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Manche Versicherer haben begonnen, klassische Lebensversicherungen an externe Dienstleister abzutreten, die diese Verträge abwickeln. Hierbei spricht man von sogenannten Run-off-Plattformen. Viele Verbraucher sind deshalb verunsichert. Das Thema beschäftigte nun auch den Bundestag – dabei warnt die Bundesregierung indirekt vor Panikmache.

Aufgrund der niedrigen Zinsen am Kapitalmarkt wird auch das Geschäft mit klassischen Lebensversicherungen für manche Anbieter unattraktiv. Deshalb planen sie einen sogenannten Run-off, was im Englischen etwa “ablaufen oder abfließen” heißt. Konkret bedeutet dies, dass die Versicherer in den betroffenen Tarifen keine neuen Verträge mehr verkaufen, sondern die bestehenden Verträge nur noch auslaufen lassen.

Strenge Regeln für den Run-off

Doch einige Versicherer gehen sogar noch weiter. Sie planen sogar, die Verträge an externe Dienstleister zu “verkaufen”, damit diese dann die Verträge abwickeln. Das hat bei den Verbrauchern für Unsicherheit gesorgt. Werden dann noch alle Leistungen erfüllt? Muss ich gar Angst um meine Altersvorsorge haben?

Die Antwort lautet: nein, Verbraucher müssen keine Angst um ihre Altersvorsorge haben. Denn sowohl die Versicherer als auch die Run-off-Plattformen sind gesetzlich verpflichtet, alle Zusagen an die Kundinnen und Kunden weiterhin zu erfüllen. Die Versicherten haben weiterhin Anspruch auf die garantierten Kapital- und Rentenzahlungen und müssen auch an den Überschüssen beteiligt werden. Selbst wenn ein externer Run-off-Dienstleister im Ausland sitzt, unterliegen die Verträge weiterhin dem deutschen Recht und der deutschen Versicherungsaufsicht.

Dies hat nun auch die Bundesregierung in einer Antwort auf eine kleine Anfrage der FDP-Fraktion betont. Die Liberalen wollten wissen, wie viele Bestände bereits von deutschen Lebensversicherern an eine Run-off-Plattform abgetreten wurden. Auch einige andere Fragen musste die Regierung beantworten. Das Ergebnis: 2016 umfassten die verdienten Bruttobeiträge mit diesen Versicherungen rund 1,6 Milliarden Euro (Drucksache 19/1514).

Allerdings müssen diese 1,6 Milliarden Euro auch im Kontext aller Lebensversicherungen hierzulande bewertet werden. Und da zeigt sich, dass es sich nur um einen kleinen Bruchteil aller Verträge handelt. Ganze 1,9 Prozent der Gesamtbeiträge der Branche befinden sich bei Run-off-Dienstleistern, so berichtet die Bundesregierung weiter. Insgesamt betrifft dies sechs von knapp 90 Gesellschaften.

Die BaFin muss Geschäft bewilligen

Zugleich betont die Regierung die strenge Aufsicht durch die Finanzbehörden. Die BaFin muss nämlich einen solchen Verkauf bewilligen – und prüft zuvor, ob der Run-off-Dienstleister auch geeignet ist, die Verträge zu übernehmen. Unter anderem muss genügend Eigenkapital vorhanden sein, um alle Garantien im Sinne der Kunden zu erfüllen. Grundsätzlich gilt: kein Kunde darf hinterher schlechter gestellt werden!

Geht der eigene Leben-Vertrag also an einen Run-off-Dienstleister, so gilt erst einmal: nur keine Panik! In der Regel ändert sich für den Kunden nichts. Dennoch ist es natürlich ärgerlich, wenn der Versicherungsvertrag an einen anderen Dienstleister überführt wird. Schließlich hat sich der Verbraucher sehr bewusst für eine Gesellschaft entschieden – etwa wegen des guten Namens oder weil man einen Ansprechpartner vor Ort hatte. Hier hilft im Zweifel ein Beratungsgespräch, um offene Fragen zu klären.

Seit 1998 wird in Deutschland am 7. März der “Tag der gesunden Ernährung” begangen, der ein Bewusstsein dafür schaffen soll, wie wichtig es ist sich gesund und abwechslungsreich zu ernähren. Anlass, den Blick auf ein sensibles Thema zu richten: den Body-Mass-Index (BMI) in der Versicherung.

