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Noch nie haben die Versicherer so viel für Schäden durch Naturgefahren ausgegeben wie in diesem Jahr. Neben der zerstörerischen Sturzflut im Ahrtal waren vor allem starke Hagelstürme ein Grund für hohe Kosten. Die Zahlen zeigen, wie wichtig Elementarschutz ist.

Es ist ein trauriger Rekord: Nie zuvor haben die Versicherer so viel für Naturschäden ausgegeben wie in diesem Jahr. “Mit versicherten Schäden an Häusern, Hausrat, Betrieben und Kraftfahrzeugen von rund 12,5 Milliarden Euro ist 2021 das teuerste Naturgefahrenjahr seit Beginn der Statistik Anfang der 1970er-Jahre”, sagt Jörg Asmussen, Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Die Zahlen verkündete der Versicherer-Verband am Montag.

Die höchsten Schäden sind durch Überschwemmung und Starkregen entstanden: allein neun Milliarden Euro mussten die Versicherer hierfür zahlen. Weitere zwei Milliarden Euro entstanden durch Sturm- und Hagelschäden. Für Naturgefahren-Schäden an Kraftfahrzeugen mussten die Kfz-Versicherer 1,5 Milliarden Euro zahlen.

Flut im Juli: allein 8,2 Milliarden Euro versicherte Schäden

Die höchsten Schäden haben erwartungsgemäß die verheerenden Überschwemmungen verursacht, die im Juli auf Tief “Bernd” folgten: 8,2 Milliarden Euro mussten die Versicherer hierfür zahlen. 7,7 Milliarden mussten für Wohngebäude, Hausrat und Betriebe bezahlt werden, 450 Millionen für Schäden an Kraftfahrzeugen. Vom 13. bis 18. Juli hatte die Unwetterfront “Bernd” mit Starkregen vor allem in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, aber auch in Bayern und Sachsen schwere Schäden angerichtet. Es war die schwerste Überschwemmung seit der Sturmflut 1962, die unter anderem Hamburg heimsuchte. 184 Menschen fanden allein in Deutschland den Tod, ganze Ortschaften wurden komplett zerstört.

Doch dies war nicht die einzige Katastrophe in diesem Jahr. Schon im Juni hatte eine Unwetter-Serie versicherte Schäden von 1,7 Milliarden Euro verursacht. 700 Millionen Euro mussten die Autoversicherer in diesem Monat allein für Hagelschäden zahlen: Hierfür ist es in der Regel notwendig, mindestens eine Teilkasko abzuschließen.

Dass hohe Schäden durch Naturereignisse keine Seltenheit sind, zeigt auch der Schnitt der letzten Jahre: Der langjährige Mittelwert pro Jahr betrug auch vor den Juli-Hochwassern bereits 3,8 Milliarden Euro versicherte Schadenkosten. Das zeigt, wie wichtig eine Elementarschaden-Versicherung für das eigene Haus ist. Denn eine Wohngebäude-Police reicht in der Regel nicht aus, wenn Überschwemmungen und Hochwasser das Haus beschädigen. Nur mit einem solchen Extrabaustein -der auch als eigenständige Versicherung abschließbar ist- zahlt der Versicherer auch bei Naturgefahren.

Auch Gewerbegebäude versichert?

Das Unwetter im Juli hat tatsächlich den Anstoß gegeben, dass Hausbesitzer vermehrt eine solche Police nachfragen: mehr als 400.000 Verträge wurden seither branchenweit neu abgeschlossen. Aber noch immer ist mehr als jedes zweite Haus ohne Schutz. Und eine Leere aus dem Juli-Hochwasser ist auch, dass viele Betriebe ihre Werkstätten und Gewerbegebäude nicht gegen Überschwemmungen, Rückstau oder Hochwasser abgesichert hatten, ebensowenig wie die darin enthaltene Ware. Hier gilt es, vorzusorgen. Denn wenn Haus und Waren beschädigt werden, sodass im Grunde Totalschaden herrscht, können die Wenigsten dies aus eigener Tasche zahlen.

Welcher Wert befindet sich in Kellern deutscher Eigenheime? Wer bei dieser Frage nur an Speisevorräte, Ausrangiertes für den Flohmarkt oder an alte Bücher denkt, der irrt sich sehr. Denn nicht erst seit Zeiten des “Smart Home” hielt immer mehr Technik Einzug in die einst dunklen und feuchten Nutzräume unter der Erde. Und wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigt, sind geschätzte Werte, die in Kellern von Eigenheimen schlummern, beachtlich. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz droht demnach Ungemach.

