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Kann ein gefoulter Fußballspieler Schmerzensgeld einklagen? Das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein (7 U 214/19) musste darüber befinden.

Fußball ist ein Kampfspiel, bei dem die teilnehmenden Spieler Verletzungen in Kauf nehmen, stellte der Bundesgerichtshof bereits 1974 fest (BGH VI ZR 100/73). Die von den Spielern gemeinsam in Kauf genommene Gefahr führt dazu, dass bei Verletzungen, die trotz Einhaltung der Spielregeln eingetreten sind, der Spieler von seiner etwaigen Haftung voll frei gestellt sein soll, so der Tenor der höchstrichterlichen Entscheidung.

Besondere Bedeutung kommt hierbei der Formulierung “trotz Einhaltung der Regeln” zu. Das zeigt vorliegender Fall, den das Oberlandesgericht Schleswig-Holstein (7 U 214/19) entscheiden musste.

Ein Amateur-Fußballer war bei einem Punktspiel so schwer verletzt worden, dass er insgesamt 14 Monate krankgeschrieben war. Der offene Bruch des Schienbeins musste mehrere Tage im Krankenhaus behandelt werden. Der Gefoulte begehrte nun Schadenersatz.

Die Richter am OLG Schleswig-Holstein mussten entscheiden und zogen die damals gültigen Fußballregeln zu Rate. Schließlich wird dort in Regel 12 ein grobes Foulspiel definiert: “Tacklings oder Angriffe, die eine Gefahr für den Gegner darstellen oder übermäßig hart oder brutal ausgeführt werden, sind als grobes Foul zu ahnden. Ein Spieler, der im Kampf um den Ball von vorne, von der Seite oder von hinten mit einem oder beiden Beinen in einen Gegner übermäßig hart hineinspringt oder die Gesundheit des Gegners gefährdet, begeht ein grobes Foul”.

Der Schiedsrichter der Partie ahndete das Foulspiel in der 8. Spielminute mit einer Roten Karte. In seinen 28 Jahren als Schiedsrichter habe er ein solches Foulspiel noch nicht erlebt. Der Beklagte sei von vorn, beide Beine gestreckt und mit offener Sohle, in seinen Gegenspieler hineingesprungen. Diese Version wurde auch von weiteren Zeugen bestätigt.

Das Verhalten des Beklagten könne auch nicht durch Spieleifer, Unüberlegtheit, technisches Unvermögen oder Müdigkeit erklärt werden, führte das Gericht weiter aus. Für das durch den Beklagten zu schützende Tor bestand in der konkreten Spielsituation keine Gefahr; ganz im Gegenteil war der Kläger dabei, den Ball im Bereich des Mittelkreises quer bzw. zurück in die eigene Hälfte zu spielen. Der Kläger musste in der konkreten Situation weder mit einem Tackling rechnen, noch bestand für ihn die Möglichkeit, dieses zu vermeiden, denn der Beklagte kam aus seiner Sicht seitlich bzw. von hinten.

Die Richter am OLG Schleswig-Holstein verurteilten den Beklagten zur Zahlung von 7.500 Euro Schmerzensgeld nebst Zinsen. Er muss auch die Kosten des Rechtsstreits über beide Instanzen tragen.

Wenn wichtige Fußballspiele bei der Weltmeisterschaft stattfinden – kann man dann vom Chef verlangen, doch das Spiel gucken zu dürfen? Die Antwort lautet leider “nein”. Aber vielleicht kann man sich mit Kollegen zusammenschließen, um mit dem Arbeitgeber einen Deal zu vereinbaren.

Es ist ärgerlich: Viele wichtige Spiele zur Fußballweltmeisterschaft finden statt, wenn die meisten Menschen noch arbeiten. So auch am Mittwoch, wenn Deutschland auf Südkorea trifft denn Anpfiff ist 16:00 Uhr. So manchem Fan blutet da das Herz, weil er ein wichtiges Spiel verpasst.

Doch darf man bei so wichtigen Spielen auf Arbeit fehlen? Die Frage ist eher natürlicher Art, denn natürlich lautet die Antwort: “Nein!”. Es gibt keinerlei Anspruch, dann die Arbeit unterbrechen zu dürfen. Hier müssen Arbeitnehmer auf die Kulanz ihres Chefs hoffen. Dabei können sich auch mehrere Kollegen zusammenschließen und ihrem Chef anbieten, die Arbeit zu anderer Zeit nachzuholen oder sie nachzuarbeiten. Gut, wenn man da Gleitzeiten nutzen darf!

