Am Wochenende haben Unwetter und Überschwemmungen in Süddeutschland einen Millionenschaden angerichtet. Anlass, erneut über die Versicherung von Elementarschäden aufzuklären. Denn eine Wohngebäudeversicherung ist in der Regel nicht ausreichend, wenn Hausbesitzer ihr Eigenheim absichern wollen!

Wer heute das Örtchen Braunsbach in Süddeutschland besucht, erkennt es nicht wieder. Dort, wo eigentlich drei kleine Bäche gemächlich durchs Tal plätschern, haben starke Regenfälle am Wochenende eine Spur der Verwüstung hinterlassen: im Zentrum der Stadt türmen sich Halden aus demolierten Autos, Geröll, Schlamm und sogar Baumstämmen auf. Die Bäche haben sich über Nacht in einen reißenden Strom verwandelt und alles mitgerissen, was sich ihnen in den Weg stellte. Mehrere Häuser sind vom Einsturz gefährdet und mussten evakuiert werden.

In der Nacht zum Montag haben erneut schwere Unwetter Deutschland heimgesucht – vor allem Bayern und Nordrhein-Westfalen sind davon betroffen. Allein in Baden-Württemberg waren in der Nacht mehr als 7.000 Helfer im Einsatz, so berichtet das Innenministerium in Stuttgart. Aber welche Versicherung zahlt, wenn die Fluten Haus und Gemäuer beschädigen?

Elementarschadenversicherung – ein Muss!

Was viele Hausbesitzer nicht wissen: Eine Wohngebäudeversicherung ist in der Regel nicht ausreichend, um auch Naturgefahren abzusichern.

Hierfür muss eine extra Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden, die häufig als Zusatzbaustein zu einer Wohngebäude-Police, aber auch separat angeboten wird. Haushalte können sich mit einer solchen Police gegen Überschwemmung, Rückstau, Erdbeben, Erdsenkung oder Erdrutsch, Schneedruck, Lawinen und sogar einen Vulkanausbruch absichern lassen.

Kein Bemühen um Versicherungsschutz – keine Staatshilfen!

Wie wichtig der Abschluss einer Elementarschaden-Police ist, zeigt ein Beschluss der Justizminister der Bundesländer aus dem Jahr 2015. Diese haben auf ihrem Frühjahrstreffen vereinbart, dass zukünftig auch Staatshilfen an die Bedingung gebunden sein sollen, dass sich ein Hausbesitzer um eine Absicherung bemüht hat. Nur wer sich ohne Erfolg um einen Vertrag bemühte, etwa, weil er in einer Hochwasser-Risikozone wohnt, soll zukünftig noch finanzielle Unterstützung vom Staat erhalten, wenn sein Haus von den Fluten zerstört wurde. In vielen Bundesländern wurden mittlerweile entsprechende Richtlinien verabschiedet. Den meisten Bürgern ist diese Neuregelung schlichtweg nicht bekannt!

Wie aber können Hausbesitzer nachweisen, dass sie sich erfolglos um den Abschluss einer privaten Elementarschaden-Vorsorge bemüht haben? Ganz einfach: Mit der Beratungsdokumentation eines Versicherungsvermittlers. Keineswegs gilt diese Neuregelung nur für private Hausbesitzer. Auch Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, Freiberufler, Stiftungen und Genossenschaften müssen einen entsprechenden Nachweis erbringen, damit ihnen Vater Staat nach einem Hochwasser unter die Arme greift. Das Elementar-Risiko können Unternehmer zum Beispiel im Rahmen einer Gebäude-, Betriebsinhalts- oder Maschinenversicherung absichern. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung.

Wer unrechtmäßig ein fremdes Bankkonto leerräumen will, kann eine Bank überfallen. Oder einfach eine Papierüberweisung ausfüllen, dort die Iban des fremden Kontos eintragen und mit “Mainzelmännchen” unterschreiben. Ein Beitrag der ZDF-Sendung WISO zeigt, wie leicht mittels Papierüberweisungen Geld auf ein fremdes Konto transferiert werden kann. Der Grund: Viele Banken prüfen die Unterschrift ihrer Kunden nur unzureichend.

