Der Ombudsmann der Privaten Krankenversicherung ist eine wichtige Anlaufstelle, wenn sich private Krankenversicherte über ihren Versicherer ärgern. Die Schlichtungsstelle kann schnell und unbürokratisch prüfen, ob die Ansprüche eines Versicherungsnehmers berechtigt sind. Aber es gibt auch Grenzen im Schlichtungsverfahren, wie der jüngst vorgestellte Jahresbericht für 2016 zeigt.

Ärger mit der Privaten Krankenversicherung? Dann können sich Privatversicherte an Heinz Lanfermann wenden, den Ombudsmann für die PKV mit Sitz in Berlin. Die Schlichtungsstelle prüft die Ansprüche des Antragstellers und versucht, eine außergerichtliche Einigung herbeizuführen. Das hat mehrere Vorteile: Das Verfahren kostet nichts und man musste sich nicht durch mehrere Instanzen klagen, falls eine Einigung herbeigeführt werden kann. Weitere Details finden sich auf der Webseite pkv-ombudsmann.de.

Vergleichsweise wenige Beschwerden

Der jüngst vorgestellte “Jahresbericht 2016” des Ombudsmanns zeigt aber, dass das Beschwerdeaufkommen ohnehin recht gering ist. Zwar scheint die Zahl von 6.084 Beschwerden im Vorjahr zunächst recht hoch. Das relativiert sich aber, wenn man die Zahl ins Verhältnis zu allen PKV-Verträgen setzt. Diese umfassen nämlich nicht nur die Krankenvollversicherung, sondern auch die Zusatz- und Pflegeversicherungen.

Stolze 43 Millionen Verträge haben die Bundesbürger bei allen Krankenversicherern abgeschlossen. Und das bedeutet eine Beschwerdequote von 0,014 Prozent – ein guter Wert, wie auch Lanfermann betont. Es könne “auch für 2016 festgestellt werden, dass eine sehr hohe Zufriedenheit der Kunden mit ihrer privaten Krankenversicherung besteht und das Beschwerdemanagement offensichtlich schon viele Meinungsverschiedenheiten im Sinne der Kunden auflöst”, kommentiert der Jurist.

Wermutstropfen: Nur jede vierte Schlichtung ist erfolgreich

Einen Wermutstropfen gibt es jedoch. Nur jede vierte Streitschlichtung (25,3 Prozent) konnte 2016 zur Zufriedenheit des Kunden beigelegt werden. Ein Nachteil muss das für Verbraucher aber nicht bedeuten. Sind sie mit dem Schlichtungsspruch unzufrieden, können sie hinterher immer noch den Rechtsweg wählen. Denn die Ansprüche verjähren nicht, wenn jemand das Schlichtungsverfahren beantragt. Es lohnt sich also, erst einmal den Weg der Schlichtung zu gehen!

Warum aber ist in der privaten Krankenversicherung nur jeder vierte Schlichtungsspruch erfolgreich? Hier fällt auf, dass der Ombudsmann für die anderen Versicherungssparten, Günter Hirsch, weit erfolgreicher ist: Er kann 40 Prozent der Streitigkeiten zur Zufriedenheit des Kunden beilegen. Denn in der Versicherungswirtschaft gibt es zwei Schlichtungsstellen: eine für die Private Krankenversicherung und eine für die anderen Versicherungsarten, etwa Hausrat-, Rechtsschutz- oder Unfallversicherung.

Oft komplexe Streitthemen

Dass der PKV-Ombudsmann hier etwas schlechter abschneidet, liegt an den komplexen Fällen in der privaten Krankenversicherung. Jedes fünfte Schlichtungsverfahren betrifft die Frage der medizinischen Notwendigkeit: Also, ob ein Versicherer tatsächlich für die Behandlung zahlen muss oder nicht. Das muss in der Regel am Einzelfall geklärt werden. Der PKV-Ombudsmann kann zwar durchaus solche Fälle prüfen, etwa, ob der Versicherer Fehler in seiner Begründung der Ablehnung hat. Aber er kann keine Drittgutachten von medizinischen Fachverständigen einholen.

Dennoch: Es lohnt sich zu schauen, ob eine Schlichtung auch ohne Klage vor Gericht möglich ist. Das schont im Zweifel Zeit und Portemonnaie. Auch die Verbraucherzentralen haben schon bestätigt, dass der Ombudsmann gute Arbeit macht.

