Die Grillsaison hat begonnen — doch nicht jeder Fan von Steaks und Bratwürsten hat einen eigenen Garten. Damit stellt sich die Frage, ob vielleicht auch auf dem Balkon gegrillt werden darf? Die Antwort ist kompliziert: Eigentlich ja, aber es gibt strenge Grenzen.

Zunächst die gute Nachricht: Ein grundsätzliches Grillverbot für Balkone gibt es nicht in Deutschland. Aber dennoch kann ein Verbot ganz schnell festgeschrieben werden: nämlich wenn man zur Miete wohnt.

Im Mietvertrag oder der Hausordnung darf der Hausbesitzer festlegen, dass auf Balkonen Wurst und Rauch tabu sind. Und wer sich nicht daran hält, muss damit rechnen abgemahnt oder gar gekündigt zu werden, so entschied das Landgericht Essen (Az. 10 S 438/01).

Doch selbst, wenn man eine Eigentumswohnung besitzt oder gar das Haus, gibt es Grenzen. Nämlich dann, wenn Nachbarn und andere Hausbewohner dadurch gestört werden. Vor allem Rauch, Ruß und Lärm können hier ein Gründe sein, weshalb man Ärger bekommt — und sich im schlimmsten Fall vor Gericht wiederfindet. Das ist aber abhängig vom Einzelfall, und tatsächlich haben mehrere Gerichte hier sehr unterschiedlich entschieden: auch mit Blick darauf, wie oft gegrillt werden darf.

Um hier einige Urteile vorzustellen: Laut Amtsgericht Bonn ist einmal Grillen im Monat okay, wenn man dem Nachbarn 48 Stunden vorher informiert (Az. 6 C 545/96). Das Amtsgericht Schöneberg erlaubte gar 20-25 Grill-Sessions pro Jahr auf der Terrasse (Az. 3C 14/07). Andere Gerichte urteilten strenger und erlaubten nur sechs Stunden Grill pro Jahr. Wie gesagt: Hier ist auch die konkrete Situation und der Einzelfall entscheidend. Besser fährt bzw. brutzelt, wer Rücksicht nimmt und mit dem Nachbarn das Gespräch sucht. Auch die mögliche Störung der Nachtruhe sollte hier bedacht werden.

Weit bessere Chancen haben Brutzelmeister und -meisterinnen übrigens, wenn sie auf Holzkohle verzichten. Denn oft werden eben Ruß und Rauch als Störfaktoren für die Nachbarn ausgemacht. Hier sei darauf verwiesen, dass man auch auf Elektro- oder Kontaktgrills ausweichen kann, die weit weniger dampfen. Das hat sogar das Landgericht Stuttgart empfohlen, um Ärger mit dem Nachbarn zu meiden (AZ: 1 T 359/96). Der Essengeruch selbst dürfte aber nicht als Störgrund wahrgenommen werden: Etwa wenn sich Vegetarier am Fleischgeruch “stoßen”.

Aufgepasst werden sollte darüber hinaus, dass kein Rauch in die Wohnung dringt — im schlimmsten Fall droht dann sogar eine Rauchgasvergiftung. Auch das ein Grund, weshalb Gerichte dem Grillspaß auf dem Balkon enge Grenzen setzen. Problematisch ist vor allem das Blutgift Kohlenmonoxid, das pro Jahr laut Statistischem Bundesamt hunderte Menschen das Leben kostet.

Wer sich vor den finanziellen Folgen des unrechtmäßigen Grillens schützen will, kann mit einer privaten Haftpflichtversicherung vorbeugen. Die Kosten unfreiwilliger Nachbarschafts-Streite sichert eine Rechtsschutzversicherung ab.

In welchen Bundesländern gab es im Jahr 2018 die teuersten Unwetterschäden? Das geht aus einer jüngst veröffentlichten Statistik des Branchenverbandes GDV hervor. Besonders hohe Kosten waren demnach in Nordrhein-Westfalen zu beklagen: gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern. Doch derartige Rankings dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass jede Region bedroht sein kann.

Nordrhein-Westfalen war im Jahr 2018 trauriger Rekordhalter in Sachen Unwetterschäden, denn in keinem anderen Bundesland mussten die Versicherer so hohe Sachschäden begleichen. 910 Millionen Euro überwiesen die Gesellschaften allein in dem Land mit seinen 17,1 Millionen Einwohnern, so geht aus einer aktuellen Statistik des Branchenverbandes GDV hervor. Damit ist die Milliarde zumindest schon in Sichtweite.

Andere Bundesländer fielen da weit zurück, wenn freilich auch dort hohe Sachschäden zu beklagen waren. Baden-Württemberg platziert sich auf Rang zwei mit 260 Millionen Euro Schadenskosten, gefolgt von Bayern (252 Millionen), Niedersachsen (206 Millionen), Sachsen (177 Millionen), Hessen (156 Millionen), Rheinland-Pfalz (151 Millionen) und Sachsen-Anhalt (138 Millionen).

