Versicherer entwickeln immer mehr Vorsorgeprodukte, die auch Ziele des Klimaschutzes unterstützen. Diese nachhaltigen Policen jedoch sind noch wenig bekannt, wie eine aktuelle Umfrage zeigt. Zeit, dass sich dies ändert.

Tief Bernd: Vorbote der Klimawandels

Die Bekämpfung des Klimawandels und der Erderwärmung gehört zu den größten Herausforderungen der Zukunft. Das wurde auch durch Tief Bernd im Juni diesen Jahres schmerzlich bewusst – die Schäden waren verheerend, durch die Unwetterkatastrophe verloren 183 Menschen ihr Leben. Solch tragische Vorboten des Klimawandels lassen sich nicht mehr übersehen.

Auch Finanzdienstleistungen und Versicherungen kommen am Thema Klimaschutz nicht mehr vorbei. Zumal Schäden durch extreme Unwetterereignisse den Unternehmen immer höhere Schadensummen verschulden. So gründeten einige der größten europäischen Versicherer im Sommer diesen Jahres eine Klima-Allianz – die Net-Zero Insurance Alliance (NZIA). Das ehrgeizige Ziel: Netto-Null-Emissionen ab 2050 und somit die Klimaneutralität.

Und die Versicherungsbranche kann einiges tun, insbesondere mit der Anlagepolitik der Kundengelder: Wurden doch in den letzten Jahren Kriterien für Kapitalanlagen definiert für die Bereiche Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmungsführung (Governance). Die sogenannten ESG-Kriterien wurden zudem durch eine Verordnung der EU – die sogenannte “Taxonomie-Verordnung” – vereinheitlicht. In Orientierung hieran können Kundengelder immer mehr in umweltfreundliche Geldanlagen fließen.

“Grüne Versicherungen” nehmen im Produktangebot der Versicherer zu

Auf Grundlage dieser Vorgaben entwickeln auch immer mehr Versicherer Produkte, die einen besonderen Wert auf Umwelt- und Klimaschutz legen – “grüne Versicherungen”. Jedoch: Solche nachhaltige Policen sind Verbrauchern wenig bekannt, wie eine aktuelle Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach zeigt. Demnach wissen nur 32 Prozent der Befragten, dass es überhaupt derartige Produkte gibt. Und nur vier Prozent der Befragten besitzt tatsächlich eine Police mit besonderem Schwerpunkt auf Umweltkriterien.

Das Institut wollte aber auch wissen, ob Befragte ihr Geld in grüne Versicherungen investieren wollen. Immerhin 46 Prozent der Befragten können sich vorstellen, zukünftig derartige Produkte zu erwerben. Besonders groß ist die Bereitschaft unter jungen Menschen: Bei den 16- bis 29-Jährigen können sich sogar 51 Prozent der Befragten vorstellen, zukünftig solche Produkte zu erwerben. Das Marktpotential ist also vorhanden.

Die Kenntnis der Umfrage könnte eine gute Gelegenheit sein, sich über nachhaltige Versicherungsprodukte zu informieren. Wer mehr wissen möchte und zudem mit einem guten Vorsorgeprodukt auch den Umweltschutz unterstützen möchte, der sollte sich an die Expertin oder den Experten seines Vertrauens wenden.

Wildunfälle kosteten die Autoversicherer 2019 rund 885 Millionen Euro – so viel wie noch nie zuvor. Eine Trendumkehr ist nicht erkennbar.

Der Deutsche Jagdverband (DJV) verzeichnete in seiner Wildunfall-Statistik 2019/2020 insgesamt folgende Werte:

  • Rehwild: 198.970 (Vorjahr: 202.810)
  • Schwarzwild: 31.150 (Vorjahr: 24.470)
  • Damwild: 4.580 (Vorjahr: 4.330)
  • Rotwild: 3.060 (Vorjahr: 3.250)

Zu beachten ist dabei, dass Tiere, die den Unfall überlebten, in dieser Erhebung nicht verzeichnet sind. Auch andere Tierarten wie Hasen, Füchse oder Greifvögel werden in dieser Statistik nicht berücksichtigt. Das Risiko eines Wildunfalls ist also höher, als die Anzahl der getöteten Tiere vermuten lässt.