“Smart Home”-Anwendungen im Haushalt erfreuen sich zunehmender Beliebtheit: Und auch die Hausratversicherer bieten schon entsprechende Lösungen hierfür an. Aber wer die Technik nutzt, sollte Sicherheitsstandards beachten. Denn Smart Home wirkt bis ins Schlafzimmer hinein!

“Smart Home” – so heißt ein neuer Trendbegriff, mit dem Hersteller von Haushalts- und Elektrogeräten um Kunden werben. Und tatsächlich verspricht die Technik einigen Komfort sowie weniger Energieverbrauch. Heizungen und Licht lassen sich per App fernsteuern, noch bevor man die Wohnung betritt. Oder eine App warnt, wenn sich ein Einbrecher an der Tür zu schaffen macht. Deshalb auch der Begriff “Smart”: Haushalts- und Multimediageräte interagieren mit anderen Anwendungen und machen so das Leben ein wenig angenehmer und leichter. Smarter eben.

Aber die Technik hat – wie so alles – auch Schattenseiten. Und vor diesen warnt aktuell der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Damit die Technik richtig funktioniert, muss sie nämlich zumeist ans Netz. Und ist folglich manipulierbar. Zum Beispiel durch DDoS-Attacken, bei denen sich Hacker unbefugt Zugriff zur Technik verschaffen – und großen Schaden anstellen. Dann werden Wasserhähne zum Laufen gebracht, Waschmaschinen gestartet oder der Heizkörper überhitzt.

Sicherheitsstandards beachten!

Wer “Smart Home”-Anwendungen nutzen will, sollte deshalb auf Sicherheitsstandards achten. Dazu gehört, dass der Anwender regelmäßig sicherheitsrelevante Updates auf die Geräte aufspielt, am besten automatisch. Hier gilt: Ein niedriger Preis ist nicht alles! Denn Billig-Hersteller von Smarthome-Geräten haben mitunter gar nicht die Ressourcen, um die Technik regelmäßig zu überarbeiten. Besser vorab informieren, ob und über welchen Zeitraum Sicherheitslücken beseitigt werden!

Punkt Zwei ist die Frage, ob die Technik auch abschaltbar ist – man sie also problemlos vom Netz nehmen kann. “Käufer müssen die Möglichkeit haben, die Netzwerkfunktionen von IoTund Smart Home-Geräten jederzeit mit einfachen Mitteln deaktivieren zu können”, schreibt der GDV in seinem Positionspapier. Und dazu gehört auch, dass die Geräte dann weiter nutzbar sind. Nicht auszudenken, wenn der Kühlschrank oder die Waschmaschine ihren Dienst versagen, sobald man sie vom Netz nimmt.

Auch auf Zugangspasswörter sollte geachtet werden. Auch diese müssen Mindeststandards erfüllen: Zum Beispiel, dass sie wenig standardisiert und nicht vorhersehbar sind. Und Datenschutz ist bei einer Technik natürlich auch ein wichtiges Thema, die im intimsten Bereich der eigenen vier Wände wirkt. Schließlich lassen sich auch Fernseher, PCs und andere Unterhaltungsgeräte über Smart Home-Anwendungen steuern. Besser vorher informieren!

Die Hausratversicherer haben sich auf “Smart Home” eingestellt: Manche Anbieter haben hierfür bereits spezielle Versicherungen entwickelt und kooperieren sogar mit Geräteherstellern. Schließlich erhoffen auch sie sich mehr Sicherheit, wenn etwa bei Rauchentwicklung in einem Zimmer der Wohnungsbesitzer auch über große Distanzen alarmiert werden kann. Aber dennoch: Im Zweifel ist es besser, nicht mit jeder Anwendung online zu sein. Sonst entwickelt sich der Traum vom Eigenheim schnell zum digitalen Albtraum. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

Wer das Ausland im Urlaub mit einem Mietwagen erkunden will, der muss dafür nicht unbedingt eine eigene Versicherung abschließen. Denn viele Kfz-Versicherungen enthalten eine sogenannte Mallorca-Police, die für gemietete Autos in vielen Regionen Schutz bietet. Auch wer mit dem eigenen Auto ins Ausland will, sollte seinen Kfz-Versicherungsvertrag genau studieren.

Das Schmuddelwetter hat Deutschland seit Tagen fest im Griff – vielerorts verhageln Regenschauer und kühle Temperaturen den Sommer. Gut, wenn man den Urlaub noch vor sich hat und in sonnigere Gefilde flüchten kann! Touristen leihen sich vor Ort gern ein Auto aus, um die Gegend auf eigene Faust zu erkunden und mobiler zu sein. Hier kommt die sogenannte Mallorca-Police ins Spiel.