Am anderen Ende der Skala platzieren sich hingegen Bremen (4 Millionen), Mecklenburg-Vorpommern (12 Millionen), Berlin (14 Millionen) und Brandenburg (34 Millionen). In diesen Bundesländer fielen am wenigsten Unwetterschäden an. Die anderen Länder platzierten sich dazwischen. In der Statistik sind versicherte Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben enthalten. Bundesweit bezifferten sich die Unwetterschäden auf 2,6 Milliarden Euro.

Noch immer zehn Millionen Gebäude ohne Elementarschadenversicherung

Diese Statistik sollte aber kein Anlass sein, in Bundesländern mit wenig Unwetterschäden den Schutz zu vernachlässigen. Denn diese hatten im Vorjahr schlichtweg Glück gehabt — und können bei anderen Extremwetter-Ereignissen ebenfalls betroffen sein. So wurde im letzten Jahr Nordrhein-Westfalen und angrenzende Bundesländer besonders stark von Sturmtief Friederike heimgesucht, was die hohen Schadenskosten erklärte.

Zur Erinnerung: Im Januar 2018 richtete der Wintersturm extreme Schäden an, zerstörte Häuser, entwurzelte Bäume und kostete sogar acht Menschen das Leben. Friederike fegte von Belgien und den Niederlanden kommend über Deutschland hinweg und hatte sich in Ostdeutschland schon abgeschwächt, obwohl hier auch immense Schäden zu beklagen waren. Folglich war Nordrhein-Westfalen besonders in Mitleidenschaft gezogen.

Vor diesem Hintergrund ist es bedenklich, dass laut GDV noch immer zehn Millionen Immobilien in Deutschland nicht mit einer sogenannten Elementarschadenversicherung ausgestattet sind. “Während bundesweit fast alle Wohngebäude gegen Sturm und Hagel abgesichert sind, fehlt rund zehn Millionen Hausbesitzern der Schutz gegen Elementarrisiken wie Starkregen und Hochwasser”, heißt es im Pressetext. Nur eine solche Police greift bei Schäden durch Überschwemmung und andere Naturgewalten wie Erdbeben, Lawinen, Erdrutsche, Schneedruck oder Erdsenkungen.

Denn während eine Wohngebäude-Police in der Regel die Schäden durch Sturm und Hagel erstattet, muss wenigstens ein zusätzlicher Elementar-Baustein vereinbart werden, um auch bei den oben genannten Ereignissen Schutz zu genießen. Hier sei daran erinnert, dass Starkregen auch jenen Hausbesitzern enormen Schaden anrichten kann, deren Haus nicht an einem Fluss oder anderem Gewässer steht. Ist das Gemäuer stark geschädigt, kann schnell ein fünf- oder gar sechsstelliger Betrag fällig werden.

Erneut zeigt die Studie eines großen Versicherers, was Fachleute schon wissen: Kopfarbeit ist die wichtigste Ursache, weshalb Menschen ihren Beruf aufgeben müssen. Sie verdrängt damit körperliche Gebrechen wie etwa eine Schädigung der Gelenke oder ein Rückenleiden als Hauptursache. Das ist ein Fakt, den Menschen mit geistigen Berufen nicht ignorieren sollten.

Sollte man eine private Berufsunfähigkeitsversicherung auch dann besitzen, wenn man im Büro arbeitet, als Pädagoge, kaufmännischer Angestellter oder einem anderen geistigen Beruf nachgeht? Die Antwort muss ganz klar lauten: natürlich, und zwar gerade dann. Das zeigt ganz frisch der “Report Berufsunfähigkeit”, den der Versicherer Swiss Life anhand tausender Kundendaten ausgewertet hat. Demnach sind psychische Erkrankungen mittlerweile Hauptursache, wenn ein privater Versicherer eine Berufsunfähigkeits-Rente auszahlt. 37 Prozent aller neu bewilligten Leistungen resultieren aus der Psyche.

Weniger häufig sind Ursachen, die aus körperlich schwerer Arbeit resultieren

Dem entgegen nimmt die Bedeutung jener Berufsunfähigkeits-Gründe ab, die aus einer schweren körperlichen Tätigkeit resultieren. Zu unterschätzen sind freilich auch diese nicht. Etwa jeder vierte Leistungsfall (24 Prozent) betrifft Erkrankungen des Bewegungsapparates als zweithäufigste Ursache. Das ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Fliesenleger aufgrund seiner dauerhaften Arbeit am Boden kaputte Knie und einen kaputten Rücken hat. Weitere 14 Prozent resultieren aus Unfällen als dritthäufigster Ursache. Es folgen Krebs (neun Prozent), Herz-, Kreislaufkrankheiten (acht Prozent) sowie innere Erkrankungen mit vier Prozent aller Neurenten.

In diesen Zahlen spiegelt sich auch der Wandel der Arbeitswelt wieder, ging doch der Anteil an “Malocherjobs” in den letzten Jahren stetig zurück. Hingegen steigt die Bedeutung von Dienstleistungs- und geistiger Arbeit in unserer Gesellschaft und damit einhergehende Ursachen für Berufsunfähigkeit. Das zeigt auch der langfristige Trend. Bei BU-Leistungen aufgrund psychischer Erkrankungen gab es in den vergangenen zehn Jahren einen Anstieg um satte 40 Prozent. Auch wenn andere Studien teils leicht abweichende Zahlen zeigen, ist diese Entwicklung in allen untersuchten Statistiken nachweisbar.

