Die Kälte hat Deutschland fest im Griff: Frostige Temperaturen weit unter Null werden wohl noch bis spätestens Donnerstag die Republik bibbern lassen. Das bedeutet freilich auch Pflichten für Hausbesitzer. Sie müssen Vorsorge tragen, dass Häuser und Wohnungen ordentlich beheizt sind – sonst steht der Schutz durch die Wohngebäudeversicherung auf dem Spiel. Denn geplatzte Leitungsrohre kosten die Versicherungswirtschaft jedes Jahr Milliarden.

Deutschland fröstelt unter eisigen Temperaturen. Zwar ist es nicht überall so kalt wie auf der Zugspitze, wo in der Nacht zum Dienstag -30,4 Grad gemessen wurden. Doch auch in vielen anderen Regionen wurden Temperaturen von -15 Grad und kälter gemessen. Schuld ist Hoch “Hartmut” und eine Besserung vorerst nicht in Sicht. Bis Ende der Woche soll es bitterkalt bleiben, informiert der “Deutsche Wetterdienst” (DWD).

Das bedeutet auch Pflichten für Hausbesitzer. Wenn sie diese nicht erfüllen, steht unter Umständen der Schutz durch die Wohngebäudeversicherung auf dem Spiel, warnt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aktuell auf seiner Webseite. Wichtigste Regel: Das Haus muss ausreichend beheizt sein, damit Heizungs- und Wasserrohre keinen Frostschaden erleiden. Entsprechende Regeln befinden sich oft in den Allgemeinen Wohngebäude-Bedingungen der Versicherer. Und auch der Hausratversicherer kann -abhängig von den Vertragsbedingungen- seine Leistung kürzen, wenn es aufgrund allzu sorglosen Umgangs mit der Kälte zu Schäden am Hausrat und an Möbeln kam.

Achtung!: Die Pflicht zu heizen besteht nicht nur für das Hauptgebäude, sondern auch mitversicherte Nebengebäude, Ferien- oder Zweitwohnungen. Oft wird hier der Kälteschutz vergessen, wenn die Gebäude unbewohnt sind. Hier reicht es mitunter nicht, das Heizungsventil auf die Frostschutz-Einstellung zu drehen: in der Regel gekennzeichnet durch ein Schneeflocken-Symbol. Laut GDV verhindert die Frostschutzstellung zwar, dass der Heizkörper einfriert – aber Rohre, die entfernt vom Heizkörper verlegt seien, würden eben nicht ausreichend beheizt und können folglich zufrieren. Also besser etwas mehr heizen!

Darüber hinaus sollten Wasserrohre im Freien oder in selten benutzten Räumen geleert und die Wasserzufuhr abgestellt werden. Auch so verhindert man, dass sie Schaden nehmen.

Dass ein Wasserrohrbruch kein unwahrscheinlicher Fall ist, zeigt die hohe Zahl an Schäden. Die Versicherungswirtschaft zahlte laut GDV im Jahr 2016 mehr als 2,8 Milliarden Euro für 1,3 Millionen geplatzte Leitungsrohre. Die Wohngebäudeversicherung zahlt, wenn Schäden direkt am Gebäude entstehen, etwa die Wände, Heizungsanlage oder auch fest verbaute Teppiche Schaden nehmen. Für Schäden an Möbeln, Gardinen oder Elektrogeräten kommt die Hausratversicherung auf.

Eine Grippewelle hat Deutschland ergriffen. Einige Experten raten dazu, sich immer noch impfen zu lassen: aber mit der sogenannten Vierfachimpfstoff, der besser gegen den weit verbreiteten Influenza-B-Virus schützt. Das Problem: Die Kosten dieses Impfstoffes werden derzeit nur von den privaten Krankenversicherern übernommen, nicht aber den gesetzlichen Krankenkassen.

Eine Grippewelle hat Deutschland im Griff! Und damit ist nicht etwa eine einfache Erkältung gemeint oder ein sogenannter grippaler Infekt, der oft nur kurz anhält und vergleichsweise harmlos ist. Sondern eine “richtige” Influenza, die oft stationär behandelt werden muss. Seit Beginn der Grippe-Saison sind bereits 23.000 Menschen erkrankt, so berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI). Und 136 Menschen verloren sogar aufgrund der Krankheit ihr Leben.

