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In Deutschland wurden Corona-Beschränkungen in den letzten Wochen nach und nach gelockert: Da liebäugeln viele Deutsche schon wieder mit einer Sommerreise. Noch sollte aber Geduld gefragt sein, wenn man nicht auf den Behandlungskosten im Ausland sitzen bleiben will. Denn bis 15. Juni gilt noch eine weltweite Reisewarnung des Bundesaußenministeriums.

In Deutschland werden viele Beschränkungen, die eine Ausbreitung des Corona-Virus verhindern sollten, nach und nach aufgehoben: wenn auch die Bundesländer teils unterschiedliche Regeln durchsetzen. Schon ist es wieder möglich, bei schönem Wetter im Biergarten zu relaxen oder unter Sicherheitsbestimmungen ins Restaurant zu gehen. Auch Fitnesscenter und Sportanlagen haben vielerorts wieder geöffnet: ebenso wie Hotels.

Wie aber sieht es aktuell mit Reisen ins Ausland aus? Viele haben ihre Reise schon lange im Voraus gebucht und hoffen, nun doch noch im Sommer starten zu können. Aktuell heißt es aber noch: Geduld! Denn es gilt eine weltweite Reisewarnung des Bundesaußenministeriums. Wer trotzdem schon zeitiger aufbricht, der risikiert, dass die Auslandsreisekrankenversicherung im Ernstfall nicht zahlt. Denn in den Verträgen steht in der Regel explizit, dass Reisen in Staaten mit einer entsprechenden Warnung nicht vom Versicherungsschutz gedeckt sind. Konkret bedeutet nämliche eine Reisewarnung: Es besteht Gefahr für Leib und Leben!

Bundesaußenminister Heiko Maaß (SPD) hat angekündigt, diese Reisewarnung am 15. Juni aufheben zu wollen. Beziehungsweise zu lockern, denn zunächst soll die Reisewarnung nur für 29 europäische Länder fallen. Neben den 26 EU-Ländern betrifft dies auch Großbritannien, Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein. Individuelle Warnungen sollen dann die pauschal geltenden ersetzen.

Wer dennoch schon vor dem 15. Juni verreisen will, sollte das Gespräch mit seinem Versicherer suchen und sich schriftlich bestätigen lassen, ob und in welchem Umfang die Auslandsreisekrankenversicherung zahlt. Manche Versicherer zeigen sich in der aktuellen Situation kulant – doch ist es immer besser, die Zusage schwarz auf weiß vorliegen zu haben, damit der Versicherer sich letztendlich nicht querstellt.

Auch nach dem 15. Juni ist Vorsicht geboten!

Dass ein ordentlicher Auslandsreise-Krankenschutz in Coronazeiten auch nach dem 15. Juni ein absolutes Muss ist, sollte ohnehin selbstverständlich sein. Die gesetzliche Krankenversicherung kommt nur für die Kosten auf, die sie üblicherweise auch hierzulande zahlen müsste. Ausdrücklich nicht dazu gehört der Rücktransport aus dem Urlaub. Wenn also eine Person zurückbefördert werden muss, etwa weil es in Deutschland schlicht mehr Notfallbetten und Beatmungsplätze gibt, so drohen hohe fünfstellige Kosten.

Ohnehin sollte man sich vor der Reise erkundigen, wie im Zielort die aktuelle Situation ist und welche Beschränkungen dort noch gelten. Beispiel Großbritannien: Auch wenn die Reisewarnung für das Land bald aufgehoben wird, ist die Lage dort keineswegs entspannt. Laut der John-Hopkins-Universität zählte die Insel zum 2. Juni 277.736 Corona-Erkrankte und 39.127 Tote: manche Regionen sind ein echter Corona-Hotspot.

In England gilt auch nach wie vor eine 14tägige Quarantäne-Pflicht für Reisende. Und wer auf ein gutes britisches Ale im Pub hofft, dürfte auch enttäuscht werden: erst ab 18. Juni hat Premierminister Boris Johnson erste Lockerungen für die Gastronomie in Aussicht gestellt, aktuell sind die Kneipen dicht.

Für den Sommerurlaub 2020 gilt deshalb ganz besonders: Zunächst die Lage vor Ort checken, bis man zum Urlaubsort aufbricht. Dazu gehört auch, sich über mögliche geltende Beschränkungen infolge der Coronakrise zu informieren, denn diese sind in Staaten und Regionen höchst unterschiedlich. Auch sollte man sich erkundigen, welche Maßnahmen und Ansprechpartner im Urlaubsort infrage kommen, wenn man doch einmal Corona-Symptome zeigt. Denn eine Ansteckungsgefahr besteht nach wie vor. Im Zweifel besser die Urlaubspläne korrigieren: und in ein Land fahren, das weniger Erkrankte zählt.

Die Kontaktsperre zur Bekämpfung des Coronavirus wird noch mindestens bis zum 20. April aufrecht erhalten: Das machte Kanzleramts-Chef Helge Braun am Freitag deutlich. Auch danach wird nur langsam eine Rückkehr ins “normale” Leben möglich sein, viele Einschränkungen werden wohl weiterhin aufrecht erhalten. Was aber, wenn man ein Konzert-, Festival- oder Theaterticket für diese Zeit gebucht hat? Fest steht: Man kann sie zurückgeben, wenn das Event ausfallen muss. Die Künstler und Veranstalter hoffen auf Solidarität.

Mit der bundesweiten Kontaktsperre dürfen selbstverständlicherweise auch keine Konzerte, Theatervorführungen und andere Events mehr stattfinden: Alle Veranstaltungen, bei denen Personen zusammenkommen, sind aufgrund der Ansteckungsgefahr strengstens untersagt. Was aber, wenn man bereits Tickets für derartige Veranstaltungen erworben hat? Stars wie Helene Fischer, Carlos Santana oder James Blunt wollten schließlich in Deutschland spielen: Wer ein Ticket der oft ausverkauften Tourneen wollte, musste im Vorverkauf zuschlagen.

Betroffene haben Rückerstattungs-Anspruch

Fest steht: Wurde das Konzert abgesagt, kann der Fan das Ticket zurückgeben. Dabei spielt es keine Rolle, aus welchen Gründen das Konzert nicht stattfinden kann, so informiert die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen aktuell auf ihrer Webseite. Der Veranstalter, mit dem in der Regel der Vertrag geschlossen wurde, hat seine Leistung nicht erbracht – und kein Anrecht auf Bezahlung. Grundlage für den Rückerstattungs-Anspruch ist § 275 des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB).

