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Kaum jemand denkt bei den aktuellen Witterungsbedingungen ans Mopedfahren. Doch deshalb risikieren Zweirad-Fans, ein wichtiges Datum zu verpassen. Am 1. März müssen die neuen, blauen Kennzeichen montiert sein!

Aktuell beherrscht Tief “Tristan” große Teile der Republik: Es bringt nicht nur zweistellige Minustemperaturen mit sich, sondern vielerorts auch Schneeverwehungen. Da denken sicher die wenigsten ans Mopedfahren: Schließlich stecken schon die Autos im Schnee fest, sogar der Nahverkehr musste in manchen Regionen eingestellt werden. Und doch sollten die Fans der motorisierten Flitzer in diesem Monat noch tätig werden, wenn sie bei besseren Temperaturen bald wieder fahren wollen.

Grund ist, dass am 1. März die neue Mopedsaison startet. Und dann müssen, wie in jedem Jahr, neue Nummernschilder angebracht werden. Diesmal heißt es: aus Schwarz wird Blau. Denn wer weiterhin mit schwarzem Nummernschild fährt, riskiert viel. Ohne gültiges Kennzeichen fahren ist mehr als nur ein Kavaliersdelikt. Nicht nur begehen die Fahrer eine Straftat — bei einem selbst verschuldeten Unfall müssen sie auch die Kosten für Haftpflichtschäden selbst tragen.

Wer dann eine dritte Person schädigt, sodass sie dauerhaft gesundheitlich beeinträchtigt ist, sieht sich schnell hohen Schulden gegenüber. Die Gerichte verhängten zuletzt hohe Strafen, die im sechs- oder siebenstelligen Bereich liegen können. Schließlich muss bei einer dauerhaften Behinderung nicht nur Schmerzensgeld an den Geschädigten gezahlt werden – obendrein kommen noch Kosten für Lohnausfall, Medikamente, Reha, eine Rente etc. Zur Erinnerung: Der Verursacher haftet mit seinem gesamten Vermögen!

Deshalb ist es wichtig, das Datum nicht zu verschlafen. Wenn dann doch die erste Frühlingssonne zum Ausflug lockt, sollte man besagtes blaues Nummernschild bereits angebracht haben. Die Versicherungspflicht mit einem Mofa-Kennzeichen gilt unter anderem für folgende Fahrzeuge:

  • Kleinkrafträder wie Mofas und Mopeds, die nicht mehr als 50 Kubikzentimeter Hubraum haben und nicht schneller als 45 Stundenkilometer fahren.
  • Elektrofahrräder mit einer Tretunterstützung bei Geschwindigkeiten über 25 km/h oder einer tretunabhängigen Motorunterstützung über 6 km/h bis max. 45 km/h.
  • Segways und ähnliche Mobilitätshilfen mit elektrischem Antrieb und einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 20 km/h.

E-Scooter

Um das neue Schild zu erhalten, ist in der Regel nur ein Schreiben oder eine anderweitige Kontaktaufnahme bei dem Versicherer notwendig, der dann das Kennzeichen ausstellt. Denn eine Pflicht zur amtlichen Zulassung besteht nicht. Man muss folglich nicht extra eine Zulassungsstelle ansteuern: eine gute Nachricht in Corona-Zeiten. Vielfach bieten die Versicherer die Gelegenheit, das neue Schild für das flinke Gefährt einfach online zu beantragen.

Es empfiehlt sich, die Betriebserlaubnis mit sich zu führen, um sich gegenüber der Polizei als rechtmäßiger Eigentümer auszuweisen. Hingegen ist es keine gute Idee, diese im Helmfach aufzubewahren: Wird das Moped geklaut, hat die Erlaubnis dann auch der Dieb quasi mitgeliefert bekommen. Das kann sogar Ärger geben, wenn man den Diebstahl gegenüber dem Versicherer anzeigen will. Damit auch der Diebstahl mit versichert ist, benötigt man übrigens einen Teilkasko-Schutz. Und das ist ratsam: im Verhältnis zur Zahl der zugelassenen Fahrzeuge werden Mopeds und Mofas noch öfter entwendet als Autos.