Frauen unter 30 besonders oft wegen Psyche berufsunfähig

Teils zeigen sich auch deutliche Unterschiede bei den Geschlechtern. Laut Report ist das Risiko für Frauen deutlich höher, aufgrund psychischer Ursachen ihren Beruf aufgeben zu müssen. Sind doch für 44 Prozent der Frauen BU-Leistungen durch eine psychische Erkrankung verursacht, jedoch nur für 28 Prozent der Männer.

Bei Frauen unter dreißig Jahren betrifft die Psyche sogar beinahe jeden zweiten Fall einer Berufsunfähigkeit. Dem entgegen sind Männer unter 30 weit stärker durch Unfälle bedroht: Sie betreffen 33 Prozent aller neuen BU-Fälle. Zum Vergleich: Bei jungen Frauen sind Unfälle nur für neun Prozent verantwortlich.

Wer einen geistigen Beruf ausübt, sollte sich folglich auch über den Schutz der Arbeitskraft informieren. Hier hilft ein Beratungsgespräch, den passenden Schutz bei den oft recht komplexen Tarifen zu finden.

Immer häufiger fehlen die Bundesbürger aufgrund psychischer Erkrankungen in ihrem Beruf. Das geht aus dem neuen Fehlzeitenreport einer großen Krankenkasse hervor. Fast jeder fünfte Fehltag ist mittlerweile dadurch bestimmt.

Warum fehlen Menschen in ihrem Beruf? Dieser Frage geht der TK-Gesundheitsreport nach. Und der Trend der letzten Jahre bestätigt sich: Immer häufiger müssen Menschen aufgrund psychischer Erkrankungen in ihrem Beruf passen. Bundesweit war im Jahr 2018 fast jeder fünfte Fehltag (18 Prozent) psychisch bedingt.

Besonders häufig betroffen sind dabei Frauen. Sie werden mit durchschnittlich 3,5 Fehltagen pro Jahr weit häufiger aufgrund psychischer Erkrankungen krankgeschrieben als Männer (durchschnittlich 2,2 Fehltage). Erschreckend ist der Langzeit-Trend. Demnach konnte im Zeitraum von 2006 bis 2018 ein Anstieg der Diagnosen von rund 92 Prozent nachgewiesen werden. Für den aktuellen Report wurden Gesundheitsdaten von rund 10,3 Millionen Erwerbspersonen ausgewertet. Im Schnitt fehlte jeder Arbeitnehmer pro Jahr krankheitsbedingt 15,5 Tage.

Psyche immer häufiger auch Grund für komplettes Aus im Beruf

Auch andere Studien belegen, dass die Gefahr einer psychischen Erkrankung im Beruf nicht unterschätzt werden sollte. Laut einer Studie des Analysehauses Morgen und Morgen ist die Psyche auch häufigster Grund, weshalb Personen komplett ihren Beruf aufgeben müssen. Fast ein Drittel bzw. 32 Prozent aller neu anerkannten Berufsunfähigkeits-Fälle in der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung resultieren aus einer Nervenkrankheit.

Damit ist auch schon vorgegeben, womit man sich vor dem Aus im Beruf schützen kann: eben einer privaten Berufsunfähigkeits-Police. Ebenso wichtig ist aber auch die Prävention. So lässt eine Studie vom Wissenschaftlichen Institut der Ortskrankenkassen (WIdO) aufhorchen, wonach zufriedene Mitarbeiter seltener krankgeschrieben sind. 98,4 Prozent der Befragten sagten demnach aus, dass es ihnen wichtig ist, sich am Arbeitsplatz wohlzufühlen. Und das spiegelt sich auch am Krankenstand:

Sagen demnach Mitarbeiter, dass sie sich wohlfühlen und ihre Arbeit als sinnerfüllend empfinden, kommen sie im Schnitt auf 9,4 Krankheitsfehltage pro Jahr. Passte beides nur schlecht zusammen, waren es jedoch sogar durchschnittlich 19,6 Fehltage. Ein großer Unterschied!

Hier kann jeder Chef selbst dazu beitragen, dass sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Arbeitsplatz wohler fühlen. Betriebliches Gesundheitsmanagement kann zum Beispiel einen Beitrag leisten, Stressfaktoren im Unternehmen ausfindig zu machen und etwas für die Gesundheitsförderung in der Firma zu tun. Auch eine betriebliche Krankenzusatzversicherung schafft zusätzliche Gesundheitsanreize: sei es über Sport- und Massageangebote, einen Zuschuss für Zahnersatz oder finanzierte Vorsorgeuntersuchungen. Hier schafft ein Beratungsgespräch Aufklärung!

Im Mai 2019 treten auch wieder neue Regeln in Kraft. Eine wichtige News betrifft dabei die Steuererklärung. Bummelanten haben nun nämlich mehr Zeit, das Dokument beim Finanzamt vorzulegen.

Bisher galt: Wer seine Steuererklärung ohne die Hilfe eines Steuerberaters oder Lohnsteuervereins machen wollte, der musste bis Ende Mai seine vielen Papiere abliefern. Zwar was es möglich, formlos eine Verlängerung zu beantragen, was auch fast immer gestattet wurde. Aber speziell, wenn man bereits in den Vorjahren deutlich verspätet gewesen ist, konnten die Mitarbeiter in den Finanzämtern auch hart sein.

