Wenn zum Jahreswechsel der Briefkasten durch Knaller kaputtgeht, sollten Hausbesitzer solche kleinen Schäden nicht unbedingt der Wohngebäudeversicherung melden. Wer zu oft kleine Schäden ersetzt haben will, muss im schlimmsten Fall mit der Kündigung seines Vertrages rechnen.

Zu Silvester passiert es immer wieder: Kinder und Jugendliche stecken Knaller und Silvesterraketen in Briefkästen oder Mülltonnen, weil sie das für einen lustigen Streich halten. Schnell ist dann ein Sachschaden zu beklagen. Ist der Briefkasten fest mit dem Haus verbunden, kommt in der Regel die Wohngebäudeversicherung für den finanziellen Schaden auf. Abhängig vom Vertrag können Hausbesitzer auch andere sogenannte ausgelagerte Gebäudeteile in den Schutz einschließen: etwa Gewächshäuser.

Kleine Schäden besser aus eigener Tasche zahlen

Doch wenn am Haus am Neujahrstag tatsächlich etwas durch Brandkörper kaputtgegangen ist, sollten die Betroffenen gut überlegen, ob sie auch jeden Bagatellschaden an die Versicherung melden. Beträge im niedrigen dreistelligen Bereich sollten stattdessen besser aus eigener Tasche gezahlt werden.

Der Grund: zwar erhalten die Verbraucher ihren finanziellen Verlust umgehend ersetzt, wenn sie einen Schaden melden. Aber wer zu oft kleine Schäden vom Wohngebäude-Versicherer in kurzer Zeit reguliert haben will, muss mit der Kündigung seines Vertrages rechnen. Hierzu sind die Gesellschaften berechtigt, weil ihnen durch häufige Schadensmeldungen ein hoher Verwaltungsaufwand entsteht.

Viele Anbieter haben entsprechende Klauseln in ihren Verträgen formuliert. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen berichtet, dass eine zunehmende Zahl an Versicherern von dem Kündigungsrecht Gebrauch macht.

Wohngebäude-Versicherung soll hohes finanzielles Risiko absichern

Wenn der Versicherer dann tatsächlich die Wohngebäude-Police gekündigt hat, haben die Hausbesitzer ein weiteres Problem. Denn so schnell finden sie keinen neuen Vertrag zu einem ähnlichen Preis. Der Grund: Kunden mit auffällig häufigen Schadensmeldungen werden in einer Art schwarzen Liste der Versicherungswirtschaft eingetragen, dem sogenannten Auskunftssystem HIS. Die private Auskunftei ist vergleichbar mit der Schufa: Verbraucher, die dort notiert sind, haben sich durch ihr Verhalten zumindest verdächtig gemacht, alle Versicherer haben darauf Zugriff. Häufige Schadensmeldungen im kurzen Abstand werden als entsprechend verdächtig gewertet.

Zwar schließt ein Eintrag in die Auskunftei nicht aus, dass man einen neuen Vertrag findet. Auch ist man keineswegs damit als Betrüger abgestempelt. Aber der Versicherer wird im Vorfeld genauer nachprüfen, ob und zu welchen Konditionen er Versicherungsschutz gewährt. Im Zweifel muss der Neukunde dann einen höheren Betrag zahlen.

Deshalb gilt: eine Wohngebäudeversicherung ist vor allem dazu da, einen hohen finanziellen Schaden abzusichern, etwa wenn durch Brand oder Rohrbruch ein Schaden am Gebäude besteht. Dann kann sich die Schadenssumme schnell auf zehntausende, wenn nicht gar mehrere hunderttausend Euro summieren. Für solche Fälle hat man den Vertrag vor allem abgeschlossen!

Auch 2017 treten wieder zahlreiche neue Gesetze in Kraft. Eine der wohl wichtigsten Änderungen: zum 1. Januar wird die zweite Stufe des 2. Pflegestärkungsgesetzes wirksam. Statt drei Pflegestufen gibt es in der gesetzlichen Pflegeversicherung nun fünf Pflegegrade. Auch das Begutachtungsverfahren wurde überarbeitet.