Das lässt bei vielen Menschen die Frage laut werden, ob sich jetzt noch eine Impfung lohnt. Normalerweise empfehlen Gesundheitsexperten, dass sich die Menschen in den Herbstmonaten Oktober und November gegen Influenzaviren impfen lassen: Folglich dann, wenn die Grippe noch nicht wütet. Schließlich braucht der Schutz vierzehn Tage, bis er voll wirkt.

Aber auch jetzt könne eine Impfung noch sinnvoll sein, empfiehlt beispielsweise RKI-Expertin Susanne Glasmacher in einem Interview mit “Stern Online”. Das gelte vor allem für Risikogruppen, etwa ältere Menschen ab 60 Jahre. Denn eine Grippewelle könne drei bis vier Monate dauern.

Das Problem hierbei: In diesem Jahr greift vor allem der Influenza-Typ B “Yamagata” um sich. Rund drei Viertel der Neuinfektionen lässt sich darauf zurückführen. Dieser Typ ist nicht nur sehr heimtückisch, weil er direkt das Herz angreift, wodurch sich das Infarktrisiko erhöht. Die Krankenkassen ersetzen nur den sogenannten Dreifach-Impfstoff, der weit schlechter gegen diesen Typus schützt, aber billiger ist. Der weit besser wirkende Vierfachschutz wird nur von den privaten Krankenversicherern übernommen.

Wer sich noch impfen lassen will, sollte dennoch den Vierfachimpfstoff bevorzugen, raten die Experten. Und nachfragen, ob die Krankenkasse vielleicht dennoch einspringt. Denn diese geraten unter Druck. Tobias Welte, Direktor der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), hat am Freitag kritisiert, dass in diesem Jahr wieder der falsche Impfstoff empfohlen worden sei. Und auch die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Ingrid Fischbach (CDU), setzt sich dafür ein, dass die Kassen den teureren Schutz übernehmen müssen.

Ob und wann die Impfempfehlung geändert wird, so dass auch die Kassen für die Vierfachimpfung zahlen, entscheidet der zuständige Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Spätestens zum kommenden Jahr könnte dann der Vierfachschutz Pflichtleistung auch für die Krankenkassen sein. Schließlich ist es für die Anbieter unter Umständen teurer, die teuren Folgekosten zu bezahlen: Behandlung, Reha, Medikamente etc. Wer sich in diesem Jahr nicht impfen lassen will, sollte dann spätestens im kommenden Herbst einen entsprechenden Schritt in Erwägung ziehen. Und den Rat seines Hausarztes einholen, ob und wie man sich impfen lassen kann.

Wenn Selbstständige gegen ihren Berufsunfähigkeitsversicherer klagen wollen, dürfen sie dafür eine private Rechtsschutzversicherung in Anspruch nehmen. Der Rechtsschutzversicherer kann demnach seine Unterstützung nicht verweigern, weil er in dem BU-Schutz ein gewerbliches Risiko sieht und kein privates. Das hat mit einem aktuellen Urteil das Landgericht Düsseldorf bestätigt.

Im konkreten Rechtsstreit wollte der Inhaber einer Druckerei seinen Berufsunfähigkeitsversicherer verklagen. Aufgrund einer Augenkrankheit musste der Unternehmer seinen Job aufgeben. Doch als er seine BU-Rente beantragte, behauptete die Versicherung, dass keine Berufsunfähigkeit zu mindestens 50 Prozent vorliege, was zu der Leistung berechtigt hätte. Stattdessen wollte der Versicherer “aus Kulanzgründen” nur 50 Prozent der Rente auszahlen – inklusive einer Beitragsbefreiung zugunsten des Versicherten.

Doch das war dem Mann nicht genug und so wollte er den BU-Versicherer verklagen. Als er hierfür seine private Rechtsschutzversicherung in Anspruch nehmen wollte, verweigerte auch sie ihre Unterstützung. Die Begründung: Der Berufsunfähigkeits-Schutz betreffe ein gewerbliches Risiko. Hierfür hätte der Freiberufler eine gewerbliche Versicherung beanspruchen müssen.

