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Bei einem Wanderurlaub in Italien wurde Hausrat aus dem Van eines Versicherten gestohlen. Die Hausratversicherung aber weigerte sich, den Schaden in voller Höhe zu übernehmen. Wie der Ombudsmann für Versicherungen darüber entschied.

Der Wanderurlaub eines Versicherten in Italien sorgte für Ungemach. So brachen Unbekannte in den Van ein und entwendeten zahlreiche Hausratgegenstände im Gesamtwert von ca. 5.800 Euro. Als der Mann den Schaden bei seiner Hausratversicherung geltend machte, stand erneut Ärger ins Haus. Denn der Versicherer weigerte sich, den Schaden zu regulieren. Zwar bestand unstreitig Versicherungsschutz für Diebstahl aus Kraftfahrzeugen. Diebstahl aus Wohnmobilien oder Wohnwagen war laut vertraglichen Vereinbarungen ausgeschlossen. Genau darauf berief sich der Versicherer. Der Versicherungsnehmer habe den Van als Wohnmobil zur Übernachtung genutzt. Dass das Fahrzeug als “Personenkraftwagen geschlossen” zugelassen worden war, beeindruckte den Versicherer anfangs nicht. Die Versicherung argumentierte, dass es entscheidend sei, wie das Fahrzeug zum Schadenzeitpunkt genutzt wurde. Ein Fahrzeug, das über einen eigenen Antrieb verfügt und zum Reisen und Wohnen geeignet ist, gelte als Wohnmobil. Die Einstufung nach der Straßenverkehrsordnung sei nicht relevant.

Obwohl der Versicherte bestritt, in dem Fahrzeug übernachtet zu haben, beharrte der Versicherer auf seiner Sicht. Bot aber – “schnell und unbürokratisch” – 3.000 Euro Pauschal-Entschädigung an. Das reichte aber dem Urlauber nicht. Er wandte sich an den Versicherungs-Ombudsmann, der über diesen Fall berichtete.

Der Ombudsmann teilte dem Versicherer mit, dass der Van weder nach der einschlägigen EU-Verordnung noch aus der Sicht eines durchschnittlichen und verständigen Versicherungsnehmers ein Wohnmobil darstelle. Dafür fehle es an der erforderlichen Ausrüstung (Tisch samt Sitzgelegenheiten, Schlafgelegenheit, Kochmöglichkeit). Zwar sei es möglich, in dem Fahrzeug zu schlafen, doch nach üblichen Maßstäben könne von ‚Wohnen‘ keine Rede sein.

Schließlich lenkte der Versicherer ein und erstattete 4.339,63 Euro. Die Differenz zu dem Betrag den der Beschwerdeführer ursprünglich forderte, erklärt sich aus fehlenden Anschaffungsbelegen.

Corona führt zum Fahrrad-Boom: Der Ansturm auf die Drahtesel boomt derart, dass Hersteller sogar Lieferengpässe meldeten. Und das Angebot ist groß am Markt – Fahrräder mit und ohne Unterstützung von Motorkraft stehen zur Auswahl. Da ist es gut zu wissen, wie die Fahrzeuge verkehrsrechtlich eingeordnet werden – und welcher Versicherungsschutz gebraucht wird.

Normalerweise braucht man für ein Fahrrad keine extra Versicherung, die vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist. Gelten doch muskelbetriebene Fahrräder nicht als Kraftfahrzeug im Sinne des Straßenverkehrsgesetzes (StVG). Für begeisterte Radler empfiehlt sich dennoch unbedingt eine Unfallversicherung. Schließlich verletzen sich pro Jahr fast 14.500 Menschen auf dem Rad. Und auch eine Privat-Haftpflicht ist im Grunde ein Muss – wer Dritten einen Schaden verursacht, haftet auch auf dem Rad mit seinem gesamten Vermögen.

Was für Fahrräder gilt, gilt für Pedelecs mit elektrischer Tretunterstützung ebenfalls, sobald sich der Motor bei 25 km/h abschaltet: Auch solche Pedelecs gelten nicht als Kraftfahrzeuge im Sinne des Straßenverkehrsgesetzes, sondern werden Fahrrädern ohne Motorantrieb gleichgestellt. Aber auch hier gilt natürlich: Wenngleich der Gesetzgeber keine Versicherung verpflichtend vorschreibt, sind Pedelec-Fahrer mit privater Haft- und Unfallversicherung auf der sicheren Seite.