Neues Jahr, neue Regeln: dies wird auch ab 1. Januar 2017 gelten. In der gesetzlichen Pflegeversicherung hat der Gesetzgeber die wohl einschneidendsten Veränderungen seit ihrer Einführung vorgenommen. Fortan werden fünf Pflegegrade regeln, auf welche Leistungen ein Pflegebedürftiger Anspruch hat. Auch das Begutachtungsverfahren wurde geändert. Um Mehrleistungen in der Pflegeversicherung zu zahlen, wird der Beitragssatz zudem um 0,2 Prozentpunkte angehoben.

Neue Pflegegrade, neue Begutachtung

Die bisherigen Pflegestufen werden nun zu fünf Pflegegraden ausgebaut, um differenzierter die Ansprüche eines auf fremde Hilfe angewiesenen Patienten erfassen zu können. Geringe, erhebliche und schwere Beeinträchtigungen werden in die Pflegegrade 1 bis 3 eingestuft. Pflegegrad 4 bedeutet, dass der Pflegebedürftige „schwerste Beeinträchtigungen“ hat. Die höchste Pflegestufe 5 bedeutet „besondere Anforderungen an die pflegerische Versorgung“, etwa die Notwendigkeit einer lückenlosen Betreuung. Entsprechend ist auch gestaffelt, auf welche Geld- und Sachleistungen ein Patient Anspruch hat.

Neu ist auch die Begutachtung der Pflegebedürftigkeit. Bisher war ausschlaggebend, wie viel Zeit die Betreuung eines Patienten hinsichtlich bestimmter Leistungen in Anspruch nimmt. Zukünftig soll gemessen werden, in welchem Umfang der Patient noch in der Lage ist sich selbst zu versorgen.

6 Bereiche für Begutachtung

Sechs Bereiche sind fortan für die Einstufung der Pflegebedürftigkeit entscheidend. Diese werden zu einer Gesamteinschätzung zusammengefasst:

  • 1.) Wie mobil ist der Patient? Kann er etwa noch Treppen steigen und eigenständig das Haus verlassen?
  • 2.) Welche kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten hat der Patient? Kann er sich zum Beispiel selbständig im Alltag orientieren und Entscheidungen treffen?
  • 3.) Wie ist die psychische Verfasstheit des Patienten? Hat er vielleicht schwere Depressionen und Angstzustände?
  • 4.) Kann sich der Patient selbst versorgen? Also zum Beispiel sich waschen, eigenständig auf Toilette gehen etc.?
  • 5.) Wie kann der Patient den Umgang mit seiner Krankheit bewältigen – kann er z.B. selbständig Tabletten nehmen?
  • 6.) Kann der Patient seinen Alltag selbständig gestalten und soziale Kontakte pflegen?

Mit der Neuordnung steigt zugleich das maximale Pflegegeld: in der ambulanten Pflege von monatlich 728 Euro (Pflegestufe 3) auf dann 901 Euro (Pflegegrad 5); bei vollstationärer Versorgung von 1.995 Euro (für Härtefälle in der Pflegestufe 3) auf 2.005 Euro (Pflegegrad 5). Zahlreiche weitere Verbesserungen sind geplant, etwa bei der ambulanten Betreuung von Angehörigen.

Auswirkungen auf Krankenzusatzversicherung

Die Reformen haben auch Auswirkungen auf die Krankenzusatzversicherung: schließlich müssen auch bei privaten Policen die Leistungen von Pflegestufen in Pflegegrade übersetzt werden. Mehrere Privatversicherer haben bereits mitgeteilt, dass sie die Anpassung automatisch vornehmen werden, ohne dass sich die Versicherten drum kümmern müssen. Im Zweifel lohnt es sich aber, beim Versicherer oder Vermittler des Vertrauens nachzufragen, was sich fortan ändert.

Gut zu wissen: Nachteile haben die Bestands-Versicherten nicht zu befürchten, wenn die Änderungen in Kraft treten. Schließlich sind die Leistungen vertraglich zugesichert. Aber laut PKV-Verband gibt es keine gesetzliche Regelung, wie mit bestehenden Pflegezusatzversicherungen umzugehen ist.

Eine besondere Herausforderung ergibt sich daraus, dass mit den Pflegegraden auch neue Ansprüche für die Versicherten entstehen, die finanziert werden müssen. So ist jetzt etwa auch bei Demenz eine Leistung vorgesehen. Deshalb erbringen manche Versicherer zum Beispiel in Pflegegrad 4 nur 80 Prozent der Leistung, wenn nicht auch eine psychische Beeinträchtigung vorliegt. Andere wiederum heben ihre Prämie leicht an.

