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Das Sparmotiv ‘Kapitalanlage’ verzeichnet einen deutlichen Bedeutungsgewinn, so eine Umfrage. Wichtiger sind den Deutschen aber andere Gründe, um Geld zu sparen.

Warum sparen Deutsche Geld? Dieser Frage geht der Verband der Privaten Bausparkassen mit regelmäßigen Umfragen nach. Die Ergebnisse der jüngsten Frühlingsumfrage zeigen, dass das Sparmotiv ‘Kapitalanlage’ an die bisherigen Top-Sparmotive herangerückt ist. Aus Sicht der Befragten ist immer noch ‘Altersvorsorge’ der wichtigste Grund, um Geld zu sparen. Im Vergleich zu den Herbstergebnissen der Umfrage, verzeichnet dieses Sparmotiv sogar leichte Zuwächse (von 56,1 auf 57,2 Prozent).

Auch das zweit-häufigste Sparmotiv verzeichnet Zuwächse – sogar um staatlich 5 Prozentpunkte auf nun 45,4 Prozent. Es handelt sich dabei um ‘Konsum’. Darunter verstehen die Studienautoren das Sparen für größere Anschaffungen. Das “Wohneigentum” erreichte mit 41,8 Prozent nach 41,5 Prozent zuvor erneut den schon klassischen 3. Platz.

Doch das Sparmotiv ‘Kapitalanlage’ ist der größte Gewinner der Frühlingsumfrage. Dieses Sparmotiv kommt auf 40,3 Prozent. Im Herbst waren es erst 26,9 Prozent. Ein Wert von über 40 Prozent wurde zuletzt im März 2008 erreicht – ein halbes Jahr vor dem Zusammenbruch der US-amerikanischen Großbank Lehmann Brothers, der den Höhepunkt der damaligen weltweiten Finanzkrise markierte. In den letzten zehn Jahren lag der Wert immer unter 35 Prozent.
Das Sparmotiv “Notgroschen” nennen unverändert 3,6 Prozent. “Ausbildung der Kinder” kommt auf 2,4 nach 2,8 Prozent.

Über die Studie: Das Meinungsforschungsinstitut Kantar befragte dazu im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen zum 80. Mal mehr als 2.000 Personen ab 14 Jahren.

Die Finanzlandschaft im Wandel: Wo Anleger 2024 ihr Geld anlegen, zeiht eine jährlichen Umfrage zum Sparverhalten der Bundesbürger.

Wie legen Bundesbürger bevorzugt ihr Geld an? Das lässt der Verband der Privaten Bausparkassen jährlich vom Kantar mittels Umfrage herausfinden. Dafür wurden mehr als 2.000 Personen im Alter über 14 Jahren befragt.

Das Girokonto führt 2024 mit 41 Prozent wieder die Liste an und hat gegenüber 2023 um drei Prozentpunkte zugelegt. Unverändert auf Platz 2 steht das Sparbuch. 35 Prozent legen darauf ihr Geld an – nach 33 Prozent im Vorjahr. Auf Platz 3 mit 28 Prozent stehen kurzfristige Geldanlagen wie Tagesgeldkonten, Festgeldkonten und Termingelder. Das ist ein Zuwachs von acht Prozentpunkten im Vergleich zu 2023, als sie erst Platz 7 einnahmen.

Auf Platz 4 folgen erneut Renten- und Kapitallebensversicherungen mit 27 Prozent nach zuvor 24 Prozent. Von 22 auf 27 Prozent verbesserten sich die Investmentfonds und erreichten damit ebenfalls Platz 4.
Platz 5 belegen gemeinsam Aktien und Immobilien mit je 23 Prozent. Dabei verzeichneten die Aktien ein Plus von drei Prozentpunkten, während die Immobilien zwei Prozentpunkte verloren.
Beim Bausparvertrag zeigt sich mit jetzt 22 Prozent nach zuvor 23 Prozent eine stabile Entwicklung. Wichtiger als der Zins in der Ansparphase ist hier der damit verknüpfte niedrige Darlehenszins. Die Riester-Rente kommt 2024 auf 20 Prozent nach 17 Prozent 2023. Auf dem letzten Platz liegen weiterhin Festverzinsliche Wertpapiere, die jetzt von 12 Prozent der Befragten genannt werden, was einem Plus von vier Prozentpunkten entspricht.
Im Vergleich zum Vorjahr verzeichnen damit acht von zehn Anlageformen ein zum Teil deutliches Plus und nur zwei ein leichtes Minus.

