Wenn Menschen zum Pflegefall werden, bedeutet dies auch ein finanzielles Risiko für die Angehörigen. Aus diesem Grund ist der Abschluss einer privaten Pflegezusatzversicherung zu empfehlen.

Aktuell sind circa 2,6 Millionen Menschen in Deutschland auf fremde Hilfe angewiesen. Die Zahl der Pflegebedürftigen könnte aber in den kommenden Jahren weiter ansteigen. Grund ist die Alterung der Bevölkerung, haben doch Senioren ein weit höheres Risiko, zum Pflegefall zu werden.

Pflege aber ist teuer. Diesbezüglich reicht es keineswegs, sich selbst ein bisschen Geld für den Fall der Fälle zurückzulegen. Trotz Zahlungen der gesetzlicher Pflegeversicherung kann sich die Versorgungslücke schnell auf 2.000 Euro im Monat summieren, wie das ZDF-Sendeformat WISO warnt. Bevor das Sozialamt einspringt, werden Ehegatten, Kinder und sogar Enkel zur Kasse gebeten. Wenn die Pflegebedürftigkeit über Jahre andauert, sitzt die Familie schnell in der Schuldenfalle.

Deshalb ist eine private Pflegezusatzversicherung unbedingt zu empfehlen. Folgende Modelle bieten sich dem Kunden an:

  1. Bei der Pflegetagegeldversicherung erhält der Versicherte täglich einen vorher vereinbarten Betrag, der ihm frei zur Verfügung steht.
  2. Die Pflegerentenversicherung ist eine Art Kombination aus Sparvertrag und Versicherung. Im Pflegefall zahlt der Versicherer eine monatliche Rente, die dem Versicherten zur freien Verfügung steht.
  3. Die Pflegekostenversicherung übernimmt die Mehrkosten für eine professionelle Betreuung, wenn die Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung nicht ausreichend sind. Weil hier das Geld nicht frei verfügbar ist und jede Leistung genauestens dokumentiert werden muss, ist diese Police am wenigsten zu empfehlen.

Ratsam ist der Abschluss einer Pflegezusatzversicherung bereits in jungen Jahren, und das aus mehreren Gründen. Erstens schützt ein junges Alter nicht vor Pflegebedürftigkeit, auch wenn das Risiko deutlich geringer ist als bei Senioren. Zweitens führen Vorerkrankungen und ein höheres Alter zu einer deutlichen Verteuerung des Versicherungsschutzes. Auch der Staat setzt Anreize, sich abzusichern: Seit 2013 werden bestimmte Formen der Pflegetagegeldversicherung staatlich gefördert. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

Wer eine Dienstunfähigkeitsversicherung abschließt, sollte im Vertrag genau nachlesen, wie die Bedingung für eine Leistung bei Dienstunfähigkeit definiert ist. Denn die Klauseln können auch zum Nachteil des Kunden gestaltet sein.

Beamte oder Soldat können eine private Dienstunfähigkeitsversicherung abschließen. Laut dem deutschen Beamtenrecht (§44 bis 49 BBG) gelten Staatsdiener als dienstunfähig, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund ihres körperlichen Zustandes dauerhaft unfähig sind, die dienstlichen Pflichten gegenüber ihrem Dienstherrn zu erfüllen. Auch bei alternativer Wahl einer Berufsunfähigkeitsversicherung sollte die Zielgruppe darauf achten, dass eine Dienstunfähigkeits-Klausel enthalten ist, muss die Dienstunfähigkeit doch keineswegs mit einer Berufsunfähigkeit identisch sein.

Drei Arten von Dienstunfähigkeitsklauseln

Bei Abschluss einer solchen Police sollte aber auf die Art der Dienstunfähigkeitsklauseln geachtet werden. Denn diese können zum Nachteil des Kunden gestaltet sein. Während einige Klauseln recht umfassenden Schutz bieten, wenn man aus dem Beruf ausscheidet, sind andere an strenge Vorgaben gebunden. Grundsätzlich werden drei Arten von Dienstunfähigkeitsklauseln unterschieden.