Teuerster “Keller-Posten”: Die Haustechnik

Die GDV-Umfrage hatte zum Ziel, den durchschnittlichen Wert jener Gegenstände zu erfahren, der sich in der Unterkellerung von Ein- bzw. Zweifamilienhäusern befindet. 1.000 Hausbesitzer wurden hierzu in 2020 befragt. Sie sollten unter anderem angeben: “Was glauben Sie, wie hoch wären die Kosten insgesamt, wenn sie die genannten Dinge neu kaufen müssten?”

Und die höchsten Werte auf diese Frage wurden für die Haustechnik geschätzt – 9.700 Euro sind es, die durchschnittlich für 1.000 Hausbesitzer an Haustechnik in deutschen Kellern lagern. Der Wert erscheint keineswegs ungewöhnlich, wenn man bedenkt, dass immer modernere Heiz- und Lüftungstechnik, dass Energiespeicher und Heimkraftwerke in deutsche Eigenheime Einzug halten. Die Haustechnik im Keller übernimmt für moderne Häuser immer wichtigere Funktionen.

Geschätzter Wert der Gegenstände summiert sich auf 15.400 Euro

Aber auch andere Geräte, die nicht zur Haustechnik zählen, werden gern im Keller untergebracht. Demnach wird der Wert der Elektrogeräte – Waschmaschinen und Gefrier- oder Kühltruhen – von den Befragten in der Summe auf 2.300 Euro geschätzt. Und der Wert kleinerer Geräte – Bohrmaschinen, Akkuschrauber, Sägen oder Rasenmäher – beträgt laut Umfrage immerhin 1.900 Euro. Aber auch “sonstige Dinge” stehen in den deutschen Kellerräumen mit einem Wert von immerhin durchschnittlich 1.500 Euro – angefangen von Spirituosen und Möbeln bis zum raumnehmenden Spielzeug der Kinder. Demnach summiert sich der geschätzte Wert aller im Keller befindlichen Gegenstände laut Umfrage auf durchschnittlich 15.400 Euro.

Nutzungsverhalten: Lager- Heiz- und Hobbyraum

Freilich: Bei der Nutzungsweise bleibt der Keller noch immer jener Lagerraum, als der er auch früher oft diente. Bei möglichen Mehrfachnennungen für verschiedene Antworten gaben 85 Prozent der Befragten an, den Keller als Lagerraum zu nutzen. 72 Prozent der Befragten nutzen ihn zudem als Heizungskeller und 71 Prozent als Waschküche. Für immerhin 46 Prozent der Befragten dient der Keller als Hobbyraum. Freilich: Basteln wollen viele in ihrem Kellern, wohnen hingegen nicht. Denn 77 Prozent der Befragten gaben an, der Keller sei “unbewohnt”. Und nur vier Prozent der Befragten bewohnen einen Teil ihres Kellers dauerhaft.

Unterschätzt: Die Gefahr durch Überschwemmungen

Ein Wert dieser repräsentativen Umfrage aber stimmt bedenklich. Denn die Eigenheimbesitzer unterschätzen die Gefahr durch Überschwemmungen – diese können durch Hochwasser und Starkregen ausgelöst sein. Denn 43 Prozent der Befragten schätzen die Gefahr für “gering” ein und 30 Prozent der Befragten sogar für “sehr gering”. Demnach sehen 73 Prozent der Befragten ihre Technik und ihren Hausstand im Keller nicht durch Hochwasser gefährdet.

Hausratversicherung: Leistet nicht bei Überschwemmungen

Eine Tatsache, die sich auch im fehlenden Versicherungsschutz vieler Eigenheimbesitzer niederschlägt. Denn nur rund 25 Prozent aller Haushalte haben ihr Inventar gegen Starkregen und Hochwasser abgesichert, wie der GDV informiert.

Was viele nämlich nicht wissen: Die Hausratversicherung leistet nicht, wenn Regen oder Hochwasser den Keller fluten. Existiert in diesem Fall keine Naturgefahrenversicherung bzw. Elementarschadenversicherung, müssen die Eigenheimbesitzer den Schaden aus eigener Tasche stemmen – was in Zeiten immer teurerer Kellerinventare schnell zum finanziellen Risiko werden kann. Der zunehmende Wert in deutschen Kellern sollte also Grund sein für Eigenheimbesitzer, den eigenen Versicherungsschutz zu überprüfen – auch mit gutem Rat von Experten.

Achtung, Starkregen! Schwere Niederschläge richteten in den 16 Jahren von 2002 bis 2017 rund 6,7 Milliarden Euro Schaden an, wie eine aktuelle Studie zeigt. Insgesamt waren 1,3 Millionen Gebäude betroffen. Und die Gefahr solcher Unwetter besteht bundesweit.