Aber es gilt: trotz der Änderungen sollte eine Pflege-Police nicht einfach gekündigt werden! Gerade für ältere Versicherungsnehmer oder Menschen mit Vorerkrankungen dürfte es schwer sein, einen neuen Vertrag mit einem ähnlichen Leistungsniveau zu finden. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

Bis zum 21. Dezember hatten bereits 59 Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag für 2017 bekanntgegeben. Die gute Nachricht: entgegen dem Erwarten vieler Experten bleiben die Prämien in der gesetzlichen Krankenversicherung bisher weitestgehend stabil.

Zur Zeit haben bereits 59 von 113 Krankenkassen ihren Zusatzbeitrag für 2017 bekanntgegeben, wie die Franke Media-Gruppe meldet. Und nur sechs dieser 59 Anbieter planen bisher, ihren Zusatzbeitrag zu erhöhen. Die Beitragsanpassungen liegen zwischen 0,15 und 0,30 Prozent.

Diese relative Beitragsstabilität ist eine gute Nachricht für viele Kassenpatienten, haben doch Experten mit hohen Preissteigerungen für kommendes Jahr gerechnet. So warnte etwa Doris Pfeiffer, Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbandes, im Sommer diesen Jahres, dass der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2017 um 0,3 Prozentpunkte anwachsen könnte. Aber natürlich bleibt abzuwarten, wie jene verbliebenen Kassen ihren Zusatzbeitrag anpassen werden, die ihre Daten noch nicht mitgeteilt haben.

„Im Schnitt liegt der Zusatzbeitrag 2017 momentan bei 0,97 Prozent und wird final wahrscheinlich nur knapp über dem Durchschnitt des Vorjahres liegen“, berichtet Franke Media. Hintergrund ist der Umstand, dass die Krankenkassen seit 2015 einen individuellen Zusatzbeitrag erheben dürfen, wenn sie die Kosten nicht decken können. So will der Gesetzgeber den Wettbewerb zwischen den Kassen befördern. Dieser Zusatzbeitrag wird auf den Grundbeitrag von 14,6 Prozent des Einkommens draufgeschlagen, den die Mitglieder der Kassen grundsätzlich zahlen müssen.

Die Anhebung des Zusatzbeitrages berechtigt gesetzlich Krankenversicherte dazu, ihre Mitgliedschaft bei der Krankenkasse binnen Monatsfrist außerordentlich zu kündigen. Darüber hinaus besteht ein grundlegendes Kündigungsrecht von zwei Monaten, wenn die Mitgliedschaft bei der Kasse bereits seit mindestens 18 Monaten besteht. Auf den Preis allein sollten Versicherte nicht achten, auch der Leistungskatalog der Krankenkasse ist wichtig. Denn auch bei den Leistungen gibt es durchaus Unterschiede zwischen den einzelnen Kassenanbietern, etwa bei der Finanzierung von Gesundheitskursen.

In der gesetzlichen Rentenversicherung wird es zum Jahreswechsel 2017 einige Änderungen geben. Angehende Rentner müssen sich auf steigende Regel-Altersgrenzen für den Renteneintritt einstellen. Auch die Rente mit 63 gibt es ohne Abschläge erst vier Monate später.

Wenn angehende Rentner im kommenden Jahr abschlagsfrei ihre Altersbezüge aus der gesetzlichen Rentenversicherung (DRV) erhalten wollen, müssen sie ein paar Monate länger arbeiten. Das berichtet die Rentenversicherung in einer Pressemeldung. Die reguläre Regelaltersgrenze steigt demnach auf 65 Jahre und sechs Monate an. Das gilt für Versicherte, die 1952 geboren wurden und im kommenden Jahr ihren 65. Geburtstag feiern. Auch für die nachfolgenden Jahrgänge wird sich das Renteneintrittsalter weiter erhöhen, bis schließlich im Jahr 2031 die Altersgrenze von 67 Jahren erreicht sein wird.

