Ein Zeckenbiss kann schwerwiegende Folgen haben, übertragen sie doch Krankheiten wie FSME und Borreliose. Umso ärgerlicher, dass uns in diesem Jahr aufgrund des milden Frühlings ein Zeckensommer droht. Doch man kann sich gegen die finanziellen Folgen schützen, zum Beispiel mit einer privaten Unfallversicherung.

In diesem Sommer wird es besonders viele Zecken geben, so warnen aktuell Forscher des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF). Und das ist eine schlechte Nachricht. Denn der gemeine Holzbock, die häufigste in Deutschland vorkommende Zecke, ist Hauptüberträger der der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME): eine gefährliche Hirnhautentzündung, die sogar tödlich enden kann. Auch die Borreliose wird von den kleinen Plagen übertragen. Grund für die vielen Zecken sind unter anderem die milden Temperaturen im Winter und Frühling.

Die Langzeitfolgen können drastisch sein

Zecken sitzen meist in niedrigen Büschen und Gräsern und warten auf potentielle Wirte. Kommt einer vorbei, ob Mensch oder Wirbeltier, dann stechen sie mit ihren scherenartigen Mundwerkzeugen schnell zu und saugen sich voll Blut. Ihr Opfer erkennt die Zecke am Geruch, der Körperwärme und am ausgeatmeten Kohlendioxid. Wenn die Zecke sich mit ausreichend Blut vollgesaugt hat, lässt sie sich fallen. Manche Arten können mit einer einzigen Blutmahlzeit bis zu zehn Jahre leben.

Über den Speichel kommen auch die Krankheitserreger ins Blut der Menschen. Risikoreich sind vor allem die Langzeitfolgen, wenn der Biss nicht erkannt wird. Organschäden, chronische Gelenkschmerzen oder gar eine Berufs- und Erwerbsunfähigkeit können die Folge sein. Speziell Freiberufler müssen zudem fürchten, dass sie lange im Job ausfallen, wenn eine Infektion Rehas erfordert und eine lange Heilungszeit in Anspruch nimmt. Für die Behandlungskosten kommt die Krankenversicherung in der Regel auf. Dennoch bedeutet gerade ein dauerhafter Schaden ein hohes finanzielles Risiko.

Hiergegen kann man sich zusätzlich absichern. So zahlen viele privaten Unfallversicherer für die Folgen eines Zeckenstiches. Das muss aber extra im Vertrag zugesichert sein. So hat zum Beispiel das Oberlandesgericht Köln bestätigt (Az. 20 U 218/07), dass der Ausschluss von Folgeschäden wie Infektionen rechtens ist, der Versicherer also nicht in jedem Fall zahlen muss. Auch eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann zusätzlich helfen, die Kosten einer Invalidität aufzufangen, wenn man sogar den Beruf aufgeben muss.

Sich vor Zecken schützen

Besser ist es natürlich, es passiert erst gar nichts. Deshalb sollte man auf Zecken achten und den Körper nach Spaziergängen im Grünen danach absuchen. Je schneller die Tiere entfernt werden, desto besser. Das Entfernen einer Zecke will gelernt sein. Verzichten sollte man auf die Verwendung von Benzin oder Nagellackentferner, da dies die Ausbreitung von Krankheitserregern eher begünstigt. Auch sollte man das Tier nicht quetschen oder mit einem kräftigen Ruck entfernen, weil das Tier in diesen Fällen gefährliche Flüssigkeiten in den Körper des Menschen absondert.

Zusätzlich schützen können beim Waldspaziergang lange Hosen, festes Schuhwerk sowie Socken, die über die unteren Hosenbeine gestreift werden. Denn tatsächlich sind die Zecken meist im niedrigen Gras oder Gebüsch unterwegs: Höher als 1,50m klettern sie nicht. Zeckensprays können zusätzlich helfen, bieten aber auch keine hundertprozentige Sicherheit.

Wenn wichtige Fußballspiele bei der Weltmeisterschaft stattfinden – kann man dann vom Chef verlangen, doch das Spiel gucken zu dürfen? Die Antwort lautet leider “nein”. Aber vielleicht kann man sich mit Kollegen zusammenschließen, um mit dem Arbeitgeber einen Deal zu vereinbaren.