Ältere Fahrzeughalter zahlen in der Kfz-Versicherung höhere Prämien. Warum das keine Altersdiskriminierung ist, hat die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) nun klargestellt.

Vergleicht man Kfz-Tarife, stellt sich heraus, dass ältere Fahrzeughalter teilweise deutlich höhere Beiträge zur Kfz-Haftpflichtversicherung zahlen müssen. So zahlt ein 67-jähriger Lediger im Durchschnitt von 25 untersuchten Kfz-Haftpflicht-Tarifen 196,96 Euro Jahresbeitrag mehr als ein 35-Jähriger (geplanter Neuabschluss; Schadenfreiheitsklasse 15).

Dieser Umstand rief die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf den Plan. Die Aufseher wollten von 44 Versicherern wissen, welche Methoden sie bei der altersabhängigen Tarifierung verwenden. Nun liegt das Ergebnis der BaFin-Erhebung vor und die Aufseher schreiben, dass eine Altersdifferenzierung immer dann zulässig sei, wenn sie auf anerkannten Prinzipien risikoadäquater Kalkulation beruhe. Die entsprechenden Regeln hierfür sind im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz festgeschrieben. Demnach muss das Risiko versicherungsmathematisch bewertet werden – anhand statistischer Erhebungen.

Entscheidend ist also, welche Risiken typischerweise mit welchem Schadenverlauf einhergehen. In der Kfz-Versicherung werden hierfür eine ganze Reihe von Tarifmerkmalen herangezogen: zum Beispiel der Wohnort des Fahrzeugalters, das Automodell, Alter des Fahrzeughalters, die Kilometerleistung pro Jahr und wie lange jemand unfallfrei fuhr. Und eben das Alter des Versicherten. Die BaFin kommt in ihrer Studie zu dem Ergebnis, dass die altersbedingten Prämien-Aufschläge durchaus risikoadäquat kalkuliert sind.

Der Einwand, dass Seniorinnen und Senioren seltener Auto fahren, greife nicht, so die BaFin. Dies sei nur bei Tarifen relevant, die auch die gefahrenen Kilometer berücksichtigen. Entscheidend sei, wie sich Schadenbedarf und Schadenhäufigkeit der Risikogruppen entwickeln (Äquivalenzprinzip).

Weil sowohl Schadenhäufigkeit, als auch Schadenbedarf mit höherem Alter zunehmen, hat die BaFin gegen die Praxis der Versicherer, entsprechende Zuschläge zu erheben, nichts einzuwenden. Die höheren Prämien spiegeln demnach das “nachweislich höhere, mit dem Alter einhergehende versicherungstechnische Risiko wieder.”

Belegen lässt sich das mit Zahlen der offiziellen Unfallstatistik, die vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht werden. Dort werden “Hauptverursacher je 1.000 Beteiligte” bei Unfällen mit PKW-Fahrern ausgewiesen. Unfallverursachende Fahrer werden also ins Verhältnis zu allen unfallbeteiligten Fahrern gesetzt. Ergebnis: Je älter die Fahrer, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass sie die Hauptschuld an einem Unfall tragen, an dem sie beteiligt waren.

Allerdings hebt die BaFin auch hervor, dass Seniorinnen und Senioren von ausgleichenden Tarifmerkmalen profitieren. Das Rabattsystem honoriert langes unfallfreies Fahren: Sie können höhere Schadensfreiheitsrabatte erreichen.

Bei Rechtsstreitigkeiten können schnell enorme Kosten entstehen. Deswegen gilt die Rechtsschutzversicherung als eines der wichtigsten Produkte auf dem Markt. Aber muss es immer eine Allgemeine Rechtsschutzversicherung sein? Möglich ist auch der Abschluss spezifischerer Produkte.