Hier hat der Gesetzgeber mit einer Neuregelung dafür gesorgt, dass zumindest in diesem Jahr die Betroffenen mehr Zeit haben — und nicht ihre Osterferien für die unliebsame Aufgabe opfern müssen. Denn für die Steuererklärung 2018 bleibt nun zwei Monate mehr Zeit. Sie muss nun nicht mehr bis Ende Mai, sondern spätestens bis Ende Juli eingereicht werden.

Mehr Zeit haben aber nun auch jene, die sich nicht auf ihre eigenen Fähigkeiten verlassen wollen, sondern einen Steuerberater hinzuziehen. Dann muss die Steuerklärung bis spätestens zum 29. Februar 2020 eingehen, um keinen Ärger mit dem Fiskus zu riskieren. Hier sei daran erinnert, dass der Fiskus bis zu 10 Prozent des festgesetzten Steuerbetrages und maximal 25.000 Euro als Verspätungszuschlag berechnen darf.

In der Regel gilt aber: Wer das Gespräch mit den Mitarbeitern des Finanzamtes sucht, kann auf viel Kulanz hoffen. Wer die Frist trotz dem längeren Zeitfenster versäumt, kann einen formlosen Antrag stellen und bitten, die Erklärung später einzureichen. Wichtig ist, dass der Antrag auch begründet wird. Hier reicht bereits etwas Phantasie. Sei es ein Umzug, ein Auslandsaufenthalt oder eine Krankheit: In der Regel lassen die Finanzämter mit sich reden.

Seit Inkrafttreten des Alterseinkünfte-Gesetzes müssen übrigens auch Rentner unter bestimmten Umständen Steuern zahlen. Hier gilt es, sich rechtzeitig über die eigene Steuerpflicht bei einem Fachmann zu informieren, bevor der Fiskus Ansprüche anmeldet.

Das Osterfeuer gehört mittlerweile für viele Familien einfach zum Osterfest dazu. Wer aber einfach so ein Feuer entzündet, riskiert ein Ordnungsgeld und einen Feuerwehr-Einsatz. Deshalb gibt es im Vorfeld einiges zu beachten.

Osterfeuer sind ein langer Brauch, der sich zuerst auf Dörfern und im ländlichen Raum durchsetzte. Bereits um 1600 sind die ersten Feuer um die Osterzeit in Mitteleuropa bezeugt. Doch längst hat das gesellige Zusammensein auch die Städte erreicht. Für viele Menschen gehört es einfach zum Osterfest dazu, sich irgendwo mit Freunden zu treffen, ein Bierchen zu trinken und am wärmenden Holzscheit zu plaudern oder gar zu musizieren.

Doch einfach so ein Feuer anzünden, kann riskant sein. Denn für das Brauchtum gibt es klare Regeln. Sie dürfen meist nur von Vereinen, Organisationen und Glaubensgemeinschaften organisiert werden, so informieren auch in diesem Jahr die örtlichen Feuerwehren. Und: Es ist empfehlenswert, sie vorab bei den Städten und Gemeinden anzumelden. So erspart man sich einen teuren Feuerwehr-Einsatz, der so richtig ins Geld gehen kann. Wer dies bisher versäumte, sollte schnell den Kontakt zu den Behörden suchen, häufig ist das lokale Ordnungsamt der richtige Ansprechpartner. Letzter Termin fürs Anmelden ist in der Regel der Gründonnerstag.

Natürlich gibt es auch für das Abbrennen des Feuers Vorgaben. Die feierfreudigen Oster-Fans sollten sie schon deshalb einhalten, weil ein Missachten Gefahr für Körper und Sachen bedeuten kann. Das Abbrennen der Feuer in Waldnähe ist ebenso tabu wie in der Nähe von Autobahnen. Die Gründe sind logisch: Weder soll das gesellige Zusammensein in einen Waldbrand münden, noch Autofahrern bei hoher Geschwindigkeit die Sicht nehmen. 100 Meter Sicherheitsabstand sind Pflicht, der Abstand zu Gebäuden und Bäumen sollte wenigstens 50 Meter betragen.

Was aber darf überhaupt verbrannt werden? Auch dafür existieren strenge Vorgaben. Trockenes und unbearbeitetes Holz ist demnach der ideale Brennstoff, nachdem es von Blättern befreit wurde. Absolutes No-Go sind hingegen Abfälle, Paletten, Teerpappe und Sperrmüll: Wer diese in Brand setzt, muss ein hohes Bußgeld fürchten, schließlich bedeuten sie ein ernstes Risiko für die Gesundheit. Und auch Holz, das mit Lack und Farbe bepinselt wurde, ist aufgrund giftiger Dämpfe verboten.

