Es ist bitter: Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen hat ein Sturm starke Verwüstungen in Deutschland angerichtet. Herwart hieß der Übeltäter diesmal und wütete besonders dort, wo auch bereits Sturmtief Xavier seine Spuren hinterließ: in Nord- und Ostdeutschland. Dächer wurden abgedeckt, Bäume fielen auf Häuser und Straßen, in Städten wie Bremerhaven und Hamburg wurden viele Keller geflutet. Zwischenzeitlich kam im Norden fast der komplette Bahnverkehr zum Erliegen.

Gut, wenn man die richtigen Versicherungen hat. Hausbesitzer können sich mit einer Wohngebäudeversicherung gegen Sturmschäden an Gebäuden wappnen: Sie zahlt, wenn der Sturm mindestens Windstärke 8 bzw. 63 Stundenkilometer erreichte. Für Überschwemmungen muss hingegen eine extra Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden. Kommen Einrichtungsgegenstände, Markisen oder Satellitenschüsseln durch das Unwetter zu Schaden, zahlt die Hausratversicherung.

Schaden schnell melden!

Wer seinen Schaden noch nicht an den Versicherer gemeldet hat, sollte aber schnellstens handeln. In der Regel sollte die Schadensmeldung nämlich unverzüglich erfolgen. Dabei gibt es einiges zu beachten. Zum einen haben die Versicherten eine Schadenminderungspflicht: Sie müssen Sorge tragen, dass der Schaden nicht noch schlimmer wird. Zum Beispiel, indem ein defektes Fenster mit Folie abgedeckt wird.

Zum anderen muss der Versicherung aber die Gelegenheit eingeräumt werden, den Schaden durch einen eigenen Gutachter ermitteln zu lassen. Und das bedeutet, Hausbesitzer dürfen nicht einfach die beschädigte Sache auf eigene Faust reparieren lassen, ohne zuvor mit der Versicherung Rücksprache zu halten.

Reparaturen sollten nur in Rücksprache mit dem Versicherer beauftragt werden bzw. nachdem ein Sachverständiger des Versicherers vor Ort war. Auch sollten keine pauschalen Handwerkerleistungen vereinbart werden: Auch hier behält sich der Versicherer ein Mitspracherecht vor. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Schäden selbst gut zu dokumentieren, etwa mit Fotos, Videos oder Zeugen.

Nicht jeden Bagatellschaden melden!

Wenn nur kleine Schäden am Haus entstanden sind, die aus eigener Tasche bezahlt werden können, empfiehlt es sich, diese tatsächlich selbst zu zahlen und nicht an den Wohngebäude-Versicherer zu melden. Der Grund: zwar erhalten die Verbraucher ihren finanziellen Verlust umgehend ersetzt. Aber wer zu oft kleine Schäden in kurzer Zeit reguliert haben will, muss mit der Kündigung seines Vertrages rechnen.

Hierzu sind die Gesellschaften berechtigt, weil ihnen durch häufige Schadensmeldungen ein hoher Verwaltungsaufwand entsteht. Mitunter ist es danach schwierig einen neuen Vertrag zu finden, da speziell bei Überschwemmungen die eigene Adresse schnell in eine höhere Gefährdungsklasse nach dem Zürs-System eingestuft wird. Diese wird jährlich aktualisiert und orientiert sich daran, wie oft in einer Region Überschwemmung aufgetreten sind.

Hier sei auf die wichtigste Funktion einer Wohngebäude-Police hingewiesen: Sie soll hohe finanzielle Schäden absichern, die eben nicht selbst finanziert werden können. Schließlich entsteht bei derartigen Stürmen im schlimmsten Fall ein Schaden im fünf- oder gar sechsstelligen Bereich, wenn etwa das Gemäuer so schwer geschädigt wird, dass das Haus einsturzgefährdet ist. In solchen Fällen soll der Schutz greifen!

In den kalten Herbst- und Wintermonaten ist es länger dunkel. Das ruft leider auch Kriminelle auf den Plan. In den Monaten Oktober bis März ereignen sich 40 Prozent mehr Einbrüche in Häuser und Wohnungen, wie aktuell die Versicherungswirtschaft warnt.