Auch für die abschlagsfreie „Rente mit 63“ gibt es eine neue Altersgrenze: sie steigt auf 63 Jahre und vier Monate. Die „Rente mit 63“ erlaubt es Senioren, ohne Abschläge in Vorruhestand zu gehen, wenn sie mindestens 45 Beitragsjahre in der Rentenversicherung vorweisen können. Diese Regel gilt für Versicherte, die 1954 geboren wurden und im nächsten Jahr 63 werden. Für jüngere Geburtsjahrgänge erhöht sich das Eintrittsalter um je zwei weitere Monate.

Eine weitere wichtige Neuregelung: ab 1. Januar 2017 haben Rentner die Möglichkeit, auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze eigene Beiträge zur Rentenversicherung zu entrichten, wenn sie weiter einer Erwerbstätigkeit nachgehen. Der Clou: durch die eigenen und vom Arbeitgeber gezahlten Rentenversicherungsbeiträge erhöht sich auch die Rente. Durch diese Neuregelung will die Bundesregierung einerseits den Übergang ins Rentenalter flexibler gestalten – wollen doch viele Senioren noch freiwillig weiterarbeiten. Andererseits soll auch Fachkräften ein Anreiz gegeben werden, über das Renteneintrittsalter hinaus berufstätig zu bleiben.

Zusätzlich zur gesetzlichen Rente ist es unbedingt empfehlenswert privat vorzusorgen, um die Gefahr einer Altersarmut aufzufangen. Denn das Verhältnis von Lohn und zu erwartender Rente wird zukünftig weiter sinken. Sogar die Bundesregierung betont die Wichtigkeit der Privatvorsorge: Viele Bürger werden im Alter nicht ausreichend finanziell abgesichert sein, wenn sie nicht selbst privat mehr vorsorgen, so heißt es im „Alterssicherungsbericht 2016“. Ein Beratungsgespräch hilft, die passende Vorsorge zu finden!

Riester-Sparer, die für 2014 noch keine Zulagen beim Versicherer beantragt haben, müssen nun tätig werden. Noch bis zum 31. Dezember 2016 können die Zulagen beantragt werden – danach sind sie verloren.

Die Riester-Rente lohnt sich vor allem, wenn Altersvorsorge-Sparer auch die Zulagen nutzen, welche ihnen laut Gesetz zustehen. Wer darauf verzichtet, verschenkt bares Geld. Hier gilt die Faustregel: Die Riester-Zulagen eines Jahres müssen bis spätestens zum Ende des übernächsten Kalenderjahres bei der Zulagenstelle der Deutschen Rentenversicherung (DRV) beantragt werden. Das heißt im Klartext: wer seine Zulagen für das Jahr 2014 noch nicht beantragt hat, muss bis zum 31. Dezember aktiv werden.

Der Staat fördert die Riester-Altersvorsorge mit einer jährlichen Grundzulage von 154 Euro bzw. 308 Euro für verheiratete Paare. Eltern erhalten weitere 185 Euro je Kind. Für Kinder, die 2008 und später geboren wurden, gibt es sogar 300 Euro vom Staat für die Altersvorsorge obendrauf. Schließen junge Menschen unter 25 Jahren einen Vertrag ab und haben bereits einen sozialversicherungspflichtigen Job, erhalten sie einen „Startbonus“ von einmalig 200 Euro.

Nicht zu spät aktiv werden!

Der Antrag kann auch direkt an die Versicherung oder die Bank gerichtet werden, bei der man den Riester-Vertrag abgeschlossen hat. Ausschlaggebend, damit der Zuschlag noch erstattet werden kann, ist das Eingangsdatum beim Anbieter. Da mitunter die Notwendigkeit zu Rückfragen besteht, etwa wenn der Antrag unvollständig ausgefüllt wurde, sollten Sparer nicht erst auf den letzten Drücker aktiv werden. Auch Versicherungsvermittler geben gerne ihren Rat und leisten Unterstützung, wenn Riester-Sparer die Zulagen beantragen wollen.

Wer nicht jedes Jahr einen erneuten „Antrag auf Altersvorsorgezulage“ stellen will, kann sich für einen Dauerzulagenantrag entscheiden. Damit erteilt man seinem Anbieter die Vollmacht, die Zulagen jährlich automatisch zu beantragen, bis diese Vollmacht vom Versicherungskunden wieder entzogen wird. Doch auch der Dauerzulagenantrag sollte jedes Jahr kontrolliert werden. Wird vergessen, dem Vertragspartner wichtige Änderungen mitzuteilen, ist mitunter die volle Zulagenhöhe gefährdet.