Laut einem Beitrag der ZDF-Sendung WISO ist es leider sehr einfach, mit einer Banküberweisung aus Papier Geld von einem fremden Konto zu klauen. Die Redakteure der Sendung haben für eine Stichprobe Testkonten eingerichtet und versucht, mittels einer gefälschten Unterschrift kleine Geldbeträge auf ihr eigenes Konto zu transferieren. Das gelang ihnen leider in mehreren Fällen. Nur eine einzige Bank prüfte die Korrektheit der Unterschrift – und lehnte die Überweisung ab. Für den Betrug war es völlig ausreichend, die IBAN des geplünderten Kontos zu kennen.

Fake-Namen erregten keinen Verdacht

Besonders erschreckend: Die Überweisungen waren nicht mit „richtigen“ Namen unterschrieben, sondern mit sehr auffälligen Unterschriften: „Mainzelmännchen“, „Donald Duck“ oder „Sebastian Vettel“. Es hätte den Bank-Mitarbeitern also sehr schnell auffallen müssen, dass die Signaturen gefälscht waren. Leider fiel es den Banken nicht auf. Sie haben die Überweisungen trotzdem durchgewinkt, wie das ZDF berichtet. Und auch der Verwendungszweck hätte die Prüfer stutzig machen müssen: Dort war „Kontrolliert das jemand?“ eingetragen.

Geprüft werde bei handschriftlichen Überweisungen wohl ausschließlich die Kontonummer (IBAN) von Sender und Empfänger sowie der Betrag, so das Fazit der Wirtschaftsjournalisten, nicht aber Datum, Unterschrift oder Betreff. Das erleichtert es, mittels Papierüberweisungen fremdes Geld zu transferieren.

Bank muss Schaden erstatten

Auch wenn der Test zeigt, wie nachlässig die Banken agieren, so gibt es doch eine gute Nachricht. Die Banken haften nämlich, wenn durch ihr eigenes Verschulden Geld vom Konto verschwindet, und müssen den Schaden erstatten. Doch viele Geldhäuser sträuben sich zunächst. Hier rät das ZDF, die Ansprüche auch juristisch durchzusetzen, falls die Bank nicht zahlen will.

Ob man im Alter ein auskömmliches Leben führen kann, hängt nicht nur von der Höhe der Rente ab, sondern auch von der Region, in der man wohnt. Dies zeigt eine Prognos-Studie im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Speziell der Süden der Republik entpuppt sich für Senioren als teures Pflaster.

Wie viel ist meine Rente wert? Das hängt auch davon ab, in welcher Region Deutschlands man lebt. Laut einer Prognos-Studie variiert die Kaufkraft der Renten in Deutschland je nach Wohnort sehr stark.

So müssen Rentner im niedersächsischen Landkreis Holzminden – dem bundesweit günstigsten Altersruhesitz – nur rund 860 Euro für Miete, Strom, Nahrungsmittel oder Kleidung zahlen. Im Bundesdurchschnitt sind es 1000 Euro. Und wer in München lebt, dem mit Abstand teuersten Wohnort, braucht sogar 1.300 Euro, um dieselben Sachen zu finanzieren – hier sind die Lebenshaltungskosten doppelt so hoch wie in Holzminden!

„Was man sich im Ruhestand leisten kann, hängt nicht nur von der Rentenhöhe ab, sondern auch vom Standort“, sagt Prognos-Chefökonom Michael Böhmer. Vor allem die Kosten für das Wohnen seien für das Preisgefälle zwischen den Regionen verantwortlich. Kein Wunder also, dass die Isar-Metropole für Rentner besonders teuer ist. Laut einem Immobilien-Vergleichsportal liegt die Durchschnittsmiete in München bei über 20 Euro pro Quadratmeter.

Süden teuer, Osten und Norden vergleichsweise billig

Mit Blick auf die Bundesrepublik zeigt sich eine deutliche Tendenz: der Süden der Republik gehört zu den kostenintensivsten Regionen, während Senioren im Osten und Norden weniger Geld für einen auskömmlichen Lebensabend brauchen. Gleich sieben der bundesweit 10 teuersten Städte liegen im Freistaat Bayern, wo das Leben zwischen 15 und 30 Prozent teurer ist als im Rest der Republik.

Günstiger leben Ruheständler im Norden und Osten. Hier schaffen es nur vier Kreise in die Top-50 der teuersten Regionen: die Boomstädte Hamburg, Berlin und Potsdam sowie der Sylt-Kreis, traditionell beliebter Erholungsort für betuchte Urlauber. Sachsen-Anhalt ist das Bundesland mit den niedrigsten Lebenshaltungskosten: 11 von 14 Landkreisen liegen hier unter dem Bundesdurchschnitt.

