Auch in der aktuellen Situation brechen wieder viele Deutsche in die Skigebiete auf, um zwischen Weihnachten und Neujahr ein wenig Entspannung zu finden. Neben dem richtigen Versicherungs-Schutz sollte dabei aber auch das Thema Corona nicht vernachlässigt werden.

Wer in diesem Jahr in den Ski-Urlaub starten will, hat es besonders schwer. Wenig Schnee lässt so manche Piste ungeeignet erscheinen: und auch dort, wo man ausreichend Weiß vorfindet, müssen spezielle Regeln beachtet werden. Denn die Corona-Pandemie macht leider auch vor den Wintersportgebieten nicht Halt. Grundsätzlich gilt in Deutschland die 3-G-Regel: das bedeutet, nur, wer geimpft, genesen oder getestet ist, darf sich die Skier anschnallen. In manchen Bundesländern wurden diese Regeln aber verschärft. So herrscht 2G etwa in Bayern oder Baden-Württemberg: nur Geimpfte und Genesene sind in den Skigebieten willkommen. Über die Regeln informiert aktuell ein großer Automobilclub.

Ähnliches gilt in Österreich, eines der beliebtesten Wintersport-Ziele der Deutschen. Auch hier ist 2G Pflicht: lediglich Kinder unter 12 Jahren sind hiervon ausgenommen. In vielen Gondeln und Sesselliften herrscht zudem -wie auch in Deutschland- Maskenpflicht und Abstandsgebot.

Wer hingegen seinen Urlaub in der Schweiz verbringt, muss aktuell noch keine 2G- oder 3G-Regel beachten: Wenngleich auch hier in geschlossenen Innengebäuden und Wartezonen Maskenpflicht herrscht. Aber auch hier können sich die Regeln -abhängig vom Infektionsgeschehen- jeder Zeit verschärfen. Wer in den Skiurlaub fahren will, sollte sich also kurz vorher noch einmal informieren, wo gerade welche Regeln herrschen: Auskunft geben zum Beispiel die lokalen Touristik-Informationen.

Wichtige Sicherheitsregeln auf der Piste!

Doch nicht nur mit Blick auf Corona kann ein Skiurlaub ein riskantes Unterfangen sein. So viel Spaß die Fahrt auf Ski oder Snowboard auch bedeutet: Bei kaum einem anderen Sport treten so viele Verletzungen auf. Täglich werden den privaten Unfallversicherern in Deutschland durchschnittlich mehr als 20 Unfälle gemeldet, wie der GDV, Dachverband der Versicherer, schon im letzten Jahr informiert hat. Zählt man alle Unfälle zusammen -auch die unversicherten- ereignen sich in den Wintermonaten pro Tag 100 Unfälle, die stationär behandelt werden müssen. Allein beim Lieblingssport der Deutschen, dem Fußball, treten laut Statistik noch mehr Unfälle mit Verletzungen auf!

Das ist natürlich kein Grund, den Skiurlaub von vorn herein sausen zu lassen. Aber sollte Anlass geben, auch das Thema Sicherheit ganz hoch anzusetzen. Das heißt: tatsächlich nur jene Pisten befahren, die auch den eigenen Fähigkeiten entsprechen. Oft resultieren Verletzungen daraus, dass man sich überschätzt und allzu wagemutig den Berg hinabstürzt. Auch ist gegenseitige Rücksichtnahme oberstes Gebot. Und falsche Eitelkeit ist Fehl am Platz: ein Helm sowie eine ausreichende Schutzausrüstung gehören unbedingt dazu! Schließlich käme auch kein Weltklasse-Abfahrtsläufer auf die Idee, sich ohne Helm auf die Piste zu begeben. Selbst Laien erreichen mitunter Geschwindigkeiten von 30 km/h und mehr: die besten Fahrer sogar mehr als 120 Stundenkilometer!

Überholt werden darf stets nur derartig, dass im Überholvorgang ein überholter Skifahrer für all seine möglichen Bewegungen genügend Raum hat. Ein absolutes No-Go ist es, die Piste zu kreuzen und sich auf den Abfahrtsstrecken wieder nach oben zu begeben statt am Rand der Piste. Auf diese Regeln macht die Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS) aufmerksam. Und während der Helm in vielen Skigebieten ohnehin Pflicht ist, sollte auch auf eine formschlüssige Skibindung und eine wettergerechte Kleidung geachtet werden. Viele Unfälle ereignen sich deshalb, weil sich eine unpassende Skibindung löst oder der Körper ausgekühlt ist, was die Verletzungsanfälligkeit erhöht: Erfrierungen nicht ausgeschlossen.