Fest steht: Auch wenn der Arbeitgeber diese Pause genehmigt und die Kollegen gemeinsam die Nationalmannschaft anfeuern, wird während des Fußballschauens im Büro der gesetzliche Unfallschutz nicht greifen. Dies wird als Freizeitaktivität gewertet, da sie in keinem direkten Bezug zur Arbeit steht: Hierfür zahlt nur die private Unfallversicherung.

Trotzdem gibt es zu derart wichtigen Turnieren Ausnahmeregeln, von denen weltmeisterliche Fans profitieren. Beispiel Lärmschutz: Vor und nach den Spielen ist mehr Lärm erlaubt, als normalerweise gestattet ist. Viele Kommunen haben Ausnahmeregeln erlassen, damit die Fans angemessen feiern können. Das hat auch die Bundesregierung mit einer entsprechenden Verordnung gestattet.

Vorsicht ist übrigens bei den beliebten Fan-Fähnchen angebracht, die man an der Außenseite des Autos befestigt. Diese halten nur bis 60 km/h problemlos Stand, so informiert der TÜV Rheinland in einer Pressemeldung. Und das bedeutet: Wenn sie jemand anderen gefährden oder Ursache für einen Unfall sind, kann es – abhängig vom Einzelfall – zu Problemen kommen. Denn eine TÜV-Genehmigung haben sie in der Regel nicht. Achtung! Falsch angebracht, können die Fanartikel sogar die Sensoren für Einparkhilfe behindern. Und plötzlich knallt es, obwohl man noch gar keinen Piepton gehört hat.

Derzeit spielen wieder 32 Teams um den wohl begehrtesten Pokal der Welt: den FIFA-WM-Pokal. Anlass für den Versicherungsdachverband GDV, einmal draufzuschauen, wie dieser Pokal eigentlich versichert ist. Aber natürlich hält die Versicherungsbranche auch Schutz für kleinere Sport-Events bereit.

Fest steht: Wohl kein sportliches Großereignis könnte stattfinden, wenn sich die zahlreichen Risiken nicht irgendwie versichern ließen. Dafür ist die Gefahr von finanziellen Verlusten einfach zu groß. Die Versicherer springen zum Beispiel ein, wenn ein Spiel abgesagt oder verschoben werden muss. Oder, wenn Fans bei einem solchen Ereignis zu Schaden kommen. Auch Naturgefahren während der WM und technische Ausfälle sind versichert. Der Fußballweltverband FIFA soll bei dem Turnier vor vier Jahren in Brasilien allein eine Summe von 900 Millionen Euro vereinbart haben, falls das Turnier verschoben werden muss, so berichtet die “Welt”.

Wertvoller Pokal – gegen Diebstahl versichert

Die aktuelle Fußballweltmeisterschaft in Russland nimmt der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) nun zum Anlass, darüber zu informieren, wie eigentlich die begehrte Trophäe versichert ist. Also der FIFA-WM-Pokal im Original. Seit 1974 ist die aktuelle Version im Einsatz, was bedeutet, dass deutsche Spieler ihn zuerst in die Höhe recken durften. Schon der materielle Wert der Trophäe ist immens. Aus 18 Karat Gold geschmiedet, bringt der nur 37 Zentimeter große Pokal fast fünf Kilo auf die Waage. Der Sockel ist darüber hinaus mit rasengrünen Halb-Edelsteinen besetzt.

Doch mehr noch als der materielle Wert wiegt natürlich der ideelle. Denn es gibt tatsächlich nur einen einzigen Originalpokal, der in der FIFA-Zentrale in Zürich aufbewahrt wird. Die jeweiligen Weltmeister müssen mit einer Bronzekopie Vorlieb nehmen, so berichtet der GDV. Deshalb ist der Originalpokal mit der symbolischen Summe von 230.000 Euro abgesichert, etwa gegen Diebstahl oder Beschädigung, was knapp 198.500 Euro entsprechen würde.

