Sollten Angestellte frei zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen können? Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die Mehrheit der Bevölkerung befürwortet weiterhin diese Wahlmöglichkeit. Gleichzeitig wird über Änderungen beim Wechselrecht diskutiert.

Die Frage, wie viel Wahlfreiheit Bürger bei ihrer Krankenversicherung haben sollten, sorgt immer wieder für politische Diskussionen. Eine aktuelle repräsentative Umfrage zeigt nun, dass viele Menschen an der bestehenden Wahlmöglichkeit festhalten möchten.

Demnach sprechen sich 52 Prozent der Befragten dafür aus, dass Angestellte unabhängig von ihrem Einkommen zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen können. Nur 15 Prozent lehnen dies ab, während ein Drittel unentschieden ist oder keine Angabe macht.

Hintergrund ist die Diskussion über eine mögliche Anhebung der Einkommensgrenze, ab der Arbeitnehmer von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung wechseln dürfen. Kritiker befürchten, dass dadurch für viele Beschäftigte der Zugang zur privaten Krankenversicherung erschwert würde. Befürworter sehen darin dagegen einen Beitrag zur Stabilisierung des gesetzlichen Systems.

Für Verbraucher bleibt die Entscheidung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung eine weitreichende Weichenstellung. Neben den monatlichen Beiträgen spielen Leistungen, Familienplanung, Einkommen und die langfristige finanzielle Entwicklung eine wichtige Rolle. Experten empfehlen daher, vor einem möglichen Wechsel die Vor- und Nachteile sorgfältig abzuwägen und die eigene Lebenssituation zu berücksichtigen.

Quelle: Repräsentative INSA-Umfrage vom Juni 2026. Danach wünschen sich 52 Prozent der Befragten eine freie Wahl zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung.

Sport hält fit und gesund. Doch beim Fußball, Skifahren oder Radfahren kommt es immer wieder zu Unfällen. Eine aktuelle Auswertung zeigt, bei welchen Freizeitaktivitäten sich Menschen besonders häufig verletzen.

Regelmäßige Bewegung gilt als wichtiger Ausgleich zum Alltag. Dennoch lassen sich Verletzungen beim Sport nicht immer vermeiden. Besonders bei einigen beliebten Freizeitaktivitäten ist das Risiko höher als bei anderen.

Einer aktuellen Unfallauswertung zufolge ereignen sich die meisten gemeldeten Sportunfälle beim Fußball. Mehr als jeder dritte registrierte Unfall entfiel auf den beliebten Mannschaftssport. Gründe sind unter anderem schnelle Richtungswechsel, Zweikämpfe und das hohe Spieltempo.

Auf Platz zwei folgt der Skisport. Vor allem Stürze und Zusammenstöße auf der Piste führen regelmäßig zu Verletzungen. Die Folgen sind oft besonders schwerwiegend, weshalb Skiunfälle zu den teuersten Sportunfällen zählen.

Den dritten Platz belegt das Fahrradfahren. Obwohl die Zahl der gemeldeten Unfälle zuletzt zurückging, gehören Stürze und Kollisionen weiterhin zu den häufigsten Unfallursachen.
Ebenfalls in den Top Ten der unfallträchtigsten Sportarten finden sich Handball, Reitsport, Volleyball, Basketball und Tennis. Dabei unterscheiden sich die Risiken je nach Sportart deutlich. Während beim Reiten Stürze vom Pferd schwere Folgen haben können, führen beim Volleyball oder Basketball häufig Sprünge und abrupte Bewegungen zu Verletzungen an Gelenken und Bändern.
Viele Unfälle lassen sich jedoch vermeiden. Experten empfehlen, vor dem Training ausreichend aufzuwärmen, passende Schutzausrüstung zu tragen und die eigenen körperlichen Grenzen realistisch einzuschätzen. Auch regelmäßige Pausen und ausreichend Erholung können dazu beitragen, Verletzungen vorzubeugen.

Sport bleibt damit ein wichtiger Baustein für Gesundheit und Wohlbefinden. Wer umsichtig trainiert und auf die richtige Ausrüstung achtet, kann das Risiko deutlich senken und lange Freude an seiner Lieblingssportart haben.

Quelle: Unfallstatistik 2025 der ERGO Unfallversicherung. Die Auswertung basiert auf 6.487 gemeldeten Sportunfällen. Die häufigsten Unfallmeldungen entfielen auf Fußball, Skisport und Fahrradfahren.