Die echte Dienstunfähigkeitsklausel besagt, dass die Versetzung und Entlassung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als vollständige Berufsunfähigkeit anzusehen ist. Dies ist die beste Wahl für den Kunden. Eine entsprechende Klausel kann in den Vertragsbedingungen folgendermaßen lauten:

„Bei Beamten des öffentlichen Dienstes gilt die Versetzung in den Ruhestand wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit bzw. die Entlassung wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit als Berufsunfähigkeit.“

Anders ist dies bei der unvollständigen Dienstunfähigkeitsklausel. Hierbei ist nämlich die Entlassung des Beamten wegen allgemeiner Dienstunfähigkeit nicht geregelt. Dies kann sich zum Nachteil des Beamten auswirken, da speziell die Dienstunfähigkeit eines Beamten auf Widerruf oder auf Probe zur Leistungsfreiheit des Versicherers führen kann.

Abschließend sei noch die unechte Dienstunfähigkeitsklausel (mit Vorbehalt der abstrakten Verweisung) genannt. Verbraucherschützer warnen, dass diese Klausel mit Risiken für den Versicherungsnehmer behaftet sein kann. Für Beamte besteht hier nur Schutz, wenn zugleich eine Berufsunfähigkeit festgestellt wird. Sie können dank der abstrakten Verweisung auch auf andere Berufe verwiesen werden, die kein Beamtenverhältnis und einen niedrigeren Lohn beinhalten können.

Beratung für komplexe Verträge

Grundsätzlich ist es ratsam, sich bei Abschluss einer Dienstunfähigkeits- oder BU-Versicherung von einem Versicherungsfachmann beraten zu lassen. Nicht nur gilt es, die gestellten Gesundheitsfragen genau und gewissenhaft auszufüllen, da der Versicherer sonst seine Rentenzahlung verweigern kann. Zudem sind die Verträge sehr komplex und können weitere Klauseln enthalten, die zum Vor- oder Nachteil des Kunden ausfallen.

Eine Gruppenunfallversicherung kann für Arbeitgeber ein Instrument sein, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen und Fachkräfte zu binden. Mit einem geringen Kapitaleinsatz lässt sich so ein Mehrwert für das Unternehmen schaffen.

Viele Arbeitgeber klagen aktuell über einen Fachkräftemangel in Deutschland. Laut einer Studie des Personaldienstleisters Manpower müssen manche Unternehmer sogar Aufträge ablehnen, weil sie nicht genug qualifiziertes Personal haben. Da stellt sich gerade für kleine und mittlere Firmen die Frage, wie sie mit geringem finanziellen Aufwand Mitarbeiter binden können.

Eine Möglichkeit hierzu ist der Abschluss einer betrieblichen Gruppenunfallversicherung. Diese kann der Arbeitgeber sowohl für alle seine Beschäftigten abschließen als auch für bestimmte Personengruppen, zum Beispiel für die leitenden Angestellten. Der Zusatz „betrieblich“ ist hierbei etwas irreführend, gilt der Schutz doch in der Regel nicht nur für die Arbeit, sondern auch für Freizeitaktivitäten. Das ist ein Vorteil gegenüber der gesetzlichen Unfallversicherung, die tatsächlich nur auf Arbeit und dem (direkten) Weg dorthin greift.

Die Versicherer gewähren für derartige Gruppentarife Preisnachlässe, und das aus mehreren Gründen. Zum einen profitieren sie davon, dass sich viele Personen auf einmal versichern. Zum anderen ist das Ausfallrisiko, etwa wegen nicht gezahlter Prämien, gering – steht doch der Arbeitgeber für die pünktliche Zahlung der Beiträge ein. So ergibt sich eine Win-Win-Situation, von der im Zweifel alle profitieren: die Versicherungen, Arbeitgeber und Arbeitnehmer!

Und es gibt einen weiteren Vorteil für Arbeitgeber. Im Gegensatz zu einer Lohnerhöhung, die oft auch mit höheren Lohnnebenkosten einher geht, gewährt der Gesetzgeber auf Gruppenunfallversicherungen Steuervorteile. Diese sind allerdings abhängig davon, ob der Mitarbeiter einen direkten Anspruch auf die Versicherungsleistung hat, zum Beispiel wenn er eine Rente ausgezahlt bekommt, oder nur mittelbar. Hier hilft ein Beratungsgespräch, die Besonderheiten zu klären.

Wie gefährlich sind Pedelecs und E-Bikes? Dieser Frage ist die Unfallforschung der Versicherer (UVD) nachgegangen – und hat festgestellt, dass die Zweiräder mit Hilfsmotor kein höheres Unfallrisiko haben als „normale“ Fahrräder. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn allgemein werden Drahtesel oft in Unfälle verwickelt.