Auch mit Versicherungen gut vorgesorgt!

Da stellt sich auch die Frage nach dem richtigen Versicherungs-Schutz. Wer eine private Unfallversicherung hat, der hat schon einmal gut vorgesorgt: Sie leistet bei allen Unfällen, unabhängig davon, wo sie passieren. Ebenfalls ist eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zu empfehlen, falls die Verletzung so schwer ist, dass es im Job nicht weitergeht. Selbstständige können ihren potentiellen Einkommens-Ausfall mit einer Krankentagegeld-Police auffangen.

Im Ausland ist eine Auslandsreisekrankenversicherung erste Wahl, da Krankenkassen oft nur das erstatten, was sie auch vor Ort bezahlen müssen. Hier drohen Kostenlücken. Ein ausreichender Schutz ist nicht nur mit Blick auf Skiunfälle im Ausland derzeit sinnvoll. Denn leider muss man eben doch auch damit rechnen, schwer an Corona zu erkranken: selbst bei aller Vorsicht. Mit ausreichend Vorsicht und Rücksichtnahme sollte aber auch in diesem Jahr der Skiurlaub Spaß und Erholung bieten – bleiben Sie gesund!

Noch nie haben die Versicherer so viel für Schäden durch Naturgefahren ausgegeben wie in diesem Jahr. Neben der zerstörerischen Sturzflut im Ahrtal waren vor allem starke Hagelstürme ein Grund für hohe Kosten. Die Zahlen zeigen, wie wichtig Elementarschutz ist.

Es ist ein trauriger Rekord: Nie zuvor haben die Versicherer so viel für Naturschäden ausgegeben wie in diesem Jahr. “Mit versicherten Schäden an Häusern, Hausrat, Betrieben und Kraftfahrzeugen von rund 12,5 Milliarden Euro ist 2021 das teuerste Naturgefahrenjahr seit Beginn der Statistik Anfang der 1970er-Jahre”, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die Zahlen verkündete der Versicherer-Verband am Montag.

Die höchsten Schäden sind durch Überschwemmung und Starkregen entstanden: allein neun Milliarden Euro mussten die Versicherer hierfür zahlen. Weitere zwei Milliarden Euro entstanden durch Sturm- und Hagelschäden. Für Naturgefahren-Schäden an Kraftfahrzeugen mussten die Kfz-Versicherer 1,5 Milliarden Euro zahlen.

Flut im Juli: allein 8,2 Milliarden Euro versicherte Schäden

Die höchsten Schäden haben erwartungsgemäß die verheerenden Überschwemmungen verursacht, die im Juli auf Tief “Bernd” folgten: 8,2 Milliarden Euro mussten die Versicherer hierfür zahlen. 7,7 Milliarden mussten für Wohngebäude, Hausrat und Betriebe bezahlt werden, 450 Millionen für Schäden an Kraftfahrzeugen. Vom 13. bis 18. Juli hatte die Unwetterfront “Bernd” mit Starkregen vor allem in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, aber auch in Bayern und Sachsen schwere Schäden angerichtet. Es war die schwerste Überschwemmung seit der Sturmflut 1962, die unter anderem Hamburg heimsuchte. 184 Menschen fanden allein in Deutschland den Tod, ganze Ortschaften wurden komplett zerstört.

Doch dies war nicht die einzige Katastrophe in diesem Jahr. Schon im Juni hatte eine Unwetter-Serie versicherte Schäden von 1,7 Milliarden Euro verursacht. 700 Millionen Euro mussten die Autoversicherer in diesem Monat allein für Hagelschäden zahlen: Hierfür ist es in der Regel notwendig, mindestens eine Teilkasko abzuschließen.

Dass hohe Schäden durch Naturereignisse keine Seltenheit sind, zeigt auch der Schnitt der letzten Jahre: Der langjährige Mittelwert pro Jahr betrug auch vor den Juli-Hochwassern bereits 3,8 Milliarden Euro versicherte Schadenkosten. Das zeigt, wie wichtig eine Elementarschaden-Versicherung für das eigene Haus ist. Denn eine Wohngebäude-Police reicht in der Regel nicht aus, wenn Überschwemmungen und Hochwasser das Haus beschädigen. Nur mit einem solchen Extrabaustein -der auch als eigenständige Versicherung abschließbar ist- zahlt der Versicherer auch bei Naturgefahren.

