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Riester und die Frauen: wie die Zentrale Zulassungsstelle für Altersvermögen, kurz ZfA, mitteilt, sind vor allem Sparer mit einem geringen Einkommen als auch Frauen die größten Profiteure von staatlichen Zulagen zur Riesterrente. Trotz allem ist die Riester-Förderung nicht sehr populär und wird gerade einmal von etwas mehr als der Hälfte der Sparer in ihren Möglichkeiten voll ausgeschöpft, so berichtet der Versicherungsdachverband GDV.

So legen die Zahlen nahe, dass in die rechnerisch einhundert Euro, welche von Frauen im Jahr 2012 in eine Riesterförderung investiert wurden, 44,70 Euro als Zuschuss vom Staat eingeflossen waren. Nimmt man die Werte der Männer zum Vergleich her, ergibt sich, dass bei ihnen die staatlichen Zuschüsse bei nur 22,70 Euro lagen und damit weiter unter denen der Frauen. Aktuellere Zahlen als zum Jahr 2012 liegen derzeit nicht vor.

Riester: Staatliche Zulagen landen vermehrt bei den Frauen

Die Riester-Förderung besteht einerseits aus den staatlichen Zulagen. Andererseits wirkt auch der Sonderausgabenabzug förderlich beim Vorsorgeausbau. Gestützt auf die ZfA-Werte für das Jahr 2012 wurde jeder Sparer mit einer durchschnittlichen Zulage respektive Steuerförderung von 331 Euro belohnt.

Unterscheidet man diesen Durchschnittswert jedoch nach Geschlechtern, zeigt sich, dass die Frauen hier eine deutlich höhere Fördersumme erhielten als die Männer. Bei den Frauen lag die Summe nämlich bei 369 Euro und bei den Männern bei 283 Euro. Die ZfA erklärt den Umstand damit, dass Frauen in der Regel den Kinderzuschlag dazubekommen haben. Insgesamt lag die Summe der Kinderzulagen im Jahr 2012 bei 1,3 Milliarden – womit ungefähr die Hälfte aller insgesamt ausgezahlten Zulagen von 2,67 Milliarden dargestellt ist.

Wie sich zeigt, haben besonders Menschen mit einem geringen Einkommen die Riester-Zulagen in Anspruch nehmen können. Geringes Einkommen hieß für das Jahr 2012 ein jährlicher Verdienst von weniger als 30.000 Euro, was im genannten Jahr auf knapp zwei Drittel der Menschen mit Riester-Vertrag zutraf.

Viel Luft im Förderrahmen

Insgesamt wendete der Staat für die Altersvorsorge für Zulagen und Steuerermäßigungen etwa 3,58 Milliarden Euro auf, das entspricht einem Plus von drei Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Auch die Zahl der Verträge ging nach oben, sie lag 2012 bei 15,8 Millionen Verträgen und hat aktuell einen Wert von 16.5 Millionen erreicht. Innerhalb des Kreises der geförderten Personen haben laut ZfA etwa 3.8 Millionen Menschen eine Steuerermäßigung erhalten, die über die gezahlten Zulagen noch hinausging.

Dabei ist aber noch viel Luft im Förderrahmen, wie die ZfA-Analyse zeigt. Einige Sparer könnten hier laut GDV noch mehr rausholen und die Riester-Zulagen noch ausreizen, das jedenfalls gilt für ein Drittel der Zulagenempfänger. Dem gegenüber wird die staatliche Förderung aber vor allem von Familien bereits sehr gut ausgeschöpft, das sind konkret drei Viertel der Zulagenempfänger mit Kindern, die es verstehen, die bestehenden Zulagen auch gänzlich abzurufen.

Riester geht in die richtige Richtung, argumentiert der GDV

Dazu äußert sich sagt Peter Schwark als Mitglied der Geschäftsführung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft wie folgt: „Die Riester-Förderung hat bislang die richtigen Zielgruppen erreicht, wenn auch noch nicht alle“. Ferner bringt er zum Ausdruck, dass man die die erreichten Erfolge nicht zerreden dürfe. Vielmehr solle die Politik auf diesen Erfolgen aufbauen und das ganze Projekt noch optimieren. „Auch gesundheitspolitische Vorsorgeprogramme gelten nicht pauschal als gescheitert, nur weil nicht alle mitmachen“, stellt Schwark seine Perspektive dar und fordert stattdessen, erstmal die verbliebenen Hindernisse zu beseitigen.

