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Die deutschen Hausrat- und Wohngebäudeversicherer haben im vergangenen Jahr 200 Millionen Euro für Blitz- und Überspannungsschäden an ihre Kunden gezahlt. Gleichzeitig stieg auch die Zahl der Schadenmeldungen in Folge von Blitzen.

Die Zahl der Schäden durch Blitze ist steigend. Während die Zahl der Schadenmeldungen 2020 noch bei 180.000 lag und damit so wenige Blitzschäden wie noch nie gezählt worden, sind im vergangenen Jahr wieder 30.000 mehr Schäden gemeldet worden. Das geht aus Zahlen des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor.

Die Kosten für Blitz- und Überspannungsschäden sind ebenfalls gewachsen. Demnach haben deutsche Hausrat- und Wohngebäudeversicherer im Jahr 2021 Schäden in Höhe von 200 Millionen Euro beglichen. Der Schadendurchschnitt lag im vergangenen Jahr bei 960 Euro. “Der Schadendurchschnitt ist das dritte Jahr in Folge gesunken, liegt aber deutlich höher als den Jahren vor 2018″, sagt Asmussen. Der hohe Schadendurchschnitt ist auf technisch immer besser ausgestatteten Haushalt zurückzuführen”, erklärt GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. Schließlich nutzten immer mehr Hauseigentümer smarte Technik wie etwa Heizungs- oder Jalousien-Steuerungen. “Typische Blitzschäden sind zerstörte Dachflächen, Türen oder Fenster sowie Überspannungsschäden, beispielsweise verschmorte Steckdosen, defekte Computer oder Telefonanlagen”, sagt Asmussen.

Computer, Fernseher oder andere technischen Geräte lassen sich durch eine Hausratversicherung absichern. Kunden sollten beim Abschluss jedoch darauf achten, ob in der Police auch Überspannungsschäden versichert sind. Nur dann erstattet eine Versicherung die Schadenssumme, wenn der Blitz nicht direkt in ein Endgerät einschlägt, sondern sich die Energie des Blitzes über Strom- und Telefonleitungen ausbreitet und einen Defekt verursacht.

Immobilienbesitzer sollten zum Schutz vor Gewitterschäden über eine Wohngebäudeversicherung verfügen. Sie sichert gegen die finanziellen Folgen von Schäden am eigenen Haus oder der eigenen Wohnung ab. Dies können Brand- oder Überspannungsschäden durch Blitze sein, aber auch Schäden durch Stürme oder Hagelschlag.

Weniger Schäden, doch deutlich höhere Kosten: So lässt sich die Schadensbilanz zu Blitz- und Überspannungsschäden im Jahr 2018 zusammenfassen. Stolze 280 Millionen Euro mussten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer im Vorjahr zahlen, weil ein Blitz einschlug oder auf der Leitung zu viel Spannung war. Ein Plus von 30 Millionen Euro gegenüber 2017!

Blitz und Überspannung erzeugen den Versicherern immer höhere Schadenskosten. Mussten sie 2017 über das Jahr gerechnet noch 250 Millionen Euro für derartige Schäden ausgeben, so waren es 2018 bereits 280 Millionen: Bemerkenswert auch deshalb, weil 10.000 Schäden weniger gezählt wurden. Das berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aktuell in einem Pressetext.

Immer noch 290.000 Schadenmeldungen

Das Risiko eines Blitzschadens ist dabei nicht zu unterschätzen. Trotz der rückläufigen Zahl gingen im Vorjahr immer noch 290.000 Schadensmeldungen bei den Versicherern ein. Eine stolze Zahl!

Der durchschnittliche Schaden bezifferte sich dabei auf rund 960 Euro, rund 140 Euro mehr als im Vorjahr. Die steigenden Kosten pro Schadensfall können darauf zurückgeführt werden, dass immer mehr technische Geräte und Systeme in Haushalten zum Einsatz kommen. Stichwort “Smart Home”: Viele Deutsche verwenden elektronische Steuersysteme, um die Heizung automatisch zu regeln, Jalousien an den Fenstern zu steuern und die Wohnung zu überwachen. Teure Geräte wie Flachbildfernseher, Smartphones und Thermomix-Küchenautomaten tragen ebenfalls dazu bei, die Kosten hochzutreiben. Auch der heiße Sommer trug dazu bei, dass manches Gewitter heftiger ausfiel.