Der Vorgängerpokal verschwand und tauchte nicht wieder auf

Natürlich hätten es die Diebe äußerst schwer, ein solches Unikat, das gestohlen wurde, auf dem Weltmarkt zu verkaufen. Umso verwunderlicher ist es, dass es solche Vorfälle bereits gegeben hat. Coupe Jules Rimet hieß der Vorgänger des jetzigen WM-Pokals: und der fiel sogar zweimal in die Hände von Dieben. Vor der Weltmeisterschaft 1966 tauchte er plötzlich wieder auf, nachdem er aus einer Ausstellung entwendet wurde – weil die Diebe wohl wenig damit anfangen konnten. Ein Hund fand den Pokal in einem Londoner Vorgarten. Doch 1983 verschwand er erneut, nachdem der Pokal dem dreimaligen Weltmeister Brasilien übergeben wurde. Er blieb unauffindbar – sehr wahrscheinlich haben die Diebe ihn eingeschmolzen.

Also ist es gut zu wissen, dass selbst die WM-Trophäe abgesichert ist. Aber natürlich bieten die Versicherer nicht nur Schutz für derart teure Ereignisse und Pokale. Auch wer selbst eine öffentliche Veranstaltung plant, kann und sollte diese ausreichend absichern. Die wichtigste Police ist hierbei eine Veranstalter-Haftpflicht. Denn wer eine öffentliche Festivität veranstaltet, der haftet für Schäden, die während des Events und durch das eigene Verschulden entstehen. Das gilt übrigens auch, wenn es sich um eine Veranstaltung im privaten Rahmen handelt. Hierfür muss kein langfristiger Vertrag abgeschlossen werden: Die Assekuranzen bieten auch die Option, einzelne Feste abzusichern. Ein Beratungsgespräch kann weitere Details klären!

Die Deutschen sind im Fußballfieber! In wenigen Tagen startet die Fußballweltmeisterschaft – und viele hoffen auf eine erfolgreiche Titelverteidigung. Ein Schweizer Versicherer nimmt das aber aktuell zum Anlass, vor den Gefahren des Sports zu warnen. Denn bei keiner anderen Sportart gibt es absolut gesehen so viele Sportunfälle, gerade bei Amateuren.

Keine Frage: Fußball macht Spaß und ist die beliebteste Sportart in Europa. Allein in Deutschland sind mehr als 7 Millionen Männer und Frauen in einem Fußballverein aktiv, so berichtet der DFB. Und 157.313 Mannschaften kicken regelmäßig hierzulande, ob als Amateure oder Profis. Kein anderer Sport hat so eine Popularität.

Doch auf dem Rasen ist das Verletzungsrisiko auch immer mit dabei. Das zeigt erneut eine Studie der Schweizer Baloise-Gruppe. Und auch, wenn sich die Daten auf die Schweiz beziehen, sind sie auch für Deutschland aufschlussreich. Denn Fußball ist nicht nur der populärste Sport – sondern auch jener, bei denen die meisten Verletzungen zu beklagen sind.

Allein in der Schweiz verunfallen demnach pro Jahr 45.000 Personen bei der Jagd nach Toren so schwer, dass sie Leistungen einer Unfallversicherung erhalten. Und das bedeutet oft eben auch, dass man im Job nicht aktiv sein kann. Die durchschnittliche Fehlzeit bzw. Arbeitsunfähigkeit nach einem Unfall beim Fußball beträgt stolze 32 Tage. Man fällt also länger als sechs Wochen im Beruf aus! Am häufigsten treten dabei zu je 25 Prozent Verletzungen am Knie und an den Gelenken auf.

In Deutschland dürften die Zahlen ähnlich aussehen – und sogar deutlich höher liegen als bei den eidgenössischen Nachbarn. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat vor rund zwei Jahren Daten der privaten Unfallversicherer ausgewertet und festgestellt, dass jede dritte Sportverletzung beim Fußball auftritt. Hier sei eine unglaubliche Zahl genannt: 1,2 Millionen Sportunfälle treten laut Robert-Koch-Institut pro Jahr in Deutschland auf. Aber davon sollte man sich nicht verunsichern lassen. Der überwiegende Teil endet glimpflich – nur wenige Verletzungen sind schwer oder haben gar eine dauerhafte Beeinträchtigung als Folge.