Doch das wollte sich der Mann nicht bieten lassen. Er klagte mit Erfolg, denn auch die Richter des Landgerichtes Düsseldorf bestätigten, dass der Rechtsschutzversicherer den Unternehmer im Kampf um seine BU-Rente unterstützen muss. Das Berufsunfähigkeits-Risiko falle grundsätzlich in den privaten Bereich und sei auch mit solch einer privaten Rechtsschutz-Police abgesichert, so betonten die Richter. Klingt seltsam? Die Begründung ist aber einfach:

Stark vereinfacht argumentierte das Gericht, dass eine BU-Rente ja dazu diene, den privaten Lebensstandard aufrecht zu erhalten, wenn man im Job ausscheidet, und auch private Kosten bedient werden sollen. Auch sei der BU-Versicherer gerade dann verpflichtet mit einer Rente einzuspringen, wenn derjenige seinen Beruf eben nicht mehr ausüben könne. Deshalb falle das Berufsunfähigkeits-Risiko in den privaten Bereich (Urteil vom 14. August 2017, Az.: 9 O 30/17).

Grundsätzlich empfiehlt sich, zusätzlich zu einer BU-Versicherung auch eine Rechtsschutzpolice zu vereinbaren. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass dieser Vertrag bei einem anderen Anbieter abgeschlossen wird. Denn der Rechtsschutzversicherer macht seine Unterstützung auch davon abhängig, wie gut die Erfolgschancen sind – die wird er wohl herabstufen, wenn die Klage gegen ihn selbst gerichtet ist.

Eine Risikolebensversicherung empfiehlt sich auch für junge Familien, um einander gegenseitig abzusichern. Denn wird ein Haus gebaut oder ein Kind geboren, kann es schnell den sozialen Abstieg bedeuten, wenn ein geliebter Partner aus dem Leben scheidet. Auch Kinder lassen sich mit einer solchen Police absichern.

Keiner denkt gern darüber nach, was einmal passiert, wenn man nicht mehr auf der Welt ist. Und schon gar nicht, wenn das Glück an die Tür klopft und man soeben mit einem geliebten Menschen eine Familie gegründet hat. Dennoch: Wie geht es weiter, wenn eine Familie durch einen Schicksalsschlag auseinandergerissen wird? Dieser Frage sollten junge Menschen wenigstens kurz Beachtung schenken, abhängig von ihrer Lebenssituation. Denn im schlimmsten Fall droht den Hinterbliebenen eine hohe Schuldenlast.

Es ist ein trauriger Fakt: Vielen Familien droht wirtschaftliche Not, wenn ein geliebter Partner aus dem Leben scheidet. Das zeigt sich zum Beispiel an der hohen Zahl von alleinerziehenden Frauen und Männern, die mit Sozialleistungen aufstocken müssen: immerhin jede(r) Dritte ist davon betroffen. Und im Schnitt zahlt die deutsche Rentenkasse nur eine Hinterbliebenen-Rente von 530 Euro im Monat aus: Wenn die Betroffenen überhaupt einen Anspruch erworben haben. Die finanziellen Sorgen gesellen sich dann zum seelischen Leid hinzu.

Hier kommt die Risikolebensversicherung (RLV) ins Spiel. Sie sichert Hinterbliebene finanziell ab. Dass diese Police auch für junge Familien schon wichtig sein kann, zeigen die finanziellen Bürden, die sich junge Paare oft aufbürden. Unter Umständen wurde ein Kredit für den Hausbau, die Wohnungseinrichtung oder das Auto aufgenommen. Auch wenn Kinder da sind, können Rechnungen oft nicht bedient werden, wenn ein Einkommen komplett wegbricht. Im Zweifel müssen die Betroffenen in eine kleinere Wohnung umziehen und einen Umzug organisieren. Um das zu vermeiden, zahlt der Lebensversicherer eine zuvor vereinbarte Summe aus, wenn die versicherte Person stirbt.

Wichtig ist eine solche Absicherung auch für Paare und Patchwork-Familien, die ohne Trauschein zusammenleben. Denn sie erwerben in der Regel keinen Anspruch auf Hinterbliebenen-Rente. Damit man eine Risiko-LV abschließen kann, müssen zuvor umfangreiche Gesundheitsfragen beantwortet werden, etwa, ob der Versicherte raucht, ein riskantes Hobby hat oder sogar Übergewicht. Hierbei ist Ehrlichkeit Trumpf, denn falsche Angaben können dazu führen, dass der Versicherte später seine Leistung verweigern darf. Damit keine Fehler passieren, empfiehlt es sich, dass sich Antragsteller von einem Versicherungsfachmann beraten lassen – und dieser das Beratungsgespräch genau dokumentiert.