Für die Auswertung hat Prognos die Lebenshaltungskosten der Rentner in 402 Landkreisen und kreisfreien Städten verglichen. Eigens dafür passte das Analysehaus den allgemeinen Warenkorb des Statistischen Bundesamtes an das Konsumverhalten der über 65-Jährigen an. Ausgaben für die Gesundheit wurden beispielsweise stärker gewichtet. Die Kosten für Verkehr spielten dagegen eine geringere Rolle, weil Senioren gewöhnlich nicht mehr zur Arbeit pendeln.

Wer seine Steuererklärung selbst macht, muss sich sputen – Rentner und Arbeitnehmer müssen sie bis zum 31. Mai einreichen. Länger Zeit lassen kann sich, wer einen Steuerberater in Anspruch nimmt, dann muss man die Erklärung bis zum Jahresende abgeben. Wer häufige Fehler bei der Steuererklärung kennt, der kann auf mehr Geld hoffen!

Es gibt wohl kaum jemanden, der seine Steuererklärung gerne macht. Und dennoch lohnt es sich, beim Finanzamt seine Angaben einzureichen. Eine Studie des Statistischen Bundesamtes belegt, dass 11,5 Millionen Bundesbürger auf eine Rückzahlung von Steuergeldern hoffen können – im Schnitt 875 Euro. Durchaus ein stolzer Betrag, den man so im Jahr einsparen kann!

Doch bei der Steuererklärung sind Fehler leider vorprogrammiert, wie die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) in einer Pressemeldung berichtet. Der Verband hat häufige Versäumnisse seiner Mitglieder ausgewertet. Wer die Fehler kennt, der kann auf eine höhere Rückzahlung hoffen!

Nachweise und Belege immer aufheben

Wichtigste Regel: Nachweise und Belege, die sich über das Jahr ansammeln, müssen gut aufbewahrt werden. Denn diese müssen die Bundesbürger später herzeigen oder per Kopie beilegen, wenn sie Ausgaben beim Finanzamt geltend machen wollen. Ob man die Belege in einem Ordner sammelt oder einfach in einem Schuhkarton, ist dabei jedem selbst überlassen.

Riester-Vorsorge nicht vergessen

Für Riester-Sparer ist die Anlage „AV“ wichtig, denn hier werden Angaben zu Altersvorsorgebeiträgen abgefragt. Unter anderem wird die Höhe der geleisteten Beiträge sowie die staatliche Förderung in dieser Anlage eingetragen. Auch Tilgungsleistungen für Wohnriester und Kinderzulagen sind Teil dieses Fragebogens. Beiträge für die geförderte Vorsorge und bestimmte Zulagen dürfen Riester-Sparer als Sonderausgaben bei der Steuer geltend machen.

Um das Prozedere zu erleichtern, kann der Sparer eine Einwilligung zur Übermittlung seiner Einkommensteuerdaten ausfüllen und unterschrieben an den Anbieter des Riester-Vertrages schicken. Mit diesem Schritt profitiert der Sparer vom Dauerzulageverfahren, das seit 2005 angeboten wird. Die Versicherung sendet die entsprechenden Daten nach der Einwilligung des Versicherten einfach ans Finanzamt – und steuerliche Vorteile sind Jahr für Jahr ohne erneuten Aufwand sicher.

Rechnungen für Handwerker und Au-pairs nicht bar zahlen!

Auch wer Handwerker, Putzfrauen und Kinderbetreuer bezahlt, sollte das Thema Steuererklärung im Hinterkopf behalten. Diese Dienstleistungen lassen sich als Handwerkerleistung oder haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer absetzen – hierfür dürfen die Kosten allerdings nicht in bar beglichen, sondern müssen überwiesen werden, wie die Lohnsteuerhilfe berichtet.

Jahresverbrauchsabrechnung: Was stellt der Vermieter in Rechnung?

Ein weiterer Fehler: Viele Bürger vergessen die Kosten aus der Jahresverbrauchsabrechnung ihres Mietvertrages. Denn Aufwendungen für die Müllabfuhr, Gartenpflege, Hausreinigung oder Gerätewartung lassen sich ebenfalls steuerlich geltend machen. Eine Aufstellung dieser Kosten ist in der Regel in der Jahresverbrauchsabrechnung unter der Rubrik “Nachweis Aufwendungen gem. § 35a EStG” zu finden. Diese Auflistung ist für Hausverwaltungen bzw. Energiedienstleister gesetzlich verpflichtend, die Auflistung aller Handwerkerleistungen bzw. haushaltsnahen Dienstleistungen muss den Mietern während eines Jahres zur Verfügung gestellt werden.

