Rauchmelder können Leben retten, wenn ein Brand in der Wohnung ausbricht. Schließlich ist nicht nur das Feuer eine Gefahr – vielen Menschen werden bereits die giftigen Rauchgase zum Verhängnis. Wenn sie eingeatmet werden, kann dies binnen Sekunden zum Tod führen.

Jedes Jahr sterben in Deutschland 600 Menschen bei Wohnungsbränden, 70 Prozent davon im Schlaf, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft berichtet. Anlass für einen großen Versicherer, vor den Gefahren von Wohnungsbränden zu warnen. Denn achtsames und vorsichtiges Verhalten in den eigenen vier Wänden reicht keineswegs aus. Schon ein kleiner Defekt an der Elektrik oder am Fernseher kann zur Katastrophe führen.

Rauchmelder schützen

Abhilfe schaffen hier Rauchmelder. Sie schlagen schon Alarm, wenn sich erster Rauch im Zimmer ausbreitet. Und tatsächlich bewirken schon die giftigen Gase eines Brandes, dass der Betroffene den Flammen nicht entkommen kann. Werden die Gase eingeatmet, führt dies binnen Sekunden zur Ohnmacht oder zum Tod.

Die Bundesländer haben die Wichtigkeit vorbeugender Maßnahmen erkannt, weshalb fast deutschlandweit eine gesetzliche Rauchmelder-Pflicht besteht. Lediglich Sachsen, Berlin und Brandenburg bilden hier noch eine Ausnahme. Nach der Einführungspflicht wurden vielerorts Übergangsfristen und Sonderregelungen eingeführt, weshalb ein Blick in die Landesbauordnungen lohnt.

Verantwortlich für die Installation einer Branderkennungsanlage ist im Allgemeinen der Eigentümer einer Wohnung oder eines Hauses. Er ist ebenfalls in der Pflicht, die Geräte zu warten und zu reparieren – sofern der Mietvertrag keine andere Regelung vorsieht.

Wo aber sollten die Geräte in der Wohnung angebracht sein? Schließlich soll nicht gleich der Alarm losgehen, sobald man sich eine Zigarette ansteckt. Es wird empfohlen, in jedem Schlafzimmer, Kinderzimmer sowie in Räumen, welche als Rettungsweg dienen (Flure), ein Feuermelder zu installieren.

Viele Wohngebäudeversicherer bestehen auf Rauchmelder!

Auch Versicherungen, welche im Falle eines Brandes verpflichtet sind für den Schaden aufzukommen, nutzen mittlerweile die Gesetze zur Rauchmelderpflicht um sich abzusichern. In vielen Verträgen einer Wohngebäudeversicherung findet man ausdrückliche Hinweise, dass der Versicherungsschutz erlischt, sobald ein Versicherungsnehmer die gesetzlichen Vorschriften wie z.B. die Rauchmelderpflicht verletzt.

Oft sind die entsprechenden Klauseln schwer ausfindig zu machen. So heißt es in vielen Vertragsbedingungen allgemein: “Der Versicherungsnehmer hat alle gesetzlichen, behördlichen und vereinbarten Sicherheitsvorschriften sowie alle vereinbarten weiteren Obliegenheiten vor Eintritt des Versicherungsfalls zu beachten. Er darf Sicherheitsvorschriften weder selbst verletzen noch ihre Verletzung durch andere gestatten oder dulden.“

Wenn eine Brandschutzanlage laut Bauordnung vorgeschrieben ist, kann im schlimmsten Fall eine derartige Klausel die Leistungsfreiheit des Versicherers bewirken. Aber schon aus Eigeninteresse sollte man den Schutz in der Wohnung installieren: Es geht um nicht weniger als Menschenleben. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

Ob Fußball, Basketball oder Handball: Auch in den unteren Ligen wird regelmäßig um Punkte gekämpft. Viele Vertragsamateure erhalten eine Aufwandsentschädigung, wenn sie am Wochenende zu Punktspielen fahren. Aber müssen Vertragsamateure eigentlich nach dem Mindestlohn bezahlt werden? Sportclubs könnte das an den Rand des Ruins bringen.

Die gute Nachricht für alle Sportvereine mit kleinem Budget: Vertragsamateure unterliegen nicht dem Mindestlohngesetz. Das hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) am Montag in Gesprächen mit Vertretern des Deutschen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Fußballbundes (DFB) klargestellt, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet.