Alternativ bietet sich der Abschluss einer kapitalbildenden Lebensversicherung an. Während die Risikolebensversicherung in der Regel ein reiner Todesfallschutz für die Hinterbliebenen ist und schon für sehr niedrige Beiträge angeboten wird, bietet die etwas teurere Kapitallebensversicherung die Möglichkeit, Todesfallschutz und Geldsparen zu verbinden. Wird der Risikoschutz nicht in Anspruch genommen, zahlt der Versicherer in der Regel zum vereinbarten Zeitpunkt eine Rente aus, die sich am angesparten Kapital bemisst und den Versicherten auch am Anlageerfolg des Unternehmens beteiligt.

Es kann sich lohnen, freiwillig zusätzliche Beiträge in die gesetzliche Rentenkasse einzuzahlen. Dabei müssen aber bestimmte Fristen beachtet werden: Wer die Rente für das zurückliegende Jahr 2017 aufstocken will, muss bis zum 3. April tätig werden.

Die gesetzliche Rente ist in Deutschland noch immer wichtigste Stütze der Altersvorsorge. Aber wer die Rente ohne Abschläge beanspruchen will, muss bestimmte Mindestversicherungszeiten erfüllen, wegen der Kürze auch “Wartezeit” genannt. Für die Altersrente von besonders langjährig Versicherten gilt beispielsweise eine Wartezeit von 45 Jahren, für langjährig Versicherte von 35 Jahren.

Dabei kann es nützlich sein, auch freiwillig Beiträge in die Rentenkasse einzuzahlen. Damit werden nicht nur Rentenanwartschaften aufrecht erhalten. Zukünftige Rentner können mit freiwillig gezahlten Beiträgen auch dazu beitragen, dass ihre Rente später einmal höher ausfallen wird. Doch wer für das Jahr 2017 noch Beiträge zuschießen will, muss schnell tätig werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet, läuft die Frist am 3. April ab.

Interessant ist das zum Beispiel für Menschen, die trotz verminderter Erwerbsfähigkeit auf eine auskömmliche Rente hoffen. Aber auch, wer mit 63 frühzeitig in Rente geht, kann zum Beispiel weiterhin in die Rentenkasse einzahlen, um Abschläge wegen des vorzeitigen Rentenbeginns auszugleichen. Ein komplexes Thema, zu dem man sich am besten umfassend beraten lassen sollte. Für die Rente nach 45 Beitragsjahren werden zum Beispiel auch Erziehungsjahre, Wehr- und Zivildienst angerechnet.

Bei nachträglich gezahlten freiwilligen Beiträgen für das Jahr 2017 kann der monatliche Beitrag beliebig zwischen Mindest- und Höchstbeitrag gewählt werden, berichtet dpa mit Berufung auf die Rentenkasse. Also zwischen 84,15 Euro und 1.187,45 Euro. Hierfür muss eine Person versicherungspflichtig und mindestens 16 Jahre alt sein.

Dass sich freiwillige Beiträge zur Rentenkasse lohnen können, statt das Geld in den Sparstrumpf zu stecken, zeigt die Zeit der ausgezahlten Rente. Wer heute mit der Regelaltersrente in den Ruhestand geht, kann statistisch im Schnitt auf weitere 20-25 Jahre Lebenszeit hoffen. Und der Vorteil der Rente ist, dass sie eben bis an das Lebensende gezahlt wird. Jeder kann sich ausrechnen, wie viel Geld er dann brauchen würde, um über die Runden zu kommen. Auch eine zusätzliche Privatvorsorge kann hier helfen, finanzielle Lücken zu schließen.

Wer eine Kfz-Versicherung abschließt, ohne auf die Rückstufungstabellen zu achten, der zahlt schnell mehr, wenn er einen Unfall erleidet. Das zeigt eine aktuelle Studie unter 163 Tarifen. Über die Jahre gerechnet können sich die Mehrkosten auf mehrere tausend Euro summieren.

Wer beim Abschluss einer Versicherung nur auf die Höhe des aktuellen Beitrags achtet und nicht auch auf die zugesicherten Leistungen, für den wird es schnell teurer. Was Versicherungsexperten ohnehin wissen, zeigt auch eine aktuelle Studie der Zeitschrift “Finanztest” mit 163 Autoversicherungs-Tarifen.