Denn Rechtsschutzversicherungen funktionieren nach dem Baukastenprinzip. Deswegen können Versicherungsnehmer auch unterschiedliche Bausteine für das Privatleben, den Beruf oder das Mietverhältnis wählen. Aktuell klärt die Verbraucherseite des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV) über ein besonderes Produkt auf – über die Verkehrsrechtsschutzversicherung.

Der Verkehrsrechtsschutz ist einer der wichtigsten Bestandteile der Allgemeinen Rechtsschutzversicherung. Sie kann aber auch einzeln abgeschlossen werden. Laut GDV leistet die Verkehrsrechtsschutzversicherung, sobald Verbraucher in Rechtsstreitigkeiten wegen Unfällen, Kauf- und Reparaturverträgen geraten sowie bei Führerscheinverlust.

Ausgeschlossen ist Kostenübernahme bei vorsätzlicher Straftat

In der Regel würde die Verkehrsrechtsschutzversicherung die Kosten für den Rechtsschutzfall übernehmen – Anwaltskosten, Gerichtskosten oder Kosten eines vom Gericht beauftragten Sachverständigen. Auch die Möglichkeit einer außergerichtlichen Einigung sei versichert. Ausgeschlossen ist allerdings eine Kostenübernahme, wenn eine vorsätzliche Straftat begangen wurde – zum Beispiel unerlaubtes Entfernen vom Unfallort.

Die Komponenten der Verkehrsrechtsschutzversicherung

Zu den im Verkehrsrechtsschutz enthaltenen Komponenten gehöre der Straf-Rechtsschutz (betrifft eine vorgeworfene Verletzung der Verkehrsvorschriften), der Steuer-Rechtsschutz (bei Klagen gegen die Kfz-Steuer), der Rechtsschutz im Vertrags- und Sachenrecht, der Verwaltungsrechtsschutz (betrifft Fahrverbote oder den Führerscheinentzug) sowie der Ordnungswidrigkeiten-Rechtsschutz (greift zum Beispiel ein, wenn man mit dem Handy am Steuer telefoniert).

Auch Fahrradfahrer und Fußgänger sind versichert

Über den Verkehrsrechtsschutz seien übrigens auch Fahrradfahrer und Fußgänger versichert – drohen doch auch Rechtsstreitigkeiten, wenn man ohne Auto am Verkehr teilnimmt. Außerdem greife der Versicherungsschutz im europäischen Ausland, in EU-Mitgliedsstaaten sowie in Anrainerstaaten des Mittelmeers. Die Verkehrsrechtsschutz versichert den in der Police eingetragenen Versicherungsnehmer oder die Versicherungsnehmer – möglich ist auch das Versichern der ganzen Familie. Davon zu unterscheiden ist die Fahrzeug-Rechtsschutzversicherung: Diese versichert im Versicherungsschein per Kennzeichen benannte Fahrzeuge.

Expertenrat kann helfen

Was aber ist für Versicherungsnehmer besser geeignet – die Verkehrsrechtsschutzversicherung oder der Fahrzeug- Rechtschutz? Oder sollte lieber eine allgemeine Rechtsschutzversicherung mit mehreren Bausteinen abgeschlossen werden? Wer hierzu Rat sucht, sollte sich unbedingt an eine Expertin oder einen Experten wenden – um im Falle eines Rechtsstreits auch wirklich vor hohen Kosten und unberechtigten Forderungen abgesichert zu sein.

Wo Langfinger bevorzugt unterwegs sind und auf welche Fahrzeuge sie es abgesehen haben.

Die gute Nachricht vorweg: Die Zahl der Autodiebstähle geht zurück. Damit bestätigt sich ein Trend, der bereits seit Längerem anhält. So betrug die Anzahl der gestohlenen kaskoversicherten Autos 2010 und 2011 jeweils fast 20.000 – trauriger Höchststand bisher. Seitdem sinken die Fallzahlen. Für 2019 verzeichnete der Versicherer-Verband 14.229 gestohlene Autos, die kaskoversichert waren. Im Vergleich zum Vorjahr gingen die Fallzahlen um knapp fünf Prozent zurück.

