Mit welchen Themen wandten sich Versicherte an den PKV-Ombudsmann? Das zeigt die Auswertung des Tätigkeitsberichts 2020.

Der PKV-Ombudsmann ist eine außergerichtliche Schlichtungsstelle, die dabei helfen soll, Streitigkeiten zwischen Versicherten und Versicherungen zu klären. In seinem Tätigkeitsbericht 2020 geht der Ombudsmann auf die statistischen Besonderheiten ein. Und die geben Anlass zur Freude. Denn im Corona-Krisen-Jahr 2020 gab es weniger Beschwerdefälle als im Vorjahr. Erreichten den PKV-Ombudsmann 2019 noch 5.953 Beschwerden, waren es 2020 “nur” 5.906. Weniger Beschwerden gab es nur 2009 als das Ombudsmannverfahren im PKV-Bereich eingeführt wurde.

“Unter Berücksichtigung der über 40 Millionen bestehenden Verträge in der Krankheitskostenvoll-, Zusatz- und Pflegeversicherung, für die der Ombudsmann (…) zuständig ist, liegt die Zahl der Fälle, in denen ein Schlichtungsverfahren zur Vermittlung bei Meinungsverschiedenheiten angestrebt wurde, bei unter 0,02 Prozent”, schreibt PKV-Ombudsmann Heinz Lanfermann.

Doch worüber beschwerten sich die Versicherten am häufigsten? Das zeigt die Auswertung des Tätigkeitsberichts. Von den 5.906 Beschwerden bezogen sich 3.849 auf die Krankenvollversicherung. Dabei ging es um:

  • Gebührenstreitigkeiten (861 Fälle; entspricht 22,4 Prozent der PKV-Beschwerden)
  • Medizinische Notwendigkeit (765 Fälle; 19,9 Prozent)
  • Arznei-, Heil- und Hilfsmittel (544 Fälle; 14,1 Prozent)
  • Vertragsauslegung (377 Fälle; 9,8 Prozent)
  • Beitragsanpassung / Beitragshöhe (6,0 Prozent)

Welche Voraussetzungen müssen vorliegen, damit Überstunden vergütet werden? Und wer muss das wie nachweisen? Diese Fragen beschäftigten das Landesarbeitsgericht Niedersachsen. Zu welchen Antworten die Richter kamen und was noch ungeklärt ist.

Im Mai 2019 urteilte der Europäische Gerichtshof, dass Arbeitgeber die Arbeitszeiten ihrer Beschäftigten in einem verlässlichen, objektiven und zugänglichen System vollständig erfassen sollen. Ein Urteil, das für viele Unternehmen folgenreiche Konsequenzen hat. Denn bis dahin mussten in Deutschland “nur” Überstunden sowie Arbeit an Sonn- und Feiertagen erfasst werden.

Dass das deutsche Arbeitszeitgesetz nicht den Vorgaben des EuGH gerecht werden konnte, musste sich der hiesige Gesetzgeber erst in einem Rechtsgutachten zeigen lassen. Einen Gesetzentwurf, der die europäische Rechtsprechung aufgreift, legte das Bundesarbeitsministerium bislang nicht vor. Im September 2020 kam es dann aus Sicht vieler Arbeitgeber zu einem “Schock-Urteil”: Ein Lieferfahrer machte für einen Zeitraum von 1,5 Jahren Überstundenvergütung geltend.

Das Arbeitsgericht Emden gab der Klage statt und führte damals aus: Das Unternehmen war zur Erfassung und Kontrolle der Arbeitszeiten verpflichtet. Die vorgelegten technischen Aufzeichnungen seien als Indiz für die geleistete Arbeitszeit ausreichend und nicht, z.B. durch Darlegung von Pausenzeiten, entkräftet wurden. Diesem Urteil zufolge hätte das Unternehmen also Überstunden rückwirkend für einen Zeitraum von 1,5 Jahren bezahlen müssen.