Die Mallorca-Police ist ein Baustein der Kfz-Versicherung, die eben speziell für Mietautos im Ausland Schutz bietet. Und diese Bonusleistung vieler Verträge heißt nicht von ungefähr so. In den 80er Jahren eingeführt, wurde der Baustein damals nach dem beliebtesten Reiseziel der Deutschen benannt, denn auf der spanischen Insel haben sich besonders viele Urlauber ein Auto leihen wollen.

Upgrade für die Haftpflicht-Summe

Die Mallorca-Police hat noch eine andere wichtige Funktion. Sie hebt die niedrigen Haftpflichtsummen im Ausland auf das deutsche Niveau, wenn ein Schaden eintritt. Denn nicht in jedem Land können die deutschen Autofahrer auf ähnliche hohe Haftpflicht-Summen hoffen, wenn sie in einen Unfall verwickelt werden.

Zwar hat in den letzten Jahren EU-weit eine Angleichung stattgefunden, so dass etwa in Großbritannien und Norwegen der Versicherer unbegrenzt haftet. Aber gerade in osteuropäischen Staaten wie etwa in Bosnien-Herzegowina reichen die Höchst-Schadenssummen unter Umständen nicht aus, um alle Ansprüche zu begleichen. So kann der Traumurlaub zur Schuldenfalle werden, wenn bei einem selbst verursachten Unfall Menschen verletzt oder gar getötet werden. Zahlen muss der Verursacher für den Schaden trotzdem: notfalls aus eigener Tasche.

Dabei sollte im Vertrag nachgelesen werden, für welche Regionen Schutz besteht. Üblich ist, dass die EU und weitere europäische Länder inbegriffen sind. Viele Versicherer bieten auch für weitere Länder Schutz an, etwa für die USA oder sogar arabische Staaten. Wichtig für jene, die in Dubai oder Katar auf Entdeckertour gehen wollen.

Mit dem eigenen PKW ins Ausland

Wer hingegen lieber mit dem Auto ins Ausland fährt, sollte nachlesen, ob die Kfz-Versicherung auch dafür Schutz bietet. Auch hier gilt es, anhand des Geltungsbereiches abzuklären, ob der eigene Kfz-Vertrag auch im Urlaubsland greift. Notfalls beim Versicherer anfragen! Bei selbstverschuldeten Unfällen ersetzt die Vollkaskoversicherung den Fahrzeugschaden am eigenen Auto.

Lohnen kann sich auch hier ein Upgrade des Versicherungsschutzes. Eine Auslandsschadenschutz-Versicherung greift zum Beispiel, wenn eine fremde Person den Unfall verursacht und selbst nur eine geringe Deckungssumme versichert hat – oder gar ohne Versicherung unterwegs ist. Der Versicherer übernimmt dann den Schaden so, als ob der Unfallgegner mit seinem Auto in Deutschland haftpflichtversichert wäre. Und auch ein Autoschutzbrief kann helfen. Dann sind zum Beispiel die Abschleppkosten gedeckt, wenn das eigene Fahrzeug eine Panne hat.

Wer einen Hund hat, der sollte auch eine Haftpflichtversicherung für sein Tier abschließen. Denn die Schäden, die Bello und Wuffi jedes Jahr verursachen, gehen in die Millionen. In fünf Bundesländern ist eine Hundehalterhaftpflicht sogar ein Muss, wenn der Tierfreund sich einen Hund anschaffen will.

Deutschland ist Hundeland! Rund 7 Millionen Hunde werden hierzulande als Haustier gehalten, und in jedem fünften Haushalt lässt sich ein treuer Vierbeiner finden. Bedenklich ist aber, dass nur 70 Prozent der Tiere mit einer Hundehalter-Haftpflicht abgesichert sind. Denn der Schaden, den Hunde jedes Jahr verursachen, ist immens. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) beziffert ihn auf 80 Millionen Euro.

Dabei sollten sich Tierfreunde bewusst machen, dass sie für jeden Schaden vollumfänglich haften, den Bello oder Wuffi verursachen. Und zwar mit dem gesamten Privateigentum! Hier greift die sogenannte Gefährdungshaftung nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch. In Paragraph 833 heißt es: “Wird durch ein Tier ein Mensch getötet oder der Körper oder die Gesundheit eines Menschen verletzt oder eine Sache beschädigt, so ist derjenige, welcher das Tier hält, verpflichtet, dem Verletzten den daraus entstehenden Schaden zu ersetzen.” Im Zweifel kann sich das geliebte Tier als Schuldenfalle erweisen!