Das Elektrofahrrad erlebt einen ungebrochenen Boom. Seit Jahren steigen die Absatzzahlen der Flitzer mit Hilfsmotor stark an. Allein 2014 konnten 480.000 Exemplare der auch als Pedelecs bekannten Gefährte bundesweit verkauft werden, wie der Zweirad-Industrie-Verband berichtet.

Wie gefährlich Pedelecs sind, wollte aktuell die Unfallforschung der Versicherer (UDV) herausfinden. Und hat hierfür keine Kosten und Mühen gescheut. Nicht nur wurde die Verkehrsunfallstatistik ausgewertet, sondern auch eine vierwöchige Fahrverhaltensstudie durchgeführt. Insgesamt 90 E-Bikes und „normale“ Fahrräder haben die Verkehrsexperten mit Kameras und Sensoren bestückt, um zu ermitteln, ob Pedelecs öfters in Gefahrensituationen verwickelt werden.

Dabei stellte sich heraus, dass die Unterschiede in der Nutzung, in den gefahrenen Wegstrecken und bei den Geschwindigkeiten gering sind. „Nutzer setzen die Motorunterstützung offenbar in erster Linie ein, um fahrradähnliche Geschwindigkeiten mit geringerem Aufwand zu erreichen“, heißt es in einer Pressemeldung des Versicherungs-Dachverbandes GDV. Das gelte besonders für ältere Radfahrer, die wichtigste Zielgruppe für Elektrofahrräder sind.

Unfallgefahr trotz allem hoch

Die gute Nachricht ist also, dass Elektrofahrräder kein größeres Unfallrisiko haben als normale Drahtesel. Dennoch darf man die Unfallgefahr nicht unterschätzen. Eine Auswertung der Unfallstatistik für 2014 ergab, dass Vorfälle mit Toten und Verletzten überproportional außerhalb von Ortschaften zu beklagen waren. Auch würden Autofahrer dazu neigen, die Geschwindigkeit der Pedelecs mit ihren flinken Hilfsmotoren zu unterschätzen.

So haben Radfahrer allgemein ein hohes Unfallrisiko. Im Jahr 2014 passierten 78.653 Fahrradunfälle auf deutschen Straßen und dabei starben 405 Menschen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtet. Allerdings wird die Art des Fahrrades nicht bei der offiziellen Unfallstatistik ausgewiesen, also nicht erfasst, ob die Fahrräder mit oder ohne Hilfsmotor unterwegs sind.

Keine Versicherungspflicht bis 25 km/h

Ob für E-Bikes eine Versicherungspflicht besteht, hängt übrigens von der Leistung ab. Bis 25 km/h bzw. einem maximal 250 Watt starken Motor werden sie als Fahrräder eingestuft. Hier muss keine Kfz-Versicherung abgeschlossen werden, auch ein Führerschein wird nicht benötigt.

Anders jedoch, wenn es sich um sogenannte S-Pedelecs handelt, die weit leistungsstärker sind. Diese Zweiräder erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 45 Stundenkilometern, weshalb sie rechtlich als Mofas gelten. Für derart schnelle Gefährte muss eine Mofa-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Auch Nummernschild und Helm sind hier unbedingt vorgeschrieben.

Wie gefährlich sind Pedelecs und E-Bikes? Dieser Frage ist die Unfallforschung der Versicherer (UVD) nachgegangen – und hat festgestellt, dass die Zweiräder mit Hilfsmotor kein höheres Unfallrisiko haben als „normale“ Fahrräder. Dennoch ist Vorsicht geboten, denn allgemein werden Drahtesel oft in Unfälle verwickelt.

Das Elektrofahrrad erlebt einen ungebrochenen Boom. Seit Jahren steigen die Absatzzahlen der Flitzer mit Hilfsmotor stark an. Allein 2014 konnten 480.000 Exemplare der auch als Pedelecs bekannten Gefährte bundesweit verkauft werden, wie der Zweirad-Industrie-Verband berichtet.