Nun wendete sich das juristische Blatt: Denn das Landesarbeitsgericht Niedersachsen (LAG) sah den Fall durchaus anders. Nach Auffassung der LAG-Richter wohnt dem EuGH-Urteil keine Aussagekraft hinsichtlich der Darlegungs- und Beweislast im Überstundenprozess inne. Fragen zur Anordnung, Duldung oder Betriebsnotwendigkeit von Überstunden seien durch das EuGH-Urteil unberührt. Weiter führten die Richter aus, dass dem EuGH keine Kompetenz zur Entscheidung über Fragen der Vergütung zukomme. Dies ergebe sich aus Art. 153 AEUV. Die Voraussetzungen eines Anspruchs auf Überstundenvergütung habe der Kläger daher nicht dargelegt.

Allerdings: Eine endgültige Klärung dieser Fragen wurde wieder verschoben. Denn das LAG ließ die Revision zum Bundesarbeitsgericht zu. Wann sich dieses Gericht mit den Streitfragen um den Überstundenprozess auseinandersetzt, ist noch offen (LAG Niedersachsen, 5 SA 1292/20).

Wer weiß, wie junge Menschen wohnen wollen, kann auch Rückschlüsse über deren Vorsorge-Bedarf ziehen. Eine aktuelle Studie zeigt, welche Erwartungen junge Menschen hegen, die heute zwischen 14 und 19 Jahren alt sind.

Single-Tarife in der Privathaftpflicht oder der Hausratversicherung dürften wohl bald Ladenhüter sein. Zumindest dann, wenn es nach den Erwartungen und Wünschen der heute 14- bis 19-Jährigen geht.

Eine Befragung des ‚Instituts für Zukunftspolitik Berlin‘ zeigte, dass die große Mehrheit der Befragten (80 Prozent) zuhause lebt. Über 52 Prozent der jungen Erwachsenen wollen daran so schnell auch nichts ändern. Den Wunsch, so schnell wie möglich auszuziehen, haben 43 Prozent.

Danach gefragt, wie ihr Leben im Alter von 30 Jahren aussehen soll, geben 84 Prozent an, dass sie dann am liebsten mit einer eigenen Familie zusammenleben wollen. Nur 5 Prozent der Befragten wünschen sich ein Leben als Single.

Auch sonst sind die Erwartungen an das künftige Leben recht konkret: Die überwältigende Mehrheit (87 Prozent) der 14- bis 19-Jährigen will mit 30 Jahren in den eigenen vier Wänden leben: 74 Prozent in einem Haus und 14 Prozent in einer Wohnung. Nur knapp jeder Zehnte (9 Prozent) will zur Miete wohnen. Befragte in kleineren Städten und Gemeinden streben mit 81 Prozent noch häufiger als die Bewohner in mittelgroßen Städten (72 Prozent) oder in Großstädten (64 Prozent) ein eigenes Haus an.

Also direkt aus dem Elternhaus ins Eigenheim mit Familie? Das wäre wohl den meisten Befragten am liebsten. Doch wird dabei die eigene finanzielle Leistungsfähigkeit überschätzt? Dieser Eindruck drängt sich auf, wenn man die weiteren Ergebnisse der Kurzstudie betrachtet. So gehen beispielsweise 55 Prozent der Befragten davon aus, dass sie im Alter von 30 Jahren über die finanziellen Möglichkeiten verfügen, Wohneigentum zu erwerben. 35 Prozent geben sich selbst dafür länger Zeit und 4 Prozent sind davon überzeugt, nie über genug Vermögen für Immobilien-Erwerb verfügen zu können.

Wo die künftige Traum-Immobilie hingegen zu finden sein könnte, wissen die meisten ebenfalls schon jetzt: Jenseits der Großstädte. Nur jeder Fünfte (21 Prozent) der heute 14- bis 19-Jährigen will mit 30 Jahren in einer Großstadt leben. 28 Prozent bevorzugen eine mittelgroße Stadt. Jeder Vierte (25 Prozent) möchte in einem Vorort oder Randgebiet einer Großstadt oder mittelgroßen Stadt wohnen. Fast jeden Vierten (24 Prozent) zieht es dagegen später in ein kleines Dorf oder auf einen alleinstehenden Bauernhof oder in ein Haus auf dem Land.