Besonders tückisch: Wer bei der Steuererklärung Einträge vertauscht, also nicht an der richtigen Stelle einträgt, darf nicht auf die Hilfe der Finanzamt-Mitarbeiter hoffen. Das Finanzamt streicht die geltend gemachten Kosten einfach aus der falschen Zeile raus – ohne sie an der richtigen Stelle wieder einzutragen. Das Geld ist dann verloren. Wer sich nicht auskennt, sollte vielleicht doch besser professionelle Hilfe in Anspruch nehmen!

Die deutsche Lebensversicherungs-Branche hat einen eigenen Rettungsschirm: Die Protektor Lebensversicherungs-AG. Diese Auffanggesellschaft garantiert, dass Sparer um ihre Leistungen aus LV-Verträgen nicht bangen müssen – selbst wenn der Versicherer in eine wirtschaftliche Schieflage gerät.

Der Abschluss einer Lebensversicherung ist eine Entscheidung für eine lange Zeit, wenn nicht gar für das Leben. Viele Verträge sehen Laufzeiten von 10, 20 oder gar 30 Jahren vor. Doch was ist, wenn ein Unternehmen mal in finanzielle Schwierigkeiten geraten sollte? Natürlich erwarten die Kunden, dass dann ihre Verträge auch weiterhin erfüllt werden und die vereinbarte Leistung ausgezahlt wird.

Rettungsschirm der Branche: Die Protektor Lebensversicherung-AG

Für den Fall, dass ein Lebensversicherer tatsächlich in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sollte, hat die Branche vorgesorgt. Die sogenannte Protektor Lebensversicherung-AG, gegründet im Jahr 2002, ist der offizielle Rettungsschirm für notleidende Lebensversicherer.

Wenn ein Anbieter in die Insolvenz schlittert, garantiert Protektor, dass die Verträge weiterlaufen und die Leistungen an die Kunden bedient werden. Seit einer Gesetzesänderung im Jahr 2004 ist Protektor offiziell der Sicherungsfonds der deutschen Lebensversicherer.

Und dieser Rettungsschirm ist aktuell gut ausgestattet, wenn man Protektor-Chef Jörg Westphal Glauben schenkt. Die Auffanggesellschaft könne dank mehrerer Sicherheitsmechanismen selbst die Schieflage eines größeren Anbieters schultern, berichtet Westphal dem Handelsblatt (Freitagausgabe). „Insgesamt kann man auch sehr sehr große Versicherer auffangen. An Geld würde es nicht mangeln“, gab der Diplom-Kaufmann zu Protokoll. Aktuell habe Protektor rund 900 Millionen Euro in den Kassen.

Hierbei gilt es auch zu bedenken, dass nicht alle Verträge sofort ausgezahlt werden müssen, wenn ein Lebensversicherer pleitegehen sollte. Im Gegenteil: Lediglich die Unterdeckung des kriselnden Unternehmens muss ausgeglichen werden. Protektor übernimmt dann die Policen und lässt sie einfach weiterlaufen. Zudem gibt es einen weiteren Sicherheitspuffer für den Ernstfall. Falls das Geld nicht reiche, seien die Lebensversicherer verpflichtet, Sonderbeiträge in gleicher Höhe nachzuschießen.

BaFin: Lebensversicherer gut ausgestattet

Doch zur Panikmache besteht aktuell gar kein Grund, denn die deutsche Lebensversicherung zeigt sich stabil. Dies bestätigt auch die deutsche Finanzaufsichtsbehörde BaFin, die für die Überwachung der LV-Anbieter zuständig ist. “Unsere Prognose, dass die Versicherer zumindest auf kurze und mittlere Sicht ausreichendes Stehvermögen haben, ist nach wie vor aktuell”, sagte BaFin-Chef Felix Hufeld jüngst. Schließlich ist die Lebensversicherung das beliebteste Sparprodukt der Deutschen. Über 90 Millionen Verträge werden bundesweit gezählt – manche Bürger haben sogar mehrere LV abgeschlossen.