Wenn sich die Bundesbürger am liebsten vor dem Kamin versammeln und in eine warme Decke kuscheln, werden Einbrecher umso aktiver. Um stolze 40 Prozent steigt die Zahl der Einbrüche in den Herbst- und Wintermonaten an. Das berichtet aktuell der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einer Pressemeldung.

Die Versicherer haben alle Einbrüche ausgewertet, für die eine Hausratversicherung einspringen musste. Von den durchschnittlich 140.000 Einbruchschäden pro Jahr, die von 2002 bis 2015 an die Versicherer gemeldet wurden, entfielen demnach 40 Prozent auf das Sommerhalbjahr und 60 Prozent auf die Winterzeit.

Der Grund ist klar: Dunkle Häuser locken die Übeltäter an. Sie wollen nämlich möglichst unbeobachtet bei ihren Einbrüchen agieren. Wenn in der Wohnung das Licht ausgeschaltet ist, sehen sie leichter, ob sich jemand darin befindet.

Die meisten Einbrüche ereignen sich tagsüber

Das bedeutet freilich nicht, dass die Einbrecher nachts kommen. Im Gegenteil: Mehr als die Hälfte aller Einbrüche (knapp 58 Prozent) ereignen sich tagsüber zwischen 10 und 18 Uhr, wie eine weitere Auswertung ergab. In der Nachtzeit zwischen 22 und 6:00 Uhr findet hingegen nur jeder siebte Einbruch (14,5 Prozent) statt.

Wenn in die Wohnung eingebrochen wurde, zahlt in der Regel die Hausratversicherung. Dennoch ist es natürlich besser, wenn es erst gar nicht so weit kommt. Hier sollte man sich informieren, welche Maßnahmen schützen: Oft sind schon kleine Sicherheitsvorkehrungen hilfreich, wie die Polizei berichtet. Schon eine automatische Lichtschaltung und gut gesicherte Fenstergriffe oder Türen tragen dazu bei, dass die Übeltäter von ihrem Werk ablassen.

Erneut greift eine Erpressungssoftware um sich: “Bad Rabbit” wütet vor allem in Russland und der Ukraine, hat aber auch schon Rechner in Deutschland befallen. Grund genug, noch einmal auf das Thema Cyber-Sicherheit hinzuweisen: und die entsprechenden Versicherungen hierzu. Denn speziell für kleine und mittelständische Unternehmer können solche Angriffe existenzbedrohend sein.

Ein neuer Erpressungstrojaner greift derzeit um sich: “Bad Rabbit” heißt die Schadsoftware, oder auf deutsch: “Böser Hase”. Dass es sich dabei um ein ernstes Problem handelt, zeigt die Tatsache, dass sogar die US-Regierung schon öffentlich davor warnte. Und dass durchaus große Unternehmen von der Ransomsoftware betroffen sind: und zwar derart, dass der Geschäftsbetrieb gestört wurde.

Wie die Nachrichtenagentur “Reuters” berichtet, hatte unter anderem der Flughafen in Odessa Probleme, es kam zu Verspätungen. Mehrere Tageszeitungen waren stundenlang nicht erreichbar. Und erste deutsche Rechner sollen infiziert sein, das Schadprogramm könnte schnell um sich greifen.

Existenzbedrohendes Risiko

Hackerangriffe und Schadsoftware bedeuten längst ein milliardenschweres Risiko für die deutsche Wirtschaft. Jedes Unternehmen kann es treffen, das irgendwie am Netz hängt und mit Computern arbeitet: sei es ein kleiner Online-Versandhandel, ein Handwerksbetrieb oder eine Autowerkstatt. Viele Firmen treffe ein solcher Angriff völlig unvorbereitet, berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die Schäden können existenzbedrohend sein.

Das zeigt sich auch bei “Bad Rabbit”. Die Erpresser-Software verschlüsselt wichtige Dateien auf dem Rechner und kann Programme schädigen. Der Nutzer wird sozusagen aus seinen eigenen Anwendungen “ausgesperrt”. Dann fordern die Erpresser ein Lösegeld in Form von Bitcoins, damit sie die Programme wieder freischalten. In der Regel erleben die Betroffenen eine böse Überraschung: auch nach Zahlung des Geldes können sie nicht mehr auf die Dateien zugreifen, denn oft sind sie irreparabel beschädigt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in früheren Fällen davon abgeraten, den Kriminellen Geld zu überweisen.