Auch Gewerbegebäude versichert?

Das Unwetter im Juli hat tatsächlich den Anstoß gegeben, dass Hausbesitzer vermehrt eine solche Police nachfragen: mehr als 400.000 Verträge wurden seither branchenweit neu abgeschlossen. Aber noch immer ist mehr als jedes zweite Haus ohne Schutz. Und eine Leere aus dem Juli-Hochwasser ist auch, dass viele Betriebe ihre Werkstätten und Gewerbegebäude nicht gegen Überschwemmungen, Rückstau oder Hochwasser abgesichert hatten, ebensowenig wie die darin enthaltene Ware. Hier gilt es, vorzusorgen. Denn wenn Haus und Waren beschädigt werden, sodass im Grunde Totalschaden herrscht, können die Wenigsten dies aus eigener Tasche zahlen.

Im Jahr 2022 kommt mit der Übergangspflege im Krankenhaus ein neues Instrument, das Menschen, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen auf fremde Hilfe angewiesen sind, unterstützen soll. Das Besondere: Diese steht nicht nur Pflegebedürftigen offen. Gibt es nach einer Behandlung im Krankenhaus Probleme, dass der Betroffene zuhause ausreichend versorgt werden kann, darf er bis zu zehn Tage länger in der Klinik bleiben.

Die alte schwarz-rote Bundesregierung hatte vor der Bundestagswahl noch fix einige Reformen umgesetzt, um Pflegebedürftige und ihre Angehörigen zu entlasten. Ein Baustein dieser gesetzlichen Neuerungen ist hierbei die sogenannte Übergangspflege, die nun auf stationäre Aufenthalte ausgedehnt wird. Und diese steht keineswegs nur Menschen mit einer Pflegestufe zu: auch andere Patientinnen und Patienten haben ein Anrecht darauf.

Konkret reagierte der Gesetzgeber mit dieser Neuerung darauf, dass viele Menschen, nachdem sie einen Eingriff im Krankenhaus hatten, zuhause nicht ausreichend umsorgt werden können. Oder, dass es vor Ort kein ausreichendes Angebot an Reha-Maßnahmen gibt: vielleicht, weil der oder die Betroffene im ländlichen Raum mit schwacher Gesundheits-Infrastruktur lebt. Ihnen soll nun entgegengekommen werden: wenn auch um den Preis eines längeren Klinik-Aufenthaltes.

Für maximal zehn Tage können die Betroffenen nun länger im Krankenhaus bleiben, wenn zuhause die Versorgung nicht gewährleistet ist. Das Anrecht besteht dann, wenn keine Kurzzeitpflege, Reha oder andere Pflegeleistungen nach dem Elften Buch Sozialgesetzbuch verfügbar sind. Grundlage hierfür ist § 39e SGB V.

Die Übergangspflege im Krankenhaus umfasst die Versorgung mit Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln, die Aktivierung der Versicherten, die Grund- und Behandlungspflege, ein Entlassmanagement, Unterkunft und Verpflegung sowie die im Einzelfall erforderliche ärztliche Behandlung. Sie muss bei der Krankenkasse beantragt werden, nicht bei der Pflegekasse. Das sollte möglichst zeitig geschehen. Wer sich nicht sicher ist, ob er darauf angewiesen sein wird, sollte folglich rechtzeitig das Gespräch mit der Krankenkasse oder dem Sozialdienst im Krankenhaus suchen.

Mit Blick auf Organisationsprobleme nach Pflegebedürftigkeit lohnt es sich auch, auf die Assistance-Leistungen einer privaten Pflegezusatzversicherung zu schauen. Auch hier sind viele Extras möglich, die es Betroffenen erleichtern, zuhause wieder Fuß zu fassen: etwa ein Menüservice, Wohnungsreinigung oder Besorgungen und Einkäufe. Hier klärt ein Beratungsgespräch auf!

Wie wichtig es ist, die Altersvorsorge mit Blick auf eine lange Lebenszeit zu planen, zeigen aktuelle Daten der Bundesregierung. Fast ein Viertel der Über-80-Jährigen in Deutschland lebt demnach in relativer Armut. Damit ist der Schnitt in dieser Bevölkerungsgruppe weit höher als in der Gesamtbevölkerung.