Versicherungspflicht für S-Pedelecs

Versicherungspflicht besteht allerdings für S-Pedelecs – für Fahrräder mit bis zu 45 Stundenkilometern Höchstgeschwindigkeit sowie mit einer Motorleistung von 250-500 Watt. Diese Fahrzeuge gelten nicht mehr als Fahrrad, sondern werden als Kleinkraftrad bzw. KfZ eingestuft: Eine Kfz-Haftpflicht ist durch den Gesetzgeber hier vorgeschrieben. S-Pedelecs dürfen zudem nur mit Helm und Versicherungskennzeichen gefahren werden. Das Mindestalter für das Führen dieser Fahrzeuge beträgt 16 Jahre.

Wie versichert man die Fahrräder gegen Diebstahl?

Ein neuer Fahrradboom kann aber auch einen neuen Diebstahlboom bedeuten. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) wurden in Deutschland in 2020 immerhin 260.956 Bikes gestohlen – bei niedrigen Aufklärungsquoten. Da ist es gut zu wissen, wie man die Fahrräder gegen Diebstahl versichert.

Bei Diebstahl aus dem Keller oder der Garage greift die Hausratversicherung. Anders aber sieht es aus, wenn das Fahrrad unterwegs gestohlen wird – zum Beispiel von einem Ort, an dem es angebunden wurde. Hier kann, zusätzlich zur Hausratversicherung, aber der Zusatzbaustein Fahrraddiebstahl abgeschlossen werden.

S-Pedelec braucht Teilkasko

Freilich: Für S-Pedelecs reicht ein solcher Schutz nicht aus, da es sich hier verkehrsrechtlich um ein Kfz und nicht mehr um ein Fahrrad handelt. Wer Versicherungsschutz vor Diebstahl seines S-Pedelec wünscht, ist mit einer Teilkasko auf der sicheren Seite.

Grundsätzlich lohnt, sich zum Versicherungsschutz beim Drahtesel-Boom von einer Expertin oder einem Experten beraten zu lassen. Denn ist man gut versichert, findet die Freude am neuen Gefährt kein schnelles und unverhofftes Ende.

Ein rechtskräftiges Urteil zeigt erneut die Tücken der Digitaltechnik mit Blick auf den Versicherungsschutz. Demnach muss ein Fahrer nicht von seinem Hausratversicherer entschädigt werden, wenn Sachen aus dem verschlossenen Auto gestohlen werden: Dann nicht, wenn der Dieb das Funksignal abfing, statt den Wagen gewaltsam aufzubrechen. Dies hat das Amtsgericht München entschieden (274 C 7752/19).

Wer heute ein neues Auto kauft, wird kaum noch einen mechanischen Fahrzeugschlüssel dazu erhalten. Per Funksignal lassen sich die Türen öffnen und schließen: Viele Autos riegeln automatisch ab, wenn sich der Fahrer mehr als drei Meter entfernt. Eine tolle Sache mit Blick auf den Komfort: Das langwierige Suchen nach dem Schlüsselloch, im Dunkeln oft ein Ärgernis, entfällt.

Doch die Digitaltechnik hat bei allen Vorteilen auch gefährliche Tücken. Dies zeigt ein aktuelles Urteil des Landgerichtes München, das als rechtskräftig gilt, nachdem die Berufung des Klägers im Rechtsstreit zurückgewiesen wurde. Ein Hausratversicherer muss demnach einen Fahrer nicht entschädigen, wenn sich ein Dieb via “Relay Attack” oder “Jamming” unberechtigt Zugang zum Auto verschaffte, um Sachen aus dem Wagen zu klauen.

Keine Einbruchspuren

Zur Erklärung: Bei solchen Attacken fangen Kriminelle das Funksignal des Schlüssels ab, um ein Auto länger geöffnet zu halten als vom Fahrer gewünscht. Dann lässt sich die Türe öffnen, ohne dass irgendwelche Einbruchspuren sichtbar sind: Sie wurde ja gar nicht erst verriegelt.

Opfer einer solchen Attacke wurde sehr wahrscheinlich der Pilot, der im verhandelten Rechtsstreit seinen Hausratversicherer vor Gericht brachte. Er hatte im Dezember 2018 sein Auto mittels eines “Keyless Go”-Systems verriegelt und sich für fünf Minuten vom Fahrzeug entfernt. Als er wiederkam, stellte er fest, dass sein Reisekoffer mitsamt den wichtigen Dokumenten -Ausweise und Pilotenschein- geklaut worden war. Jedoch fand sich keinerlei Hinweis darauf, dass jemand gewaltsam in den Innenraum eindrang.