Die Konsequenzen eines solchen Angriffes können bitter sein. Die Produktion muss unter Umständen gestoppt, Waren können nicht ausgeliefert werden. Wichtige Kundendaten sowie die Korrespondenz gehen auch verloren. Oft dauert es Tage oder sogar Wochen, bis alles wieder derart hergestellt ist, dass der Geschäftsbetrieb wie gewohnt weitergeführt werden kann. In der Zwischenzeit müssen trotzdem Löhne gezahlt werden – im Zweifel auch Schadensersatz für nicht erbrachte Leistungen. Und wenn sensible Kundendaten entwendet werden, steht sogar ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz im Raum.

Cyberversicherung – junge, aber wichtige Sparte

Aufgrund der potentiell hohen Schäden stellt sich die Frage, wie man sich finanziell vor den Folgen von Hacker-Angriffen schützen kann. Hier kommt die sogenannte Cyber-Versicherung ins Spiel. In Deutschland ist diese Sparte noch vergleichsweise jung und wenig verbreitet. Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Bitcom haben nur 27 Prozent der Unternehmer eine entsprechende Police abgeschlossen. Doch die Anbieter haben auch für kleine Unternehmen passgenauen Schutz.

Der Versicherungsdachverband GDV hat im Frühjahr Musterbedingungen für Cyber-Versicherungen vorgelegt. Diese enthalten unverbindliche Empfehlungen, was eine solche Police mindestens enthalten soll. Unter anderem ist hierin eine Art Haftpflicht-Baustein für Drittschäden vorgesehen, wenn Kunden wegen der Attacke ihre Leistung nicht erhalten und Schadenersatz fordern. Mit Blick auf Eigenschäden sollte die Betriebsunterbrechung abgesichert sein. Weitere Leistungen sind für die Krisenkommunikation, die Wiederherstellung der Computersysteme und den Ausfall des Gewinnes vorgesehen.

Aber natürlich ist es am besten, wenn erst gar nicht etwas passiert. Deshalb sollten Unternehmer gemeinsam mit Fachleuten ein Cyber-Risikomanagement implementieren. Mitunter helfen schon kleine Schritte: Sicherheits- und Antiviren-Programme aktuell halten und regelmäßig updaten, verdächtige Email-Anhänge nicht öffnen, regelmäßig Back-ups durchführen. Schließlich geht es um die Existenz der eigenen Firma!

Der Herbst ist auch Zeit der Wildunfälle: Sie treten umso häufiger auf, je länger dunkel ist. Wer in solch einen Unfall verwickelt wird, sollte sich eine Wildschadensbescheinigung ausstellen lassen. Sonst droht Ärger mit dem Kfz-Versicherer.

Alle zweieinhalb Minuten ereignet sich in Deutschland ein Wildunfall. Und gerade im Herbst sind Autofahrer besonders bedroht, in einen solchen verwickelt zu werden. Dann nämlich setzt nicht nur die Dämmerung zeitiger ein. Die Tiere begeben sich auch vermehrt auf Wanderschaft, weil sie ihre Futtergründe aufsuchen oder das Winterquartier, berichtet der Deutsche Jagdverband (DJV).

Wie aber sollten sich Autofahrer verhalten, wenn sie mit einem Waldtier zusammenstoßen? Fest steht: Wer sich einfach so vom Unfallort entfernt, kann Ärger mit seinem Versicherer bekommen – und dieser vielleicht sogar eine Regulierung des Schadens ablehnen.

Wildschadensbescheinigung ist sinnvoll!

Wie der Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute (BVK) derzeit warnt, sollten sich Autofahrer eine sogenannte Wildschadensbescheinigung ausstellen lassen, damit der Versicherer genau weiß, wann und wo sich der Unfall ereignet hat. Zuständig hierfür ist die Polizei oder lokale Forstbehörde. Nur bei Kleintieren ist eine solche Bescheinigung nicht erforderlich.

Natürlich erfordert ein Wildunfall auch eine besondere Sorgfalt an der Unfallstelle. Zunächst sollte eine Warnweste übergezogen und der Ort durch ein Warndreieck abgesichert werden – um andere Autofahrer zu warnen.

