In dieser Woche haben die Weihnachtsmärkte deutschlandweit ihre Pforten geöffnet und locken mit traditioneller Handwerkskunst, Glühwein und süßem Gebäck. Leider zieht diese festliche Vorweihnachtsstimmung nicht nur Familien und Spaziergänger an, sondern auch Diebe. Da heißt es: Aufgepasst!

Die Polizei weiß zu berichten, dass Langfinger auf Weihnachtsmärkten Hochkonjunktur haben. Nicht ohne Grund, denn an vielen Marktständen wird keine Kartenzahlung akzeptiert. Die Besucher sind also darauf angewiesen, größere Summen Bargeld mit sich zu tragen. Auch das Gedränge und die Dunkelheit erleichtern Dieben ihr verderbliches Handwerk, wenn sich abends Freunde und Kollegen am Glühweinstand treffen. Über das ganze Jahr gerechnet entstand durch Taschendiebstähle 2014 ein Schaden von 45,9 Millionen Euro, wie der Kriminalstatistik zu entnehmen ist.

Wertsachen nie unbeobachtet lassen!

Wer aufmerksam ist und ein paar einfache Regeln beachtet, kann sich aber schützen. So sollte die Geldbörse niemals einfach in der Gesäßtasche mit sich getragen werden, weil sie von dort leicht zu entwenden ist. Eine verschlossene Innentasche ist stattdessen zu bevorzugen – notfalls eine andere Jacke anziehen! Auch sollte die Geldbörse möglichst dicht am Körper aufbewahrt werden.

Auch auf Taschen haben es Diebe natürlich abgesehen. Handtaschen und Rucksäcke sollten stets geschlossen mit sich geführt werden, damit kein Krimineller unbemerkt hineinfassen kann. Besondere Vorsicht ist bei großen Menschenmassen geboten. Diebesbanden operieren oft in kleinen Gruppen, so dass eine Person das Opfer anrempelt und der Partner die daraus resultierende Verwirrung nutzt, um schnell etwas zu entwenden.

Manche Diebe geben sich sogar als ortsunkundige Touristen aus und sprechen ihre Opfer gezielt an. Während ein Übeltäter den arglosen Weihnachtsmarkt-Besucher in ein Gespräch verwickelt, schleicht sich der andere von hinten an und greift ihm in die Tasche. Und schon ist das Portemonnaie verschwunden!

Wegen der hohen Diebstahl-Gefahr auf Weihnachtsmärkten ist es aber besser, Wertgegenstände gleich zuhause zu lassen. Und auch an Geld sollte nur so viel mitgeführt werden, wie voraussichtlich gebraucht wird. Und auch an Ausweisen und Dokumenten nur das Nötigste mit sich führen!

Hausratversicherung zahlt nur unter bestimmten Umständen

Wenn Wertsachen oder die Banknoten einmal weg sind, hoffen viele Diebesopfer auf ihre Hausratversicherung. Normalerweise kommt eine solche Police tatsächlich für Diebstahlschäden auf. Aber Hausratversicherer erstatten Bargeld in der Regel nur dann, wenn es aus einer versicherten Wohnung gestohlen oder unter Androhung von Gewalt geraubt wurde. Hier haben Weihnachtsmarkt-Besucher schlechte Karten, wenn sie im Gedränge beklaut werden.

Manche Anbieter haben jedoch ihren Schutz erweitert und erstatten auch Diebesgut, wenn es aus dem PKW, einer Schlafkabine der Bahn oder einem Krankenhauszimmer entwendet wurde. Ein Beratungsgespräch kann helfen den passenden Schutz zu finden.

Kfz-Versicherung: Gerade einen Unfall gebaut – und zur Beruhigung erstmal ein Schnäpschen? Das ist wirklich keine gute Idee, wie ein aktueller Rechtsstreit vor dem Oberlandesgericht Frankfurt zeigt. Weil der Versicherungsnehmer nach einem Unfall Alkohol trank, muss er den Schaden nun selbst zahlen.