2016 könnte ein Jahr der Feierlichkeiten werden – neben der Fußball-Europameisterschaft stehen auch die Olympischen Sommerspiele in Rio vor der Tür. Das werden wieder viele Menschen nutzen, um bei Bratwurst und Bier den sportlichen Wettkämpfen beizuwohnen. Doch wer ein Vereins- oder Dorffest organisiert oder gar eine größere Privatparty, der sollte über den Abschluss einer Veranstalter-Haftpflichtversicherung nachdenken. Diese dämmt das Risiko ein, wenn bei besagter Veranstaltung Dritten ein Schaden entsteht.

Ein Beispiel für mögliche Schäden: Der Gastgeber steht hinter der Bar und teilt Getränke aus. Beim Einschenken in ein Glas bricht vom Rand eine kleine Scherbe ab und verletzt den Gast an der Speiseröhre, so dass er im Krankenhaus behandelt werden muss. In einem solchen Fall würde die Veranstalter-Haftpflicht einspringen, wenn man eine entsprechende Police abgeschlossen hat.

Ein weiteres Beispiel: Die angeheuerte Amateur-Band baut ihr Equipment auf. Weil aber die Bühne nicht ordnungsgemäß gesichert ist, stürzt ein Musiker und zieht sich einen komplizierten Oberschenkelhalsbruch zu. Auch hier würde die Versicherung einspringen.

Öffentliche Veranstaltungen bedeuten ein finanzielles Risiko

Doch braucht man als Privatperson überhaupt eine Veranstalterhaftpflicht, wenn man ein größeres Fest oder eine Party organisiert? Hier gilt die Regel: Wer eine öffentliche Festivität veranstaltet, der haftet für Schäden, die während des Events und durch das eigene Verschulden entstehen. Gerade bei Personenschäden können so hohe Schadensforderungen zusammenkommen.

Neben dem eigenen finanziellen Risiko sind in der Regel auch die Hilfskräfte abgesichert, die für die Durchsetzung der Veranstaltung benötigt werden. Es lohnt sich also, über einen entsprechenden Schutz nachzudenken. Keineswegs muss für den Versicherungsschutz ein langwieriger Vertrag abgeschlossen werden. Viele Versicherungen bieten auch Policen an, der für eine singuläre Veranstaltung gelten.

Veranstalter-Risiken oft nicht in Betriebshaftpflicht mitversichert

Hierbei gilt es auch zu bedenken, dass Veranstaltungsrisiken mit der Belegschaft der eigenen Firma, mit Vereinsmitgliedern oder fremden Besuchern meist nicht in der Betriebs- und Vereinshaftpflicht mitversichert sind. Deshalb sollten Party-Veranstalter zuvor im Vertrag nachlesen, ob eine Absicherung besteht.

Neben der Veranstalterhaftpflicht kann -abhängig von der Art des Ereignisses- auch eine Veranstaltungsausfallversicherung und eine Equipmentversicherung sinnvoll sein. Denn für Eigenschäden oder Schäden, die durch Besucher verursacht werden, greift die Veranstalter-Haftpflicht in der Regel nicht. Ein Beratungsgespräch hilft, den passenden Schutz zu finden!

Einen positiven Trend meldet die Finanzaufsichtsbehörde BaFin. Demnach gab es im Jahr 2015 weniger Beschwerden über Versicherer, wie aus dem jüngsten Jahresbericht hervorgeht.

Wenn Kunden mit ihrer Versicherung unzufrieden sind, können sie sich an die deutsche Aufsichtsbehörde BaFin mit einer Beschwerde wenden. Diese fordert dann unter Umständen eine Stellungnahme des Unternehmens an und prüft, ob eine weiteres Vorgehen gegen den Versicherer notwendig ist. Eine solche Beschwerde kann im Zweifel allen Verbrauchern nutzen, wenn sie dazu beiträgt, regelwidriges Verhalten von Versicherern zu verhindern.

Weniger Beschwerden im Jahr 2015

Anfang Mai hat die BaFin ihre Beschwerde-Statistik für das Jahr 2015 vorgelegt. Und diese deutet auf eine positive Entwicklung hin. So erreichten 2015 insgesamt 9.746 abgeschlossene Anfragen die Aufsichtsbehörde – und damit deutlich weniger als im Jahr zuvor, als noch 11.139 Vorgänge registriert wurden. In nur 7.843 dieser Fälle handelte es sich tatsächlich um Beschwerden, in den anderen hingegen um allgemeine Auskunfts-Ersuche und Petitionen.