Wie Jugendliche am ehesten Vermögensaufbau betreiben können und welcher Versicherungsschutz auf dem Weg vom ‚Hotel Mama‘ ins Eigenheim empfehlenswert ist, klärt man am besten im persönlichen Beratungsgespräch mit Fachleuten.

Mit Regen und niedrigen Temperaturen rettet sich das Aprilwetter derzeit in den Mai: Und doch: mehr und mehr erobern auch wieder eindrucksvolle Zweiräder die Straßen. Mit dem Frühling kommt die Zeit der Motorräder. Biker holen ihre Schätze aus den Garagen, präsentieren stolz ihre Kluft, brechen zu Touren auf “übers Land”. Nicht selten sieht man Gruppen von Motorradfahrern im Frühjahr über die Landstraßen ziehen.

Corona verstärkt dieses Erleben sogar noch – Zweiräder sind so beliebt wie nie, wie der Nachrichtensender NTV berichtet. Auch das Motorrad gehört hier hinzu – Händler melden Absatzrekorde. Da lohnt, sich mit dem Versicherungsschutz für die Maschinen vertraut zu machen.

Motorrad: Gleiche Bedingungen wie Kfz

Zunächst: Beim Motorrad gelten die gleichen Bestimmungen wie bei der Kfz-Versicherung für ein Auto. Darüber informiert aktuell der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV). So dient die Kfz- Haftpflicht dem Schutz etwaiger Unfallopfer. Hingegen übernimmt die Teil- oder Vollkaskoversicherung die Schäden am eigenen Fahrzeug.

Vollkasko gewährleistet Diebstahlschutz

Um die Kfz-Haftpflicht kommt keiner herum: Sie ist gesetzliche Pflicht wie bei allen motorisierten Kfz-Fahrzeugen. Zur Kasko-Versicherung informiert der Interessenverband der Versicherungswirtschaft: Die Teilkaskoversicherung deckt eine Anzahl genau definierter Schadensfälle ab, zum Beispiel Diebstahl oder Schäden durch Sturm und Hagel. Die Vollkaskoversicherung ersetzt hingegen – zusätzlich zu den Leistungen der Teilkaskoversicherung – weitere Schäden am eigenen Motorrad, zum Beispiel die Schäden nach einem selbst verursachten Unfall. Sie übernimmt auch die Kosten für Vandalismusschäden wie zum Beispiel zerkratzten Lack. Und auch bei Diebstahl besteht nur Versicherungsschutz bei einer Vollkasko-Versicherung: Sie ersetzt in der Regel den Wiederbeschaffungswert des Motorrads.

Motorräder werden häufiger geklaut als Autos

Man sollte auf den Diebstahlschutz nicht verzichten: Wenn von 1.000 Motorrädern durchschnittlich 1,8 Räder gestohlen werden, ist der Durchschnitt höher als bei Autos. Motorräder, so pointiert der GDV, sind ein sehr beliebtes Diebesgut. Guter Versicherungsschutz ist also empfehlenswert – und der Gang zu einer Expertin oder einem Experten für den richtigen und passgenauen Versicherungsschutz geboten.

Vorsichtiges Fahren: das A&O trotz Versicherungsschutz

Trotz gutem Versicherungsschutz sollte ein Motorradfahrer natürlich ernste Unfälle fürchten. “Motorradfahrer töten nicht, Motorradfahrer werden getötet,” lautet ein beliebter Spruch auf Shirts und Aufklebern der Biker-Szene. Der ernste Hintergrund des Spruchs: Kaum ein Verkehrsteilnehmer ist so gefährdet wie Motorradfahrer, tödlich zu verunglücken. Denn mehr als jeder fünfte Verkehrstote ist ein Motorradfahrer. Laut Studie der Unfallforschung der Versicherer (UDV) ist die Wahrscheinlichkeit, mit einem Motorrad tödlich zu verunglücken, 21 mal höher als mit einem Auto.