Und selbst, wenn das Tier noch so niedlich ist: man sollte ein verletztes Wildtier nicht einfach anfassen oder gar zum Tierarzt bringen wollen. Denn gerade bei einer schweren Verwundung ist nicht auszuschließen, dass es aggressiv auf den Menschen reagiert, man sich also selbst gefährdet. Der hinzugerufene Förster bzw. die Polizei werden entscheiden, was mit dem Tier geschehen soll.

Teil- oder Vollkasko?

Bezüglich des Versicherungsschutzes lohnt ein Blick in den Vertrag. Teilkasko-Versicherungen ersetzen in der Regel Unfälle mit Haarwild: wenn überhaupt. Dazu gehören beispielsweise Wildschweine oder Hirsche. Doch manche Versicherer schließen sogar das aus oder verlangen hierfür einen Zusatzbeitrag.

Die Teilkasko zahlt auch, wenn man aufgrund eines Tieres auf der Straße ausweichen musste und dabei der Unfall entstand. Allerdings muss der Fahrer dann nachweisen, dass tatsächlich ein Tier auf der Straße stand. Gerade bei kleineren Tieren empfiehlt es sich deshalb, nicht auszuweichen: so bitter das für den Tierfreund auch sein mag.

Wird der Unfall hingegen durch einen großen Vogel oder gar eine entlaufene Ziege verursacht, ist in der Regel eine Vollkasko-Police erforderlich. Hier sollte zumindest genau nachgelesen werden, was in welchem Umfang versichert ist.

Die Wechselsaison in der Kfz-Versicherung läuft auf Hochtouren. Denn die meisten Versicherer haben eine Kündigungsfrist von einem Monat vor Ende des Kalenderjahres festgelegt. Wer sich einen neuen Schutz suchen will, muss bis zum 30. November seinen Altvertrag gekündigt haben. Entscheidend ist hierbei, wann der Vertrag den Versicherer erreicht, also das Zustellungsdatum – nicht, wann die Kündigung losgeschickt wurde. Doch man sollte nicht um jeden Preis wechseln.

Tatsächlich haben Versicherer und Vergleichsportale damit begonnen, für einen Wechsel des Autoversicherers zu werben. In der Regel wird dabei die Prämie als Argument angeführt: Man könne mit einem neuen Kfz-Versicherer viel Geld sparen. Doch das ist heimtückisch. Wer alleine auf den Preis der Versicherung schaut und vorzeitig seine alte Police kündigt, könnte im schlimmsten Fall wichtige Leistungen verlieren. Auch in der Kfz-Versicherung gilt: Vertrag ist nicht gleich Vertrag!

Auf die Leistungen kommt es an!

Beispiel Marderbiss: Manche Kasko-Versicherer erbringen nur für die direkten Schäden eines solchen Bisses eine Leistung, nicht aber für Folgeschäden. Das ist deshalb fatal, weil Motordefekte fast immer aus den Folgeschäden resultieren: zum Beispiel, wenn ein Kabel für die Kühlung durchbissen wurde und der Motor überhitzt. Schnell hat man dann einen Totalschaden, für den der Versicherer nicht aufkommt.

Ebenfalls wichtig: Der “Verzicht auf Einrede grober Fahrlässigkeit”. Zwar hat es in der Haftpflicht-Versicherung in der Regel keine Folgen, wenn der Versicherer grob fahrlässiges Verhalten ausschließt. Anders hingegen beim Vollkasko-Schutz, wenn also der Schaden am eigenen PKW ersetzt werden soll. Dann kann der Versicherer – abhängig vom Einzelfall – eine Zahlung schon verweigern, wenn man versehentlich bei Rot fuhr. Oder, wenn der Unfall daraus resultierte, dass man am Autoradio einen anderen Sender suchte.

Rabattregeln beachten!

Auch hinsichtlich der Rabatt-Vereinbarungen lohnt ein Blick in den Vertrag. Manche Versicherer bieten zum Beispiel Preisnachlässe, wenn das Auto nachts in der Garage parkt – aber nicht alle. Oder sie gestatten es, dass man den Zweitwagen günstiger mitversichert.

Auch der sogenannte Rabattretter kann verloren gehen, die in der Regel bei Altverträgen bis 2012 Vertragsbestandteil waren. Der Rabattretter verhindert zwar keine Rückstufung in der Schadensfreiheitsklasse. Allerdings wird der Versicherungsnehmer nur so weit zurückgestuft, dass dies nicht zu einem höheren Beitrag führt. Der Rabattretter ist vom Rabattschutz zu unterscheiden: dieser verhindert, dass der Autofahrer nach einem einmaligen Unfall, den er selbst verursacht hat, zurückgestuft wird.

