Da glaubt man sein Vermögen sicher bei der Bank verwahrt. Und dann wird das Schließfach bei dem Geldinstitut der Wahl ausgeraubt. Doch wer haftet für den Schaden? Es ist nicht so, dass alle Banken dann ohne Weiteres für den Verlust aufkommen müssen. Im schlimmsten Fall ist alles verloren.

Um diesen Extremfall auszuschließen, empfiehlt es sich, das Bankschließfach zu versichern. Aber es gibt auch Hausratsversicherungen, die für Raub aus Bankschließfächern bis zu einer bestimmten Summe einspringen.

Welche Hausratsversicherungen den Bankschließfachraub mit einschließen und welche nicht, hat die Stiftung Warentest 2015 untersucht und ihre Ergebnisse aufgelistet. Bei den meisten Versicherern wird nur bis zu einer Obergrenze zwischen zehn- und fünfzigtausend Euro geleistet. Hier empfiehlt sich ein genauer Blick in die Vertragsbedingungen – und notfalls eine Beratung.

Bank muss Haftung ablehnen

Die Voraussetzung dafür, dass die Versicherung den Schaden trägt, der dem Versicherten durch den Raub im Schließfach entstanden ist, gilt dann als gegeben, wenn die Bank für den Schaden nicht haften will. Die meisten Banken lehnen die Haftung ohnehin ab und fordern vom Kunden vielmehr den Abschluss einer extra Bankschließfachversicherung im Gleichklang mit der Anmietung des Faches.

Schließfachversicherung bei der Bank nicht immer beste Lösung

Wer diese Versicherung direkt bei der Bank abschließt, hat scheinbar zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. So ist die Bank der Vermieter und der Versicherer in einem.

Der Kunde sollte bei dieser automatischen Versicherung aber unbedingt Acht geben, dass die Leistung der abgeschlossenen Versicherung auch annähernd seinem eingelagerten Vermögen gleichkommt, sonst ist sie ja hinfällig. Bei den Banken gibt es da sehr diverse Angebote, was den Umfang der Leistung im Fall eines Raubes betrifft. Hier gilt es aufmerksam zu sondieren.

Beispielsweise bietet ein öffentliches Geldinstitut eine Schließfachversicherung mit einer Haftungsleistung bis zu einer Summe von 20.000 Euro an, bei einem jährlichen Mietzins von 25,60 Euro für ein kleines Fach. Andere Versicherungen sehen hingegen eine Leistung von 100.000 Euro und mehr vor und verlangen nur ungleich höhere Mietzinsen. Dies sollte bei der Wahl eines Schließfaches und der entsprechenden Versicherung berücksichtigt werden.

Ein weiterer Fallstrick in den Verträgen: Manche Versicherungen haften tatsächlich nur bei Raub – nicht aber, wenn das Vermögen im Schließfach durch Feuer oder Leitungswasser Schaden nimmt. Auch diesbezüglich gilt es, in den Vertragsbedingungen genau hinzusehen.

Ganz zentral für jeden Menschen ist eine Privathaftpflichtversicherung (PHV). Eine solche Versicherung inklusive einem soliden Grundschutz kann man sich schon mit einem kleinen jährlichen Betrag zulegen. In Folge eines enormen Wettbewerbsdrucks haben viele Versicherer zudem immer öfter auch Leistungen für Schäden im Programm, für die sie, ginge es allein um die gesetzlichen Bestimmungen, gar nicht haften müssten, so berichtet das Analysehaus Franke und Bornberg. Ein kleiner Überblick, auf welche Zusatzleistungen es sich zu achten lohnt.

1.) Schäden durch deliktunfähige Kinder

Kinder, die unter 7 Jahren alt sind, tragen für die Schäden, die sie anrichten, keine Verantwortung. Auch die Eltern haften nur solange, als ihnen nachgewiesen werden kann, dass der Schaden entstand, weil sie ihre Aufsichtspflicht verletzt haben.

Wenn nun weder die Aufsichtspflicht verletzt wurde, noch das Kind für seinen schadhaftes Verhalten Verantwortung tragen muss – aber das neue Auto des freundlichen Nachbarn übel zugerichtet wurde im kindlichen Spiel, zum Beispiel, weil das Kind den Lack zerkratzt hat, dann steht plötzlich ein hoher Sachschaden im Raum sowie die Frage, wie das nun reguliert werden soll.