Eine neue Studie zeigt, dass die Mehrheit der Deutschen traditionelle Sparmethoden bevorzugt und sicheres Anlegen über potenzielle Gewinne stellt. Doch während 70 Prozent regelmäßig sparen, wagen nur wenige den Schritt in renditestärkere Anlagen.

In Deutschland legen 70 Prozent der Bevölkerung regelmäßig Geld beiseite, jedoch finden knapp 30 Prozent am Ende des Monats keinen Spielraum fürs Sparen. Eine erhebliche Zahl, 62 Prozent, der Sparer bringt monatlich 100 Euro oder mehr zur Seite, wobei ein beachtliches Viertel sogar mehr als 250 Euro spart.

Bei der Wahl der Sparformen liegt das traditionelle Sparen auf einem Tages- oder Festgeldkonto sowie das Sparbuch unangefochten an der Spitze. Wertpapiere, Bausparverträge und Wertpapiersparpläne folgen zwar, werden aber deutlich seltener genutzt; nur 19 Prozent der Sparer entscheiden sich für das Wertpapiersparen, wobei insbesondere börsengehandelte Fonds (ETFs) bevorzugt werden. Für die Mehrheit der Anleger in Deutschland ist die Sicherheit der Anlage das oberste Gebot. Diese Präferenz für Sicherheit geht vor der sofortigen Verfügbarkeit und der Rendite der Geldanlage.

Über Studie
Die repräsentative Anlagestudie “So investiert Deutschland” wurde im Auftrag der Commerzbank durchgeführt. Um einen Querschnitt der Bevölkerung abzubilden, hat das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos eine der bis dato detailliertesten Anlagestudien in Deutschland durchgeführt. Dafür wurden Ende 2023 bundesweit 3.200 Menschen verschiedener Alters- und Einkommensgruppen mit unterschiedlicher Bildungs- und Wohnsituation zu ihrem Anlageverhalten befragt.

Von Sparbüchern bis zu ETFs: Wie die Deutschen ihre Ersparnisse anlegt und warum Sicherheit nach wie vor an erster Stelle steht.

In Deutschland sparen 70 Prozent der Bürger, jedoch verfolgt nur ein Viertel eine konkrete Anlagestrategie. Die Mehrheit bevorzugt immer noch das traditionelle Sparen auf Tagesgeldkonten, Festgeldkonten oder Sparbüchern. Im Gegensatz dazu spielen renditestärkere Anlageformen wie Wertpapiere für viele Deutsche nach wie vor eine untergeordnete Rolle. Hauptgründe für dieses Verhalten sind weiterhin ein Mangel an finanzieller Bildung und die geringe Nutzung qualifizierter Anlageberatungsdienste.

Die finanzielle Zufriedenheit variiert je nach Einkommen, Bildung, Geschlecht und Wohnsituation. Laut der Studie sind 56 Prozent der Befragten mit ihrer aktuellen finanziellen Situation zufrieden. Die Zufriedenheit steigt mit Bildung und Einkommen, wobei Männer (61 Prozent) zufriedener sind als Frauen (52 Prozent). Personen, die in einer eigenen Immobilie leben, zeigen eine überdurchschnittliche Zufriedenheit (70 Prozent im Vergleich zu 48 Prozent bei Mietern). Mehr als die Hälfte (58 Prozent) gibt an, über leicht zugängliche Ersparnisse zu verfügen.