Eine ausgewogene Ernährung ist wichtig für das allgemeine Wohlbefinden: Das ist den meisten bekannt. Weniger bekannt ist es, dass Übergewicht auch eine Rolle spielen kann, wenn man sich gegen Risiken absichern will. Sowohl in der privaten Krankenversicherung als auch bei der Versicherung biometrischer Risiken wie etwa einer Berufsunfähigkeit ist es sehr wahrscheinlich, dass der Versicherer bei den Antragsfragen auch nach dem Gewicht fragt bzw. einen Gesundheitscheck verlangt.

Dabei geht es gar nicht darum, dass man “ein paar Pfund zu viel” auf den Rippen trägt – das ist völlig normal. Aber Versicherungsprofis wissen, dass starkes Übergewicht den Abschluss einer Versicherung deutlich erschweren kann oder sogar dazu führt, dass der Antrag abgelehnt wird. So hat ein Verbraucherportal etwa versucht, eine private Krankenzusatzversicherung für einen 50jährigen Modellkunden abzuschließen, der 110 Kilo auf die Waage bringt, einen Bandscheibenvorfall hat und Bluthochdruck. Er hätte nur geringe Chancen gehabt, überhaupt einen Schutz zu finden, so das Ergebnis vieler Anfragen.

Einen exakten Richtwert, ab wann der Vertrag abgelehnt oder ein Abschluss erschwert wird, hätten jedoch die wenigsten Versicherer genannt. Das heißt, es gibt keinen konkreten Body-Mass-Index, bei dem die Gesellschaften “nein” sagen. Abhängig ist das auch von weiteren Faktoren wie etwa dem Alter, der Lebensweise oder -wie bei einer BU-Police- auch der Beruf.

Deshalb sollte man sich nicht scheuen, trotz Übergewicht den so wichtigen Versicherungsschutz anzufragen. Viele Versicherer drücken auch ein Auge zu, bieten nur Schutz bis zu einer bestimmten Höchstsumme oder berechnen Risikoaufschläge: eine pauschale Aussage, wie die Anbieter damit umgehen, lässt sich schwer treffen. Doch oft lässt sich eine Lösung finden.

Hier kann es tatsächlich hilfreich sein, sich an einen Versicherungsexperten zu wenden. Er weiß in der Regel nicht nur aus der eigenen Praxis, wie die verschiedenen Versicherer mit Übergewicht umgehen. Darüber hinaus ist es auch empfehlenswert, anonymisierte Voranfragen bei mehreren Anbietern einzuholen, wobei ein Experte Unterstützung bieten kann.

Denn jede Absage kann es erschweren, bei einem anderen Versicherer Schutz zu finden. Die Versicherungswirtschaft führt eine Art Hinweis- und Informationssystem (HIS), das der Abwehr von Versicherungsbetrug dienen soll. Alle Versicherer haben hierauf Zugriff. In dieses System werden besonders auffällige Kunden vermerkt: Häufige Ablehnungen oder Vorerkrankungen können ein Grund sein, weshalb man sich auf dieser Liste wiederfindet.

Eine Grippewelle hat Deutschland ergriffen. Einige Experten raten dazu, sich immer noch impfen zu lassen: aber mit der sogenannten Vierfachimpfstoff, der besser gegen den weit verbreiteten Influenza-B-Virus schützt. Das Problem: Die Kosten dieses Impfstoffes werden derzeit nur von den privaten Krankenversicherern übernommen, nicht aber den gesetzlichen Krankenkassen.

Eine Grippewelle hat Deutschland im Griff! Und damit ist nicht etwa eine einfache Erkältung gemeint oder ein sogenannter grippaler Infekt, der oft nur kurz anhält und vergleichsweise harmlos ist. Sondern eine “richtige” Influenza, die oft stationär behandelt werden muss. Seit Beginn der Grippe-Saison sind bereits 23.000 Menschen erkrankt, so berichtet das Robert-Koch-Institut (RKI). Und 136 Menschen verloren sogar aufgrund der Krankheit ihr Leben.

Das lässt bei vielen Menschen die Frage laut werden, ob sich jetzt noch eine Impfung lohnt. Normalerweise empfehlen Gesundheitsexperten, dass sich die Menschen in den Herbstmonaten Oktober und November gegen Influenzaviren impfen lassen: Folglich dann, wenn die Grippe noch nicht wütet. Schließlich braucht der Schutz vierzehn Tage, bis er voll wirkt.