Sogar ein Schoßhund kann großen Schaden verursachen!

Eine Gefahr geht dabei nicht nur von großen Hunden aus. Denn eine der häufigsten Schadenursachen sind Unfälle im Verkehr. Selbst ein kleiner Schoßhund kann einen Radfahrer zu Fall bringen oder einen Autounfall verursachen, wenn er sich davonstiehlt und auf die Straße läuft. Die erwartbaren Schadenkosten sind immens und können in die Millionen gehen. Im Zweifel muss nicht nur ein hoher Sachschaden ersetzt werden, wenn das Auto kaputtgeht, sondern die Insassen tragen sogar einen bleibenden Gesundheitsschaden davon.

Aus diesem Grund sollten alle Hundehalter eine Haftpflicht für ihr Tier abschließen. Fünf Bundesländer haben sogar ein Gesetz verabschiedet, das eine solche Police für jeden Hundebesitzer vorschreibt: Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Niedersachsen und Hamburg. Wer hier einen Hund erwirbt, ohne eine Versicherung zu haben, riskiert ein saftiges Bußgeld von bis zu 10.000 Euro.

Schwieriger wird es, wenn ein sogenannter Kampfhund versichert werden soll, etwa ein Pit Pull Terrier. Dann muss extra beim Versicherer angefragt werden, ob und zu welchen Bedingungen der Hund versicherbar ist. Solche Hunde brauchen übrigens in fast allen Bundesländern verpflichtend eine Haftpflicht. Dass ein Kampfhund nicht automatisch aggressiv ist und das Problem oft am anderen Ende der Leine zu finden, wissen freilich auch die Versicherer. Die Einstufung erfolgte zu einer Zeit, als bestimmte Rassen tatsächlich noch zum Kämpfen gezüchtet wurden. Welche Rasse darunter fällt, klärt ein Beratungsgespräch!

Immer mehr Bundesbürger sind bereit, beim Thema Geldanlage auch riskantere Vorsorgeformen zu wählen. Das zeigt eine aktuelle Umfrage. Aktien, Fonds und Konsumgüter erfreuen sich demnach steigender Nachfrage.

Der Niedrigzins an den Kapitalmärkten lässt viele Altersvorsorge-Sparer umdenken. Bewährte Formen der Vorsorge, die direkt und indirekt auf festverzinslichen Wertpapieren und Zinsen beruhen, verlieren an Attraktivität. Das zeigt eine aktuelle Umfrage des Marktforschungsinstitutes Toluna im Auftrag eines Investment-Hauses.

Laut Studie steckt jeder vierte Deutsche (24 Prozent) heute mehr Geld in Aktien und Fonds als noch vor fünf Jahren. Ein genauso hoher Anteil (24 Prozent) gibt das Geld lieber gleich aus und konsumiert mehr. Dabei zeigen sich im Anlageverhalten deutliche Unterschiede zwischen den Geschlechtern. Ein Drittel der Männer (36 Prozent) will sein Geld demnächst verstärkt in Fonds oder ETFs stecken. Bei den Frauen plant dies nur jede fünfte Befragte (22 Prozent).

Rentenniveau: Weniger als 40 Prozent bis 2045?

Fest steht: Ganz auf Altersvorsorge verzichten sollte man auch in Zeiten niedriger Zinsen nicht. Denn die Deutsche Rentenversicherung wird vielen Bürgern allein keinen auskömmlichen Lebensherbst mehr sichern. Bis zum Jahr 2030 könnte das Rentenniveau, also vereinfacht gesagt das Verhältnis der Altersrenten zum aktuellen Durchschnittseinkommen, auf 42 Prozent sinken.

Und damit nicht genug. Wer soeben erst dem Teenie-Alter entschlüpft ist, muss noch weniger Rente fürchten. Ein unveröffentlichter Bericht des Bundesarbeitsministeriums hatte im Herbst 2016 ergeben, dass im Jahr 2045 ein Rentenniveau von weniger als 40 Prozent zu befürchten ist.