Es sei nicht richtig, Menschen dafür zu bestrafen, dass sie privat für das Alter vorgesorgt haben. „Entsprechend sollte die Riester-Rente nicht mehr voll auf die staatliche Grundsicherung im Alter angerechnet werden“, so Schwark. „Außerdem muss die seit Jahren nominal eingefrorene Förderung endlich an die gestiegenen Einkommen angepasst werden, um die fortlaufende Erosion der Förderwirkung zu beenden.“ Stark plädiert darüber hinaus dafür, das Wirrwarr beim förderberechtigten Personenkreis aufzulösen, indem man fortan alle Erwerbstätigen einbeziehe und dabei insbesondere auch die kleinen Selbständigen.

Wer seine Steuererklärung selbst macht, muss sich sputen – Rentner und Arbeitnehmer müssen sie bis zum 31. Mai einreichen. Länger Zeit lassen kann sich, wer einen Steuerberater in Anspruch nimmt, dann muss man die Erklärung bis zum Jahresende abgeben. Wer häufige Fehler bei der Steuererklärung kennt, der kann auf mehr Geld hoffen!

Es gibt wohl kaum jemanden, der seine Steuererklärung gerne macht. Und dennoch lohnt es sich, beim Finanzamt seine Angaben einzureichen. Eine Studie des Statistischen Bundesamtes belegt, dass 11,5 Millionen Bundesbürger auf eine Rückzahlung von Steuergeldern hoffen können – im Schnitt 875 Euro. Durchaus ein stolzer Betrag, den man so im Jahr einsparen kann!

Doch bei der Steuererklärung sind Fehler leider vorprogrammiert, wie die Vereinigte Lohnsteuerhilfe e.V. (VLH) in einer Pressemeldung berichtet. Der Verband hat häufige Versäumnisse seiner Mitglieder ausgewertet. Wer die Fehler kennt, der kann auf eine höhere Rückzahlung hoffen!

Nachweise und Belege immer aufheben

Wichtigste Regel: Nachweise und Belege, die sich über das Jahr ansammeln, müssen gut aufbewahrt werden. Denn diese müssen die Bundesbürger später herzeigen oder per Kopie beilegen, wenn sie Ausgaben beim Finanzamt geltend machen wollen. Ob man die Belege in einem Ordner sammelt oder einfach in einem Schuhkarton, ist dabei jedem selbst überlassen.

Riester-Vorsorge nicht vergessen

Für Riester-Sparer ist die Anlage „AV“ wichtig, denn hier werden Angaben zu Altersvorsorgebeiträgen abgefragt. Unter anderem wird die Höhe der geleisteten Beiträge sowie die staatliche Förderung in dieser Anlage eingetragen. Auch Tilgungsleistungen für Wohnriester und Kinderzulagen sind Teil dieses Fragebogens. Beiträge für die geförderte Vorsorge und bestimmte Zulagen dürfen Riester-Sparer als Sonderausgaben bei der Steuer geltend machen.

Um das Prozedere zu erleichtern, kann der Sparer eine Einwilligung zur Übermittlung seiner Einkommensteuerdaten ausfüllen und unterschrieben an den Anbieter des Riester-Vertrages schicken. Mit diesem Schritt profitiert der Sparer vom Dauerzulageverfahren, das seit 2005 angeboten wird. Die Versicherung sendet die entsprechenden Daten nach der Einwilligung des Versicherten einfach ans Finanzamt – und steuerliche Vorteile sind Jahr für Jahr ohne erneuten Aufwand sicher.

Rechnungen für Handwerker und Au-pairs nicht bar zahlen!

Auch wer Handwerker, Putzfrauen und Kinderbetreuer bezahlt, sollte das Thema Steuererklärung im Hinterkopf behalten. Diese Dienstleistungen lassen sich als Handwerkerleistung oder haushaltsnahe Dienstleistung von der Steuer absetzen – hierfür dürfen die Kosten allerdings nicht in bar beglichen, sondern müssen überwiesen werden, wie die Lohnsteuerhilfe berichtet.

Jahresverbrauchsabrechnung: Was stellt der Vermieter in Rechnung?

Ein weiterer Fehler: Viele Bürger vergessen die Kosten aus der Jahresverbrauchsabrechnung ihres Mietvertrages. Denn Aufwendungen für die Müllabfuhr, Gartenpflege, Hausreinigung oder Gerätewartung lassen sich ebenfalls steuerlich geltend machen. Eine Aufstellung dieser Kosten ist in der Regel in der Jahresverbrauchsabrechnung unter der Rubrik “Nachweis Aufwendungen gem. § 35a EStG” zu finden. Diese Auflistung ist für Hausverwaltungen bzw. Energiedienstleister gesetzlich verpflichtend, die Auflistung aller Handwerkerleistungen bzw. haushaltsnahen Dienstleistungen muss den Mietern während eines Jahres zur Verfügung gestellt werden.