Hier ist es empfehlenswert, „Schäden für deliktunfähige Kinder“ in den Haftpflicht-Vertrag eingeschlossen zu haben. Die Versicherung zahlt den Schaden des Nachbarn bis zu einem bestimmten Betrag, und der Nachbarschaftsfrieden ist nicht gefährdet.

2.) Schaden bei Gefälligkeitshandlungen

Schön, wenn einem Freunde oder Nachbarn bei einem Umzug zu Hilfe eilen oder die Blumen gießen, während man im Ausland weilt. Bei dieser Hilfe besteht ein stillschweigender Haftungsverzicht. Das bedeutet konkret, wenn aus einer solchen Gefälligkeitstat ein Schaden entsteht, der nur leicht fahrlässig verursacht wurde, dann haftet der Verursacher nicht. Trotz allem spürt der Schadensverursacher häufig den Drang, sein Malheur wieder gutzumachen. Hier kann die Privathaftpflicht seinem Wunsch entsprechen und den Schaden regulieren, sofern Gefälligkeitshandlungen vorab mit versichert wurden.

3.) Bei beruflichem Schlüsselverlust

Verliert man einen Schlüssel, der einem Zugang zu Firma oder Betrieb verschaffte, dann kann das extrem problematisch und vor allem auch teuer werden. Gerade, wenn es sich um einen größeren Betrieb handeln sollte. Denn ein verlorener Generalschlüssel zieht es nach sich, dass Schlösser kostenintensiv ersetzt werden müssen. Denn der Schlüssel verschafft dem womöglich neuen und kriminellen Inhaber Zugang zu vielen sensiblen Räumen oder Betriebsbereichen und das gilt es zu verhindern. Und bis das neue Schloss da ist, wird bisweilen noch ein Wachdienst installiert und/oder es werden Notschlösser eingebaut. Da möchte man lieber nicht mit dem eigenen Geld haften müssen. Entlastend wäre es an dieser Stelle, den beruflichen Schlüsselverlust versichert zu haben, denn dann trägt der Versicherer den Schaden und dies in der Regel im Rahmen von Höchstbeträgen.

4.) Forderungsausfalldeckung

Es kann passieren, dass man nicht immer selbst nur Schäden anrichtet und dagegen versichert ist. Manchmal kann ein Versicherter ja auch selbst zu Schaden kommen, was seine Existenz bedrohen kann. Denn hat der Geschädigte seinen Schaden erlitten durch eine Person, die selbst über keinen ausreichenden Versicherungsschutz verfügt und es deshalb nicht vermag, für den verursachten Schaden aufzukommen, dann bleibt dem Opfer nur noch die Hoffnung auf eine Forderungsausfalldeckung – diese würde dann im Umfang einer eigenen Privathaftpflichtversicherung Leistungen erbringen.

Hausratversicherung, Schuldverstrickungen und Leistungskürzung: Ist es fahrlässig, sein Kind in der Nähe von Feuerzeugen spielen zu lassen, auch wenn man glaubt, dass diese allesamt leer seien? Nun hat ein Kind mit genauso einem Feuerzeug einen Brandschaden von 50.000 Euro angerichtet, dabei sollte das achtjährige Kind doch nur mal ein bisschen am Computer im Arbeitszimmer des Vaters spielen. Die Versicherung reagiert gereizt mit Leistungskürzung. Wie weit darf sie hier gehen?

Am Schreibtisch, an dem das Kind spielen sollte, gab es einige verführerische Schubladen, die das Kind öffnen konnte, da sie nicht verschlossenen waren. In den meisten lagen wohl nur langweilige Papiere, doch ein Fach barg den Fund aufregender Gegenstände. Es lagen da mehrere leere Feuerzeuge, die der Vater dort bis zur nächsten Befüllung aufzubewahren pflegte.

Nun war das Kind entweder sehr geübt im Umgang mit Feuerzeugen oder es war Zufall, dass er einem davon, obwohl es leer war, eine Flamme entlocken konnte. Die Flamme brannte mit großen Intensität und als man das Feuer endlich wieder unter Kontrolle hatte, betrug der Schaden, den das spielende Kind verursacht hatte, bereits fünfzigtausend Euro, so war auf haufe.de zu lesen.

Grobe Fahrlässigkeit als Grund für Leistungskürzung

Wie viel Schuld kann man dem Vater nun in so einem Fall anlasten? Die Hausratsversicherung jedenfalls kürzte die Versicherungsleistung im Anschluss an das Feuerereignis um fünfzig Prozent mit der Begründung, es sei hier eindeutig grobe Fahrlässigkeit am Werk gewesen.