Aber auch jetzt könne eine Impfung noch sinnvoll sein, empfiehlt beispielsweise RKI-Expertin Susanne Glasmacher in einem Interview mit “Stern Online”. Das gelte vor allem für Risikogruppen, etwa ältere Menschen ab 60 Jahre. Denn eine Grippewelle könne drei bis vier Monate dauern.

Das Problem hierbei: In diesem Jahr greift vor allem der Influenza-Typ B “Yamagata” um sich. Rund drei Viertel der Neuinfektionen lässt sich darauf zurückführen. Dieser Typ ist nicht nur sehr heimtückisch, weil er direkt das Herz angreift, wodurch sich das Infarktrisiko erhöht. Die Krankenkassen ersetzen nur den sogenannten Dreifach-Impfstoff, der weit schlechter gegen diesen Typus schützt, aber billiger ist. Der weit besser wirkende Vierfachschutz wird nur von den privaten Krankenversicherern übernommen.

Wer sich noch impfen lassen will, sollte dennoch den Vierfachimpfstoff bevorzugen, raten die Experten. Und nachfragen, ob die Krankenkasse vielleicht dennoch einspringt. Denn diese geraten unter Druck. Tobias Welte, Direktor der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), hat am Freitag kritisiert, dass in diesem Jahr wieder der falsche Impfstoff empfohlen worden sei. Und auch die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Ingrid Fischbach (CDU), setzt sich dafür ein, dass die Kassen den teureren Schutz übernehmen müssen.

Ob und wann die Impfempfehlung geändert wird, so dass auch die Kassen für die Vierfachimpfung zahlen, entscheidet der zuständige Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA). Spätestens zum kommenden Jahr könnte dann der Vierfachschutz Pflichtleistung auch für die Krankenkassen sein. Schließlich ist es für die Anbieter unter Umständen teurer, die teuren Folgekosten zu bezahlen: Behandlung, Reha, Medikamente etc. Wer sich in diesem Jahr nicht impfen lassen will, sollte dann spätestens im kommenden Herbst einen entsprechenden Schritt in Erwägung ziehen. Und den Rat seines Hausarztes einholen, ob und wie man sich impfen lassen kann.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist wichtig, aber mitunter auch recht teuer: gerade für Risikoberufe. Damit Versicherte keine böse Überraschung erleben, sollte sie bei Neuabschluss eines Vertrages nicht nur die Nettoprämie im Blick haben, sondern auch die Bruttoprämie. Denn auf diesen Bruttobetrag können die Prämien ansteigen, wenn sich die Überschüsse der Versicherer ungünstig entwickeln.

Es gibt wohl wenige Versicherungen, bei denen sich Branche und Verbraucherschutz so einig sind: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte, wenn möglich, jeder haben. Schließlich muss jeder vierte Beschäftigte in Deutschland seinen Beruf vorzeitig aufgeben: im Schnitt mit 47 Jahren, wie aus Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht. Dann hätte man rund ein Drittel seines Berufslebens noch vor sich – im schlimmsten Fall droht der soziale Abstieg.

Weil eine Berufsunfähigkeitsversicherung aber in der Regel zu den etwas teureren Versicherungen gehört, schauen viele potentielle Neukunden auch auf die Höhe der Prämie. Und das kann böse ins Auge gehen, wenn man dabei nur den aktuellen Zahlbeitrag im Blick hat, auch Nettoprämie genannt. Bei Vertragsabschluss sollten Versicherungsnehmer ebenfalls darauf schauen, welche Bruttoprämie der Versicherer für den Tarif vorsieht.

Der Hintergrund: Die Nettoprämie einer Berufsunfähigkeits-Police bezeichnet den aktuell zu zahlenden Beitrag. Hierbei nutzt der Versicherer auch die erwirtschafteten Überschüsse am Kapitalmarkt sowie einige andere Stellschrauben, um die Prämien im Sinne des Versicherten stabil zu halten. Allerdings ist der Nettobeitrag dem Kunden keineswegs garantiert. Entwickeln sich die Überschüsse ungünstig oder hat der Versicherer schlecht kalkuliert, kann der zu zahlende Beitrag bis maximal zur Bruttoprämie anwachsen und sich der Schutz entsprechend verteuern.