Nachdem er den Diebstahl der Polizei gemeldet hatte, fand sich der Koffer tatsächlich wieder: nicht weit entfernt von der Stelle, wo er das Auto parkte. Dort hatte ihn der mutmaßliche Dieb in eine Mülltonne geworfen. Doch wichtige Sachen fehlten, etwa allerlei elektronisches Gerät. Dafür wollte der Mann entschädigt werden und meldete den Schaden seinem Versicherer. Denn in einer Klausel seines Vertrages hieß es explizit: “Entschädigt werden auch versicherte Sachen, die (…) durch Aufbrechen eines verschlossenen Kraftfahrzeugs entwendet…werden.”

“Relay Attack” ist kein Aufbrechen

Der Versicherer aber wollte den Schaden nicht ersetzen: mit dem Hinweis darauf, dass das Abfangen eines Funksignales nicht versichert sei. Denn es handle sich nicht um ein “Aufbrechen”, welches laut Vertragsklausel Bedingung dafür ist, dass man zahlen müsse.

Das sah auch das Amtsgericht München so. Die Definition des Begriffes “Aufbrechen” sei laut Duden und im allgemeinen Sprachgebrauch eindeutig – und beinhalte, dass Gewalt angewendet werde. Dies sei aber hier nicht der Fall gewesen. Von einem “Aufbrechen” könne folglich keine Rede sein, wenn ein Dieb einfach die Türe öffnet.

Möge das Urteil auch hart erscheinen, so hat es doch Gründe, wie die Richter betonten. Weil keine Spuren am Auto hinterlassen werden, könnten Fahrerinnen und Fahrer eine solche Attacke auch dann vortäuschen, wenn sich schlicht vergaßen ihren PKW abzuschließen. In diesem Fall aber wäre ein Diebstahl aus dem Auto nicht versichert, nur wenn es tatsächlich zugeriegelt ist. Es bestehe folglich eine “erhebliche Missbrauchsgefahr” durch die versicherten Fahrer: Sie könnten Diebstähle vortäuschen, wenn gar keiner stattgefunden hat. Für den Versicherer wäre es nahezu unmöglich, einen Betrug nachzuweisen.

Es ist nicht das erste Urteil in dieser Art, bestätigt aber, dass man achtsam sein sollte. Ein “Keysafe”-Schlüsseletui aus Metall verhindert das Abfangen des Sendesignals. Und man sollte darauf achten, dass sich das Schloss wirklich beim Weggehen verriegelt.

Wo Langfinger bevorzugt unterwegs sind und auf welche Fahrzeuge sie es abgesehen haben.

Die gute Nachricht vorweg: Die Zahl der Autodiebstähle geht zurück. Damit bestätigt sich ein Trend, der bereits seit Längerem anhält. So betrug die Anzahl der gestohlenen kaskoversicherten Autos 2010 und 2011 jeweils fast 20.000 – trauriger Höchststand bisher. Seitdem sinken die Fallzahlen. Für 2019 verzeichnete der Versicherer-Verband 14.229 gestohlene Autos, die kaskoversichert waren. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Fallzahlen um knapp fünf Prozent zurück.

Damit sind die guten Nachrichten allerdings schon erzählt. Denn der Schadenaufwand, den die Versicherer geleistet haben, hat sich nicht im gleichen Maß entwickelt. Sichtbar wird das, wenn man die durchschnittlichen Kosten je Diebstahl betrachtet. So zahlten die Versicherer durchschnittlich 19.600 Euro für jedes gestohlene Auto (insgesamt 280 Millionen Euro). Das ist nur ein Prozent weniger Schadenaufwand als im Vorjahr; wohlgemerkt bei fünf Prozent weniger Schadenaufkommen.

Das bedeutet, dass die Schadensumme je Schadenereignis tendenziell steigt. Begründet wird das oft damit, dass moderne Fahrzeuge immer mehr teure Technik enthalten. Das treibt die Schadensummen im Kfz-Bereich.

Auch im Vergleich der Bundesländer lässt sich diese Entwicklung ablesen. In nur drei Bundesländern (Berlin, Brandenburg und Baden-Württemberg) stieg die Zahl der Pkw-Diebstähle. Doch der Schaden pro Diebstahl stieg in acht von 16 Bundesländern.

Die Hochburgen der Autodiebe finden sich im Osten der Republik. Besonders auffällig ist dabei Berlin. In der Hauptstadt wurden mehr als doppelt so viele Fahrzeuge gestohlen wie in Bayern und Baden-Württemberg zusammen.