Doch der Vater versicherte, alle Feuerzeuge seien leer gewesen. Die Versicherung fand, dies sei nur eine Schutzbehauptung und wies sie zurück. Das Oberlandesgericht Nürnberg aber folgte jedoch dem Prinzip des Vaters, welches besagte, in der Schublade bewahre er nur Feuerzeuge auf, die leer seien und ihrer Wiederbefüllung harrten.

Der Sohn hat die Feuerzeuge offenbar probiert und einem vermeintlichen leeren Feuerzeug einen Funken abtrotzen können, welcher ein Blatt Papier entzündete und schließlich den ganzen Wohnraum in Brand setzte. So erkannte das Gericht den Vorwurf der groben Fahrlässigkeit, der durch die Versicherung geäußert worden war, durchaus an.

Kürzung der Leistung um 25 Prozent

Es sei deshalb berechtigt, die Versicherungsleistung zu kürzen. Nicht berechtigt allerdings sei die Versicherung, eine derart drakonische Kürzung von fünfzig Prozent vorzunehmen. Das Gericht fand in diesem Fall eine Kürzung um fünfundzwanzig Prozent für angemessen. Gründe, die den Vorwurf der Fahrlässigkeit in seiner Richtigkeit bestärkten, lauteten:

  • Feuerzeuge müssen grundsätzlich so verwahrt werden, dass sie Kindern unter zwölf Jahren nicht leicht zugänglich sind
  • Feuerzeuge, die noch einen Rest Brennstoff enthalten, bergen ein erhebliches Gefahrenpotential. Der Vater hat mit seiner Form der Aufbewahrung deshalb eine allgemeine Sicherheitsregel missachtet
  • Als Raucher hätten den Eltern klar sein müssen, dass dem Sohn aufgrund des Nachahmungstriebs, der für alle Kinder gilt, Interesse gehabt haben muss, mit Feuerzeugen zu spielen

Kein Entschuldigungsgrund ist die Tatsache, dass die Feuerzeuge nicht offen herum lagen, sondern in einer unverschlossenen Schublade verwahrt wurden. Im Ergebnis also fand es das Gericht angemessen, dass die beklagte Versicherung ihre Versicherungsleistung wegen grob fahrlässiger Herbeiführung des Versicherungsfalls gem. § 81 Abs. 2 VVG um 25 Prozent kürzt. (OLG Nürnberg, Urteil v. 11.04.2016, 8 U 1688/15).

Hausratsversicherung: ein deutscher Haushalt, der einen Einbruch erleidet, ist mit einer Wahrscheinlichkeit von achtzig Prozent gegen den entstandenen Schaden versichert. Dass diese Versicherung gegen die Schäden eines Einbruchsdiebstahls auch im Urlaub gelten kann, wissen die wenigsten. Doch ist es tatsächlich so, dass „Hausrat auf Reisen“ über eine sogenannte Außenversicherung in Sicherheit ist.

Wer auf Reisen geht, kann nachher was erzählen. Zunächst einmal muss er aber ganz schön viel tragen. Viele nehmen neben ihrer Bekleidung auch noch mobile Endgeräte mit, ihre Kameraausrüstung und anderen High Tech, im Prinzip gehen viele Reisende heute mit großen Teilen ihres Hausrats auf Tour.

Außenversicherung: Hausratsversicherung für den Urlaub

Nun ist der Reisende sicher mit seiner Habe im Hotelzimmer oder seinem Ferienhaus angekommen. Doch nicht nur während der Reise gibt es Gefahren, auch im Hotel oder der Ferienwohnung können dem Hausrat Schäden zuteilwerden. Es kann zu einem Brand kommen oder Einbrecher haben beobachtet, wie man größere Geldbeträge am offenen Fenster gezählt hat. Das weckt Begehrlichkeiten.

Doch auch Urlaubsgepäck, das bei einem Brand oder einem Einbruchdiebstahl in das verschlossene Hotelzimmer oder die verschlossene Ferienwohnung zu Schaden kommt, ist über die heimische Hausratsversicherung versichert, sofern der Leistungsbaustein „Außenversicherung“ vereinbart wurde. Dass die Versicherungssumme für den mobilen Schutz begrenzt ist, ist naheliegend, wobei die Details von der jeweiligen Hausratsversicherung abhängen. Üblicherweise ist der Schaden auf zehn Prozent der Versicherungssumme beschränkt.