Viele Veranstalter haben zudem angekündigt, dass sie einen Ersatztermin suchen wollen – nach der Coronakrise, wann immer das sein mag. Auch das müssen die Betroffenen nicht akzeptieren, wenn das Konzert zu einem bestimmten Datum angekündigt war. Etwaige Klauseln, die einen Rücktritt bei Verschiebung des Konzertes ausschließen, sind nach Ansicht des Verbraucherverbandes unwirksam. Trotzdem: Wer auf einen Ersatztermin warten will, kann dies gern tun. Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Ansprechpartner ist, wie bereits erwähnt, in der Regel der Veranstalter des Konzertes. Er darf die Kundinnen und Kunden auch nicht mit einem Gutschein abwimmeln. In vielen AGBs ist festgelegt, dass die Rückzahlung mit jenem Zahlungsmittel erfolgt, das auch beim Kauf verwendet wurde. Acht Wochen hat der Veranstalter laut Verbraucherzentrale Zeit, das Geld zurückzuzahlen. Wer als Kunde sein Geld zurückfordern will, kann sich mehr Zeit lassen: Der Anspruch auf Rückzahlung verjährt erst nach drei Jahren.

Hoffen auf Solidarität

Nicht vergessen sollte man allerdings, dass Veranstalter, Musiker und andere Künstler gerade besonders unter der Corona-Pandemie leiden. Wurde eine Tour abgesagt, brechen auf einmal sämtliche geplante Einnahmen weg: eventuell für Monate, je nachdem, wie lange die Krise anhält. Gesundheitsexperten befürchten, dass auch im Mai und Juni keine Großveranstaltungen stattfinden können – eventuell den ganzen Sommer über nicht. Aktuell kann schlicht niemand seriös voraussagen, wann die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus wieder gelockert werden können.

Deshalb haben sich bereits Solidaritäts-Aktionen gegründet, die dafür werben, die Tickets nicht zurückzugeben und alternativ auf einen Ersatztermin zu warten. Eine solche Aktion wurde unter anderem unter dem Hashtag #EinHerzFürKünstler etabliert. In manchen Städten gibt es nun auch sogenannte Solitickets, mit denen Klubs, Konzerthallen und Bühnen unterstützt werden können, um so eine Insolvenz zu vermeiden. Der Unterstützer zahlt ein “fiktives” Ticket und kann sich eine Veranstaltung anschauen, wenn der Konzertbesuch wieder möglich ist.

Die Reiserücktrittsversicherer müssen in der Regel nicht zahlen, wenn ein Versicherter Angst hat sich mit dem Coronavirus anzustecken – und deshalb nicht reisen will. Anders sieht es hingegen aus, wenn eine Person schon erkrankt ist und deshalb die Reise nicht anbrechen darf. In bestimmten Situationen muss auch alternativ der Reiseveranstalter ein kostenfreies Storno ermöglichen.

Viele Deutsche haben Angst zu reisen, nachdem die Zahl der Erkrankten mit dem Coronavirus auch in Europa ansteigt.

Zu beachten gilt: Die Ausbreitung gefährlicher Krankheiten wie jetzt beim Coronavirus wird als ein unvermeidbares, außergewöhnliches Ereignis (so genannte “höhere Gewalt”) eingestuft, wie die Verbraucherzentralen berichten. Wenn eine Pauschalreise durch ein solches erheblich erschwert, gefährdet oder beeinträchtigt wird, dann können Betroffene von der Reise kostenfrei zurücktreten. Allerdings gilt hierbei der Blick auf den Einzelfall und die konkrete Situation am Reiseziel.

Erkrankung berechtigt zum Rücktritt

Klar ist: Wenn eine versicherte Person am Coronavirus erkrankt ist und dies entsprechend ärztlich nachweisen kann, sollte auch die Reiserücktrittsversicherung anstandslos zahlen. Schließlich springt sie ein, wenn es aufgrund einer Krankheit unzumutbar wäre die Reise anzutreten. Entsprechend ist ein solcher Schutz gerade jetzt zu empfehlen.

Etwas komplizierter ist es hingegen, wenn ein Versicherter aufgrund der Erkrankung eines Mitreisenden in Quarantäne muss, ohne selbst erkrankt zu sein. Dieser Fall ist in der Regel nicht in Reiseversicherungen abgedeckt, da eine solche Quarantäne als “Eingriff von hoher Hand” gewertet wird. Damit ist gemeint, dass eine Behörde diese Maßnahme angeordnet hat.

Anspruch auf kostenlose Stornierung bei Reisewarnung

Relativ einfach ist der Sachverhalt, wenn eine Pauschalreise über einen Veranstalter gebucht wurde und das Auswärtige Amt eine offizielle Reisewarnung ausgesprochen hat. Dann haben die verhinderten Urlauber Anrecht darauf, die Reise ohne Mehrkosten stornieren zu lassen. Allerdings haftet hier nicht der Reiseversicherer, sondern der Veranstalter muss angesprochen werden.

Problematisch wird es, wenn keine offizielle Reisewarnung für eine Region vorliegt. Aktuell betrifft das vor allem Norditalien, wo viele Coronavirus-Fälle aufgetreten sind. Das Problem: Ohne eine Reisewarnung haben Pauschalurlauber nicht automatisch Anspruch auf eine kostenfreie Stornierung durch den Veranstalter, wenn sie nun Bella Italia nicht mehr ansteuern wollen, aber den Urlaub schon gebucht haben. Anders sieht es in der chinesischen Provinz Hubei aus, wo das Virus mit zuerst aufgetreten ist. Für diese Region besteht eine offizielle Reisewarnung, denn dort droht nach Ansicht des Auswärtigen Amts eine konkrete Gefahr für Leib und Leben: dann muss der Veranstalter Storno ermöglichen.

Ansprüche gegenüber dem Veranstalter kann es laut Verbraucherzentrale Baden-Württemberg aber auch geben, wenn man die Reise bereits angetreten hat und diese vor Ort aufgrund behördlicher Anordnungen wesentlich erschwert und beeinträchtigt wird. Das sei aber von der konkreten Situation und dem Einzelfall abhängig. Hier wird empfohlen, die Einschränkungen gut zu dokumentieren.