Das bedeutet: Ein hohes Altersarmutsrisiko besteht künftig für junge Menschen, die gerade einen Beruf ergreifen, noch studieren oder sich in einer Ausbildung befinden. Zwar überlegt die Politik derzeit, wie sie das Rentenniveau stabilisieren kann: Die Parteien vertreten dazu unterschiedliche Positionen im Bundestagswahlkampf. Fest steht aber auch, dass für Renten nur umverteilt werden kann, was die arbeitende Bevölkerung auch in die Sozialversicherung spült. Und hier lastet die Alterung der Gesellschaft schwer auf dem Sozialsystem.

Früh vorsorgen lohnt sich!

Es gibt aber für junge Menschen auch eine positive Nachricht: Wer zeitig mit der privaten Altersvorsorge anfängt, muss weniger zurücklegen, um im Ruhestand mal ein auskömmliches Einkommen zu haben. Dabei können natürlich auch Eltern und Großeltern helfen. Die Möglichkeiten der Vorsorge sind vielfältig, grundsätzlich sollte man mehrere Anlagen mischen. Denn natürlich haben Aktion, Fonds und die – als relativ sicher geltenden – ETFs auch Nachteile und Risiken. Hier ist ein Beratungsgespräch zu empfehlen! Auch dies ein Ergebnis der Toluna-Studie: Frauen sind eher bereit, sich in Sachen Geldanlage von einem Experten beraten zu lassen.

Wer zahlt den Schaden, wenn im Urlaub in ein Hotelzimmer oder in die Ferienwohnung eingebrochen wurde? Versicherungs-Experten wissen: Mit dem richtigen Baustein in der Hausratversicherung ist man auch vor solchen Malheuren geschützt. Wichtig ist hierfür die sogenannte Außenversicherung.

Seit mehreren Tagen schon zeigt sich der Sommer in Deutschland von seiner tristen Seite. Nachts fällt das Thermometer mancherorts auf elf Grad und dicke Regenwolken verhängen den Himmel. Zwar hat der Wetterbericht für diese Woche Besserung versprochen und kündigt wieder sommerliche Temperaturen an. Aber so mancher Urlauber ist jetzt lieber anderswo – zum Beispiel im sonnigen Süden.

Beliebte Urlaubsregionen oft von Dieben heimgesucht

Dass selbst im schönsten Urlaubsidyll die Touristen nicht vor bösen Überraschungen sicher sind, zeigt die Diebstahlstatistik der europäischen Statistikbehörde Eurostat. Italien ist das beliebteste Urlaubsland für deutsche Urlauber – mit jährlich 240.000 Einbrüchen in Häuser und Wohnungen. Frankreich, ebenfalls sehr beliebt, steht mit 135.000 Einbrüchen immerhin etwas besser da. Dennoch: Auf solche Fälle sollte man vorbereitet sein!

Hier kommt die Hausratversicherung ins Spiel. Beinhaltet der Vertrag eine “Außenversicherung”, dann sind Einbrüche in Hotelzimmer und Ferienwohnungen abgesichert. Vorausgesetzt, das Zimmer war auch tatsächlich verschlossen und die Langfinger mussten sich gewaltsam Zugang verschaffen. In der Regel leisten die Verträge maximal zehn bis zwanzig Prozent der Versicherungssumme.

In den Verträgen sollte darauf geachtet werden, wie lange die Außenversicherung greift. Denn “Außenversicherung” bedeutet, dass nur vorübergehende Aufenthalte in einer fremden Wohnung abgesichert sind. Üblich sind 90 Tage, manch ein Versicherer bietet auch länger Schutz an. Achtung!: Wertsachen, Bargeld und Schmuck werden oft nur ersetzt, wenn sie in einem Safe eingeschlossen waren.

Diebstahl unmittelbar der Polizei melden!

Damit der Versicherer den Schaden reibungslos ersetzt, ist es erforderlich, den Diebstahl so schnell wie möglich bei der Polizei anzuzeigen. Sonst kann es Probleme geben, muss der Einbruch doch gegenüber dem Versicherer bewiesen werden.

Auch mit Blick auf die eigene Wohnung muss ein längerer Aufenthalt im Ausland abgeklärt werden. Sobald die Wohnung länger als 60 Tage unbewohnt bleibt, werten dies viele Anbieter als Gefahrerhöhung: Dann steht der Versicherungsschutz auf dem Spiel. Langzeitreisende sollten besser mit dem Versicherer Rücksprache halten! Oft lässt sich gegen einen Zuschlag auch eine längere Abwesenheit vereinbaren.