Es ist ärgerlich: Viele wichtige Spiele zur Fußballweltmeisterschaft finden statt, wenn die meisten Menschen noch arbeiten. So auch am Mittwoch, wenn Deutschland auf Südkorea trifft denn Anpfiff ist 16:00 Uhr. So manchem Fan blutet da das Herz, weil er ein wichtiges Spiel verpasst.

Doch darf man bei so wichtigen Spielen auf Arbeit fehlen? Die Frage ist eher natürlicher Art, denn natürlich lautet die Antwort: “Nein!”. Es gibt keinerlei Anspruch, dann die Arbeit unterbrechen zu dürfen. Hier müssen Arbeitnehmer auf die Kulanz ihres Chefs hoffen. Dabei können sich auch mehrere Kollegen zusammenschließen und ihrem Chef anbieten, die Arbeit zu anderer Zeit nachzuholen oder sie nachzuarbeiten. Gut, wenn man da Gleitzeiten nutzen darf!

Fest steht: Auch wenn der Arbeitgeber diese Pause genehmigt und die Kollegen gemeinsam die Nationalmannschaft anfeuern, wird während des Fußballschauens im Büro der gesetzliche Unfallschutz nicht greifen. Dies wird als Freizeitaktivität gewertet, da sie in keinem direkten Bezug zur Arbeit steht: Hierfür zahlt nur die private Unfallversicherung.

Trotzdem gibt es zu derart wichtigen Turnieren Ausnahmeregeln, von denen weltmeisterliche Fans profitieren. Beispiel Lärmschutz: Vor und nach den Spielen ist mehr Lärm erlaubt, als normalerweise gestattet ist. Viele Kommunen haben Ausnahmeregeln erlassen, damit die Fans angemessen feiern können. Das hat auch die Bundesregierung mit einer entsprechenden Verordnung gestattet.

Vorsicht ist übrigens bei den beliebten Fan-Fähnchen angebracht, die man an der Außenseite des Autos befestigt. Diese halten nur bis 60 km/h problemlos Stand, so informiert der TÜV Rheinland in einer Pressemeldung. Und das bedeutet: Wenn sie jemand anderen gefährden oder Ursache für einen Unfall sind, kann es – abhängig vom Einzelfall – zu Problemen kommen. Denn eine TÜV-Genehmigung haben sie in der Regel nicht. Achtung! Falsch angebracht, können die Fanartikel sogar die Sensoren für Einparkhilfe behindern. Und plötzlich knallt es, obwohl man noch gar keinen Piepton gehört hat.

Im Jahr 2017 haben die Versicherer 300.000 Schadenmeldungen infolge von Blitzen erhalten, so berichtet aktuell die Versicherungswirtschaft. Und die Kosten je einzelnem Schaden sind unvermindert hoch: 840 Euro kostete ein solcher Schaden im Schnitt. Schuld daran sind auch neue technische Geräte, die im Haushalt zum Einsatz kommen.

Es ist eine stolze Summe: Für 300.000 Blitzschäden mussten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer im letzten Jahr zahlen. Der Gesamtschaden bezifferte sich auf 250 Millionen Euro. Das berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Montag. Dabei war die Zahl der gemeldeten Schäden sogar rückläufig. Im Jahr zuvor wurden noch 20.000 Blitzeinschläge mehr gezählt.

Die Kosten für den einzelnen Schaden bleiben ungemindert hoch. Im Schnitt 840 Euro mussten die Versicherer zahlen, wenn der Blitz einschlug. Dabei sind es nicht nur die Kosten für Blitzeinschläge selbst. Weit häufiger müssen die Versicherer für Überspannungsschäden aufkommen. Das ist immer dann der Fall, wenn der Blitz nicht direkt in ein Gerät einschlägt, sondern sich eine zu hohe Spannung über das Stromnetz ausbreitet und Defekte verursacht.

Folglich sollten auch Überspannungsschäden in der Hausratversicherung inkludiert sein. Hier lohnt ein Blick in die konkreten Vertragsklauseln. Nur wenn explizit vertraglich zugesichert ist, dass der Schutz auch für derartige Kosten gilt, kommt der Versicherer dafür auf. Auch Folgekosten von Blitzschäden sollten abgesichert sein: etwa, wenn durch den Überstrom ein Kabel durchschmort und dabei der Teppich Feuer fängt.