Kurz vor Weihnachten präsentiert die Bundesregierung Zahlen, die eher wenig festlich stimmen. Denn laut der Studie “Hohes Alter in Deutschland”, die vor wenigen Tagen vom Bundesseniorenministerium vorgestellt wurde, sind hochbetagte Seniorinnen und Senioren in Deutschland besonders von Armut bedroht.

Mehr als jeder fünfte Mensch über 80 Jahren (22,4 Prozent) in Deutschland ist demnach von Armut betroffen. Ein besonders hohes Risiko haben Frauen, wo der Anteil sogar noch um mehr als neun Prozentpunkte höher als bei den Männern liegt. Laut Studie leben 26,1 Prozent der hochaltrigen Frauen unter der Armutsgrenze, bei den Männern sind es 16,9 Prozent.

Hierbei handelt es sich jedoch um die sogenannte relative Armut, da sie sich am Einkommen der Gesamtbevölkerung bemisst. Als arm gilt, wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) besitzt: aktuell liegt dieser Wert bei 1.167 Euro netto im Monat. Dennoch ist der Anteil älterer Menschen höher als im Bevölkerungsschnitt, denn in der Gesamtbevölkerung gilt “nur” jeder Siebte (14,8 Prozent) als arm.

Altersvorsorge langfristig planen

Die Daten zeigen, dass es wichtig ist, die eigene Altersvorsorge mit Blick auf eine lange Lebenszeit zu planen. Wer in diesem Jahr seinen 80. Geburtstag feiert, kann laut Daten des Statistischen Bundesamtes im Schnitt noch auf mehr als weitere acht Lebensjahre hoffen. Hohe Lebensalter sind keine Seltenheit mehr: Zum 31. Dezember 2020 gab es in Deutschland mehr als 2,5 Millionen Personen im Alter von 85 Jahren und älter. Tatsächlich zeigen auch Studien der Versicherungswirtschaft, dass Menschen ihre Lebenserwartung oft um viele Jahre unterschätzen.

Während zwar viele Ausgaben wegfallen: etwa für den Weg zur Arbeit, kommen zugleich auch neue hinzu. Und das sind Kosten, die viele Menschen gar nicht eingeplant haben. So muss zum Beispiel unter Umständen die Wohnung behindertengerecht umgebaut werden, wenn man nicht mehr so kann, wie man will. Auch viele Medikamente kosten Zuzahlung oder sind gar komplett kostenpflichtig.

Viele Seniorinnen und Senioren unterschätzen auch, dass die Mietzahlungen plötzlich nicht mehr so einfach zu stemmen sind, wenn man weniger Einkommen hat. Es mangelt in Deutschland grundsätzlich an altersgerechtem Wohnraum: Wer dann noch betagt umziehen muss, zahlt bei den explodierenden Mietpreisen schnell deutlich mehr. Pflegebedürftigkeit ist ohnehin eines der größten Armutsrisiken in Deutschland: auch für Angehörige der Betroffenen. Und selbst, wenn man eine eigene Immobilie besitzt, drohen extra Kosten: etwa für teure Reparaturen.

Umso wichtiger ist es, schon früh mit der Planung des Lebensherbstes anzufangen. Lebens- und Rentenversicherungen können zum Beispiel das Langlebigkeitsrisiko auffangen, denn viele Verträge sehen vor, dass die Rente bis zum Lebensende gezahlt wird. Aber auch private Plegezusatzpolicen sowie die betriebliche Altersvorsorge leisten einen wichtigen Beitrag für ein sorgenfreies Leben im Alter. Die Möglichkeiten der Vorsorge sind vielfältig, wobei die Risiken gut gestreut bzw. möglichst gering sein sollten. Hier schafft ein Beratungsgespräch Aufklärung!

Inflation und Niedrigzinsen sorgen dafür, dass immer mehr Deutsche auf Aktien oder Fonds setzen, statt Geld auf Sparbüchern zu parken.

Die Zeit um den Jahreswechsel wird gern genutzt, um Vorsätze für das neue Jahr zu formulieren. Was sich die Deutschen hinsichtlich ihres Sparverhaltens für 2022 vornehmen, wollte die European Bank for Financial Services (ebase) anhand einer Studie herausfinden und ließ 1.000 Privatpersonen repräsentativ befragen.

Ein Ergebnis: Rund 30 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich ihre finanzielle Situation im kommenden Jahr verbessern wird. Eine Verschlechterung erwarten 18 Prozent der Befragten. Besonders optimistisch sind die 18- bis 29-Jährigen. In dieser Altersgruppe erwarten mehr als 60 Prozent der Befragten eine Verbesserung ihrer finanziellen Situation.