Gerade wenn Versicherte einen Unfall gebaut haben und vom Rabattschutz Gebrauch machten, ist Vorsicht geboten. Bei einem Wechsel der Versicherung wird dem neuen Anbieter nämlich jene Schadensfreiheitsklasse gemeldet, die ohne Rabattschutz bestehen würde: der Wechsler wird also zurückgestuft. Grundsätzlich lohnt sich ein Blick, wie der Versicherer mit Rückstufungen umgeht.

Fazit: Der Wechsel zu einer neuen Kfz-Versicherung kann sich lohnen, weil die Versicherer auf einem umkämpften Markt auch bei ihren Klauseln nachbessern. Dennoch sollten hierbei die Leistungen im Auge behalten werden: sowohl beim alten wie beim gewünschten neuen Vertrag. Sonst erlebt man beim neuen Anbieter schnell eine böse Überraschung, wenn es doch zu einem Kaskoschaden kommt.

Wer sich vor Hochwasser-Risiken schützen will, der braucht in der Regel eine Elementarschadenversicherung. Sie wird als Extrabaustein zur Wohngebäude-Police oder eigenständiger Vertrag angeboten. Wie teuer so ein Schutz ist und ob man ihn ohne weiteres bekommt, hängt auch davon ab, in welche Gefahrenklasse nach dem Zürs-System die eigene Adresse eingestuft wird. Diese Daten wurden nun überarbeitet, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einem Pressetext berichtet.

Das Zonierungssystem für Überschwemmung, Rückstau und Starkregen (ZÜRS Geo) ist ein geografisches Informationssystem der deutschen Versicherungswirtschaft, das mehr als 21 Millionen Häuser und Adressen beinhaltet. Vergleichbar mit einer Landkarte, zeigt es, wo ein niedriges Hochwasserrisiko besteht und wo ein hohes.

Vier Gefährdungsklassen

Insgesamt vier Gefährdungsklassen gibt es. In Gefahrenklasse 1 tritt eine Überschwemmung seltener als alle zweihundert Jahre auf: Hier lassen sich Häuser sehr leicht versichern. Die Mehrheit der erfassten Häuser, nämlich 19,5 Gebäude, sind der niedrigsten Gefährdungsklasse zuzuordnen.

In der höchsten Gefahrenklasse 4 jedoch ist binnen 10-Jahres-Frist mit Hochwassern zu rechnen: entsprechend teuer kann hier der Schutz sein.

Doch der Dachverband der Versicherer hat gute Nachrichten für Hausbesitzer: Viele profitieren von besseren Einstufungen. Während für rund 92.500 Gebäude die Gefahrenklasse sinkt, sind nun 43.200 Häuser in einer höheren Risikozone.

Dabei profitieren gerade in den Bundesländern Baden-Württemberg und Hessen viele Immobilieneigner davon, dass nun eine genauere Messung der Daten möglich ist. In Baden-Württemberg konnten knapp 60 Prozent und in Hessen 40 Prozent der Adressen der Gefahrenklasse 4 einer niedrigen zugeordnet werden.

Elementarschutz ist wichtig!

Auch, wer ein Haus in einer hohen Gefahrenklasse oder gar in der höchsten besitzt, sollte sich um eine Elementar-Police kümmern. Viele Bundesländer sind künftig nicht mehr bereit, bei Unwetter-Katastrophen den Steuerzahler zur Kasse zu bitten: Hilfsgelder gibt es dann nur noch, wenn der Hausbesitzer nachweist, sich vergeblich um einen privaten Vertrag gekümmert zu haben. In Deutschland sind derzeit 99 Prozent aller Häuser versicherbar, berichtet der GDV. Hier kann ein ausführliches Beratungsprotokoll als Beweis dienen, dass man sich bemüht hat eine entsprechende Police zu finden.