Augen auf bei den Schadensfreiheitsrabatten!

Anhand eines Modellkunden haben die Tester geschaut, wie sich die Tarife bei einer Rückstufung verhalten. Um das kurz zu erklären: Fahren Fahrzeughalter lange unfallfrei, werden sie mit einer günstigeren Versicherungsprämie belohnt. Ausschlaggebend sind die Schadenfreiheitsklassen (SF). Wer 15 Jahre unfallfrei fährt, landet in der Regel in SF 15. Die günstigste Schadenfreiheitsklasse ist bei fast allen Kfz-Versicherern SF 35.

Jeder Stufe der Schadenfreiheitsklasse ist ein bestimmter Prozentsatz zugeordnet, den der Versicherte für unfallfreies Fahren auf den Grundbeitrag erhält. Ein Beispiel: Ein Satz von 50 Prozent wird oft nach zwei bis drei Jahren ohne Schaden erreicht und bedeutet, dass der Versicherte die Hälfte des Grundbeitrags zahlt.

Verschuldet der Fahrzeughalter hingegen einen Unfall, wird er herabgestuft und muss dann mehr zahlen. Und hierbei zeigen die Versicherer gewaltige Unterschiede, zumindest auf den zweiten Blick. Wer nach 15 unfallfreien Jahren zum Beispiel in Schadenfreiheitsklasse 15 eingeordnet wird, kann -abhängig vom Versicherer- mit Schadenfreiheitsklasse 6 oder 7 “bestraft” werden.

Das mag zunächst nach keinem großen Unterschied klingen. Hier gilt es aber zu bedenken, dass die ungünstigere Schadenfreiheitsklasse über mehrere Jahre mitgetragen wird: so lang, bis eben die günstigste SF 35 erreicht ist. Und da kann sich ein verlorenes Jahr derart summieren, dass der Versicherte mitunter gar das Sechs- bis Siebenfache des Jahresbeitrages mehr zahlen muss.

Es drohen nach Unfall Mehrkosten von mehreren tausend Euro

Letztendlich kann sich eine ungünstige Rückstufungstabelle derart negativ auswirken, dass ein Versicherter über die Jahre summiert schnell tausende Euro auf seine ursprünglich vereinbarte Prämie draufpacken muss, berichten die Tester.

Deshalb sollte man bei Abschluss eines Kfz-Haftpflicht- oder Vollkaskovertrages auch die Schadenfreiheitsrabatte und Rückstufungstabellen des jeweiligen Tarifes im Auge behalten. Speziell die etwas günstigeren Basistarife beinhalten oft sehr ungünstige Rückstufungen. Hier kann es lohnen, gleich einen etwas teureren Komfort- oder Premiumtarif abzuschließen.

Darüber hinaus gibt es in den Verträgen Optionen, gegen Aufpreis eine Rückstufung zu verhindern. Zum Beispiel durch einen Rabattschutz, der es in der Regel erlaubt, einen Unfall im Jahr zu verursachen, ohne dass man zurückgestuft wird. Hier heißt es gut rechnen, denn so ein Rabattschutz kostet bei den meisten Anbietern 15-25 Prozent Aufschlag zur Jahresprämie. Und unter Umständen kann es auch empfehlenswert sein, einen kleinen Blechschaden selbst zu zahlen und nicht den Versicherer in Anspruch zu nehmen.

Der 1. März ist ein wichtiger Stichtag für alle Moped- und Mofafahrer. Dann nämlich müssen die neuen Nummernschilder aufgeschraubt sein. Wer den Wechsel verpasst und mit dem alten Kennzeichen weiterfährt, steht bei einem Unfall nicht nur ohne Versicherungsschutz da – sondern macht sich auch strafbar!

Der 1. März ist alljährlich ein Datum, das Krad-Fans im Auge behalten sollten. Dann nämlich müssen Mopeds und Mofas mit neuen Nummernschildern bestückt sein. Die alten Schilder verlieren ihre Gültigkeit, was zugleich bedeutet, dass der Haftpflicht-Schutz futsch ist.