Im verhandelten Rechtsstreit verursachte ein Autofahrer einen nächtlichen Unfall und beschädigte einen geparkten Hänger, wodurch ein Sachschaden von über 8.000 Euro entstand. Dann verließ er die Unfallstelle, ohne die Feststellung seiner Personalien zu ermöglichen. Doch dank eines Zeugen kam die Polizei dem Übeltäter auf die Spur, so dass er sich circa 70 Minuten später einer Blutprobe auf der Polizeiwache unterziehen musste. Dort staunten die Beamten nicht schlecht: sie maßen eine Blutalkoholkonzentration von stolzen 1,84 Promille.

Die Kfz-Versicherung regulierte zwar zunächst den Schaden, wollte aber das Geld vom Autofahrer zurückerstattet haben, nachdem sie von der Alkoholfahrt erfuhr. Der Autofahrer freilich behauptete, er habe erst nach dem Unfall zwei Bier und zwei Schnäpse getrunken, weil er unter Schock gestanden habe und sich beruhigen musste. Diese Behauptung jedoch betrachteten die Richter des Oberlandesgerichtes Frankfurt als wenig glaubhaft und entschieden zugunsten der Versicherung.

Der Unfallverursacher habe eine doppelte Obliegenheitspflichtverletzung gegenüber der Versicherung begangen, wie die Richter ausführten. Zum einen habe er sich unerlaubt vom Unfallort entfernt und so verhindert, dass der genaue Tathergang des Unfalls rekonstruiert werden könne. Zum anderen stelle auch der behauptete Nachtrunk eine Obliegenheitsverletzung dar, wenn polizeiliche Ermittlungen zu erwarten sind. Dies sei hier der Fall gewesen. Der Beklagte habe in der Zusammenschau des Geschehens letztlich gerade deshalb einen Nachtrunk behauptet, um Feststellungen zu seinem Alkoholisierungsgrad bei der Unfall-Fahrt vorsorglich zu verhindern und die Polizei in die Irre zu führen.

Für den mutmaßlich alkoholisierten Fahrer ging die Sache nicht gut aus. Der Versicherer sei gleich in doppelter Hinsicht leistungsfrei und könne den gesamten eingeklagten Betrag vom Autofahrer zurückverlangen, betonte das OLG Frankfurt. So muss der Unfallverursacher nun die Kosten selbst tragen. Doch nicht nur das Trinken nach einem Unfall ist tabu, sofern noch kein Alkoholtest erfolgte – auch die Unfallflucht kann zu Regressforderungen führen, wie u.a. dieses Urteil zeigt! (3 U 66/13)

Im kommenden Jahr können Rentner auf eine kräftige Rentenerhöhung hoffen, denn um bis zu fünf Prozent sollen die Altersbezüge ab Juli 2016 steigen. Das hat jedoch auch Schattenseiten. Rund 70.000 Ruheständler könnten steuerpflichtig werden, wenn ihr Ruhestandsgeld angehoben wird.

Seit einer Gesetzreform im Jahr 2005 sind auch Rentner steuerpflichtig, sofern ihr Einkommen eine bestimmte Höhe übersteigt. Seitdem greift die sogenannte „nachgelagerte Besteuerung“ auf Altersbezüge. Wie viel Steuern Rentner bezahlen müssen, ist abhängig vom Jahr des Renteneintritts. Bis 2040 profitieren die Ruheständler noch von Rentenfreibeträgen, aber die Steuerlast wird für Neurentner schrittweise erhöht. Wer im Jahr 2015 seinen Ruhestand antritt, muss zum Beispiel 70 Prozent seines Alterssalärs versteuern.

70.000 Rentner rutschen 2016 in die Steuerpflicht

Wenn im kommenden Jahr die Renten deutlich steigen, Experten erwarten ein Plus von bis zu 5 Prozent, bedeutet das im Umkehrschluss auch, dass Vater Staat mehr Rentnern in die Tasche greifen wird. Ab Juli 2016 werden rund 70.000 Rentner erstmals steuerpflichtig, wie aus einer Antwort des Finanzministeriums auf Anfrage der Linken hervorgeht.