Gespräch mit Reiseveranstalter suchen!

Auch eine wesentliche Änderung der Reise könne eine kostenfreie Stornierung – oder teilweise Erstattung von Kosten – unter Umständen begründen: etwa, wenn zentrale Sehenswürdigkeiten der Reise aufgrund von Sicherheitsmaßnahmen nicht besichtigt werden dürfen. Als Beispiel nennt die Verbraucherzentrale, dass in China die “Verbotene Stadt” sowie große Teile der Chinesischen Mauer gesperrt seien. Hier kann eine Rechtsschutzversicherung helfen, eventuell Ansprüche zu prüfen und durchzusetzen.

Zunächst aber sollte der Kontakt mit dem Reiseveranstalter gesucht werden. So haben mehrere Tour-Anbieter bereits kommuniziert, dass sie Reisen nach China und in bestimmte andere asiatische Regionen schon aus Kulanz kostenfrei stornieren wollen, wenn die Touristen eine Ansteckung mit dem Coronavirus fürchten. Auch zahlreiche Fluggesellschaften machen freiwillige Angebote, Reisen zu stornieren oder umzubuchen, wenn eine Region vom Coronavirus besonders betroffen ist.

Auch wenn noch keine absoluten Zahlen vorliegen, scheinen sich in Deutschland weniger Unfälle mit E-Rollern zu ereignen als Experten erwartet haben.

Seit Juni 2019 dürfen in Deutschland E-Scooter gefahren werden. Dafür brauchen Fahrzeughalter eine spezielle Versicherung. Schließlich werden die flotten Flitzer bis zu 20 km/h schnell und als motorisierte Fahrzeuge eingestuft. Die Versicherer haben spezielle E-Scooter-Tarife dafür im Angebot. Statt eines Nummernschildes wird einfach eine Plakette in Nähe des Rücklichtes angebracht.

In der Regel gilt der Versicherungsschutz für ein Jahr. Und nun hat tatsächlich ein großer Versicherer angekündigt, die Prämien für den Rollerschutz nach unten korrigieren zu wollen. Der Grund ist ein positiver: Es treten weit weniger Unfälle auf als ursprünglich angenommen. Hier sei an die Debatten vor der Einführung der Roller erinnert, wonach viele schwere Unfälle vorausgesagt wurden.

Ob andere Versicherer ebenfalls diesen Schritt gehen werden bzw. dies öffentlich kommunizieren, bleibt abzuwarten. Die Gesellschaften haben ursprünglich ihre Tarife nach den Erfahrungen mit Mopeds und Mofas kalkuliert. Auch aus der Not heraus, weil es bisher ja keine Daten zu Unfällen mit E-Rollern gab: Folglich auch keine Werte, welche Schadenskosten sie verursachen.

Die Unfallgefahr sollte aber dennoch nicht verharmlost werden. So lässt eine aktuelle Studie aus den USA aufhorchen. Für das Fachblatt «Jama Surgery» haben Wissenschaftler die Daten von 100 Kliniken mit Notfallzentrum ausgewertet. Und festgestellt, dass die Zahl der Verletzungen bei E-Scooter-Unfällen mit der zunehmenden Nutzung dieser Roller stark angestiegen ist: von 2014 bis 2018 um 222 Prozent auf mehr als 39.000. Hierzu muss ergänzt werden, dass die Roller in den USA schon weit etablierter sind.

Besonders erschreckende Erkenntnis der US-Studie: Ein Drittel der eingewiesenen Scooter-Fahrer hatte bei den Stürzen schwere Kopfverletzungen erlitten. Oft gehen diese mit bleibenden Schäden einher. Ein Grund, weshalb man auf einen Helm nicht verzichten sollte, auch wenn er in Deutschland nicht vorgeschrieben ist.

Auch sonst gilt es, bestimmte Sicherheitsmaßnahmen zu beachten. Alkohol ist auf den Rollern ohnehin Tabu: Hier gelten dieselben Grenzwerte, als würde man sich hinter das Steuer eines Autos setzen. Auch auf gewagte Stunts und Sprünge sollte man in jedem Fall verzichten, weil die Scooter alles andere als stabil sind: unzählige Internetvideos mit Stürzen künden von der Gefahr.

Als wichtige Unfallursache wurden zudem die kleinen Räder ausgemacht. Die Unfallforschung der Versicherer (UdV) fordert deshalb aktuell, dass diese einen Mindestdurchmesser von zehn Zoll (25,4 cm) aufweisen sollen. Hier sollte schon beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Räder ausreichend groß und stabil sind. Wo vorhanden, müssen Radwege für die Gefährte genutzt werden: ansonsten die Straße.

Es ist jedes Jahr kurz vor Frühlingsbeginn das gleiche Prozedere: Wer ein Moped oder Mofa hat, braucht ein neues Nummernschild. Ab 1. März 2020 ist schwarz die Farbe der Saison. Ohne aktuelles Kennzeichen sollte sich keiner auf die Straße trauen.

Zeichen wechsle dich: Wer mit seinem Moped auf die Straße will, muss es jedes Jahr zum 1. März mit einem neuen Kennzeichen ausstatten. Auch 2020 bildet da keine Ausnahme. “Schwarz statt grün” lautet das Motto für die kommende Saison: Wer dann ohne schwarzes Nummernschild fährt, hat keinen Haftpflichtschutz mehr.

Klug ist das nicht, denn die Konsequenzen können bitter sein. Zum einen finanziell: Wer einer dritten Person schadet, muss dann mit seinem kompletten Privatvermögen für den Schadensersatz einstehen. Bedeutet im Fall einer bleibenden Beeinträchtigung zum Beispiel, dass der Kradfahrer für Schadensersatz, Lohnausfall, den behindertengerechten Umbau der Wohnung und eine Rente aufkommen muss. Schnell wird eine kleine Unachtsamkeit zur Schuldenfalle.

Zum anderen ist Fahren ohne gültiges Mopedkennzeichen auch mit Blick auf die rechtlichen Konsequenzen ein echtes Wagnis. Keineswegs handelt es sich um eine einfache Ordnungswidrigkeit, sondern um eine echte Straftat. Denn man gefährdet durch den Leichtsinn ja auch andere Menschen. Das kann mit einer Gefängnisstrafe von bis zu einem Jahr geahndet werden. Im Lebenslauf macht sich so ein Eintrag auch nicht gerade positiv und kann im schlimmsten Fall die Karriere zerstören.