Biker verursachen die Unfälle oft selbst

Wahr an dieser Zahl ist aber auch: Biker verursachen die Unfälle oft selbst. Auch das ergab nämlich eine Studie der Unfallforschung der Versicherer: In zwei Dritteln aller tödlichen Unfälle mit Motorradfahrer verursacht der Motorradfahrer den Unfall selber. Zusätzlich zu einem guten Versicherungsschutz kann also eine vorsichtige Fahrweise vor tragischen Unfallfolgen bewahren: Dann gelingt auch der Fahrspaß auf den eindrucksvollen Maschinen.

Renditewünsche sind laut einer Postbank-Umfrage vor allem eins: Ein Lippenbekenntnis. Denn obwohl sich die meisten Deutschen für die Vermehrung ihrer Geldanlage interessieren, handelt nur ein kleiner Teil entsprechend.

In Niedrigzinszeiten sind Erträge mit Tages- oder Festgeldkonten kaum zu erreichen. Einer aktuellen Kantar-Umfrage im Auftrag der Postbank zufolge, quittiert knapp ein Drittel aller Deutschen (29 Prozent) diese Tatsache mit einem Achsel­zucken. Ob das Geld Gewinne erwirtschaftet, ist dieser Gruppe der Befragten unwichtig oder egal.

Die überwiegende Mehrheit der Deutschen – nämlich 71 Prozent der Befragten – legt hingegen Wert auf Rendite. Doch das scheint nur ein Lippenbekenntnis zu sein. Denn mehr als die Hälfte der Sparer (53 Prozent) bringt das Geld auf nahezu unverzinsten Sparkonten unter.

Ersparnisse auf dem Girokonto parken? Das macht immerhin jeder Dritte (34 Prozent). “Damit nehmen sie in Kauf, dass ihre Rücklagen über die Zeit an Wert verlieren, da nicht einmal ein Inflations­ausgleich erzielt wird. Zudem verschenken sie Chancen, ihr Vermögen zu vermehren”, meint Frank Kuczera von der Postbank.

Aktien oder Fondsanteile kommen nur bei jedem vierten Sparer (26 Prozent) ins ‚Einkaufskörbchen‘. Im Vergleich zum Durchschnittssparer zeigt sich bei den Wertpapierbesitzern eine ausgeprägte Affinität zu Rendite: So geben 88 Prozent aus dieser Sparer-Gruppe an, es sei ihnen wichtig, dass ihre Geldanlage Gewinne abwirft. Damit liegt diese Gruppe ganze 17 Prozentpunkte über dem Durchschnitt.

12 Prozent der Anleger, die in Wertpapiere (Aktien oder Fonds) investieren, gibt an, dass Renditechancen unwichtig oder egal seien.

Über die Studie:
In einer repräsentativen Online-Befragung interviewte Kantar im Auftrag der Postbank zwischen dem 18. und 25. Januar 2021 insgesamt 1.000 Befragte ab 16 Jahren.

Psychische Erkrankungen blieben auch 2020 wichtigste Ursache, weshalb private Berufsunfähigkeitsversicherer eine Rente bewilligen. Das zeigt eine aktuelle Analyse.

Erneut hat das Analysehaus Morgen & Morgen die Daten von privaten Berufsunfähigkeits-Versicherern ausgewertet, um zusammenzutragen, welche die häufigsten Ursachen für die Bewilligung einer BU-Rente sind. Und diese Zahlen helfen, bestehende Vorurteile abzubauen.

Längst sind es nämlich nicht mehr die schweren körperlichen Tätigkeiten, die hauptursächlich für das vorzeitige Ausscheiden aus dem Beruf sind. Kein Wunder, sind doch auch immer weniger Menschen in “Malocher-Berufen” tätig — auch, wenn viele davon nach wie vor wichtig und unersetzbar sind. Stattdessen rücken auch Jobs in den Fokus, die wenig körperliche Anstrengung erfordern.

Die Top-Ursache: Für 31,88 Prozent aller Versicherten waren 2020 Nervenerkrankungen die Ursache für eine Berufsunfähigkeit. Ein leichter Rückgang gegenüber dem letzten Jahr, denn bei der vorherigen Auswertung lag der Wert noch bei 32,66 Prozent. Dabei zeigt sich, dass durchaus auch junge Menschen bereits von psychischen Erkrankungen bedroht sind. In der Generation der Unter-40-Jährigen lag der Anteil bei 32,46 Prozent aller bewilligten BU-Renten.