Damit die Polizei auch gut erkennt, ob die Zweiräder versichert sind, unterscheiden sich die Nummernschilder jede Saison in ihrer Farbe. Waren die Krads bisher in schwarz unterwegs, so werden die neuen Kennzeichen blau sein. Wer noch kein Schild hat, sollte schnell aktiv werden. Ohne gültigen Versicherungsschutz muss man nicht nur den Schaden selbst zahlen, wenn man einen Unfall verursacht. Der Gesetzgeber wertet das Fahren ohne Schutz auch als Straftat!

Um ein neues Mofakennzeichen zu erhalten, ist eine gültige Betriebserlaubnis für das Zweirad erforderlich. Doch keine Sorge: Man muss nicht auf eine Zulassungsstelle gehen, um das Schild zu erhalten, sondern kann sich direkt an den Kraftfahrtversicherer wenden. Der sollte den neuen Schutz schnell und unbürokratisch ausstellen.

Aber Achtung! Nicht nur Mopeds und Mofas mit einer Motorleistung von weniger als 50 Kubikmeter brauchen ein solches Kradschild. Es wird unter anderem auch benötigt für Segway mit einer Geschwindigkeit von bis zu 20 Stundenkilometern, Elektrofahrräder mit Tretunterstützung und einer Geschwindigkeit von mehr als 25 Stundenkilometern, für Quad und motorisierte Krankenfahrstühle. Wer sich nicht sicher ist, ob sein Gefährt mit einem Haftpflicht-Schutz ausgestattet werden muss, sollte sich dringend informieren!

Krads sind auch einem besonders hohen Diebstahlrisiko ausgesetzt. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) werden nahezu 10 von 1.000 Mopeds und Mofas Opfer eines Diebstahls: eine stolze Quote. Deshalb empfiehlt sich zusätzlich ein Teilkasko-Schutz. Dann springt der Versicherer auch ein, wenn das geliebte Gefährt bei einem Brand oder einem Kurzschluss Schaden nimmt.

Helau und Alaaf! Ab heute beginnt wieder die närrische Zeit. Dass manch stolzer Prinz oder manch tanzfreudiges Funkenmariechen dabei nicht an Versicherungen denkt, leuchtet zwar ein, kann sich aber als Fehler entpuppen. Denn leider gilt: Faschingszeit ist auch Unfallzeit!

Die fünfte Jahreszeit ist auch die Zeit, in der man mal richtig über die Stränge schlagen darf. Da werden Krawatten abgeschnitten, Tänze gewagt und so mancher alkoholische Cocktail getrunken. In Karnevalshochburgen wie Köln, Mainz oder Düsseldorf haben viele Firmen Betriebsurlaub.

Doch die närrische Zeit birgt auch Risiken. Das Statistische Bundesamt berichtet, dass die Gefahr alkoholbedingter Unfälle zu Karneval um circa ein Viertel erhöht ist. Und eine Umfrage der Meinungsforscher von YouGov kam zu dem Ergebnis, dass jeder sechste Karnevalist in der Faschingszeit schon mal zu schaden kam. Kein Wunder, wenn sich zu Alkohol noch Tanz, Feuerwerk und Ausgelassenheit hinzugesellen!

Deshalb sollten Karneval-Fans eine Unfallversicherung haben. Sie springt für die finanziellen Folgeschäden ein, wenn man doch mal beim Tusch von der Bierbank kippt. Aber Vorsicht! So manche Unfall-Police hat in den Vertragsbedingungen eine Alkoholklausel. Hier ist festgeschrieben, dass der Versicherer ab einem bestimmten Alkoholpegel die Leistung stark kürzen oder ganz verweigern darf. Branchenüblich sind 1,3 Promille.

Ebenfalls unerlässlich in der närrischen Zeit: eine Haftpflichtversicherung. Sie springt ein, wenn man Dritten einen Schaden verursacht. Und ohnehin sollte einen solchen Vertrag jeder haben, wie auch der Verbraucherschutz betont. Denn wer andere Personen schädigt, haftet dafür laut § 823 des Bürgerlichen Gesetzbuches mit seinem gesamten Vermögen – ein Leben lang! Schon wer eine andere Person anrempelt, so dass sie schwer stürzt und dauerhaft arbeitsunfähig wird, sieht sich schnell mit sechs-, gar siebenstelligen Forderungen konfrontiert. Doch auch, wenn man leicht angeheitert den Schlüssel verlor und die gesamte Schließanlage des Hauses gewechselt werden muss, kommt -abhängig vom Vertrag- eine gute Haftpflicht-Police auf.