Wer braucht eine Mopedversicherung?

Wer aber braucht ein solches Mopedkennzeichen? Zunächst Kleinkrafträder, Quads und Trikes bis einschließlich 50 Kubikzentimeter Hubraum und 45 Stundenkilometer Spitzengeschwindigkeit. Ebenso Segways, die bis zu 20 km/h schnell sind.

Aber auch für eBikes kann ein Mofaschild erforderlich sein: dann, wenn sie eine bestimmte Leistung erreichen. So brauchen Elektrofahrräder mit einer Tretunterstützung bei Geschwindigkeiten über 25 km/h oder einer tretunabhängigen Motorunterstützung über 6 km/h bis max. 45 km/h ebenfalls eine Versicherung. Wer sich in dieser Frage nicht sicher ist, sollte sich beraten lassen.

Diebstahl: ein nicht zu unterschätzendes Risiko

Auch der Diebstahlschutz sollte bei den kleinen Zweirädern nicht vernachlässigt werden. Das zeigen Zahlen des Versicherer-Dachverbandes GDV für das Jahr 2018. Demnach wurden von 1.000 Mopeds und Mofas im Schnitt ungefähr acht geklaut: insgesamt 2.086. Das klingt im Vergleich zum Raddiebstahl zwar immer noch harmlos. Bedacht werden sollte aber, dass deutlich weniger Krads und Mofas zugelassen sind, das Verhältnis entsprechend ungünstig ausfällt.

Mit einem Teilkasko-Schutz sind Mopeds gegen Diebstahl gesichert. Doch nicht nur das. Der geliebte Roller ist dann auch geschützt, wenn er beschädigt wird durch Ursachen wie Diebstahl, Brand, Hagel, Kurzschluss in der Verkabelung oder Unfälle mit Haarwild.

Knallen zu Silvester – schöner Brauch oder großes Ärgernis? Fest steht: Was vielen Menschen Spaß bereitet, sorgt auch jedes Jahr für hohe Schäden. Und nicht überall ist Feuerwerk erlaubt.

Das Knallen zu Silvester ist eine umstrittene Tradition. Befürworter sehen darin einen “Ausdruck von Lebensfreude” – diese Position vertritt der Deutsche Städte- und Gemeindebund über seinen Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg. Raketen und Böller gehören folglich für Anhänger des in Deutschland ab dem 16. Jahrhundert eingeführten Brauchs, der in früher Neuzeit nur dem Adel vorbehalten war, dazu.

Kritiker des großen jährlichen Knallens hingegen verweisen auf Schäden für Mensch, Tier und Umwelt. Denn Lärm, Feinstaub und unnötiger Müll sind die akzeptierten Folgen zu Silvester. Dass der Umgang mit Raketen und Böllern zudem nicht ungefährlich ist, zeigen jährliche Meldungen über Verletzte oder sogar Tode durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern.

Aber auch Versicherer tragen ihre Last an Silvester: Jedes Jahr verursacht die Knallerei Versicherungs-Schäden in Höhe von 30 Millionen Euro. Betroffen sind insbesondere Immobilien und Autos. Jedoch stehen zum Beispiel Haftpflicht- und Unfallversicherer auch für Personenschäden ein. Damit es nicht zu solchen kommt, sollten Böller und Feuerwerke sachgemäß gezündet werden.

38 Städte verhängen teilweises “Böller-Verbot”

Anders als in manch anderen Staaten hat sich die Forderung nach einem generellen Böller-Verbot in Deutschland nicht durchsetzen können. Denn während in Städten wie Paris, Athen oder London private Feuerwerkskörper laut ZDF schon seit Jahren verboten sind, verhängen deutsche Städte nur ein teilweises Feuerwerksverbot für bestimmte Orte. Ursache dieses Verbots sind zumeist Risiken großer Menschenmengen oder ist der Denkmalschutz.

38 Städte listet eine interaktive Karte von ZDF-heute auf, die über teilweise Böller-Verbote in Städten informiert. Betroffen sind große Städte wie Köln (Verbot am Dom), Berlin (Verbot am Brandenburger Tor, Alexanderplatz und in Schöneberg) oder Hamburg (Verbot an der Binnenalster). Einige wenige Kommunen des Nordens wie Sylt oder Föhr-Amrum haben aber auch aus Naturschutzgründen das Böllern verboten.

Verstoss gegen gesetzliche Regeln: Es drohen bis zu zu fünf Jahre Haft

Wer zu Silvester böllern will, sollte solche Verbotszonen dringend beachten. Aber auch weitere gesetzliche Regeln sollten befolgt werden sowie ein sachgerechter Umgang mit den Feuerwerkskörpern. Ansonsten drohen ernste Folgen für das eigene Leben oder das anderer Menschen.

Aus diesem Grund hat der Gesetzgeber hohe Strafen vorgesehen bei Verstoß gegen das sogenannte Sprengstoffgesetz (SprengG). So informiert die Seite des Bundesministeriums des Innern: Geldbußen bis zu 50.000 Euro drohen und bei schwerer Zuwiderhandlung sogar bis zu fünf Jahre Haft. Eine solche Strafe kann zum Beispiel bei wissentlicher Gefährdung von Personen oder bei Gefährdung von Sachen von bedeutendem Wert verhängt werden. Schon ein wissentliches Zünden von Böllern in einer Verbotszone des Denkmalschutzes ist also alles andere als ein Kavaliersdelikt.

Generelle Knallverbote vor Krankenhäusern und Altersheimen

Nicht nur explizit ausgewiesene Zonen gelten jedoch als Verbotszonen für das Böllern und Knallen. Denn Feuerwerk darf zudem nicht abbrennen in unmittelbarer Nähe von:

  • Kirchen
  • Krankenhäusern
  • Kinder- und Altersheimen
  • Reet- oder Fachwerkhäusern
  • Großen Menschenansammlungen

Folgt man den Informationen des Innenministeriums, trifft dies stets zu – und zwar auch ohne explizites Verbot durch die Kommunen.