Wenn der Koffer unterwegs abhanden kommen, kann eine extra Gepäckversicherung Abhilfe leisten. Aber Vorsicht: Oft sehen die Verträge zahlreiche Ausschlüsse vor, so dass so mancher Verbraucherschützer sogar komplett abrät. Hohe Selbstbeteiligungen sind zum Beispiel nicht unüblich. Hier kann es empfehlenswert sein, noch einmal einen Versicherungsexperten draufschauen zu lassen, welche Bedingungen und Ausschlüsse laut Vertrag vereinbart sind.

Wie schnell ein Unwetter zu erheblichen Versicherungsschäden führen kann, zeigen die Unwetter “Paul” und “Rasmund”. Beide wüteten im Juni nur wenige Tage und regional beschränkt. Dennoch schätzt die Versicherungswirtschaft den entstandenen Schaden auf 600 Millionen Euro.

Kurz, heftig und schmerzhaft: So lassen sich vielleicht die Unwetter charakterisieren, die Ende Juni und Anfang Juli über Deutschland niedergingen. Während das Tiefdruckgebiet “Paul” vor allem in Norddeutschland wütete, suchte “Rasmund” vor allem Berlin und Brandenburg heim. Der versicherte Schaden, den beide Tiefs anrichteten, ist immens. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) schätzt ihn vorläufig auf 600 Millionen Euro.

Starkregen – ein Risiko, das viele Hausbesitzer unterschätzen!

Gerade “Rasmund” zeigt, dass sich die Unwetter-Risiken in den letzten Jahren verändert haben. Denn während man in Norddeutschland raues Wetter gewohnt ist, hat die Heftigkeit der Niederschläge, die Rasmund mit sich brachte, viele Menschen in Berlin und Brandenburg überrascht. Mancherorts fielen innerhalb von 24 Stunden über 200 Liter Regen auf einen Quadratmeter. Das ist, als würde man vierzig volle Eimer mit Wasser über einen kleinen Beistelltisch kippen.

Die Folgen waren verheerend: Straßen wurden überflutet, Keller liefen voll Wasser, Autos versanken teils im angesammelten Regenwasser. Allein der Starkregen verursachte wahrscheinlich einen versicherten Schaden von 60 Millionen Euro, berichtet der GDV. Das betrifft zwar alle Sparten, die bei solchen Unwetter-Ereignissen greifen: Neben der Elementarschaden- auch die Hausrat-, Kasko- und Gewerbeversicherung. Dennoch zeigt es, wie wichtig es ist, für solche Ereignisse vorzusorgen.

Denn Starkregen kann überall auftreten und nicht nur dort, wo Flüsse oder andere Gewässer zu finden sind. Deshalb empfiehlt sich eine Elementarschadenversicherung auch für Hausbesitzer, die ihr Eigenheim nicht in Wassernähe stehen haben. Und das ist im doppelten Sinne empfehlenswert. An Orten, die bisher nicht von Überschwemmungen und anderen Unwettern heimgesucht werden, ist das Haus besonders preiswert versicherbar.

Der Hintergrund: Eine private Wohngebäudeversicherung bietet allein keinen Schutz für Naturgefahren wie Hochwasser. Hierfür muss eine extra Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden, die oft in Kombination mit einer Wohngebäude-Police gegen ein Aufgeld versicherbar ist. Ein Beratungsgespräch kann helfen, den passenden Schutz fürs Haus zu finden!

Die Bundesregierung hat beinahe unbemerkt das Bankgeheimnis abgeschafft. Behörden können nun umfangreiche Auskünfte über Bankkonten einholen, wenn sie Steuer- oder Sozialbetrug wittern. Kritik an der Neuregelung kommt von Datenschützern.

Zukünftig können Finanzbehörden nahezu ungehindert auf Privatkonten zugreifen und diese überwachen, wenn sie den Verdacht haben, eine Person hinterziehe Steuern. Darauf macht aktuell der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) aufmerksam. Das fast 400 Jahre geltende Bankgeheimnis kann damit als abgeschafft gelten.

Hintergrund ist das sogenannte Steuerumgehungsbekämpfungsgesetz. Diesem neuen Regelwerk hat der Bundestag im April und der Bundesrat Anfang Juni zugestimmt. Seitdem es am 25. Juni 2017 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, ist das neue Gesetz wirksam. Es soll nicht nur der Bekämpfung von Steuerhinterziehung dienen, sondern auch verhindern, dass terroristische Netzwerke vom Bankgeheimnis profitieren.