Gewitter, Starkregen und überflutete Keller: Naturgefahren verursachen jedes Jahr Milliardenschäden. Trotzdem fehlt bei vielen Wohngebäuden noch ein wichtiger Versicherungsschutz.

Sturm und Hagel gehören in Deutschland zu den häufigsten Ursachen für Gebäudeschäden. Doch auch Starkregen, Überschwemmungen und Rückstau richten immer wieder hohe Schäden an. Viele Hausbesitzer unterschätzen dabei ihr persönliches Risiko.

Nach Angaben der Versicherungswirtschaft verfügen zwar die meisten Wohngebäude über eine Wohngebäudeversicherung. Dennoch haben rund 41 Prozent der Gebäude keinen zusätzlichen Schutz gegen sogenannte Elementargefahren wie Starkregen oder Überschwemmungen.

Dabei kann Starkregen grundsätzlich überall auftreten – unabhängig davon, ob ein Haus in Flussnähe steht oder nicht. Fallen innerhalb kurzer Zeit große Wassermengen, können Kanalisationen überlastet werden. Wasser dringt dann über Kellerfenster, Lichtschächte oder Rückstau in Gebäude ein.

Elementarschäden sind häufig besonders kostspielig. Während versicherte Schäden durch Sturm und Hagel im Durchschnitt bei rund 2.100 Euro liegen, verursachen Schäden durch Überschwemmung oder Starkregen durchschnittlich etwa 4.700 Euro.

Hausbesitzer sollten daher regelmäßig prüfen, ob ihre Wohngebäudeversicherung auch Elementarschäden einschließt. Mieter können entsprechende Risiken über ihre Hausratversicherung absichern. Wichtig ist außerdem die Vorsorge am Gebäude selbst. Rückstausicherungen, gesicherte Kellerfenster und eine geschützte Lagerung wertvoller Gegenstände im Keller können Schäden deutlich reduzieren.

Wer sein individuelles Risiko besser einschätzen möchte, kann spezielle Hochwasser- und Starkregengefahrenkarten nutzen. Sie geben eine erste Orientierung, wie stark ein Standort von Naturgefahren betroffen sein könnte.

Quelle
Angaben des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Nach GDV-Daten verfügen rund 59 Prozent der Wohngebäude in Deutschland über eine Elementarschadenversicherung. Naturgefahren verursachten 2025 Schäden in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro.

Digitale Services werden bei Versicherungen immer beliebter. Doch viele Verbraucher wünschen sich weiterhin persönliche Ansprechpartner und klassische Unterlagen per Post.

Die Digitalisierung verändert auch die Versicherungsbranche. Immer mehr Menschen möchten Schäden online melden und digital mit ihrer Versicherung kommunizieren. Laut einer aktuellen Umfrage bevorzugen inzwischen 52 Prozent der Deutschen eine vollständig digitale Schadenabwicklung. Vor zwei Jahren waren es noch 43 Prozent.

Besonders ausgeprägt ist dieser Wunsch bei jungen Menschen. In der Altersgruppe der 16- bis 29-Jährigen möchten 62 Prozent einen Schadensfall komplett digital bearbeiten. Bei den über 65-Jährigen liegt dieser Anteil dagegen bei 38 Prozent.

Trotzdem haben klassische Angebote weiterhin ihren festen Platz. Mehr als jeder zweite Deutsche möchte Versicherungsunterlagen nach wie vor in Papierform erhalten. Bei den über 65-Jährigen wünschen sich sogar zwei Drittel weiterhin gedruckte Dokumente.

Auch die persönliche Beratung bleibt vielen wichtig. Insgesamt 53 Prozent der Befragten möchten ihre Versicherungsberater vor Ort sprechen können. Selbst unter den jüngsten Teilnehmern hält fast jeder Zweite den persönlichen Kontakt für wichtig.

Gleichzeitig wächst das Vertrauen in digitale Prozesse. Immer weniger Menschen empfinden es als problematisch, wenn ein Schadensfall automatisiert bearbeitet wird. Vor allem jüngere Verbraucher stehen solchen Lösungen offen gegenüber, sofern sie eine schnellere Bearbeitung ermöglichen.

