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Auswertungen des Statistischen Bundesamtes legen nahe, dass Unfälle mit Pedelecs, im Volksmund auch E-Bikes genannt, signifikant öfter tödlich verlaufen als Unfälle mit Fahrrädern, die über keinen Motor verfügen.

Die Beliebtheit des Pedelecs hat in den vergangenen Jahren quer durch alle Altersklassen zugenommen. Dieser Trend wird nicht nur durch wachsende Verkaufsziffern untermauert, sondern spiegelt sich ebenso in der Verschiebung der Altersstruktur der Unfallbeteiligten wider. Im Jahr 2014 waren noch mehr als die Hälfte der in Pedelec-Unfällen Verwickelten 65 Jahre oder älter, während dieser Anteil bis zum Jahr 2023 auf ein Drittel gesunken ist. Im selben Zeitraum verzeichnete man einen starken Anstieg jüngerer Unfallopfer von 10,7 % auf 31,2 %. Im Gegensatz dazu zeigt sich bei traditionellen Fahrrädern ohne Motor ein anderer Trend: Hier ist der Anteil älterer Unfallopfer geringer, und mehr als die Hälfte der Betroffenen ist unter 45 Jahre alt.

Die Unfallzahlen mit Pedelecs haben sich dramatisch verändert: Während im Jahr 2014 rund 2.200 Unfälle mit Personenschaden erfasst wurden, stieg diese Zahl bis 2023 auf über 23.900. Dies steht in starkem Gegensatz zu den Unfällen mit Fahrrädern ohne Motor, deren Anzahl im gleichen Zeitraum leicht rückläufig war.

Des Weiteren offenbaren die Auswertungen eine höhere Tödlichkeitsrate bei Pedelec-Unfällen im Vergleich zu Unfällen mit traditionellen Fahrrädern. Im Jahr 2023 kamen im Durchschnitt 7,9 Pedelec-Nutzende je 1.000 Unfällen mit Personenschaden ums Leben, verglichen mit 3,6 Getöteten bei Fahrrädern ohne Motor. Ein Faktor, der dieses Phänomen erklärt, ist das im Durchschnitt höhere Alter der Pedelec-Verunglückten, was ein erhöhtes Risiko für schwerwiegende oder tödliche Verletzungen bei Stürzen mit sich bringt. Die Gesamtzahl der tödlichen Unfälle pro 1.000 Pedelec-Unfälle hat sich jedoch verringert: Von 17,4 Getöteten im Jahr 2014 auf 7,9 im Jahr 2023, was teilweise auf das geringere Durchschnittsalter der Verunglückten zurückgeführt wird.

Die Deutschen gaben 2022 deutlich mehr Geld für Versicherungen aus, als 10 Jahre zuvor. Doch wer glaubt, steigende Ausgaben gingen mit besserer Vorsorge einher, täuscht sich.

Deutsche Haushalte haben im Jahr 2022 laut Statistischem Bundesamt durchschnittlich 1.596 Euro für Versicherungen ausgegeben, was einen Anstieg um fast 39 Prozent im Vergleich zu 2012 bedeutet. Dieser Zuwachs ist hauptsächlich auf gestiegene Versicherungsprämien zurückzuführen, nicht unbedingt auf eine vermehrte Anzahl von Versicherungsabschlüssen. Kapitalbildende Policen wie Lebensversicherungen sind in dieser Berechnung nicht enthalten.

Die durchschnittlichen Ausgaben für Versicherungen haben somit einen Höchststand erreicht. Im Jahr 2012 betrugen die Ausgaben noch 1.152 Euro. Diese Informationen basieren auf der Laufenden Wirtschaftsrechnung (LWR), einer freiwilligen Haushaltsumfrage, wobei Selbstständige und Einkommen über 18.000 Euro monatlich nicht einbezogen werden.

Die genaue Aufschlüsselung der Ausgaben für verschiedene Versicherungen wird in der Statistik nicht sehr detailliert dargestellt. Invaliditätsversicherungen wie Berufsunfähigkeitspolicen werden gemeinsam mit Haftpflicht- und Sachversicherungen wie Hausrat- und Wohngebäudepolicen erfasst. Diese machen etwa 38 Prozent aller Versicherungsausgaben aus, was rund 600 Euro pro Haushalt ausmacht.

