Am 23. April wird nicht nur der Welttag des Buches begangen, sondern auch der „Tag des Urheberrechts“. Themen, die für die Versicherungswirtschaft nicht relevant sind? Doch, denn die Assekuranz fördert nicht nur Kultur, sie sichert auch Medienunternehmer ab.

Viele Unternehmer der Medienbranche sind zunehmend online aktiv. Sei es ein freier Fotograf, ein E-Book-Verlag oder eine Werbeagentur: Aufträge werden über die eigene Internetpräsenz generiert und auch abgewickelt. Doch was geschieht, wenn die Webseite Ziel eines Hacker-Angriffs wird und der Verantwortliche nicht ausfindig gemacht werden kann? Oder wenn ein Dritter gegenüber einem Verlag oder Redakteur Schadensersatzansprüche geltend macht, weil er sich durch kritische Berichterstattung verleumdet sieht?

Haftpflichtversicherung leistet bei Ansprüchen Dritter

Für derartige Gefahren der Medienbranche gibt es spezielle Versicherungsangebote. Essentiell ist in diesem Zusammenhang eine Vermögensschaden- und Betriebshaftpflichtversicherung, wobei der Versicherer nicht nur begründete Forderungen Dritter erfüllt, sondern auch unberechtigte Ansprüche abwehrt. Die Angebotspalette der Versicherer deckt verschiedenste Bedürfnisse: vom Freiberufler über Medienagenturen bis hin zu Verlagen oder Radiosendern. Ein Baustein zur Eigenschadenversicherung sollte jedoch enthalten sein: nur dann ist der Medienunternehmer geschützt, wenn die Schäden ihn selbst betreffen.

Nützlich für Unternehmer ist auch eine sogenannte Geschäftsinhalteversicherung. Sie kommt für Schäden an Geschäftsräumen, Vorräten und Waren auf, etwa wenn eine Modekollektion durch Feuer oder Rohrbruch beschädigt oder gar geklaut wird. Auch bei Schäden an PCs, Dekorationen und Verpackungsmaterialien leistet eine solche Versicherung.

Was, wenn die Produktion ausfällt?

Kommt es im Unternehmen zu Produktionsausfällen, etwa weil Maschinen durch ein Feuer beschädigt wurden, dann ist es gut eine Betriebsunterbrechungsversicherung zu besitzen. Gerade für kleinere Unternehmen kann ein Betriebsausfall existenzbedrohend werden, sind doch Verpflichtungen wie Miete, Personalkosten, Steuern oder Leasinggebühren weiterhin zu zahlen. Und so mancher Kunde storniert seine Bestellung, wenn er zu lange auf die Ware warten muss. Gewinnausfälle und laufende Verpflichtungen bedeuten mit einer solchen Police kein existenzielles Risiko mehr. Müssen Produkte wegen Mängeln zurückgerufen werden, dann bietet eine sogenannte Rückrufkostenversicherung Schutz.

Wie sich Medienunternehmer noch schützen können, klärt ein Beratungsgespräch. Mitunter ist es notwendig mit dem Versicherer genaue Rücksprache zu halten, sind doch die Bedürfnisse von Unternehmen sehr verschieden und komplex. Bestimmte Anbieter haben sich auf Policen speziell für Medien spezialisiert und können auf jahrzehntelange Erfahrung in der Branche zurückblicken. Gut, wenn man sich sicher fühlt!