Der Schutz ist insofern eingeschränkt, dass die Außenversicherung nur greift, wenn der Hausrat in einer sicheren Ferienwohnung oder einem Hotelzimmer untergebracht ist – und die Tür tatsächlich abgeschlossen wurde. Auch gilt die Außenversicherung nur für vorübergehende Aufenthalte: Üblich sind zwischen 90 und 360 Tage.

Auf der See und auf dem Feld

Nicht jeder kann bei Techno und Daueranimationsshow am Pool entspannen. Mancher mag seinen Jahresurlaub in alternativen Unterkünften verbringen. Wenn dies der Fall ist, sollte der Versicherte vorher noch einmal abklären, ob auch an diesen ungewöhnlichen Orten die Außenversicherung seiner Hausratsversicherung greift. Bekanntermaßen sind nämlich Sachen, die beispielsweise aus einem Zelt heraus gestohlen werden, nicht versichert.

Das Wohnmobil hingegen ist in seiner Beschaffenheit schon etwas sicherer als ein Zelt und so besteht hier die Option, Diebstähle aus dem verschlossenen Mobil in die Hausratsversicherung einzuschließen. Wer am liebsten auf einer Kreuzfahrt entspannt, sollte wissen, dass ein Einbruch in seine Kabine mit dem Einbruch in ein Gebäude gleichgesetzt wird.

Und für all jene, die ein eigenes Ferienhaus besitzen und dort ihren Urlaub verbringen, gilt: hier muss einen separate Hausratsversicherung her, die den Hausrat vor Ort dauerhaft absichert. Von der eingangs erwähnten Bedingung des „Vorübergehenden“ kann ja in diesem Fall nicht mehr die Rede sein und so ist eine dauerhafte Versicherung für das Feriendomizil ratsam.

Die Leistung der Außenversicherung ist in den meisten Verträgen auf einen Höchstbetrag beschränkt. Für Wertsachen, Schmuck und Bargeld sehen viele Policen nur eine Leistung vor, wenn sie im Hotelsafe weggeschlossen werden.

Erben kann man auch Schulden. Aber es gibt auch eine Habenseite in Deutschland, die verzeichnet aktuell zehn Billionen Euro Geld- und Immobilienvermögen, damit sind die Bundesbürger wohlhabend wie selten zuvor. Geht es ans Erben, müssen sich die Nachkommen entscheiden, ob sie das Vermögen inklusive der Schulden annehmen. Oder aber, ob sie das Erbe ausschlagen – und sich damit auch die Schulden ersparen.

Grundsätzlich ist es so, dass der Erbe für die Verbindlichkeiten des Erblassers in Haftung geht. Hat der Erbe nun Kenntnis von einer Überschuldung des Erblassers, ist das Ausschlagen dieses Erbes zumindestens erwägenswert. Um das Erbe auszuschlagen, reicht es, diese Entscheidung innerhalb von sechs Wochen nach dem Bekanntwerden des Erbes mit dem Erbfall kund zu tun. “Alles oder nichts” schreibt der Bankenverband zum Thema.

Vermögensverhältnisse des Erblassers eruieren

Innerhalb dieser Frist kann und sollte sich der Erbe intensiv über die Vermögensverhältnisse dessen informieren, der ihm sein Erbe überschrieben hat. Wenn sich dabei abzeichnet, dass sich die Schulden hier in einem größeren Ausmaß angehäuft haben wie das Vermögen, ist es ratsam bei einem Nachlassgericht oder einem Notar zu vermerken, dass man es vorzieht, dieses Erbe auszuschlagen.

Achtung, wer diese Frist versäumt, erklärt damit, dass er das Erbe stillschweigend angenommen hat. Die Verbindlichkeiten, die sich darauf für den Erben ergeben, sind dann von diesem auch zu tragen, das heißt, auch die Schulden lasten nun auf dem Erben.

Alternative Option: Haftungsbeschränkung

Eine alternative Option besteht darin, beim bereits genannten Nachlassgericht eine Haftungsbeschränkung zu erwirken. Diese Beschränkung hat dann zur Folge, dass der Erbe nun nur noch bis zur Höhe des geerbten Vermögens haftet, aber nicht mehr mit seinem gesamten eigenen Vermögen. Danach hat er dann plus/ minus Null geerbt.