Ausgerechnet in der heimeligen Weihnachtszeit ist die Brandgefahr am höchsten. Im Monat Dezember müssen die deutschen Wohngebäude- und Hausratversicherer 40 Prozent mehr Brände regulieren als in anderen Monaten des Jahres, so geht aus Zahlen des Versicherungs-Dachverbandes GDV hervor. Häufige Ursache: der unsachgemäße Umgang mit Kerzen und Weihnachtsgestecken.

Eine Familie aus dem sächsischen Delitzsch erlebte eine Woche vor dem Weihnachtsfest einen Albtraum. Während sich der Familienvater seelenruhig in der Wohnung aufhält, bemerkt eine Nachbarin plötzlich Flammen, die aus dem Kinderzimmer aufsteigen. Sofort alarmiert sie die Feuerwehr. Doch als diese eintrifft, ist es bereits zu spät. Das ganze Haus brennt nieder, der Schaden wird auf 250.000 Euro geschätzt. Zum Glück: verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass eine defekte Akku-Batterie den Brand auslöste.

Deutlich mehr Brandschäden in Weihnachtszeit

So bitter die Geschichte auch ist: in der Weihnachtszeit sind solche Meldungen kein Einzelfall. Denn die Zahlen der Brandschäden explodieren förmlich zu Weihnachten. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) müssen die Versicherer im Monat Dezember 40 Prozent mehr Brandschäden regulieren als in anderen Monaten des Jahres.

Die Ursachen hierfür sind ebenfalls schnell ausgemacht. Schließlich sind es unzählige Kerzen und Lichter, die in der Weihnachtszeit für eine gemütliche Stimmung in den Wohnstuben sorgen. Handelsübliche Kerzen können bis zu 750 Grad heiß werden! In Verbindung mit leicht entzündbaren Weihnachtsgestecken, in der Regel aus Holz und Zweigen, sorgt der unsachgemäße Umgang mit dem Licht für so manche Brandkatastrophe in der eigentlich schönsten Zeit des Jahres.

Doch schon kleine Schritte tragen dazu bei, dass zu Weihnachten alles glatt verläuft. Kerzen sollten auf eine feste Unterlage gestellt werden und nicht in die Nähe leicht brennbarer Gegenstände wie zum Beispiel Gardinen. Auch sollten brennende Kerzen nie unbeobachtet bleiben: wer das Zimmer oder die Wohnung verlässt, macht sie besser aus. Adventskränze sollten grundsätzlich auf einen schwer entflammbaren Untergrund gestellt werden. Vorsicht bei billigen Lichterketten ohne TÜV-Siegel! Auch diese sind oft Brandursache, berichtet die Stiftung Warentest.

Auch die Installation von Rauchmeldern trägt dazu bei, einen Brandherd rechtzeitig zu bemerken. Im Zweifel kann ein solcher Rauchmelder Haus und Leben retten. Wichtig: viele Hausrat- und Wohngebäude-Versicherer schreiben die Installation von Rauchmeldern sogar vor, damit sie vollumfänglich für einen Brandschaden leisten. Das gilt zum Beispiel, wenn die Installation von Rauchmeldern laut Bauordnung in der Region vorgeschrieben ist.

Hausrat- und Wohngebäudeversicherung zahlen

Kam es trotz aller Vorsicht zu einem Brandschaden, ist es gut eine Hausrat- und Wohngebäudeversicherung zu haben. Die Wohngebäude-Police springt ein, wenn Hausbesitzer Schäden am Eigenheim zu beklagen haben: etwa zerstörte Wände, Fenster und Böden. Diese Schäden können sich schnell auf mehrere hunderttausend Euro summieren, wie oben genanntes Beispiel zeigt. Die Hausratversicherung übernimmt den Schaden, wenn Einrichtungsgegenstände durch das Feuer beschädigt oder zerstört werden.

Gute Nachrichten für Eltern! Ab 2017 werden sie von mehr Kindergeld und höheren Kinderfreibeträge profitieren. Einen entsprechenden Beschluss hat der Finanzausschuss des Bundestages bereits im November gebilligt. Das Kindergeld wird um zwei Euro im Monat angehoben, auf nunmehr 192 Euro für das erste und zweite Kind. 2018 soll es um weitere zwei Euro angehoben werden.