Ausschlaggebend für die Steuerpflicht ist die Frage, ob der steuerpflichtige Teil der Rente den sogenannten Grundfreibetrag übersteigt. Mit dem Freibetrag wird das notwendige Existenzminimum berücksichtigt, das jedem Bundesbürger zusteht. Auf diese Einkünfte hat der Fiskus keinen Zugriff. Im Jahr 2015 betrug der Freibetrag für das steuerliche Einkommen 8.472 Euro – auch diese Grenze soll freilich im kommenden Jahr angehoben werden.

Insgesamt leben derzeit 20,6 Millionen Rentner in Deutschland. Bisher werden die meisten vom Fiskus verschont. Im Jahr 2016 müssen rund 3,9 Millionen “Steuerpflichtige mit Rentenbezug” eine Steuererklärung beim Finanzamt einreichen, schätzt das Finanzministerium.

Notfalls beraten lassen!

Wenn sich Rentner nicht sicher sind, ob sie eine Steuererklärung einreichen müssen, sollten sie sich notfalls beraten lassen. Dies gilt vor allem für jene Ruheständler, die aktuell knapp unter dem Freibetrag liegen. Vorsicht: Mit eingerechnet werden zum Jahreseinkommen auch andere Einnahmen, etwa aus Vermietung oder Kapitalanlagen.

Die Hausratversicherung erfreut sich bei Bundesbürgern großer Beliebtheit. Eine Umfrage hat nun gezeigt, welche Leistungen den Privatkunden besonders wichtig sind. Ein Blick in die Verträge ist hierbei unbedingte Pflicht, um vor negativen Überraschungen verschont zu bleiben!

Die Hausratversicherung zählt zu den am meisten verbreiteten Policen in Deutschland. Immerhin drei Viertel aller Haushalte sind entsprechend abgesichert, wie Erhebungen der Versicherungswirtschaft ergaben. Dies nicht ohne Grund, springen die Hausratversicherer doch ein, wenn die Wohnungseinrichtung durch Feuer, Wasser, Diebstahl oder Sturm- und Gewitterschäden zu Schaden kommt. Erstattet wird in der Regel der Wiederbeschaffungswert, also der Betrag, der für einen neuwertigen Ersatz der Einrichtung aufgebracht werden muss.

Diebstahlschutz und Ersatz bei Blitzschlag besonders gefragt

Das Marktforschungsunternehmen YouGov wollte für die Studie „Markteinblicke bei Privathaftpflicht- und Hausratversicherungen“ nun in Erfahrung bringen, welche Leistungen den Bundesbürgern in Hausrat-Policen besonders wichtig sind. An vorderster Stelle steht demnach der Diebstahlschutz: Ganze 73 Prozent der 1.235 Befragten benannten dieses Produktmerkmal als „äußerst wichtig“ oder „sehr wichtig“. Es folgt die Absicherung gegen Blitzschlag, Überspannungs- und Elementarschäden (69 Prozent) sowie die Absicherung von Wertsachen wie Bargeld oder Schmuck.

Bezüglich dieser Leistungen gibt es jedoch einiges zu beachten. Teure technische Geräte wie Fernseher oder Computer kommen oft nicht direkt durch den Blitzeinschlag zu Schaden, sondern durch die hohe Spannung, die sich infolge der Entladung über Kabel und Stromnetze ausbreitet. Hierfür zahlt der Versicherer nur, wenn die Leistung „Überspannungsschaden“ bzw. „Folgeschäden bei Blitzeinschlag“ explizit im Vertrag eingeschlossen ist.

Schlossänderungskosten nicht automatisch abgesichert

Auch hinsichtlich der Diebstahl-Leistungen lohnt ein Blick in die Verträge. Schlossänderungskosten an Wohnungstüren bzw. Eingangs- und Kellertüren erstatten einige Versicherer bis zu einer bestimmten Höchstsumme, andere hingegen gar nicht. Wurde ein Türschloss von Langfingern beschädigt, kann das schnell ins Geld gehen, wenn die ganze Familie mit neuen Schlüsseln ausgestattet werden muss!