Wie groß ist die Bedrohung durch Starkregen — und wo tritt er auf? Um das Herauszufinden, hat sich der Dachverband der Versicherer (GDV) mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zusammengetan und in einem Forschungsprojekt Daten zu Niederschlägen in Deutschland ausgewertet. Dabei flossen neben versicherten auch unversicherte Schäden an Gebäuden ein.

Das Ergebnis lässt aufhorchen. Rund 6,7 Milliarden Euro Schaden zählten die Forscher in den Jahren von 2002 bis 2017. Und stolze 1,3 Millionen Gebäude wurden im selben Zeitraum beschädigt. Das teilt der Versicherer-Verband am Montag in einem Pressetext mit.

Die meisten Schäden in Sachsen, Berlin und Bayern

Die meisten Schäden wurden dabei im Bundesland Sachsen gemessen. Von 1.000 Gebäuden waren immerhin 132,8 durch Starkregen betroffen. Kaum besser die Bilanz in Berlin, wo 131,2 Häuser je 1.000 Gebäuden Schaden namen. Bayern (88 betroffene Gebäude von 1.000), Nordrhein-Westfalen (86,4) und Hessen (83,2) landen auf den Plätzen der Starkregen-Hochburgen.

Vergleichweise wenige Schäden waren hingegen in den Bundesländern Bremen (44,8 betroffene Gebäude von 1.000), Baden-Württemberg (48) und dem Saarland (49,6) zu beklagen. Dennoch will Andreas Becker, Wetterexperte vom DWD, auch für diese Gebiete keine Entwarnung geben. “Unsere Untersuchung zeigt, dass jeder Ort in Deutschland quasi gleich stark von solch gefährlichen Regenmengen bedroht ist. Gegenden, die im Untersuchungszeitraum nur wenige Schäden durch Starkregen erlebten, haben bislang schlicht Glück gehabt”, sagt Becker.

Die Mehrheit der Hausbesitzer hat keinen Schutz

Ein solches Unwetter kann aber ein Haus bis zur Unbewohnbarkeit ruinieren. Oft laufen nicht nur Keller voll, sondern es werden auch Wände durchnässt und das Fundament des Hauses wird unterspült — je nach Schwere und Verlauf des Starkregens. Umso bedenklicher ist, dass nur vier von zehn deutschen Hausbesitzern (43 Prozent) eine passende Elementarschaden-Police haben. Eine Wohngebäudeversicherung reicht allein nicht aus. Hier klärt ein Beratungsgespräch über den Absicherungsbedarf auf.

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes würden darüber hinaus zeigen, dass im Gegensatz zu Dauerregen (mehr als zwölf Stunden) oft kürzere und heftige Regenfälle (bis zu neun Stunden Dauer) sehr hohe Schadensummen verschlingen, so ein weiteres Fazit der Forscher. Hierauf sollten sich Hausbesitzer einstellen. Ein Problem ist dabei auch, dass eine lokale Warnung vor derartigen Regenfällen oft nur kurzfristig erfolgen kann: unmittelbar vor dem Ereignis. Beim Neubau eines Hauses sollten Bauherren deshalb auch berücksichtigen, welche Präventionsmaßnahmen gegen Starkregenschäden ergriffen werden können.

Erneut macht die Versicherungswirtschaft auf die Wichtigkeit einer Elementarschadenversicherung aufmerksam. Aus gutem Grund: In mehreren Bundesländern haben Hausbesitzer keinen Anspruch mehr auf Soforthilfen, wenn ein Hochwasser oder eine andere Naturkatastrophe das Haus beschädigte. Finanzielle Hilfe ist in der Regel daran gebunden, dass man sich erfolglos um eine private Versicherung bemühte: Die Politik will die Eigenvorsorge der Bürger stärken.

Nimmt das eigene Haus bei Hochwasser Schaden, greift in der Regel die Wohngebäude-Versicherung nicht. Stattdessen ist eine Elementarschadenversicherung vonnöten. Wie wichtig diese Absicherung ist, darauf macht aktuell der Versichererverband GDV aufmerksam. Denn auf Vater Staat oder die Bundesländer ist kein Verlass mehr, wenn ein Hochwasser existentielle Schäden anrichtete.