Damit sind die guten Nachrichten allerdings schon erzählt. Denn der Schadenaufwand, den die Versicherer geleistet haben, hat sich nicht im gleichen Maß entwickelt. Sichtbar wird das, wenn man die durchschnittlichen Kosten je Diebstahl betrachtet. So zahlten die Versicherer durchschnittlich 19.600 Euro für jedes gestohlene Auto (insgesamt 280 Millionen Euro). Das ist nur ein Prozent weniger Schadenaufwand als im Vorjahr; wohlgemerkt bei fünf Prozent weniger Schadenaufkommen.

Das bedeutet, dass die Schadensumme je Schadenereignis tendenziell steigt. Begründet wird das oft damit, dass moderne Fahrzeuge immer mehr teure Technik enthalten. Das treibt die Schadensummen im Kfz-Bereich.

Auch im Vergleich der Bundesländer lässt sich diese Entwicklung ablesen. In nur drei Bundesländern (Berlin, Brandenburg und Baden-Württemberg) stieg die Zahl der Pkw-Diebstähle. Doch der Schaden pro Diebstahl stieg in acht von 16 Bundesländern.

Die Hochburgen der Autodiebe finden sich im Osten der Republik. Besonders auffällig ist dabei Berlin. In der Hauptstadt wurden mehr als doppelt so viele Fahrzeuge gestohlen wie in Bayern und Baden-Württemberg zusammen.

Das Flächenland mit der größten Diebstahlgefahr ist Brandenburg. Dort lag die Diebstahlrate bei 1,1 pro 1.000 kaskoversicherten Pkw – noch höher liegt die Rate nur in den Stadtstaaten Berlin (3,3) und Hamburg (1,4). Im Bundesdurchschnitt liegt die Rate bei 0,4.

Langfinger stehen auf SUVs und Toyotas

Wertet man die Statistik nach gestohlenen Fahrzeugmodellen aus, fällt auf, dass SUVs und Autos von Toyota besonders häufig gestohlen werden. So finden sich unter den zehn am häufigsten gestohlenen Modellreihen gleich sechs SUVs, an der Spitze lag die zweite Generation des BMW X6. Der japanische Hersteller Toyota ist gleich mit fünf Modellreihen in den Top 10 der Autodiebe vertreten. Hier finden sich neben SUVs und dem Sportwagen GT86 auch die beiden Mittelklasse-Limousinen Prius+ und der CT200 der Toyota-Tochter Lexus.

Dellen im Blech, zerstörte Scheiben, Feuchtigkeit im Innenraum von Fahrzeugen – besonders tückische Unwetter mit starken Hagelschauern und Stürmen führten im vergangenen Jahr zu enormen Schäden an Fahrzeugen. Hagelschäden können unverhoffter auftreten, als man denkt – immerhin sind beinahe das ganze Jahr über bundesweit Hagelschauer möglich.

Insgesamt 1,5 Milliarden Euro Schadensumme zahlten deutsche Kfz-Versicherer den Besitzern der 635.000 durch Hagel und Unwetter beschädigten Fahrzeuge aus. Das berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Kommt es zu einem Schaden durch Hagel oder Unwetter, ist dieser meist enorm teuer. Zum Vergleich: Für die häufigste Ursache von Schäden am Kfz, im letzten Jahr 2,35 Millionen Glasbruchschäden, zahlten die deutschen Kfz-Versicherer „nur“ rund 1,15 Milliarden Euro.

Dabei traten nicht nur die typischen Dellen im Blech auf, durch starke Sturmböen beschleunigte Hagelkörner führten zu zersplitterten Front- und Heckscheiben. Durch die Feuchtigkeit, die daraufhin in den Innenraum eindrang, führten die Hagelstürme und ihre Folgen bei zahlreichen Autos sogar zu Totalschäden.