Das Flächenland mit der größten Diebstahlgefahr ist Brandenburg. Dort lag die Diebstahlrate bei 1,1 pro 1.000 kaskoversicherten Pkw – noch höher liegt die Rate nur in den Stadtstaaten Berlin (3,3) und Hamburg (1,4). Im Bundesdurchschnitt liegt die Rate bei 0,4.

Langfinger stehen auf SUVs und Toyotas

Wertet man die Statistik nach gestohlenen Fahrzeugmodellen aus, fällt auf, dass SUVs und Autos von Toyota besonders häufig gestohlen werden. So finden sich unter den zehn am häufigsten gestohlenen Modellreihen gleich sechs SUVs, an der Spitze lag die zweite Generation des BMW X6. Der japanische Hersteller Toyota ist gleich mit fünf Modellreihen in den Top 10 der Autodiebe vertreten. Hier finden sich neben SUVs und dem Sportwagen GT86 auch die beiden Mittelklasse-Limousinen Prius+ und der CT200 der Toyota-Tochter Lexus.

Obwohl die Zahl der Einbrüche seit einiger Zeit rückläufig ist, kommt es laut Kriminalstatistik im Schnitt täglich zu 230 Einbruchdiebstählen. Die Aufklärungsquote beträgt 17,4 Prozent. Dabei können einfache Maßnahmen helfen, Einbrecher wirksam abzuschrecken.

Einschließlich der Einbruchsversuche verzeichnet die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2019 87.145 Fälle. Das sind zwar weniger als im Vorjahr (2018: 97.504), doch Grund zur Sorglosigkeit besteht nicht. Denn bei den Fällen von Diebstahl aus Keller- und Dachbodenräumen sowie Waschküchen verzeichnet die Statistik ein leichtes Plus, nachdem die Zahlen in den Vorjahren rückläufig waren (2016: 102.586 Fälle, 2017: 93.212 Fälle, 2018: 86.474 Fälle, 2019: 86.604 Fälle).

Laut Statistik scheiterten 2019 etwa 45 Prozent der Einbrüche. Deshalb raten Sicherheitsexperten immer wieder, es den Einbrechern so schwer wie möglich zu machen. Denn meist dauert ein Einbruch nur wenige Minuten. Je mehr Zeit potenzielle Täter aufwenden müssen, um ihr Ziel zu erreichen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Einbrecher von ihrem Plan ablassen. Und das können Mieter und Eigenheimbesitzer erreichen, wenn sie einige Handlungsempfehlungen beachten.

Empfehlung 1:

Häufig spähen Diebe ihre potenziellen Opfer vorher aus. Wer also in den Urlaub fährt oder längere Zeit nicht zu Hause ist, sollte Hinweise auf diese Abwesenheit vermeiden. Briefkästen, die überquellen, dauerhaft geschlossene Rollläden oder dunkle Zimmer in den Abendstunden können Indizien für die Abwesenheit sein. Mieter und Eigenheimbesitzer sollten Nachbarn oder Bekannte bitten, dafür zu sorgen, dass Wohnung oder Haus nicht unbewohnt wirken.

Empfehlung 2:

Ist man nicht zuhause, sollten Fenster und Türen immer korrekt verschlossen bleiben. Fenster, die nur angekippt sind, erleichtern Einbrechern den Zugang. Schlüssel unter Fußmatten oder Blumentöpfen zu verstecken, sollten ebenfalls vermieden werden. Einbrecher und Diebe kennen solche Verstecke. Vorsicht ist auch mit Blick auf den Versicherungsschutz geboten. Wer sein Heim unverschlossen verlässt, könnte fahrlässig handeln und – je nach Vertrag – seinen Versicherungsschutz dadurch gefährden.

Empfehlung 3:

Mit mechanischen oder elektronischen Sicherungen können Türen und Fenster noch besser vor Einbrechern geschützt werden. Die KfW bietet Eigenheimbesitzern sogar Förderungen für moderne Alarmsysteme an.

Empfehlung 4:

Kommt es doch zum Einbruch, ist passender Versicherungsschutz wichtig, um einen finanziellen Ausgleich für die entwendeten Gegenstände zu bekommen. Ersetzt wird in der Regel der Wiederbeschaffungswert. Diesen einzuschätzen ist oft nicht leicht. Deshalb ist ratsam, Kaufbelege und Zertifikate (insbesondere bei Schmuck und Uhren usw.) sicher aufzubewahren. So kann im Ernstfall schneller ermittelt werden, welcher Betrag dem Einbruchsopfer vom Versicherer erstattet wird.