Selbstverständlich sollte kein Osterfeuer unbeaufsichtigt bleiben. Auch Tiere und Kinder haben in der direkten Nähe des Feuers nichts zu suchen, so schön es auch brutzeln und knistern mag. Nach der Party sollte der Scheit mit ausreichend Wasser gelöscht werden. Und wer seinen Holzscheit schon ein paar Tage aufgeschichtet hat, sollte vor dem Entzünden noch einmal schauen, ob nicht Igel, Kaninchen oder andere Tiere darunter Unterschlupf suchen. Sonst wird das Holz für die Tiere schnell zur tödlichen Falle.

Auch an den Versicherungsschutz sollten die Feiernden denken. Wird auf dem eigenen Grundstück ein Feuer entzündet, ist das Haus durch eine Wohngebäudeversicherung oder Grundeigentümer-Versicherung geschützt.

Doch gerade bei der Haftpflicht kann es Probleme geben. Der Grund: Die gesetzmäßig vorgeschriebene Vereins-Haftpflicht greift oft nur dann, wenn die Veranstaltung dem “satzungsgemäßen Zweck dient”. Da aber in der Regel Vereine und Organisationen die Osterfeuer veranstalten, muss oft eine spezielle Veranstaltungshaftpflicht oder Feuerversicherung unterzeichnet werden. Hier empfiehlt es sich, vorab Rücksprache mit dem Versicherer des Vereins zu halten, was in welchem Umfang versichert ist. Auch ein Versicherungsexperte kann beratend helfen.

Eine Studie des Bundeskartellamts kommt zu dem Ergebnis, dass Vergleichsportale im Internet durchaus Probleme mit der Transparenz haben. Das gilt auch für jene untersuchten 17 Anbieter, die den Versicherungsvergleich anbieten. Auf eine ganze Reihe von Fallstricken gilt es zu achten.

Am Donnerstag hat das Bundeskartellamt einen Abschlussbericht präsentiert, der eine sogenannte Sektoruntersuchung von Vergleichsportalen zusammenfasst. Mehr als zwei Jahre lang haben Deutschlands oberste Wettbewerbshüter Daten und Informationen zusammengetragen. Anlass der Untersuchung war der Verdacht, dass die Anbieter nicht immer sauber arbeiten, etwa was Produkt- und Tarifrankings angehen. Wie bestimmte Empfehlungen entstehen, sei intransparent, so die Ausgangsthese der Studie. Und zum Teil bestätigten sich die Vermutungen.

Die meisten “Versicherungsvergleichsportale” sind Makler

Tatsächlich konnte die Behörde Punkte ausfindig machen, bei denen es mit der Transparenz der Portale hapert. Dafür wurden die Vergleichsanbieter mit umfangreichen Fragenkatalogen konfrontiert, die sie wahrheitsgemäß beantworten mussten.

Speziell beim Versicherungsvergleich war ein Interessenkonflikt schnell gefunden. Fast alle Anbieter sind als Versicherungsmakler registriert. Das muss nichts Schlechtes bedeuten, im Gegenteil: daraus resultieren auch zahlreiche Rechte des Kunden. So ist das Portal auch verpflichtet, sich um die eigene Kundschaft zu kümmern. Aber das heißt: In der Regel kooperieren die Portale nur mit Versicherern, die eine Provision zahlen. Mehr als neunzig Prozent aller Einnahmen erzielen die Online-Anbieter im Schnitt mit Provisionen.

Eine weitere Erkenntnis: Wichtige Versicherer meiden den Vertriebsweg über Vergleichsportale, weil hier die Abschlussprovisionen besonders hoch sind. Das sollten Verbraucher bedenken, wenn sie dort Tarife vergleichen. Und nicht alle Assekuranzen bieten ihre Verträge überhaupt für den Online-Abschluss an. Manche Angebote sind an persönliche Beratung gebunden. Die Konsequenz: Keineswegs findet man im Netz einen vollständigen Marktvergleich.

“Eine vergleichsweise niedrige Marktabdeckung ergab sich insbesondere bei Vergleichsportalen in den Bereichen Versicherungen, Hotels und Kredite”, so lautet ein wichtiges Fazit der Studie. Zwei Beispiele: In der privaten Haftpflichtversicherung beträgt die Marktabdeckung im Schnitt 55 Prozent, bei der Hausratversicherung 56 Prozent. Das ist etwas mehr als die Hälfte der Tarife.

Kooperationen schwer zu durchschauen

Noch ein Ergebnis der Untersuchung: Viele Vergleichsportale kooperieren nicht direkt mit den Versicherern, sondern haben einen Kooperationspartner zwischengeschaltet. Dieser ist es, der oft auch die Software für den Vergleich bereithält. Auch auf die Tarifdaten der Versicherer können die Webanbieter in der Regel nicht direkt zugreifen, sondern mittels Kooperationen. Hier bemängelt das Bundeskartellamt, für den Kunden sei kaum zu durchschauen, welches Vergleichsportal mit welchem Partner kooperiere.

Warum aber sollte das für die Kunden überhaupt wichtig sein? Ganz einfach: Weil die Wahl des Partners auch das Produktranking und damit Empfehlungen beeinflussen kann. Um das am konkreten Fall zu verdeutlichen: Viele Versicherungskunden greifen auf mehrere Vergleichsportale zurück, um sich auch aus einer zweiten oder dritten Quelle zu überzeugen, ob der empfohlene Tarif tatsächlich spitze ist. Was aber, wenn im Hintergrund das gleiche Vergleichsprogramm auf der Basis ähnlicher Parameter das Ranking erstellt? Dann erhält man eben keine “Zweitmeinung”, sondern das Portal rechnet ja mit der gleichen Technik und Vorauswahl wie das andere. Nur zum Schein hat man also auf mehrere unabhängige Empfehlungen zugegriffen. Tatsächlich gibt es bei den Kooperationspartnern eine auffällige Konzentration, warnt die Kartellbehörde.