Auch für Einrichtungsgegenstände in Nebengebäuden oder Gartenlauben besteht nur Schutz, sofern sie als Versicherungsort im Vertrag definiert sind. Viele Versicherer leisten für alle Gebäude, die sich auf dem Grundstück der versicherten Wohnung befinden. Für Bruchschäden an Fenster- und Glasscheiben muss oft ein Aufpreis gezahlt werden („Glasversicherung“), etwa wenn der Dieb die Glastür des Balkons zerschlug, um sich Zugang zum Haus zu verschaffen.

Unterversicherungsverzicht – Wenn die Versicherungssumme falsch eingeschätzt wurde

Eine weitere Leistung, auf die es zu achten gilt, ist der sogenannte „Unterversicherungsverzicht“. Wenn der entstandene Schaden höher ist als die vertraglich vereinbarte Versicherungssumme, kann der Versicherer die Entschädigung stark kürzen. Allerdings gilt dies nicht, wenn besagter Verzicht laut Vertrag vereinbart wurde. Dann beträgt die Versicherungssumme meist pauschal 650 Euro pro m².

Fahrräder sind in der Regel nur gegen Diebstahl abgesichert, wenn sie sich in der Wohnung oder in Gemeinschaftsräumen befinden. Für den Schutz außerhalb dieser Orte muss ein Fahrrad-Zusatzbaustein eingeschlossen werden, der mit einem Aufpreis einher geht. Alternativ bieten die Versicherer spezielle Fahrradversicherungen an.

Auch Wertgegenstände werden nur in begrenztem Umfang ersetzt, üblich sind 20 Prozent der Versicherungssumme. Auch hier ist ein Blick in den Vertrag unabdingbar, da für die jeweiligen Wertsachen individuelle Obergrenzen festgelegt sein können. Die Ersatzleistungen für Bargeld, Urkunden oder Sparbücher sind beispielsweise oft bei einem niedrigen vierstelligen Betrag gedeckelt. Ein Beratungsgespräch hilft, den passenden Schutz für die eigene Wohnung zu finden!

Immer mehr Deutsche zieht es in jungen Jahren ins Ausland. Die Verlockungen sind groß: Fremde Länder und Kulturen kennen lernen und gleichzeitig die Sprachkenntnisse ausbauen. Die Optionen sind vielschichtig.

Bei Studenten besonders beliebt sind Auslandssemester im Rahmen des Erasmus-Programms. Dabei handelt es sich um das weltweit größte Förderprogramm von Auslandsaufenthalten an Universitäten. Erasmus-Student benötigen für die Zeit im Ausland prinzipiell keine Auslandskrankenversicherung. Sie bleiben für diesen Zeitraum in ihrer deutschen gesetzlichen Krankenversicherung versichert.

Leistungen vergleichen

Allerdings haben Erasmus-Studenten lediglich Anspruch auf die Leistungen, die gesetzlich Versicherten im Land Ihrer Partneruniversität zustehen. Dies kann gegebenenfalls zu deutlichen Leistungsunterschieden führen. Eine entsprechende zusätzliche Absicherung macht allein schon wegen etwaig notwendiger Krankenrücktransporte absolut Sinn und ist bereits für einen schmalen Taler erhältlich.

Bei Studenten die ein volles Studium im Ausland machen wollen oder nicht in den Genuss des Erasmus-Programms kommen, ist es etwas kniffliger. Zwar besteht innerhalb der Europäischen Union ein Sozialversicherungsabkommen, das die Versicherungsansprüche aller EU-Bürger regelt. Dennoch gilt es hier vorab genau zu prüfen, ob und in welchem Umfang Krankenversicherungsschutz besteht.