Allein im Amateurfußball gibt es bundesweit 8.800 solche Spieler. Auch wenn sie den Sprung in die Profiligen nicht geschafft haben, können sie für ihren Verein wichtige Leistungsträger sein. Sie erhalten für ihren Einsatz Aufwandsentschädigungen, damit sie nicht zu einem anderen Club wechseln. Es gebe jetzt „etwas mehr Rechtssicherheit“, kommentierte DOSB-Präsident Alfons Hörmann die Einigung.

Auch Ehrenamtliche sollen keinen Mindestlohn bekommen müssen

Wichtig für den Amateursport sind auch die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen. Würden sie nicht einen Teil ihrer Freizeit opfern, um als Trainer, Platzwart oder Kassenwart tätig zu sein, kein Ball könnte rollen und kein Leichtathlet seine Bahnen sprinten. Auch die Bundesregierung weiß um die große Bedeutung der freiwilligen Helfer. Deshalb gilt: Für ehrenamtlichen Einsatz müssen die Vereine keinen Mindestlohn zahlen. Die strengen Dokumentationspflichten entfallen ebenfalls.

Anders sieht die Sache aus, wenn die Mitarbeiter von Sportvereinen hauptamtlich tätig sind. Dann wird auch eine Entlohnung von mindestens 8,50 Euro pro Stunde zur Pflicht. Das Problem: Nicht immer sind Haupt- und Ehrenamt transparent voneinander zu scheiden. Hier sollen zukünftig Unsicherheiten ausgeräumt werden, kündigte Andrea Nahles an. Eine Rechtsschutzversicherung kann helfen, sich gegen juristische Fallstricke zu schützen.

Immer mehr Bundesbürger übernehmen ein Ehrenamt. Rund 20 Millionen Ehrenamtliche sind laut Bundesfamilienministerium derzeit in Vereinen tätig, Tendenz steigend. Doch auch diese Menschen sollten sich Gedanken über den richtigen Versicherungsschutz machen.

Unfallversicherung

Grundsätzlich sind Ehrenamtliche durch die gesetzliche Unfallversicherung nach SGB VII geschützt. Allerdings gilt dies nicht für alle freiwilligen sozialen Tätigkeiten, weshalb die Bundesländer zusätzliche Sammelverträge für ihre engagierten Bürger abschließen. Die Länder übernehmen dann auch die Beitragszahlungen. Ob und in welchem Umfang eine Absicherung besteht, sollte jeder vor Beginn seiner Tätigkeit in Erfahrung bringen. Auch über Vereine besteht oft eine entsprechende Unfallversicherung.

Laut SGB VII greift die gesetzliche Unfallversicherung bei Ehrenamtlichen bspw. in Rettungsunternehmen, im Bildungs- und Gesundheitswesen oder bei Freiwilligen, die wie Beschäftigte tätig sind. Manche Berufsgenossenschaften, die neben Unfallkassen die gesetzliche Unfallversicherung tragen, verlangen eine schriftliche Vereinbarung zwischen Einrichtung und Ehrenamtlichem, in der die ehrenamtlichen Tätigkeiten genau aufgeführt sind.

Wer als Ehrenamtlicher auf Nummer sicher gehen will, dem sei eine private Unfallversicherung angeraten. Denn sie gilt auch bei nicht unmittelbar ehrenamtlichen Tätigkeiten. Außerdem leistet sie unabhängig von einer gesetzlichen Unfallversicherung. Hier gilt es zu bedenken, dass der gesetzliche Unfallschutz nur einen Grundschutz bietet. Zusätzlich können Ehrenamtliche mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorbeugen, sollte die Verletzung so schwer sein, dass man aus seiner Arbeit ausscheiden muss.

Haftpflichtversicherung

Fügt man anderen Personen Schaden zu, muss man dafür geradestehen. Das gilt natürlich auch bei Ausübung eines Ehrenamtes. Dazu heißt es im Bürgerlichen Gesetzbuch: „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines Anderen widerrechtlich verletzt, ist dem Anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“

In diesem Fall ist eine Haftpflichtversicherung unumgänglich, auch wenn sie nicht gesetzlich gefordert ist. Sie deckt Forderungen bei Verletzung oder Schädigung anderer durch den Ehrenamtlichen. Viele Vereine schließen für ihre Mitglieder eine Vereinshaftpflichtversicherung ab. Aber: Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz haftet der Ehrenamtliche im Zweifel selbst. In diesem Fall springt nicht die Organisation ein. So sollte man über eine private Haftpflichtversicherung geschützt sein.