Zwar passiert eine solche Teuerung bisher nur selten, weil die meisten Tarife solide kalkuliert sind – aber gerade im aktuellen Niedrigzins-Umfeld ist die Gefahr durchaus gegeben. Und manche Versicherer weisen extra eine niedrige Nettoprämie aus, um Neukunden anzulocken. Laut dem Ratinghaus Franke und Bornberg können die Unterschiede zwischen netto und brutto bei 100 Prozent liegen. Also besser gleich beide Werte im Blick behalten!

Grundsätzlich gilt: Für einen BU-Schutz sollte nicht allein der Preis ausschlaggebend sein, sondern die Qualität der zugesicherten Leistungen. So sollte der Versicherer zum Beispiel auf die “abstrakte Verweisung” verzichten – sonst kann der Verbraucher auch auf einen anderen Beruf verwiesen werden, wenn er seinen bisherigen nicht mehr ausüben kann. Wegen der Komplexität der Verträge empfiehlt es sich, den Rat eines Versicherungsexperten einzuholen!

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist wichtig, aber mitunter auch recht teuer: gerade für Risikoberufe. Damit Versicherte keine böse Überraschung erleben, sollte sie bei Neuabschluss eines Vertrages nicht nur die Nettoprämie im Blick haben, sondern auch die Bruttoprämie. Denn auf diesen Bruttobetrag können die Prämien ansteigen, wenn sich die Überschüsse der Versicherer ungünstig entwickeln.

Es gibt wohl wenige Versicherungen, bei denen sich Branche und Verbraucherschutz so einig sind: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung sollte, wenn möglich, jeder haben. Schließlich muss jeder vierte Beschäftigte in Deutschland seinen Beruf vorzeitig aufgeben: im Schnitt mit 47 Jahren, wie aus Zahlen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht. Dann hätte man rund ein Drittel seines Berufslebens noch vor sich – im schlimmsten Fall droht der soziale Abstieg.

Weil eine Berufsunfähigkeitsversicherung aber in der Regel zu den etwas teureren Versicherungen gehört, schauen viele potentielle Neukunden auch auf die Höhe der Prämie. Und das kann böse ins Auge gehen, wenn man dabei nur den aktuellen Zahlbeitrag im Blick hat, auch Nettoprämie genannt. Bei Vertragsabschluss sollten Versicherungsnehmer ebenfalls darauf schauen, welche Bruttoprämie der Versicherer für den Tarif vorsieht.

Der Hintergrund: Die Nettoprämie einer Berufsunfähigkeits-Police bezeichnet den aktuell zu zahlenden Beitrag. Hierbei nutzt der Versicherer auch die erwirtschafteten Überschüsse am Kapitalmarkt sowie einige andere Stellschrauben, um die Prämien im Sinne des Versicherten stabil zu halten. Allerdings ist der Nettobeitrag dem Kunden keineswegs garantiert. Entwickeln sich die Überschüsse ungünstig oder hat der Versicherer schlecht kalkuliert, kann der zu zahlende Beitrag bis maximal zur Bruttoprämie anwachsen und sich der Schutz entsprechend verteuern.

Zwar passiert eine solche Teuerung bisher nur selten, weil die meisten Tarife solide kalkuliert sind – aber gerade im aktuellen Niedrigzins-Umfeld ist die Gefahr durchaus gegeben. Und manche Versicherer weisen extra eine niedrige Nettoprämie aus, um Neukunden anzulocken. Laut dem Ratinghaus Franke und Bornberg können die Unterschiede zwischen netto und brutto bei 100 Prozent liegen. Also besser gleich beide Werte im Blick behalten!

Grundsätzlich gilt: Für einen BU-Schutz sollte nicht allein der Preis ausschlaggebend sein, sondern die Qualität der zugesicherten Leistungen. So sollte der Versicherer zum Beispiel auf die “abstrakte Verweisung” verzichten – sonst kann der Verbraucher auch auf einen anderen Beruf verwiesen werden, wenn er seinen bisherigen nicht mehr ausüben kann. Wegen der Komplexität der Verträge empfiehlt es sich, den Rat eines Versicherungsexperten einzuholen!

Ein Jahreswechsel kann Anlass sein, den aktuellen Status der Versicherungen zu überprüfen. Denn unter Umständen müssen diese angepasst werden: nicht nur, wenn eine neue Lebenssituation eingetreten ist, sondern mitunter sogar bei kleinen Änderungen.