Die Studie “Finanzielle Vorsätze der Deutschen 2022” zeigt auch, dass die Sparneigung unverändert hoch bleibt: Mehr als die Hälfte der Befragten will 2022 so weiter sparen wie bisher und 30 Prozent sogar noch etwas mehr als bislang. Doch Niedrigzins und Inflation haben dazu beigetragen, dass mehr als in den letzten Jahren investiert werden soll. So wollen fast 30 Prozent im neuen Jahr in Aktien investieren. Die Geldanlage in Investmentfonds planen zudem 20 Prozent. Damit geben erstmals mehr Anleger an, in Aktien investieren zu wollen als Geld auf das Sparbuch einzuzahlen.

Kindern getrennt lebender Eltern steht ab 01. Januar 2022 mehr Unterhalt zu. Wie die Bedarfssätze angepasst wurden.

Ab Januar 2022 gelten neue Bedarfssätze für den Kindesunterhalt von Trennungskindern – diese erhalten mehr Unterhalt.

Unterhaltspflichtige Eltern mit niedrigem Einkommen (bis 1.900 Euro) müssen den sogenannten Mindestunterhalt leisten. Laut ‚Düsseldorfer Tabelle‘ beträgt der Mindestunterhalt 2022:

  • für Kinder der 1. Altersstufe (bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres) 396 Euro (Anhebung um 3 Euro),
  • für Kinder der 2. Altersstufe (bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres) 455 Euro (Anhebung um 4 Euro),
  • für Kinder der dritten Altersstufe (vom 13. Lebensjahr bis zur Volljährigkeit) 533 Euro (Anhebung um 5 Euro).

Ansonsten gilt: Je höher das Einkommen unterhaltspflichtiger Eltern, desto mehr steigt der Unterhaltsbedarf. Hierfür werden nun – das ist neu ab 2022 – 15 Einkommensgruppen je Altersstufe unterschieden und die Bedarfssätze schrittweise erhöht:

  • Ab der zweiten bis zur fünften Einkommensgruppe steigen die Bedarfssätze um jeweils fünf Prozent.
  • Ab der sechsten bis zur fünfzehnten Einkommensgruppe steigen die Bedarfssätze um jeweils acht Prozent.

Zur Deckung des Unterhaltsbedarfs muss auch Kindergeld verwendet werden. Das Kindergeld ist bei minderjährigen Kindern in der Regel zur Hälfte und bei volljährigen Kindern in vollem Umfang auf den Bedarf anzurechnen.

Zum Jahresende können viele Menschen ihre Altersvorsorge stärken. Besonders wichtig ist das für Selbstständige.

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und damit ergeben sich oft auch Möglichkeiten, die eigene Altersvorsorge zu stärken. Besonders wichtig ist das für Selbstständige. Denn sie unterliegen keiner gesetzlichen Altersvorsorge-Pflicht. Entsprechende Pläne der Politik wurden erst zugunsten der Grundrente zurückgestellt und später sah sich das Bundesarbeitsministerium außerstande, in der vergangenen Legislaturperiode eine gesetzgeberische Umsetzung der Altersvorsorgepflicht für Selbstständige mit der gebotenen Sorgfalt zu erarbeiten.

Umso wichtiger, dass Selbstständige geeignete Maßnahmen ergreifen, um sich Alterseinkünfte zu sichern. Ein Weg kann zum Beispiel sein, freiwillige Beiträge zur gesetzlichen Rente zu leisten. Das ist vor allem für jene interessant, die bereits vor ihrer Zeit als Selbstständiger Beiträge an die Deutsche Rentenversicherung abgeführt haben, aber keine fünf Beitragsjahre zusammenbekommen haben.

Freiwillige Beitragszahlungen an die Deutsche Rentenversicherung können noch bis März 2022 vorgenommen werden.

Selbstständige, die bereits einen Basisrenten-Vertrag besparen, sollten auch dort prüfen, ob nicht eine zusätzliche Zahlung möglich ist. Eine Einzahlung vor Jahresende würde die Steuerlast senken. Die Basis- oder auch Rürup-Rente gehört zu den staatlich geförderten Altersvorsorge-Produkten. Im Gegensatz zur bekannteren Riester-Rente erfolgt die Förderung über Steuerersparnisse.