Ein Todesfall erfordert sehr viel Kraft. Nicht nur, dass man mit den schweren Gefühlen der Trauer leben lernen muss, nein, zugleich müssen ganz alltägliche Dinge geregelt werden. Denn der Erblasser hinterlässt nicht immer nur ein Vermögen, Habseligkeiten oder andere Kostbarkeiten – sondern auch ein Bündel an Versicherungen. Wie geht man nun als Hinterbliebener mit diesem Erbe um? Wichtig ist, das Ganze nicht auf die lange Bank zu schieben.

Es gibt einige Versicherungen, deren Gültigkeit erlischt gleichzeitig mit dem Ableben des Versicherungsnehmers, andere können auf einen Angehörigen übergehen. So oder so ist es ratsam, die Versicherung über den Tod des Versicherten zu informieren, so kann vermieden werden, dass sich im Hintergrund weiterhin Kosten summieren.

Zu den Versicherungen, deren Laufzeit mit dem Tod eines Versicherten endet, zählen die private Haftpflichtversicherung sowie die Hausratsversicherung. Zu den Versicherungen hingegen, die erst enden, wenn keine Beiträge mehr gezahlt werden, zählt die Rechtsschutzversicherung. Bei Krankenkasse und Lebensversicherung gibt es Automatismen und Sonderfälle.

Automatisch endende Versicherungen

Bei der privaten Haftplicht endet der Versicherungsschutz nach dem Tode umgehend, sofern der Versicherte allein versichert war. Die bereits voraus geleisteten Beiträge werden zurückerstattet und unter den erbenden Hinterbliebenen aufgeteilt.

Auch die Hausratsversicherung endet im Normalfall mit dem Ableben, außer es zieht innerhalb von zwei Monaten nach dem Tod ein Erbe in die Wohnung des Toten ein – dann würde die Versicherung, wenn gewünscht, auf ihn übergehen.

Bei der Rechtsschutzversicherung aber verhält es sich anders. Diese Versicherung läuft weiter bis zur nächsten Beitragsfälligkeit und wird erst gelöscht, wenn die Zahlung der Beiträge ausfällt.

Bei der gesetzlichen Krankenkasse gibt es ebenfalls ein automatisches Ende nach dem Tod des Versicherten, doch können die mitversicherten Angehörigen die Option wählen, mit in den bestehenden Vertrag einzusteigen, sofern durch sie ein neuer Versicherungsnehmer benannt wird.

Lebensversicherung – Auf Vertragsdetails und bezugsberechtigte Person achten

Bekanntermaßen wird eine Lebensversicherung auf das Leben des Versicherten abgeschlossen, doch muss der Versicherte nicht zwingend zugleich der Versicherungsnehmer sein. Das bedeutet für den Fall, dass der Versicherungsnehmer aus dem Leben scheidet, die Versicherungsnehmereigenschaft auf die Erben des Verstorbenen übergeht beziehungsweise, so es vereinbart wurde, auf die Person, die im Vertrag bestimmt wurde.

Ferner besteht die Möglichkeit, dass eine Todesfallleistung vereinbart wurde. Diese Leistung bedeutet dann praktisch, dass die Leistung an eine Person ausgezahlt wird, welche im Vertrag als bezugsberechtigt benannt ist.

Versicherungen, die vererbt werden

Versicherungen, die nach dem Tod des Angehörigen auf die Erben übergehen, sind die Tierhalterhaftpflichtversicherung, die Kfz-Versicherung und die Wohngebäudeversicherung. Bei der Tierhalterversicherung besteht der Vertrag solange fort, bis er von den Erben zum nächstmöglichen Kündigungstermin gekündigt wird. In diesem Fall besteht trotz Todesfall kein Sonderkündigungsrecht und die Kündigungsfrist kann nicht verkürzt werden.

Bei der Kfz-Versicherung geht die Versicherung aus dem Grund auf die Erben über, weil sie -wie es der Name schon vorwegnimmt- an keine bestimmte Person gebunden ist, sondern ein bestimmtes Kfz. Darum gilt diese Versicherung so lange, bis das Fahrzeug veräußert wird oder der Vertrag fristgerecht gekündigt.

Bei der Wohngebäudeversicherung verhält es sich ähnlich, sie läuft auf die Erben weiter bis sie dann frühestens drei Monate vor dem Ablauf der Versicherungsjahres kündbar wird. Auch für die Versicherungen der Haus- und Grundbesitzerhaftpflichtversicherung ist das so.