Besonders tückisch: Wer bei der Steuererklärung Einträge vertauscht, also nicht an der richtigen Stelle einträgt, darf nicht auf die Hilfe der Finanzamt-Mitarbeiter hoffen. Das Finanzamt streicht die geltend gemachten Kosten einfach aus der falschen Zeile raus – ohne sie an der richtigen Stelle wieder einzutragen. Das Geld ist dann verloren. Wer sich nicht auskennt, sollte vielleicht doch besser professionelle Hilfe in Anspruch nehmen!

In einem Interview hat Bundessozialministerin Andrea Nahles die Sicherheit der Riester-Rente garantiert. Gerate ein Anbieter in finanzielle Schwierigkeiten, so garantiere der Staat, dass Altersvorsorge-Sparer ihr Geld auch ausgezahlt bekommen. Eine zusätzliche private Vorsorge für das Alter ist wichtig – sollte aber nicht unbedacht gewählt werden.

Wie sicher ist die Riester-Rente? Über dieses Thema wurde in der Vergangenheit mehrfach debattiert. Die Bundestagsfraktion der Grünen wollte mit einer kleinen Anfrage gar herausfinden, ob die Sparer um ihre Garantien bangen müssen, wenn mehrere große Lebensversicherer gleichzeitig in eine finanzielle Schieflage geraten (Drucksache 18 – 7221). Die Gesetzeslage hierzu sei widersprüchlich.

Andrea Nahles – Staat garantiert für Auszahlung im Alter!

In diese Debatte hat sich nun Bundessozialministerin Andrea Nahles (SPD) eingeschaltet und erklärt, warum die staatlich geförderte Altersrente sicher sei. Es ist schlichtweg der Staat, der einspringen würde, wenn ein Versicherer finanzielle Probleme hat oder gar in die Insolvenz geschickt werden muss.

„Der Staat garantiert, dass alle Riester-Inhaber ihr Geld ausgezahlt bekommen“, sagte Nahles am Wochenende der Bild am Sonntag. „Auch für die staatlichen Zusagen gibt es Vertrauensschutz, die zahlt der Staat weiterhin.“ Wer eine Riester-Rente abgeschlossen habe, der habe „alles richtig gemacht“, positioniert sich die Ministerin deutlich Pro Riester. Freilich sieht Nahles auch Reformbedarf: Speziell für Geringverdiener soll das Vorsorgesparen zukünftig attraktiver werden.

Die Garantie von Nahles fällt just in eine Zeit, in der die Rente zum Wahlkampfthema 2017 zu werden scheint. CSU-Chef Horst Seehofer hatte die Riester-Rente für gescheitert erklärt, weil der staatlich geförderte Kapitalstock speziell für Geringverdiener zu wenige Anreize bieten würde. Er forderte eine erneute Anhebung des Renten-Niveaus. Wie das finanziert werden soll, ist angesichts der Alterung der Gesellschaft umstritten. Immer weniger Beschäftigten werden zukünftig immer mehr Rentner gegenüberstehen. Spätestens wenn die Generation der Babyboomer in Rente geht, könnten die Sozialkassen stark belastet werden.

Privatvorsorge lohnt – egal wie!

Fest steht: Die gesetzliche Rente allein wird zukünftig vielen Menschen kaum einen auskömmlichen Lebensabend sichern. Sogar Durchschnittsverdienern, also dem Mittelstand, droht zukünftig Altersarmut, wenn sie nicht zusätzlich vorsorgen, warnen Rentenexperten. So betont sogar das Bundessozialministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der Linken, dass eine vom Lohn abhängige Rente nicht der alleinige Schutz vor Altersarmut sei. „Diese Betrachtung vernachlässigt (…) zusätzliche Altersvorsorge beziehungsweise weitere Einkommen neben der gesetzlichen Rente im Alter“, heißt es in einer Stellungnahme.

Ob sich eine Riester-Rente lohnt, hängt unter anderem vom jeweiligen Tarif ab. Denn auch bei der Leistungsfähigkeit und den Kosten der Policen gibt es von Versicherer zu Versicherer große Unterschiede. Aber auch die finanzielle Situation des Sparers muss hierbei berücksichtigt werden, denn nicht jedes Vorsorgeprodukt eignet sich gleichermaßen für jeden. Speziell für die Absicherung des Langlebigkeitsrisikos können rentenbasierte Produkte eine gute Wahl sein.