Um die staatlichen Zulagen zur Riester-Rente zu bekommen, müssen mindestens 4 Prozent des rentenversicherungspflichtigen Vorjahresbruttos minus Förderung eingezahlt werden. Damit der Vertrag auch förderfähig ist, sollte überprüft werden, ob diese Voraussetzung erfüllt wurde. Gab es Gehaltserhöhungen oder ist eine Kinderzulage entfallen, sollte die Riester-Zahlung bis Jahresende aufgestockt werden, um die volle staatliche Förderung zu erhalten.

Weihnachtszeit ist auch die Zeit erhöhter Brandgefahr. Die Feuerwehr gibt Tipps, dass die besinnliche Zeit nicht zum Albtraum wird.

Die Weihnachtszeit ist die Zeit besinnlicher Lichter: Adventsgestecke oder Weihnachtspyramiden sind ohne Kerzen für viele nicht denkbar. So mancher schwört gar auf Kerzen für den Weihnachtsbaum. Jedoch: Hinter der Idylle lauern auch Gefahren. Denn was viele nicht wissen: Handelsübliche Kerzen können bis zu 750 Grad heiß werden.

Zu Weihnachten 50 Prozent mehr Feuerschäden

So steigt auch die Brandgefahr in der Adventszeit deutlich an. Die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer verzeichnen zum Jahresende regelmäßig rund 50 Prozent mehr Feuerschäden als in den Frühjahrs- und Herbstmonaten, so berichtet der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV). Rund 30.000 Brände werden in der Advents- und Weihnachtszeit regelmäßig von den Versicherern erfasst.

Wer also eine glückliche Weihnachtszeit bei Kerzenschein genießen möchte, sollte einige Verhaltensregeln beachten. Tipps hierfür gibt der Deutsche Feuerwehrverband.

Trockenes Tannengrün brennt wie Zunder

Regel Nummer eins: Kerzen sollte man niemals unbeaufsichtigt brennen lassen. Auch gehören Kerzen immer in eine standfeste, nicht brennbare Halterung. Keramik oder Porzellan bietet sich hier an. Denn insbesondere trockenes Tannengrün wird schnell durch Kerzenflammen in Brand gesetzt – Adventskränze und Bäume sind der Hauptgrund für Brände um die Weihnachtszeit, geht aus Statistiken des Versicherer-Verbands hervor.

Vorsicht mit Gardinen

Neben dem Tannengrün können auch andere brennbare Materialien in Umgebung der Kerzen zur Gefahr werden – Gardinen, Dekorationsstoffe, Geschenkpapier. Dies muss beim Aufstellen der Bäume oder Gestecke bedacht werden. Schon ein Windstoß in einer Gardine kann schnell zu einem Wohnungsbrand führen, sobald die Gardine an eine offene Flamme gerät.

Beim Entzünden der Kerzen Reihenfolge beachten

Die Feuerwehr empfiehlt: Wird der Weihnachtsbaum mit echten Kerzen beleuchtet, sollten diese von oben nach unten entzündet und in umgekehrter Reihenfolge wieder gelöscht werden. Zudem sollte immer ein Eimer mit Löschwasser oder auch ein Feuerlöscher bereit stehen. Die Kerzen sollten nicht zu weit herunter brennen – auch dies erhöht die Gefahr, dass Tannengrün sich entzündet.

Kinder in den Brandschutz einbeziehen

Bei Vorsichtsmaßnahmen des Brandschutzes spielen zudem Kinder eine wichtige Rolle: Vor allem kleine Kinder sollte man nie mit brennenden Kerzen allein lassen. Streichhölzer und Feuerzeuge sollten an einen kindersicheren Platz aufbewahrt werden – ist doch oft die Neugier der Kinder größer als ihre Vorsicht. Zudem sollten Kinder über die Gefahren des Feuers aufgeklärt werden.

Obacht auch mit Haustieren

Wer Katzen oder andere Haustiere hat, sollte sie ebenfalls nicht unbeobachtet in einem Zimmer mit dem leuchtenden Weihnachtsbaum oder Gestecken zurücklassen. Diese verwechseln eine glitzernde Kugel gern mal mit einem Spielzeug: und schon kippt der Baum.

Von Lichterketten kann ebenfalls eine Gefahr ausgehen

Eine Brandgefahr geht aber nicht nur von Kerzen, sondern auch von Lichterketten aus. Denn auch diese können einen trockenen Baum in Brand setzen. Benutzt werden sollten nur solche Lichterketten, die ein TÜV-Siegel oder “Geprüfte Sicherheit”-Zertifikat (GS) haben. Denn laut Verbraucherstudien sind gerade billige Lichterketten echte Brandherde: Selbst, wenn sie im offiziellen Handel gekauft wurden.