Dennoch: Wenn etwas passiert, sollte man abgesichert sein. Und hier sei daran erinnert, dass die gesetzliche Unfallversicherung nicht für Unfälle in der Freizeit aufkommt. Eine private Unfall- oder Invaliditätsversicherung muss also her, um Schutz vor den finanziellen Folgen einer Verletzung beim Fußball zu genießen. Die Unfallversicherung sollte auch für sogenannte Eigenbewegungen aufkommen. Nur dann zahlt sie auch, wenn sich der Fußballer ohne Fremdeinwirkung des Gegners verletzt, etwa weil er mit dem Fuß umknickt.

Auch Profi-Fußballer sorgen vor! Immer mehr Profis schließen eine Invaliditäts- oder Krankentagegeldversicherung ab. Das ist auch für Freizeitsportler zu empfehlen. Denn Hobbyfußballer können sich im Gegensatz zu Bundesliga-Profis nicht auf die gesetzliche Unfallversicherung verlassen, wenn das Kreuzband reißt oder eine andere schwere Verletzung eintritt.

Das Warten aller Fußballfans hat ein Ende: Soeben ist die Bundesliga in die neue Saison gestartet. Und gleich kam es zu einem kuriosen, wenn auch tragischen Vorfall. Der Fußballprofi Nicolai Müller vom Hamburger Sportverein hatte keine lange Freude an seinem Torjubel nach dem entscheidenden 1:0 Siegtor im Heimspiel gegen den FC Augsburg. Denn er verletzte sich bei seinem Torjubel so schwer, dass er nun sieben Monate ausfallen wird. Beim Versuch, eine doppelte Pirouette zu drehen, blieb er im Rasen hängen: Nun ist sein vorderes Kreuzband gerissen.

Doch Nicolai Müller hatte doppelt Glück in Unglück: Zumindest, wenn man seine finanzielle Situation betrachtet. Wie die “Hamburger Abendzeitung” berichtet, wird sein Unfall beim Torjubel als Arbeitsunfall gewertet. Das heißt, der HSV zahlt dem Fußballprofi noch sechs Wochen sein Gehalt: Dann springt die Gesetzliche Unfallversicherung (VBG) ein. Sein Jahresgehalt von geschätzt 2,1 Millionen Euro kann die Unfallkasse freilich nicht auffangen. Sie zahlt maximal 6.400 Euro im Monat.

Auch Fußballprofis sorgen privat vor!

Darüber hinaus hat Nicolai Müller eine private Zusatzversicherung gegen Invalidität abgeschlossen, berichtet das Hamburger Boulevardblatt. Denn auch die Fußballprofis wissen um die Notwendigkeit einer zusätzlichen Absicherung. Natürlich haben die Stars der Liga einen Schutz, der nur indirekt mit den “normalen” Verträgen für Privatkunden vergleichbar ist. Es handelt sich um spezielle Sportversicherungen, die über Spezialmakler vertrieben werden und auf ihre Ansprüche zugeschnitten sind.

Aufgrund der hohen Summen, bei denen es im Fußball-Business geht, sind gut verdienende Fußballprofis in der Regel über Lloyds of London versichert. Das ist eine Art Versicherungsmarkt in der britischen Metropole, bei dem sich mehrere Versicherer zusammenschließen können, um ein Risiko gemeinsam zu tragen. Das empfiehlt sich immer dann, wenn ein möglicher Schaden so hohe Kosten erzeugen würde, dass ihn eine Versicherung allein schwer stemmen kann: etwa, wenn Sportveranstaltungen wie Fußballweltmeisterschaften gegen Terrorrisiken versichert werden sollen. Oder eben bei der Versicherung von Fußballstars.

Wer zahlt, wenn beim Sport was passiert?

Im Gegensatz zu einem Profi wie Nicolai Müller können Freizeitsportler nicht auf die Hilfe der gesetzlichen Unfallversicherung zählen, wenn sie sich beim Sport verletzen. Kein Wunder, zahlt diese doch nur, wenn der Unfall auf Arbeit passiert oder dem direkten Weg dorthin. Und so empfiehlt sich auch für Kreisliga- und Hobbykicker unbedingt, dem Vorbild der Profis zu folgen und zusätzlich privat vorzusorgen. Gerade der Fußball ist als Lieblingssport der Deutschen leider sehr verletzungsintensiv: Pro Jahr verletzen sich 350.000 Menschen, wenn auch meist glimpflich.