Besonders heikel ist die Haftpflicht für Vorstandsmitglieder und Kassenwarte. Diese verwalten oft sechsstellige Beträge – und haften mit ihrem Privatvermögen, wenn etwas in die Hose geht. Fehler können dann schnell den persönlichen Ruin bedeuten. Deshalb sollte das Amt eines Kassenwarts oder Finanzverwalters nur ehrenamtlich ausgeübt werden, wenn der Verein eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen hat oder die Haftung bei Vermögensstreitigkeiten geklärt ist. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

Immer mehr Bundesbürger übernehmen ein Ehrenamt. Rund 20 Millionen Ehrenamtliche sind laut Bundesfamilienministerium derzeit in Vereinen tätig, Tendenz steigend. Doch auch diese Menschen sollten sich Gedanken über den richtigen Versicherungsschutz machen.

Unfallversicherung

Grundsätzlich sind Ehrenamtliche durch die gesetzliche Unfallversicherung nach SGB VII geschützt. Allerdings gilt dies nicht für alle freiwilligen sozialen Tätigkeiten, weshalb die Bundesländer zusätzliche Sammelverträge für ihre engagierten Bürger abschließen. Die Länder übernehmen dann auch die Beitragszahlungen. Ob und in welchem Umfang eine Absicherung besteht, sollte jeder vor Beginn seiner Tätigkeit in Erfahrung bringen. Auch über Vereine besteht oft eine entsprechende Unfallversicherung.

Laut SGB VII greift die gesetzliche Unfallversicherung bei Ehrenamtlichen bspw. in Rettungsunternehmen, im Bildungs- und Gesundheitswesen oder bei Freiwilligen, die wie Beschäftigte tätig sind. Manche Berufsgenossenschaften, die neben Unfallkassen die gesetzliche Unfallversicherung tragen, verlangen eine schriftliche Vereinbarung zwischen Einrichtung und Ehrenamtlichem, in der die ehrenamtlichen Tätigkeiten genau aufgeführt sind.

Wer als Ehrenamtlicher auf Nummer sicher gehen will, dem sei eine private Unfallversicherung angeraten. Denn sie gilt auch bei nicht unmittelbar ehrenamtlichen Tätigkeiten. Außerdem leistet sie unabhängig von einer gesetzlichen Unfallversicherung. Hier gilt es zu bedenken, dass der gesetzliche Unfallschutz nur einen Grundschutz bietet. Zusätzlich können Ehrenamtliche mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung vorbeugen, sollte die Verletzung so schwer sein, dass man aus seiner Arbeit ausscheiden muss.

Haftpflichtversicherung

Fügt man anderen Personen Schaden zu, muss man dafür geradestehen. Das gilt natürlich auch bei Ausübung eines Ehrenamtes. Dazu heißt es im Bürgerlichen Gesetzbuch: „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines Anderen widerrechtlich verletzt, ist dem Anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet.“

In diesem Fall ist eine Haftpflichtversicherung unumgänglich, auch wenn sie nicht gesetzlich gefordert ist. Sie deckt Forderungen bei Verletzung oder Schädigung anderer durch den Ehrenamtlichen. Viele Vereine schließen für ihre Mitglieder eine Vereinshaftpflichtversicherung ab. Aber: Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz haftet der Ehrenamtliche im Zweifel selbst. In diesem Fall springt nicht die Organisation ein. So sollte man über eine private Haftpflichtversicherung geschützt sein.