Politik setzt auf Eigenverantwortung

Fakt ist: Viele Bundesländer haben das Risiko eines Hochwasserschadens komplett an die Hausbesitzer delegiert. Seit dem 1. Juli 2019 gibt es zum Beispiel in Bayern grundsätzlich keine staatlichen Soforthilfen mehr bei Naturkatastrophen. Und in vielen anderen Bundesländern gibt es Unterstützung durch die Länder nur dann, wenn sie sich vergeblich um eine private Elementarschaden-Police gekümmert haben. Das geht auf einen Beschluss der Konferenz der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder zurück.

Laut dem Beschluss wurde festgelegt, dass “nur noch derjenige mit staatlicher Unterstützung über sogenannte Soforthilfen hinaus rechnen kann, der sich erfolglos um eine Versicherung bemüht hat oder ihm diese nur zu wirtschaftlich unzumutbaren Bedingungen angeboten worden ist.” Das gilt im Grunde für alle Bundesländer. Manche halten zwar weiterhin an Soforthilfen fest, aber eben nur in sehr begrenztem Umfang oder unter sehr strengen Bedingungen.

Das Saarland gewährleistet zum Beispiel maximal 1.500 Euro Soforthilfe, und Niedersachsen hat bei dem letzten Hochwasser 2017 ganze 500 Euro pro Person bzw. weitere 250 für Kinder ausgezahlt. Und auch in Rheinland Pfalz, wo bisher höhere Summen flossen, besteht kein Anspruch mehr bzw. wurde dieser deutlich nach unten korrigiert. Ministerpräsidentin Malu-Dreyer hatte im Mai 2019 angekündigt, die Nothilfen von bis zu 25.000 Euro zu streichen und nur noch maximal 2.500 Euro auszuzahlen.

Schaden oft über 100.000 Euro

Mit derart niedrigen Summen lässt sich der Verlust eines Eigenheimes oder einer anderen Immobilie natürlich nicht ausgleichen: schon gar nicht, wenn es so stark geschädigt wurde, dass es abrissgefährdet ist. In der Regel ist ein sechsstelliger Betrag vonnöten, um das Haus wieder aufzubauen und von Grund auf zu sanieren. Und auch die Inneneinrichtung ist ja in der Regel beschädigt und muss ersetzt werden: Hierfür kommt eine Hausratversicherung auf, sofern man eine hat.

Eine Elementarschaden-Police ist also Pflicht, oder zumindest das Bemühen darum. Wie aber kann man denn nachweisen, dass man vergeblich Schutz fürs eigene Haus suchte, um doch eventuell Ansprüche auf Hilfsgelder der Länder zu haben? Richtig: mit einem Beratungsprotokoll von Versicherungsvermittlern, das entsprechend aufzuheben ist — auch bei vergeblicher Suche. Probleme kann es unter Umständen geben, wenn das Haus in der höchsten Hochwassergefährungszone Zürs Geo 4 steht — obwohl auch da viele Immobilien abgesichert werden können. Allein 2018 zahlten die Versicherer erneut 500 Millionen Euro für Hochwasserschäden.

Der Winter hält einige Regionen Deutschlands weiter in Atem. In mehreren Regionen Bayerns musste aufgrund der Schneemassen Katastrophen-Alarm ausgerufen werden, in manchen Regionen wie Bad Tölz ist der öffentliche Verkehr zusammengebrochen. Anlass, auf ein wichtiges Thema für Hausbesitzer hinzuweisen: Nimmt das Dach durch die Schneemassen Schaden, sollte man eine Elementarschadenversicherung besitzen.

Wenn das Eigenheim durch Schneedruck und Dachlawinen Schaden nimmt, reicht eine Wohngebäudeversicherung in der Regel nicht aus. Für diese Risiken muss eine extra Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden. Sie kann oft als Zusatzschutz zu einer Wohngebäude-Police hinzugekauft werden, ist aber auch als eigenständiger Vertrag erhältlich.

Speziell für die Menschen in Bayern und in der Alpenregion bedeuten die aktuellen Schneemassen derzeit ein existentielles Risiko. Behörden im Raum Bad Tölz haben nun die Bürger aufgerufen, ihre Dächer von den Schneemassen zu räumen. Sie haben Angst, dass das hohe Gewicht die Dächer zum Einsturz bringt.

Speziell Flachdächer sind gefährdet: Hier kann der Schnee nicht abrutschen, sondern sammelt sich ungehindert in immer höheren Schichten. Schon eine 10cm dicke Schneeschicht kann über 100 Kilogramm wiegen! Und 20 Zentimeter Schnee erreichen das Gewicht eines Elefanten. Wenn im Obergeschoss Risse in der Verkleidung auftreten oder Türen plötzlich klemmen, kann das schon ein ernster Hinweis auf Schäden am Dach sein.