Position 0 — Wer steht eigentlich ganz oben?

Nicht immer sei folglich nachzuvollziehen, warum ein bestimmter Tarif empfohlen werde und ein anderer nicht, so das Ergebnis der Studie. Es besteht der Verdacht, dass auch die Höhe der gezahlten Provision einen Einfluss haben könnte, dass ein Anbieter im Ranking ganz oben gelistet wird. Zwar spricht das nicht grundsätzlich dagegen, sich über Versicherungen auch über Vergleichsportale zu informieren. Aber die Verbraucher sollten ausreichend skeptisch sein.

Ein Beispiel für intransparente Listenplätze ist die sogenannte “Position 0”. Das heißt, ganz oben bei den Produktempfehlungen eines Vergleichsportals findet ein Verbraucher nicht den besten oder günstigsten Tarif. Sondern ein Angebot, für das die Gesellschaft extra zahlt. In der Regel müssten solche Angebote als “Werbung” gekennzeichnet sein. Oft ist das aber kaum erkennbar. Wie wichtig “Position 0” ist, zeigt die ausgewertete Statistik: Nahezu jeder vierte Vertragsabschluss entfiel auf diesen Listenplatz.

Etwas für die Umwelt tun und Selbstversorger werden? Viele Häuslebauer bauen sich eine Photovoltaikanlage auf das Dach. Dabei gilt es aber zu bedenken, dass eine solche Anlage in der Regel extra versichert werden muss. Denn die Technik ist ja sehr teuer — und kann schnell Schaden nehmen.

Knapp 1,8 Millionen Photovoltaikanlagen gibt es derzeit in Deutschland, davon rund 930.000 auf privaten Dächern. Kein Wunder, gilt doch die Technik als umweltfreundlich, weil quasi emissionsfrei. Aber mit Einschränkungen: Bei der Herstellung der Solarzellen wird immens viel Energie gebraucht, auch die Entsorgung ist aufwendig. In Europa dauere es ungefähr zweieinhalb Jahre, bis die Anlage die Energie erzeugt hat, die in ihre Herstellung gesteckt wurde, erklärt die niederländische Forscherin Mariska de Wild-Scholten dem Online-Portal heise.de.

Dennoch ist die Ökobilanz der Solartechnik besser als jene vieler anderer Stromerzeuger. Die Unabhängigkeit der Stromgewinnung ist ein weiterer Grund, weshalb sich viele Hausbauer die Sonne aufs Dach holen. Aber Vorsicht: im Umfang einer herkömmlichen Wohngebäudeversicherung ist die Photovoltaik nicht geschützt. Diese muss entweder mit einem extra Baustein oder gar einer eigenständigen Versicherung geschützt werden.

Im Vertrag enthalten sein sollten wichtige Ursachen für einen Defekt. Liebestolle Marder zum Beispiel beißen nicht nur Autokabel durch, sondern schädigen gern auch Solaranlagen. Hier ist auf der sicheren Seite, wer auch einen Baustein für Tierbiss und Folgeschäden vereinbart hat. Doch die häufigsten Ursachen für Schäden sind andere. Brände sind zwar selten, aber können schnell auf das ganze Haus übergreifen und die Anlage komplett zerstören, da die Solarzellen schlecht zu löschen sind. Folglich sind hier die Kosten besonders hoch.

Blitz, Überspannung, Hagel, Schneedruck und Sturm sind ebenfalls keine Freunde solcher Anlagen. Hierbei gilt es auch darauf zu achten, wie Folgeschäden abgesichert sind — selbst die Folgen von Konstruktions- und Materialfehlern lassen sich in den Schutz integrieren. Versichert sein sollten alle Teile der Anlage. Und auch der Ertragsausfall ist ein wichtiger Baustein für eine Solardeckung — schließlich kann es richtig teuer werden, wenn die Anlage mal nicht funktioniert und keine Energie spendet. Mitunter verschlingt schon die Suche nach der Ursache viel Zeit und Geld. Schäden durch fahrlässiges Handeln sind ebenfalls versicherbar.

Die Versicherer haben verschiedenste Arten von Policen im Angebot, um Photovoltaik zu schützen. Das reicht von einer Allgefahrendeckung bis zu extra Bausteinen in Wohngebäude-Verträgen. Wer sich unsicher ist, sollte ein Beratungsgespräch nicht scheuen, um den richtigen Schutz zu finden. Schäden gegenüber Dritten sollten auch bedacht werden, etwa wenn ein Teil vom Dach fällt und einen Passanten verletzt. Unter Umständen bietet bereits eine moderne Privathaftpflicht Schutz, aber auch eine Betreiber-Haftpflicht wird angeboten.