Grund für die recht hohen Kosten pro Schaden ist nicht nur, dass zunehmend teure Geräte in den Wohnungen der Bürger stehen. Es kommt auch zusätzlich neue Technik zum Einsatz, die durch Blitze kaputtgehen kann. Beispiel Smart-Home-Technik: Viele Bürger haben Heizungen oder Jalousien, die sich elektronisch von außerhalb der eigenen vier Wände steuern lassen, ganz bequem per Smartphone. Entsprechend kostenintensiv sind aber auch Schäden an derartig vernetzten Geräten – im Zweifel werden mehre teure Geräte in Mitleidenschaft gezogen. Dann beziffert sich der Schaden schnell auf mehrere tausend Euro.

Im ersten Halbjahr 2018 haben die Alterungsrückstellungen in der privaten Kranken- und Pflegeversicherung erstmals 250 Milliarden Euro überschritten. Damit haben sie sich binnen zehn Jahren verdoppelt. Das berichtet der PKV-Verband aktuell. Eine gute Nachricht, denn die sogenannten Alterungsrückstellungen sind ein Sicherheitspuffer gegen steigende Versicherungsbeiträge im Alter.

Um steigende Gesundheitskosten im Alter aufzufangen und die Prämien niedrig zu halten, müssen die privaten Krankenversicherer sogenannte Alterungsrückstellungen bilden. Diese haben im ersten Halbjahr 2018 erstmals die Marke von 250 Milliarden Euro geknackt, wie aktuell der PKV-Verband berichtet. Ende 2007 hatte sich diese Reserve noch auf 123,6 Milliarden Euro beziffert. Eine Verdoppelung innerhalb von zehn Jahren!

Doch was sind die Alterungsrückstellungen? Vereinfacht erklärt ein Sicherheitspuffer für das Alter, wie es der Begriff bereits verrät. Die privaten Krankenversicherer sind gesetzlich verpflichtet, diese Rücklagen zu bilden. Seit einer Gesundheitsreform im Jahr 2000 ist auch genau festgelegt, wie hoch diese sein müssen: Die Versicherer schlagen mindestens zehn Prozent des Monatsbeitrags obenauf.

Dieses Geld wird am Kapitalmarkt angelegt, und zwar sehr sicherheitsorientiert. Ein Großteil steckt in festverzinslichen Anlagen. Ohne dass die Versicherer zusätzliche Kosten für diesen Puffer berechnen dürfen, kommt er ab dem 65. Lebensjahr zum Einsatz, um die steigenden Gesundheitskosten im Alter aufzufangen und die Prämie stabil zu halten. Die Versicherer müssen mindestens 90 Prozent der Zinserträge für das Versichertenkollektiv aufwenden.

Es ist also durchaus positiv, wenn dieser Puffer sehr hoch ist. Allein 2017 sind die Rückstellungen um 17,3 Milliarden Euro angewachsen, erklärt PKV-Verbandspräsident Uwe Laue: das sind 34 Millionen Euro pro Tag. “Mit den Alterungsrückstellungen sind Privatversicherte gut auf den demografischen Wandel vorbereitet”, so Laue. “Anders als die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) kalkuliert die PKV die Beiträge so, dass die Versicherten von Beginn an Vorsorge dafür treffen, dass im Alter der Bedarf an Leistungen steigt”.

Gut zu wissen: Wechselt privat Krankenversicherte in einen anderen Tarif desselben Versicherers, können sie die Rückstellungen problemlos mitnehmen. Problematisch wird es jedoch, wenn man sich eine andere Krankenversicherung suchen will. Dann sind die Möglichkeiten zur Mitnahme stark begrenzt. Deshalb sollte man sich vor solch einem Schritt gut informieren und umfassend beraten lassen!

Im Sommer ist das Wetter meist schön und sonnig? Stimmt schon, aber deshalb sind Unwetter nicht ausgeschlossen. Speziell Hagel tritt im Sommer besonders häufig auf und richtet oft große Schäden an. Das mussten zum Anfang der Woche wieder viele bayrische Bürger leidvoll erfahren.

Eis und Sommer – damit verbinden viele eher Softeis, das man sich im Café oder der Eisdiele kauft. Aber im Sommer ist auch die Wahrscheinlichkeit am Größten, dass Eis vom Himmel regnet. Denn Hagel tritt in der warmen Jahreszeit besonders häufig auf. Das mussten am Montag auch leidvoll viele Bayern erfahren, die in der Region Furth im Wald beheimatet sind, ein Ort nahe der tschechischen Grenze. Dort wurden allein 6.000 Autos so stark beschädigt, dass sie nun in die Werkstatt müssen, berichtet die “Mittelbayerische”.