Die Ergebnisse zeigen: Die Zukunft der Versicherungen wird digitaler, doch viele Kunden möchten weiterhin selbst entscheiden können, ob sie per App, Telefon oder im persönlichen Gespräch betreut werden.

Quelle:
Repräsentative Befragung des Digitalverbands Bitkom unter 1.004 Personen ab 16 Jahren in Deutschland (2026).

Das Vertrauen in das deutsche Rentensystem ist bei vielen Menschen gering. Gleichzeitig wächst die Bereitschaft, über Reformen und zusätzliche private Vorsorge nachzudenken.

Die Zukunft der gesetzlichen Rente beschäftigt Jung und Alt gleichermaßen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass rund die Hälfte der jungen Erwachsenen und der heutigen Rentner nur wenig oder gar kein Vertrauen in den Generationenvertrag hat. Lediglich eine kleine Minderheit hält das bestehende System für langfristig verlässlich.

Als wichtigste Ursachen für die Probleme der gesetzlichen Rente nennen die Befragten den demografischen Wandel und die seit Jahren ausbleibenden Reformen. Gleichzeitig stößt eine Reihe möglicher Veränderungen auf breite Zustimmung. Dazu gehören eine Mindestrente, die Einbeziehung weiterer Berufsgruppen in die Rentenversicherung sowie Anreize für längeres Arbeiten im Alter.

Besonders auffällig ist der Blick der jüngeren Generation auf den Ruhestand. Die 18- bis 35-Jährigen würden am liebsten bereits mit 60 Jahren in Rente gehen. Gleichzeitig rechnen sie selbst damit, tatsächlich erst mit durchschnittlich 69 Jahren aus dem Berufsleben auszuscheiden.

Auch die Sorge um den Lebensstandard im Alter ist groß. Nur 13 Prozent der jungen Befragten glauben, ihren Lebensstandard später ohne Einschränkungen halten zu können. Bei den heutigen Rentnern geben lediglich 22 Prozent an, ohne finanzielle Abstriche auszukommen.

Vor diesem Hintergrund gewinnt private Vorsorge weiter an Bedeutung. Drei Viertel der jungen Menschen sind überzeugt, dass zusätzliche Vorsorge künftig unverzichtbar sein wird. Allerdings verlassen sich noch 35 Prozent ausschließlich auf die gesetzliche Rente. Bei den bevorzugten Vorsorgeformen stehen Wertpapiere, Wohneigentum und klassische Sparanlagen besonders hoch im Kurs.

Quelle:
HDI Rentner-Studie 2026. Befragt wurden 1.079 Rentner zwischen 63 und 70 Jahren sowie 1.021 Personen im Alter von 18 bis 35 Jahren.

Ein speziell ausgebildeter Assistenzhund kann unter bestimmten Voraussetzungen als Hilfsmittel anerkannt werden. Das hat ein Gericht in einem aktuellen Eilverfahren entschieden.

Menschen mit Behinderung können Anspruch auf Leistungen zur sozialen Teilhabe haben. Dazu können nach einer aktuellen Gerichtsentscheidung auch Kosten gehören, die durch einen speziell ausgebildeten Assistenzhund entstehen.

Im konkreten Fall ging es um eine Frau mit schweren psychischen Erkrankungen, die im Alltag auf die Unterstützung ihrer Assistenzhündin angewiesen ist. Die Hündin hilft ihr unter anderem bei Panikattacken, Migräneanfällen und in Situationen mit vielen Menschen. Fachgutachten bestätigten, dass das Tier eine wichtige Rolle bei der Bewältigung des Alltags spielt.

Trotzdem lehnten die zuständigen Behörden zunächst die Übernahme von Kosten für Futter und Haftpflichtversicherung ab. Erst in einem Eilverfahren sprach das zuständige Gericht der Betroffenen einen Teil der beantragten Leistungen zu.

Die Richter stellten fest, dass sich ein speziell ausgebildeter Assistenzhund deutlich von einem gewöhnlichen Haustier unterscheidet. Er könne als Hilfsmittel anerkannt werden, wenn er erforderlich sei, um behinderungsbedingte Einschränkungen auszugleichen und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Die Entscheidung bedeutet nicht, dass künftig jede Haltung eines Assistenzhundes automatisch finanziert wird. Sie zeigt jedoch, dass Menschen mit Behinderung unter bestimmten Voraussetzungen Unterstützung für die Kosten eines Assistenzhundes erhalten können.