Auch der Kinderzuschlag wird um 10 Euro auf maximal 170 Euro im Monat raufgesetzt. Dieser Zuschlag wird an Eltern mit geringem Einkommen gezahlt, wenn sie mit ihrem Gehalt zwar den eigenen Bedarf decken können, nicht aber den ihrer im Haushalt lebenden Kinder. Grundlage hierfür ist § 6a des Bundeskindergeldgesetzes. Der Kinderzuschlag muss schriftlich bei der örtlich zuständigen Familienkasse beantragt werden.

Eltern, die ein hohes Einkommen erzielen, profitieren darüber hinaus von einem höheren Kinderfreibetrag. Der Freibetrag steigt ab Januar 2017 von derzeit 4.608 Euro auf 4.716 Euro für verheiratete Eltern bzw. eingetragene Lebenspartner mit Kind, die sich zusammenveranlagen lassen. Dieser Freibetrag greift, wenn durch ihn die Steuerentlastung höher ist als das erhaltene Kindergeld.

Gute Nachrichten gibt es auch für Väter oder Mütter, die Unterhalt zahlen. Diese Aufwendungen können zum Teil als „außergewöhnliche Belastung“ von der Steuer abgesetzt werden. Nach Angaben des Bundes der Steuerzahler sind 2017 maximal 8820 Euro abziehbar – 168 Euro mehr als bisher. Werden Kinder mit Unterhaltszahlungen unterstützt, ist eine steuerliche Anrechnung nur möglich, wenn man für sie kein Kindergeld beziehungsweise keinen Kinderfreibetrag erhält.

Viele Bundesbürger der Generation 30 bis 60 Jahre wissen zu wenig über die Pflegevorsorge. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Zwar ahnen die meisten, dass es erhebliche finanzielle Belastungen bedeutet, wenn in der Familie ein Pflegefall auftritt oder man gar selbst zum Pflegefall wird. Aber die Kosten der Pflege können nur 15 Prozent aus dieser Bevölkerungsgruppe halbwegs einordnen.

Wenn in der Familie ein Pflegefall auftritt, bedeutet das enorme finanzielle Belastungen. Die durchschnittlichen Kosten für eine vollstationäre Pflege beziffern sich zum Beispiel auf 3.500 Euro pro Monat in der höchsten Pflegestufe III, wie Auswertungen des Statistischen Bundesamtes ergeben haben. Die gesetzliche Pflegeversicherung erstattet derzeit (bei Härtefall-Regelung) maximal 1.995 Euro. Wenn zum 1. Januar die zweite Stufe der schwarz-roten Pflegereform in Kraft tritt, erhöht sich der Höchstbetrag immerhin auf 2.005 Euro. Dennoch: eine gewaltige Vorsorgelücke bleibt bestehen.

Generation der 30-60jährigen zum Thema Pflegevorsorge befragt

Die Bundesbürger wissen aber zu wenig über die drohenden Kosten im Pflegefall. Das zeigt die „Zurich Pflege-Studie 2016“, die das Analysehaus Heute und Morgen durchgeführt hat. Nur rund 15 Prozent der repräsentativ befragten 30-60jährigen Umfrageteilnehmer konnte demnach die finanziellen Belastungen der Pflegebedürftigkeit einschätzen. Das Wissen um die ambulante Pflege, also wenn eine Person von Angehörigen zu Hause betreut werden soll, ist noch geringer ausgeprägt: hier geben 13 Prozent der Befragten zu Protokoll, sie könnten die Kosten „ganz gut“ einschätzen.

Immerhin: dass Privatvorsorge die finanzielle Lücke schließen kann, ist den meisten Personen in dieser Altersgruppe bewusst. Vier von fünf Befragten (78 Prozent) sagten, sie sehen einen Bedarf, mit einer privaten Pflegezusatzversicherung zusätzlich vorzusorgen. Doch auch hier ein deutliches Informations-Defizit. Stolze 80 Prozent der Befragten sehen sich schlecht über private Vorsorgelösungen informiert. Hier muss sich auch die Versicherungsbranche fragen lassen, ob sie genug unternimmt, um die Bürger aufzuklären.