Warum aber fällt ausgerechnet im Sommer Eis vom Himmel? Das hat mit der unglaublichen Kälte in luftigen Höhen zu tun, so klärt uns ein Wetterexperte der “Badischen Zeitung” auf. Unglaubliche Minus 60 Grad misst das Thermometer in 16.000 Metern Höhe. Steigt nun schwüle Sommerluft nach oben und trifft auf Regenwolken, die bis in solche Höhen reichen, können sich aus dem Wasserdampf erst Tröpfchen bilden, die dann zu Eisklumpen gefrieren. Dann fallen sie zu Boden, wenn sie zu schwer werden.

Aber gegen Hagelschäden kann man sich natürlich versichern. Die Teilkasko springt ein, wenn am Auto Beulen zu beklagen sind. Und hier muss der Fahrer keine Angst haben, dass es teurer wird. Wer seinem Versicherer einen Schaden am Auto durch Hagel meldet, wird im Folgejahr nicht in der Prämie höhergestuft. Die Wohngebäudeversicherung ist der richtige Ansprechpartner, wenn an Fassaden, Rollläden, Fenstern, Solaranlagen und Dächern Schäden entstehen.

Wer einen Schaden hat, sollte ihn möglichst umgehend dem Versicherer melden: am besten gut dokumentiert mit Fotos. Betroffene sind angehalten, nach einem Unwetter die Ausbreitung eines Schadens möglichst zu verhindern – beispielsweise durch das Abkleben zerschlagener Fenster mit einer stabilen Folie. Bevor der Schaden aber repariert und beseitigt wird, sollte man den Versicherer kontaktieren, falls er ihn noch begutachten will. Auch sollten keine pauschalen Kosten für Handwerker zugesagt werden: das muss ebenfalls mit dem Versicherer bzw. dessen Sachverständigen abgesprochen werden.

Derzeit spielen wieder 32 Teams um den wohl begehrtesten Pokal der Welt: den FIFA-WM-Pokal. Anlass für den Versicherungsdachverband GDV, einmal draufzuschauen, wie dieser Pokal eigentlich versichert ist. Aber natürlich hält die Versicherungsbranche auch Schutz für kleinere Sport-Events bereit.

Fest steht: Wohl kein sportliches Großereignis könnte stattfinden, wenn sich die zahlreichen Risiken nicht irgendwie versichern ließen. Dafür ist die Gefahr von finanziellen Verlusten einfach zu groß. Die Versicherer springen zum Beispiel ein, wenn ein Spiel abgesagt oder verschoben werden muss. Oder, wenn Fans bei einem solchen Ereignis zu Schaden kommen. Auch Naturgefahren während der WM und technische Ausfälle sind versichert. Der Fußballweltverband FIFA soll bei dem Turnier vor vier Jahren in Brasilien allein eine Summe von 900 Millionen Euro vereinbart haben, falls das Turnier verschoben werden muss, so berichtet die “Welt”.

Wertvoller Pokal – gegen Diebstahl versichert

Die aktuelle Fußballweltmeisterschaft in Russland nimmt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nun zum Anlass, darüber zu informieren, wie eigentlich die begehrte Trophäe versichert ist. Also der FIFA-WM-Pokal im Original. Seit 1974 ist die aktuelle Version im Einsatz, was bedeutet, dass deutsche Spieler ihn zuerst in die Höhe recken durften. Schon der materielle Wert der Trophäe ist immens. Aus 18 Karat Gold geschmiedet, bringt der nur 37 Zentimeter große Pokal fast fünf Kilo auf die Waage. Der Sockel ist darüber hinaus mit rasengrünen Halb-Edelsteinen besetzt.

Doch mehr noch als der materielle Wert wiegt natürlich der ideelle. Denn es gibt tatsächlich nur einen einzigen Originalpokal, der in der FIFA-Zentrale in Zürich aufbewahrt wird. Die jeweiligen Weltmeister müssen mit einer Bronzekopie Vorlieb nehmen, so berichtet der GDV. Deshalb ist der Originalpokal mit der symbolischen Summe von 230.000 Euro abgesichert, etwa gegen Diebstahl oder Beschädigung, was knapp 198.500 Euro entsprechen würde.