Besonders heikel ist die Haftpflicht für Vorstandsmitglieder und Kassenwarte. Diese verwalten oft sechsstellige Beträge – und haften mit ihrem Privatvermögen, wenn etwas in die Hose geht. Fehler können dann schnell den persönlichen Ruin bedeuten. Deshalb sollte das Amt eines Kassenwarts oder Finanzverwalters nur ehrenamtlich ausgeübt werden, wenn der Verein eine Vermögensschadenhaftpflichtversicherung abgeschlossen hat oder die Haftung bei Vermögensstreitigkeiten geklärt ist. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

Wer seine Wertsachen in einem Bankschließfach aufbewahrt, geht in der Regel davon aus, dass es dort auch versichert ist. Aber das stimmt nicht immer. Bei neun von 38 Banken, die Schließfächer vermieten, ist der Inhalt ohne Versicherungsschutz, berichtet die Stiftung Warentest. Dann muss eine spezielle Schließfach-Versicherung abgeschlossen werden, sofern nicht die Hausratversicherung Schutz bietet.

Die Banken halten Schließfächer in verschiedensten Größen bereit. In ein kleines Fach passt gerade einmal ein schmaler Aktenordner, in großen Fächern findet selbst der Breitbildfernseher Platz. Größe und Miete sind von Anbieter zu Anbieter verschieden. Die Nachfrage ist groß: Viele Menschen bringen ihre Wertgegenstände lieber zur Bank, statt sie zu Hause wegzuschließen.

Wer haftet für die Wertgegenstände?

Doch der Preis ist nicht das einzige, worauf man bei der Wahl eines Schließfaches schauen sollte. Denn bei mehreren Anbietern besteht für die verwahrten Sachen kein Versicherungsschutz. Zwar sind die Wertgegenstände dann immer noch sicherer aufbewahrt als in den eigenen vier Wänden. Bei einem Raub leistet aber niemand Ersatz. Deshalb sollten sich Bankkunden genau informieren, ob und in welchem Umfang für Gegenstände in Schließfächern die Haftung übernommen wird.

Im Zweifel empfiehlt sich der Abschluss einer sogenannten Bankschließfach-Versicherung. Hier gilt: Versicherungsschutz sollte nicht nur bei Raub und Diebstahl bestehen, sondern auch für Schäden durch Feuer und Leitungswasser. Auch leistungsstarke Hausratversicherungen bieten in einem bestimmten Rahmen Schutz. Allerdings ist die Versicherungssumme bei Hausrat-Policen gedeckelt, zum Beispiel auf 10.000 Euro.

Wertsachen in der eigenen Wohnung aufbewahren

Wer seine Wertsachen zu Hause lagert, ist -abhängig vom Vertrag- ebenfalls über die Hausratversicherung abgesichert. Auch hier sind bestimmte Höchstbeträge als Schadenssumme vorgesehen. Für Urkunden wie Sparbücher und Wertpapiere liegt die Grenze in der Regel zwischen 1.500 Euro und 5.000 Euro. Bei Schmucksachen, Briefmarken, Münzen und Medaillen erstatten die Versicherer zwischen 5.000 Euro und 30.000 Euro. Ein Beratungsgespräch hilft, den passenden Schutz zu finden!

Wenn Autos in einer Waschanlage beschädigt wurden, etwa Kratzer oder Dellen davon trugen, gingen die Besitzer oft leer aus. Doch nun hat das Landgericht Paderborn den Verbrauchern den Rücken gestärkt. Demnach haften die Betreiber einer Autowaschanlage, wenn die Beschädigung aus einem Defekt der Anlage resultiert.

Im verhandelten Rechtsstreit nutzte die klagende Autobesitzerin eine Waschstraße, bei der die PKW mit Hilfe eines Laufbandes automatisch in die richtige Position gezogen werden. Allerdings war dieses Laufband defekt, so dass ein Auto vor ihr stecken blieb. Die Frau hupte und rief um Hilfe, doch das Personal reagierte nicht. Es kam zum Zusammenstoß, wobei am Auto der Klägerin ein Schaden von 1.300 Euro entstand.

Aber die gewerbliche Haftpflichtversicherung des Waschstraßen-Betreibers wollte zunächst nicht zahlen. Sie berief sich dabei auf eine gängige Rechtspraxis, wonach es den Dienstleistern nicht zumutbar sei, eine teure Lichtschranke zu installieren, die ein solches Malheur verhindert hätte. Auch zusätzliches Personal zur Überwachung der Waschstraße könne den Betreibern nicht abverlangt werden. Die enttäuschte Kundin wollte sich das nicht bieten lassen und zog vor Gericht.

