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Hundert Euro mehr im Monat – und viele Menschen würden erstmals fürs Alter sparen oder ihre bestehende Vorsorge erhöhen. Einer aktuellen Umfrage zufolge gilt das für die Mehrheit der 18- bis 59-Jährigen. Das größte Hindernis ist dabei nicht mangelndes Interesse: Vielen fehlt schlicht der finanzielle Spielraum.

Wer keine 100 Euro monatlich entbehren kann, muss das Thema Altersvorsorge jedoch nicht vollständig aufschieben. Auch kleinere regelmäßige Beträge können über einen langen Zeitraum einen Unterschied machen. Entscheidend ist zunächst, einen Betrag zu wählen, der dauerhaft zum eigenen Budget passt. Steigt später das Einkommen oder sinken andere Ausgaben, kann die Sparrate angepasst werden. Gerade bei langfristiger Geldanlage spielt außerdem die Zeit eine wichtige Rolle, weil Erträge wiederum neue Erträge erwirtschaften können.

Vor dem langfristigen Sparen sollten allerdings die finanziellen Grundlagen stimmen. Ein Notgroschen für unerwartete Ausgaben kann verhindern, dass eine Altersvorsorge bei der nächsten Autoreparatur oder einer hohen Nebenkostenabrechnung wieder angetastet werden muss. Ebenso lohnt sich ein Blick auf bestehende Vorsorgeverträge und mögliche staatliche oder betriebliche Förderung. Altersvorsorge muss deshalb nicht mit einem großen Betrag beginnen – wichtiger ist, die eigenen Möglichkeiten zu kennen und regelmäßig zu prüfen, ob sich der finanzielle Spielraum verändert hat.

Quelle: DIA-Deutschland-Trend, Befragung von INSA Consulere im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA), August 2026.

Die meisten Eltern legen regelmäßig Geld für ihre Kinder zurück. Dabei geht es vor allem darum, den Start ins Erwachsenenleben zu erleichtern – etwa für den Führerschein, das erste Auto oder eine Ausbildung. An die Altersvorsorge des Nachwuchses denken dagegen bislang nur wenige.

Nach einer aktuellen Umfrage sparen rund sieben von zehn Eltern regelmäßig für ihre Kinder, weitere 15 Prozent zumindest gelegentlich. Als wichtigste Sparziele nennen 45 Prozent den Führerschein und 43 Prozent Ausbildung oder Studium. Nur 13 Prozent legen Geld ausdrücklich für die spätere Altersvorsorge ihres Kindes zurück. Dabei gilt: Je früher mit dem Sparen begonnen wird, desto mehr Zeit hat das Vermögen, sich über viele Jahre zu entwickeln.

Neben dem regelmäßigen Sparen spielt auch Finanzbildung eine wichtige Rolle. Die große Mehrheit der Eltern hält es für wichtig, dass Kinder früh den Umgang mit Geld lernen. Gespräche über Taschengeld oder Einkäufe gehören in vielen Familien bereits zum Alltag. Deutlich seltener wird jedoch über Geldanlage gesprochen. Wer seinen Kindern früh erklärt, wie Sparen, Zinsen oder langfristiger Vermögensaufbau funktionieren, schafft eine wichtige Grundlage für spätere finanzielle Entscheidungen.

Quelle: Anlegerbarometer von Union Investment.

Die Mehrheit der Deutschen wünscht sich eine stärkere staatliche Förderung der privaten Altersvorsorge. Gleichzeitig glauben viele nicht, selbst von den geplanten Reformen zu profitieren. Das zeigt eine aktuelle Umfrage unter Erwachsenen in Deutschland.

Mehr als sieben von zehn Befragten sprechen sich für eine bessere Förderung der privaten Vorsorge aus. Dennoch erwartet nur rund jeder Zehnte, persönlich von den angekündigten Reformen zu profitieren. Besonders skeptisch sind ältere Menschen, aber auch viele Jüngere gehen davon aus, dass sich für sie wenig ändern wird. Gleichzeitig halten fast zwei Drittel der Befragten das heutige Rentensystem nicht mehr für generationengerecht.