Das erfordert freilich, dass man sich mit Vor- und Nachteilen der Riester-Policen gleichermaßen beschäftigt. Und hierbei, abhängig von der Risikobereitschaft, auch andere Vorsorgeformen (Aktien- und Indexfonds, Lebensversicherung, eine Immobilie etc.) mit berücksichtigt. Eine Altersvorsorge sollte nicht voreilig abgeschlossen werden, begleitet sie einen doch im Zweifel ein Leben lang. Hier kann auch ein Beratungsgespräch helfen, den passenden Schutz zu finden.

Für Altersvorsorge-Sparer ist es schwierig, auch im betagten Alter noch von einem Anbieter zu einem anderen zu wechseln. Deshalb kann es empfehlenswert sein, beim Wunsch-Versicherer auch darauf zu schauen, welche Bedingungen er für die Verrentung des angesparten Kapitals bietet.

Als der Gesetzgeber die staatlich geförderte Altersvorsorge einführte, legte er Wert darauf, dass die Versicherungskunden problemlos von einem Anbieter zu einem anderen wechseln können. Deshalb gibt es bei Riester-Policen einen deutlichen Unterschied zu „konventionellen“ Altersvorsorge-Verträgen. Bei einer Kündigung werden nicht nur die sogenannten Rückkaufswerte übertragen, bei denen oft entstehende Kosten zu Lasten des Kunden abgezogen werden, sondern das „gesamte“ Riester-Kapital (Übertragungskapital) inklusive einer kleinen Gebühr. Die entsprechenden Regeln sind im Altersvorsorgeverträge-Zertifizierungsgesetz (AltZertG) festgeschrieben.

Wettbewerb um Verrentung erwünscht

Die Wechseloption ist vor allem für die Phase der Verrentung wichtig. Es kann nämlich theoretisch sein, dass ein Riester-Versicherer sehr gute Konditionen in der Ansparphase bietet, also in der Zeit, in der man Beiträge zahlt, aber für das angesparte Kapital eine niedrigere Rente berechnet als ein anderer Versicherer. Hier erhoffte sich die Bundesregierung, dass es zwischen den Anbietern auch einen Wettbewerb um die Höhe der ausgezahlten Rente geben möge, durchaus im Sinne des Kunden. Relevant ist die Wechseloption vor allem für jene, die mit einem Bank- oder Fondssparplan riestern.

Versicherer legen Höchstaltersgrenzen fest

Aber der Wettbewerb funktioniert nicht so recht, wie nun die Stichprobe eines Verbraucherverbandes ergab. Der Grund: Viele Versicherer legen Höchstaltersgrenzen fest. Manche Anbieter nehmen Neukunden nur auf, wenn sie die 50 Jahre noch nicht überschritten haben, andere wiederum setzen die Altersgrenze bei 60 Jahren an oder sehen gar keine Begrenzung vor. Auch Mindest-Ansparzeiten müssen die Kunden bei manchen Versicherern erfüllen, damit sie aufgenommen werden.

Es empfiehlt sich für Kunden also, sie möglichst zeitig mit den Wechseloptionen zu befassen und sich darüber zu informieren, sofern man einen Wechsel plant. Oder bereits bei Vertragsabschluss darauf zu schauen, ob der Versicherer auch bei der Verrentung gut abschneidet. Hier empfiehlt sich ein Beratungsgespräch, um sich über die Bedingungen eines Riester-Vertrages aufklären zu lassen. Denn auch bei Riester gilt: Altersvorsorge-Anbieter ist nicht gleich Altersvorsorge-Anbieter!

Gegen Ende 2014 erhielten knapp 18 Millionen Menschen eine Altersrente von der Gesetzlichen Rentenversicherung. Das geht aus einer aktuellen Veröffentlichung der DRV hervor. Die statistischen Daten zeigen, dass selbst Menschen, die lange Jahre Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt haben, im Alter mit einer Versorgungslücke rechnen müssen. Besonders von Altersarmut bedroht sind Frauen.

Im Schnitt erhielten die Bundesbürger 2014 eine Rente von etwas mehr als 800 Euro im Monat, so Berechnungen der Deutschen Rentenversicherung. Diese Zahl allein ist allerdings wenig aussagekräftig, da sowohl zwischen den Geschlechtern als auch regional große Unterschiede bestehen. Zahlen für das abgelaufene Jahr 2015 liegen hingegen noch nicht vor.

Hohes Armutsrisiko für Frauen in alten Bundesländern

Während in den alten Bundesländern die Männer im Schnitt 1.020 Euro Altersrente erhielten, mussten Frauen sich mit knapp 570 Euro Monatsrente begnügen. Ein Grund hierfür ist darin zu sehen, dass Frauen aufgrund ihrer Erziehungszeiten die Erwerbsarbeit oft unterbrachen oder Teilzeitjobs hatten, die folglich geringere Rentenansprüche nach sich ziehen.