Zum Neujahr setzen sich viele Menschen neue Ziele und ziehen Bilanz, was sich in den vergangenen zwölf Monaten so ereignet hat. Die guten Vorsätze sollten dabei jauch das Thema Versicherung nicht aussparen. Denn Änderungsbedarf besteht unter Umständen auch beim Versicherungsschutz, wenn sich im Leben etwas ändert oder bereits geändert hat.

Beispiel private Altersvorsorge: Zum Ende des Jahres empfiehlt es sich zu überprüfen, ob man als Riester-Sparer auch tatsächlich alle Zuschläge erhält. Um voll förderfähig zu sein, müssen Sparer jedes Jahr mindestens vier Prozent ihres Vorjahres-Bruttoeinkommens in den Vertrag einzahlen: abzüglich der Zulagen. Auch muss ein “Antrag zur Altersvorsorgezulage” beim Versicherer gestellt werden.

Vorsorgesparer können die Zulagen eines Jahres bis zum Ende des übernächsten Jahres einfordern: für 2017 also bis Ende 2019. Eine Elternzeit ermöglicht es hingegen, die Einzahlung in den Vertrag auf einen Sockelbeitrag zu reduzieren. Hier empfiehlt sich ein Beratungsgespräch bei einem Versicherungsexperten!

Doch nicht nur bei Riester lohnt es sich, die Angemessenheit des Versicherungsschutzes zu checken. Beispiel Hausratversicherung: Hat eine Familie sich neue Wertgegenstände für die Wohnung gekauft oder eine teure Einrichtung, muss unter Umständen der Schutz erhöht werden. So ist zum Beispiel für Schmuck und Uhren, die außerhalb eines Safes aufbewahrt werden, die Deckungssumme in vielen Policen beschränkt. Und wer ein Grundstück kauft oder gar selbst einen Hausbau plant, hat natürlich auch neue Risiken. Unter Umständen muss dann eine Grundstücks- oder Bauherrenhaftpflicht eingeplant werden.

Auch wenn sich die Einkommens-Situation verändert hat, der Chef etwa eine Lohnerhöhung springen ließ oder man sogar selbst auf den Chefsessel befördert wurde, lohnt ein Vertragscheck. Bei Berufsunfähigkeits-, Lebens- oder Rentenversicherungen muss unter Umständen die vereinbarte Leistung erhöht werden. Das ermöglichen die sogenannten Nachversicherungsgarantien in den Verträgen: Sie erlauben es, bei bestimmten Ereignissen wie einem Häuslebau oder einer Heirat den Schutz entsprechend anzupassen. Worauf sich noch zu achten lohnt, klärt ein Beratungsgespräch!

Augen auf bei den Betriebsrenten! Diese werden ab dem Neujahr besser gefördert. Und gerade kleine und mittlere Unternehmen sollen ab Januar 2018 noch mehr profitieren.

Die Betriebsrente ist in Deutschland eine wichtige Stütze für die Altersvorsorge. Neben der gesetzlichen Rentenversicherung und der privaten Altersvorsorge soll sie den Bundesbürgern einen auskömmlichen Lebensabend ermöglichen. Doch gerade bei den kleineren Unternehmen mit bis zu 150 Mitarbeitern gibt es hier noch Defizite. Hier profitiert nur etwa jeder vierte Arbeitnehmer von einer entsprechenden Vorsorge.

Dass sich dabei die Betriebsrente als Argument entpuppen kann, um Fachkräfte an das Unternehmen zu binden, zeigt eine Studie von PriceWaterhouseCoopers: zumindest dann, wenn der Arbeitgeber etwas zuschießt. Demnach wäre eine solche Extra-Leistung für 41 Prozent der Befragten ein wichtiger Grund, das Unternehmen nicht zu wechseln. Und auch die Bundesregierung hat die Potentiale erkannt und will ab dem kommenden Jahr die betriebliche Altersvorsorge besser fördern.

Ein wichtiger Baustein: Ab dem kommenden Jahr werden jene Arbeitnehmer unterstützt, die eher eine kleine Lohntüte haben und bis zu 26.400 Euro im Jahr verdienen. Zahlt der Arbeitgeber hier mindestens 240 Euro pro Jahr in einen Pensionsfonds, eine Pensionskasse oder Direktversicherung, erstattet der Staat eine Förderung von 30 Prozent der Summe und maximal 144 Euro. Diese vom Chef gezahlten Extrabeiträge sind zudem steuerfrei, wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) informiert.