Nur zugelassene Böller verwenden

Wichtig ist zudem, auf einen sachgemäßen Gebrauch der Feuerwerkskörper gemäß Anleitung zu achten. Feuerwerkskörper der Kategorie F2 – Raketen, Fontänen, Verbundfeuerwerke, Römische Lichter, Batterien und laute Knaller – dürfen nur an Erwachsene verkauft und sollten auch nur von diesen gemäß Anleitung gezündet werden.

Zugelassene Feuerwerkskörper dieser Kategorie verfügen zudem über ein CE-Zeichen sowie ein Prüfsiegel, das

  1. aus einer vierstelligen Nummer,
  2. der Bezeichnung F2 sowie
  3. einer weiteren fortlaufenden Nummer besteht.

Auf das Siegel sollte dringend geachtet werden – denn nur diese Böller sind durch die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) zugelassen. Wer hingegen illegale Böller zündet – als Beispiel genannt seien die berüchtigten “Polenböller” – der geht zum einen ein hohes Risiko für sich und andere ein. Denn mehrere Menschen kamen in den letzten Jahren durch derartige illegale Böller ums Leben, wie zum Beispiel die Berliner “BZ” informiert. Zudem macht sich derjenige strafbar im Sinne des Sprengstoffgesetzes.

Böller-Schäden: Welche Versicherung zahlt

Welche Versicherung zahlt aber, wenn es doch mal zu Schäden durch Böller kommt? Eine Haftpflichtversicherung zahlt, sobald man dritten Personen einen Schaden verursacht hat. Schäden am PKW bezahlt die Teilkasko, sobald der Täter nicht mehr auffindbar ist. Das gilt jedoch nicht, falls das Auto von einem fremden Täter mutwillig beschädigt wurde – hier ist eine Vollkasko-Versicherung vonnöten.

Schäden in der Wohnung oder am Haus bezahlt die Wohngebäudeversicherung, die auch für Wohnungsbrände aufkommt. Kommt es hingegen zu Personenschäden (zum Beispiel, wenn das Zünden der Rakete nicht nur sprichwörtlich ins Auge ging), ist eine private Unfallversicherung der passende Schutz. Das nahende Silvester kann also ein guter Anlass sein, den eigenen Versicherungsschutz zu überprüfen.

Skifahren macht Spaß – und birgt leider auch ein hohes Verletzungsrisiko. Tipps, damit der Ausflug in den Schnee nicht mit hohen Kosten endet.

Die Faszination der Winterlandschaft, der Spaß am Schnee, das Training von Gleichgewichtssinn sowie Muskulatur – Skifahren gehört für viele zum Winter dazu. Dass dieser beliebte Sport, der mittlerweile eine ganze Event-Kultur begründete, aber auch Gefahr bedeuten kann, zeigen aufsehenerregende Unfälle der Vergangenheit:

Der ehemalige Ministerpräsident des Freistaates Thüringen, Dieter Althaus, erlitt im Januar 2009 bei einem Ski-Unfall ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und verletzte eine andere Fahrerin tödlich. Und ein schwerer Skiunfall im Winter 2013 veränderte das Leben von Deutschlands bekanntesten Rennfahrer Michael Schumacher grundlegend – wenngleich konkrete Details zu Schumachers Gesundheitszustand in der Öffentlichkeit nicht bekannt sind, gilt der einstige Formel 1-Weltmeister nach langem Koma mittlerweile als Pflegefall.

Mehr als 100 Skiunfälle täglich

Zahlen privater Unfallversicherer, die aktuell der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft veröffentlichte, bestätigen nun das Bild eines hohen Verletzungsrisikos beim Skifahren. Demnach passiert etwa jeder fünfte Sportunfall beim Skifahren – 21,4 Prozent beträgt der Anteil der Skiunfälle an allen Unfällen, die durch Unfallversicherer erfasst wurden. Nur der Fußball als Deutschlands beliebtester Leistungs- und Breitensport verursacht mehr Unfälle – 35,9 Prozent aller Sportunfälle sind hier zu beklagen.

Nach dem Fußball also ist der Skisport häufigste Sportart, warum sich Versicherungsnehmer an ihre Unfallversicherung wenden. Täglich werden im Schnitt mehr als 20 Skiunfälle an Unfallversicherer gemeldet. Zählt man die Unfälle hinzu, die nicht über eine private Unfallversicherung abgedeckt sind, sind es laut GDV sogar 100 Skiunfälle pro Tag. Denn die Auswertungsstelle für Skiunfälle zählt pro Saison 44.000 bis 46.000 deutsche Skifahrer, die ärztlich versorgt werden müssen.

Skisport: Hohe Schadensummen zeigen Verletzungsgefahr

Dass mit diesen Unfällen nicht zu spaßen ist, zeigt die Schadenhöhe pro Skiunfall. Denn während private Unfallversicherer für Verunfallte im Fußball durchschnittlich 5.000 Euro zahlen müssen und für Verunfallte im verletzungsintensiven Reitsport schon rund 6.500 Euro, wären es im Skisport sogar 7.500 Euro pro Unfall, die durch die Unfallversicherer geleistet werden. Die hohe Summe veranschaulicht: Es drohen ernste Verletzungen. Besonders häufig kommt es demnach zu Muskel- und Bänderrissen, Zerrungen und Verrenkungen, gefolgt von Knochenbrüchen. Bei etwa 40 Prozent der Unfälle sind laut Auswertung der Versicherer die Beine, bei 30 Prozent die Arme betroffen. Die prominenten Beispiele von Skiunfällen der Vergangenheit veranschaulichen aber auch: Eine besondere Gefahr stellt der Skisport für den Kopfbereich dar – mit oft besonders schlimmen und länger andauernden Folgen.

Rücksichtnahme als oberstes Gebot für sichere Pisten

Was aber ist die Konsequenz aus diesen Zahlen der Unfallversicherer? Sollte man das Unfallrisiko mit dem Skisport ganz meiden? Keineswegs! Zwar können Unfälle nie ganz ausgeschlossen werden. Die Wahrscheinlichkeit für Skiunfälle lässt sich jedoch reduzieren, wenn ein paar Grundregeln beachtet werden. Aufklärung hierzu leistet, schon seit 1975, die gemeinnützige Stiftung Sicherheit im Skisport (SIS). Diese klärt über Grundregeln auf, die im Skisport beachtet werden sollten.