Der Vorgängerpokal verschwand und tauchte nicht wieder auf

Natürlich hätten es die Diebe äußerst schwer, ein solches Unikat, das gestohlen wurde, auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Umso verwunderlicher ist es, dass es solche Vorfälle bereits gegeben hat. Coupe Jules Rimet hieß der Vorgänger des jetzigen WM-Pokals: und der fiel sogar zweimal in die Hände von Dieben. Vor der Weltmeisterschaft 1966 tauchte er plötzlich wieder auf, nachdem er aus einer Ausstellung entwendet wurde – weil die Diebe wohl wenig damit anfangen konnten. Ein Hund fand den Pokal in einem Londoner Vorgarten. Doch 1983 verschwand er erneut, nachdem der Pokal dem dreimaligen Weltmeister Brasilien übergeben wurde. Er blieb unauffindbar – sehr wahrscheinlich haben die Diebe ihn eingeschmolzen.

Also ist es gut zu wissen, dass selbst die WM-Trophäe abgesichert ist. Aber natürlich bieten die Versicherer nicht nur Schutz für derart teure Ereignisse und Pokale. Auch wer selbst eine öffentliche Veranstaltung plant, kann und sollte diese ausreichend absichern. Die wichtigste Police ist hierbei eine Veranstalter-Haftpflicht. Denn wer eine öffentliche Festivität veranstaltet, der haftet für Schäden, die während des Events und durch das eigene Verschulden entstehen. Das gilt übrigens auch, wenn es sich um eine Veranstaltung im privaten Rahmen handelt. Hierfür muss kein langfristiger Vertrag abgeschlossen werden: Die Assekuranzen bieten auch die Option, einzelne Feste abzusichern. Ein Beratungsgespräch kann weitere Details klären!

Wer aus der privaten Krankenvollversicherung in die gesetzliche Familienversicherung des Ehepartners wechselt, steht zwei Jahre ohne Pflegeschutz da. Das bedeutet ein enorm hohes Kostenrisiko, wenn dann in der Übergangszeit der Pflegefall eintritt.

Wenn privat versicherte Senioren ihr Einkommen komplett verlieren, bietet es sich unter Umständen an, in die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkassen zu wechseln. Dies ist möglich, wenn die betroffene Person ein geringeres Einkommen als 435 Euro im Monat hat. Über den Ehepartner können sich so unter Umständen kostenlos mitversichern, wenn jemand gesetzlich pflichtversichert ist.

Aber bei einem solchen Wechsel lauert eine gefährliche Lücke, wie aktuell die Verbraucherzentralen berichten. In der Familienversicherung können nämlich die Krankenkassen eine zweijährige Wartezeit für Pflegeleistungen verlangen. In dieser Übergangszeit haben die Betroffenen keinerlei Anspruch auf Pflegegeld. Und das bedeutet ein echtes Armutsrisiko. Beim höchsten Pflegegrad 5 wäre für die Dauer von zwei Jahren eine Summe von 50.000 Euro zu stemmen, die dann aus der eigenen Tasche gezahlt werden müssen.

Familienversicherung in GKV hat Sonderstatus

Die drohende Lücke hat mit dem besonderen Status der Familienversicherung im gesetzlichen Kassensystem zu tun. Es handelt sich um eine “nachrangige – beitragsfreie – Form des Versicherungsschutzes”, so hat das Bundessozialgericht mit einem Urteil entschieden. Und deshalb könne hier eine Wartezeit für Pflegeleistungen verlangt werden.

Anders sieht es jedoch aus, wenn jemand bei einer Krankenkasse versicherungspflichtig wird. Also wenn ein zuvor Privatversicherter zum Beispiel jünger als 55 Jahre ist und als Angestellter zu wenig verdient, um sich privat versichern zu dürfen. Dann dürfen die Krankenkassen keine Wartezeit für Pflegeleistungen verlangen, denn der Versicherte zahlt auch sofort Beiträge. Die Versicherungszeiten der privaten Pflegepflichtversicherung müssen voll angerechnet werden (Urteil vom 30. November 2017, Aktenzeichen B 3 P 5/16 R).

Wechseln Senioren von der privaten Krankenversicherung in die gesetzliche Familienversicherung, müssen sie folglich ihr Pflegerisiko selbst absichern. Das kann man aber ganz leicht. Wer seine private Krankenversicherung kündigt, sollte sich dann nicht sofort von der privaten Pflegeversicherung trennen, sondern die Beiträge zwei Jahre weiter zahlen. Dann ist gewährt, dass in der Übergangszeit Schutz besteht.

