenen Kofferraum transportiert oder gar so im Inneren des Wagens platziert, dass an ein ungestörtes Schalten und Lenken kaum zu denken ist.

Doch das ist nicht ohne Risiko. Bei einer abrupten Bremsung kann sich das schönste Bäumchen zu einem gefährlichen Geschoss entwickeln, welches nicht nur das eigene Leben gefährdet, sondern auch die Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer. So reicht es zum Beispiel nicht aus, den Baum mit handelsüblichen Gummi-Bändern auf dem Dachgepäckträger zu befestigen. Crash-Tests haben gezeigt, dass diese schon bei niedrigen Geschwindigkeiten reißen. Ein fester Zurrgurt, der sowohl um den Stamm als auch um die Baumkrone gewickelt wird, ist die bessere Alternative.

Ohne Dachgepäckträger sollte man den Baum stets im Innenraum verstauen. Allerdings so, dass der Fahrer gute Sicht in alle Richtungen hat und nicht behindert wird. Auf dem Schoß von Mitfahrern darf das Gewächs nicht platziert werden – Verletzungsgefahr! Stamm und Spitze sollten auf einen leeren Sitzplatz zeigen.

Ist die Tanne im leicht geöffneten Kofferraum gelagert und ragt hinten raus, müssen Nummernschild, Blinker, Brems- und Rücklichter dennoch gut sehbar sein. Neben Spanngurten empfiehlt sich hier zusätzlich eine Befestigung an den Lehnen der Rücksitze. Ab einem Meter Überstand schreibt die StVO eine rote Fahne am Baumende vor, damit andere Verkehrsteilnehmer die Gefahr rechtzeitig erkennen. Bei nächtlichen Fahrten sollte es sich hierbei sogar um ein rotes Licht handeln.

Übrigens ist ein ungesichertes Bäumchen keine Lappalie. Wer andere auf diese Weise gefährdet, wird mit 60 Euro Bußgeld und einem Punkt in Flensburg bestraft. Abzuraten ist auch von blinkenden Auto-Weihnachtsbäumen aus Plastik, die auf dem Armaturenbrett befestigt werden können und sich steigender Beliebtheit erfreuen. Diese sind für die Verwendung in Kraftfahrzeugen verboten!

Ab dem 01. Januar 2015 muss jeder gesetzlich Versicherte über eine elektronische Gesundheitskarte mit Lichtbild verfügen. Die alten Chipkarten verlieren dann endgültig ihre Gültigkeit. Doch noch immer sind hunderttausende Patienten ohne ein derartiges Dokument – ihnen droht eine Privatrechnung vom Arzt!

Kassenpatienten, aufgepasst! Zu Beginn des neuen Jahres muss jeder gesetzlich Versicherte die neue elektronische Gesundheitskarte (eGK) besitzen. Noch im Sommer 2014 waren aber zwei Millionen Versicherte ohne dieses Dokument, wie der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen berichtet. Auch eine Umfrage der Deutschen Presseagentur in Sachsen-Anhalt ergab, dass zehntausende Patienten in dem Bundesland noch keine Gesundheitskarte haben. Damit drohen Schwierigkeiten: Alte Chipkarten werden von den Arztpraxen im neuen Jahr nicht mehr akzeptiert.

Arzt darf Privatrechnung ausstellen

Für Versicherungsnehmer kann es ohne Gesundheitskarte teuer werden. Zwar darf der Arzt keinen Patienten nach Hause schicken, wenn er Beschwerden hat. „Selbstverständlich haben Versicherte ab dem 1. Januar 2015 auch dann das Recht behandelt zu werden, wenn sie keine elektronische Gesundheitskarte (eGK) beim Arzt vorlegen“, schreibt der GKV-Verband auf seiner Webseite.

Bei der Abrechnung der Leistung wird es aber schnell kompliziert – für Arzt und Patient. Nach dem Arztbesuch muss der Versicherte nämlich innerhalb von zehn Tagen nachweisen, dass er tatsächlich den Schutz einer Krankenkasse genießt. Entweder legt er in der Arztpraxis nachträglich eine Gesundheitskarte vor oder ein Schreiben der Versicherung. Sonst darf der Mediziner dem Patienten eine Privatrechnung ausstellen!

Doch auch, wenn der Patient die Kosten zunächst aus eigener Tasche gezahlt hat, muss er nicht drauf sitzen bleiben. Legt er dem Arzt bis zum Ende des jeweiligen Quartals einen Beleg über seine Mitgliedschaft in der Krankenkasse vor, erhält der Patient das Geld zurück. Allein für Zahnärzte gilt diese Ausnahmeregelung nicht – hier muss der Betroffene bereits innerhalb der 10-Tages-Frist einen Versicherungsnachweis erbringen.

Gesundheitskarte schnell beantragen!

Um sich derartigen Ärger zu ersparen, sollten säumige Versicherte schnell die elektronische Gesundheitskarte bei ihrer Krankenkasse beantragen. Ein Lichtbild muss hierfür dem Anbieter übermittelt werden. In der Regel dauert es dann mindestens eine Woche, bis die eGK ausgestellt werden kann.

Kritik hatten vor allem Datenschützer an der Gesundheitskarte geübt. Denn auch, wenn die neue Karte bisher nicht mehr Daten enthält als die alte, sollen langfristig Angaben wie Röntgenbilder oder Rezepte darauf gespeichert werden. Nicht auszudenken, wenn diese Daten in die falschen Hände geraten! Die Kassen erhoffen sich jedoch von dem neuen Medium, dass Behandlungen zwischen Ärzten besser abzustimmen sind und der Missbrauch der Karte eingedämmt wird.