Quelle:
Beschluss des Landessozialgerichts Niedersachsen-Bremen (Az. S 66 SO 4016/25 ER) zur Kostenübernahme für einen Assistenzhund im Rahmen von Leistungen zur sozialen Teilhabe.

Phishing-Mails, gefälschte Stimmen oder täuschend echte Nachrichten: Künstliche Intelligenz verändert die Methoden von Cyberkriminellen. Experten warnen vor einer neuen Qualität digitaler Angriffe.

Cyberangriffe werden immer professioneller – und Künstliche Intelligenz spielt dabei eine wachsende Rolle. Experten beobachten, dass Kriminelle KI zunehmend einsetzen, um Betrugsversuche schneller, günstiger und glaubwürdiger zu gestalten.

Besonders verbreitet sind täuschend echt formulierte Phishing-Mails. Wo früher Rechtschreibfehler oder holprige Formulierungen auf Betrugsversuche hindeuteten, erstellen KI-Systeme heute fehlerfreie Texte in unterschiedlichen Sprachen. Dadurch fällt es vielen Empfängern schwerer, gefälschte Nachrichten zu erkennen.

Hinzu kommen sogenannte Deepfakes. Mithilfe von KI lassen sich Stimmen, Fotos oder Videos manipulieren. Kriminelle können so beispielsweise Anrufe vortäuschen, die scheinbar von Vorgesetzten, Familienangehörigen oder Geschäftspartnern stammen. Ziel ist häufig, Geldüberweisungen auszulösen oder vertrauliche Informationen zu erlangen.

Auch Unternehmen geraten zunehmend ins Visier. Cyberkriminelle nutzen KI, um Schwachstellen automatisiert zu suchen, Angriffe gezielter vorzubereiten und Sicherheitsmechanismen zu umgehen. Dadurch steigt das Risiko von Datenverlusten, Betriebsunterbrechungen und finanziellen Schäden.

Verbraucher sollten deshalb bei ungewöhnlichen Nachrichten, Zahlungsaufforderungen oder Anrufen besonders vorsichtig sein. Experten empfehlen, sensible Informationen niemals vorschnell weiterzugeben und wichtige Anfragen über einen zweiten Kommunikationsweg zu überprüfen.

Trotz aller Risiken kann Künstliche Intelligenz auch zur Verteidigung eingesetzt werden. Moderne Sicherheitssysteme nutzen KI bereits, um verdächtige Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und Angriffe schneller abzuwehren. Entscheidend bleibt jedoch die Aufmerksamkeit der Nutzer, denn viele Cyberangriffe beginnen nach wie vor mit menschlichen Fehlern.

Der Weg in die eigenen vier Wände beginnt lange vor dem Immobilienkauf. Wer Finanzierung, Modernisierung und spätere Nutzung frühzeitig plant, kann viele Entscheidungen entspannter und oft auch günstiger treffen.

Für viele Menschen ist Wohneigentum eine der größten finanziellen Entscheidungen ihres Lebens. Dabei geht es nicht nur um den Kauf einer Immobilie, sondern um eine langfristige Planung, die verschiedene Lebensphasen umfasst.

Bereits vor dem Erwerb spielt der Aufbau von Eigenkapital eine wichtige Rolle. Je höher die eigenen Rücklagen sind, desto günstiger fallen in der Regel die Finanzierungskonditionen aus. Gleichzeitig hilft eine sorgfältige Haushaltsplanung dabei, die spätere monatliche Belastung realistisch einzuschätzen.

Beim Immobilienkauf selbst sollten nicht nur Kaufpreis und Darlehen berücksichtigt werden. Auch Nebenkosten wie Notar-, Grundbuch- oder Grunderwerbsteuer können die Finanzierung erheblich beeinflussen. Wichtig ist, dass die monatlichen Raten langfristig zur persönlichen Lebenssituation passen.

Mit dem Einzug endet die Planung nicht. Familienzuwachs, Modernisierungen oder energetische Sanierungen können neue finanzielle Anforderungen mit sich bringen. Auch eine spätere Anschlussfinanzierung sollte rechtzeitig vorbereitet werden, da bereits kleine Zinsunterschiede die Kosten deutlich verändern können.

Im weiteren Lebensverlauf stellen sich häufig Fragen zur Weitergabe der Immobilie. Ob Schenkung, Vererbung, Vermietung oder Verkauf – jede Lösung hat finanzielle und rechtliche Folgen, die frühzeitig geprüft werden sollten.

