Ja, ist denn schon wieder Weihnachten? Am Sonntag können groß und klein wieder ein Türchen an ihrem Adventskalender aufmachen. Damit rücken auch die betrieblichen Weihnachtsfeiern näher, bei denen die sich die Kollegen in lockerer Runde zum Essen, Trinken und Wichteln treffen. Und so manches Fettnäpfchen steht unterm Weihnachtsbaum bereit, um Ansehen und Karriere zu schaden. Ein paar Benimmregeln helfen gegen den Adventskater.

Oh, du fröhliche! Auf Weihnachtsfeiern geht es oftmals lustig zu. Der Chef kommt als Santa Claus verkleidet, es werden Geschenke getauscht und Weihnachtslieder in den schrägsten Tonlagen geschmettert. Dass es auf solchen Veranstaltungen reichlich Alkohol gibt, ist ebenfalls kein Geheimnis. Weinbrandbowle und warme Getränke mit Schuss sorgen für eine gelöste Stimmung.

Trinken im Maßen ist auch völlig legitim. Allerdings sollte man aufpassen, dass die Ausgelassenheit nicht in Peinlichkeit umschlägt. Ein Redebeitrag voller Lallen und Hicksen wird die Kollegen möglicherweise erheitern, könnte dem Ansehen in der Firma aber dauerhaft schaden. Auch ist es für Chef und Belegschaft nicht schön anzusehen, wenn der Partygast auf allen Vieren über die Tanzfläche krabbelt. Im schlimmsten Fall findet sich ein Beweis des Exzesses am nächsten Morgen bei Youtube, weil ein Kollege die Szene mitgefilmt hat. Deshalb gilt: Weniger Alkohol ist mehr!

Aufpassen sollten Weihnachtsgäste bei der Wahl der Kleidung. Sie sollte schick sein, aber nicht zu aufreizend. Und wenn man nicht als unhöflicher Nimmersatt gelten will, ist auch beim Buffet Zurückhaltung geboten. Es wird von Weihnachtsfeiern berichtet, bei der Gäste schon von der Festtafel naschten, lange bevor der Chef das Buffet eröffnet hatte! Wenn man dann noch seinen Teller zu voll lädt und das Essen in sich hineinschlingt, hinterlässt das keinen guten Eindruck.

Falls mal ein Missgeschick passiert, der Nachbar seinen Wein auf das neue Abendkleid schüttet oder die Lachspastete auf dem Knie landet, heißt es: Bitte Lächeln! Mit Humor und Gelassenheit lässt sich so manches Missgeschick besser bewältigen. Zugleich demonstriert man dem anwesenden Chef, mit schwierigen Situationen gut umgehen zu können. Er wird sich im Idealfall honorieren, wenn in der Firma ein Mitarbeiter befördert werden soll.

Bei allem beruflichen Ehrgeiz gilt aber: Wer die lockere Stimmung ausnutzen will, um eine Gehaltserhöhung auszuhandeln oder die Karriere anzustoßen, der könnte ein böses Erwachen erleben. Schließlich will der Chef Weihnachten feiern und nicht mit seinen Mitarbeitern um Gehaltserhöhungen feilschen. Also besser derartige Themen nicht offen ansprechen! Man kann sich auch auf subtile Art empfehlen, indem man ein umgänglicher und sympathischer Partygast ist.