Empfehlung 5:

Neben dem eigentlichen Diebstahl kommt es auch oft zu Einbruchschäden an Türen oder Fenstern. Auch diese können mitunter sehr teuer sein. Mieter und Wohnungseigentümer sollten ihren Hausratversicherungsvertrag dahingehend prüfen lassen, ob und wie auch solche Schäden ersetzt werden.

In welchem Bundesland werden in Deutschland die meisten Autos geklaut? Das zeigt eine aktuelle Auswertung auf Basis der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS). Nordrhein-Westfalen und Berlin nehmen dabei zwei unrühmliche Spitzenplätze ein.

Mit Blick auf den Autodiebstahl gibt es zunächst eine gute Nachricht. In Deutschland sinkt seit Jahren die Zahl der gestohlenen PKW, wie aus der polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) hervorgeht. So auch im vergangenen Jahr. Wurden im Jahr 2018 noch 30.232 Pkw entwendet, so waren es 2019 genau 28.132 polizeilich gemeldete Diebstähle: ein Minus von 6,9 Prozent.

Wie das Versicherungsjournal aktuell anhand der polizeilichen Zahlen ausgewertet hat, ist nach absoluten Zahlen Nordrhein-Westfalen das Bundesland mit den meisten Diebstählen. 6.228 Fahrzeuge wurden hier 2019 gestohlen. Schon auf Rang zwei folgt aber Berlin mit 5.775 Diebstählen. Zu Niedersachsen, das Rang drei der Diebstahl-Hochburgen einnimmt, klafft dann aber schon eine gewaltige Lücke: Hier wurden 2.284 PKW entwendet.

Es folgen auf den Rängen Brandenburg (2.019 Diebstähle), Sachsen (1.718), Bayern (1.669), Hamburg (1.662), Baden-Württemberg (1.403), Hessen (1.184) und Sachsen-Anhalt (1.023). In allen anderen Bundesländern wurden weniger als 1.000 Autos geklaut.

Die absoluten Zahlen können aber ein wenig das Bild verzerren, spielt doch auch eine Rolle, wo wie viele Autos angemeldet sind. Und deshalb wird auch eine polizeiliche Diebstahlquote ausgewiesen: Diese zeigt, wie viel PKW je 100.000 Einwohner geklaut werden. Hier ist Berlin mit 158,4 Kraftwagendiebstählen je 100.000 Einwohner auf Rang 1, gefolgt von Hamburg (90,3) und Brandenburg (80,4). Im Bundesschnitt waren es 2019 knapp 34 PKW je 100.000 Einwohner.

Schützen kann man sich gegen PKW-Diebstahl bereits mit einer Teilkasko-Versicherung. Auf den persönlichen Schadensfreiheitsrabatt hat ein Diebstahl des eigenen Autos keinen Einfluss.

Positives haben aktuell die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer zu berichten: Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging 2019 erneut zurück, bereits das vierte Jahr in Folge. Entwarnung kann aber nicht gegeben werden, denn das Niveau ist weiterhin beachtlich hoch.

Die deutschen Versicherer zählten 2019 weniger Schäden durch Wohnungseinbrüche als im Jahr zuvor. Demnach verschafften sich in rund 95.000 Fällen Langfinger unbefugt Zugang zu einem Haus oder einer Wohnung. Das sind rund 10.000 Einbrüche weniger als noch 2018, so berichtet aktuell der “Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft” (GDV).

Damit setzt sich der positive Trend der letzten Jahre fort: Es ist bereits das vierte Jahr in Folge, dass weniger Einbrüche gezählt worden. Als Grund macht der Versicherer-Verband aber nicht aus, dass es weniger Kriminelle gibt. Stattdessen würden die Bürger bessere Vorsorge treffen. “Es hat sich erneut gezeigt, dass es sich für Hausbesitzer lohnt, in bessere Sicherheitstechnik zu investieren, um so Hab und Gut gegen Einbrecher zu schützen”, sagt Bernhard Gause, Mitglied der Geschäftsführung des GDV.

Dabei kann jeder selbst einen Beitrag leisten, dass seine Wohnung etwas sicherer wird. Grundsätzlich gilt: Einbrecher haben keine Zeit. Und so ist jede Maßnahme, die den Zugang zur eigenen Wohnung erschwert, eine gute und wichtige. Mechanische Sicherungen wie extra abschließbare Fenstergriffe oder doppelt beglaste Fenster können zum Beispiel den Einstieg von außen verhindern, wenn die Wohnung im Erdgeschoss oder auf einer niedrigeren Etage ist. Auch sollten an warmen Tagen Balkon- und Verandatüren nicht offen stehen, sofern sich niemand dort aufhält. Auch Bewegungsmelder haben eine abschreckende Wirkung: Diebe scheuen das Licht.