Ein Wechsel sollte grundsätzlich gut überlegt sein. Auch die private Krankenversicherung kennt Sozialtarife, um Menschen in finanzieller Not aufzufangen. Hier hilft ein Beratungsgespräch.

Ungefähr die Hälfte der deutschen Haushalte schützt sich mit einer Rechtsschutzversicherung vor den finanziellen Risiken eines Rechtsstreites. Dass dies auch nützlich ist, belegen aktuelle Zahlen des Versicherungsdachverbandes GDV. Demnach sind die Kosten von Rechtsstreiten in den letzten Jahren enorm in die Höhe geschnellt.

Es ist ärgerlich: In der Wohnung zeigt sich Schimmel, so dass man eine Mietminderung durchsetzen will, bis die Sache behoben ist. Oder schlimmer noch: Der Vermieter meldet gar Eigenbedarf an und will einen vor die Tür setzen, obwohl man seit Jahren in der Wohnung wohnt und gar nicht weg will. Solche Streitigkeiten landen schnell vor Gericht. Und wer dann nicht ausreichend Geld hat, sieht sich mit einem Problem konfrontiert: ein Rechtsstreit geht richtig ins Geld!

In den Jahren von 2012 bis 2016 sind die durchschnittlichen Kosten für Rechtsstreite um 19 Prozent angestiegen, so hat der Versicherungsdachverband GDV errechnet. Grundlage waren Daten des Statistischen Bundesamtes. Und damit werden schnell enorm hohe Summen eingeplant werden, wenn man sich vor Gericht streitet.

Um bei den oben gewählten Beispielen zu bleiben: Der Streit wegen Mietminderung kostet im Schnitt 5.000 Euro, bis ein Urteil ergeht. Für die Kündigung wegen Eigenbedarf müssen immer noch knapp 2.950 Euro eingerechnet werden. Hier sprechen wir von einem Urteil in erster Instanz. Wird der Streit über mehrere Instanzen durchgefochten, vervielfachen sich die Kosten schnell. Dann muss gar ein fünfstelliger Betrag eingeplant werden.

Wer vor einem Gericht unterliegt, muss in der Regel nicht nur den eigenen Anwalt bezahlen sowie die Gerichtskosten. Er muss der Gegenpartei auch den Anwalt nachträglich finanzieren. Hier lauern die Kostenrisiken. Schützen kann man sich mit einer Rechtsschutzversicherung. Und dass diese oft gebraucht wird, zeigen ebenfalls Branchenzahlen. Im Jahr 2016 gaben die Rechtsschutzversicherer demnach 2,8 Milliarden Euro für Versicherungsleistungen aus und unterstützten ihre Kunden in 4,2 Millionen Rechtsstreiten.

Die Deutschen sind im Fußballfieber! In wenigen Tagen startet die Fußballweltmeisterschaft – und viele hoffen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. Ein Schweizer Versicherer nimmt das aber aktuell zum Anlass, vor den Gefahren des Sports zu warnen. Denn bei keiner anderen Sportart gibt es absolut gesehen so viele Sportunfälle, gerade bei Amateuren.

Keine Frage: Fußball macht Spaß und ist die beliebteste Sportart in Europa. Allein in Deutschland sind mehr als 7 Millionen Männer und Frauen in einem Fußballverein aktiv, so berichtet der DFB. Und 157.313 Mannschaften kicken regelmäßig hierzulande, ob als Amateure oder Profis. Kein anderer Sport hat so eine Popularität.

Doch auf dem Rasen ist das Verletzungsrisiko auch immer mit dabei. Das zeigt erneut eine Studie der Schweizer Baloise-Gruppe. Und auch, wenn sich die Daten auf die Schweiz beziehen, sind sie auch für Deutschland aufschlussreich. Denn Fußball ist nicht nur der populärste Sport – sondern auch jener, bei denen die meisten Verletzungen zu beklagen sind.

Allein in der Schweiz verunfallen demnach pro Jahr 45.000 Personen bei der Jagd nach Toren so schwer, dass sie Leistungen einer Unfallversicherung erhalten. Und das bedeutet oft eben auch, dass man im Job nicht aktiv sein kann. Die durchschnittliche Fehlzeit bzw. Arbeitsunfähigkeit nach einem Unfall beim Fußball beträgt stolze 32 Tage. Man fällt also länger als sechs Wochen im Beruf aus! Am häufigsten treten dabei zu je 25 Prozent Verletzungen am Knie und an den Gelenken auf.