Das Fahrrad-Geschäft boomt! Nie zuvor wurde in Deutschland so viel Geld mit Fahrrädern umgesetzt, längst ist daraus ein Milliardengeschäft geworden. Das liegt auch an den E-Bikes, die speziell von Senioren gern nachgefragt werden. Aber die Fahrt ins Grüne hat auch Tücken, wie die Unfallzahlen zeigen. Ein Grund, vorsichtig zu sein und vorzusorgen.

Wer auf die aktuellen Zahlen des Deutschen Fahrradmarktes schaut, kann nur staunen. 3,16 Milliarden Euro setzten die Händler 2018 mit Fahrrädern und E-Bikes um, so berichtete der Zweirad-Industrie-Verband (ZIV) vor wenigen Wochen. Das bedeutet ein Plus von 16,3 Prozent binnen Jahresfrist. Andere Branchen können da nur neidisch auf das Wachstum blicken. Insgesamt wurden 4,18 Millionen Räder verkauft. Der Fahrrad-Bestand in Deutschland ist nach Schätzungen des Verbandes auf 75,5 Millionen Räder angewachsen.

Keine Frage: In Deutschland gibt es einen kleinen Fahrrad-Boom. Das liegt vor allem auch an der steigenden Nachfrage nach E-Bikes. Mit 980.000 verkauften Rädern verfehlte der Absatz nur knapp die Millionenmarke. Kein Wunder: In einer alternden Gesellschaft ist es eine große Unterstützung, wenn man frei entscheiden kann, den Berg mit Muskelkraft hochzustrampeln oder den kleinen Hilfsmotor zuzuschalten. Und gerade in Großstädten sind Räder ein Mittel gegen Stau und fehlende Parkplätze.

Nicht ohne Versicherung!

Der Fahrspaß hat aber auch seine Schattenseiten, wie die aktuelle Unfallstatistik zeigt. Die Zahl der getöteten oder schwerverletzten Radfahrer steigt seit Jahren besonders in den Innenstädten. 2018 verloren 455 Radfahrer in Deutschland ihr Leben, wie aus Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervorgeht: davon 89 auf E-Bikes. Zehntausende Radfahrer trugen schwerste Verletzungen davon, auch wenn die Unfallstatistik hier keine genaue Auskunft gibt: Als Schwerverletzter gilt schon, wer stationär behandelt werden muss.

Deshalb sollte man sich zunächst selbst schützen, vorausschauend fahren und immer einen Helm tragen. Aber auch der richtige Versicherungsschutz ist wichtig. Eine private Unfallversicherung kann die finanziellen Folgen auffangen, wenn man selbst einen Unfall verursacht oder ohne Fremdeinwirken zu Fall kommt, etwa weil man einer streunenden Katze ausweichen muss. Der Versicherer zahlt dann eine vorher vereinbarte Kapitalleistung und/oder Unfallrente, wenn eine laut Vertrag vereinbarte Beeinträchtigung infolge des Unfallereignisses eintritt. Schädigt man dritte Personen, leistet eine private Haftpflichtversicherung Abhilfe. Die sollte ohnehin jeder haben.

Schwieriger ist die Situation bei E-Bikes. Bis 25 km/h bzw. einem maximal 250 Watt starken Motor werden sie als Fahrräder eingestuft: hier ist keine extra Versicherung vonnöten. Anders sieht es hingegen aus, wenn es sich um leistungsstärkere S-Pedelecs handelt. Diese Zweiräder erreichen Spitzengeschwindigkeiten von 45 Stundenkilometern, weshalb sie rechtlich als Mofas gelten. Hier muss auch eine Mopedversicherung abgeschlossen werden, um die schnellen Flitzer zu nutzen.

Radfahrer oft nicht Hauptverursacher des Unfalls

Wichtig ist aber mit Blick auf Radfahrer für alle Verkehrsteilnehmer: gegenseitige Rücksichtnahme! Hierbei sollte man bedenken, dass man auf dem Rad nahezu ungeschützt ist. Umso schwerer wiegen die Folgen eines Zusammenstoßes. Es ist übrigens ein häufig gehörtes Klischee, dass die Radfahrer durch Fehlverhalten selbst die Hauptschuld an den Unfällen tragen. Im Gegenteil: Das Gros fährt durchaus vorsichtig.

Die meisten Verletzungen sind zu beklagen, wenn Radfahrer mit PKW oder gar LKW kollidieren. Bei Unfällen mit Autos sind Radler nur zu 25 Prozent Hauptverursacher eines Unfalls, bei Unfällen mit LKW gar nur zu 20 Prozent, so geht aus Daten des Statistischen Bundesamtes hervor. Rechnet man die Unfälle hinzu, bei denen auch Fußgänger verwickelt sind oder ein Radfahrer ohne Fremdeinwirken zu Schaden kommt, sind Radler etwa für vier von zehn Unfällen hauptverantwortlich, bei denen sie einen Personenschaden erleiden.