In der Regel zahlt eine private Unfallversicherung für Verletzungen beim Fußball. Allerdings gibt es dabei auch Hürden. Laut Definition vieler Verträge liegt ein Unfall nur dann vor, wenn “ein plötzlich von außen auf den Körper wirkendes Ereignis unfreiwillig zu einem Körperschaden führt”. Wer ohne Fremdeinwirkung mit dem Fuß umknickt und sich einen komplizierten Bruch zuzieht, droht leer auszugehen, wenn nicht auch Eigenbewegungen mitversichert sind. Auf diese Leistung gilt es folglich in den Vertragsbedingungen zu achten.

Auch eine Krankentagegeldversicherung kann bei einer Sportverletzung weiterhelfen. Sie ersetzt den Lohnausfall, wenn man aufgrund einer Verletzung oder Krankheit längere Zeit im Job fehlen muss: Gerade für Selbstständige kann eine solche Vorsorge Gold wert sein. Eine Berufsunfähigkeits- oder Invaliditätsversicherung kann darüber hinaus helfen, wenn es im Job gar nicht mehr weitergeht. Hier gilt das Motto: Vorsorge betreiben wie ein Profi!

Viele Vereine haben eine Vereinshaftpflichtversicherung für ihre Organe abgeschlossen. Doch darüber hinaus lohnt es sich, auch über eine Vermögensschaden- und D&O-Haftpflicht nachzudenken oder über ein entsprechendes Kombi-Produkt, das alle drei Sparten miteinander verbindet. Denn die Vereinshaftpflicht hat Lücken, die für die Betroffenen teuer werden können.

Vereine sind aus dem Leben vieler Bundesbürger nicht mehr wegzudenken. Sei es der Sportverein, Kulturverein oder ein Verein zu karitativen Zwecken: sie sind ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Miteinanders. Sie bringen Menschen zusammen und ermöglichen einen Austausch zwischen Gleichgesinnten. Nicht umsonst ist das Substantiv aus dem Verb „vereinen“ hervorgegangen, was bekanntlich ein Synonym für „zusammenbringen“ ist.

Dass viele Vereine eine Vereinshaftpflicht für ihre Mitglieder abschließen, ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit. Schließlich muss jede für einen Verein tätige Person, ob ehrenamtlich oder fest angestellt, Schäden ersetzen, die sie Dritten zufügt (§ 823 BGB). Darüber hinaus empfiehlt es sich, über zwei weitere Arten von Haftpflicht-Policen nachzudenken, die ebenfalls hohe Schadenforderungen abwenden können: sowohl für den Verein als auch die betroffene Privatperson.

Vermögensschaden- und D&O-Haftpflichtversicherung

Eine sogenannte Vermögensschadenhaftpflichtversicherung empfiehlt sich deshalb, weil eine „reine“ Vereinshaftpflicht oft keine Vermögensschäden absichert, die durch schuldhafte Pflichtverletzungen entstehen. Sondern nur Personen- oder Sachschäden. Aber auch Vermögensschäden können einen Verein an den Rand des Ruins bringen. Hierfür zwei Beispiele: eine Mitarbeiterin gerät privat in die Schuldenfalle und veruntreut Vermögen des Vereins. Oder ein Mitglied vergisst, Fördermittel rechtzeitig zu beantragen, so dass bestimmte Projekte vor dem Aus stehen. In beiden Fällen würde eine Vermögensschaden-Police, abhängig vom Vertrag, für den entstandenen Schaden aufkommen.

Allerdings sichert die Vermögensschaden-Haftpflicht nur das Vermögens des Vereins und nicht das Privatvermögen der beteiligten Personen. Hierfür ist eine eigene Versicherung notwendig: die sogenannte D&O-Haftpflichtversicherung. „D&O“ steht für „Directors and Officers“, handelt es sich doch um Verträge, die ursprünglich aus dem angloamerikanischen Raum stammen. Eine weitere geläufige Bezeichnung ist „Managerversicherung“, wobei sich auch andere Organe eines Vereins mit einer solchen Police versichern können. Hierbei gilt es zu bedenken, dass Vereinsorgane gesamtschuldnerisch und unbeschränkt mit ihrem vollen Privatvermögen für Schäden haften, die sie während ihrer Vereinsarbeit verursachen.