Kindern fallen immer viele tolle Dinge ein und wenn sie spielen, spielt es keine Rolle, ob das Spiel gefährlich ist oder mal was zu Bruch gehen kann. Im Vordergrund steht der Spaß. Was aber, wenn im Spiel ernsthaft Schaden angerichtet wird? Eine Haftpflichtversicherung springt ein, wenn dritten Personen Schaden entsteht – aber mit Blick auf die Versicherung von Kindern ist es gut, einige Besonderheiten der Verträge zu kennen.

Mit einer Haftpflichtversicherung für die Familie sind die schlimmsten Übel schon mal abgewendet und die Urlaubskasse muss nicht geplündert werden, wenn es vom Nachbarn Beschwerden über abgefahrene Autospiegel gibt oder Cola in der Laptoptastatur der besten Freundin verschwunden ist. Haben Eltern diese Versicherung abgeschlossen, dann sind ihre Kinder in der Regel automatisch mitversichert.

Personenschäden, Sachschäden, Vermögenschäden – In den meisten Fällen kommt hier die Haftpflichtversicherung auf. Doch gibt es im Zusammenhang von Kindern und Haftpflichtpolicen einige Fallstricke.

Fahrlässig, deliktfähig, teuer?

Erstens sind vorsätzlich herbeigeführte Schäden grundsätzlich nicht versichert durch die Haftpflicht, weder die Schäden der Eltern noch die Schäden der mitversicherten Kinder. Ferner ist es gut zu wissen, dass Kinder bis zu dem Alter von sieben Jahren als nicht deliktfähig gelten. Das bedeutet, dass Kinder bis zu diesem Alter auch nicht für Schäden haften, die sie verursachen. Im Straßenverkehr übrigens hat man die Deliktfähigkeit sogar erst bei der Grenze von zehn Jahren festgesetzt.

Richtet nun ein Kind unterhalb der genannten Altersgrenze einen Schaden an und wird die Versicherung gebeten, den Schaden zu übernehmen, dann wird diese zunächst darauf schauen, ob die Person, die auf das Kind im fraglichen Zeitraum geachtet hat, womöglich ihre Aufsichtspflicht verletzte. Wird diese Frage mit einem „Ja“ beantwortet, dann haftet die Versicherung der Aufsichtsperson. Der fahrlässig verursachte Schaden des Kindes wird demnach also von der Haftpflichtversicherung der beaufsichtigenden Person getragen.

Wenn nun aber keine Verletzung der Aufsichtspflicht erkennbar wird und dennoch ein Schaden entstanden ist, dann kann der Geschädigte nicht so einfach auf einen Schadensersatz spekulieren, denn das Kind ist ja nicht deliktfähig. Die Eltern oder deren Versicherung müssen also nicht haften und nicht zahlen. Letzten Endes ist es sehr wahrscheinlich, dass der Geschädigte seinen Schaden selbst begleichen muss. Oder aber die Eltern haben eine Privathaftpflicht, die auch die Schäden nicht deliktfähiger Kinder bis zu einer bestimmten Schadenshöhe mitträgt. Viele Verträge beinhalten eine entsprechende Klausel.

Vorsatz – Versicherung zahlt in der Regel nicht

Ein weiterer Knackpunkt ist der Vorsatz. Hier wird abgewogen zwischen fahrlässig und vorsätzlich. Ist nur Fahrlässigkeit im Spiel, dann wird aber die Familienhaftpflicht den Fall an sich nehmen. Wird im Vorfeld eines Schadens aber ein Vorsatz beziehungsweise eine Absicht ausgemacht, dann verweigert die Haftpflichtversicherung ihren Einsatz und wird nicht haften. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn ein Kind mit Absicht eine Scheibe einschmeißt oder Wände mit Graffiti beschmiert.

Gerade noch bei schönstem Kerzenschein gekuschelt, dann eingeschlafen. Oder ordentlich durchlüften und währenddessen das Haus verlassen, während ein Sturmtief heranzieht. Kleine unschlaue Handlungen passieren Jedem mal. Aber ab wann gelten diese kleinen oder großen Malheures als fahrlässig und wie stuft man ab?

Um sich im Prinzip der Fahrlässigkeit zurecht zu finden, hat man diese unterteilt in grobe und einfache Fahrlässigkeit. Fahrlässigkeiten sind überall anzutreffen und so meint der Begriff alles, was im Straßenverkehr und im sonstigen Alltag an Unachtsamkeiten geschieht. Nun gibt es einen allgemeinen Maßstab, der erkennbar macht, ob ein Unfall oder ein Schaden das Ergebnis von Fahrlässigkeit ist.