Die beliebtesten Anlageformen bleiben Tagesgeld- und Festgeldkonten sowie Sparbücher. Von den befragten Sparern nutzen lediglich 19 Prozent Wertpapiersparpläne, wobei die Anlage in börsengehandelte Fonds (ETFs) dominiert. Sicherheit ist für über die Hälfte der deutschen Anleger das wichtigste Kriterium bei der Geldanlage, gefolgt von der Liquidität und Rendite.

Obwohl nur jeder zehnte Befragte angibt, sich sehr gut mit Finanz- und Anlageprodukten auszukennen, halten 54 Prozent eine umfassende Anlageberatung für wichtig. Insbesondere für die Generation Z und die Millennials ist eine umfassende Anlageberatung von Bedeutung, und sie planen, ihren Sparbetrag zu erhöhen. Dennoch hat sich nur jeder Fünfte in den letzten zwölf Monaten beraten lassen, und nur ein Viertel verfolgt eine klare Anlagestrategie. Wenn eine Beratung zur Geldanlage stattfindet, erfolgt dies hauptsächlich über Bank- oder Finanzberater sowie Bank- und Finanzportale.

Über die Studie:
Die Ergebnisse stammen aus der aktuellen repräsentativen Anlagestudie “So investiert Deutschland” im Auftrag der Commerzbank. Um einen breiten Querschnitt der Bevölkerung abzubilden, führte das Markt- und Meinungsforschungsinstitut Ipsos Ende 2023 eine der bis dato detailliertesten Anlagestudien in Deutschland durch. Hierbei wurden bundesweit 3.200 Menschen verschiedener Alters- und Einkommensgruppen mit unterschiedlicher Bildungs- und Wohnsituation zu ihrem Anlageverhalten befragt.

Sind Männer die wagemutigeren Anleger? Ein Blick auf die Zahlen offenbart geschlechtsspezifische Unterschiede im Sparverhalten und zeigt, wer eher auf risikoreiche Anlagen setzt.

Wer zeigt hier finanzielle Vorsicht?

Die große Mehrheit der Deutschen (74 Prozent) praktiziert regelmäßiges Sparen. Unter den Sparern legen 23 Prozent monatlich Beträge zwischen 101 und 500 Euro zurück, während weitere 17 Prozent sogar noch höhere Summen beiseitelegen. Interessanterweise zeigen sich beim Sparen auch deutliche geschlechtsspezifische Unterschiede: Während fast die Hälfte der Männer (47 Prozent) monatlich Beträge über 101 Euro spart, trifft dies nur auf 32 Prozent der Frauen zu.

Hinsichtlich der Anlagestrategien offenbaren sich Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen den Geschlechtern: Das klassische Sparkonto ist bei beiden Geschlechtern beliebt, wobei 34 Prozent der Frauen und 32 Prozent der Männer darauf setzen. In Deutschland zeigen Männer eine stärkere Präferenz für Wertpapiere (17 Prozent), während nur 7 Prozent der Frauen diese Anlageform wählen. Ein Blick nach Schweden zeigt jedoch ein anderes Bild: Dort investieren 41 Prozent der Frauen und die Hälfte der Männer in Wertpapiere. Insgesamt zeigt sich, dass Männer bei risikobehafteten Anlagen wie Aktien deutlich aktiver sind: 26 Prozent der Männer investieren in Aktien, im Vergleich zu nur 12 Prozent der Frauen. Besorgniserregend ist jedoch, dass 46 Prozent der Frauen angeben, nicht zu investieren, weil ihnen die finanziellen Mittel fehlen. Bei Männern sind es hingegen nur 31 Prozent, die diesen Grund nennen. Diese finanzielle Hürde betrifft auch viele Frauen in Italien (48 Prozent) und Frankreich (45 Prozent). Nur in Schweden liegt der Anteil der Frauen, die keine finanziellen Mittel zum Investieren haben, unter 25 Prozent.