Der erste Wohnsitz ist entscheidend

Haben Studenten ihren ersten Wohnsitz nicht mehr in Deutschland, so ist der Verbleib in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung nur noch schwer möglich und damit eine eigenständige Krankenversicherung für das Ausland unabdingbar.

Das beliebteste Land für ein Studium im Ausland ist Österreich. Das geht aus Zahlen des statistischen Bundesamts hervor. Auf den Plätzen folgen die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz. Mit diesen Ländern besteht das bereits genannte Sozialversicherungsabkommen.

Für ein paar andere beliebte Länder, die außerhalb der EU liegen, gilt dies jedoch nicht. So kommt die USA auf den fünften Rang. Auch China (7.), Kanada (13.), Australien (14.) und Neuseeland (16.) befinden sich unter den Top 20 der beliebtesten Studienländer. Für diese Länder benötigen Studenten eine entsprechende Krankenversicherung.

Immer mehr Deutsche zieht es in jungen Jahren ins Ausland. Die Verlockungen sind groß: Fremde Länder und Kulturen kennen lernen und gleichzeitig die Sprachkenntnisse ausbauen. Die Optionen sind vielschichtig.

Bei Studenten besonders beliebt sind Auslandssemester im Rahmen des Erasmus-Programms. Dabei handelt es sich um das weltweit größte Förderprogramm von Auslandsaufenthalten an Universitäten. Erasmus-Student benötigen für die Zeit im Ausland prinzipiell keine Auslandskrankenversicherung. Sie bleiben für diesen Zeitraum in ihrer deutschen gesetzlichen Krankenversicherung versichert.

Leistungen vergleichen

Allerdings haben Erasmus-Studenten lediglich Anspruch auf die Leistungen, die gesetzlich Versicherten im Land Ihrer Partneruniversität zustehen. Dies kann gegebenenfalls zu deutlichen Leistungsunterschieden führen. Eine entsprechende zusätzliche Absicherung macht allein schon wegen etwaig notwendiger Krankenrücktransporte absolut Sinn und ist bereits für einen schmalen Taler erhältlich.

Bei Studenten die ein volles Studium im Ausland machen wollen oder nicht in den Genuss des Erasmus-Programms kommen, ist es etwas kniffliger. Zwar besteht innerhalb der Europäischen Union ein Sozialversicherungsabkommen, das die Versicherungsansprüche aller EU-Bürger regelt. Dennoch gilt es hier vorab genau zu prüfen, ob und in welchem Umfang Krankenversicherungsschutz besteht.

Der erste Wohnsitz ist entscheidend

Haben Studenten ihren ersten Wohnsitz nicht mehr in Deutschland, so ist der Verbleib in der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung nur noch schwer möglich und damit eine eigenständige Krankenversicherung für das Ausland unabdingbar.

Das beliebteste Land für ein Studium im Ausland ist Österreich. Das geht aus Zahlen des statistischen Bundesamts hervor. Auf den Plätzen folgen die Niederlande, Großbritannien und die Schweiz. Mit diesen Ländern besteht das bereits genannte Sozialversicherungsabkommen.

Für ein paar andere beliebte Länder, die außerhalb der EU liegen, gilt dies jedoch nicht. So kommt die USA auf den fünften Rang. Auch China (7.), Kanada (13.), Australien (14.) und Neuseeland (16.) befinden sich unter den Top 20 der beliebtesten Studienländer. Für diese Länder benötigen Studenten eine entsprechende Krankenversicherung.

Viele junge Deutsche haben vor einigen Wochen die Ausbildung begonnen. Zu den ersten beruflichen Eindrücken kamen bereits vor Ausbildungsbeginn eine Reihe wichtiger Fragen auf die Schulabgänger zu. Schließlich ist der Schritt ins Berufsleben oft mit einem Umzug und damit auch mit dem Loslösen vom „Hotel Mama“ verbunden. Einhergehend damit sollten auch wichtige Punkte der Absicherung in den Fokus rücken.