Nicht nur für privat Krankenversicherte lohnt sich ein Blick auf die Beiträge. Spätestens, seitdem die Bundesregierung es den Krankenkassen erlaubt hat, einen individuellen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern zu erheben, ist die Höhe der Prämien auch in der gesetzlichen Krankenversicherung ein Thema. Im kommenden Jahr könnten die Zusatzbeiträge in der GKV leicht sinken.

Gesetzlich krankenversichert – da muss ich doch nicht auf die Höhe der Versicherungsprämie schauen? So denken viele Mitglieder der Krankenkassen, denn die Wechselbereitschaft ist laut mehrerer Studien gering. Ganz so einfach ist es aber doch nicht mehr: Auch gesetzlich Versicherte müssen die Prämien zunehmend im Auge behalten.

Die Krankenkasse darf mehr verlangen

Seit 2015 dürfen die gesetzlichen Versicherer einen kassenindividuellen Zusatzbeitrag von ihren Mitgliedern erheben, den sie auf den Arbeitgeber- und Arbeitnehmeranteil von 14,6 Prozent einfach draufpacken. Diesen Zusatzbeitrag müssen die Beschäftigten alleine stemmen. Und da gibt es bei den Kassen durchaus große Unterschiede. Von 0,3 bis 1,8 Prozent vom Bruttolohn reichen derzeit die Aufschläge.

Doch der Schätzerkreis der Krankenkassen hat gute Nachrichten für die Versicherten. Der durchschnittliche Zusatzbeitrag könnte nämlich im kommenden Jahr sinken, wenn auch nur minimal. Beträgt er derzeit 1,1 Prozent, so soll er dann auf 1,0 Prozent absinken. Gründe hierfür sind unter anderem die gute Konjunktur und die gute Beschäftigungslage. Dem Schätzerkreis gehören Mitglieder des Bundesgesundheitsministeriums, Bundesversicherungsamtes sowie des Krankenkassen-Spitzenverbandes an.

Krankenkasse muss Mitglieder rechtzeitig informieren

Es lohnt sich also, die Zusatzbeiträge im Auge zu behalten. Wie aber erfahre ich, wie sich die Prämien entwickeln? Ändert der eigene Kassenanbieter seine Prämie, so ist er verpflichtet, die jedes einzelne Mitglied rechtzeitig darüber zu informieren. Das muss spätestens im Vormonat vor der erstmaligen Fälligkeit passieren. Dann haben die Versicherten ein einmonatiges Sonderkündigungsrecht, falls der Beitrag steigt.

Die Höhe des Zusatzbeitrages sollte aber nicht alleiniges Entscheidungskriterium für eine Kasse sein. Denn im schlimmsten Fall hat der Versicherer deshalb eine niedrigere Prämie, weil er bei Service oder Leistungen knausert. Diese sind zwar zum Großteil gesetzlich vorgeschrieben. Aber gerade bei den freiwilligen Leistungen gibt es große Unterschiede bei den Kassenanbietern. Wer also mit seiner Krankenkasse zufrieden ist, weil er im Falle einer Krankheit schnell und gut Unterstützung bekam, hat einen guten Grund, bei diesem Anbieter zu bleiben – trotz einer höheren Zusatzprämie.

Viele Studenten sind Vorsorge-Muffel, wenn es um die eigenen Finanzen geht. Das belegt eine aktuelle Umfrage des Analysehauses YouGov. Doch dieses wichtige Thema sollte nicht vernachlässigt werden: Oft helfen schon kleine Beträge, sich ein finanzielles Polster aufzubauen.

Soeben sind an deutschen Universitäten die Studenten ins neue Semester gestartet. Vielerorts werden Rekord-Einschreibezahlen verkündet: unter anderem in Berlin und Bayern. Keine Frage, ein Studiumsabschluss erfreut sich ungebrochener Nachfrage. Zum Jahresanfang 2017 waren 2,8 Millionen Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben.

Doch ein Thema haben die angehenden Akademiker nicht auf dem Semesterplan: die finanzielle Vorsorge. Im Gegenteil, viele Studierende drücken sich um das Thema. Laut einer aktuellen Yougov-Umfrage im Auftrag eines großen Versicherers geben 55 Prozent der Studenten an, für ihre Zukunft nicht gut vorzusorgen.