YouGov-Umfrage im Auftrag von Readly vom 28. August 2023 bis 31. August 2023, durchgeführt von YouGov, rund 1.000 Befragte in Deutschland zwischen 18 und 60 Jahren.

Die wachsenden Zinsen können unbemerkt zu erhöhten Kapitalerträgen führen, die steuerpflichtig sind. Zum Jahresende ist es ratsam, den Freistellungsauftrag zu überprüfen und bei Bedarf anzupassen.

Die Phase von Null- und Niedrigzinsen gehört der Vergangenheit an, was für Anleger steigende Zinsen bedeutet. Jedoch bleiben Kapitalerträge für Einzelpersonen bis zu 1.000 Euro pro Jahr steuerfrei (für Ehepaare, die zusammen veranlagt sind: 2.000 Euro). Dies ist durch den Sparerfreibetrag festgelegt.

Es empfiehlt sich, die erteilten Freistellungsaufträge zum Jahresende zu kontrollieren und gegebenenfalls zu ändern. Andernfalls können 25 Prozent Abgeltungsteuer plus Solidaritätszuschlag und möglicherweise Kirchensteuer einbehalten werden.

Entdeckt man bei der Überprüfung, dass die Zinserträge den Sparerfreibetrag von 1.000 Euro pro Person überschreiten und das Geld nicht kurzfristig benötigt wird, kann eine steueroptimierte Investition in eine private Rentenversicherung in Betracht gezogen werden. Dabei bleiben Wertzuwächse während der Sparphase steuerfrei. Bei einem Vertrag mit mindestens zwölf Jahren Laufzeit bis zum 62. Lebensjahr bleibt auch die Hälfte des Ertrags – die Differenz zwischen Auszahlungsbetrag und eingezahlten Beiträgen – steuerfrei.

Alternativ für diejenigen, die eine lebenslange Rentenzahlung bevorzugen, fällt nur ein geringer Ertragsanteil an. Beispielsweise beträgt dieser Anteil bei Rentenbeginn mit 67 Jahren 17 Prozent. Das bedeutet, von einer monatlichen Zusatzrente von 100 Euro bleiben 83 Euro steuerfrei, während nur 17 Euro als Ertrag in der Einkommensteuererklärung versteuert werden müssen.

Wie ändert sich das Sparverhalten der Deutschen? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Vermögensbarometers, das der Deutsche Sparkassen- und Giroverband jährlich zum Weltspartag erheben lässt.

Sparen hat sich im Laufe der Zeit deutlich verändert. Das zeigt das Vermögensbarometer, das der Deutsche Sparkassen- und Giroverband jährlich zum Weltspartag erheben lässt. Demnach gab 2023 weniger als ein Drittel der Befragten (29 Prozent) an, regelmäßig mit festen, monatlichen Beträgen zu sparen.

Sparen? Das entscheidet für 31 Prozent der Befragten die aktuelle Kassenlage. Es wird also nur dann Geld zurückgelegt, wenn am Monatsende etwas übrig geblieben ist.

Die Anzahl jener Sparer, die mit flexiblen Summen sparen, ist im Vergleich zu den Vorjahren gesunken. Gaben 2022 noch 24 Prozent der Befragten an, monatlich variable, unterschiedlich hohe Beträge zu sparen, waren es in diesem Jahr nur noch 20 Prozent.

Gestiegen ist hingegen die Zahl derjenigen, die gar nicht sparen. Ein Fünftel der Befragten spart nicht oder kann dies laut eigener Aussage nicht. Damit setzt sich eine bedenkliche Entwicklung fort. Seit 2021 stieg der Anteil der Nichtsparer von 15 auf 20 Prozent. Besonders häufig geben Menschen mit niedrigen Einkommen an, gar nicht zu sparen.

Bei den Haushaltsnettoeinkommen bis 1.000 Euro gibt es 42 Prozent Nichtsparer, bis unter 2.000 Euro sind es 33 Prozent. Selbst bei den Befragten mit einem Haushaltsnettoeinkommen von bis zu 3.000 Euro sparen 15 Prozent gar nicht.