Wie gefährlich Pedelecs sind, wollte aktuell die Unfallforschung der Versicherer (UDV) herausfinden. Und hat hierfür keine Kosten und Mühen gescheut. Nicht nur wurde die Verkehrsunfallstatistik ausgewertet, sondern auch eine vierwöchige Fahrverhaltensstudie durchgeführt. Insgesamt 90 E-Bikes und „normale“ Fahrräder haben die Verkehrsexperten mit Kameras und Sensoren bestückt, um zu ermitteln, ob Pedelecs öfters in Gefahrensituationen verwickelt werden.

Dabei stellte sich heraus, dass die Unterschiede in der Nutzung, in den gefahrenen Wegstrecken und bei den Geschwindigkeiten gering sind. „Nutzer setzen die Motorunterstützung offenbar in erster Linie ein, um fahrradähnliche Geschwindigkeiten mit geringerem Aufwand zu erreichen“, heißt es in einer Pressemeldung des Versicherungs-Dachverbandes GDV. Das gelte besonders für ältere Radfahrer, die wichtigste Zielgruppe für Elektrofahrräder sind.

Unfallgefahr trotz allem hoch

Die gute Nachricht ist also, dass Elektrofahrräder kein größeres Unfallrisiko haben als normale Drahtesel. Dennoch darf man die Unfallgefahr nicht unterschätzen. Eine Auswertung der Unfallstatistik für 2014 ergab, dass Vorfälle mit Toten und Verletzten überproportional außerhalb von Ortschaften zu beklagen waren. Auch würden Autofahrer dazu neigen, die Geschwindigkeit der Pedelecs mit ihren flinken Hilfsmotoren zu unterschätzen.

So haben Radfahrer allgemein ein hohes Unfallrisiko. Im Jahr 2014 passierten 78.653 Fahrradunfälle auf deutschen Straßen und dabei starben 405 Menschen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) berichtet. Allerdings wird die Art des Fahrrades nicht bei der offiziellen Unfallstatistik ausgewiesen, also nicht erfasst, ob die Fahrräder mit oder ohne Hilfsmotor unterwegs sind.

Keine Versicherungspflicht bis 25 km/h

Ob für E-Bikes eine Versicherungspflicht besteht, hängt übrigens von der Leistung ab. Bis 25 km/h bzw. einem maximal 250 Watt starken Motor werden sie als Fahrräder eingestuft. Hier muss keine Kfz-Versicherung abgeschlossen werden, auch ein Führerschein wird nicht benötigt.

Anders jedoch, wenn es sich um sogenannte S-Pedelecs handelt, die weit leistungsstärker sind. Diese Zweiräder erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 45 Stundenkilometern, weshalb sie rechtlich als Mofas gelten. Für derart schnelle Gefährte muss eine Mofa-Haftpflichtversicherung abgeschlossen werden. Auch Nummernschild und Helm sind hier unbedingt vorgeschrieben.

Die sogenannte elektronische Versicherungsbestätigung eVB erlaubt es seit 2008, ein neues Kraftfahrzeug schnell und unkompliziert bei der Zulassungsbehörde anzumelden. Was jedoch viele Autofahrer nicht wissen: oft ist mit dem Dokument kein Kaskoschutz verbunden. Dabei sollten gerade teure Neuwagen entsprechend abgesichert sein.

Wer heute ein Auto neu zulassen oder wechseln will, kann dies mit Hilfe einer sogenannten eVB-Nummer bzw. Deckungskarte tun. Hierfür muss der glückliche Käufer sich mit einem Autoversicherer in Verbindung setzen, der besagtes Dokument ausstellt, und damit kann er dann auf der Zulassungsstelle seinen neuen Wagen zulassen. Der vorläufige Versicherungsschutz gilt in der Regel so lange, bis ein eigenständiger Versicherungsvertrag zustande kommt.

Der vorläufige Versicherungsschutz hat aber einen Haken. Mitunter beinhaltet er lediglich eine Haftpflichtversicherung und keinen Kasko-Baustein. Im Klartext heißt das: Wenn der Neuwagen gestohlen wird, aufgrund eines Fahrfehlers einen Totalschaden erleidet oder sich ein Marder unter der Motorhaube zu schaffen macht, besteht für diese Fälle keine finanzielle Absicherung. Die Konsequenzen sind meist bitter. Im schlimmsten Fall muss man für einen schrottreifen Neuwagen noch jahrelang Raten abzahlen!