Apropos arbeitsunfähig: Ergänzend zum Unfallschutz empfiehlt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Sie springt ein, wenn man aufgrund eines Sturzes seine Arbeit aufgeben muss. Denn eine Unfallversicherung zahlt tatsächlich nur, wenn die Beeinträchtigung auch aus einem Unfall resultierte. Das bedeutet in der Regel: wenn das Ereignis von außen und unfreiwillig auf den Körper wirkte. Dem entgegen zahlt ein guter BU-Versicherer auch, wenn das Aus im Beruf aufgrund einer Krankheit oder anderen Verletzung erfolgte.

Wenn beim Fasching doch mal das Tischfeuerwerk die Wohnung in Brand setzt und der teure Teppich Schaden nahm, ist es gut eine Hausratversicherung zu haben. Hierbei sollte jedoch auch darauf geachtet werden, ob und in welchem Umfang grobe Fahrlässigkeit mitversichert ist. Sonst kann es auch schnell den Schutz kosten, wenn man angetrunken mit Feuerwerk in der eigenen Wohnung hantierte.

Grundsätzlich gilt: Lieber einen Tropfen weniger trinken! Und natürlich Hände weg vom Steuer. Denn auch die Kfz-Versicherer kennen keinen Spaß, wenn man betrunken Auto fuhr und auf diese Weise sich und andere gefährdete. Laut Verkehrsgerichtstag darf ein Versicherer seine Leistung schon hälftig kürzen, wenn ein Fahrer mit 0,5 Promille unterwegs war und einen Unfall verursachte. Auch wenn die Alkohol-Fahrt als Straftat eingestuft wird, geht man unter Umständen leer aus. Das kann schon ab 0,3 Promille passieren: abhängig vom jeweiligen Einzelfall.

Die Versicherer nutzen spezielle Ereignisse wie die Fastnacht, um über Apps Kurzzeit-Versicherungen anzubieten: Diese gelten oft nur wenige Tage und bieten einen Schutz bei Unfällen oder anderen Schäden. Das Problem: Eine vollwertige Unfallversicherung können diese Policen keineswegs ersetzen. Und aufs Jahr hochgerechnet sind sie zudem exorbitant teuer.

Helau und Alaaf! Wieder steht die Faschingszeit vor der Tür, und damit auch so manch närrisches Treiben. Ganz gleich, ob man in Düsseldorf, Köln oder einer anderen Fastnachts-Hochburg feiert: In vielen Orten herrscht dann wieder mehrere Tage Ausnahmezustand. Es wird getrunken, getanzt und sich ganz dem närrischen Treiben hingegeben.

Im närrischen Trubel ist das Unfallrisiko durchaus erhöht. Das haben auch die Versicherer erkannt und bieten deshalb sogenannte Kurzzeit-Versicherungen an. Diese Unfallversicherungen können auch für weitere Feste und Ereignisse abgeschlossen werden: neben dem Fasching etwa für das Oktoberfest, den Ski-Ausflug mit der Familie oder andere Anlässe. Oft wenden sich diese Policen an eine junge Zielgruppe und tragen originelle Namen, etwa “Jeckenschutz”. Bequem können sie per App innerhalb weniger Minuten abgeschlossen werden.

Eingeschränkter Schutz

Doch wer eine solche Kurzzeit-Versicherung abschließt, sollte bedenken, dass der Schutz sehr eingeschränkt ist. In der Regel gilt sie nur wenige Tage. Mitunter greifen die Verträge nur bei Unfällen, die sich tatsächlich beim Fasching oder auf dem Weg zur Veranstaltung ereignen. Wenn jemand in den eigenen vier Wänden verunglückt statt beim Tanzen auf der Bierbank, ist er dann nicht unfallversichert.

Auch bieten die Verträge oft nur eine sehr niedrige Invaliditätssumme: üblich sind 50.000 Euro. Das reicht nicht, um schlimme Folgen eines Unfalls finanziell abzusichern. Hierbei gilt es zu bedenken, dass die volle Invaliditätssumme oft nicht ausgezahlt wird, sondern – abhängig von der Schwere der Verletzung – nur eine Teilsumme. Das hängt in der Regel von der sogenannten Gliedertaxe ab: Das ist eine Tabelle, in der festgehalten wird, wie hoch die Teilleistung bei der Funktionsunfähigkeit einzelner Gliedmaßen und Sinnesorgane ausfällt. Ist dann das Bein unterhalb des Knies bleibend geschädigt, gibt es unter Umständen nur 50 Prozent der vollen Summe.