Unabhängig von politischen Reformen gilt: Wer ausschließlich auf die gesetzliche Rente setzt, sollte seine persönliche Vorsorgesituation regelmäßig überprüfen. Private Sparformen können helfen, die spätere Rente zu ergänzen. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt unter anderem von Alter, Einkommen und persönlicher Risikobereitschaft ab. Je früher mit dem Vermögensaufbau begonnen wird, desto stärker kann der langfristige Zinseszinseffekt wirken.

Quelle: Civey-Umfrage im Auftrag von Liechtenstein Life.

Die Deutschen legen im europäischen Vergleich besonders viel Geld zurück und kümmern sich aktiv um ihre Ersparnisse. Viele vergleichen regelmäßig Sparangebote, prüfen ihre Geldanlage und nutzen dafür digitale Anwendungen. Gleichzeitig wächst die Offenheit gegenüber künstlicher Intelligenz – allerdings nicht uneingeschränkt.

Nach einer aktuellen Untersuchung fühlen sich fast drei Viertel der Deutschen sicher, wenn sie ihre Ersparnisse online verwalten. Rund jeder Zweite gehört zu den besonders digitalaffinen Sparern, die digitale Plattformen selbstverständlich nutzen und auch KI-gestützten Funktionen offen gegenüberstehen. Dennoch möchten viele nachvollziehen können, wie solche Systeme arbeiten, bevor sie ihnen bei finanziellen Entscheidungen vertrauen.

Für Sparer bleibt deshalb entscheidend, digitale Angebote als Unterstützung zu verstehen – nicht als Ersatz für die eigene Entscheidung. Wer regelmäßig verschiedene Sparformen vergleicht, seine Ziele überprüft und Chancen sowie Risiken im Blick behält, kann seine Geldanlage gezielt an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Quelle: Crédit Agricole European Savings Barometer mit Occurrence-Ifop | April 2026

Mit dem Start ins neue Jahr fassen viele Menschen gute Vorsätze – und setzen dabei besonders häufig auf ihre Finanzen. Eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag von Canada Life zeigt: Geld sparen steht für die Bundesbürger 2026 ganz oben auf der Agenda.

Mehr als vierzig Prozent der Befragten nennen Sparen als wichtigsten finanziellen Vorsatz. Viele wollen zudem gezielt Rücklagen für größere Anschaffungen bilden oder sich besser gegen gesundheitliche Risiken absichern. Auch die Altersvorsorge gewinnt an Bedeutung, wenn auch auf niedrigerem Niveau als das klassische Sparen.

Besonders ausgeprägt sind finanzielle Vorsätze bei den 30- bis 39-Jährigen. In dieser Altersgruppe plant eine deutliche Mehrheit, mehr Geld zurückzulegen. Auch Investitionen an den Kapitalmärkten, Steueroptimierung und der Ausbau der Altersvorsorge spielen hier eine überdurchschnittlich große Rolle. Ähnliche Tendenzen zeigen sich bei den 40- bis 49-Jährigen, insbesondere beim Abschluss oder der Aufstockung von Vorsorgelösungen.

Als wichtigste Motivation hinter den finanziellen Vorsätzen nennen viele Menschen den Wunsch nach Sicherheit. Rund ein Drittel der Befragten gibt an, sich finanziell besser absichern zu wollen. Bei den unter 30-Jährigen ist dieser Wunsch besonders stark ausgeprägt. Weitere Beweggründe sind steigende Lebenshaltungskosten sowie die Sorge um eine ausreichende Absicherung im Ruhestand.

Die Inflation zeigt Wirkung – sieben von zehn Deutschen wollen ihre geplanten Ausgaben reduzieren oder ganz streichen. Vor allem Restaurantbesuche und Urlaubsreisen stehen auf der Streichliste.

Viele Menschen in Deutschland müssen derzeit genauer auf ihr Geld achten. Laut einer Umfrage der TeamBank AG wollen 70 Prozent der Befragten ihre Ausgaben senken. Besonders häufig genannt werden Restaurantbesuche (35 Prozent) und Reisen (22 Prozent).

28 Prozent planen, künftig weniger als 1.000 Euro für Urlaub auszugeben, 19 Prozent verzichten ganz. Vor allem Haushalte mit mittleren Einkommen zwischen 1.000 und 3.000 Euro netto sind betroffen.