Deshalb sollten Käufer eines Autos darauf achten, dass der vorläufige Versicherungsschutz auch eine Kaskoversicherung beinhaltet. Hier kann es ratsam sein, sich möglichst zeitig um die eVB-Nummer zu bemühen. Fast ein halbes Jahr hat man nach Ausstellung der vorläufigen Versicherungsbestätigung Zeit, um eine „richtige“ Kfz-Versicherung abzuschließen, denn erst nach 6 Monaten verliert das Dokument seine Gültigkeit.

Sommerzeit ist Cabrio-Zeit! Viele Frischluft-Fans genießen die Ausfahrt mit offenem Dach, lassen sich die Sonne auf den Kopf scheinen und den Wind um die Ohren wehen. Schließlich wird der Weg zum Badestrand zu einem ganz besonderen Vergnügen, wenn man ihn mit Freunden bei einer Spritztour erlebt. Nicht selten geht es auch darum, einen neuen Hut oder eine Sonnenbrille zu präsentieren: Cabrios sind nicht einfach Autos, sondern ein Lebensstil.

Allerdings ist die Fahrt mit offenem Dach auch mit Risiken verbunden. Ein großer Versicherer warnt aktuell, dass man ein geöffnetes Cabrio nicht längere Zeit unbeobachtet parken soll. Zwar sei kein Cabrio-Besitzer grundsätzlich verpflichtet, sein Fahrzeug immer mit geschlossenem Verdeck abzustellen, etwa wenn er für einen Einkauf schnell in den Supermarkt springt.

Man darf das Auto mit offenem Verdeck kurzzeitig unbeobachtet lassen

Sind alle Sicherheitsvorkehrungen eingehalten, also die Fenster hochgekurbelt, die Lenkradsperre aktiviert und der Wagen abgesperrt, wird die Versicherung in der Regel den Diebstahl regulieren. Hier gilt es auch darauf zu achten, dass Ablagefächer abgeschlossen sind, keine Wertgegenstände auf den Sitzen liegen und mobile Navi-Geräte weggeschlossen werden.

Die Versicherungsleistung hängt aber davon ab, ob dem Halter des PKW grob fahrlässiges Verhalten nachgewiesen werden kann. Wer seinen Wagen stundenlang unbeobachtet lässt, während es mit offenem Dach rumsteht, kann Probleme bei der Schadenregulierung bekommen.

Cabrios mit offenem Verdeck dürfen demnach nur kurzzeitig unbeaufsichtigt bleiben, zudem an Orten, an denen ein Diebstahl-Risiko gering ist: Formulierungen, die viel Interpretationsraum lassen. Hier hängt es vom jeweiligen Einzelfall ab, in welchem Umfang der Versicherer seine Zahlung kürzen kann.

Vollkasko lohnt sich!

Im Zweifel sollten Freiluft-Fans noch einmal mit ihrer Kfz-Versicherung Rücksprache halten, wie der Diebstahl-Schutz bei Cabrios geregelt ist. Grundsätzlich empfiehlt es sich, für das geliebte Gefährt eine Vollkaskoversicherung abzuschließen. Zwar zahlt die Teilkasko für Einbruch-Diebstähle. Wenn allerdings beim Einbruch das Verdeck des Cabrios beschädigt worden sein sollte, dann zahlt die Teilkaskoversicherung die Reparaturkosten nicht mehr. Hierfür kommt in der Regel nur die Vollkasko auf.

Der Sommer steht vor der Tür! Viele Bundesbürger werden in den kommenden Wochen wieder aufbrechen, um ihren wohlverdienten Jahresurlaub zu genießen. Vor allem, wenn man in ferne Gefilde reist, sollte man dabei auch eine Auslandsreise-Krankenversicherung im Gepäck haben. Sonst kann sich der Urlaub schnell als Kostenfalle entpuppen, wenn man krank wird und auf ärztliche Behandlung angewiesen ist.

Keine Frage: Die Urlaubszeit ist die schönste Zeit des Jahres. Dass auch im Urlaub Krankheiten drohen oder Unfälle eine medizinische Behandlung erfordern können, verdrängen dabei viele Reiselustige. Doch laut einer Umfrage von TNS Infratest im Auftrag eines Versicherers hat knapp jeder vierte Bundesbürger im Ausland schon einmal ärztliche Behandlungen in Anspruch nehmen müssen.