Wer sein Auto nicht komplett durch eine Unterbringung in einer Garage, Halle oder zumindest zum Teil durch Parken unter einem Carport schützen kann, hat die Möglichkeit auf sogenannte Hagelschutzmatten zurückzugreifen.

Kaskoversicherung ersetzt Schäden – ohne Rückstufung in der Schadenfreiheitsklasse

Die finanziellen Folgen von Schäden und Zerstörung durch Sturm, Hagel, Blitz und Überschwemmung übernehmen Teil- oder Vollkaskoversicherungen – abzüglich einer möglichen vereinbarten Selbstbeteiligung. Keinen Einfluss hat eine Versicherungsleistung bei Naturgefahren auf den Schadenfreiheitsrabatt. Gerade, wenn man auf seinen Pkw angewiesen ist, sollte man bei der Versichererwahl auch genauer hinschauen. Bei manchen Versicherungsgesellschaften gibt es auch die Möglichkeit für die Dauer der Reparatur einen kostenlosen Mietwagen zu erhalten.

Was sind die häufigsten Rechtsrisiken, bei denen die Rechtsschutzversicherung einspringen muss? Eine Versicherung hat die eigenen Schadensfälle analysiert und kommt zu dem Ergebnis, dass besonders oft über das Kleingedruckte in Verträgen gestritten wird.

Wo liegen die häufigsten Rechtsrisiken für Verbraucher? Dieser Frage hat sich aktuell ein großer Rechtsschutzversicherer gewidmet und über 350.000 Leistungsfälle aus dem letzten Jahr ausgewertet.

Das Ergebnis ist etwas überraschend, landet doch auf Platz 1 das Risiko „Vertragsstreitigkeiten“ (77.000 Fälle). Hierunter fallen alle Auseinandersetzungen, in denen es zum Beispiel um Unzufriedenheit mit einem Urlaubsanbieter, Probleme beim Kauf von Immobilien oder Abo-Fallen geht.

Das Rechtsrisiko Numero Zwei sind „Streitigkeiten am Arbeitsplatz“ (ca. 59.000 Fälle). Wird eine Person zu Unrecht gekündigt, erhält sie ein unbefriedigendes Arbeitszeugnis oder wird gar von Kollegen gemobbt, dann greift hier die Leistungsart „Arbeits-Rechtsschutz“. Erst auf dem dritten Platz landen Streitigkeiten rund um das Thema Wohnen, also wenn Ärger mit dem Mieter, Vermieter oder Nachbar droht (47.000 Fälle). Keinen Podiumsplatz konnten die Sparten „Verkehrs-Rechtsschutz“ (43.000 Streitfälle) sowie „Schadensersatz-Rechtsschutz“ (37.000 Fälle) ergattern.

Wer eine Rechtsschutz-Versicherung abschließt, sollte übrigens genau darauf achten, welche Risiken laut Vertrag im Versicherungsschutz inbegriffen sind. Nicht alle Tarife bieten automatisch einen Wohnungs-Rechtsschutz, Verkehrs-Rechtsschutz oder Vertrags-Rechtsschutz. Wichtig sind sie alle, wie die hohe Zahl an Schadensfällen zeigt. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

Müssen Hunde im Auto angeschnallt werden? Dieser Frage ging die Unfallforschung eines großen Versicherers nach und führte Crash-Tests mit speziellen Hunde-Dummies durch. Das Ergebnis ist eindeutig: auch ein Hund braucht im PKW einen Sicherheitsgurt.