Trotz knapper Budgets wollen viele weiter sparen: 68 Prozent beabsichtigen, in den nächsten zwölf Monaten Rücklagen zu bilden. Besonders stark ist dieser Trend bei jüngeren Menschen, die gleichzeitig am häufigsten von Liquiditätsverlusten berichten.

35 Prozent aller Befragten haben heute weniger frei verfügbares Geld als noch vor einem Jahr – bei den unter 30-Jährigen ist es mehr als jeder Vierte.

„Die Reallöhne sind in den vergangenen Jahren spürbar gesunken. Eine Finanzierung kann helfen, wichtige Anschaffungen trotzdem umzusetzen – entscheidend ist dabei, die Höhe des Kredits an die eigene finanzielle Situation anzupassen“, so Christian Polenz, Vorstandsvorsitzender der TeamBank AG.

Die Generation Z interessiert sich stark für Geld- und Vorsorgethemen, fühlt sich aber oft unsicher. Eine aktuelle Studie fordert deshalb, Finanzunterricht in Schulen fest zu verankern.

Viele junge Menschen beschäftigen sich heute deutlich früher mit Fragen rund um Geldanlage, Sparen und Absicherung. Rund 70 Prozent geben an, dass sie sich für Finanzthemen interessieren. Doch nur ein Drittel schätzt das eigene Wissen als gut oder sehr gut ein. Besonders bei komplexeren Themen wie Altersvorsorge oder Versicherungen fühlen sich viele unsicher – aus Angst, Fehler zu machen.

Die Studie kommt daher zu dem Schluss: Finanzbildung sollte systematisch in den Schulunterricht aufgenommen werden. Auf diese Weise könnten junge Menschen bereits früh lernen, Chancen und Risiken besser einzuschätzen und eigenständig Entscheidungen zu treffen. Auffällig ist zudem, dass trotz hoher digitaler Affinität viele weiterhin Wert auf persönliche Gespräche legen. Mehr als zwei Drittel der Befragten bevorzugen Beratung im direkten Austausch, wenn es um wichtige Finanz- oder Vorsorgeentscheidungen geht.

Trotz einer hohen Sparquote schaffen es viele Menschen in Deutschland nicht, ihre eigenen Sparziele zu erreichen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR).

Im Durchschnitt halten die Befragten monatlich 298 Euro für notwendig, um ihre finanziellen Ziele zu erreichen – tatsächlich gespart werden jedoch nur 192 Euro.

Die Lücke zwischen geplantem und realem Sparen ist so groß wie nie seit Beginn der Erhebung. Besonders deutlich zeigt sie sich bei Haushalten mit niedrigen Einkommen, die kaum Spielraum für zusätzliche Rücklagen haben. Laut BVR-Chefvolkswirt Andreas Bley steigt damit das Risiko größerer Vorsorgelücken.

Zwar ist das Geldvermögen der Privathaushalte 2024 um 7,4 Prozent auf 9.420 Milliarden Euro gestiegen, inflationsbereinigt liegt es jedoch weiter unter dem Niveau von 2022. Haushalte mit geringem oder mittlerem Vermögen setzen zudem häufig auf renditeschwache Anlagen – was den langfristigen Vermögensaufbau bremst. Der BVR fordert daher mehr Zugang zu renditestarken Vorsorgelösungen, einfache Produkte und gezielte Förderung, etwa über ein staatlich gefördertes Altersvorsorgedepot.

Die Menschen in Deutschland sparen wieder bewusster – und vor allem für ihre Zukunft. Das zeigt die neue Frühjahrsumfrage 2025 des Verbands der Privaten Bausparkassen. 60,6 Prozent der Befragten nennen die Altersvorsorge als wichtigstes Sparmotiv. So hoch war der Wert zuletzt im Frühjahr 2017.

Aber auch andere Sparziele gewinnen wieder an Bedeutung. Fast 46 Prozent sparen für größere Anschaffungen wie ein Auto oder neue Möbel. Und der Traum vom eigenen Zuhause motiviert ebenfalls viele zum Sparen: 39 Prozent nennen den Wunsch nach Wohneigentum als zentrales Sparziel – deutlich mehr als im Herbst des vergangenen Jahres.