Ohne Auslandsreise-Krankenversicherung drohen hohe Kosten

Eine Behandlung im Urlaub kann schnell teuer werden – speziell, wenn man sich in einem Land außerhalb der EU aufhält. Ein einziger Krankenhaus-Tag kostet zum Beispiel in den USA bis zu 6.000 Euro! Zwar haben die Krankenkassen mit vielen Staaten ein Sozialversicherungsabkommen vereinbart. Aber selbst dann wird die Krankenversicherung nur für einen Teil der Kosten leisten: in der Regel für jenen Betrag, den sie auch in Deutschland zahlen müsste. Wer nicht aufpasst, kommt dann mit einer Rechnung von mehreren zehntausend Euro aus dem Urlaub zurück.

Wenn ein Patient zum Beispiel mit dem Flugzeug aus der Türkei zurücktransportiert wird, weil eine Behandlung zu Hause notwendig ist, muss er die Kosten selbst tragen. Kostenpunkt: mindestens 20.000 Euro. Doch das muss nicht sein: Für genau diese Fälle bieten die Versicherer Auslandsreise-Krankenversicherungen an. Mit einem zweistelligen Jahresbeitrag handelt es sich hierbei um sehr günstige Policen. Schon deshalb sollte man auf den Schutz nicht verzichten.

Große Leistungsunterschiede

Doch es lohnt ein Blick in den Versicherungsvertrag. Bei einigen Policen werden zum Beispiel die Kosten einer stationären Behandlung erst erstattet, wenn der Aufenthalt im ausländischen Krankenhaus länger als zwei Wochen dauert. Auch die Kosten für Hilfsmittel wie Stützen oder Rollstuhl werden nicht bei allen Gesellschaften übernommen. Es gibt sogar einige Tarife, die nicht für den Rücktransport in die Heimat aufkommen, sofern dies gewünscht wird oder medizinisch notwendig ist. Aber gerade der Rücktransport sollte unbedingt im Versicherungsschutz inbegriffen sein!

Weniger erfreuliche Nachrichten gibt es für Urlauber, die bereits eine Vorerkrankung haben, etwa Diabetes oder Multiple Sklerose. Diesen bleibt die Auslands-Police in der Regel verwehrt. Trotzdem sollte man die Gesundheitsfragen im Antrag ehrlich beantworten – sonst kann die Versicherung ihre Leistung verweigern. Hier empfiehlt es sich, mit der Krankenkasse oder der PKV Rücksprache zu halten, in welchem Umfang ein Auslandsschutz besteht.

Unfallversicherung: Auch Kindern kann die Schuld an einem Verkehrsunfall zugesprochen werden, wenn sich die beteiligte erwachsene Person richtig verhält. Dies zeigt ein aktueller Rechtsstreit vor dem Oberlandesgericht Naumburg.

Keine Frage: Sind Kinder im Spiel, müssen erwachsene Verkehrsteilnehmer besonders vorsichtig und vorausschauend sein. Laut Paragraf 3 Absatz 2a StVO (Straßenverkehrsordnung) sind Fahrzeugführer dazu verpflichtet, gegenüber Kindern insbesondere durch die Verminderung ihrer Fahrgeschwindigkeit sowie durch erhöhte Bremsbereitschaft ein Verhalten an den Tag zu legen, welches eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausschließt. Und fast immer sind Kinder im Recht, wenn sie bei einem Verkehrsunfall zu Schaden kommen.

OLG Naumburg: Kind selbst für Unfall verantwortlich

Dass es jedoch auch anders kommen kann, zeigt ein Urteil des Oberlandesgerichtes Naumburg. Ein elfjähriges Mädchen ist im Dunklen zwischen zwei parkenden Autos durchgerannt und wurde von einem Fahrzeug erfasst, wobei es schwere gesundheitliche Schäden davontrug. Als die Eltern jedoch Schadensersatz und Schmerzensgeld von der Autofahrerin verlangten, mussten sie eine bittere Niederlage hinnehmen.

Der Grund: Die Fahrerin des Unfallautos hatte sich richtig verhalten, wie die Richter bestätigten. Als sie die Gruppe mit Kindern sah, der auch das geschädigte Mädchen angehörte, drosselte sie ihr Tempo auf 20 bis 30 km/h. Dass ein Kind plötzlich zwischen den parkenden Autos durchläuft, damit konnte die Frau nicht rechnen. Stattdessen betonten die Richter das grob verkehrswidrige Verhalten des Kindes.