Die Bundesbürger sind auf den Hund gekommen! Rund 5 Millionen der treuen Vierbeiner lebten 2013 in deutschen Haushalten, wie der Verband für das Deutsche Hundewesen (VDH) mitteilt. In 280.000 Familien lebten sogar 3 oder mehr Hunde. Die Popularität ist wenig verwunderlich, schließlich wusste schon Jazz-Legende Louis Armstrong: „Mit einem kurzen Schwanzwedeln kann ein Hund mehr Gefühle ausdrücken, als mancher Mensch mit stundenlangem Gerede.“

Allein bleiben die geselligen Tiere aber äußerst ungern, und so versteht es sich, dass sie ihr Herrchen oder Frauchen gelegentlich im Auto begleiten. Aber Vorsicht: Unerlässlich ist es dabei, den Hund mit einem Sicherheitsgeschirr anzuschnallen. Denn wie beim Menschen auch kann der Verzicht auf den Gurt verheerende Folgen haben, wenn es zum Unfall kommen sollte.

Hund fliegt mit hohem Tempo in Richtung Windschutzscheibe

Ein großer deutscher Versicherer wollte herausfinden, wie hoch die Verletzungsgefahr ist, wenn Hunde im Auto nicht angeschnallt werden. Ein Crash-Test mit Hundeattrappen zeigte teils erschreckende Ergebnisse. Die Techniker simulierten verschiedene Unfallsituationen und stellten fest, dass ein Hund bereits bei einer Geschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde eine Aufprallkraft entwickelt, die dem Vierzigfachen seines Körpergewichts entspricht.

Bei einem deutschen Schäferhund werden so aus dem ursprünglichen Gewicht von ca. 35 Kilogramm schnell über 1.400 Kilogramm, mit dem der Hund nach einem Unfall durch den Fahrzeuginnenraum fliegt. Das bedeutet: nicht nur für das Tier besteht ein erhebliches Risiko sich zu verletzen oder gar getötet zu werden, sondern auch für andere Insassen. Schließlich ist es nicht ohne Weiteres wegzustecken, wenn ein Gewicht von mehr als einer Tonne gegen den Kopf oder die Kniescheibe stößt.

Das Hundegeschirr bietet guten Schutz

Eins haben die Crash-Tests des Versicherers aber auch gezeigt: mit einem Hundegeschirr oder einer Hundebox, die in den Kofferraum montiert werden kann, sind Mensch und Tier im Auto geschützt. Während der ungesicherte Hunde-Dummy geradewegs in Richtung der Windschutzscheibe flog, blieb der angeschnallte Dummy auf der Rückbank sitzen. Es sollte also eine Selbstverständlichkeit sein, das Tier im Auto festzuschnallen. Nicht nur dem Hund zuliebe!

Motorradfahrer verursachen mehr als die Hälfte aller Unfälle selbst. „Junge Fahrer“ und „sportliche Bauform des Motorrads“ sind dabei wesentliche Faktoren, so die Unfallforschung der Versicherer (UDV).

52 Prozent der Unfälle, in die Motorradfahrer 2012 verwickelt waren, wurden von Motorradfahrern selbst verursacht. Das Gros der selbst verursachten Unfälle machen sogenannte Alleinunfälle – also Unfälle ohne weitere Beteiligte – aus (58 Prozent).

Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) wollte die Unfallursachen analysieren und hat dafür 194 schwere Motorradunfälle im Saarland genauer untersucht.
Den Ergebnisse zufolge sind „Junge Fahrer“ und „sportliche Bauform des Motorrads“ wesentliche Faktoren beim Alleinunfall. Die Häufigkeit der selbstverschuldeten Unfälle steigt mit der Motorleistung. Wer Touren-Maschinen oder Chopper fährt, ist demnach deutlich seltener in Unfälle verwickelt.

Unfälle an Kreuzungen und Einmündungen werden hingegen überwiegend vom Unfallgegner des Kraftrads verursacht.
Halten Motorradfahrer zu wenig Abstand oder lassen sie sich ablenken, kann es bei entsprechender Geschwindigkeit zu einem Auffahrunfall mit schwerem Personenschaden kommen. Beinahe jeder zweite Unfall, den ein Kradfahrer verursacht, sei typischerweise ein Auffahrunfall, so Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer (UDV).