Stark vereinfacht lassen sich drei Modelle der privaten Pflegezusatzversicherung unterscheiden. Bei der Pflegetagegeldversicherung erhält der Versicherte täglich einen vorher vereinbarten Betrag ausgezahlt, wenn er pflegebedürftig wird. Die Pflegerentenversicherung mischt einen Sparvertrag mit einer Versicherungslösung: im Pflegefall erhält der Versicherer eine vorher vereinbarte Rente ausgezahlt. Und als drittes Modell sei die Pflegekostenversicherung genannt. Sie übernimmt die Mehrkosten für eine professionelle Betreuung des Pflegebedürftigen, wenn die Leistungen durch die gesetzliche Pflegeversicherung nicht ausreichen.

Ab Januar 2017 gibt es 5 Pflegegrade statt 3 Pflegestufen

Aktuell empfiehlt sich ein Beratungsgespräch zum Thema Pflegevorsorge ganz besonders. Denn mit Inkrafttreten des 2. Pflegestärkungsgesetzes werden die bisherigen drei Pflegestufen zu fünf Pflegegraden erweitert. Eine geringe Beeinträchtigung wäre dann Pflegegrad 1 bis hin zur schwersten Beeinträchtigung = Pflegegrad 5. Damit will die Bundesregierung erreichen, dass die Bedürfnisse der Kunden besser und genauer abgebildet werden. Auch für Demenzkranke gibt es zukünftig umfangreichere Leistungen.

Die meisten privaten Pflegeversicherer haben mitgeteilt, dass sie die Pflegezusatzversicherung automatisch auf die neuen Regelungen umstellen werden. Das heißt, die Bestandskunden müssen selbst nicht tätig werden. Ein Wermutstropfen: Bei einigen Versicherern müssen die Kunden dann mit höheren Beiträgen rechnen, weil sie auch Anspruch auf höhere Leistungen haben, etwa bei Demenz. Kündigen sollte man den Schutz trotzdem nicht, empfehlen Verbraucherschützer, da es gerade für ältere Versicherungsnehmer schwierig werden könnte einen neuen Tarif zu finden. Einzelheiten klärt ein Beratungsgespräch!

Wie wichtig es ist, bei der Beantragung einer Berufsunfähigkeitsversicherung die korrekten Angaben zu machen, zeigt erneut ein Urteil. Ein Mann hatte dem Versicherer im Antrag seine Multiple Sklerose (MS) verschwiegen. Nun, da die Berufsunfähigkeit eingetreten ist, muss ihm die Versicherung laut einem Gerichtsurteil keinen Cent Rente zahlen – obwohl er zuvor jahrelang Beitrag gezahlt hatte.

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) beantragt, muss in der Regel auch einen ganzen Katalog an Gesundheitsfragen beantworten. Und hier ist Ehrlichkeit oberste Pflicht, wie erneut ein Richterspruch des Heidelberger Landgerichts vor Augen führt. So wurde einem Mann die BU-Rente aberkannt, weil er im Antrag falsche Angaben zu seinem Gesundheitszustand machte (Az.: 2 0 90/16).

Multiple Sklerose verschwiegen

Verhandelt wurde der Fall eines Heidelberger Medizintechnikers, der seit 2002 an einer Multiplen Sklerose litt. Ach Jahre nach Bekanntwerden seiner Erkrankung schloss er eine Berufsunfähigkeits-Police über 1.000 Euro Monatsrente ab. Besonders bitter: der Versicherer hatte in seinem Antragsformular gar keine konkreten Gesundheitsfragen abgefragt. Der Antragsteller musste lediglich ankreuzen, dass er nicht unter Krebs, HIV, einer psychischen Krankheit oder Diabetes leidet.

Doch eine Antwort, die der Beschäftigte nicht korrekt beantwortete, wurde ihm zum Verhängnis. Er bestätigte nämlich auch die Aussage: „Ich bin fähig, in vollem Umfange meiner Berufstätigkeit nachzugehen.“ Im Jahr 2010, als der Mann die Versicherung abschloss, war das bereits nicht mehr der Fall. Er musste sein Arbeitspensum infolge der Krankheit zu diesem Zeitpunkt deutlich reduzieren.