Konkret heißt das, wer eine rote Ampel missachtet, weil er wegen der blendenden Sonne nichts erkennen kann, handelt grob fahrlässig. Denn dass beim „blinden“ fahren ein erhöhtes Unfallrisiko besteht, sollte jedem klar sein. Das heißt, wenn jemand die Folgen seines Handels einordnen kann und trotzdem nicht entsprechend vorrausschauend handelt, bewegt sich im Bereich der Fahrlässigkeit. Er begeht letztlich eine grobe Fahrlässigkeit und Sorgfaltsverletzung.

Leichte oder schwere Fahrlässigkeit

Von einer leichten Fahrlässigkeit spricht man, wenn sich unvorhersehbare Missgeschicke ereignen, beispielweise weil man in Hektik etwas umstößt.

So klar wie hier in den Beispielen ist die Unterscheidung zwischen grob und leicht fahrlässig in der Praxis allerdings nicht. Und so müssen bisweilen die Gerichte entscheiden, ob es sich um das Eine oder Andere handelt.

Es hat sich abgezeichnet, dass eine Vielzahl von Versicherern in jüngster Zeit immer öfter Fälle von grober Fahrlässigkeit aufnehmen, beispielsweise in die Kfz-Kaskoversicherung. Das bedeutet, dass Versicherungen grobe Fahrlässigkeit nun nicht mehr so konsequent ausschließen, wie noch vor einiger Zeit, nur folgt die ausgezahlte Versicherungssumme einer Kürzungsquote.

Entscheidend für die Quote ist die Schwere eines Falles. Betrunken autofahren ist dabei das obere Ende der Fahnenstange, also eine der wirklich schwersten denkbaren fahrlässigen Handlungen. Wem Trunkenheit am Steuer nachgewiesen wird, dem kann eine Kürzungsquote von bis zu 75 Prozent ereilen, oder mehr.

Manche Versicherer verzichten darauf, ihren Kunden eine grobe Fahrlässigkeit „einzureden“, das heißt, dem Kunden, der einen Schaden angerichtet hat, wird nicht unterstellt, er habe grob fahrlässig gehandelt. So werden Brandschäden als Folge vergessener brennender Kerzen oder Schäden nach einem schweren Sturm in den neueren Tarifen gelegentlich gleich mitversichert.

Lebt man mit einem Haustier in einer Mietwohnung, hat man sich ein Stück Wildnis in die eigenen vier Wände geholt. Meist geht das gut. Manchmal sind aber zerrissene Sofakissen, Urinspuren auf dem Teppich oder Nagezahnabdrücke in Parkett und Schrankwand die Zeugen dieses Zusammenlebens. Vermieter finden das nicht so schön, für den Mieter heißt das dann, kostspielig wieder den Urzustand herzustellen. Das kann ins Geld gehen, außer man hat die entsprechende Versicherung.

Tiere nutzen eine Wohnung als Lebensraum, entsprechend intensiv ist die Abnutzung. Eine Privathaftpflicht kann dann für die Schäden aufkommen, die Kleintiere wie Meerschweinchen, Kaninchen oder Katzen zu verursachen im Stande sind.

Vermieter dürfen die Haltung von kleinen Tieren nicht verbieten, sie müssen sie dulden. Im Mietvertrag kann man aber die einzelnen Regelungen, die das Halten von Hunden oder Katzen betreffen, in der Regel auch noch mal en Detail nachlesen. Das heißt auch, dass große Tiere, und dazu zählen Hunde, nur mit dem Einverständnis des Vermieters einziehen dürfen.

Für Abnutzungs-Schäden zahlt die Versicherung nicht

Nicht nur die Größe des Tieres ist entscheidend, ob eine Versicherung aufkommt, sondern auch die Art des Schadens. Ereignet sich ein Missgeschick durch ein Tier „unvorhergesehen und plötzlich“ und hätte nicht vorhergesehen (also auch nicht verhindert) werden können, zahlt bei Kleintieren in der Regel die Privathaftpflichtversicherung. Für Hunde muss eine extra Tierhalter-Haftpflicht abgeschlossen werden.