Andere Ursachen sind aber ebenfalls nicht zu unterschätzen. “Erkrankungen des Skelett- und Bewegungsapparates” landen auf Rang zwei: mit 20,33 Prozent der neuen Berufsunfähigkeits-Renten. Hier sind tatsächlich all jene Beschwerden zu verorten, die durch körperlich schwere Arbeit begünstigt werden: Wenn der Rücken nicht mehr mitmacht, die Knie schmerzen, Erkrankungen der Muskeln und Gelenke auftreten etc. Auch diese entstehen jedoch nicht allein bei schwerer körperlicher Tätigkeit. Auch, wer lange in unnatürlicher Haltung im Büro sitzt und auf den Bildschirm starrt, kann solche Gebrechen erleiden. Hier kann vorbeugend helfen, den Arbeitsplatz im Rahmen eines betrieblichen Gesundheitsmanagements untersuchen zu lassen.

Rang drei belegt ebenfalls eine Ursache, die oft mit Schmerzen, Leid und Zukunftsängsten verbunden ist: 17,77 Prozent der BU-Renten werden aufgrund von Krebs und anderen bösartigen Geschwülsten bewilligt. Unfälle (8,38 Prozent) und Erkrankungen des Herzens (7,03 Prozent) sind weit seltener für das Aus im Beruf verantwortlich.

Laut Morgen & Morgen sind die Leistungen der privaten Berufsunfähigkeitsversicherung im vergangenen Jahr deutlich gestiegen. Demnach würden sich aktuell rund 267.000 BU-Renten mit einem Volumen von 2,2 Milliarden Euro in der Auszahlung befinden. Das sind rund 200 Millionen Euro mehr als im Vorjahr.

Hier empfiehlt es sich, rechtzeitig vorzusorgen. Im Bestand der BU-Renten mussten die Versicherten im Schnitt mit 44 Jahren ihren Beruf aufgeben: Da hat man einen Großteil der Karriere eigentlich noch vor sich. Es sollte darauf geachtet werden, dass die BU-Rente ausreichend hoch angesetzt wird. Im Schnitt sind 1.000 Euro vereinbart: oft zu wenig, um den Lebensstandard langfristig zu sichern.

2020 stieg die Sparquote von rund 11 auf 16 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit. Doch das betrifft längst nicht alle Deutschen. Wie der Lockdown Deutschland spaltet und wofür die Sparer Geld zurücklegen.

Das Ansteigen der Sparquote im Corona-Jahr 2020 ist eben nur ein statistischer Wert. Wer genauer hinschaut, erkennt ein zweigeteiltes Deutschland. Genauer hingeschaut hat der Verband der Privaten Bausparkassen und ließ via Umfrage herausfinden, wieviele Deutsche denn überhaupt Geld zurücklegen konnten.

Den Umfrage-Ergebnissen zufolge konnten immerhin 44 Prozent der Bundesbürger 2020 mehr sparen als vorher. Die gegenteilige Erfahrung machten 43 Prozent. Und sieben Prozent der Befragten mussten gar ihr Erspartes antasten.

Doch wofür wollen diejenigen, die sparen konnten, ihr Geld ausgeben? Laut Erhebung (Mehrfachnennungen möglich) wollen 23 Prozent der Befragten ihr Geld für den nächsten Urlaub verwenden. Ebenfalls 23 Prozent verplanen das Ersparte für Freizeitaktivitäten. 16 Prozent wählten die Antwort-Option ‚etwas Schönes kaufen‘. 8 Prozent der Deutschen würden eine Immobilie kaufen und 6 Prozent würden in Aktien oder/und Wertpapiere investieren.

21 Prozent wollen das Geld unangetastet lassen und weiter sparen. Bei den Sparformen dominieren weiterhin Girokonto und Sparbuch.

Für die Erhebung wurden mehr als 2.000 Personen im Alter von über 14 Jahren befragt; dabei waren Mehrfachnennungen zulässig.