Entscheidend, so Brockmann, seien Fahrweise und Risikobereitschaft des Fahrers. Dass Geschwindigkeitsverstöße von Motorradfahrern kaum zu kontrollieren sind, erschwert es, das Gefahrenbewußtsein zu schärfen.
Brockmann fordert zusätzliche technische Assistenzsysteme, um Motorradunfälle zu reduzieren. Zudem setzt sich Brockmann für vorgeschriebene, regelmäßige Fahrtrainings ein.
Auch bauliche Maßnahmen regte der Leiter der Unfallforschung der Versicherer an. So hätten sich Rüttelstreifen zur Temporeduzierung auf Kurvenstrecken mit vielen Motorradunfällen bewährt und Leitplanken mit Unterfahrschutz könnten helfen, schwere Verletzungen zu vermeiden, wenn es doch zu einem Unfall kommt.

Flugzeuge gehören zu den sichersten Verkehrsmitteln der Welt, auch wenn Katastrophen wie das verschwundene Flugzeug MH370 der Malaysia Airlines weltweit für Entsetzen sorgen. An eine Gefahr denken Fluggäste jedoch ganz sicher nicht, wenn sie in den Flieger steigen: Darmkeime!

Laut aktuellen Umfragen haben rund 20 Prozent der Bundesbürger große Angst vor dem Fliegen. Sie quälen sich mit Gedanken wie „Was, wenn das Flugzeug abstürzt?“ oder „Wenn sich die Tür schließt, bin ich gefangen!“ Das alles muss nicht sein, gilt doch das Flugzeug als das sicherste Verkehrsmittel überhaupt. 2012 ereigneten sich auf der ganzen Welt 100 Vorfälle mit einem Flugzeug, während über 2,3 Milliarden sichere Landungen gezählt wurden. Dem stehen allein in Deutschland über 2.300.000 Unfälle mit dem PKW gegenüber.

Und doch gibt es eine Gefahr, der sich Fluggäste bewusst sein sollten. Diese hat allerdings nichts mit der Flughöhe zu tun, und auch strenge technische Sicherheitsvorkehrungen schaffen keine Abhilfe. Es ist sogar eine Bedrohung, die mit bloßem Auge nicht zu sehen ist. Denn wie Forscher der Universität Auburn im US-Bundesstaat Alabama berichten, bieten Flugzeuge einen hervorragenden Nährboden für Darmkeime und Bakterien.

Gesundheitsrisiken durch Keime und Bakterien

Die Möglichkeiten, sich im Flugzeug mit Krankheitserregern anzustecken, sind vielfältig. Ob Armlehne, Flugzeugtoilette oder Metallknöpfe: Keime lauern überall. So konnten die Forscher nachweisen, dass E.Coli-Bakterien bis zu vier Tage auf einer Flugzeuglehne nachzuweisen sind. Hierzu zählen auch EHEC-Bakterien, die Durchfall, Übelkeit und Erbrechen auslösen und sogar schon Todesopfer forderten.

Doch auch sogenannte MRSA-Erreger fühlen sich auf Flugzeugsitzen tagelang wohl und können schwere Haut- und Infektionskrankheiten bewirken. Das Problem: Der Bakterienstamm ist gegen viele Antibiotika-Produkte resistent, so dass manche Infektionen tödlich enden. Hygienemaßnahmen wie Händewaschen sind also gerade im Flugzeug wichtig!

Wer für den Urlaub oder geschäftlich ins Ausland fliegt, der sollte mit einer Auslandsreisekrankenversicherung vorbeugen. Sie erstattet die Behandlungskosten, wenn man wegen einer schweren Infektion in der Fremde das Krankenhaus aufsuchen muss. Und auch die Kosten für einen Rücktransport in die Heimat sind je nach Tarif mitversichert. Vielleicht nimmt so eine Police sogar ein wenig die Flugangst – weiß man doch, im Gastland gut medizinisch umsorgt zu sein!