Bei vorhersehbaren Schäden zahlt der Mieter aber meist selbst. Denn ein natürliches Verhalten beim Tier ist selbstverständlich und kann in der Regel nicht versichert werden. Entsprechend sind „Abnutzung, Verschleiß und übermäßige Beanspruchung“ in den meisten Haftpflicht-Verträgen explizit ausgeschlossen. Zerkratzte Tapeten und Teppiche werden darum von den Versicherungen unter die Verantwortlichkeit des Mieters subsumiert.

Bei der erstatteten Schadenshöhe ist das Alter des beschädigten Objektes oder des betroffenen Wohnbereichs ausschlaggebend. Bei neuverlegtem Parkett mit frischen Kratzspuren wird der Schadensersatz also entsprechend höher ausfallen.

Artgerechte Haltung ist wichtig!

Die artgerechte Haltung des Tieres ist ein entscheidendes Kriterium bei der Frage, ob ein Schaden von der Privathaftpflicht oder, beim Hund, von der Hundehaftpflichtversicherung getragen wird. Wer sich ein ganzes Rudel Hunde in einer Zweiraumwohung hält, kann demnach nicht darauf vertrauen, dass die Schäden, die sich aus diesen Wohnverhältnissen ergeben, von der Privathaftpflicht beglichen werden.

Zu viele Tiere auf zu engem Raum oder lange Phasen der Vernachlässigung des Tieres durch Abwesenheit des Herrchens sind das Gegenteil von artgerechter Haltung, und hier werden Versicherer den Einzelfall genau prüfen und die Schadensregulierung gegebenen Falles abschlägig entscheiden. Aus Gründen der Moral, aber auch, um den Versicherungsschutz unangefochten aufrecht zu halten, sollten Tiere also auf jeden Fall artgerecht gehalten werden.

Wer einen Garten hat, kann Schaden anrichten und erleben. Gegen die aufsässige Natur kann man nichts machen, aber man kann sich gegen Schäden absichern, die sie „anrichtet“. Hat man Bäume im Garten, können diese bei einem Unwetter auf ein Wohnhaus fallen. Auch kleinere Ereignisse, wie der Diebstahl der Gartenmöbel, sind nicht ausgeschlossen. Eine entsprechende Versicherung entschärft das finanzielle Risiko.

Stürzende Bäume

Die Klimaerwärmung bringt heißere Sommer, lauwarme Winter und heftigere Stürme mit sich. Bäume können den extremen Winden aber nicht immer viel entgegenhalten, manchmal geben sie dann auf und fallen einfach um. Steht der Baum in einer Stadt oder einer eng bebauten Siedlung, kann das Fallen des Baumes einiges mit sich reißen und nach sich ziehen, zum Beispiel beschädigte Gebäude, Dächer, Balkone, Autos… Wird ein Gebäude beschädigt, wird im Regelfall die Wohngebäudeversicherung des jeweiligen Gebäudeeigentümers dafür einstehen.

Gestohlene Gegenstände

Alles was nicht niet- und nagelfest steht, ist dem Risiko des Diebstahls ausgesetzt. So werden auch immer wieder Gartenmöbel oder hochwertige Werkzeuge aus Gärten gestohlen. Hier ist es für einige Versicherer relevant, ob die gestohlenen Gegenstände gegen Diebstahl abgesichert waren, indem man sie beispielsweise über Nacht mit einer Kette und einem Schloss fixiert hat oder in der Garage unterbrachte – oder ob sie freistehend im Garten lagerten. Manche Versicherer zahlen in beiden Fällen, mache nicht. In jedem Fall aber ist hier die Hausratsversicherung der Ansprechpartner der Wahl. Bis zu einem gewissen vereinbarten Wert zahlt sie oder leistet Ersatz für die Dinge, die die Diebe davongetragen haben, sofern die Leistung im Vertrag aufgeführt ist.

Gartenhaus mitversichern

In besonderen Vereinbarungen kann das Gartenhaus als sogenannter Grundstücksbestandteil und bis zu einem gewissen Versicherungslimit mit in die Wohngebäudeversicherung aufgenommen werden. Auf diese Weise erlebt das Gartenhaus den gleichen Schutz vor Gefahren wie das Wohngebäude. Um dies zu gewährleisten, muss das Gartenhaus aber expressis verbis in der Police vermerkt sein. Außerdem greift die Wohngebäudeversicherung nicht für die Lauben, die außerhalb, nämlich auf Schrebergartengrundstücken, stehen – sie benötigen deshalb eine separate Versicherung.