Der DJV hat deshalb seine Zusammenarbeit mit dem Tierfund-Kataster (www.tierfund-kataster.de) ausgebaut und erstmals eine bundeseinheitliche Erfassung von Wildunfällen ermöglicht. Dafür wurden insgesamt über 30.000 Datensätze wissenschaftlich ausgewertet, die von Verkehrsteilnehmer zwischen April 2018 und Februar 2021 eingegeben wurden.

Demnach ereignen sich 49 Prozent aller insgesamt gemeldeten Wildunfälle mit Rehwild. Doch kleinere Säugetiere werden deutlich häufiger Opfer von Wildunfällen als bisher angenommen. Rund drei Dutzend Kleinsäuger-Arten wie Marder, Ratte, Igel und Eichhörnchen machen insgesamt 12 Prozent der gemeldeten Wildunfälle aus. Hase und Kaninchen kommen zusammen auf weitere 10 Prozent, Füchse auf 7 Prozent. Erst dann folgt mit dem Wildschwein (5 Prozent) ein zweites großes Wildtier. Die Gruppe der Vögel ist an 4 Prozent der Kollisionen beteiligt.

Diese Zahlen zeigen, dass es wichtig ist, auch den Zusammenstoß mit Tieren jeder Art zu versichern.

Für jeden Unfall zahlten die Versicherer 2019 knapp 3.000 Euro, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Ein Grund für den Anstieg sind höhere Preise für Karosserieteile, die nach Wildunfällen häufig ausgetauscht werden müssen. Insgesamt kosteten Wildunfälle die Autoversicherer rund 885 Millionen Euro. Das sind etwa 17 Prozent mehr als im Vorjahr.

Die Ursprünge der Lebensversicherung liegen in der Hinterbliebenenvorsorge – Familien sollten bei Tod des Hauptverdieners abgesichert sein. Zwar hat viele dieser Aufgaben der moderne Sozialstaat übernommen. Aber private Hinterbliebenenvorsorge kann dennoch wichtig sein. Denn wenn die Hauptverdienerin oder der Hauptverdiener einer Familie stirbt, droht der finanzielle Ruin einer ganzen Familie, weil laufende Kosten oder eine Hypothek nicht mehr bedient werden können.

Es gibt also noch immer gute Gründe für das wichtigste Produkt der privaten Hinterbliebenenvorsorge – für die Risikolebensversicherung (RLV). Dies trifft umso mehr zu, wenn Eltern ohne Trauschein zusammenleben – hier besteht im Falle eines tragischen Todesfalls nicht mal Anspruch auf staatliche Hinterbliebenenrente.

Schneller Abschluss lohnt – jedes Lebensjahr verteuert die Prämie

Erkennt man die Notwendigkeit einer Risikolebensversicherung, ist schnelles Handeln wichtig. Denn jedes Lebensjahr eines Versicherungsnehmers verteuert die Prämie. Versicherer kalkulieren hierbei nicht mit dem wirklichen Geburtstag eines Versicherungsnehmers. Stattdessen rechnen sie, als würde der Versicherungsnehmer jeweils am 01.01. des Jahres die Altersschwelle überschreiten.

Vor dem Abschluss stehen die Gesundheitsfragen

Die Prämienhöhe ist vom Alter des Versicherungsnehmers, aber auch von der Arbeit (riskant oder nicht riskant) und vom Gesundheitszustand abhängig. Wie bei der Berufsunfähigkeitsversicherung gilt daher für die RLV: Vor Vertragsabschluss stehen die Gesundheitsfragen. Diese müssen nach bestem Gewissen und Kenntnisstand beantwortet werden – ansonsten droht der Verlust der Versicherungsleistung.