Etwas besser sieht es für Ruheständlerinnen in Ostdeutschland aus, da die Erwerbstätigkeit der Frauen zu DDR-Zeiten deutlich höher war. Ost-Rentnerinnen erhalten im Schnitt eine Monatsrente von knapp 830 Euro. Die Männer aus Ost gingen mit einer durchschnittlichen Rente von 1.111 Euro nach Hause.

Es droht eine Rentenlücke

Noch niedriger waren die Altersbezüge jener Generation, die 2014 erstmals in Rente ging. Die 830.000 Neurentner des Jahrgangs erhielten im Durchschnitt 750 Euro pro Monat. Ein Trend, der befürchten lässt, dass eine zunehmende Zahl an Senioren auf Sozialleistungen angewiesen sein wird, um über die Runden zu kommen. Und tatsächlich droht sogar Durchschnittsverdienern eine Rentenlücke.

2014 belief sich das Rentenniveau im Schnitt noch auf 48 Prozent eines durchschnittlichen Arbeitnehmergehalts (2.900 Euro nach Abzug der Sozialabgaben, aber vor Abzug der Steuern). Das sind brutto 1.287 Euro. Das Rentenniveau wird aber bis zum Jahr 2030 auf 43 Prozent fallen und dann kaum mehr über 1.000 Euro Monatsrente liegen. Hier droht vielen Bürgern die Altersarmut! Es empfiehlt sich also, zusätzlich privat vorzusorgen. Welche Möglichkeiten es hierfür gibt, kann in einem Beratungsgespräch erörtert werden.

Rente: Die Mehrheit der Deutschen weiß nicht, mit welchem Alterseinkommen sie im Ruhestand rechnen kann. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Allensbach-Institutes. Demnach kann nur jeder Dritte sein Alterseinkommen ungefähr beziffern.

Wie hoch wird einmal meine Rente sein? Und in welchem Umfang muss ich privat vorsorgen, um auch im Rentenalter ein auskömmliches Leben führen zu können? Glaubt man einer aktuellen Allensbach-Umfrage im Auftrag des Versicherungs-Dachverbandes (GDV), weiß die Mehrheit der Bevölkerung darauf keine Antwort. Auf die Frage, ob sie ihr voraussichtliches monatliches Einkommen ungefähr einschätzen können, antworteten zwei Drittel der Bundesbürger (62 Prozent) mit „Nein“.

Es droht ein Lebensabend auf Grundsicherungs-Niveau

Das Problem: Wer seine Rentenhöhe nicht einschätzen kann, kennt auch seine Versorgungslücke nicht. Das heißt: er weiß nicht, wie viel Geld er für das Alter zusätzlich ansparen muss. Viele Ruheständler sehen sich aber mit zunehmender Altersarmut konfrontiert. Zum Jahresende 2013 bezogen rund 499.300 Senioren der Generation Ü65 eine Grundsicherung in Höhe von circa 700 Euro, Tendenz steigend. Noch 2003 waren „nur“ 275.700 Personen betroffen. Von dieser Sozialleistung müssen auch Mieten und Energiekosten finanziert werden.

Deshalb schlägt GDV-Präsident Alexander Erdland nun ein Online-Portal vor, auf dem die Verbraucher den aktuellen Stand der Altersvorsorge errechnen können. “Um den Bürgern mehr als nur ein Gefühl für ihre Einkommenssituation im Alter zu geben, brauchen sie verständliche und umfassende Informationen. Sinnvoll wäre der Aufbau einer Online-Plattform, auf der jeder via PC, Tablet oder Smartphone den aktuellen Stand seines Altersvorsorgekontos ablesen kann – aufgeschlüsselt nach gesetzlicher Rente, betrieblicher und privater Altersvorsorge“.

Ein Beratungsgespräch schafft Abhilfe

Bis dahin aber müssen die Bürger selbst den Überblick behalten, ob sie ausreichend für den Lebensabend vorsorgen. Brisant: Laut der Allensbach-Umfrage sorgen 15 Prozent der Bevölkerung gar nicht vor. Weitere 57 Prozent können nicht sagen, ob und in welchem Umfang sie privat vorsorgen. Hier kann ein Beratungsgespräch helfen. Die Möglichkeiten sind vielfältig: sei es eine Lebensversicherung, Riester-Rente, Immobilie, Fonds oder andere Geldanlagen. Über Vor- und Nachteile sollte man sich umfangreich informieren!