Wer das Dach räumen will, sollte aber die eigene Gesundheit nicht aufs Spiel setzen. Grundsätzlich gilt: Nie ungesichert das Dach besteigen! So kann es unter den Schneemassen auch glatt sein oder der Schnee an Schrägdächern lawinenartig abrutschen. Wer nicht weiß, ob am Haus wirklich Gefahr besteht, sollte einen Fachmann zur Begutachtung bestellen – Ansprechpartner können etwa das örtliche Bauamt, professionelle Räumdienste oder die Feuerwehren sein.

Hausbesitzer müssen auch Sorge tragen, dass Passanten nicht zu Schaden kommen, und den Gehweg räumen. Wird doch eine fremde Person von einem herabstürzenden Eiszapfen oder einer Dachlawine verletzt, leistet die private Haftpflichtversicherung nur in bestimmtem Umfang: nämlich dann, wenn der Immobilienbesitzer selbst in dem Haus wohnt. In vielen Fällen muss für solche Schadensersatz-Forderungen aber eine eigenständige Haus- oder Grundbesitzerhaftpflicht abgeschlossen werden. Hier hilft ein Beratungsgespräch, auch im Winter vor Schadensersatz geschützt zu sein. Wird das Auto von Schnee beschädigt, leistet die Vollkasko.

Es sind aufsehenerregende Zahlen, die die Versicherungswirtschaft zwischen den Jahren vorgelegt hat. Knapp 2,7 Milliarden Euro mussten die deutschen Versicherer demnach 2018 für Schäden durch Naturgefahren wie Sturm und Starkregen leisten. Ein Grund, weshalb sich sowohl Haus- und Wohnungsbesitzer als auch Industrieschaffende mit Naturgefahren beschäftigen sollten, wenn sie es nicht schon getan haben.

Wenn ein neues Jahr ansteht, ist das auch eine gute Gelegenheit, den eigenen Versicherungsschutz zu überprüfen. Ein wichtiges Thema hierbei sind Natur- und Elementargefahren, wie aktuelle Zahlen der Versicherungswirtschaft zeigen.

Schäden durch Naturgefahren verursachten den Versicherern demnach 2018 Kosten von 2,7 Milliarden Euro, so berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Eingerechnet wurden hierbei Sachschäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben. Autos sind hingegen noch nicht berücksichtigt, weil hier die Daten aktuell noch nicht vorliegen.

Gegenüber dem Vorjahr sind damit die Schadenskosten gestiegen. In 2017 hatte die Versicherungswirtschaft für Schäden durch Naturgefahren lediglich zwei Milliarden Euro leisten müssen. Dennoch war das abgelaufene Jahr keines, was mit Blick auf Naturgefahren besonders teuer gewesen ist. Der Schnitt der Kosten lag in den letzten fünfzehn Jahren bei 2,6 Milliarden Euro: und damit nur etwas niedriger.

Die aktuellen Zahlen sollten vor allem eines verdeutlichen: der Schutz des eigenen Hab und Gutes ist wichtig, weil viele Familien die entstehenden Kosten kaum aus eigener Tasche stemmen können. Ein zerstörtes oder stark beschädigtes Einfamilienhaus kann schnell hunderttausende Euro verschlingen, wenn es wieder aufgebaut werden muss. Gut, wenn man entsprechend versichert ist!

Eine Wohngebäudeversicherung kommt in der Regel für Sturmschäden am Haus auf, wenn der Sturm mindestens Windstärke 8 bzw. 63 Stundenkilometer erreichte. Vor allem der Sturm schlug 2018 besonders kostenintensiv zu. “2018 gehört zu den vier schwersten Sturmjahren der letzten 20 Jahre”, sagte der GDV-Präsident Wolfgang Weiler. So verursachte allein “Friederike” im Januar versicherte Kosten in Höhe von 900 Millionen Euro. Für beschädigte Möbel und Einrichtungs-Gegenstände zahlt der Hausratversicherer.

Darüber hinaus ist eine Elementarschadenversicherung für Hausbesitzer essentiell. Sie zahlt zum Beispiel, wenn der Keller voll Wasser läuft oder das Gemäuer eines Hauses durch Hochwasser beschädigt wird. Dank Starkregen kann das auch bei Immobilien passieren, die nicht an einem Fluss oder Gewässer liegen. Eine Wohngebäude-Police kommt für derartige Elementarschäden in der Regel nicht auf.

Auch Schneedruck, Erdrutsch und Lawinen-Schäden müssen über solch eine Elementar-Police extra versichert werden. Viele Versicherer bieten den Schutz als zusätzlichen Baustein zu einem Wohngebäude-Vertrag an, wenn auch gegen Aufpreis. Nur etwa 41 Prozent der deutschen Hausbesitzer haben aktuell auch einen Elementarschutz. Damit ist beinahe jedes sechste Haus unversichert.