83 Prozent mehr Anfragen der zentralen Steuerbehörde

Tatsächlich sind im ersten Halbjahr 2017 die Abfragen beim Bundeszentralamt für Steuern stark angestiegen, wie die “Welt am Sonntag” berichtet. Mehr als 340.000 Auskunfts-Gesuche stellte die Behörde an Banken. Das sind stolze 83 Prozent mehr Abfragen als im Vorjahreszeitraum.

Im Zuge der Gesetzesreform wurde zugleich ein Paragraph der Abgabeordnung gestrichen, der garantierte, dass Anfragen der Finanzämter an Banken eine Ausnahme blieben. Bisher hieß es: “Bei der Ermittlung des Sachverhalts haben die Finanzbehörden auf das Vertrauensverhältnis zwischen den Kreditinstituten und deren Kunden besondere Rücksicht zu nehmen”. Das gilt nun nicht mehr. Brisant: Künftig muss der Steuerpflichtige nicht einmal mehr persönlich informiert werden, wenn der Fiskus Auskünfte bei der Bank einholt.

Datenschützer sehen den Vorgang kritisch. Die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff sagte “WamS”, immer mehr Berechtigte hätten Zugriff auf personenbezogene Daten. Von der ursprünglichen Idee der Terrorismusbekämpfung habe sich das Verfahren weit entfernt.

Wer sich mit dem Fiskus über seine Steuererklärung streitet und sich zu Unrecht verdächtigt fühlt, fährt gut, wenn er eine Rechtsschutzversicherung abgeschlossen hat. Diese springt zum Beispiel ein, wenn die Behörde Werbekosten nicht anerkennen will. Allerdings nur, falls laut Vertrag auch “Steuerrecht vor Gerichten” und “Steuerrecht im Verwaltungsverfahren” vereinbart sind.

Die Versicherungswirtschaft muss jedes Jahr Milliarden an Euro zahlen, weil Wasserrohre platzen oder Armaturen und Heizboiler undicht sind. Das berichtet aktuell der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Schützen kann man sich gegen Leitungswasserschäden mit einer Wohngebäude- und Hausratversicherung.

Wenn ein Wasserrohr in der Wohnung platzt, sind die Folgen oft verheerend. Schnell ist die Wand hinüber und im schlimmsten Fall verwandelt sich die Wohnung in einen kleinen See, wenn den Schaden niemand rechtzeitig bezahlt. Die hohen Schadensummen betätigt nun auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft mit einer Pressemeldung.

Alle dreißig Sekunden platzt ein Rohr

Laut GDV platzt alle dreißig Sekunden in Deutschland ein Wasserrohr und verursacht einen Versicherungsschaden. Rund 1,1 Millionen Leitungswasserschäden müssen die Versicherer demnach pro Jahr regulieren. Wenn Schäden am Haus, den Einbaumöbeln oder den Wänden entstehen, kommt die Wohngebäudeversicherung für den Schaden auf. Die Hausratversicherung zahlt hingegen, wenn Hausrat, Fernsehgeräte oder Laptops durch das Wasser kaputtgehen.

Auf 2,3 Milliarden Euro beziffert sich allein die Schadensumme, die Wohngebäudeversicherer im Jahr 2015 für Rohrbruchschäden geleistet haben. Und auch die Hausratversicherer mussten 230 Millionen Euro an ihre Versicherungsnehmer auszahlen. Stolze Summen, wenn man bedenkt, dass es hier allein um Schäden durch Leitungswasser geht!

Ärgerlich sind die hohen Kosten auch deshalb, weil sie vermeidbar wären, kommentiert GDV-Schadenexperte Oliver Hauner. “Eigentlich müssten Hausbesitzer nach rund 30 Jahren ihr Rohrleitungssystem überprüfen, wenn nicht sogar bereits sanieren lassen”, sagt der Fachmann. Viele Haus- und Wohnungsbesitzer würden aber die hohen Kosten scheuen.

Im Osten weniger Leitungswasserschäden

Schaut man sich an, wo in Deutschland die meisten Leitungswasserschäden auftreten, macht sich ein deutliches Ost- West- Gefälle bemerkbar. Das zeigt sich am sogenannten Schadenindex des GDV, der die Landkreise anhand Schadenaufwand und Versicherungssumme ins Verhältnis setzt. Auch wenn dieser Index unverbindlich ist, hat er Einfluss auf die Prämienkalkulation vieler Versicherer.