Am fehlenden Versicherungsschutz soll es jedenfalls nicht liegen, dass sich Menschen im Verein engagieren können. Auch für Vereine mit kleinem Geldbeutel gibt es den passenden Schutz. Auf dem Markt sind überdies „Kombi-Produkte“ erhältlich, die Elemente aus der Vereins-, Vermögens- und D&O-Versicherung miteinander verknüpfen und im Paket oft etwas billiger sind. Ein Beratungsgespräch klärt, welche weiteren Policen für Vereine infrage kommen!

Die deutschen Senioren sind so aktiv wie nie! Jeder fünfte Bundesbürger der Generation Ü60 ist noch im Verein aktiv, wie der Gesamtverband der Versicherungswirtschaft (GDV) in einer Pressemeldung berichtet. Damit ist der Anteil der Vereinssportler in dieser Altersgruppe sei 2001 um ein Drittel gestiegen. Eine Unfallversicherung schafft finanzielle Sicherheit, wenn man doch einmal eine schwerwiegende Verletzung erleidet.

Mittlerweile treiben stolze 4,2 Millionen Menschen, die ihren 60. Geburtstag bereits feiern durften, noch aktiv Sport im Verein, so meldet der Versicherungsdachverband. Speziell in den letzten Jahren ist die Zahl der rüstigen Sportler stark angestiegen – um 52 Prozent seit 2001. Für Professor Ingo Froböse von der Deutschen Sporthochschule Köln ist dieser Zuwachs Ausdruck eines Bewusstseinswandels. „Die heutige Generation – die meisten jedenfalls – weiß, dass sie was tun muss. Die Älteren sind aktiver und dementsprechend auch gesünder, weil sie eine längere, höhere Lebensqualität auch genießen wollen“, erklärt der Sportwissenschaftler.

Männer oft doppelt so aktiv wie Frauen

Hinsichtlich der Geschlechter gibt es bei den sporttreibenden Senioren deutliche Unterschiede. So ist zum Beispiel in Hamburg der Anteil der älteren Männer, die Mitglied eines Sportvereins sind, doppelt so hoch wie bei den Frauen. Freilich ist anzunehmen, dass viele Ältere auch ohne Mitgliedschaft im Verein regelmäßig Sport treiben. Und das ist eine Sache, die sich unbedingt lohnt: Sport fördert die Gesundheit und ein langes Leben. „Es gibt viele Menschen, die mit 60 heutzutage fitter sind als die inaktiven 30-Jährigen“, sagt Froböse.

Unfallversicherung – Schutz bei Sportunfällen

Bei sportlichen Aktivitäten stellt sich auch die Frage nach dem passenden Unfallschutz. Sportverletzungen heilen im Alter oft langsamer und erfordern eine längere Rehabilitation, weil der Körper eben doch nicht mehr der jüngste ist. Viele Unfallversicherer haben sich mit Tarifen speziell für Senioren auf die sich wandelnden Anforderungen eingestellt. Sei es eine Sofortleistung bei Oberschenkelhalsbruch, ein Essenservice nach schwerer Verletzung oder die Betreuung der Haustiere – so mancher Unfalltarif bietet ein Plus, von dem ältere Versicherungsnehmer profitieren.

Aber aufgepasst! Im Unfallversicherungs-Vertrag sollte speziell bei Seniorentarifen nachgelesen werden, ob die ausgeübte Sportart nicht explizit ausgeschlossen ist. So bieten manche Verträge etwa keinen Schutz fürs Reiten. Andere Versicherer wiederum legen ein sehr niedriges Höchsteintrittsalter fest, so dass Kunden mit einem Alter von mehr als 75 Jahren gar nicht erst angenommen werden. Diesbezüglich klärt ein Beratungsgespräch, welche Police sich empfiehlt.

Sind Eigenbewegungen im Schutz inbegriffen?

Eine Leistung, auf die es sich zu achten lohnt, ist der Schutz bei Eigenbewegungen. Denn der Unfallbegriff setzt voraus, dass ein „plötzliches Ereignis von außen“ den Schaden verursacht. Wenn also eine Joggerin beim Laufen ohne Fremdeinwirkung umknickt, ohne dass eine äußerliche Ursache hierfür ausgemacht werden kann, geht sie leer aus, wenn nicht auch Eigenschäden laut Vertrag versichert sind (vgl. Kammerbericht Berlin, Urteil vom 30. Mai 2014, 6 U 54/14).