Arglistige Verletzung von Obliegenheiten

Darin erkannte nicht nur die Versicherung eine arglistige Täuschung und weigerte sich, die Rente auszuzahlen. Auch die Richter des Landgerichtes bestätigten die Leistungsfreiheit der Assekuranz. Zudem verschwieg der Medizintechniker „gefahrerhebliche Umstände“, da zum Zeitpunkt des BU-Abschlusses bereits abzusehen gewesen sei, dass die Multiple Sklerose zum Ausscheiden aus dem Beruf führen werde. Die Versicherung muss nicht zahlen.

Weil BU-Versicherungen recht komplex sind, empfiehlt es sich, bei der Antragstellung einen Versicherungsexperten hinzuzuziehen. Dieser weiß, worauf man im Antrag achten muss und kann wertvolle Tipps geben. Mitunter empfiehlt es sich gar die Krankengeschichte der letzten fünf Jahre zu recherchieren, etwa in Rücksprache mit dem Hausarzt.

Für viele Bundesbürger gehört der Hund zur Familie: mehr als 7 Millionen der treuen Gefährten leben in Deutschlands Haushalten. Aber selbst der liebste Schoßhund kann große Schäden verursachen, wenn er zum Beispiel auf die Straße rennt und einen Autounfall verursacht. Eine Hundehalterhaftpflichtversicherung kommt für finanzielle Schäden auf – und ist in immer mehr Bundesländern verpflichtend vorgeschrieben.

Wie wichtig es für Hundebesitzer sein kann eine Hundehalterhaftpflicht abzuschließen, zeigt eine Zeitungsmeldung vom 1. Dezember. Eine Frau hatte in Braunschweig ihren Familienhund der Rasse Rhodesian Ridgeback an einem Papierkorb festgebunden, um in einen Laden zu gehen. Das Tier, ausgestattet mit kräftigen Muskeln, geriet in Panik, als Frauchen verschwunden war. Also versuchte sich der Hund loszureißen, was ihm aber nicht gelang.

Den Papierkorb hinter sich herziehend, stürmte der Hund durch mehrere Straßen zurück zur Wohnung, beschädigte dabei vier geparkte Autos und krachte schließlich gegen eine Glastür. Ein Tierarzt kümmerte sich um die Verletzungen des Hundes, die Tierhalterhaftpflicht um den finanziellen Schaden von mehreren Tausend Euro, wie Medien berichten.

80 Millionen Euro Haftpflicht-Schaden durch Hunde

Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) verursachen Hunde jedes Jahr Haftpflichtschäden in Höhe von 80 Millionen Euro. Noch schwerwiegender als im oben genannten Beispiel sind Unfälle mit Hunden, bei denen nicht nur Sachen zu Bruch gehen, sondern gar Menschen verletzt werden.

Reißt sich zum Beispiel ein Hund von der Leine los und erschrickt einen Fußgänger derart, dass dieser stürzt und sich eine bleibende Beeinträchtigung zuzieht, muss der Hundehalter laut § 833 des Bürgerlichen Gesetzbuches haften, und zwar mit seinem gesamten Vermögen. Die Haftung beinhaltet Kosten für die Reha, den Verdienstausfall und ein Schmerzensgeld.

Dabei sind Zwischenfälle mit Hunden keine Seltenheit. Mehr als 100.000 Schadensfälle werden den Versicherern pro Jahr gemeldet. Das sind im Bundesschnitt 273 pro Tag! Eine stolze Summe. Und nicht nur große Hunde sind gefährlich. Selbst ein kleiner Schoßhund kann einen ordentlichen Schaden verursachen, wenn er etwa auf die Straße rennt und einen Fahrer zu einem riskanten Ausweichmanöver zwingt. Selbst der liebste und best erzogenste Hund kann in einem unerwarteten Moment viel Chaos anrichten.

Pflicht zur Haftpflicht in sechs Bundesländern

Aufgrund der hohen Risiken gehen immer mehr Bundesländer dazu über, Hundebesitzer zum Abschluss einer Tierhalterhaftpflicht-Police zu zwingen. Ein Bußgeld droht in sechs Bundesländern, wenn Bello oder Wuffi keinen entsprechenden Vertrag haben: Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen. Auch andere Bundesländer debattieren aktuell über die Einführung einer entsprechenden Pflicht. Doch schon im eigenen Interesse sollte eine solche Versicherung abgeschlossen werden. Ein Grundschutz ist schon ab einem niedrigen zweistelligen Betrag im Jahr zu haben.