So gilt, wie auch im Straßenverkehr: Rücksichtnahme ist beim Skisport oberste Prämisse. Auch muss jeder Skifahrer seine Geschwindigkeit und seine Fahrweise seinem Können anpassen, aber auch den Gelände-, Schnee- und den Witterungsverhältnissen sowie der Verkehrsdichte. Denn viele Unfälle geschehen, weil Fahrer auf dicht befahrenen Pisten zu schnell unterwegs sind. Der von hinten kommende Skifahrer muss seine Fahrspur zudem so wählen, dass er die vor ihm fahrenden Wintersportler nicht gefährdet. Und überholt werden darf stets nur derartig, dass im Überholvorgang ein überholter Skifahrer für all seine möglichen Bewegungen genügend Raum hat.

Angehalten werden darf zudem nicht an engen oder unübersichtlichen Stellen. Und fährt ein Skifahrer nach dem Anhalten wieder an, muss er sich zunächst nach oben und unten vergewissern, dass ihm niemand in die Quere kommt. Der Auf- oder Abstieg zu Fuß sollte am Rand der Abfahrt geschehen. Und getragen werden sollte Skiausrüstung draußen auf der Schulter mit Skispitzen nach vorne; drinnen jedoch seitlich in der Hand mit Skispitzen nach oben.

Wichtig: Die passende Ausrüstung

Wichtig ist zudem die passende Skiausrüstung, zu der als fester Bestandteil passende Skier je nach Können und körperlicher Beschaffenheit, aber auch eine gute Schutzausrüstung gehören sollten (mit Protektor, Skibrille, Handschuhen und wettergerechter Bekleidung etc.). Der Schutzhelm ist auf der Skipiste Pflicht, dieser muss formschlüssig sitzen. Doch auch eine fachgerechte und individuell dem Können des Skifahrers angepasste Skibindung sowie formschlüssige Skistiefel sind wichtig – die Stiefel dürfen keine Beschädigungen und keine defekten Schnallen aufweisen.

Die Skibrille sollte kratzerfrei und mit UV-Schutz versehen sein. Empfohlen wird, vor dem Start Skier und Ausrüstung durch einen Experten – zum Beispiel durch ortsansässige Sportfachhändler – prüfen zu lassen. Weitere umfangreiche Tipps sowie Videoanalysen von Skiunfällen sind auf der Webseite der Stiftung Sicherheit im Skisport verfügbar.

Guter Versicherungsschutz als Grundausstattung

Zur Ausstattung verantwortungsvoller Wintersportler sollte jedoch nicht nur eine gute Ski-Ausrüstung, sondern auch ein angemessener Versicherungsschutz zählen. So informieren die Versicherer: Kommt es zu einem Skiunfall, hilft die private Unfallversicherung. Sie biete weltweiten Schutz rund um die Uhr und sichere dauerhafte Unfallfolgen finanziell ab. Auch würde die private Unfallversicherung die Kosten für erforderliche Such-, Rettungs- und Bergungsleistungen und den Transport nach Hause oder in ein nahegelegenes Krankenhaus übernehmen.

Verschiedene Versicherer bieten zudem mittlerweile spezielle Skiversicherungen an, die Versicherungsfälle bei der unmittelbaren Ausübung des Wintersports abdecken. Das Angebot am Markt aber ist vielfältig. Wer die passende Police für die Piste sucht, sollte sich folglich für guten Rat an Experten wenden.

Autorennbahn oder Eisenbahn – elektrisches Spielzeug gehörte schon immer auch zu den beliebtesten Weihnachtsgeschenken. Doch der technische Fortschritt verändert auch das Aussehen des Gabentisches. So hält zu Weihnachten auch die Drohne Einzug in viele Haushalte – und wird als “Spielzeug” oft unterschätzt. Denn ohne passenden Versicherungsschutz drohen hohe Kosten. Ein großer Versicherer gibt aus diesem Grund Tipps für das “Weihnachtsgeschenk zum Abheben”. Und zeigt, was zu beachten ist.

Haftpflicht-Schutz ist Pflicht

Zunächst gilt laut Presseerklärung des Versicherers: Rechtliche Vorgaben “stutzen den Drohnen die Flügel”. So schreibt der Gesetzgeber zum Beispiel einen Haftpflicht-Schutz vor, der nach Maßgabe mehrerer Paragraphen – genannt sei Paragraph 43 Absatz 2 des Luftfahrtverkehrsgesetzes – auch auf Drohnen übertragbar ist. Und Schaden droht schnell: Schon ein defektes Gerät oder ein ungünstiger Windstoß können zu hohen Schadensummen führen. Oder ein defektes Satellitennavigations-System wird einem Drohnenpilot haftungstechnisch schnell zum Verhängnis.

Das veranschaulichen Unfälle auf Autobahnen. So ist beispielsweise die Drohne eines 51 Jahre alten Münchners durch einen technischen Defekt auf die A 99 gestürzt und hat dort einen Unfall ausgelöst – laut Meldung der Polizei zum Glück nur mit Blechschaden. Betrifft ein solcher Blechschaden aber mehrere Autos oder beschädigt eine Drohne gar einen Helikopter, sind schnell hohe Summen denkbar, die in die Millionen gehen und einen hoch verschuldeten Drohnen-Pilot zurücklassen.

Gefährdungshaftung: Die Schuld entscheidet nicht

Noch höheres Ungemach droht bei Personenschaden – zum Beispiel, wenn ein Autofahrer durch eine defekte Drohne die Kontrolle verliert und ernsthaft verletzt wird oder gar bei dem Unfall zu Tode kommt. Derartige Gefahren jedoch werden von vielen nicht ernst genommen. Denn Experten schätzen: Etwa jede fünfte Drohne in Deutschland wird ohne Haftpflicht-Schutz gesteuert.

Fahrlässig ist dies auch deshalb, weil der Gesetzgeber bei so genannten unbemannten Flugobjekten von einer Gefährdungshaftung ausgeht – demnach hängt die Haftungsfrage bei einer Drohne nicht einmal vom Verschulden oder Nichtverschulden des Eigentümers ab. Auch ohne Verschulden haftet der Halter einer Drohne – und haftet sogar teils mit, sobald eine andere Person die Drohne steuerte.