Ob Fußball, Basketball oder Handball: Auch in den unteren Ligen wird regelmäßig um Punkte gekämpft. Viele Vertragsamateure erhalten eine Aufwandsentschädigung, wenn sie am Wochenende zu Punktspielen fahren. Aber müssen Vertragsamateure eigentlich nach dem Mindestlohn bezahlt werden? Sportclubs könnte das an den Rand des Ruins bringen.

Die gute Nachricht für alle Sportvereine mit kleinem Budget: Vertragsamateure unterliegen nicht dem Mindestlohngesetz. Das hat Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) am Montag in Gesprächen mit Vertretern des Deutschen Sportbundes (DOSB) und des Deutschen Fußballbundes (DFB) klargestellt, wie die Stuttgarter Zeitung berichtet.

Allein im Amateurfußball gibt es bundesweit 8.800 solche Spieler. Auch wenn sie den Sprung in die Profiligen nicht geschafft haben, können sie für ihren Verein wichtige Leistungsträger sein. Sie erhalten für ihren Einsatz Aufwandsentschädigungen, damit sie nicht zu einem anderen Club wechseln. Es gebe jetzt „etwas mehr Rechtssicherheit“, kommentierte DOSB-Präsident Alfons Hörmann die Einigung.

Auch Ehrenamtliche sollen keinen Mindestlohn bekommen müssen

Wichtig für den Amateursport sind auch die vielen Ehrenamtlichen in den Vereinen. Würden sie nicht einen Teil ihrer Freizeit opfern, um als Trainer, Platzwart oder Kassenwart tätig zu sein, kein Ball könnte rollen und kein Leichtathlet seine Bahnen sprinten. Auch die Bundesregierung weiß um die große Bedeutung der freiwilligen Helfer. Deshalb gilt: Für ehrenamtlichen Einsatz müssen die Vereine keinen Mindestlohn zahlen. Die strengen Dokumentationspflichten entfallen ebenfalls.

Anders sieht die Sache aus, wenn die Mitarbeiter von Sportvereinen hauptamtlich tätig sind. Dann wird auch eine Entlohnung von mindestens 8,50 Euro pro Stunde zur Pflicht. Das Problem: Nicht immer sind Haupt- und Ehrenamt transparent voneinander zu scheiden. Hier sollen zukünftig Unsicherheiten ausgeräumt werden, kündigte Andrea Nahles an. Eine Rechtsschutzversicherung kann helfen, sich gegen juristische Fallstricke zu schützen.

Endlich ist es soweit: in wenigen Tagen wird die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien angepfiffen. Viele Fans werden dann wieder schwarz-rot-goldene Flaggen an ihrem Auto befestigen, um die deutsche Nationalmannschaft zu unterstützen. Aber Vorsicht: Fan-Flaggen am PKW gefährden unter Umständen den Schutz durch die Kfz-Versicherung!

Wenn Jogi und seine Jungs in Brasilien den vierten Weltmeistertitel für Deutschland anstreben, wollen auch die Fans hierzulande ihre Unterstützung zeigen. Deshalb werden wieder viele Autofahrer kleine schwarz-rot-goldene Fähnchen am Auto befestigen. Ob an den Seitenscheiben angebracht oder quer über die Motorhaube gespannt, erfreuen sich die Autofahnen bei Fußballfans großer Beliebtheit.

Fan-Flaggen am Auto ungeeignet für hohe Geschwindigkeiten

Ganz ungefährlich ist die Sache allerdings nicht. Denn für hohe Geschwindigkeiten sind die instabilen Plastikstiele der Fahnen nicht ausgelegt, wie eine Versicherung warnt. Vor Autobahnfahrten sollten die Fan-Fähnchen deshalb unbedingt vom Auto entfernt werden. Wer ansonsten nicht auf die Flaggen verzichten will, der muss dafür Sorge tragen, dass sie sicher am Fahrzeug befestigt sind und die Sicht des Fahrers nicht behindern.