Auch die Sparraten sind leicht gesunken. Im Vergleich zu 2022 haben viele Befragte ihre Sparrate leicht nach unten angepasst. 12 Prozent (2022: 14 Prozent) sparen monatlich 251 bis 500 Euro, unverändert ist der Anteil (17 Prozent) mit einer Sparsumme von 101 bis 250 Euro. 18 Prozent (2022: 17 Prozent) legen 51 bis 100 Euro monatlich zurück.

Über die Studie:
Das Vermögensbarometer wird seit 2005 erhoben. In diesem Jahr wurden mehr als 4.800 Menschen ab dem Alter von 14 Jahren zu Geld und Finanzen befragt.

Altersvorsorge ist das wichtigste Sparmotiv der Deutschen. Das Sparmotiv Konsum verzeichnet hingegen so niedrige Werte wie zuletzt im Jahr 2000.

Der Verband der Bausparkassen lässt zweimal im Jahr das Sparverhalten der Deutschen analysieren. In der diesjährigen Sommer-Umfrage kam es jedoch zu einer Besonderheit: Das Sparmotiv “Altersvorsorge” verzeichnet gegenüber der Frühjahrumfrage ein Plus von 6 Prozentpunkten auf 57 Prozent. “Konsum” – verstanden als Sparen für spätere größere Anschaffungen – nennen jetzt nur noch 41 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit 23 Jahren.

Im Frühjahr 2023 lag dieser Wert noch bei 47 Prozent. Die Sparlaune der Deutschen ist also innerhalb weniger Monate abgesackt. “Sinkende Reallöhne aufgrund einer hohen Inflation verschieben offenbar die Prioritäten beim Sparen derjenigen, die noch sparen können”, erklärte Christian König, Hauptgeschäftsführer des Verbands der Privaten Bausparkassen. “Die Verunsicherung ist groß angesichts einer schwachen Konjunktur und eingetrübter Erwartungen. Viele halten lieber ihr Geld zusammen, um für die Zukunft vorzusorgen, und schrauben Konsumwünsche zurück.”

Welche Sparmotive die wichtigsten der Deutschen sind und wie sich die Werte im Vergleich zum Frühjahr 2023 veränderten, ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen:

  • Altersvorsorge: 57 Prozent / Frühjahr 2023: 51 Prozent
  • Konsum: 41 Prozent / Frühjahr 2023: 47 Prozent
  • Wohneigentum: 37 Prozent / Frühjahr 2023: 36 Prozent
  • Kapitalanlage: 28 Prozent / Frühjahr 2023: 30 Prozent
  • Notgroschen: 8 Prozent / Frühjahr 2023: 7 Prozent
  • Ausbildung der Kinder: 4 Prozent / Frühjahr 2023: 4 Prozent

Unter dem Sparmotiv ‚Konsum‘ versteht die Studie das Sparen auf eine spätere größere Anschaffung.

Über die Studie:
Das Meinungsforschungsinstitut Kantar befragte dazu im Auftrag des Verbands der Privaten Bausparkassen zum 78. Mal über 2.000 Bundesbürger im Alter von über 14 Jahren.

Was hindert Deutsche daran, ihre Altersvorsorge mit Aktien zu gestalten? Das wollte ein Versicherer mittels Umfrage herausfinden.

Das Geschehen an den Börsen interessiert die Mehrheit der Deutschen eher nicht. Aktiv verfolgen nur etwa 28,7 % der Befragten Börsennachrichten und geben an, mit den Chancen und Risiken eines Aktieninvestments vertraut zu sein.