Das sind aber nur erste Maßnahmen, um Kriminelle von den eigenen vier Wänden fernzuhalten. Die Polizei hat unter K-Einbruch eine Kampagnenseite ins Netz gestellt (https://www.k-einbruch.de/), wo sie zahlreiche Tipps zur Einbruch-Prävention gibt. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) fördert den Einbau entsprechender Technik mit einem Zuschuss von bis zu 1.600 Euro.

Am zurückliegenden Wochenende, dem 27. Oktober, war es wieder soweit: Der “Tag des Einbruchschutzes” wurde begangen mit Informationsveranstaltungen vieler regionaler Polizeidienststellen. Der Tag ist seit 2012 schon regelmäßiger Bestandteil einer Kampagne, an der sich Kooperationspartner aus der Versicherungswirtschaft sowie Industrieverbände zusammen mit der Polizei beteiligen. Dieses Ereignis findet im Dienste von Information und Aufklärung stets am Tag der Zeitumstellung auf die Winterzeit statt. Und das hat seinen Grund.

Die dunkle Jahreszeit macht Diebe. Steigt doch mit Beginn der dunklen Jahreszeit auch das Risiko, Opfer eines Einbruchs zu werden. So informiert der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV): Die Zahl der Haus- und Wohnungseinbrüche nimmt von Oktober bis März um rund 40 Prozent zu. Aus diesem Grund haben die Verantwortlichen der Kampagne die Informationsseite K-EINBRUCH unter https://www.k-einbruch.de/ eingerichtet. Hilfreiche Ratschläge und Tipps zur Prävention werden durch diese Seite gegeben, damit niemand Opfer eines Einbruchs wird.

Einbrecher: Statt Ehrgeiz treibt sie Eile

Zunächst gilt als Grundsatz: Man sollte es Einbrechern so schwer wie möglich machen. Denn statt Ehrgeiz treibt sie Eile. Deswegen werden circa 40 Prozent der Einbruchsversuche abgebrochen, wenn die Einbrecher nicht schnell genug ins Innere des Hauses gelangen – ein erster und hilfreicher Hinweis zur Prävention. Denn wie jeder weiß, sind die häufigsten Eintrittspforten für Diebe Fenster und Türen. Werden diese besonders gesichert, ist schon viel gewonnen.

So sollten Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit stets verschlossen werden. Zu vermeiden sind gekippte Fenster – denn diese sind von geübten Einbrechern schnell zu öffnen. Rolladen sollten zudem zur Nachtzeit – keineswegs aber tagsüber – geschlossen werden. Denn geschlossene Rolladen am Tag signalisieren dem Einbrecher “Abwesenheit”.

Auch für Haustüren sind einige wichtige Regeln zu beachten. So sollte, selbst bei kurzem Verlassen, die Tür zweifach abgeschlossen werden, statt sie nur einfach ins Schloss zu ziehen. Bei Türen mit Glasfüllung sollte man zudem nie den Schlüssel innen stecken lassen. Geht ein Schlüssel verloren, sollte sofort der Schließzylinder ausgewechselt werden.

Übliche Fenster- und Türkonstruktionen oft nicht sicher

Weil übliche Fenster- und Türkonstruktionen zu häufig nicht den gewünschten Schutz bieten, empfehlen die Kampagnen-Macher den professionellen Einbau geprüfter einbruchshemmender Produkte. Denn leider stellte der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft in einer Studie fest: Selbst bei Neubauten in Deutschland werden sogenannte einbruchshemmende Fenster und Türen nicht standardmäßig verbaut. Im Endeffekt lassen sich dann die tatsächlich verbauten Lösungen für Profis mühelos aufhebeln. Aus diesem Grund sollte, insbesondere bei Erdgeschossfenstern, nachgerüstet werden – hier sollte der Einbau einbruchshemmender Fenster grundsätzlich erfolgen. Kellerfenster sollten zudem mit Gitter ausgestattet werden, um ein leichtes Einsteigen zu verhindern.

Man verstecke außen nie Schlüssel

Besonders warnt die Polizei vor der Unart, Haus- oder Wohnungsschlüssel draußen zu verstecken – zum Beispiel für eine andere Person des Haushalts, die keinen Schlüssel dabei hat. Kennen Einbrecher doch “jedes Versteck”, wie die Polizei auf der Kampagnenseite pointiert. Oft nämlich wissen die Einbrecher sehr genau, welche Verstecke eines Grundstücks oder vor einer Wohnung für Haustürschlüssel in Frage kommen.