Der Herbst ist wohl die Jahreszeit, in der es zu den meisten Wildunfällen kommt. Für Autofahrer ist deshalb besondere Vorsicht geboten. Wer sich aufmerksam verhält und vorausschauend fährt, kann so manchen Zusammenstoß mit Hirsch, Hase und Co. verhindern. Und wer vor Wildschäden rundum geschützt sein will, der ist mit einer Vollkaskoversicherung ideal abgesichert.

Laut Unfallstatistik kommen bei Wildunfällen jedes Jahr mehr als 2.500 Bundesbürger zu Schaden. Doch selbst wenn niemand verletzt wird, ist der Zusammenstoß mit einem Wildtier mehr als ärgerlich. Nicht selten erleidet das Auto einen Totalschaden, vom Leid der angefahrenen Tiere ganz zu schweigen. Immerhin finden jährlich 240.000 Wildtiere auf der Straße den Tod, wie der Deutsche Jagdschutzverband berichtet! Deshalb sollten Autofahrer besonders in der Herbstzeit ihre Augen offen halten.

Waldtiere sind im Herbst besonders aktiv

Warum aber ist der Herbst eine gefährliche Jahreszeit für Wildschäden? Beim Rotwild setzt die Brunftzeit ein, und so mancher verliebte Hirsch streift auf der Suche nach einer Partnerin durch Wald und Feld. Dabei macht er auch vor Landstraßen und Autobahnen nicht Halt. Andere Tiere wiederum finden nicht mehr genug zu fressen, wenn die Natur ihr Sommerkleid verliert, und so begeben sich Fuchs, Dachs und Igel auf Wanderschaft. Sogar die Zeitumstellung auf die Winterzeit wirkt sich negativ auf die Unfallzahlen aus. Viele Waldbewohner sind in der Dämmerung aktiv und streifen auf der Suche nach Nahrung umher: Genau dann, wenn im Herbst der Berufsverkehr einsetzt.

Deshalb gilt gerade in den Wintermonaten: Auto- und Motorradfahrer sollten nicht nur auf die Fahrbahn schauen, sondern auch mal einen Blick an den Fahrbahnrand werfen. Gerade an unübersichtlichen Wald- und Feldrändern ist erhöhte Vorsicht geboten! Wenn das Tier schon auf der Fahrbahn steht, dann Scheinwerferlicht abblenden, kontrolliert bremsen und hupen, damit es flüchten kann. Aber Vorsicht: Ein Tier kommt selten allein, sondern meist in Familie! Hat also gerade ein Hirsch die Fahrbahn überquert, ist es wahrscheinlich, dass noch ein weiteres Tier folgt.

Teilkasko kommt in der Regel nur für Haarwild-Unfälle auf

Bezüglich des Versicherungsschutzes gilt: Eine Teilkaskoversicherung ersetzt in der Regel nicht jeden Wildschaden, sondern nur, wenn dieser durch Haarwild verursacht wurde. Dazu gehören unter anderem Wildschweine, Hirsche, Rehe, Dachse und Hasen. Anders sieht es hingegen aus, wenn ein Haustier, ein Eichhörnchen oder ein Vogel in den Unfall verwickelt ist. Dann ist die Teilkaskoversicherung zu keiner Schadensregulierung verpflichtet, sofern dies nicht explizit im Versicherungsvertrag steht. Eine Vollkaskoversicherung zahlt aber ungeachtet der Unfallursache: Deshalb ist man mit einer Vollkasko auch bei Wildunfällen ideal geschützt!

Damit bei der Schadensregulierung keine Probleme entstehen, sollte bei einem Wildunfall auch immer die Polizei hinzugezogen werden. Die Gesetzeshüter informieren dann den Förster, der einen Schein über den Wildunfall ausstellt. Mit diesem Dokument ist man auf der sicheren Seite: Die Kfz-Versicherung muss das Papier als Beleg für den Unfallhergang akzeptieren.