Als Beispiel: Hat ein Versicherungsnehmer angegeben, Nichtraucher zu sein, könnte die Versicherung bei Auftreten von Lungenkrebs die Angabe überprüfen. War die Angabe falsch, riskiert der Versicherungsnehmer den kompletten Versicherungsschutz.

Schlechter Gesundheitszustand führt zu Risikoaufschlägen

Ein schlechter Gesundheitszustand führt zu Risikoaufschlägen. Dies kann zum Beispiel für Herzerkrankungen oder Bluthochdruck gelten. Als Problem kommt hinzu: Versicherer können den Antrag auf eine RLV-Police auch komplett ablehnen. Das kommt häufig bei schweren Vorerkrankungen, zum Beispiel bei Krebserkrankungen, vor.

Die richtige Versicherungssumme vereinbaren

Die Höhe der Versicherungssumme sollte sich am aktuellen Lebensstandard einer Familie orientieren. Demnach gilt als Faustformel: Abgesichert werden sollte das 3- bis 5-fache Brutto-Jahreseinkommen des Hauptverdieners. Manchmal führen veränderte Lebensbedingungen dazu, dass eine höhere Versicherungssumme gewünscht wird. Hierfür bieten einige Versicherer eine Nachversicherungsgarantie an.

Die richtige Vertragsdauer vereinbaren

Die richtige Vertragsdauer beantwortet sich in der Regel durch die Frage, wie lange der Hinterbliebenenschutz für die Angehörigen notwendig ist. So könnten zum Beispiel Kinder abgesichert werden bis zu einem Alter, in dem sie selbst Geld verdienen. Oder der Vertrag könnte laufen, bis ein Kredit abgezahlt ist. Einige Versicherer bieten auch hier eine Verlängerungsoption – war die Laufzeit zu kurz, kann die RLV dann ohne neue Gesundheitsprüfung zu den bisherigen Konditionen weitergeführt werden. Wer hierzu Informationen wünscht, sollte sich an eine Expertin oder einen Experten wenden.

Wurde eingebrochen oder nicht? Diese Frage stand im Zentrum einer juristischen Auseinandersetzung, die nun vor dem Oberlandesgericht Dresden ein Ende fand. Demnach besteht kein Leistungsanspruch gegenüber dem Hausratversicherer, wenn der Geschädigte den Schaden nicht nachweisen kann.

Eine Hausratversicherung ersetzt Schäden, die durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel oder Einbruchdiebstahl verursacht werden. Doch was, wenn nach einem Einbruch keine entsprechenden Spuren festgestellt werden? Diese Frage beschäftigte das OLG Dresden (Az. 4U 161/21).

In dem Fall ging es einen Diebstahl aus einer Garage. Allerdings konnten die Geschädigten nicht nachweisen, dass das Garagentor abgeschlossen war; es fehlten auch jegliche Einbruchspuren.

Im Beschluss der Richter hieß es dann entsprechend: “Ohne Erfolg macht die Klägerin geltend, der Nachweis geeigneter Einbruchspuren ergebe sich bereits aus dem Umstand, dass die Polizei zweimal vor Ort gewesen sei und Spuren gesichert habe. Das Vorhandensein von zum Nachweis eines Einbruchs in die Garage geeigneter Einbruchspuren wird dadurch nicht belegt. Ihr Ehemann hatte die Polizei erneut herbeigerufen, nachdem er selbst die Deformierung an der Gummilippe und den kleinen Oberflächenschaden festgestellt hat. Es steht aber bereits nicht fest, dass diese Auffälligkeiten in einem zeitlichen und/oder sachlichen Zusammenhang mit dem Schadensereignis stehen.”

Zudem hieß es in einem Leitsatz: “Für das äußere Bild eines versicherten Einbruchdiebstahls, muss neben Einbruchsspuren ein Mindestmaß an Tatsachen vorliegen, die nach der Lebenserfahrung den Schluss auf eine bedingungsgemäße Entwendung zulassen.”

Manche Hausrattarife leisten mitunter aber auch, wenn kein gewaltsames Eindringen stattfand.