Baustein Numero Zwei: Es wird ein neuer Grundfreibetrag eingeführt, wonach die Betriebsrente nicht auf die Grundsicherung im Alter angerechnet wird. Geringverdiener müssen also weniger Sorge haben, dass ihm die Sozialämter die betriebliche Altersvorsorge wieder wegnehmen. Dieser Grundfreibetrag beziffert sich auf 100 Euro monatlich plus zusätzliche dreißig Prozent, die diese 100 Euro Monatsrente übersteigen. Bei einer monatlichen Betriebsrente von 150 Euro werden beispielsweise 115 Euro nicht angerechnet (100 Euro + 30 Prozent von 50 Euro).

Darüber hinaus entsteht zum Jahreswechsel mit dem sogenannten Tarifpartnermodell ein ganz neuer Durchführungsweg der Betriebsrente. Einigen sich die Tarifpartner gemeinsam auf eine Rente, also in der Regel Arbeitgeber und Gewerkschaften, werden die Firmen enthaftet und müssen nicht mehr für die Höhe der Renten garantieren. Aber auch Firmen, die nicht tariflich organisiert sind, können sich einem Modell anschließen. Was das alles konkret bedeutet, kann ein Beratungsgespräch klären!

Am 05. Dezember wurde der Tag des Ehrenamtes begangen. Und tatsächlich: Die Ehrenamtlichen leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, weshalb sie sich jede Anerkennung verdient haben. Aber dabei sollte man auch den Versicherungsschutz im Blick behalten.

20 Millionen Menschen sind hierzulande laut TNS Infratest als Ehrenamtliche tätig – als Schülerlotsen oder in Freizeit- und Sportvereinen, sogar bei der Feuerwehr, als ehrenamtliche Richter oder in der Kommunalpolitik. Ohne sie würden vielerorts die Räder stillstehen. Doch auch wer freiwillig Großes leistet, sollte dabei den Versicherungsschutz nicht außer Acht lassen. Denn im Zweifel lauern existenzbedrohende Risiken, für die der Betroffene einstehen muss.

Dabei gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten der Absicherung: Ehrenamtliche können über den Verein abgesichert sein, für den sie arbeiten. Oder individuell vorsorgen. Gut zu wissen ist, dass viele Ehrenamtliche bereits über die gesetzliche Unfallversicherung Schutz genießen. Das gilt zum Beispiel für Tätigkeiten in Rettungsunternehmen wie der Feuerwehr, der Wohlfahrt, Bildung, in der Kirchenarbeit oder im Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ).

Viele Träger und Vereine schließen zudem Gruppenversicherungen für die Tätigkeiten ihrer Mitglieder ab. Hierbei ist allerdings Vorsicht geboten. So können schnell Lücken entstehen, weil in der Regel nur die ehrenamtliche Tätigkeit und der Weg dorthin versichert ist. Oft ist der Schutz auf das Vereinsgelände beschränkt. Auch hat nicht jeder Träger entsprechende Versicherungen für seine Mitglieder abgeschlossen. Um sicherzugehen, sollte man nicht nur bei der Organisation nachfragen, sondern sich den Schutz gleich schriftlich bestätigen lassen.

Darüber hinaus können sich Ehrenamtliche auch individuell absichern. Eine private Haftpflichtversicherung sollte ohnehin jeder Bürger haben: Hier gilt es im Vertrag nachzulesen, ob und in welchem Umfang Schutz für ehrenamtliche Tätigkeiten besteht. Auch in Betriebs- und Vereinshaftpflicht-Policen sollten Ehrenamtliche ausdrücklich laut Vertrag eingeschlossen sein. Denn auch im Ehrenamt haften Personen mit ihrem gesamten Privatvermögen.

Darüber hinaus ist eine private Unfallversicherung oder Invaliditätsversicherung ratsam. Denn nicht nur im Ehrenamt lauern Gefahren – die meisten Unfälle passieren in der Freizeit! Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung.

Erneut greift eine Erpressungssoftware um sich: “Bad Rabbit” wütet vor allem in Russland und der Ukraine, hat aber auch schon Rechner in Deutschland befallen. Grund genug, noch einmal auf das Thema Cyber-Sicherheit hinzuweisen: und die entsprechenden Versicherungen hierzu. Denn speziell für kleine und mittelständische Unternehmer können solche Angriffe existenzbedrohend sein.