Aber Vorsicht: Bricht die Fahne während der Fahrt ab und verursacht einen Schaden, haftet in der Regel der Fahrer des beflaggten Fahrzeuges. Die Kfz-Haftpflichtversicherung kann hingegen eine Leistung verweigern, weil ein solches Fähnchen kein zugelassenes Anbauteil für das Fahrzeug darstellt.

Besonders kritisch ist ein solcher Schaden dann, wenn eine fremde Person durch das Accessoire verletzt wird. Sollte der Geschädigte einen bleibenden Schaden davontragen, summieren sich die finanziellen Forderungen schnell auf einen sechs- bis siebenstelligen Betrag. Dann muss der Fahrer etwa für Schmerzensgeld, lebenslange Behandlungskosten und den Verdienstausfall aufkommen. Deshalb gilt: auch im WM-Fieber ist Verkehrssicherheit unbedingt Pflicht!

Samba olé! In Deutschland herrscht bereits Vorfreude auf die Fußballweltmeisterschaft in Brasilien. Ab dem 12. Juni rollt der Ball – dann wird es in deutschen Städten wieder heiß hergehen, wenn sich die Fans zum Public Viewing einfinden und so mancher Autokorso seine Runden dreht.

Nur die Hausratversicherer schauen dem Ereignis mit gemischten Gefühlen entgegen. Wie die Tageszeitung „Welt“ berichtet, steigen vor derartigen Turnieren auch die Schadensfälle zu Hause deutlich an. So mancher Flachbildfernseher fällt unerwartet von der Wand oder ein Wasserschaden sorgt dafür, dass ein neues TV-Gerät her muss. Auch bei Smartphones werden deutlich mehr Schäden gemeldet.

Mehr Versicherungsbetrug vor großen Turnieren

Diese Häufung an Schäden hat nicht etwa damit zu tun, dass Elektrogeräte sensibel auf die Vorfreude von Fußballfans reagieren: ein Zusammenhang zwischen WM-Euphorie und technischen Defekten konnte bisher nicht nachgewiesen werden. Oft handelt es sich um Versicherungsbetrug, weil so mancher Fußballbegeisterte das Turnier lieber auf einem neuen Gerät verfolgt statt auf der alten Flimmerkiste.

Manche kommen da auf die Idee, das Budget mit der Schadenszahlung aus der Hausratversicherung aufzubessern. Nach Schätzungen des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) kosten alle Fälle von Versicherungsbetrug zusammengerechnet die Branche rund vier Milliarden Euro im Jahr.

Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt!

Aber Vorsicht: Versicherungsbetrug ist kein Kavaliersdelikt! Und die Anbieter sind für das Problem sensibilisiert, können sie doch die Zunahme an Schadensmeldungen anhand eigener Statistiken beobachten. Viele Versicherungen verfolgen eine Null-Toleranz-Politik selbst bei Bagatellfällen und werden den Schaden von einem Sachverständigen überprüfen lassen.

Die Konsequenzen für Übeltäter können bitter sein. Nicht nur verweigert die Versicherung die Schadenszahlung, wenn sie einen Verdacht schöpft – sie wird den Betrug auch juristisch ahnden und eine Strafanzeige stellen. Versicherungsbetrug wird dabei ähnlich streng geahndet wie Schwarzfahren oder Steuerbetrug. Im schlimmsten Fall muss der Ertappte zusätzlich die Sachverständigenkosten erstatten, die in der Regel zwischen 5.000 und 10.000 Euro betragen. Hier gilt: Ehrlichkeit ist Pflicht!

Schadensfälle gut dokumentieren

Aber natürlich kann es passieren, dass tatsächlich der Fernseher vor der WM kaputtgeht. Um dann als ehrlicher Kunde nicht des Betruges verdächtigt zu werden, ist es wichtig den Schaden genau zu dokumentieren. Fotoaufnahmen und Zeugen können dabei sehr wertvoll sein.

Wenn der Sachbearbeiter bei der Versicherung misstrauisch erscheint, sollten Kunden, die sich im Recht wähnen, hartnäckig bleiben. Manchmal wird einfach probiert, ob eine Verweigerung klappt – doch vor Gericht müssen die Versicherungen einen Betrug nachweisen. Der Abschluss einer Rechtsschutzversicherung bietet Sicherheit für eventuelle Rechtsstreitigkeiten.