Wer Wohneigentum als langfristiges Projekt betrachtet und wichtige Entscheidungen rechtzeitig vorbereitet, schafft sich mehr Planungssicherheit und kann finanzielle Risiken besser vermeiden.

Eine Hausratversicherung gehört für viele Haushalte zum wichtigen Basisschutz. Doch nicht jeder Tarif bietet automatisch umfassende Leistungen.

Ob Einbruch, Leitungswasserschaden oder Sturm: Eine Hausratversicherung schützt das persönliche Eigentum vor vielen finanziellen Risiken. Doch beim Blick auf die Tarife zeigen sich deutliche Unterschiede. Verbraucherschützer empfehlen deshalb, nicht allein auf den Preis zu achten.

Wichtige Leistungen betreffen zunächst den klassischen Grundschutz. Dazu zählen Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel oder Einbruchdiebstahl. Auch grobe Fahrlässigkeit sollte möglichst mitversichert sein. Denn sonst kann die Versicherung ihre Leistungen kürzen, wenn beispielsweise eine Kerze unbeaufsichtigt blieb oder ein Fenster offenstand.

Darüber hinaus gewinnen Zusatzleistungen zunehmend an Bedeutung. Dazu gehören etwa der Schutz bei Fahrraddiebstahl, Schäden durch Rauch und Ruß oder die sogenannte Außenversicherung. Sie greift, wenn persönliche Gegenstände vorübergehend außerhalb der eigenen Wohnung beschädigt oder gestohlen werden.

Auch Unterversicherung bleibt ein wichtiges Thema. Wird der Wert des Hausrats zu niedrig angesetzt, kann die Versicherung im Schadensfall Leistungen kürzen. Viele moderne Tarife arbeiten deshalb mit pauschalen Wohnflächenmodellen und einem Unterversicherungsverzicht.

Verbraucher sollten außerdem prüfen, ob Zusatzbausteine sinnvoll sind. Dazu zählen beispielsweise Elementarschutz gegen Überschwemmung und Starkregen oder besondere Absicherungen für Fahrräder und Wertgegenstände.

Arztbesuche im Ausland können schnell teuer werden. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Viele Urlauber wären auf hohe Behandlungskosten finanziell kaum vorbereitet.

Sommerurlaub, Sonne, Erholung – doch eine plötzliche Erkrankung im Ausland kann die Reise schnell zur finanziellen Belastung machen. Viele Reisende unterschätzen offenbar die Kosten medizinischer Behandlungen außerhalb Deutschlands.
Laut einer aktuellen Umfrage könnte jeder achte Urlauber kurzfristig höchstens 100 Euro für eine medizinische Behandlung im Ausland aufbringen. Besonders bei jüngeren Reisenden zwischen 18 und 39 Jahren ist die finanzielle Reserve oft gering. Gleichzeitig wissen viele Befragte, dass Ärzte und Kliniken im Ausland häufig Vorkasse verlangen.

Vor allem in touristischen Regionen können selbst einfache Behandlungen hohe Rechnungen verursachen. Für eine Magen-Darm-Erkrankung oder kleinere Notfälle werden teils mehrere hundert oder sogar tausende Euro verlangt. Besonders teuer kann es in Privatkliniken oder bei Hotelärzten werden.
Problematisch ist zudem, dass viele Urlauber keinen zusätzlichen Auslandskrankenschutz besitzen. Rund 16 Prozent der Befragten gaben an, ausschließlich auf die Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung zu vertrauen. Doch die Europäische Krankenversicherungskarte deckt häufig nur Behandlungen bei öffentlichen Ärzten und Kliniken innerhalb Europas ab – und oft auch nur teilweise.

Verbraucherschützer raten deshalb, vor einer Reise den eigenen Versicherungsschutz zu prüfen. Eine Auslandsreisekrankenversicherung kann unter anderem Behandlungskosten, Klinikaufenthalte und im Ernstfall auch einen Rücktransport nach Deutschland absichern. Wichtig ist außerdem, Rechnungen und Belege sorgfältig aufzubewahren und sich im Notfall frühzeitig mit dem Versicherer oder Notfallservice in Verbindung zu setzen.

Quelle:
Angaben und Umfrageergebnisse der ADAC Versicherung zur Absicherung bei Krankheit im Ausland.