Defekte Glühbirnen sollten grundsätzlich nur durch solche mit der gleichen Volt- und Wattstärke ersetzt werden. Denn falscher Ersatz mit stärkeren Lampen kann dazu beitragen, dass die dünnen Kabel im Dauerbetrieb durchschmoren und ein Schwelbrand entsteht. Weniger brandgefährlich sind Lichterketten mit Leuchtdioden (LED), weil sie weniger Wärme entwickeln.

Wie für Kerzen gilt auch für Lichterketten: Lieber ausschalten, wenn man nicht im Raum ist! Laut Gerichtsurteilen kann schon eine 15-minütige Abwesenheit als grob fahrlässig gewertet werden, wenn Licht und offene Kerzen unbeobachtet bleiben.

Versicherungsschutz – auch zu Weihnachten wichtig

Kommt es trotz aller Vorsicht zu einem Brandschaden, hilft eine Hausrat- und Wohngebäudeversicherung. Die Wohngebäude-Police springt ein, wenn Hausbesitzer Schäden am eigenen Haus zu beklagen haben: etwa zerstörte Wände, Fenster und Böden. Diese Schäden können sich schnell auf mehrere hunderttausend Euro summieren.

Die Hausratversicherung übernimmt den Schaden, wenn Einrichtungsgegenstände durch das Feuer beschädigt oder zerstört werden. Die erhöhte Brandgefahr zu Weihnachten könnte also ein guter Grund sein, seinen Versicherungsschutz überprüfen zu lassen.

Welche Unternehmen sollten eine IT-Versicherung abschließen und welche eine Cyber-Police? Wie sich IT- und Cyber-Risiken unterscheiden.

Das vielleicht Wichtigste vorweg: Unternehmen, die eine IT-Versicherung abgeschlossen haben, sind deswegen nicht vor den finanziellen Folgen eines Cyberangriffs geschützt.

Beide Begriffe entstammen zwar dem gleichen Themenfeld, bezeichnen aber unterschiedliche Risiken. Um den tatsächlich notwendigen und sinnvollen Versicherungsschutz einzukaufen, ist eine Risikoanalyse unverzichtbar.

Im Folgenden sollen wesentliche Unterschiede zwischen IT- und Cyber-Risiken dargelegt werden. Im Nachschlagewerk ‚VersicherungsAlphabet’ wird auf die Unterteilung der Leistungszusage nach Eigenschäden, Drittschäden und weiteren Leistungsbestandteilen, wie zum Beispiel dem Krisenmanagement, hingewiesen.

Demnach sind unter Cyber-Risiken mögliche Schäden für Unternehmen an der eigenen IT zu verstehen. Die können beispielsweise Angriffe auf elektronische Daten oder informationsverarbeitende Systeme ausgelöst werden. Aber auch Datenschutzverletzungen zählen dazu. Da die Systeme des versicherten Unternehmens betroffen sind, spricht man von Eigenschäden.

Unter IT-Risiken ergeben sich hingegen oft im Zusammenhang mit der Erbringung von IT-Dienstleistungen. Gemeint sind Fehler oder Nachlässigkeiten, die Haftpflichtansprüche Dritter (Drittschäden) begründen. Das können zum Beispiel Programmierfehler sein. Diese Risiken sollten Unternehmen mit einer IT-Haftpflichtversicherung absichern.

Laut Koalitionsvertrag wollen SPD, FDP und Grüne den sogenannten Nachholfaktor in der Rentenversicherung wieder in Kraft setzen. Doch was bedeutet das konkret? Und wie wird das die Renten beeinflussen? Eines sei vorweggenommen: Die Rentenerhöhung 2022 fällt mit diesem Mechanismus weniger deutlich aus. Eine kurze Erklärung.

Als vor wenigen Wochen der aktuelle Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung vorgestellt wurde, hieß es darin noch, dass die Rente im kommenden Jahr deutlich steigen werde. Um 5,95 Prozent in den neuen und 5,18 Prozent in den alten Bundesländern sollte sie raufgesetzt werden. Denn die Höhe der Rente wird jährlich nach einem festgelegten Verfahren errechnet, das sich an den Löhnen und Beschäftigtenzahlen orientiert. Und 2021 war ein vergleichsweise gutes Jahr, in dem sich die Wirtschaft nach den Corona-Lockdowns wieder erholte.