Deutlich geringer ist die Zahl der Beschwerden, die sich nach Prüfung der Eingabe tatsächlich als begründet erwiesen. Dies traf auf lediglich 31,1 Prozent aller Fälle zu. Häufigste Beschwerdegründe waren Verzögerungen bei der Schadenbearbeitung, etwa wenn der Versicherer seinen Kunden zu lange im Unklaren darüber lässt, welche Leistung er erhält (1.364 Eingaben). Auch die Höhe der Versicherungsleistung (1.014 Eingaben) und Deckungsfragen (972 Eingaben) waren häufige Streitthemen – also die Frage, was überhaupt versichert ist und was nicht.

Beispiel: Verwaltungskosten falsch ausgewiesen

Die BaFin nennt in ihrem aktuellen Bericht auch Beispiele für Beschwerden. So hat ein Lebensversicherer die Verwaltungskosten einer Rentenversicherung irrtümlich im Produktinformationsblatt zu niedrig angegeben. Als der Anbieter den Irrtum bemerkte, schickte er nachträglich ein neues Informationsblatt an die Kunden und wies die Verwaltungskosten darin korrekt aus, also deutlich höher. Die Kunden sollten nun den höheren Betrag zahlen.

Eine Kundin weigerte sich, diese Mehrkosten zu akzeptieren. Sie argumentierte, ihr können nur die irrtümlich im Informationsblatt ausgewiesenen Kosten berechnet werden – schließlich hätte sie auf dieser Basis den Vertrag unterzeichnet. Die BaFin schloss sich dieser Rechtsauffassung an.

Letztendlich lenkte der Versicherer ein und bestätigte der Aufsicht, er werde alle Verträge mit den irrtümlich zu niedrig ausgewiesenen Kosten weiterführen. Die einzige Beschwerde einer unzufriedenen Kundin bewirkte also Verbesserungen für alle Versicherungsnehmer, die diesen Tarif abgeschlossen hatten!

Bitte schriftlich beschweren!

Wenn sich Verbraucher bei der BaFin beschweren wollen, müssen sie dies schriftlich tun. In dem Schreiben sollten immer der Sachverhalt sowie der Grund der Beschwerde genannt sein.

Verbraucher können einen Brief, ein Fax oder eine Email an die BaFin schicken. Die BaFin benötigt eine schriftliche Darstellung des Sachverhalts sowie Kopien der wesentlichen Unterlagen, um dem Problem nachzugehen. Die Postanschrift lautet: Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht / Graurheindorfer Straße 108 / 53117 Bonn. Die Emails können an poststelle@bafin.de gesendet werden.

Bevor man sich beschwert ist es jedoch ratsam, das Gespräch mit dem Versicherer oder dem betreuenden Vermittler zu suchen – viele Konflikte können so bereits im Vorfeld ausgeräumt werden.

Die Notwendigkeit einer Hundehalter-Haftpflichtversicherung für den eigenen Vierbeiner ist vielen Bundesbürgern bewusst. Fünf Bundesländern haben sogar eine gesetzliche Pflicht zur Absicherung eingeführt. In Berlin, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Hamburg darf kein Wuffi auf die Straße, der nicht über eine Tierhaftpflichtversicherung verfügt. In der Regel schreibt hier der Gesetzgeber eine Mindestversicherungssumme von 500.000 Euro für Personenschäden vor. Verstöße werden mit einem Bußgeld von bis zu 10.000 Euro bestraft.

Versicherungsexperten empfehlen eine Deckungssumme für Sach- und Vermögensschäden bis 3 Millionen Euro. Wer einen Kampfhund hat, muss eine extra Police abschließen, weil die Versicherungen hier ein höheres Risiko annehmen.

Bei der Absicherung sollten Hundebesitzer genau hinschauen. Während das Führen des Hundes ohne Leine in den meisten Tarifen mitversichert ist, gibt es bei anderen Absicherungsmöglichkeiten teilweise deutliche Unterschiede. Das betrifft beispielsweise den Auslands-Schutz oder einen Deckakt.

Mit dem Hintergrund, dass eine Hundehalter-Haftpflichtversicherung eben nicht in allen Bundesländern Pflicht ist, zeigt sich die Forderungsausfalldeckung als besonders wichtig. Diese greift dann, wenn man selbst geschädigt wurde – und der Verursacher nicht zahlen kann.