Riester-Rente: Die Deutsche Rentenversicherung wurde erstmals zu Schadenersatz verurteilt, weil sie einer Mutter zu Unrecht die Kinderzulage strich. Die Klägerin erhält jetzt 235 Euro für entgangene Kursgewinne einer Riester-Fondspolice ausgezahlt. Für Verbraucher ist das eine positive Nachricht – stärkt das Urteil doch die Rechte gegen Behördenwillkür (Landgericht Berlin, Az.: 28 O 229/14).

Im verhandelten Rechtsstreit war einer Mutter zu Unrecht von der Rentenversicherung (DRV Bund) die Kinderzulage aberkannt wurden. Die Deutsche Rentenversicherung hatte die Zulagen für die Jahre 2006 bis 2010 wieder zurückgebucht – im „vollmaschinellen Verfahren“ und ohne vorherige Anhörung. Grund war ein Fehler der Behörde. Die zuständige Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) hatte sich bei der falschen Kindergeldkasse erkundigt. Dabei erhielt sie irrtümlicherweise die Auskunft, dass die Frau gar nicht kindergeldberechtigt sei – Voraussetzung für die entsprechende Riesterförderung.

Die Riester-Sparerin konnte also gar nichts dafür, dass ihr die Förderzulage gestrichen wurde. Doch es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis die Behörden ein Einsehen zeigten und den Fehler korrigierten. Erst im Jahr 2013 zahlte die Behörde die Zulagen wieder an die Mutter zurück, wie die Stiftung Warentest in einer Pressemeldung berichtet – insgesamt 831 Euro.

Rentenversicherung muss Schadenersatz zahlen

In dem langen Zeitraum hatte die Frau aber Verluste wegen des Missverständnisses, schließlich fehlte das Geld in ihrem Riester-Vermögen. Auch sollte sie Gebühren für die Wiedereinbuchung zahlen. Deshalb zog die Frau vor Gericht und machte dort ihren Schaden geltend. Die DRV Bund habe „schuldhaft einen rechtswidrigen Verwaltungsakt erlassen“ und müsse dafür haften, so argumentierte Anwältin Grit Dietze in der Klageschrift. Auch sei die Klägerin „nicht ordnungsgemäß angehört“ und der „Grundsatz der Verhältnismäßigkeit der Mittel nicht gewahrt“ worden.

Nach einer mündlichen Verhandlung kannte die Deutsche Rentenversicherung die Klageforderung schließlich an. Das Landgericht Berlin erließ daraufhin ein entsprechendes Anerkenntnis-Urteil und gab der Klage in vollem Umfang statt. Den Schaden von insgesamt 235 Euro plus Zinsen erhält die Riester-Sparerin nun ersetzt. Für Verbraucher ist das ein gutes Urteil, sind die staatlichen Zulagen doch ein wichtiger Grund, dass sich die Riester-Rente rentiert. Bei Fragen zur Riesterförderung schafft ein Beratungsgespräch Klarheit!

Riester-Rente: Die Deutsche Rentenversicherung wurde erstmals zu Schadenersatz verurteilt, weil sie einer Mutter zu Unrecht die Kinderzulage strich. Die Klägerin erhält jetzt 235 Euro für entgangene Kursgewinne einer Riester-Fondspolice ausgezahlt. Für Verbraucher ist das eine positive Nachricht – stärkt das Urteil doch die Rechte gegen Behördenwillkür (Landgericht Berlin, Az.: 28 O 229/14).

Im verhandelten Rechtsstreit war einer Mutter zu Unrecht von der Rentenversicherung (DRV Bund) die Kinderzulage aberkannt wurden. Die Deutsche Rentenversicherung hatte die Zulagen für die Jahre 2006 bis 2010 wieder zurückgebucht – im „vollmaschinellen Verfahren“ und ohne vorherige Anhörung. Grund war ein Fehler der Behörde. Die zuständige Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) hatte sich bei der falschen Kindergeldkasse erkundigt. Dabei erhielt sie irrtümlicherweise die Auskunft, dass die Frau gar nicht kindergeldberechtigt sei – Voraussetzung für die entsprechende Riesterförderung.

Die Riester-Sparerin konnte also gar nichts dafür, dass ihr die Förderzulage gestrichen wurde. Doch es dauerte eine halbe Ewigkeit, bis die Behörden ein Einsehen zeigten und den Fehler korrigierten. Erst im Jahr 2013 zahlte die Behörde die Zulagen wieder an die Mutter zurück, wie die Stiftung Warentest in einer Pressemeldung berichtet – insgesamt 831 Euro.