Sicherheitstechnik kann helfen

Für das Grundstück kennen die Experten eine Vielzahl weiterer Empfehlungen. Wichtig ist: Zugangswege sollten – schon für die Sicherheit der Bewohner – stets ausreichend beleuchtet sein. Zumal Licht, das zum Beispiel über einen Bewegungsmelder ausgelöst wird, auch abschreckend wirken kann. Zur Überprüfung der Besucher hingegen helfen Türsprech- und Videoanlagen. Einen besonderen Schutz bieten zudem Überfall- und Einbruchmeldeanlagen (ÜMA/EMA). Wer sich über Möglichkeiten des Einbaus und auch der Förderung (zum Beispiel über die Kreditanstalt für Wiederaufbau; KfW) informieren will, kann sich direkt an einen Fachbetrieb oder aber an eine (Kriminal-)Polizeiliche Beratungsstelle wenden.

Nachbarschaftshilfe beim Einbruchsschutz

Bei allzu dichtem Pflanzen- und Heckenbewuchs gerade in einbruchsrelevanten Bereichen sollte zudem bedacht werden: Sie bieten nicht nur Bewohnern, sondern auch Einbrechern Sichtschutz. Ein solcher Hinweis ist auch deswegen relevant, weil Nachbarn keineswegs nur “lästige Blicke” bedeuten müssen. Stattdessen empfehlen die Kampagnen-Macher von Polizei und Wirtschaft: “Pflegen Sie den Kontakt zu Ihren Nachbarn – für mehr Lebensqualität und Sicherheit”. So sollten auch Nachbarn bei verdächtigen oder gar gefährdenden Situationen die Polizei rufen.

Mit der Hausratversicherung gegen Einbruch versichern

Mit einer Hausratversicherung können Mieter und Hausbesitzer ihr Eigentum vor dem materiellen Verlust durch Einbruch und Vandalismus, Feuer, Sturm, Hagel oder vor Leitungswasserschäden schützen. Die Hausratversicherung übernimmt die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände und erstattet die Kosten für Reparaturmaßnahmen, beispielsweise nach einem Einbruch aufgrund aufgebrochener Fenster und Türen. 25 Prozent aller Haushalte in Deutschland besitzen laut Institut für Demoskopie Allensbach jedoch keine Versicherung für die eigenen vier Wände – und stehen damit beim Wohnungseinbruch ohne finanzielle Hilfe da. In diesem Falle ist Beratung zum Versicherungsschutz dringend geboten.

Aber auch für Menschen, die eine Hausrat-Police abgeschlossen haben, kann sich der Gang zum Versicherungsexperten lohnen. Denn für viele wertvolle Sachen ist der Ersatz oft gedeckelt, sobald die Wertsachen in der Wohnung aufbewahrt werden – etwa für Bargeld, Schmuck oder Dokumente. Auch hier sollte man sich beraten lassen, um den passenden Schutz zu finden.

Rein rechnerisch wurde in Deutschland 2017 jede halbe Stunde ein kaskoversichertes Fahrzeug gestohlen. Darüber informiert aktuell die Versicherungswirtschaft. Der wirtschaftliche Schaden durch Autoklau ist immens – und steigt jährlich.

Der Diebstahl von Autos belastet die Versicherer schwer. Das zeigen schon die nackten Zahlen: 2017 wurden in Deutschland 17.493 Pkw entwendet, so berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einem aktuellen Pressetext. Der Schaden dadurch beziffert sich auf stolze 324 Millionen Euro. Das sind acht Prozent mehr als im Vorjahr!

Auch die Schadensummen steigen, die für jeden einzelnen entwendeten PKW erstattet werden müssen. Die durchschnittliche Entschädigung für einen Diebstahl erreichte mit rund 18.500 Euro (+13 Prozent) eine neue Rekordhöhe. Grund ist unter anderem, dass immer teurere Technik in den Fahrzeugen verbaut wird. Auch haben es die Diebe, die oft als hochprofessionelle Banden agieren, besonders auf teurere Autos abgesehen:

Luxuriöse SUVs und Limousinen von Premium-Herstellern sind bei Dieben besonders begehrt, berichtet der GDV. Zu den meist gestohlenen PKW in Deutschland zählen unter anderem Q7-Modelle von Audi und X5-SUVs von BMW ebenso wie Limousinen der Mercedes-Benz S-Klasse und der BMW 7er-Reihe. Hingegen müssen sich Besitzer von Kleinwagen etwas weniger Sorge machen: Sie werden im Schnitt seltener entwendet.