Danach gefragt, welche Umstände von der konkreten Umsetzung einer aktienorientierten privaten Altersvorsorge abhalten, antworten rund zwei Drittel der Befragten, dass ihnen das Verlustrisiko zu hoch ist. Top 2-Antwort: Fehlendes Geld (31,2%). Geldmangel ist – wenig überraschend – insbesondere bei jüngeren Befragten (18-29 Jahre alt) das Haupthindernis. Doch auch fehlendes Wissen wird in dieser Altersgruppe noch häufig genannt. Allerdings: Im Vergleich zu anderen Altersgruppen sind die Verlustängste weniger stark ausgeprägt. Am größten sind die Verlustängste bei den 30-39-Jährigen.

Befragte, die sich für den Abschluss einer Fondspolice entscheiden würden, nennen dafür insbesondere einen Grund: lebenslange Rentenzahlungen bei hohen Renditechancen (41,2%). Ein Mindestmaß an Garantien oder Sicherheit wird von 28,5 % der Befragten bevorzugt. Zustimmung fanden auch eine professionell unterstützte Fondsauswahl (21,8%) und Steuervorteile (21,2%).

Etwas überraschend: ökologische, soziale und gesellschaftliche Gesichtspunkte spielen bei der Auswahl von Produkten zur privaten Altersvorsorge für die Mehrheit der Befragten keine Rolle. Nur etwa ein Drittel der Befragten legt Wert darauf. Drei Viertel würden für solche Investments hingegen keinen Renditeverzicht in Kauf nehmen. Insbesondere bei den 18-29-Jährigen liegt dieser Anteil mit über 80% besonders hoch.

Über die Studie:
Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsunternehmens Civey im Auftrag des Lebensversicherers Canada Life hat ergeben, dass viele Menschen in Deutschland die Chancen von Aktien in der privaten Altersvorsorge nicht nutzen. An der Umfrage nahmen 1.000 Bundesbürger über 18 Jahren teil, die noch nicht im Ruhestand sind.

Das Thema Sicherheit steht für viele Bundesbürger bei der Geldanlage an erster Stelle. Sparbuch und Lebensversicherungen rangieren weiterhin auf den vorderen Plätzen der beliebtesten Sparformen in Deutschland.

Sparen und Sicherheit gehört für Deutsche untrennbar zusammen. So zeigt eine repräsentative Studie zum Anlageverhalten der Deutschen, dass ‚Sicherheit‘ als wichtigster Aspekt der Geldanlage verstanden wird. 50 Prozent der Befragten geben das an. Da die forsa-Studie im Auftrag der Gothaer Asset Management AG bereits zum 14. Mal durchgeführt wurde, sind auch Betrachtungen vorheriger Ergebnisse möglich. 2019 lag der Wert bei 57 Prozent; 2021 war Sicherheit 46 Prozent der Befragten am wichtigsten beim Thema Geldanlage.

Bei den Sparformen dominieren weiterhin das Sparbuch oder ein Sparkonto. 46 Prozent setzen auf diese Sparform. Auf Rang zwei mit 37 Prozent folgt die Geldanlage in Immobilien. 31 Prozent der Befragten legen ihr Geld in Fonds an, während 29 Prozent Bausparverträge oder -pläne besparen. Ein ähnlicher Anteil von 25 bis 28 Prozent investiert in Aktien, Lebensversicherungen oder Tagesgeld.

Fest- oder Termingelder werden von 13 Prozent genutzt, während Anleihen, Staatsanleihen oder Pfandbriefe nur von vier Prozent verwendet werden. Darüber hinaus geben 15 Prozent an, andere Formen der Geldanlage zu nutzen oder derzeit überhaupt kein Geld anzulegen (16 Prozent).

Im Hinblick auf die Ziele, die mit einer Geldanlage verfolgt werden, halten 50 Prozent der Befragten eine möglichst hohe Sicherheit für den wichtigsten Aspekt. Ein Viertel gibt an, dass eine möglichst hohe Flexibilität, wie zum Beispiel die jederzeitige Verfügbarkeit des Geldes, für sie am wichtigsten ist. Für jeden Zehnten ist eine möglichst hohe Rendite am wichtigsten.