Nachholfaktor soll Rentenerhöhung schmälern

Doch der ausgehandelte Koalitionsvertrag zwischen SPD, FDP und Grünen wird wohl dazu beitragen, dass die Renten zum Juli 2022 weniger stark angehoben werden. Der Grund: Die Koalitionäre wollen den sogenannten Nachholfaktor wieder in Kraft setzen. Dieser bremst eine mögliche Erhöhung der Rente nach Krisenjahren aus – und sorgt dafür, dass sie nicht so stark steigt. 2018 hatte die Bundesregierung diesen Nachholfaktor ausgesetzt.

Was aber ist der Nachholfaktor – und weshalb gibt es ihn? Er geht auf ein Gesetz aus dem Jahr 2009 zurück. Damals wurde gesetzlich festgeschrieben, dass Renten in den Folgejahren nicht sinken dürfen: auch dann nicht, wenn sich die Wirtschaft schlecht entwickelt und Löhne gesunken sind. Das ist eigentlich gut für Rentnerinnen und Rentner. Zugleich sollte aber auch ein Ausgleichsmechanismus in Kraft gesetzt werden, der dafür sorgt, dass nach Krisenzeiten die Renten weniger stark angehoben werden: nämlich nach Jahren, in denen die Renten rein rechnerisch hätten herabgesetzt werden müssen. Die hierfür maßgebende Formel ist der Nachholfaktor.

Ein solches Krisenjahr war 2020, als aufgrund der Corona-Pandemie viele Menschen in Kurzarbeit mussten oder gar nicht arbeiten konnten: speziell in der Veranstaltungs-, Kultur- und Gastronomiebranche. Nach Berechnungen des Bundesarbeitsministeriums hätte 2021 als Folge der Coronakrise die Rente um 3,5 Prozent sinken müssen, da auch die Löhne im Lockdown einbrachen. Aber wie bereits erwähnt: Sinken dürfen die Renten nicht.

Wenn nun aber die Renten zu stark steigen, belastet das vor allem die Beschäftigten, die mit ihren Beiträgen die Renten finanzieren. Und auch den Steuerzahler, da die Rentenkasse zugleich von Zuschüssen des Bundes profitiert. Allein im Vorjahr flossen bereits 97 Milliarden Euro aus dem Bundeshaushalt in die Rentenkasse. Hierbei ist auch zu bedenken, dass die Gesellschaft altert und es immer mehr Ruheständler gibt: und weniger Beitragszahler.

Entsprechend begründen SPD, FDP und Grüne ihre Absicht, den Nachholfaktor wieder in Kraft zu setzen, mit der Generationengerechtigkeit. Konkret heißt es im Koalitionspapier: “Wir werden den sogenannten Nachholfaktor in der Rentenberechnung rechtzeitig vor den Rentenanpassungen ab 2022 wieder aktivieren und im Rahmen der geltenden Haltelinien wirken lassen. So stellen wir sicher, dass sich Renten und Löhne im Zuge der Coronakrise insgesamt im Gleichklang entwickeln und stärken die Generationengerechtigkeit ebenso wie die Stabilität der Beiträge in dieser Legislaturperiode”.

Um wie viel steigt denn nun die Rente 2022?

Der Nachholfaktor ist also ein Mechanismus, der Rentenerhöhungen nach Krisenjahren weniger deutlich ausfallen lässt, um die Beitragszahler zu entlasten. Aber um wie viel wird denn nun die Rente im Juli 2022 voraussichtlich steigen, wenn dieser Faktor in Kraft gesetzt werden sollte?

Wie stark sich der Nachholfaktor auf die Rentenerhöhung auswirkt, ist noch nicht sicher. Nach ersten Berechnungen war das Bundesarbeitsministerium davon ausgegangen, dass die Rente nur etwa um die Hälfte der kommunizierten Zahlen steigen werde. Gegenüber der “Bild am Sonntag” sagte der geschäftsführende Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hingegen, dass die Erhöhung voraussichtlich um 0,8 Prozentpunkte niedriger ausfallen werde. Demnach würden die Renten in Westdeutschland zum Juli 2022 um 4,4 Prozent angehoben, in Ost um 5,1 Prozent. Wie hoch die Anpassung tatsächlich ausfällt, wird erst im Frühjahr entschieden.