‚Zu welcher der nachstehenden Möglichkeiten, für das Alter vorzusorgen, haben Sie das größte Vertrauen‘, wurde in einer Erhebung gefragt. Aktien, Fonds und Anleihen erreichen den zweithöchsten Wert und verbessern sich gegenüber dem Vorjahr wie keine andere Form der Altersvorsorge.

Altersvorsorge ist Vertrauenssache. Schon allein wegen der langfristig laufenden Verträge. Bemerkenswert ist deshalb der Vertrauenszuwachs, den eine aktuelle Erhebung Wertpapieren zur Altersvorsorge attestiert. Keine andere Form der Altersvorsorge kann gegenüber den Vorjahreswerten einen solchen Vertrauenszuwachs ausweisen. Aktien und Fonds springen von Platz 6 im Vorjahr auf nun Platz 2 bei der Frage, in welche Form der Altersvorsorge das größte Vertrauen besteht. Damit erreicht dieses Vorsorgeinstrument einen Rekordwert – noch nie war das Vertrauen in Wertpapiere zur Altersvorsorge größer.

Berufstätige zwischen 20 und 29 Jahren sagen jetzt sogar zu 30 Prozent, dass sie das höchste Vertrauen in Wertpapiere haben. Zum Vergleich: Nur halb so viele unter ihnen haben das größte Vertrauen in die gesetzliche Rente (15 Prozent). Männer zeigen dabei generell ein größeres Vertrauen als Frauen (29 zu 18 Prozent). Jedoch hat sich unter den berufstätigen Frauen das Zutrauen zu Aktien und Fonds gegenüber 2020 stärker erhöht als bei Männern.

Vertrauenswerte für 10 Altersvorsorge-Formen

Wie andere Altersvorsorge-Formen im Vertrauens-Ranking abschnitten, zeigt folgende Liste:

  • Eigenes Haus/eigene Wohnung: 2021: 49 Prozent / 2020: 51 Prozent
  • Wertpapiere wie Aktien, Fonds, Anleihen: 2021: 24 Prozent / 2020: 19 Prozent
  • Private Lebens- oder Rentenversicherungen: 2021: 24 Prozent / 2020: 24 Prozent
  • Gesetzliche Rentenversicherung: 2021: 21 Prozent / 2020: 22 Prozent
  • Vermietete Immobilien: 2021: 21 Prozent / 2020: 22 Prozent
  • Betriebsrenten: 2021: 20 Prozent / 2020: 20 Prozent
  • Sparkonto: 2021: 15 Prozent / 2020: 14 Prozent
  • Wertgegenstände, Gold, Kunst: 2021: 14 Prozent / 2020: 13 Prozent
  • Berufsständige Versorgungswerke: 2021: 5 Prozent / 2020: 4 Prozent

Über die Studie:
Die HDI Berufe-Studie wird jährlich bundesweit durchgeführt in Zusammenarbeit mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov Deutschland. Sie ermöglicht durch ihren Umfang auch repräsentative Aussagen für den Arbeitsmarkt der einzelnen Bundesländer. In diesem Jahr wurden insgesamt 3.716 Erwerbstätige ab 15 Jahren in den Monaten Juni und Juli 2021 befragt.

Wer seinen Hausrat-Versicherer wechseln möchte, achtet nicht allein auf den Preis. Welche Leistungen Wechsel- und Abschlusswillige interessieren, zeigt eine aktuelle Untersuchung.

2021 gab es rund 50,62 Millionen Personen, die selber eine Hausratversicherung besaßen oder in deren Haushalt jemand anderes über eine solche Versicherung verfügte, ermittelte die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse, kurz AWA genannt. Die Hausratversicherung zählt damit zu den am häufigsten abgeschlossenen Versicherungen in Deutschland.