Die 5. Zivilkammer des Landgerichtes Paderborn entschied in zweiter Instanz zugunsten der Autofahrerin, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet. Der Waschstraßen-Betreiber müsse gewährleisten, dass im Falle einer „offenkundig gefahrträchtigen Situation“ das Laufband sofort abgeschaltet werde. Folglich muss dessen Haftpflicht für den Schaden aufkommen. Das Urteil ist rechtskräftig (Az. 5 S 65/14).

Um sich vor den finanziellen Folgen eines derartigen Rechtsstreites zu schützen, empfiehlt sich zusätzlich der Abschluss einer privaten Rechtsschutzversicherung. Sie hilft, Schadensersatz-Ansprüche durchzusetzen.

Wer im Ausland Urlaub macht, der kann nicht immer sein eigenes Auto mitnehmen, will aber mitunter auf einen fahrbaren Untersatz nicht verzichten. Die Lösung: Ein Mietwagen lässt sich auch am Urlaubsort anmieten, um Land und Leute kennenzulernen. In diesem Fall bietet die sogenannte Mallorca-Police in der Kfz-Versicherung Schutz.

In der Regel besteht in allen europäischen Staaten der Zwang zu einer Kfz-Haftpflichtversicherung, wenn man sich mit dem Auto auf eine Straße begeben will. In vielen Nationen liegen die gesetzlich vorgeschriebenen Summen aber deutlich unterhalb des deutschen Niveaus. In der Türkei zum Beispiel beträgt die vorgeschriebene Versicherungssumme für Personenschäden umgerechnet 422.000 Euro – hierzulande hingegen mindestens 7,5 Millionen Euro!

Wer im Ausland einen Mietwagen nutzen will, sollte das unterschiedliche Absicherungsniveau beachten. Denn für alle Kosten, die von der Versicherung nicht übernommen werden, haftet der Unfallverursacher selbst. Was als Traumurlaub begonnen hat, könnte so in der Schuldenfalle enden, wenn fremde Personen bei einem Autounfall verletzt oder gar getötet werden. Das Risiko ist nicht zu unterschätzen! Unfälle im Ausland, in denen Fahrzeuge verschiedener Mitgliedstaaten der EU beteiligt sind, ereignen sich mehr als 500.000 mal im Jahr.

Mallorca-Police ist Bestandteil vieler Kfz-Versicherungen

Was aber spricht dagegen, den eigenen Kfz-Versicherungsschutz gleich mit ins Ausland zu nehmen? Hierfür braucht man keinen Koffer und nicht einmal leichtes Handgepäck. Viele Kfz-Versicherungen beinhalten eine sogenannte Mallorca-Police. Mit dieser Leistung werden die niedrigen Haftpflichtsummen im Ausland auf das deutsche Niveau angehoben, wenn ein Schaden eintritt.

Die Bezeichnung „Mallorca-Police“ ist in Anlehnung an das beliebteste Reiseziel der Deutschen entstanden, weil sich Bundesbürger auf der spanischen Ferieninsel gerne einen Mietwagen ausleihen. Der offizielle Titel lautet etwas umständlich: „Versicherung für den Gebrauch fremder, versicherungspflichtiger Fahrzeuge“. In der Regel gilt ein solcher Schutz im gesamten europäischen Ausland. Wer weltweit seinen Haftpflichtschutz aufstocken will, muss mitunter etwas mehr bezahlen.

Besonders niedrig sind die Versicherungssummen in Griechenland (rund 1 Million Euro bei Personenschäden), Tschechien (1,35 Mio EUR) und Italien (2,5 Mio EUR). Hier empfiehlt sich ein Zusatzschutz. Zu Bedenken ist auch, dass man sich im Ausland grundsätzlich unsicherer bewegt als in heimischen Gefilden. Oft reicht die Zeit nicht, sich mit allen Verkehrsregeln und Straßenschildern vertraut zu machen. Auf jeden Fall sollte man sich vor Antritt der Reise über Unterschiede zur deutschen Verkehrsordnung informieren.

Kaskoschutz: Auf Selbstbeteiligung achten!

Auch bezüglich des Kaskoschutzes für Mietautos ist es wichtig, genau hinzusehen. Viele Verträge beinhalten eine hohe Selbstbeteiligung, die zwischen 150 und sogar 3.000 Euro schwankt. Dann ist die Urlaubskasse schnell leer. Wer allem Ärger aus dem Weg gehen will, entscheidet sich für eine Vollkaskoversicherung ohne Selbstbeteiligung.