Rentenversicherung muss Schadenersatz zahlen

In dem langen Zeitraum hatte die Frau aber Verluste wegen des Missverständnisses, schließlich fehlte das Geld in ihrem Riester-Vermögen. Auch sollte sie Gebühren für die Wiedereinbuchung zahlen. Deshalb zog die Frau vor Gericht und machte dort ihren Schaden geltend. Die DRV Bund habe „schuldhaft einen rechtswidrigen Verwaltungsakt erlassen“ und müsse dafür haften, so argumentierte Anwältin Grit Dietze in der Klageschrift. Auch sei die Klägerin „nicht ordnungsgemäß angehört“ und der „Grundsatz der Verhältnismäßigkeit der Mittel nicht gewahrt“ worden.

Nach einer mündlichen Verhandlung kannte die Deutsche Rentenversicherung die Klageforderung schließlich an. Das Landgericht Berlin erließ daraufhin ein entsprechendes Anerkenntnis-Urteil und gab der Klage in vollem Umfang statt. Den Schaden von insgesamt 235 Euro plus Zinsen erhält die Riester-Sparerin nun ersetzt. Für Verbraucher ist das ein gutes Urteil, sind die staatlichen Zulagen doch ein wichtiger Grund, dass sich die Riester-Rente rentiert. Bei Fragen zur Riesterförderung schafft ein Beratungsgespräch Klarheit!

Das Thema Nachhaltigkeit wird auch für Versicherungskunden immer wichtiger. Viele Anbieter haben das erkannt und bieten Geldanlagen an, die ökologisch saubere und sozial verantwortungsvolle Investments ermöglichen.

Schließen Privatkunden einen Altersvorsorgevertrag ab, erfahren sie in der Regel nicht, wie die Bank oder Versicherung das eingezahlte Geld anlegt. Nur wenigen Menschen ist dabei bewusst, dass der Anbieter möglicherweise entgegen der Interessen seiner Kunden investiert. Wer gegen Atomenergie protestiert, unterstützt vielleicht mit seiner Police einen Atomkraftbetreiber, ein Pazifist die Waffenindustrie, die Bioladenkundin Massentierhaltung. All das muss nicht zutreffen – ist aber möglich.

Wer ethisch bedenkliche Vorsorgeformen vermeiden will, für den bietet die Versicherungsbranche immer mehr Möglichkeiten. Sogenannte „Nachhaltigkeitsfonds“ oder auch Ethikfonds sind Geldanlagen, bei denen soziale und ökologische Kriterien im Vordergrund stehen. Und tatsächlich steigt die Nachfrage nach fairen Investments. Wie das Magazin ECOreporter berichtet, hat sich das Volumen offener Nachhaltigkeitsfonds in Deutschland seit dem Jahr 2000 verzwanzigfacht – auf heute mehr als 30 Milliarden Euro! Fast alle Versicherer bieten solche Produkte an.

Kriterien für Nachhaltigkeit

Wie aber wird garantiert, dass die Investments tatsächlich fair sind? Die Einstufung von Aktien für Nachhaltigkeitsfonds erfolgt nach drei Aspekten: einer Art schwarzen Liste mit Negativkriterien, den Positivkriterien und dem sogenannten „Best-in-class“-Ansatz.

Negativkriterium wäre etwa, wenn ein Unternehmen gegen ethische, soziologische und ökologische Standards verstößt. Wer also Rüstungs-, Atom- oder Gentechnik fördert, wird kaum als nachhaltig kategorisiert. Auch Kinderarbeit oder Dumpinglöhne können als Ausschlusskriterium dienen.

Als Positivkriterium zählt dagegen, wenn Aktien von Unternehmen stammen, die vorrangig auf erneuerbare Energien, menschenwürdige Arbeitsbedingungen oder Umweltschutz achten. Hier zeigt sich auch eine Tücke dieser Fonds, denn Basis dieser Einordnung ist eine Selbstverpflichtung des Investors. Bezeichnungen wie „ethisch“, „nachhaltig“ oder „öko“ sind gesetzlich nicht geschützt, so dass der Verbraucher im Zweifel noch einmal genau hinschauen sollte, in welche Firmen sein Geld fließt.

Beim „Best-in-class“-Ansatz entscheidet sich der Investor für Firmen, die in ihrer Branche als „Klassenbester“ bezüglich ökologischer und sozialer Standards gelten. Maßstab für die Bewertung kann zum Beispiel eine gute Platzierung beim „Dow Jones Sustainability Index“ sein. Bei diesem Wettbewerb streiten börsennotierte Unternehmen darum, neben wirtschaftlichen Kriterien auch solche für Ökologie und soziales Bewusstsein zu erfüllen. Nachteil dieses Ansatzes: Viele Unternehmen, die als Klassenprimus gelten, haben auch weniger nachhaltige Investments im Portfolio.