Vor dem Starten Versicherungsschutz prüfen

Die Überprüfung des Versicherungsschutzes ist also ein Muss, bevor eine Drohne überhaupt gestartet wird. Viele Haftpflichtversicherungen haben den Versicherungsschutz für 250 Gramm-Fluggeräte mittlerweile in den Versicherungsschutz aufgenommen. Das gilt jedoch nur für den privaten Gebrauch und gilt nicht grundsätzlich. Jeder sollte sich deswegen unbedingt erkundigen, ob seine Haftpflichtpolice tatsächlich den nötigen Schutz für kleinere Geräte abdeckt.

Für Geräte jedoch, die schwerer sind als 250 Gramm, empfiehlt sich dringend eine Drohnen-Haftpflichtversicherung oder auch Luftfahrt-Haftpflichtversicherung. Hier sollte sich jeder mit konkreten Angaben zu seinem Modell beraten lassen. Der Preis des Versicherungsschutzes richtet sich in der Regel nach Größe bzw. dem Gewicht, dem Einsatzort sowie der Art der Verwendung.

Kennzeichenpflicht für schwerere Drohnen

Was außerdem zu beachten ist, darüber klärt das Bundesministerium für Verkehr auf. So gilt: Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme ab einer Startmasse von mehr als 250 Gramm müssen gekennzeichnet sein, damit im Schadensfall schnell den Halter festgestellt wird. Namen und Anschrift sind demgemäß in dauerhafter und feuerfester Beschriftung an dem Fluggerät anzubringen. Möglich ist dies über Fachgeschäfte für Beschriftungen. Aber auch Aluminium-Aufkleber mit Adressgravur, die in Schreibwarengeschäften erhältlich sind, erfüllen laut Bundesministerium für Verkehr die Vorgaben des Gesetzgebers. Der Betrieb von Drohnen bei Nacht ist erlaubnispflichtig, ebenso der Betrieb von Drohnen über 5 Kilogramm Gewicht.

Drohnen-Flug: Weitere Tabus

Drohnen dürfen zudem nicht überall geflogen werden. So sind Einsatzorte der Polizei und der Feuerwehr tabu, ebenso Krankenhäuser oder der An- und Abflugbereich von Flughäfen und andere sensible Bereiche. Auch ist es verboten, Drohnen außerhalb der Sichtweite zu fliegen. Maximal 100 Meter Flughöhe sind erlaubt – es sei denn, für ein Gelände wurde eine allgemeine Erlaubnis zum Aufstieg von Flugmodellen erteilt und eine Aufsichtsperson wurde bestellt. Nur dann darf die Flughöhe von 100 Metern überschritten werden.

Nicht nur die Sommerzeit, sondern auch Weihnachten wird von vielen Menschen zur Reise genutzt. Dank Reiseportalen im Internet ist der Urlaubstrip im Winter oft mit wenigen Mausklicks zu haben. Das gilt nicht nur für Hin- und Rückreise sowie Unterkunft, sondern das gebuchte Paket lässt sich schnell um eine Auslandskranken- oder Reiserücktrittsversicherung erweitern. Was Versicherungsvermittler jedoch bereits wussten, bestätigt nun eine Studie von Finanztest: Wer bei Online-Reiseportalen eine Versicherung abschließt, kann Nachteile erleiden.

Versicherungsschutz der Reiseportale: Hohe Selbstbeteiligung

Denn alle getesteten Tarife zur Reiserücktrittsversicherung, die über die Portale abschließbar sind, leiden an einer hohen Selbstbeteiligung, wie die Tester herausfanden. Demnach drohen Stornogebühren in Höhe von 20 Prozent.

Dass solche Gebühren kein Pappenstiel sind, veranschaulichen die Verbraucherschützer an einem einfachen Beispiel: Kostet eine Reise 1.500 Euro, beträgt die Selbstbeteiligung von 20 Prozent – bei Stornierung der Reise und 80 Prozent Stornogebühren – bereits 240 Euro.

Kostenfalle Jahresverträge

Eine weitere Kostenfalle lauert in den Jahresverträgen. Denn über die Portale lassen sich Angebote für die Dauer einer Reise, aber auch für ein Jahr abschließen. Zwar nicht alle, aber zumindest einige getestete Tarife zeigten jedoch ein Problem: Werden die Verträge nicht rechtzeitig gekündigt, verlängern sie sich automatisch – und zwar zu wesentlich ungünstigeren Konditionen. Oft schießt der Preis schon im zweiten Jahr in die Höhe.

Wer in diese Abo-Falle getappt ist, dem bliebe dann nur: Zähne zusammenzubeißen und ein weiteres Jahr verteuerte Tarife zu zahlen, um zeitgleich eine fristgerechte Kündigung zu Ende dieses zweiten Jahres einzuleiten.

Auslandskrankenversicherung: Ein “Must Have”

Bessere Konditionen als Angebote der Portale bieten letztendlich Tarife, die direkt beim Versicherer eingeholt werden. Das zeigte ebenfalls eine Studie der Verbraucherschützer aus diesem Jahr: Viele Angebote zur Reiseversicherung konnten mit einem “sehr guten” oder “guten” Ergebnis glänzen.

Welche Versicherungen dürfen aber in keinem Reisegepäck fehlen? Wichtig ist eine Reiserücktritts-, dringend empfohlen jedoch eine Auslandskrankenversicherung. Die Reiserücktrittsversicherung erstattet die anfallenden Kosten, wenn eine Reise aus versicherten Gründen nicht stattfinden kann. Die Auslandskrankenversicherung trägt Kosten für Arztbehandlungen und Rücktransporte.

Jeder Reisende sollte eine Auslandskrankenversicherung haben. Denn die deutschen gesetzlichen Krankenkassen (GKV) erstatten Kosten für Ärzte und Krankenhäuser lediglich in Ländern des europäischen Wirtschaftsraums (also EU plus Norwegen, Island und Liechtenstein) sowie in einigen Ländern, mit denen ein Sozialversicherungsabkommen besteht (z.B. Schweiz, Marokko, Tunesien, Türkei). Und selbst da drohen hohe Zuzahlungen. Wird doch nur der in Deutschland übliche Kostensatz erstattet. Berechnet ein Arzt hingegen mehr, müssen Erkrankte zusätzliche Kosten selber tragen. Für Länder jedoch, die nicht zu den Vertragsstaaten gehören, besteht überhaupt kein Krankenversicherungsschutz.