Doch welche Faktoren entscheiden über einen Wechsel des Anbieters? Das lässt sich aus einer aktuellen Erhebung des Forschungs- und Beratungsinstituts Sirius Campus ablesen. Stark vereinfacht gesagt, wurden den Umfrageteilnehmern Produkte vorgestellt, die verschiedene Merkmale hatten. Die Wechsel- und Abschlusswilligen sollten diese dann gewichten. Eine Erkenntnis daraus: Der Preis ist nicht das wichtigste Kriterium.

Besonders wichtig sind den Umfrageteilnehmern Cyber-Versicherungsleistungen, die in der Hausrat-Police enthalten sind. An zweiter Stelle steht ein kostenfreier Schlüsselservice, falls man sich aus der Wohnung aussperrt. Erst an dritter Stelle folgt ein attraktiver Preis.

Über die Studie:
Das Forschungs- und Beratungsinstitut Sirius Campus GmbH befragte für die Untersuchung “Wirksame Angebots- und Markenkommunikation für Hausrat-Versicherungen”, 741 Abschluss- und Wechselwillige für eine Hausrat-Versicherung im Mai bis Juni 2021.

Die vorläufigen Rechengrößen der der Sozialversicherung für 2022 wurden veröffentlicht. Sie sind wichtig, wenn sich Beschäftigte privat krankenversichern wollen — und markieren die Grenzen, bis zu denen Gutverdiener in der Sozialversicherung mit Beiträgen belastet werden.

Die voraussichtlichen Rechengrößen für die Sozialversicherung 2022 wurden diese Woche in der entsprechenden Verordnung veröffentlicht. Und das sollte viele Menschen aufhorchen lassen, die aktuell in der Sozialversicherung sind – und darüber nachdenken, zu einem privaten Krankenversicherer zu wechseln. Auch für Gutverdiener in der Sozialversicherung sind sie interessant.

Die Rechengrößen werden jedes Jahr neu bestimmt und orientieren sich an der Entwicklung der Löhne. Hier hat Corona seine Wirkung entfaltet: denn erstmals seit langer Zeit steigen diese Werte nicht. Die Lohnentwicklung im Jahr 2020 betrug im Bundesgebiet minus 0,15 Prozent und in den alten Bundesländern sogar minus 0,34 Prozent.

Wichtig für Gutverdiener ist die bundeseinheitliche Beitragsbemessungsgrenze (BBG) in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Für den Einkommensanteil oberhalb dieser Grenze sind keine Beiträge zu entrichten. In den letzten Jahren ist auch diese immer wieder angehoben worden: nicht so im kommenden Jahr. Sie soll konstant bei 4.837,50 Euro Bruttolohn im Monat bestehen bleiben. Derselbe Wert gilt für die gesetzliche Pflegeversicherung.

Ebenfalls unverändert soll die im Versicherungsrecht relevante allgemeine Jahresarbeitsentgeltgrenze bleiben. Arbeitnehmer, die in die private Krankenversicherung wechseln wollen, müssen zukünftig mindestens 64.350 Euro im Jahr verdienen.

Für höhere Lohnnebenkosten sorgt auch die Beitragsbemessungsgrenze in der Rentenversicherung: zumindest im Osten der Republik. Hier gibt es für die neuen und alten Bundesländer unterschiedliche Werte. Während die Beitragsbemessungsgrenze im Westen der Republik sinkt, wird sie für die neuen Bundesländer leicht angehoben. Die BBG West sinkt von 7.100 Euro auf 7.050 Euro im Monat. In Ostdeutschland gilt im kommenden Jahr die Beitragsbemessungsgrenze von monatlich 6.750 Euro (6.700 Euro). Grund für diese unterschiedliche Entwicklung ist auch, dass die Renten in West und Ost angeglichen werden: und, wie bereits erwähnt, die Löhne in den “alten” Bundesländern deutlicher sanken.