Sturm und Hagel sind die Preistreiber bei Naturgefahren. Darauf macht aktuell die Versicherungswirtschaft aufmerksam. Insgesamt haben Naturgewalten im Jahr 2017 Versicherungsschäden in Höhe von 2,9 Milliarden Euro verursacht.

Die deutsche Versicherungswirtschaft musste im Jahr 2017 wieder mehr Geld für Schäden aus Naturgewalten erstatten. Insgesamt 2,9 Milliarden Euro zahlten die Versicherer an Geschädigte aus, so berichtet aktuell der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) in einem Pressetext. Eine stolze Summe, die gegenüber dem Jahr zuvor noch deutlich angewachsen ist: da waren “nur” 2,5 Milliarden Euro an Schäden zu beklagen.

Der Großteil der Schadensumme entfiel dabei auf Sturm und Hagel. Rund 2,6 Milliarden Euro und damit 90 Prozent der Schäden sind auf diese Ursachen zurückzuführen. Gut 300 Millionen Euro Schäden richteten zudem Starkregen und Hochwasser an.

Das Problem: einen Rundumschutz für das Haus haben aktuell nur 41 Prozent aller Hausbesitzer – damit ist nicht einmal jede zweite Immobilie geschützt. Zwar zahlt eine Wohngebäudeversicherung für Sturmschäden. Aber wenn Starkregen und Hochwasser wüten, dann muss eine extra Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden. Die Bedingungen hierfür klärt ein Beratungsgespräch.

Auch an Autos sind im Vorjahr massive Schäden entstanden. 860 Millionen Euro mussten die Kfz-Versicherer zahlen, weil Naturgefahren Fahrzeuge beschädigt haben. Wird mindestens Windstärke acht gemessen, zahlt bereits eine Teilkasko-Versicherung. Wenn der Sturm weniger intensiv war, springt hingegen in der Regel nur die Vollkasko ein. Teil- wie Vollkaskoversicherer zahlen aber gleichermaßen für Schäden am geparkten Auto, wenn herumfliegende Gegenstände wie Fassadenteile, Dachziegel oder Äste die Ursache waren.

Erneut zeigen aktuelle Zahlen, dass Starkregen eine zunehmende Bedrohung für deutsche Hausbesitzer bedeutet. Demnach hat der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft nun genaue Daten vorliegen, wie viel die Versicherer für die Sommerunwetter von 2016 zahlen mussten. Allein in zwei Gemeinden mit weniger als 10.000 Einwohnern entstand dabei ein zweistelliger Millionenschaden: im baden-württembergischen Braunsbach und im bayerischen Simbach am Inn.

Friederike, Gisela und Elvira heißen die Orkantiefe, die vor ziemlich genau zwei Jahren Deutschland heimgesucht haben. Auch wenn die Namen beinahe nett und fröhlich klingen, richteten die drei hierzulande immense Verwüstungen an. Allein für Schäden an Immobilien und Hausrat mussten die Versicherer demnach rund 700 Millionen Euro zahlen. Oft war es Starkregen in Verbindung mit daraus resultierenden Sturzfluten, die die Schäden verursacht haben.

Zum Sinnbild für die verheerende Wirkung der Sommerunwetter wurden dabei zwei kleine Gemeinden: Simbach am Inn in Bayern und Braunsbach in Baden-Württemberg. Durch die Medien gingen spektakuläre Smartphone-Aufnahmen, in denen zu sehen war, wie ganze Straßen zum Opfer einer gewaltigen Schlammlawine wurden. Es sind wirklich keine großen Orte, im Gegenteil: Braunsbach zählt weniger als 2.500 Einwohner, Simbach weniger als 10.000. Und dennoch mussten die Versicherer in beiden Orten insgesamt 70 Millionen Euro an Schadenssumme zahlen. Das zeigt, wie extrem teuer und zerstörerisch die Schäden waren.

Dabei besonders in Mitleidenschaft gezogen: Wohn- und Einfamilienhäuser. Allein in Simsbach wurden 223 Schäden an Wohngebäuden gemeldet, berichtet der GDV. Der Schaden pro Gebäude betrug im Schnitt 158.000 Euro pro Haus. Jeder kann sich ausrechnen, ob er einen solchen Verlust aus eigener Tasche hätte zahlen können, wenn es ihn selbst getroffen hätte.