Wenn die Forderungsausfalldeckung fehlt

Ein mögliches Szenario könnte so aussehen: Beim Gassi-gehen kommt es zwischen zwei Hunden zu einer Auseinandersetzung. Wurde dabei der eigene Hund oder trägt man sogar persönlich Bisswunden davon, entsteht meist nicht nur ein körperlicher, sondern auch ein finanzieller Schaden. So könnten in etwa Kosten für den Tierarzt oder daraus resultierende Einkommens-Ausfälle entstehen.

Nach § 833 BGB haftet der Hundebesitzer unbegrenzt mit seinem Privatvermögen. Besitzt dieser aber keine Hundehalter-Haftpflichtversicherung, droht der Geschädigte auf den Kosten sitzenzubleiben. Nicht so, wenn der Geschädigte eine Forderungsausfalldeckung im eigenen Haftpflicht-Vertrag vereinbart hat. Nun übernimmt der eigene Versicherer die Kosten, die eigentlich der andere Hundebesitzer hätte zahlen müssen.

Eine zunehmende Zahl an Elektromärkten und Online-Händlern bietet Versicherungen für Smartphones, Fernseher oder andere Geräte an, die schnell mehrere hundert Euro kosten. Doch ob sich dieser Versicherungsschutz lohnt, ist umstritten. Verbraucher sollten sehr genau im Kleingedruckten nachlesen, was laut Vertrag nicht versichert ist.

Wer sich teure Elektrogeräte wie eine Waschmaschine oder einen Kühlschrank kauft, der will natürlich auch die Sicherheit haben, dass dieses Gerät lange hält. Die Händler solcher Produkte reagieren auf diesen Kundenwunsch mit Elektroversicherungen, die Schutz für drei, vier oder fünf Jahre bieten. Die Kosten dieser Policen sind keine Kleinigkeit. Für eine Waschmaschine, die 500 Euro kostet, müssen schnell 200 Euro und mehr als Einmalzahlung berappt werden – nur für den Versicherungsschutz!

Händler haftet ohnehin für zwei Jahre

Ob sich diese teuren Elektroversicherungen lohnen, ist bei Verbraucherschützern äußerst umstritten. Abschlusswillige Kunden sollten bedenken, dass der Händler ohnehin eine Gewährleistungspflicht von 2 Jahren hat. In dieser Zeit haftet er für Mängel, die am Produkt auftreten. Wenn ein Mangel an der Ware in den ersten sechs Monaten nach dem Kauf auftritt, wird prinzipiell davon ausgegangen, dass die Ware schon zum Lieferzeitpunkt mangelhaft war. Hier ist der Verkäufer in der Beweispflicht und müsste nachweisen, dass der Schaden oder Fehler zum Lieferzeitpunkt noch nicht bestand.

Doch ein weiterer Grund lässt den Sinn der Policen zumindest strittig erscheinen. Oft enthalten die Versicherungen strenge Ausschlussklauseln, die verhindern, dass der Kunde sein Gerät tatsächlich ersetzt bekommt. Ein Beispiel: Kippt am Arbeitsplatz die Tasse Kaffee um und beschädigt den teuren Laptop, kann die Versicherung sich auf grobe Fahrlässigkeit berufen, wenn eine entsprechende Klausel inkludiert ist. Schließlich erhöht der Nutzer die Gefahr, dass sein Gerät zu Schaden kommt, wenn er bei der Nutzung Kaffee trinkt. Abhängig vom Einzelfall darf dann der Versicherer seine Leistung stark kürzen.

Ein weiterer Pferdefuß in den Verträgen: Ausgeschlossen vom Versicherungsschutz sind laut Vertrag oft „nicht auf einem technischen Defekt beruhende bzw. einen solchen hervorrufenden Schönheitsfehler wie Verfärbungen, Beuler, Kratzer, Dellen oder Rost.“ Muss die Versicherung also auch dann nicht zahlen, wenn das Display eines Smartphones einen kleinen Sprung hat, aber das Gerät weiterhin nutzbar ist? Das hängt im Zweifel vom Wohlwollen der Versicherung ab. Auch versichern viele Anbieter nur den Zeitwert des Gerätes statt des Neupreises: dann kann sich die erstattete Leistung um 60-80 Prozent reduzieren!

Elektroversicherungen nicht voreilig abschließen!