Eine eigene Privat-Haftpflichtversicherung ist zunächst nicht nötig. Während der Ausbildung sind die Jugendlichen über die Eltern mit versichert. Sind Studium oder Ausbildung hingegen beendet, benötigen sie einen eigenen Schutz.

Bei der Hausratversicherung sieht das anders aus. Zwar sind Azubis in vielen Fällen weiterhin über die Hausratversicherung der Eltern geschützt. Sollte sich der Sprösslinge neu einrichten und damit einen „eigenen Hausstand“ haben, benötigt er eine Hausratversicherung. Im Zweifel gilt hier: Halten Sie Rücksprache mit Ihrem Vermittler.

Sparen über den Arbeitgeber

Ein interessanter und oft vergessener Punkt sind die sogenannten Vermögenswirksamen Leistungen. Dabei handelt es sich um eine mit dem Arbeitgeber vereinbarte Geldleistungen, die direkt in eine langfristige Sparform eingezahlt werden.

Da auch Vater Staat den jungen Auszubildenden unter die Arme greifen möchte, werden Vermögenswirksame Leistungen mit einer Arbeitnehmersparzulage gefördert. Die Grundlage dafür wurden mit dem Vermögensbildungsgesetz geschaffen.

Förderung abhängig vom Einkommen

Dabei kann jeder, der weniger als 17.900 Euro bzw. 20.000 Euro im Jahr verdient, sich die Förderung vom Staat sichern. Laut Angaben der Stiftung Warentest haben mehr als 23 Millionen Arbeitnehmer in Deutschland Anspruch auf Vermögenswirksame Leistungen.

Doch selbst wenn die Einkommensgrenzen für Vermögenswirksame Leistungen überschritten werden, kann diese Sparanlage hochinteressant sein. Denn selbst der kleinste Betrag, der durch den Arbeitgeber zugesteuert wird, ist für den Sparer „geschenktes“ Geld.

Bis zu 20 Prozent Förderung

Viele Arbeitgeber zahlen bis zu 40 Euro im Monat in die vermögenswirksamen Leistungen des Arbeitnehmers ein. Der Anspruch auf diese Leistung ist in der Betriebsvereinbarung, im Arbeits- oder Tarifvertrag verankert. Allerdings sind Zahlungen vom Arbeitgeber stets steuer- und sozialabgabenpflichtig.

In der Regel beträgt die Laufzeit der Sparanlage sieben Jahre, wobei das letzte Jahr beitragsfrei ist. Die höchste Förderung gibt es für die Anlage in Aktienfonds. Bei einer jährlichen Einzahlung von mindestens 400 Euro im Jahr gibt es satte 80 Euro on top. Die zweite Möglichkeit ist eine Anlage in Bausparverträge. Hier wird eine Prämie von 9 Prozent auf einen Sparbetrag von 470 Euro jährlich gewährt. Das entspricht einer Förderung von 43 Euro. Die gleiche Regelung gilt für die Tilgung eines Baukredits. Keine Förderung gibt es dagegen für Banksparpläne. Dafür unterliegt diese Sparform keinerlei Beschränkung hinsichtlich Sperrfrist oder Einkommenshöhe des Anlegers.

Eltern, aufgepasst! Zum 1.1.2016 tritt eine zusätzliche Voraussetzung für die Bezieher von Kindergeld in Kraft. Wer die Unterstützungsleistung erhalten will, muss dann nämlich auch die Steuer-Identifikationsnummer des jeweiligen Kindes angeben, unabhängig vom Geburtsdatum.

Hintergrund der Maßnahme ist der Umstand, dass die Bundesagentur für Arbeit stärker gegen Missbrauch vorgehen will. Durch die Identifikationsnummer des Kindes soll sichergestellt werden, dass Kindergeld für jeden Anspruchsberechtigten nur einmal ausgezahlt wird.