Ein wichtiger Grund für die Vorsorge-Muffelei ist schnell gefunden: Das Budget reicht vermeintlich nicht. So sagen 75 Prozent der Abstinenzler, “Ich kann es mir finanziell nicht leisten”. Hier fordern steigende Mieten und Lebenshaltungskosten in vielen Uni-Städten ihren Tribut. Beispiel Berlin: Die Durchschnitts-Miete liegt selbst für ein WG-Zimmer bei 400 Euro, so hat das Mosel-Mendelssohn-Institut (MMI) ermittelt. Da reicht für viele selbst das Bafög kaum aus.

Dennoch sollten Studentinnen und Studenten auf die finanzielle Vorsorge nicht verzichten, wenn es sich irgendwie einrichten lässt. Hier sei auf den Zinseszins-Effekt verwiesen: Er bewirkt, dass man umso weniger Geld zurücklegen muss, je zeitiger man damit beginnt. Der Grund ist schnell erklärt. Werden Zinserträge aus Kapitalanlagen erneut investiert, werfen sie wiederum Zinsen ab: Es erhöht sich der Anlagebetrag. Und in den nachfolgenden Perioden steht mehr Geld zur Verfügung, das wiederum verzinst werden kann. Deshalb helfen selbst kleine Beträge, sich ein finanzielles Polster für spätere Zeiten aufzubauen.

Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Vorsorge an die sich wandelnden Bedürfnisse angepasst werden kann. Schließlich studiert man nicht ein ganzes Leben lang, sondern verdient auch mal deutlich mehr Geld, will vielleicht Kinder bekommen und sich ein Haus bauen. Hier sollte die Geldanlage entsprechend flexibel sein. Auch auf ein ausgewogenes Verhältnis von Sicherheit und Rendite sollte geachtet werden.

Ein weit verbreitetes Vorurteil ist übrigens, dass deutsche Studenten sich allein ihrem Studium widmen. Die meisten arbeiten nebenbei, berichtet der Dachverband der Studentenwerke anhand einer repräsentativen Umfrage: 68 Prozent aller Studierenden haben einen Job. Welche Versicherungen und Vorsorgeformen sich für die angehenden Akademiker empfehlen, klärt ein Beratungsgespräch!

Pferdehalterhaftpflichtversicherung: Eine Reitbeteiligung bietet die Chance, das eigene Pferd auch anderen für einen Ausritt zu überlassen. Dabei haben Pferdehalter aber hohe Haftungsrisiken. Das musste aktuell eine Pferdebesitzerin erfahren, deren Bekannte vom Ross gestürzt war und nun querschnittsgelähmt ist.

Der Halter eines Pferdes haftet auch für Schäden, die das Tier im Rahmen einer Reitbeteiligung verursacht – selbst dann, wenn er zum Unglückszeitpunkt gar nicht selbst geritten ist. Das hat das Oberlandesgericht Nürnberg (OLG) mit einem aktuellen Urteil bestätigt, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

Pferd ging durch – auch der Halter haftet

Im verhandelten Rechtsstreit hatte eine Frau mit der Besitzerin eines Pferdes eine Reitbeteiligung geschlossen. Sie zahlte 100 Euro im Monat, um das Tier dreimal wöchentlich reiten zu dürfen. Bei einem dieser Ausritte kam es aber zu einem Unfall. Das Pferd ging durch und warf die Frau ab: Seitdem ist die Reiterin querschnittsgelähmt.

Die gesetzliche Krankenkasse der verunglückten Reiterin kam daraufhin auf die Halterin des Pferdes zu. Sie sollte die gesamten Arztkosten übernehmen. Obwohl die Besitzerin selbst nicht ritt, muss sie nun tatsächlich 50 Prozent der Behandlungskosten zahlen. Das bestätigte der vierte Zivilsenat des Oberlandesgerichtes Nürnberg: Pferdehalterin und verunglückte Reiterin müssen sich nun die Kosten teilen.

Der Grund: Auch bei einer Reitbeteiligung bleibe die Halterin des Tieres in der Haftung, weil sie weiterhin das Bestimmungsrecht über das Tier besitzt und Aufwendungen wie Futter und Versicherung trägt. Die Reitbeteiligung sei hingegen “Tieraufseherin”, wenn sie mit dem Pferd ausreite. Das beinhalte zwar bestimmte Sorgfaltspflichten gegenüber dem Tier – führe aber nicht dazu, dass Haftungsansprüche auf sie übergehen (Urteil vom 29.03.2017, Az. 4 U 1162/13).