Aus oben genannten Gründen sollten Handy- und Elektroversicherungen nicht voreilig abgeschlossen werden, sondern erst, wenn man den Vertrag genauestens gelesen hat. Ob sich eine entsprechende Police lohnt, hängt vom jeweiligen Vertrag ab. Erschwerend kommt hier hinzu, dass viele Elektromärkte die Versicherung an der Kasse gleich mitverkaufen wollen, quasi zwischen Ladentür und Angel. Hier gilt: Erst lesen, dann unterschreiben!

Auch sollte nicht der Schwerpunkt der Absicherung auf teuren Elektrogeräten liegen. Bevor Versicherungskunden den Fernseher für mehrere hundert Euro versichern, sollten sie andere existenzielle Risiken bereits abgedeckt haben.
Unbedingtes Muss ist hier eine Privathaftpflichtversicherung. Denn wenn man Dritten einen Schaden zufügt, kann die Schuldenlast in die Millionen gehen. Auch die Absicherung der eigenen Arbeitskraft, etwa über eine BU-Police, oder die Vorsorge im Falle von Invalidität sind weit wichtiger als der Schutz des neuen Elektrogerätes. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

Der Bundesgerichtshof hat mit einem vielbeachteten Urteil die Rechte von Vermietern gestärkt. In Nebenabrechnungen muss nun nicht immer klar ersichtlich sein, wie der Vermieter zu seinem Endergebnis kommt. Wenig Begeisterung findet das Urteil bei den Interessenvertretern von Mietern. Der Mieterbund kritisiert es scharf.

Wenn Vermieter die jährlichen Nebenkosten ausweisen, haben sie zukünftig mehr Freiheiten. Wenn sie zum Beispiel die Kosten für Wasser, Abwasser und Müllabfuhr in mehreren Gebäuden benennen, muss in der Abrechnung nicht mehr in jedem Rechenschritt erkennbar sein, wie sich die Nebenkosten konkret zusammensetzen. Das hat am Donnerstag der Bundesgerichtshof (BGH) entschieden, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Doch warum lockerten die Richter die bisherigen Bedingungen? Dies begründeten sie mit dem hohen Aufwand, der Vermietern bei einer detaillierten Auflistung entstehen würde. Auch habe der Mieter ein Interesse daran, dass die Abrechnung übersichtlich bleibe und nicht zu viele Details enthalte.

Mieterverband kritisiert Urteil

Beim Deutschen Mieterbund allerdings sorgt das Urteil für Kopfschütteln. Wie sollen denn die Mieter überprüfen können, ob der Hauseigentümer die Nebenkosten korrekt ausgewiesen hat, wenn der sie nicht mehr genau in der Abrechnung angeben muss? Bei einer Stichprobe im letzten Jahr hatte der Deutsche Mieterbund festgestellt, dass jede zweite Nebenkostenabrechnung Fehler aufweist.

„Einzelne Rechenschritte zur Ermittlung der umlagefähigen Gesamtkosten müssen in der Abrechnung nicht mehr angegeben und erläutert werden. Damit wird es für Mieter noch schwieriger, die Richtigkeit der Abrechnung zu überprüfen“, sagte der Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Lukas Siebenkotten gegenüber dpa.

Im verhandelten Rechtsstreit haben sich mehrere Gebäude in Bochum einen Müllplatz und zwei Heizstationen geteilt. Bei der Abrechnung hatte der Eigentümer die Gesamtkosten einfach nach Wohnfläche auf alle Mieter der Häuser umgelegt, ohne dass dies für die Mieter nachvollziehbar gewesen wäre. Die beiden Vorinstanzen hatten zugunsten der Mieter entschieden und mehr Transparenz eingefordert – nun muss der Fall neu verhandelt werden (Az.: VIII ZR 93/15).

Rechtsschutzversicherung hilft auch bei Wohnstreitigkeiten

Wer die hohen Kosten einer Auseinandersetzung mit dem Mieter oder Vermieter scheut, kann sich mit einer Rechtsschutzversicherung absichern. Allerdings sollte laut Vertrag ein Wohn-Baustein inkludiert sein. Vermieter sollten darüber hinaus achtgeben, wie viele Wohneinheiten laut Vertrag versichert sind und welche Höhe die Mieteinnahmen haben dürfen. Hierin unterscheiden sich die Versicherer teils deutlich. Entsprechende Policen lassen sich auch als selbständige Mieterrechtsschutz- oder Vermieterrechtsschutzversicherungen abschließen. Wer eine Selbstbeteiligung vereinbart, kann die Kosten der Versicherung zusätzlich senken.