Die veröffentlichten Zahlen sind vorläufig: Sie müssen noch vom Bundeskabinett und dem Bundesrat abgenickt werden. Doch in der Regel ändert sich an den Zahlen nichts mehr, da sie nach einem genau vorgegebenen Verfahren berechnet werden. Wer nicht genug verdient, um zu einem privaten Krankenversicherer zu wechseln, kann auch mit einer Krankenzusatz-Police seinen gesetzlichen Schutz upgraden, ob bei Zahnersatz, Krankenhaus-Unterkunft oder Chefarzt-Behandlung. Hier lohnt ein Beratungsgespräch!

Rentendauer und Lebenserwartung haben eins gemeinsam: Sie werden unterschätzt. Das kann für die Altersvorsorge fatale Folgen haben.

Wer für das Alter vorsorgen will, sollte ungefähr einschätzen können, wie hoch die eigene Lebenserwartung und die Rentenbezugsdauer sein könnten. Andernfalls läuft man Gefahr, dass ‚zum Ende des Geldes noch Leben übrig ist‘.

Doch die Einschätzung ihrer Lebenserwartung fällt Deutschen schwer. Viele Deutsche verknüpfen falsche Erwartungen mit dem Gedanken an ihren Ruhestand. Das zeigt eine aktuelle forsa-Umfrage. Befragt wurden ab 1964 Geborene, die nach aktuellem Stand alle mit 67 Jahren in Rente gehen würden. Im Schnitt schätzen die Befragten ihre Lebenserwartung auf 83,4 Jahre, woraus sich eine Rentendauer von 16,4 Jahren ergäbe. Statistisch können sie jedoch mit 87,5 Jahren rechnen – also gut vier Jahren mehr.

Frauen unterschätzen ihre Lebenserwartung um fast 6 Jahre

Jeder fünfte Befragte (19 Prozent) setzt seine Lebenserwartung und damit die Rentendauer um mehr als zehn Jahre zu niedrig an.
Werte man die Befragungsergebnisse nach Geschlechtern aus, zeigt sich, dass die Diskrepanz bei Frauen größer ist: Während sie ihre Lebenserwartung im Schnitt um 5,8 Jahren unterschätzen, liegen die Männer mit ihrer Prognose um durchschnittlich 2,8 Jahre darunter.

Falsche Orientierungspunkte

Bei der Frage nach der eigenen Lebenserwartung orientiert sich mehr als die Hälfte (55 Prozent) der Deutschen am Alter der Großeltern, vier von zehn blicken auf die Eltern. Doch das blendet die steigende Lebenserwartung aus und den medizinischen Fortschritt aus. Experten gehen davon aus, dass jede Generation ungefähr fünf Jahre länger lebt als die vorangegangene. Darüber sollte im Beratungsgespräch zur Altersvorsorge dringend aufgeklärt werden.

Über die Studie:
Im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft e. V. hat forsa Politik- und Sozialforschung GmbH eine repräsentative Befragung zum Thema “Rentendauer” durchgeführt. Im Rahmen der Untersuchung wurden insgesamt 1.004 nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählte erwachsene Personen der Geburtsjahrgänge 1964 und jünger befragt. Die Befragung wurde vom 11. bis 23. August 2021 mithilfe des online-repräsentativen Befragungspanels forsa.omninet durchgeführt.

Von welchen Service-Leistungen machen Deutsche die Wahl ihres Kfz-Versicherers abhängig? Das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage, die im Auftrag eines Versicherers erstellt wurde.

Wenn die Wechselsaison im Kfz-Bereich ansteht, buhlen Versicherer um die Gunst der Wechselwilligen. Welche Service-Leistungen dabei entscheidend sein können, ermittelte nun eine YouGov-Umfrage. Das Meinungsforschungsinstitut befragte im Auftrag eines Versicherers insgesamt 2.077 Personen repräsentativ, welche Service-Leistungen im Kfz-Bereich ihnen am wichtigsten sind. Von den Befragten verfügten 1.690 über mindestens ein Kfz im Haushalt. Die Befragten konnten jeweils bis zu drei Serviceleistungen nennen, die ihnen am wichtigsten sind.