Pferdehalterhaftpflicht – Reitbeteiligung eingeschlossen?

Im konkreten Rechtsstreit konnte nicht genau der Unfallhergang rekonstruiert werden, so dass die Frage offen blieb, ob die verunglückte Reiterin den Unfall dadurch verursachte, dass sie das Pferd unsachgemäß behandelte. Ebensogut ist anzunehmen, dass das Pferd ohne Grund plötzlich losrannte und es deshalb zu der Verletzung kam. Deshalb müssen nun beide Frauen gleichermaßen für 50 Prozent der Kosten einstehen.

Der Rechtsstreit zeigt, wie wichtig es ist, in Pferdehalterhaftpflicht-Policen die versicherten Leistungen zu beachten. Denn nicht jeder Versicherer springt ein, falls einer dritten Person das Pferd für eine Reitbeteiligung überlassen wird. Gerade, wenn Menschen schwer verletzt werden, kann sich eine Reitbeteiligung so als Schuldenfalle entpuppen. Hier gilt es, mit dem richtigen Haftpflicht-Vertrag vorzusorgen!

Gestern war es wieder soweit: Die Bundesrepublik musste am eigenen Leib spüren, was Naturgewalten alles auslösen können. Sturm Xavier fegte über das Land hinweg und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Bäume wurden entwurzelt und Häuser beschädigt, in Berlin und weiten Teilen Norddeutschlands musste der Zugverkehr eingestellt werden. Besonders bitter: Sieben Menschen verloren sogar ihr Leben, weil sie von Bäumen oder anderen Gegenständen erschlagen wurden.

Welche Versicherung aber zahlt für Schäden, die derartige Stürme verursachen? Hausbesitzer können aufatmen, wenn sie eine Wohngebäudeversicherung besitzen. Diese kommt für Sturmschäden auf, sofern der Wind mit mindestens Stärke 8 um die Häuser blies, also eine Geschwindigkeit von 63 Stundenkilometern und mehr erreichte.

Ob der Sturm ausreichend stark war, ist unter anderem beim Deutschen Wetterdienst in Erfahrung zu bringen. Bei Xavier aber dürften keine Zweifel bestehen: Er erreichte laut Presseberichten vielerorts eine Spitzengeschwindigkeit von 178 Stundenkilometern. Für Überschwemmungsschäden muss jedoch zusätzlich eine spezielle Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden, wenn Unwetter auch mit schweren Regenfällen einhergehen.

Wurden auch Markisen und Satellitenschüsseln durch den Sturm in Mitleidenschaft gezogen, zahlt eine gute Hausratversicherung. Diese übernimmt auch Schadenskosten für anderen Hausrat, der bei Unwetter beschädigt wird: Etwa, wenn durch ein Loch im Dach die Möbel feucht werden oder der Teppich. Für Glasschäden sollte darauf geachtet werden, ob dieser Baustein laut Hausrat-Vertrag eingeschlossen ist. In der Regel muss hierfür ein Aufpreis gezahlt werden.

Schäden am Auto sind in der Regel durch die Kfz-Teilkasko abgedeckt. Das dürfte auch diesmal wieder für viele Autofahrer relevant sein. Wie die Lokalzeitungen berichten, wurden in vielen Regionen geparkte PKW durch umstürzende Bäume oder umherfliegende Gegenstände geschädigt. Hier dürfte auf die Kfz-Versicherer ein hübsches Sümmchen zusammenkommen, das sie an ihre Kunden überweisen müssen.

Viele Bahnreisende mussten auch in fremden Städten übernachten, weil der Zugverkehr teils komplett eingestellt wurde. Wer trägt diese Kosten? Wie der Twitter-Account der DB Bahn informiert, können entstehende Hotelkosten nachträglich geltend gemacht werden. Tickets für ausgefallene Verbindungen sollen ebenfalls bis zum 15. Oktober ihre Gültigkeit behalten oder können erstattet werden. Allerdings muss ein spezielles Formular bei der Bahn ausgefüllt werden, um Kosten erstattet zu bekommen, auch sollte das Ticket noch vorhanden sein. Das Formular ist unter folgender Adresse abrufbar:

https://www.bahn.de/p/view/service/auskunft/fahrgastrechte/entschaedigung.shtml