Einige Online-Mietwagenvermittler versprechen auch, die Selbstbeteiligung im Nachhinein zu erstatten. Dann muss man das Geld vor Ort trotzdem erstmal vorstrecken und erhält es später zurück. Mitunter stellen Online-Reiseanbieter ihren Kunden auch eine zusätzliche Kaskoversicherung in Rechnung, ohne dass diese es merken. Dann kann es passieren, dass man einen entsprechenden Schutz doppelt abgeschlossen hat – über den Vermieter des Autos und über das Vermittlungsportal.

Der 1. März ist für alle Fans von Mofas und Mopeds ein wichtiger Stichtag. Dann dürfen Fahrer mit ihren flotten Rollern nur noch auf die Straße, wenn sie das neue Versicherungskennzeichen haben. In der kommenden Saison werden die schwarz-weißen von blauen Nummernschildern abgelöst.

Wer noch kein neues Kennzeichen für sein Moped hat, muss langsam tätig werden. Denn am 1. März verlieren die alten Nummernschilder ihre Gültigkeit. Wenn ein Rollerfahrer die Wechselfrist versäumt, riskiert er viel. Ohne neues Kennzeichen ist nicht nur der Haftpflichtschutz fort, sondern man macht sich zudem strafbar.

Das neue blaue Mopedkennzeichen brauchen alle motorisierten Zweiräder bis 50 Kubikzentimeter Hubraum und einer Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h. Auch Krankenfahrstühle und Fahrräder mit Hilfsmotor dürfen nicht ohne diese Haftpflicht fahren. Sonst müssen im schlimmsten Fall alle entstehenden Kosten aus eigener Tasche gezahlt werden, wenn man einen Unfall verursacht. Werden dabei Personen verletzt und tragen einen bleibenden Schaden davon, können die Schadenforderungen in die Millionen gehen!

Um das Mofakennzeichen zu erhalten, ist eine Betriebserlaubnis für das Zweirad erforderlich. Moped-Fans sollten zudem den Abschluss einer Teilkaskoversicherung erwägen. Nur dann ist der flotte Flitzer auch geschützt, wenn er gestohlen wird oder bei einem Brand Schaden nimmt. Tatsächlich werden Roller im Vergleich zu Motorrädern weit häufiger gestohlen, wie aus der Diebstahlstatistik der Versicherer hervorgeht. Ein Preisvergleich lohnt! Mit der Wahl eines günstigen Anbieters können mehrere hundert Euro im Jahr gespart werden.

Wenn Angehörige ihren Familienmitgliedern eine Wohnung vermieten, ist Vorsicht geboten, denn schnell wittert das Finanzamt krumme Deals. Deshalb ist es wichtig, den Mietvertrag wie mit einem fremden Dritten zu gestalten – auch, wenn der Verwandte noch so nahe steht.

Wer Vermieter einer Immobilie ist, der kann sein Wohneigentum natürlich auch an Verwandte vermieten. Typischer Fall ist eine Einliegerwohnung im eigenen Haus, die Eltern an den Sohn oder die Tochter vermieten, sobald der Nachwuchs ein Studium ergreift. Dies kann für beide Seiten Vorteile bringen: Die Eltern sparen Steuern und das Kind muss weniger Miete zahlen. Aber ganz gleich, ob die Oma ins Haus einzieht, der Sohn oder der Neffe – sobald das Finanzamt ins Spiel kommt, wird es brenzlig, weil der Fiskus derartige Mietverhältnisse besonders streng prüft.

Liegt die von den Verwandten gezahlte Miete deutlich unterhalb des ortsüblichen Mietspiegels, so kann der Vermieter sogar seine Steuervorteile verlieren. Seit 2012 muss die Miete mindestens 66 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete betragen, um Werbungskosten vollständig geltend zu machen. Hierbei müssen auch Ausgaben für die Nebenkosten eingerechnet werden. Eine weitere Bedingung ist, dass die Miete regelmäßig und in vollem Umfang gezahlt wird.

Urteil bestätigt: Auch Verwandte müssen regelmäßig Miete zahlen!