Deshalb ist es wichtig, sein Eigenheim nicht nur mit einer Wohngebäudeversicherung abzusichern, sondern auch mit einem Elementarschutz. Nur ein solcher greift, wenn Starkregen oder Überschwemmungen das eigene Haus beschädigen. Und das Heimtückische: Starkregen tritt nicht nur in der Nähe von Gewässern auf, sondern überall in der Bundesrepublik und zu jeder Jahreszeit. Schwerpunkt sind sogar die Sommermonate. Wie man sich mit einer Elementarschadenversicherung schützen kann, klärt ein Beratungsgespräch!

Noch immer sind die meisten Hausbesitzer in Deutschland nicht gegen sogenannte Elementarschäden versichert. Nach aktuellen Erhebungen besitzen nur 41 Prozent der Immobilieneigner einen entsprechenden Schutz. Dabei kann ein Schaden am Haus das Portemonnaie derart belasten, dass sich eine Familie dauerhaft nicht davon erholt.

Nur 41 Prozent der deutschen Hausbesitzer haben ihr Hab und Gut gegen sogenannte Elementarschäden versichert. Damit sind noch immer sechs von zehn Häusern ohne entsprechenden Schutz. Das geht aus Zahlen hervor, die der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Freitag veröffentlicht hat.

Das Problem hierbei: Eine Wohngebäudeversicherung reicht nicht aus, um das Haus gegen Naturgefahren wie Überschwemmungen, Hochwasser, Erdrutsch oder Rückstau zu versichern. Hierfür ist ein Extraschutz notwendig: eben besagte Elementarschadenversicherung. Diese Police kann als eigenständiger Vertrag und als Zusatzbaustein abgeschlossen werden. Viele Hausbesitzer wissen dies nicht, weshalb die Bundesländer gemeinsam mit den Versicherern Informationskampagnen gestartet haben, um die Bürger aufzuklären.

Starkregen tritt immer häufiger auf

Wer jetzt aber sagt: “Ich habe doch ohnehin keinen Fluss oder ein anderes Gewässer in der Nähe meines Hauses. Weshalb sollte ich mich also gegen Elementarschäden versichern?”, der sollte zusätzlich gewarnt sein. Stichwort Starkregen: Laut einer Auswertung des Nachrichtenportals “Correctiv” haben heftige Niederschläge in den letzten zwei Jahrzehnten stark zugenommen.

Die Journalisten haben sich Daten von tausend Wetterstationen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) angeschaut. Das Ergebnis: Starkregen tritt nicht nur immer häufiger auf, sondern mittlerweile auch in der gesamten Bundesrepublik. Dies bedeutet, fast jeder Hausbesitzer kann davon betroffen sein.

Von Starkregen spricht man ab einer Niederschlagsmenge von 17 Millimetern pro Stunde, was stündlich 17 Litern pro Quadratmeter entspricht. Das ist aber nur der niedrigste Wert. Um hier ein Extrembeispiel zu nennen: am 28. Juli 2014 fielen in Münster innerhalb weniger Stunden 292 Liter pro Quadratmeter. Das ist, als würde man auf dieser kleinen Fläche in kurzer Zeit fast dreißig volle Wischeimer mit Wasser auskippen.

Auch die Großstädte sind keineswegs sicher. Am 29. Juni 2017 regnete es in Berlin-Tegel innerhalb von 24 Stunden fast 200 Liter pro Quadratmeter. Das ist fast ein Viertel der Niederschlagsmenge, die normalerweise innerhalb eines Jahres in Berlin gemessen wird. Wenn das Wasser dann nicht kontrolliert abfließen kann, überschwemmt es schnell Keller und staut sich am Fundament der Häuser. In Ausnahmefällen setzt sich gar eine Schlammlawine in Bewegung, die Geröll, Bäume und Autos mit sich reißt. So können an den Häusern massive Schäden entstehen.

Eine weitere Gefahr, die jede Immobilie treffen kann, sind im Winter eingedrückte Dächer als Folge von hohem Schneedruck. Experten des Deutschen Wetterdienstes gehen davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit von Starkregen in den kommenden Jahrzehnten um bis zu 50 Prozent zunehmen könnte. Und folglich auch die Notwendigkeit, sich privat abzusichern.