Corona führt zum Fahrrad-Boom: Der Ansturm auf die Drahtesel boomt derart, dass Hersteller sogar Lieferengpässe meldeten. Und das Angebot ist groß am Markt – Fahrräder mit und ohne Unterstützung von Motorkraft stehen zur Auswahl. Da ist es gut zu wissen, wie die Fahrzeuge verkehrsrechtlich eingeordnet werden – und welcher Versicherungsschutz gebraucht wird.

Normalerweise braucht man für ein Fahrrad keine extra Versicherung, die vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist. Gelten doch muskelbetriebene Fahrräder nicht als Kraftfahrzeug im Sinne des Straßenverkehrsgesetzes (StVG). Für begeisterte Radler empfiehlt sich dennoch unbedingt eine Unfallversicherung. Schließlich verletzen sich pro Jahr fast 14.500 Menschen auf dem Rad. Und auch eine Privat-Haftpflicht ist im Grunde ein Muss – wer Dritten einen Schaden verursacht, haftet auch auf dem Rad mit seinem gesamten Vermögen.

Was für Fahrräder gilt, gilt für Pedelecs mit elektrischer Tretunterstützung ebenfalls, sobald sich der Motor bei 25 km/h abschaltet: Auch solche Pedelecs gelten nicht als Kraftfahrzeuge im Sinne des Straßenverkehrsgesetzes, sondern werden Fahrrädern ohne Motorantrieb gleichgestellt. Aber auch hier gilt natürlich: Wenngleich der Gesetzgeber keine Versicherung verpflichtend vorschreibt, sind Pedelec-Fahrer mit privater Haft- und Unfallversicherung auf der sicheren Seite.

Versicherungspflicht für S-Pedelecs

Versicherungspflicht besteht allerdings für S-Pedelecs – für Fahrräder mit bis zu 45 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit sowie mit einer Motorleistung von 250-500 Watt. Diese Fahrzeuge gelten nicht mehr als Fahrrad, sondern werden als Kleinkraftrad bzw. KfZ eingestuft: Eine Kfz-Haftpflicht ist durch den Gesetzgeber hier vorgeschrieben. S-Pedelecs dürfen zudem nur mit Helm und Versicherungskennzeichen gefahren werden. Das Mindestalter für das Führen dieser Fahrzeuge beträgt 16 Jahre.

Wie versichert man die Fahrräder gegen Diebstahl?

Ein neuer Fahrradboom kann aber auch einen neuen Diebstahlboom bedeuten. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) wurden in Deutschland in 2020 immerhin 260.956 Bikes gestohlen – bei niedrigen Aufklärungsquoten. Da ist es gut zu wissen, wie man die Fahrräder gegen Diebstahl versichert.

Bei Diebstahl aus dem Keller oder der Garage greift die Hausratversicherung. Anders aber sieht es aus, wenn das Fahrrad unterwegs gestohlen wird – zum Beispiel von einem Ort, an dem es angebunden wurde. Hier kann, zusätzlich zur Hausratversicherung, aber der Zusatzbaustein Fahrraddiebstahl abgeschlossen werden.

S-Pedelec braucht Teilkasko

Freilich: Für S-Pedelecs reicht ein solcher Schutz nicht aus, da es sich hier verkehrsrechtlich um ein Kfz und nicht mehr um ein Fahrrad handelt. Wer Versicherungsschutz vor Diebstahl seines S-Pedelec wünscht, ist mit einer Teilkasko auf der sicheren Seite.

Grundsätzlich lohnt, sich zum Versicherungsschutz beim Drahtesel-Boom von einer Expertin oder einem Experten beraten zu lassen. Denn ist man gut versichert, findet die Freude am neuen Gefährt kein schnelles und unverhofftes Ende.

In welchen Fällen greift die Reiserücktritts- oder abbruchversicherung? Und worauf sollte geachtet werden, wenn man den Reiseschutz bei einem ausländischen Versicherer bucht? Das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland gibt Hinweise.