Das zeigt: Appelle an Radfahrer allein helfen nicht weiter. Alle Verkehrsteilnehmer müssen mehr Rücksicht nehmen, vor allem aber müsste die Radinfrastruktur in den Städten deutlich verbessert werden. So zeigt die Unfallforschung der Versicherer (UDV), dass viele Unfälle an unübersichtlichen und schlecht einsehbaren Straßenkreuzungen passieren. Auch zu wenig Sicherheitsabstand zum Radfahrer sind oft Grund für Zusammenstöße. Eine weitere häufige Unfallursache sind unachtsam geöffnete Fahrertüren, wenn ein Auto am Straßenrand parkt. Hier kann ein kleiner Tipp helfen: Autofahrer sollten die Türe mit der rechten Hand öffnen: und dabei den Kopf nach hinten drehen, ob nicht doch ein Radler kommt.

Auch im Jahr 2018 ist die Zahl der Menschen, die auf Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung angewiesen sind, erneut gestiegen. Das belegen jüngst veröffentlichte Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Auch wenn grundsätzlich keine Panik angebracht ist, zeigen sie erneut: Man sollte zusätzliche private Vorsorge nicht vernachlässigen.

Wer in Deutschland nicht genug Geld zum Leben hat, bekommt unter Umständen sogenannte Grundsicherung. Seit ihrer Einführung im Jahr 2003 kennt die Zahl der Betroffenen beinahe nur eine Richtung: Sie steigt, und zwar deutlich. So erhöhte sich auch im Jahresverlauf 2018 die Zahl der Menschen, die auf diese Stütze angewiesen sind, um 1,9 Prozent. Zum Jahresende waren bereits 1,079 Millionen Menschen betroffen, so berichtete das Statistische Bundesamt in der letzten Woche.

Viele Altersrentner — mit hoher Dunkelziffer

Wer Anrecht auf Grundsicherung hat, ist im Zwölften Buch Sozialgesetzbuch (SGB XII) geregelt. Der bekannteste Fall sind jene Menschen in Altersarmut. Etwas mehr als die Hälfte der Grundsicherungs-Empfänger (559.419 Personen) sind Altersrentner, das heißt, sie haben die Regelaltersgrenze bereits erreicht oder überschritten. Hier reicht die gesetzliche Rente schlicht nicht, um ein auskömmliches Leben zu sichern. Viele der Betroffenen sind sogar Freiberufler, die überhaupt nicht in die Rentenkasse eingezahlt haben.

Zwar sollte man die Zahl nicht überdramatisieren: Aktuell sind nur rund drei Prozent der Altersrentner Sozialleistungs-Empfänger. Dennoch wäre es auch falsch, die Tendenz steigender Armut zu verharmlosen. Zum einen werden aufgrund zunehmend brüchiger Erwerbsbiographien und des sinkenden Rentenniveaus künftig deutlich mehr Menschen keine auskömmliche Altersrente haben. Zum anderen ist die Dunkelziffer hoch, warnen Sozialforscher. Soll heißen, viele Senioren erhalten nur deshalb keine Grundsicherung, weil sie den Gang zum Sozialamt scheuen oder ihre Rechte gar nicht kennen. Man muss diese Leistung aktiv beantragen.

Deshalb sollte man die Altersvorsorge nicht vernachlässigen. Das gilt vor allem auch für Frauen, die weit stärker bedroht sind. Von den Ruheständlern, die Grundsicherung im Alter erhielten, waren gut 323.000 Frauen und 236.000 Männer betroffen. Altersarmut ist leider immer noch mehrheitlich weiblich. Über die drohende Vorsorgelücke im Alter kann ein Beratungsgespräch aufklären.

Grundsicherung bei Erwerbsunfähigkeit — auch hier steigende Zahlen

Ebenfalls ein deutliches Plus ist bei jenen Empfängerinnen und Empfängern von Grundsicherung zu beobachten, die dieses Geld aufgrund einer Erwerbsminderung erhalten. Sie sind mindestens 18 Jahre alt, haben die Regelaltersgrenze aber noch nicht erreicht. 519.102 Personen waren hier betroffen.

Auch diese Statistik zeigt sich die Wichtigkeit zusätzlicher Privatvorsorge. Anrecht auf eine Leistung aufgrund einer dauerhaft vollen Erwerbsminderung haben nur Personen, die aufgrund einer Krankheit oder Behinderung für einen nicht absehbaren Zeitraum täglich keine drei Stunden unter den üblichen Bedingungen des Arbeitsmarktes erwerbstätig sein können. Und das heißt: Sie können in jeden Beruf verwiesen werden, bevor sie diese soziale Stütze erhalten. Auch, wenn der neue Job das bisherige Einkommen und den bisherigen Status deutlich unterbietet. So kann ein Arzt etwa auch auf einen Job als Pförtner oder Putzkraft verwiesen werden.

Den konkreten Beruf bei der Absicherung der Arbeitskraft berücksichtigt aber allein eine private Berufsunfähigkeitsversicherung. Das gilt umso mehr, seit die gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente infolge einer Rentenreform im Jahr 2001 de facto abgeschafft wurde. Für Arbeitnehmer, die nach dem 1. Januar 1961 auf die Welt kamen, erbringt die Rentenkasse seitdem nur noch eine Leistung für Erwerbsminderung. Private Berufsunfähigkeits-Policen aber orientieren sich an Status und Gehalt des zuletzt ausgeübten Berufes. Auch hier kann ein Beratungsgespräch Aufklärung schaffen!