Nur 0,6 Prozent in der höchsten Gefährdungsklasse

Viele Hausbesitzer könnten jetzt einwenden: Ist meine Immobilie überhaupt gegen Elementargefahren versicherbar? Immer wieder hört und liest man, dass dies recht teuer sei und einige Häuser gar keinen Schutz bekommen, speziell in Hochwasser-Risikozonen. Hier verweist der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf die neuesten ZÜRS-Zahlen aus dem Oktober 2017. Das ist jenes Zonierungssystem, mit dem deutschlandweit Häuser nach ihrem Hochwasserrisiko benotet werden. Demnach sind nur 129.700 Häuser in Deutschland in die höchste Gefahrenklasse 4 eingeordnet und damit statistisch mindestens einmal in zehn Jahren von Hochwasser bedroht. Das sind nur 0,6 Prozent der bundesweit 21,4 Millionen registrierten Adressen.

Es lohnt sich also, zumindest einmal nachzufragen, ob die eigene Immobilie versicherbar ist. Zwischen den einzelnen Anbietern bestehen teils deutliche Unterschiede, was die Preise und Versicherbarkeit von Häusern betrifft. Der Schutz des eigenen Hauses ist keine Kleinigkeit. Bei den jüngsten Hochwässern und Überschwemmungen wurden einige Gebäude teils so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden mussten. Dabei können Kosten im sechsstelligen Bereich entstehen, wenn das Haus bis auf die Grundmauern neu aufgebaut werden muss.

Am 18. Januar fegte Orkan “Friederike” über Deutschland hinweg, deckte Dächer ab, legte den Verkehr lahm und kostete sogar acht Menschen das Leben. In einer ersten Schätzung ging der Versicherungsdachverband GDV von einem Schaden in Höhe von 500 Millionen Euro aus. Doch diese Schadenssumme musste der Verband nun deutlich nach oben korrigieren: Friederike war der zweitteuerste Wintersturm aller Zeiten!

Vor einer Woche hatte der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV), Dachverband der Versicherer, den Schaden durch Friederike für die Versicherer noch auf 500 Millionen Euro beziffert. Doch nun liegen dem Verband genauere Zahlen vor und er musste diese Summe deutlich nach oben korrigieren: 1 Milliarde Euro wird die Branche nun für die entstandenen Schäden zahlen müssen! Damit ist Friederike zweitteuerster Wintersturm aller Zeiten. Nur Kyrill war mit 2,06 Milliarden Euro noch teurer.

Orkan Friederike zeigte erneut, wie wichtig es ist, sein Hab- und Gut mit einer entsprechenden Versicherung abzusichern. Allein 900 Millionen Euro müssen die Versicherer demnach für Sachschäden zahlen – etwa Schäden am Haus. Hierfür ist es nicht nur sinnvoll, eine Wohngebäudeversicherung abzuschließen, die in der Regel für Sturmschäden ab Windstärke 8 zahlt. Ein zusätzlicher Elementarschaden-Baustein ist unerlässlich, wenn zum Beispiel infolge von Starkregen Wasser in den Keller dringt und das Gemäuer schädigt.

Schaden schnell melden!

Wer seinen Schaden bisher nicht gemeldet hat, sollte das schnellstens nachholen. In der Regel hat eine Schadensmeldung unverzüglich -also so schnell wie möglich!- zu erfolgen, damit der Versicherer den Schaden begutachten kann. Schon eine 14tägige Versäumnis führt dazu, dass die Gesellschaft ihre Leistung stark kürzen darf, wie unter anderem ein Urteil des Amtsgerichts Wuppertal zeigt (Az.: 39 C 557/06).

Wenn der Schaden gemeldet wurde, sollten Hausbesitzer konkret mit ihrem Versicherer absprechen, welche weiteren Schritte zu unternehmen sind. Das ist manchmal ein schwieriges Unterfangen. Einerseits dürfen die Schäden nicht einfach beseitigt bzw. repariert werden, wenn der Versicherer auf Begutachtung besteht. Eine vorschnelle Reparatur kann also zu Problemen mit dem Versicherer führen. Anderseits gibt es eine Pflicht zur Schadensminderung: Versicherungsnehmer müssen verhindern, dass der Schaden noch größer wird und Folgeschäden auftreten.

Das ist derzeit schwierig, wenn das Dach repariert werden muss. Laut einem Bericht von MDR aktuell sind nach dem Orkan Friederike in einigen Regionen so viele Schäden aufgetreten, dass die Dachdecker schlicht ausgebucht sind und bei kleineren Arbeiten zunächst nur eine provisorische Abdeckung übernehmen. In solch einem Fall sollte der Versicherer darüber in Kenntnis gesetzt werden – hierbei kann es helfen, sich das Bemühen um Hilfe von der Dachdeckerfirma schriftlich bestätigen zu lassen. Wichtig: Hausbesitzer sind nicht dazu verpflichtet selbst auf das Dach zu steigen! Besser auf professionelle Hilfe warten, bevor man noch selbst verunglückt.