“Unser Corona-Reiseschutz – perfekte Sicherheit für Ihre Reise” – solche Werbesprüche sind geeignet, bei Verbrauchern den Eindruck zu erwecken, dass die gebuchte Reise problemlos storniert werden kann. Doch das ist oft nicht der Fall, warnt das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland. Demnach handelt es sich bei den Corona-Reiseschutz-Angeboten zumeist um Erweiterungen des Reiserücktritts- bzw. abbruchversicherung, die hauptsächlich folgende drei Ereignisse absichern:

  • Anordnung einer Isolation:
    Wenn der Verbraucher vor Antritt der Reise aufgrund einer COVID-Erkrankung in häusliche Quarantäne muss.
  • Verweigerung der Aus- oder Rückreise:
    Wenn z. B. das Flughafenpersonal beim Passagier eine erhöhte Temperatur feststellt und ihn nicht mitnimmt.
  • Vorzeitiger Reiseabbruch:
    Der Reisende erkrankt während des Urlaubs an Corona. Durch die vor Ort angeordnete Quarantäne oder frühzeitige Rückreise entstehen zusätzliche Unterkunfts- und Transportkosten.

Persönliche Verhinderungsgründe (schwere Erkrankung, Unfall, betriebsbedingte Kündigung oder der Tod eines nahen Angehörigen) sind weiterhin Leistungsauslöser für die Versicherung.

Wichtig: Eine Corona-Reisewarnung oder die Befürchtung, sich auf der Reise oder im Zielland mit COVID-19 zu infizieren, reichen als Gründe nicht aus, um Leistungen aus der Reiserücktrittsversicherung zu erhalten. Urlauber, die ihre Reiseversicherung bei einer ausländischen Versicherung abschließen (beispielsweise über die Fluggesellschaft), sollten sich einiger Besonderheiten bewusst sein, raten die Verbraucherschützer. Im Versicherungsfall ist die Versicherung umgehend zu informieren. Das ist aber nicht die Airline oder der Reiseveranstalter. Reise- und Versicherungsleistungen sind zwei verschiedene Verträge. Es muss genau darauf geachtet werden, wer eigentlich der Vertragspartner ist. Zudem nehmen nicht alle ausländischen Versicherer an Streitschlichtungsverfahren teil.

Der Kinderbonus in Höhe von 150 Euro soll im Mai 2021 einmalig ausgezahlt werden. Wer anspruchsberechtigt ist und wann die Auszahlung erfolgt.

Im Mai 2021 wird einmalig ein ‚Corona-Zuschlag‘ in Höhe von 150 Euro gezahlt. Voraussetzung dafür: Im Mai 2021 besteht ein Anspruch auf Grundsicherung oder Sozialgeld. Das Geld sollen Alleinstehende, Alleinerziehende oder Partner, die in einer Bedarfsgemeinschaft leben, erhalten. Volljährige, die bei ihren Eltern leben und bei denen das Kindergeld nicht als Einkommen berücksichtigt wird, sollen den ‚Corona-Zuschlag‘ ebenfalls erhalten.

Wie die zuständige Bundesagentur für Arbeit mitteilt, erfolgt die automatische Auszahlung ab Kalenderwoche 19. Eine gesonderte Antragstellung ist laut Bundesagentur dafür nicht notwendig.

Kinderbonus: Kein Antrag notwendig

Dass kein zusätzlicher Antrag gestellt werden muss, gilt auch für den Kinderbonus in Höhe von 150 Euro. Dieser wird an Familien gezahlt, die im Mai 2021 Anspruch auf Kindergeld haben. Die Einmalzahlung wird nicht auf Sozialleistungen angerechnet und soll “einige Tage nach der regulären Kindergeldzahlung” erfolgen, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) mitteilte. “Für Kinder mit einem Anspruch auf Kindergeld in einem anderen Monat wird der Kinderbonus immer im jeweiligen Monat ausgezahlt”, so die BA weiter.

Davon abzugrenzen ist der Kinderzuschlag. Dieser wurde zu Jahresbeginn 2021 erhöht (maximal 205 Euro je Kind) und soll Familien mit geringem Einkommen entlasten. Der Kinderzuschlag wird für jede Familie individuell berechnet. Ob ein Anspruch auf Kinderzuschlag besteht, kann mit dem KiZ-Lotsen der Familienkasse im Internet geprüft werden.