Bei Neuanträgen teilen Eltern den Familienkassen ihre eigene und die Steuer-Identifikationsnummmer der Kinder mit. Dies geschieht mittels des Kindergeldantrages, wie die Bundesagentur auf ihrer Webseite mitteilt. Für Neugeborene erhält der Berechtigte automatisch eine Steuernummer zugeteilt. Wird bereits Kindergeld bezogen und die Steuer-Identifikationsnummer wurde der Familienkasse noch nicht gemeldet, sollte dies beim nächsten Kontakt nachgeholt werden.

Keine Panik: Kindergeld wird nicht gestrichen!

Sollten Eltern nun die Steuer-ID des Kindes noch nicht gemeldet haben oder sich nicht sicher sein, ob sie gemeldet wurde, ist Panik unangebracht. Denn anders als in sozialen Netzwerken behauptet, werden Kindergeldzahlungen nicht eingestellt, wenn die Familienkasse nicht bis zum Neujahr informiert ist.

„Bei laufenden Kindergeldanträgen liegen erforderliche ID-Nummern zu etwa 90 Prozent vor. Dort wo das nicht der Fall ist, werden diejenigen im Laufe von 2016 kontaktiert“, beruhigt Jürgen Wursthorn, Sprecher der Bundesagentur für Arbeit. Man hat also extra eine Übergangsfrist eingeräumt.

Eine Steuer-Identifikationsnummer wird automatisch durch das Bundeszentralamt für Steuern jeder Person mitgeteilt, die mit Hauptwohnung oder alleiniger Wohnung in einem Melderegister in Deutschland erfasst ist. Die Nummer ist auch auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers oder dem Einkommensteuerbescheid eingetragen. Wer noch Fragen zur neuen Kindergeldregelung hat, kann sich an die kostenlose Service-Rufnummer der Familienkasse unter 0800 4 5555 30 wenden. Die Mitarbeiter nehmen von Montag bis Freitag 8-18 Uhr Anrufe entgegen.

Kfz-Versicherung: Die Versicherer haben sich darauf geeinigt, die Schadenregulierung nach Massenunfällen deutlich zu erleichtern. So erhalten Beteiligte nun auch den Kaskoschaden am eigenen Auto zu 100 Prozent von der Haftpflichtversicherung ersetzt, wenn bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Eine Anrechnung auf den Schadensfreiheitsrabatt des Halters findet nicht statt.

Als im November 2011 auf der A19 bei Rostock 83 Fahrzeuge miteinander kollidierten, war der Schaden groß. Nicht nur wurden 8 Menschen getötet und 100 Personen verletzt, auch der Sachschaden ging in die Millionen. Immer wieder kommt es auf deutschen Straßen zu derartigen Massenkarambolagen – Ursache hierfür sind oft Nebel, Glatteis oder Schneetreiben.

Schadenregulierung bei Massenunfällen verbessert

Die Kfz-Versicherer, welche im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) organisiert sind, haben nun mit einer Vereinbarung die Bedingungen für Unfallbeteiligte deutlich verbessert. Das teilte der Branchenverband auf seiner Webseite mit.

„Fahrer und Insassen beteiligter Fahrzeuge können sich bei einer Massenkarambolage ab sofort direkt an den jeweiligen Kfz-Haftpflichtversicherer wenden“, heißt es in der Mitteilung. „Dieser übernimmt die Personen- und Sachschäden des Fahrers und der Insassen sowie die Schäden am Auto – auch wenn der Halter keine Kaskoversicherung abgeschlossen hat.“ Der Clou dabei: Auch der Schadensfreiheitsrabatt steht nicht auf dem Spiel.

Bedingung hierfür ist allerdings, dass mindestens 40 Autos in Mitleidenschaft gezogen wurden und die Polizei keinen Verursacher feststellen konnte. Wenn der Unfallhergang schwer nachvollziehbar ist, reichen auch bereits 20 Fahrzeuge zur Erfüllung der Voraussetzungen. Ob ein Massenunfall im Sinne der Vereinbarung vorliegt, klärt jeweils ein Gremium des Versicherungs-Dachverbandes. Seit Beginn der freiwilligen Regulierungsaktion im Jahr 1983 wurden bereits 17 Massenereignisse auf diese Weise reguliert.