Mit einem Urteil vom 17.10.2013 hat das Finanzgericht München bestätigt, dass ein allzu nachlässiger Umgang mit dem Mietverhältnis nicht gestattet ist, sofern der Wohnungsbesitzer entsprechende Werbungskosten beansprucht.

Verhandelt wurde der Fall zweier Brüder, wobei Durchsetzung und Gestaltung des Mietvertrages nicht dem Üblichen entsprach. Der Mieter nämlich leistete seine Zahlungen nur unregelmäßig und auch nicht in der vollen Höhe. Mitunter zahlte er sogar monatelang überhaupt nicht. Letztendlich bestanden auch an der Nutzungsüberlassung der Immobilie erhebliche Zweifel, da der Vermieter ein jederzeitiges Betretungsrecht besaß.

Im entsprechenden Klagefall sahen die Richter das Mietverhältnis nicht als erfüllt an. Das Finanzamt muss Mietverträge unter Verwandten nur anerkennen, wenn sie so abgeschlossen werden, wie es unter Fremden üblich wäre. Anderweitig ist eine Geltendmachung der Werbungskosten ausgeschlossen (Urteil vom 17.10.2013, Az.: 5 K 873/12).

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt, sollte darauf achten, dass die Absicherung hoch genug ist. Oft sei der Schutz nicht ausreichend, warnen Verbraucherschützer auf Basis einer aktuellen Untersuchung.

Keine Frage, eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist wichtig. Jeder vierte Bundesbürger muss seinen Job vor Erreichen des Rentenalters aufgeben, wie aus Zahlen der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht. Doch die Absicherung der Bundesbürger ist noch immer gering, die Unwissenheit groß. Nur etwa die Hälfte der Erwerbstätigen verfügt über einen entsprechenden Schutz.

Versicherte Monatsrente oft unter Niveau der Sozialhilfe

Auch wer eine BU-Police sein eigen nennt, wiegt sich oft in trügerischer Sicherheit. Eine Auswertung der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen von 326 Verträgen ergab, dass die versicherte Monatsrente im Schnitt nur 400 Euro beträgt. Damit bleibt die Summe weit unter der staatlichen Grundsicherung in Höhe von rund 700 Euro.

Das Armutsrisiko im Falle einer Erwerbsunfähigkeit lässt sich mit einer derart niedrigen Rente kaum auffangen. Der Grund: Bezüge einer privaten Berufsunfähigkeitsrente werden mit der staatlichen Grundsicherung verrechnet. Hier müssen Versicherungsnehmer aufpassen, dass die Absicherung hoch genug ist. Als Faustregel gilt: Der festgelegte Rentenbeitrag sollte mindestens zwei Drittel des letzten Nettoeinkommens betragen.

Wenn das Einkommen im Laufe der Berufstätigkeit steigt, sorgt die sogenannte Nachversicherungsgarantie dafür, dass man die Rente nachträglich erhöhen kann. Folglich sollte der BU-Vertrag eine solche Option beinhalten. Um einen günstigen Tarif zu finden empfiehlt es sich, mehrere Angebote gleichzeitig einzuholen.

Je zeitiger, desto besser

Der Preis einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist auch abhängig von Vorerkrankungen und vom Alter der entsprechenden Person. Deshalb raten Versicherungsexperten dazu, so zeitig wie möglich eine entsprechende Police abzuschließen. Bei den Gesundheitsfragen ist Ehrlichkeit unbedingte Pflicht. Stellt die Versicherung im Nachhinein fest, dass ein Kunde falsche Angaben im Antrag gemacht hat, darf sie den Vertrag anfechten und die Versicherungsleistung verweigern.

Da die BU-Policen verhältnismäßig teuer sind, sollte der Versicherungsvertrag zudem genauestens gelesen werden, bevor man unterschreibt. Beispielsweise darf im Vertrag keine sogenannte „abstrakte Verweisung“ enthalten sein. Dann kann die Versicherung den Erkrankten auf eine neue Tätigkeit verweisen, wenn er seinen alten Beruf nicht mehr ausüben darf – selbst wenn dies mit Gehaltseinbußen verbunden ist.

Ein Chirurg könnte beispielsweise immer noch als ärztlicher Berater arbeiten, wenn er schwere Verletzungen an den Händen erleidet und nicht mehr operieren darf. Besser also, eine abstrakte Verweisung ist erst gar nicht Bestandteil der Police. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!