Rücktransporte ohne Versicherungsschutz: Es droht der Ruin

Hinzu kommt: Selbst für EU-Länder übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung nicht die Kosten, falls eine Erkrankung einen Krankenrücktransport notwendig macht. Sogar Versicherte in der privaten Krankenversicherung (PKV) verfügen häufig über keinen oder nur geringen Versicherungsschutz für Rücktransporte – Aufklärung bietet ein Blick in die Versicherungsbedingungen. Durch Rücktransporte jedoch drohen hohe Kosten und droht sogar der finanzielle Ruin. So kann bereits ein Transport von Italien nach Deutschland Kosten in Höhe von 20.000 Euro verursachen. Demnach sollte sich vor Antritt einer Reise dringend über den gebotenen Versicherungsschutz informiert werden.

Der Reisegigant Thomas Cook ist in die Insolvenz geschlittert — und mit ihm die Deutschland-Töchter des Unternehmens. Viele Touristen mussten ihre Reise abbrechen oder dürfen sie nicht antreten, obwohl sie bereits im voraus bezahlt haben. Zumindest Pauschalurlauber haben nun teilweise Anspruch darauf, dass ein Versicherer sie entschädigt: doch das wird voraussichtlich auf niedrigem Niveau erfolgen.

Der englische Reiseveranstalter Thomas Cook ist pleite — und das ist eine schlechte Nachricht auch für hunderttausende Deutsche. Denn von der Insolvenz betroffen sind auch die deutschen Tochterfirmen des früheren Giganten: unter anderem Neckermann Reisen, Bucher Reisen und Air Marin. Auch sie mussten ihr Geschäft einstellen, nachdem der britische Mutterkonzern Konkurs angemeldet hat.

Infolge der Insolvenz mussten viele deutsche Touristen ihren Urlaub abbrechen oder das Hotel bzw. den Rückflug plötzlich selbst zahlen, weil die Hoteliers und Fluggesellschaften die pauschale Kostenübernahme von Thomas Cook nicht mehr akzeptierten. Immerhin 144.000 Reisende mussten laut dpa nach Deutschland zurückgeholt werden.

Für andere sieht es noch bitterer aus: 660.000 Menschen haben ihre Reise bereits ganz oder teilweise im Voraus bezahlt und wollten in den nächsten Monaten in die weite Welt starten. Daraus wird nun nichts: Zumindest bis Ende des Jahres haben die deutschen Cook-Gesellschaften alle Reisen abgesagt, wie die “Tagesschau” berichtet.

Welche Versicherung zahlt bei Insolvenz des Flugbetreibers?

Gibt es aber nun Hoffnung für die enttäuschten Kundinnen und Kunden, dass sie zumindest einen Teil der Kosten von einer Versicherung erstattet bekommen? Und welche Versicherung zahlt überhaupt bei der Insolvenz eines Reiseveranstalters?

Zunächst die schlechte Nachricht: Eine Reiserücktrittsversicherung kommt in diesem Fall nicht für den Schaden auf. Sie zahlt in der Regel, wenn die Gründe für eine Absage der Reise beim Versicherten selbst zu finden sind: also zum Beispiel bei einer Erkrankung, einem Todesfall in der Familie oder bei Arbeitslosigkeit. Geht ein Touristikveranstalter pleite, springt sie hingegen nicht ein.

Insolvenzversicherung: bei 110 Millionen Euro gedeckelt

Allerdings können nun zumindest jene Thomas-Cook-Kunden auf eine teilweise Entschädigung hoffen, die eine Reise abbrechen mussten, Leistungen doppelt bezahlt haben oder eine abgesagte Reise bereits bezahlt haben. Auch hier mit einem großen Aber: Das gilt nur, wenn es sich um eine Pauschalreise handelt. Um Ansprüche anmelden zu können, ist nämlich ein sogenannter Insolvenzsicherungsschein vonnöten. Den bekommen Touristen ausgestellt, wenn sie ihre Reise buchen.

Aber auch für Pauschaltouristen gibt es eine nicht so gute Botschaft. Ganze 110 Millionen Euro müssen Reiseveranstalter in Deutschland für den Fall ihrer Insolvenz absichern. Als die EU alle Mitgliedsstaaten verpflichtete, eine solche Insolvenzversicherung einzuführen, deckelte nämlich die Bundesregierung den Schutz bei dieser Summe. In anderen europäischen Staaten ist das nicht der Fall. Das Geld reicht leider hinten und vorn nicht, um alle zu entschädigen, wie bereits ein Sprecher der Zurich berichtet hat: der Versicherer von Thomas Cook. Dieser niedrige Betrag ist in Paragraph 651r des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) festgeschrieben.

Das Problem für betroffene Touristen ist nun folgendes: Die Ersatzansprüche werden dieser niedrigen Versicherungssumme gegenübergestellt und entsprechend quotiert. Ein einfaches Beispiel: Wenn die Schadenssumme doppelt so hoch ist wie die versicherte Summe, erhält jeder auch nur die Hälfte seiner Ausgaben zurück. Das Problem ist nun, dass nicht nur die mehr als 800.000 Touristen von den 110 Millionen Euro entschädigt werden müssen, sondern auch die Hotels, wenn sie zum Zeitpunkt der Pleite Cook-Reisende beherbergten und nicht bezahlt wurden. Es ist abzusehen, dass da nicht viel übrig bleibt. Betroffene Kunden müssen sich an die Kaera AG wenden, die von der Zurich damit beauftragt wurde, die Solvenzansprüche zu betreuen.

Immerhin debattiert nun die Politik, ob der Schutz für Reisende erhöht werden muss, also die vorgeschriebene Versicherungssumme angehoben. Im Gespräch ist auch ein Sicherheitsfonds, den alle Reiseveranstalter regelmäßig füllen müssen. Und es gibt ein kleines Fünkchen Hoffnung, dass sogar der Staat zahlen muss. Hat nämlich die Bundesregierung die entsprechende EU-Richtlinie nicht adäquat in deutsches Recht übersetzt, müsste sie die Urlauber entschädigen. Hier kommt wieder die niedrige Summe ins Spiel: Die EU-Richtlinie zur Absicherung von Pauschalreisenden sieht keine generelle Deckelung der Ansprüche vor.