Umfassendere Schadenregulierung

Eine weitere Neuerung besteht darin, dass der Kfz-Versicherer nun für 100 Prozent des Schadens am eigenen Auto aufkommt. Bisher erhielten Autofahrer maximal zwei Drittel der Kosten ersetzt, wenn auch die Frontpartie beschädigt war oder ein Totalschaden vorlag. Auch hier also eine Verbesserung im Sinne der Kunden! Ob der eigene Versicherer die freiwilligen Regeln akzeptiert, kann auf der Webseite des GDV geprüft werden. Insgesamt dürfte die Marktabdeckung bei über 98 Prozent des deutschen Kfz-Versicherungsmarktes liegen.

Die Wohngebäudeversicherung deckt in der Regel auch Schäden an der Heizungsanlage sowie Rohrbruchschäden ab. Damit der Versicherer zahlt, müssen Hauseigentümer aber bestimmte Obliegenheiten erfüllen. Dazu gehört es, dass das Haus in der kalten Jahreszeit ausreichend beheizt wird.

Nun beginnen so langsam wieder die ungemütlichen Tage. Vielerorts wurden in den letzten Wochen zu nächtlicher Stunde bereits wieder Minustemperaturen gemessen, und in manchen Regionen fiel sogar Schnee. Was gibt es da schöneres, als sich in den heimischen vier Wänden ums Kaminfeuer zu versammeln und in eine Decke zu kuscheln?

Wohngebäudeversicherung definiert Vorsorgepflichten

Wer hingegen meint, auf die Beheizung des Hauses komplett verzichten zu können, der riskiert den Schutz seiner Wohngebäudeversicherung. Denn Hauseigentümer müssen Vorsorge tragen, dass an Heizungen und Rohren keine Frostschäden entstehen können. Das gilt natürlich besonders, wenn das Haus längere Zeit unbewohnt ist, etwa weil es sich um einen Zweitwohnsitz handelt. Auch dann müssen Gebäude und Gebäudeteile ausreichend beheizt werden!

In den Allgemeinen Wohngebäude-Versicherungsbedingungen ist vorgeschrieben, dass Versicherungsnehmer:

  1. das Gebäude ausreichend beheizen
  2. Zustand und Funktion der Heizung regelmäßig kontrollieren
  3. oder alle wasserführenden Einrichtungen und Anlagen gesperrt und entleert werden müssen.

Kommt der Versicherte diesen Pflichten nicht nach, droht der Verlust des Versicherungsschutzes. Allerdings entscheidet der Einzelfall, ob der Versicherte ausreichend vorgesorgt hat. So wird in vielen Verträgen die Formulierung „genügend häufige Kontrolle“ verwendet. Laut einem Richterspruch des Bundesgerichtshofes ist es hier bereits ausreichend, ein störungsfreies Funktionieren der Heizung „nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge“ zu garantieren. Im verhandelten Rechtsstreit erhielt ein Hausbesitzer eine Geldleistung zugesprochen, obwohl er seine Anlage 11 Tage lang nicht kontrolliert hatte (BGH, 25.06.2008, IV ZR 233/06).

Alter und Bauart entscheiden über Kontrolldichte

Auf der sicheren Seite ist der Versicherte in der Regel, wenn ein plötzlicher und unerwarteter Heizungsausfall den Frostschaden bewirkt hat – obwohl die Heizung oft genug kontrolliert wurde. Denn gerade für solche Vorfälle schließen die Verbraucher bekanntlich eine Wohngebäude-Police ab. Hier spricht der BGH von einer „ausgewogenen Risikoverteilung“, die zwischen Kunden und Versichertem bestehen müsse. Wie oft eine Heizung kontrolliert werden muss, ist abhängig von ihrer Bauart, dem Alter, der Funktionsweise, Zuverlässigkeit und Störanfälligkeit. Im Zweifel hilft der zusätzliche Abschluss einer Rechtsschutzversicherung, die Forderungen durchzusetzen.