Nachhaltige Altersvorsorge ist möglich!

Bei aller Kritik an den Ethikfonds sind sie doch ein wichtiger Schritt, die Sensibilität der Verbraucher für nachhaltiges Investment zu wecken. Unter anderem haben die Versicherungen eine große Auswahl an alternativen Riester-Renten im Angebot. Auch bei Basis-Renten, Sofort-Renten, betrieblicher Altersvorsorge und Berufsunfähigkeitsversicherungen gibt es spezielle Angebote für nachhaltige Policen. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

Die Bundesbürger lassen Geld liegen! Wie aus aktuellen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung hervorgeht, nutzen nur etwas mehr als 70 Prozent der Riestersparer die staatliche Förderung. Oftmals ist es Unwissenheit, die zu Einbußen führt, denn staatliche Zuschüsse müssen regelmäßig beantragt werden.

Die Deutsche Rentenversicherung hat neue Zahlen zur Riester-Zulagenförderung vorgelegt, und die Ergebnisse lassen aufhorchen. Zwar hatten im Jahr 2010 weit über 14.3 Millionen Menschen einen entsprechenden Altersvorsorgevertrag abgeschlossen. Aber nur knapp 10.238 Millionen Sparer ließen sich die staatliche Förderung auszahlen. Das verwundert, verschenken doch viele Menschen bares Geld. Aktuellere Zahlen liegen der Rentenversicherung noch nicht vor, da der Zeitraum für die Beantragung zwei Jahre beträgt.

Vertrag ruhend stellen statt kündigen

Warum aber verzichten die Sparer darauf, die ihnen zustehende Förderung mitzunehmen? Darüber gibt die Statistik leider keine Auskunft. Dennoch lassen sich anhand anderer Daten Gründe ableiten. Rund 18,6 Prozent der Riesterer haben laut Bundesministerium für Arbeit und Soziales ihren Vertrag ruhend gestellt – entweder weil sie mit den Konditionen des Anbieters unzufrieden sind oder sich ihre Lebenssituation geändert hat.

Mitunter empfiehlt sich dann der Wechsel zu einem neuen Altersvorsorge-Anbieter. Dafür müssen aber zusätzliche Kosten eingerechnet werden. Im schlimmsten Fall will der Staat sämtliche Zulagen zurück, warnen die Verbraucherzentralen. Das betrifft sowohl die Gelder, die bereits auf das Riester-Konto geflossen sind, als auch die steuerliche Förderung.

Deshalb kann es sinnvoll sein, den Vertrag nicht zu kündigen und stattdessen beitragsfrei zu stellen. Der Vorteil: alle bisherigen Zulagen und Steuervorteile bleiben erhalten. Eine Beitragsfreistellung funktioniert recht unkompliziert über einen Antrag beim Versicherungsanbieter: bis zur Fälligkeit muss der Sparer dann keine Beiträge mehr zahlen. Und trotzdem ist es erlaubt einen zweiten Riester-Vertrag abzuschließen, der bessere Konditionen bietet: Jedem Riester-Berechtigten sind zwei Verträge gestattet.

Alternativ lässt sich die Riester-Versicherung in einen geförderten Bank- oder Fondssparplan umwandeln. Auch dann bleiben alle Zulagen erhalten, die der Sparer bisher erhalten hat. Wichtig ist jedoch sich durchzurechnen, ob der Wechsel tatsächlich lohnt. Hier kann ein Beratungsgespräch helfen!

Viele Riester-Sparer vergessen Antrag

Aber es gibt noch einen anderen Grund, warum Riester-Sparer nicht die staatliche Förderung erhalten. Sie vergessen schlicht und einfach, dass man die staatlichen Zulagen jedes Mal neu beantragen muss. Wer den Antrag vergisst, verschenkt ebenfalls Geld und Steuervorteile!

Auch hier gibt es für vergessliche Seelen eine Lösung. Ein sogenannter „Dauerzulagenantrag“ muss nur einmal abgegeben werden und verlängert sich dann Jahr für Jahr selbst. Alles Weitere erledigt der Versicherer zusammen mit der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA). Auch mit solch einem Dauerantrag sollten freilich die Zahlen hin und wieder überprüft werden, ob die Fördervoraussetzungen noch vorliegen. Schon eine Gehaltserhöhung kann dies ändern. In diesem Jahr hat nur Anrecht auf die volle Förderung, wer mindestens vier Prozent seines rentenversicherungspflichtigen Jahreseinkommens aus dem Vorjahr einzahlt (abzüglich aller Zulagen).