In seinem Alter sei das Mädchen grundsätzlich in der Lage, zu wissen, was es tue. Es hätte einschätzen können, dass es gefährlich und unvernünftig ist, zwischen zwei parkenden Autos vor einem herannahenden Fahrzeug die Fahrbahn zu überqueren. Auch wurde im Zuge der Beweisaufnahme ermittelt, dass Erzieherinnen noch durch Zurufe vor dem Betreten der Fahrbahn gewarnt hatten. Folglich muss die Autofahrerin kein Schmerzensgeld zahlen (Az. : 10 U 22/12).

Unfall- oder Invaliditätsversicherung schützt Kinder

Um die finanziellen Folgen derartiger Unfälle aufzufangen, empfiehlt sich der Abschluss einer Unfall- oder Invaliditätsversicherung für das Kind. Bei einer Unfallpolice kann die Höhe einer Einmalzahlung und/oder einer Rente in der Regel frei vereinbart werden. Wenn das Kind einen dauerhaften Schaden erleidet, kommt der Versicherer dafür auf.

Auch die Invaliditätsversicherung ist ein sinnvoller Schutz. Versicherungsexperten schätzen sie mitunter sogar wichtiger ein als die Unfallpolice. Der Grund: Eine Unfallversicherung wird in der Regel nur dann zahlen, wenn die Beeinträchtigung des Kindes tatsächlich aus einem Unfall resultiert. Hingegen ist mit einer Invaliditätsversicherung die Ursache für die Behinderung kein ausschlaggebender Punkt. Sobald das Versorgungsamt eine Invalidität von 50% feststellt, erhält das Kind bei den besten Anbietern eine monatliche Rente von bis zu 1.000 Euro. Rein statistisch resultieren die meisten Beeinträchtigungen bei Kindern nicht aus einem Unfall, sondern aus einer schweren Krankheit.

Schriftstücke wie ein Testament oder eine Vollmacht müssen eindeutig formuliert sein, sonst werden sie anfechtbar. Das zeigt ein aktueller Rechtsstreit vor dem Oberlandesgericht Rostock, über den die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Dort wurde die letzte Willenserklärung einer Mutter für ungültig erklärt, weil aus dem Dokument nicht deutlich hervorging, ob es sich um ein Testament oder eine Vollmacht handelt.

Im verhandelten Fall verfügte eine Mutter von fünf Kindern handschriftlich, dass einer ihrer Söhne nach ihrem Ableben über das -Zitat- „gesamte Vermögen bevollmächtigt“ wird. Das Schriftstück war mit „Testament“ überschrieben. Der bevollmächtigte Sohn verstarb jedoch vor seiner Mutter.

Als auch die Frau schließlich von dieser Erde schied, beanspruchten die Kinder des bevollmächtigten Sohnes das Erbe für sich allein. Sie ließen sich den Erbschein für das Vermögen der Großmutter vom Amtsgericht Greifswald ausstellen. Sehr zum Missfallen der vier verbliebenen Kinder der Verstorbenen. Sie fochten das Erbe an – mit Erfolg. Denn das mutmaßliche Testament beinhaltete einen entscheidenden formalen Fehler.

Die Richter betonten, dass das mit „Testament“ überschriebene Schriftstück zwar die notwendige Form für eine letzte Verfügung einhalte. Aber: Es gehe nicht verbindlich daraus hervor, ob die Verstorbene auch gewollt habe, damit ihre Erben festzulegen. Wenn gleichzeitig die Worte „Testament“ und „Vollmacht“ benutzt werden, sei dies nicht eindeutig. Damit ist der im Dokument genannte Sohn auch nicht als Alleinerbe eingesetzt. Das Schriftstück ist im Grunde wertlos – es tritt die gesetzliche Erbfolge in Kraft (Az. 3 W 98/14).

Die Konsequenz aus dem Urteil: Dokumente wie ein Testament, eine Patientenverfügung oder eine Versorgungsvollmacht müssen eindeutig und rechtssicher formuliert sein, sonst sind sie vor Gericht anfechtbar. Laien sollten hierfür notfalls eine professionelle Beratung in Anspruch nehmen. Rechtsschutzversicherungen beinhalten mittlerweile häufig die Möglichkeit einer Erstberatung durch einen Anwalt. Hierauf lohnt es sich zu achten.