Hausrat- und Wohngebäudeversicherer helfen

In der Regel sind die Deutschen gegen derartige Schäden schon gut geschützt. Computer, Fernseher oder andere technischen Geräte lassen sich durch eine Hausratversicherung absichern: Immerhin acht von zehn Deutschen verfügen laut einer Verbraucherstichprobe des Statistischen Bundesamts über solch einen Schutz. Aufpassen sollte man aber, dass auch Folgekosten von Blitzschäden bzw. Überspannungsschäden laut Vertrag inkludiert sind. Nur dann zahlt der Versicherer auch, wenn der Blitz nicht direkt in das Gerät einschlug: Was selten vorkommt. In der Regel breitet sich die Energie über Leitungen aus. Die weit teureren Folgeschäden sind gerade in sehr billigen Tarifen mitunter ausgeschlossen.

Immobilienbesitzer können sich gegen Gewitterschäden mit einer Wohngebäudeversicherung absichern. Sie zahlt, wenn am Haus und in der eigenen Wohnung Dinge kaputtgehen: Etwa Leitungen und Kabel durchschmoren. Geht das Unwetter auch mit starkem Regen einher und der Keller wird überspielt, muss für solche Fälle ein extra Elementarschaden-Baustein enthalten sein bzw. eine eigenständige Police hierfür abgeschlossen werden. Wichtig ist darüber hinaus auch die richtige Vorsorge. Ein Blitzableiter am Haus sollte selbstverständlich sein, schon weil ein Brand, der sich unbemerkt ausbreitet, auch Leben und Gesundheit gefährdet. Spezielle Steckdosen und Überspannungsableiter schützen teure Endgeräte.

Ob teurer Fernseher, Flachbildschirm oder Kühlschrank: Elektronische Geräte können bei einem Gewitter durch Blitz und Überspannung Schaden nehmen. Wie der Dachverband der Versicherer aktuell mitteilt, steigen die Schadenssummen für Gewitterschäden immer mehr an: 2013 wurden im Schnitt 800 Euro für ein beschädigtes Gerät gezahlt.

Wenn das Sommerwetter die Menschen mit sonnigen Temperaturen verwöhnt, drohen leider auch Gewitterschäden. Der Blitzinformationsdienst zählte im Juni des letzten Jahres 600.000 Blitze über Deutschland – innerhalb eines einzigen Monats! Insgesamt blitzte es 2013 rund 1,6 Millionen mal.

Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aktuell mitteilt, sank 2013 zwar die Zahl der Gewitterschäden deutlich im Vergleich zum Vorjahr. Zugleich aber stieg die Höhe der Schäden und damit die ausgezahlten Summen deutlich an. Der Grund hierfür liege in den hochwertigen Geräten, die sich heute in Haushalten wiederfinden. Ob Espresso-Maschine, Flachbildschirm oder Hochleistungsrechner: die Bundesbürger investieren immer mehr Geld in Technik!

In der Summe regulierten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer im letzten Jahr bundesweit 340.000 Blitz- und Überspannungsschäden. Dafür erhielten die Kunden insgesamt 280 Millionen Euro ausgezahlt. Pro Schaden betrug die erstattete Summe im Schnitt 800 Euro, so viel wie noch nie.

Aber Vorsicht: In Hausratversicherungs-Verträgen sollten Kunden genau nachlesen, ob laut Police auch Überspannungsschäden versichert sind. Nur dann erstattet eine Versicherung die Schadenssumme, wenn der Blitz nicht direkt in ein Endgerät einschlägt, sondern sich die Energie des Blitzes über Strom- und Telefonleitungen ausbreitet und einen Defekt verursacht. Laut Statistik sind heute vor allem Überspannungsschäden Ursache für zerstörte technische Geräte.

Manche Versicherer schließen Überspannungsschäden oder Folgeschäden durch Blitzeinschlag aus. Dann machen die Verbraucher lange Gesichter, wenn der Anbieter für den zerstörten Fernseher nicht aufkommen will, obwohl man doch eine Hausratversicherung abgeschlossen hat. Im Zweifel klärt ein Beratungsgespräch, worauf bei Vertragsabschluss zu achten ist!