Diebstahl-Hochburgen sind vor allem die Großstädte. Berlin hat die höchste Diebstahlrate im Verhältnis zur Gesamtzahl der Fahrzeuge. 3,6 von 1.000 kaskoversicherten Pkw kamen hier unrechtmäßig abhanden. Ebenfalls vergleichsweise hohe Diebstahlquoten ergaben sich für die Städte Hamburg (1,9), Leipzig (1,3), Hannover (1,2) und Dresden (1,0).

Schützen kann man sich gegen PKW-Diebstahl bereits mit einer Teilkasko-Versicherung. Gut zu wissen: Auf den persönlichen Schadensfreiheitsrabatt hat ein Diebstahl des eigenen Wagens keinen Einfluss.

Die Weihnachtsmarkt-Saison hat begonnen! Diese Woche eröffnet nicht nur der Dresdner Striezelmarkt, mit stolzen 583 Jahren auf dem Buckel der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands. Auch der Nürnberger Christkindlesmarkt und viele andere werden wieder Millionen Besucher mit lecker Gebäck, Handwerkskunst und Glühwein anlocken. Doch leider finden sich nicht nur Menschen in vorweihnachtlicher Stimmung zwischen den Holzbuden ein. Auch Diebe und Trickbetrüger haben Hochkonjunktur, wie aktuell die Polizei warnt.

Vielerorts hat die Polizei angekündigt, dass sie mit uniformierten und zivilen Streifen patrouillieren und für mehr Sicherheit sorgen will. Ein Grund zur Entwarnung ist das leider dennoch nicht. Denn im dichten Gedränge haben es die Übeltäter mitunter leicht. Deshalb sollten Weihnachtsmarkt-Besucher einige Tipps beachten, bevor sich sich ins weihnachtliche Getümmel stürzen.

Der Schutz vor Diebstahl beginnt dabei bereits in den eigenen vier Wänden. Wer auf den Weihnachtsmarkt geht, sollte sich bereits vorher Gedanken machen, was er dort wirklich braucht und worauf er verzichten kann. Schmuck, Wertsachen und andere Sachen, die dort nicht benötigt werden, sollten dabei besser zu Hause gelassen werden. Auch empfiehlt es sich, Geld und EC-Karten getrennt voneinander aufzubewahren. Und zwar nicht so, dass sie jeder leicht greifen kann. Verschließbare Innentaschen von Jacke oder Mantel leisten hier gute Dienste.

Auch sollte das Portemonnaie nicht einfach offen in der Po-Tasche der Hose getragen werden: vielleicht noch so, dass es leicht herausragt. Denn auch dann reicht ein einfacher Griff, damit es in den Besitz eines Langfingers überwechselt. Auch eine offene Handtasche führt leicht zum Verlust des Inhalts. Folglich sollte auch das Portemonnaie am besten in einer verschließbaren Innentasche getragen werden.

Vorsicht ist außerdem geboten, wenn man von Fremden in ein Gespräch verwickelt wird. Taschendiebe agieren oft in kleinen Grüppchen und sind dabei echte Team-Arbeiter: Während ein Übeltäter sein Opfer mit Fragen oder einem Small Talk ablenkt, schleicht sich ein anderer von hinten an und entwendet die Geldbörse. Andere wiederum rempeln ihre Opfer an oder schütten ihnen ein Getränk über die Jacke, um sie kurzzeitig abzulenken.

Leicht zu erkennen sind Diebe hingegen nicht. Wie die Polizeigewerkschaft (GdP) aktuell auf ihrer Webseite warnt, können Frauen und Männer Täter sein, ganz gleich welcher Herkunft. Und leider auch immer mehr Minderjährige und Kinder, die fürs Stehlen geschult werden. Die Diebe bemühen sich darum, möglichst wenig aufzufallen. Und das heißt: Oft sind sie eben nicht von anderen Weihnachtsmarkt-Besuchern unterscheidbar.

Die schlechte Nachricht: In der Regel kann man sich nicht mit einer Versicherung gegen einen solchen Diebstahl absichern. Die Hausratversicherung kommt hierfür nicht auf, weil es nicht aus der Wohnung gestohlen wurde – es sei denn, es handelt sich um einen Raub unter Androhung von Gewalt. Viele Anbieter erstatten immerhin das Diebesgut bis zu einer bestimmten Summe, wenn es aus dem Auto oder einem Krankenhaus-Zimmer entwendet wurde.