Ein neuer Erpressungstrojaner greift derzeit um sich: “Bad Rabbit” heißt die Schadsoftware, oder auf deutsch: “Böser Hase”. Dass es sich dabei um ein ernstes Problem handelt, zeigt die Tatsache, dass sogar die US-Regierung schon öffentlich davor warnte. Und dass durchaus große Unternehmen von der Ransomsoftware betroffen sind: und zwar derart, dass der Geschäftsbetrieb gestört wurde.

Wie die Nachrichtenagentur “Reuters” berichtet, hatte unter anderem der Flughafen in Odessa Probleme, es kam zu Verspätungen. Mehrere Tageszeitungen waren stundenlang nicht erreichbar. Und erste deutsche Rechner sollen infiziert sein, das Schadprogramm könnte schnell um sich greifen.

Existenzbedrohendes Risiko

Hackerangriffe und Schadsoftware bedeuten längst ein milliardenschweres Risiko für die deutsche Wirtschaft. Jedes Unternehmen kann es treffen, das irgendwie am Netz hängt und mit Computern arbeitet: sei es ein kleiner Online-Versandhandel, ein Handwerksbetrieb oder eine Autowerkstatt. Viele Firmen treffe ein solcher Angriff völlig unvorbereitet, berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die Schäden können existenzbedrohend sein.

Das zeigt sich auch bei “Bad Rabbit”. Die Erpresser-Software verschlüsselt wichtige Dateien auf dem Rechner und kann Programme schädigen. Der Nutzer wird sozusagen aus seinen eigenen Anwendungen “ausgesperrt”. Dann fordern die Erpresser ein Lösegeld in Form von Bitcoins, damit sie die Programme wieder freischalten. In der Regel erleben die Betroffenen eine böse Überraschung: auch nach Zahlung des Geldes können sie nicht mehr auf die Dateien zugreifen, denn oft sind sie irreparabel beschädigt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat in früheren Fällen davon abgeraten, den Kriminellen Geld zu überweisen.

Die Konsequenzen eines solchen Angriffes können bitter sein. Die Produktion muss unter Umständen gestoppt, Waren können nicht ausgeliefert werden. Wichtige Kundendaten sowie die Korrespondenz gehen auch verloren. Oft dauert es Tage oder sogar Wochen, bis alles wieder derart hergestellt ist, dass der Geschäftsbetrieb wie gewohnt weitergeführt werden kann. In der Zwischenzeit müssen trotzdem Löhne gezahlt werden – im Zweifel auch Schadensersatz für nicht erbrachte Leistungen. Und wenn sensible Kundendaten entwendet werden, steht sogar ein Verstoß gegen das Datenschutzgesetz im Raum.

Cyberversicherung – junge, aber wichtige Sparte

Aufgrund der potentiell hohen Schäden stellt sich die Frage, wie man sich finanziell vor den Folgen von Hacker-Angriffen schützen kann. Hier kommt die sogenannte Cyber-Versicherung ins Spiel. In Deutschland ist diese Sparte noch vergleichsweise jung und wenig verbreitet. Laut einer Umfrage des Branchenverbandes Bitcom haben nur 27 Prozent der Unternehmer eine entsprechende Police abgeschlossen. Doch die Anbieter haben auch für kleine Unternehmen passgenauen Schutz.

Der Versicherungsdachverband GDV hat im Frühjahr Musterbedingungen für Cyber-Versicherungen vorgelegt. Diese enthalten unverbindliche Empfehlungen, was eine solche Police mindestens enthalten soll. Unter anderem ist hierin eine Art Haftpflicht-Baustein für Drittschäden vorgesehen, wenn Kunden wegen der Attacke ihre Leistung nicht erhalten und Schadenersatz fordern. Mit Blick auf Eigenschäden sollte die Betriebsunterbrechung abgesichert sein. Weitere Leistungen sind für die Krisenkommunikation, die Wiederherstellung der Computersysteme und den Ausfall des Gewinnes vorgesehen.

Aber natürlich ist es am besten, wenn erst gar nicht etwas passiert. Deshalb sollten Unternehmer gemeinsam mit Fachleuten ein Cyber-Risikomanagement implementieren. Mitunter helfen schon kleine Schritte: Sicherheits- und Antiviren-Programme aktuell halten und regelmäßig updaten, verdächtige Email-Anhänge nicht öffnen, regelmäßig Back-ups durchführen. Schließlich geht es um die Existenz der eigenen Firma!