Schnelle Regulierung des Schadens erwarten dreiviertel der Befragten – und damit Platz 1. Auf Rang zwei der Wunschliste findet sich der Punkt: ‚gute telefonische Erreichbarkeit‘ mit 51 Prozent Zustimmung. Dass die persönliche Ansprache nach wie vor wichtig ist, finden 28 Prozent der Befragten. Sie wünschen sich direkten Kontakt mit einem Versicherungsexperten oder einer -expertin. Ebenso viele legen Wert darauf, dass im Kfz-Schutz auch Pannenhilfe enthalten ist.

Unterschiedliche Service-Erwartungen bei den Altersgruppen

Besonders den Befragten zwischen 45 und 54 Jahren ist die schnelle Schadenregulierung wichtig (80 Prozent) – bei den über 55-Jährigen sind es sogar 86 Prozent. Im Vergleich dazu geben nur 41 Prozent der 18- bis 24-Jährigen und 65 Prozent der 25- bis 34-Jährigen an, dass die Versicherung Schäden schnell regulieren sollte. Die jüngere Generation bis 24 Jahre legt dagegen vergleichsweise viel Wert auf Pannenhilfe (29 Prozent). Nur 23 Prozent der über 55-Jährigen erwarten diesen Service.

Gut einem Viertel der 1.690 Befragten mit Kfz im Haushalt ist es wichtig, dass die Kaskoversicherung für die Reparatur von Parkschäden aufkommt – ohne Hochstufung der Schadenfreiheitsklasse. Noch häufiger als Parkschäden kommt es im Alltag zu Steinschlägen auf der Windschutzscheibe. 22 Prozent der Befragten achten deshalb bei der Kfz-Versicherung darauf, dass die Reparatur der Scheibe kostenlos ist.

Über die Studie:
Die verwendeten Daten beruhen auf einer Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, an der 2.077 Personen zwischen dem 13.08. und dem 16.08.2021 teilgenommen haben. Darunter n=1.690 Befragte mit Kfz im Haushalt. Die Gesamtergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren. Auftraggeber der Umfrage ist die DEVK.

Die Corona-Maßnahmen sorgten dafür, dass Deutsche mehr Zeit in den eigenen vier Wänden verbracht haben. Doch auf die Absicherung von Hab & Gut verzichten dennoch viele. Aus welchen Gründen, ermittelte eine Studie.

Die Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse, kurz AWA genannt, ermittelt auf breiter statistischer Basis Einstellungen, Konsumgewohnheiten und Mediennutzung der Bevölkerung in Deutschland. Dieser Auswertung zufolge gab es 2021 in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahre rund 50,62 Millionen Personen, die selber eine Hausratversicherung besaßen oder in deren Haushalt jemand anderes über eine solche Versicherung verfügte.

Zu den Gefahren, die über eine Hausratversicherung versichert sind, zählen: Einbruchdiebstahl, Feuer, Leitungswasser, Blitz, Hagel und Sturm. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) leisteten die Versicherer 2019 in 870.000 Schadenfällen und erbrachten Versicherungsleistungen in Höhe von 1,24 Mrd. Euro.

Dennoch verzichtet etwa jeder Sechste auf einen Schutz von Hab & Gut. Das ermittelte eine Online-Umfrage der YouGov Deutschland GmbH, die im Auftrag von ‘Cherrisk by UNIQA’ durchgeführt wurde und an der 2.093 Personen zwischen dem 30.06. und 02.07.2021 teilnahmen.

Die Umfrage zeigt auch, welche Argumente von jenen genannt werden, die auf Versicherungsschutz verzichten:

  • Der Wert meines Hausrates ist nicht hoch genug, damit es sich lohnen würde (19 Prozent).
  • Ich halte es nicht für nötig, eine Versicherung für meinen Hausrat abzuschließen (15 Prozent).
  • Ich kann mir keine Hausratversicherung leisten (15 Prozent).
  • Ich halte Hausratversicherungen generell für überwertet (12 Prozent).
  • Ich vertraue den Versicherungsanbietern nicht (zehn Prozent).