Die bundesweit meisten Leitungswasserschäden sind demnach in der Innen- und Südstadt von Köln zu beklagen, wo der Schadenindex 263 beträgt. Das bedeutet, hier sind mehr doppelt so viele Leitungswasserschäden zu beklagen wie im Bundesschnitt, der einen Index von 100 aufweist. Auch Krefeld (200) und Karlsruhe (192) werden oft von Rohrbrüchen heimgesucht.

In Ostdeutschland ist die Zahl der Leitungswasserschäden hingegen vergleichsweise niedrig. Hier liegt jeder einzelne Landkreis deutlich unter dem Bundesschnitt von 100: kein einzelner Landkreis hat im Osten einen Schadenindex von mehr als 80. Der GDV begründet dies damit, dass nach der Wende viele Häuser saniert wurden dabei oft auch die Rohre ausgetauscht wurden.

Die Gartensaison ist im vollen Gange. Und während das Gärtnern früher eher als spießige Beschäftigung für ältere Leute galt, finden auch immer mehr junge Leute Gefallen daran, Beete anzulegen, Rasen zu mähen und Hecken zu stutzen. Schließlich schmecken Gurken und Erdbeeren am besten, wenn man sie selbst angebaut hat. Mehr als 533.000 Kleingärten bestehen derzeit allein in den 130 größten Städten Deutschlands, so hat ein Onlineportal ermittelt.

Wer sich einen Garten zulegt, der sollte aber auch das Thema Versicherungsschutz nicht vernachlässigen. Beispiel Gartenhaus: Längst steht in vielen Gärten nicht einfach eine Laube, sondern ein richtig kleines Wohnhäuschen mit Fernseher und kompletter Inneneinrichtung. Vor allem, wenn sich der Garten nicht auf dem Grundstück des eigenen Hauses befindet, sind Nebengebäude oft nicht in der Wohngebäudeversicherung mitversichert. Hierfür muss unter Umständen ein Aufpreis bezahlt oder eine eigenständige Versicherung abgeschlossen werden.

Deshalb sollten Gartenbesitzer prüfen, ob und unter welchen Umständen das Gartenhäuschen im Rahmen der Wohngebäude-Police mitversichert werden kann. Hier lohnt auch ein Vergleich der Anbieter, da die Konditionen und Preise bei der Mitversicherung von Nebengebäuden variieren. Damit Schutz besteht, sollte das Gartenhaus explizit im Vertrag aufgeführt sein!

Hohes Diebstahl-Risiko in Gartenanlagen

Besonders gefährdet sind Kleingärten auch, weil sie ein beliebtes Ziel für Langfinger sind. Beispiel Sachsen: Allein im Jahr 2015 wurden fast 11.000 Straftaten in Kleingartenanlagen, Gartenlauben und Bungalows registriert, wie die Sächsische Polizei berichtet. Das mag kaum verwundern. Gerade nachts halten sich in vielen Kleingarten-Anlagen keine oder nur wenige Menschen auf, so dass Diebe hier gute Beute wittern.

Für Diebstahl und beschädigten Hausrat kommt in der Regel die Hausratversicherung auf. Aber auch hier gilt: Bewegliche Sachen oder Aufsitzrasenmäher sind in vielen Policen nicht automatisch mitversichert. Hier sollte also auch geprüft werden, ob ein Upgrade des Vertrages notwendig ist. Wichtig: Viele Versicherer schreiben zusätzliche Sicherungsmaßnahmen vor, damit sie für entwendete Gegenstände aufkommen. Sie zahlen dann für Gartenmöbel zum Beispiel nur, wenn diese zum Zeitpunkt des Diebstahls mit einem extra Schloss gesichert waren oder sich in einer Garage befanden.

Schwierig wird es auch, wenn Laptop, Kamera oder Handy in der Gartenlaube aufbewahrt werden. Für solche Geräte greift der Hausrat-Schutz in der Regel gar nicht oder nur in sehr begrenztem Umfang.

Wichtig kann für Gartenfreunde darüber hinaus eine Privathaftpflicht sein. Sie zahlt, wenn etwa ein morscher Baum nicht ausreichend gesichert wurde und auf das Auto des Nachbarn fällt. Hier sollte im Vertrag nachgelesen werden, ob auch für Umweltschäden Schutz besteht, etwa wenn Öl ausläuft und einen Bach verseucht. Ein Beratungsgespräch kann helfen, den passenden Schutz für den Kleingarten zu finden!