In Deutschland dürften die Zahlen ähnlich aussehen – und sogar deutlich höher liegen als bei den eidgenössischen Nachbarn. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat vor rund zwei Jahren Daten der privaten Unfallversicherer ausgewertet und festgestellt, dass jede dritte Sportverletzung beim Fußball auftritt. Hier sei eine unglaubliche Zahl genannt: 1,2 Millionen Sportunfälle treten laut Robert-Koch-Institut pro Jahr in Deutschland auf. Aber davon sollte man sich nicht verunsichern lassen. Der überwiegende Teil endet glimpflich – nur wenige Verletzungen sind schwer oder haben gar eine dauerhafte Beeinträchtigung als Folge.

Dennoch: Wenn etwas passiert, sollte man abgesichert sein. Und hier sei daran erinnert, dass die gesetzliche Unfallversicherung nicht für Unfälle in der Freizeit aufkommt. Eine private Unfall- oder Invaliditätsversicherung muss also her, um Schutz vor den finanziellen Folgen einer Verletzung beim Fußball zu genießen. Die Unfallversicherung sollte auch für sogenannte Eigenbewegungen aufkommen. Nur dann zahlt sie auch, wenn sich der Fußballer ohne Fremdeinwirkung des Gegners verletzt, etwa weil er mit dem Fuß umknickt.

Arbeitslosigkeit und kritische Lebensereignisse führen häufig in die Überschuldung, wie eine aktuelle Auswertung des Statistischen Bundesamtes zeigt. Doch gegen viele dieser Risiken kann man sich tatsächlich absichern.

Das Statistische Bundesamt hat aktuell die Überschuldungsstatistik 2017 danach ausgewertet, weshalb Menschen in die Schuldenfalle abrutschen. Grundlage waren Hochrechnungen von 528 der insgesamt 1.400 Schuldnerberatungen, die in Deutschland mehr als 127.000 Personen beraten. Und die Ergebnisse lassen durchaus aufhorchen. Anders als es mancher Boulevard-Artikel oder auch Sendungen im Reality-TV nahelegen, ist nämlich selten die Ursache, dass die Betroffenen nicht mit Geld umgehen können.

Im Gegenteil: Schaut man sich die Gründe für eine Überschuldung an, so sind kritische Lebensereignisse mit Abstand der Hauptauslöser. Mehr als jeder fünfte Betroffene (21 Prozent) häuft Schulden an, weil er seine Arbeit verloren hat. Und weitere 15 Prozent der Hilfesuchenden, weil “Erkrankung, Sucht oder Unfall” zu einer finanziellen Schieflage beitrugen.

Ebenfalls überraschend ist Rang drei der häufigsten Ursachen: eine Scheidung, Trennung oder der Tod des Lebenspartners bedeutet oft eine plötzliche Schuldenlast (13 Prozent). Erst dann folgt die “unwirtschaftliche Haushaltsführung” auf Rang vier der Überschuldungsgründe – mit 12 Prozent aller Nennungen. Alle weiteren Gründe werden weit seltener genannt.

Es gibt Optionen der Vorsorge!

Fakt ist: Gegen viele dieser Risiken kann man sich mit einer Versicherung finanziell absichern. Eine Risikolebensversicherung bietet zum Beispiel den Hinterbliebenen Schutz, wenn in der Familie jemand unerwartet verstirbt – auch wenn man natürlich hofft, dass dies nie eintritt. Ein solcher Schutz ist umso wichtiger, wenn das Einkommen stark von einem einzigen Haupternährer bzw. einer Ernährerin abhängt. Und wenn ein Haus oder Kredit abbezahlt werden muss.

Auch gegen die Folgen einer längeren Krankheit kann man sich zum Beispiel mit einer Krankentagegeldversicherung schützen. Sie ist vor allem für Selbstständige wichtig, die keinen Anspruch auf Lohnersatz durch einen Arbeitgeber haben. Und eine Berufsunfähigkeits- oder andere Invaliditätsversicherung kann helfen, wenn ein Unfall oder eine Krankheit bewirken, dass es im Job nicht mehr weitergeht. Hier gilt es, sich über die Möglichkeiten der finanziellen Absicherung existentieller Risiken umfassend zu informieren. Denn auch die Schulden-Statistik des Statistischen Bundesamtes zeigt: Jeder kann sich verschulden! Oft sind unerwartete und plötzliche Ereignisse der Auslöser.