Deshalb raten Verbraucherschutz und Versicherungsexperten dazu, lieber gleich eine vollwertige Unfallversicherung abzuschließen. Üblich ist eine Grundsumme von 100.000 Euro und die Vereinbarung einer sogenannten Progression. Dann steigt die ausgezahlte Versicherungssumme nach einem Unfall überproportional an, wenn eine bestimmte Schwere der Beeinträchtigung erreicht ist. Zudem gilt es zu bedenken, dass der Kurzzeitschutz oft sehr teuer ist. Kostet eine 24-Stunden-Versicherung beispielsweise 5,99 Euro, sind das aufs Jahr hochgerechnet schon mehr als 2.186 Euro Jahresbeitrag! Das können Jecken wirklich billiger haben.

Kryptowährungen wie Bitcoin erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Doch dahinter verbergen sich hochspekulative Finanzprodukte, die oft auch ein Totalverlust-Risiko bergen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hat nun einen Marktplatz für derartige Währungen dichtgemacht.

Kryptowährungen sind eine Technologie der Zukunft – eigentlich. Eine Technik namens Blockchain ermöglicht es, Überweisungen anonym, transparent und unverfälschbar abzuspeichern, so dass immer mehr Menschen darauf hoffen, die Kryptowährungen könnten ein wichtiges Zahlungsmittel der Zukunft sein. Doch das lockt auch immer mehr dubiose Anbieter an.

Auch Betrüger tummeln sich im Netz

Im Netz werden Kryptowährungen als renditenträchtige und sichere Altersvorsorge beworben, was sie aber keineswegs sind. Im Gegenteil: Immer mehr Betrüger tummeln sich in der Szene, die arglose Sparer um ihr Guthaben erleichtern. “Zeit Online” berichtet zum Beispiel über ein Bitcoin-Projekt, dessen Gründer sich mit dem eingesammelten Geld einfach aus dem Staub machten. Auf ihrer Webseite hinterließen sie ein einziges Wort: “Penis”!

Andere Bitcoin-Projekte sind zwar seriös, aber hochspekulativ. Und so sah sich nun die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) gezwungen, eine entsprechende Online-Plattform dichtzumachen, auf der mit Kryptowährungen gehandelt wurde: Die Finanzaufsicht hat den Krypto-Marktplatz Crypto.exchange schließen lassen.

Ein BaFin-Sprecher begründete diesen Schritt gegenüber “Wallstreet Online” mit den enormen Kursschwankungen auf der Plattform. Schwankungen von zehn Prozent und mehr an einem einzigen Tag seien keine Seltenheit – was für den hochspekulativen Charakter dieser Währungen spreche.

“Nimmt die Beliebtheit einer bestimmten virtuellen Währung ab, kann ihr Kurs massiv und dauerhaft einbrechen. Das kann auch zum Totalverlust führen”, erklärte der Sprecher. Es gebe aktuell keine gesetzliche Grundlage, um für die Verluste aus Kryptowährungen Schadensersatz zu fordern.

Kryptowährungen kein geeignetes Instrument der Altersvorsorge

Unseriös sind auch Werbeanzeigen, in denen Sparer dazu aufgefordert werden, ihre Lebens- oder Rentenversicherung zu kündigen und das Geld komplett in eine Kryptowährung zu stecken. Weil diese vermehrt auftauchen, hat nun sogar Facebook seine Richtlinien verschärft und die Werbung für Krypto verbannt. Sie sind zum jetzigen Zeitung eben kein geeignetes Instrument der Altersvorsorge, weil sie hochspekulativ sind. Und wer eine Versicherung kündigt, verliert auch seinen Risikoschutz.

Grundsätzlich spricht das nicht gegen ein Investment in Kryptowährungen. Laut “Zeit” nutzen zum Beispiel auch Start-ups dieses Instrument, um Startkapital für ihre Projekte einzusammeln. Doch wer sein Geld darin investiert, sollte sich zuvor genau über die Seriosität des Anbieters informieren. Und im Hinterkopf behalten, dass es sich eben um ein hochspekulatives Finanzinstrument handelt. Deshalb sollte man nur Geld darein investieren, dass man auch tatsächlich entbehren kann.