Drohnen-Piloten, aufgepasst! Seit dem 1. Oktober besteht eine Kennzeichnungspflicht für die Flugobjekte. Und wer eine Drohne über zwei Kilo steuert, muss sogar eine Art Führerschein besitzen. Eine Versicherungspflicht für Kopter besteht sogar bereits seit dem Jahr 2016.

Drohnen sind längst nicht mehr nur ein Thema für Freaks und Technikbegeisterte: Sie entwickeln sich zum Massenphänomen. Die Deutsche Flugsicherung (DFS) rechnet für das Jahr 2017 mit 600.000 verkauften Koptern: Schon im Vorjahr gingen rund 400.000 Exemplare über die Ladentheken. Die Vorteile liegen auf der Hand. Wer tolle Panorama-Bilder machen will, muss längst nicht mehr mit dem Hubschrauber in die Lüfte steigen. Es reicht eine Drohne mit entsprechender Kamera-Ausstattung für sensationelle Videos und Fotos. Und auch für Wartungs- und Inspektionsaufgaben werden die kleinen Flieger gern eingesetzt, etwa, um Dächer und Gemäuer zu inspizieren.

Kennzeichnungspflicht und Drohnen-Führerschein

Drohnen bedeuten jedoch auch ein Risiko für Mensch und Verkehr. Das ist ein Sachverhalt, den viele Hobbypiloten unterschätzen. Und weil das so ist, hat der Gesetzgeber zusätzliche Pflichten für die Flugobjekte beschlossen. Seit dem 1. Oktober besteht eine Kennzeichnungspflicht für alle Flieger ab 250 Gramm Gewicht. Die Drohnen müssen mit einer feuerfesten Plakette versehen werden, auf denen die Adresse und der Name des Halters eingraviert sind. Wer eine Drohne ab zwei Kilogramm Fluggewicht steuern will, muss zudem einen Flugkundenachweis erbringen, auch Drohnen-Führerschein genannt. Ab fünf Kilo Gewicht benötigt man sogar eine Starterlaubnis der örtlichen Luftfahrtbehörde.

Der Grund für die neue Kennzeichnungspflicht dürfte einleuchten. Wenn Drohnen einen Schaden verursachen, soll der Halter schnell ausfindig gemacht werden können. Und dieser hat dann hoffentlich auch eine entsprechende Haftpflichtversicherung. Denn schon seit 2016 gilt auch für Hobbyflieger: Haftpflicht ist Pflicht! Jeder, der einen Kopter steuert, muss sich mit einem entsprechenden Vertrag gegen Schadensersatzforderungen Dritter wappnen. Das gilt unabhängig von Gewicht und maximaler Flughöhe des Kopters.

Privathaftpflicht- oder Drohnenversicherung

Eine Privathaftpflichtversicherung bietet für Hobbyflieger begrenzten Schutz, auch wenn viele Anbieter in den letzten Jahren nachgebessert haben. In der Regel sehen die Verträge ein bestimmtes Höchstgewicht von fünf bis 25 Kilo sowie eine begrenzte Versicherungssumme vor. Achtung!: Für Schäden durch Drohnen zahlen die Versicherer nur dann, wenn die Leistung im Vertrag explizit genannt wird. Gerade bei älteren Verträgen kann hier eine Lücke bestehen: Entsprechend sollten sich Drohnenbesitzer nach einem neueren Vertrag umschauen oder eine Extrapolice für Drohnen abschließen.

Darüber hinaus werden auch spezielle Drohnenversicherungen auf dem Markt angeboten. Wer gewerblich eine Drohne steuert, braucht auch hier einen extra Schutz und muss schauen, ob der Vertrag dies abdeckt. Dabei ist die Trennung von privater und gewerblicher Nutzung nicht immer einfach. Schon wenn ein Drohnen-Halter Fotos für Dritte anfertigt oder sie auf Facebook veröffentlicht, können die Bedingungen für die gewerbliche Nutzung erfüllt sein.

Wer einem Verein angehört, kann sich auch erkundigen, ob die Mitglieder mit einer Gruppenversicherung bereits abgesichert sind. Aber auch hierfür gibt es strenge Regeln. Viele Verträge schreiben etwa vor, dass die Drohne dann auch nur auf dem Vereinsgelände geflogen werden darf. Und wer sein Fluggerät darüber hinaus nutzen will, braucht dann ebenfalls eine extra Police. Hier schafft ein Beratungsgespräch Aufklärung.