Etwas seltener wird aktuell für die Kapitalanlage gespart (35,3 Prozent), während Notgroschen (5,5 Prozent) und Sparen für die Ausbildung der Kinder (4,0 Prozent) eine untergeordnete Rolle spielen.

Christian König, Hauptgeschäftsführer des Verbands, ordnet die Entwicklung so ein:
„Das Ende der Niedrigzinsphase hat den Menschen klar gemacht, dass Sparen sich wieder lohnt, vor allem notwendig ist und heutiger Konsumverzicht die Spielräume in der Zukunft verbessert. Das gilt auch für das Vorsorgemotiv. Hier erkennen die Menschen, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreichend ist.“

Für alle, die langfristig vorsorgen oder Eigenkapital für Immobilien aufbauen möchten, ist das ein wichtiges Signal: Frühes und regelmäßiges Sparen lohnt sich – mehr denn je. Wer Beratung braucht, kann sich an Versicherungs- oder Finanzberater wenden.

Zu Jahresbeginn 2025 könnten viele Fondssparer eine Abbuchung mit dem Vermerk „Fondsbesteuerung“ bemerken. Dabei handelt es sich um die Steuer auf die sogenannte Vorabpauschale – ein fiktiver Ertrag, der sicherstellen soll, dass Anleger jedes Jahr einen Mindestbetrag versteuern. Diese Vorabpauschale wird beim späteren Verkauf der Fondsanteile verrechnet, um eine Doppelbesteuerung zu vermeiden.

Hier ein Überblick, was Fondssparer beachten sollten:

Was ist die Vorabpauschale?

Die Vorabpauschale wird für Fonds berechnet, die Erträge nicht ausschütten, sondern im Fonds belassen (thesaurierende Fonds). Um diese Erträge dennoch steuerlich zu erfassen, wird eine fiktive Rendite ermittelt. Die depotführenden Stellen berechnen diese, indem sie den Rücknahmepreis des Fonds zu Beginn des Jahres mit 70 Prozent des sogenannten Basiszinses multiplizieren. Für 2024 liegt der Basiszins bei 2,29 Prozent.

Beispiel zur Berechnung

Hat ein Fonds am 1. Januar 2024 einen Rücknahmewert von 100 Euro, beträgt die Vorabpauschale rund 1,60 Euro. Abhängig vom Fonds kann eine steuerliche Teilfreistellung gelten, die den zu versteuernden Betrag reduziert. Für Aktienfonds beispielsweise werden 30 Prozent der Vorabpauschale steuerfrei gestellt.

Wichtige Details zur Steuer

  • Wann wird die Steuer fällig? Die Vorabpauschale gilt am ersten Werktag des Folgejahres, also am 2. Januar 2025, als steuerlich zugeflossen. Die Steuer wird in der Regel einige Wochen später vom Verrechnungskonto abgebucht.
  • Keine Belastung des Fondsvermögens: Die Steuer wird direkt vom Anlegerkonto eingezogen und nicht aus dem Fondsvermögen entnommen.
  • Anrechnung auf den Sparerpauschbetrag: Liegen die Kapitalerträge unter dem Sparerpauschbetrag (1.000 Euro für Singles, 2.000 Euro für Ehepaare), fallen keine Steuern an.

Was passiert beim Verkauf?#

Beim Verkauf der Fondsanteile wird der Veräußerungsgewinn versteuert. Bereits gezahlte Vorabpauschalen werden dabei automatisch abgezogen. Sollte der Veräußerungsgewinn niedriger sein als die Summe der Vorabpauschalen oder sogar ein Verlust entstehen, kann dies steuerlich ausgeglichen werden.

Die Vorabpauschale ist ein wichtiger Bestandteil der Fondsbesteuerung, der Anleger jährlich betrifft. Fondssparer sollten prüfen, ob ihre Kapitalerträge den Sparerpauschbetrag überschreiten, und sicherstellen, dass ihr Verrechnungskonto ausreichend gedeckt ist, um die Steuerzahlungen abzuwickeln.