Das Statistische Bundesamt gibt konkrete Zahlen für die Kfz-Versicherung und die betriebliche Altersvorsorge an. Haushalte zahlten durchschnittlich 468 Euro (29 Prozent) für die Versicherung ihrer Kraftfahrzeuge und rund 288 Euro (18 Prozent) für freiwillige Beiträge zur betrieblichen Altersvorsorge. Zusätzliche private Kranken- und Pflegeversicherungen, wie beispielsweise Krankenhaustagegeld, machten im Durchschnitt 240 Euro (15 Prozent) der Gesamtausgaben aus.

Nicht berücksichtigt sind in dieser Statistik Beiträge zur Sozialversicherung sowie Ausgaben im Zusammenhang mit der Bildung von Geldvermögen, wie private Lebensversicherungen. Laut Destatis sind die höheren Ausgaben auf steigende Versicherungsbeiträge zurückzuführen und deuten nicht zwangsläufig darauf hin, dass die Bürger besser vorsorgen.

Das Statistische Bundesamt verzeichnet Anstiege bei Todesursachen wie Krankheiten des Atmungssystems, aber auch bei äußeren Ursachen wie Stürzen, Transportmittelunfällen und Suiziden.

In 2022 verzeichnete Deutschland 1.066.341 Todesfälle, was einem Anstieg um 4,2% im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Die häufigsten Todesursachen waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen, gefolgt von Krebs und COVID-19, das im Vergleich zu 2021 einen Rückgang verzeichnete.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren mit 358.219 Todesfällen weiterhin die vorherrschende Ursache, gefolgt von bösartigen Neubildungen mit 231.533 Verstorbenen. COVID-19 rückte auf den dritten Platz zurück, während Erkrankungen des Atmungssystems, insbesondere Grippe und Lungenentzündung, um 18% anstiegen.

Die Zahl der Menschen, die an psychischen Erkrankungen oder Verhaltensstörungen verstarben, stieg um 14,7%, wobei Demenzerkrankungen den größten Teil ausmachten. Nicht-natürliche Todesursachen stiegen um 10,9%, darunter eine Zunahme von Stürzen und Suiziden. Den höchsten Anstieg in dieser Gruppe der Todesursachen hatten Stürze mit +11,7 % auf 20 311 Verstorbene im Jahr 2022.

Die Zahl der Suizide stieg im Vergleich zum Vorjahr um 9,8%, während sie weiterhin etwa 1% aller Todesursachen ausmachten.

Im Jahr 2022 verzeichneten die Einwohner Deutschlands einen rückläufigen Geldaufwand für Versicherungen, hauptsächlich bedingt durch die Lebensversicherung, wie aktuelle Daten aus der Versicherungswirtschaft belegen.

Im Jahr 2022 gaben die deutschen Bürger erneut weniger Geld für Versicherungen aus als im Vorjahr. Die sogenannte “Versicherungsdichte” fiel von 2.714 Euro auf 2.647 Euro. Dies geht aus dem aktuellen Statistischen Taschenbuch des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervor. Die Versicherungsdichte misst die gebuchten Bruttobeiträge der Erstversicherer pro Einwohner.

Im Vorjahr hatte die Versicherungsdichte jedoch einen Rekordstand erreicht, nachdem sie fünf Jahre in Folge angestiegen war. Im Jahr 2012 lag die Versicherungsdichte bei 2.255 Euro, was fast einem Sechstel oder 16,91 Prozent weniger entspricht.

Die Gründe für diese Entwicklung lassen sich aus den Daten nicht eindeutig ableiten. Die Versicherungsdichte allein erlaubt keine Schlüsse auf die Entwicklung des Neugeschäfts der Versicherungsunternehmen. Sie kann beispielsweise ansteigen, wenn Versicherer ihre Prämien im Bestand erhöhen, um steigende Schadenkosten an die Kunden weiterzugeben. Zum Jahreswechsel 2021/22 hatten Versicherer ihre Prämien in einigen Segmenten bereits deutlich erhöht, insbesondere in der Wohngebäudeversicherung, wo die Branche mit Rekordschäden aufgrund von Naturkatastrophen wie dem Hochwasser im Ahrtal konfrontiert war. Beitragsanpassungen in der Krankenvollversicherung können ebenfalls dazu beitragen, dass die Versicherungsdichte steigt.

Schwächung der Lebensversicherung

Die Daten zeigen jedoch auch, dass die rückläufige Versicherungsdichte hauptsächlich auf die schwächelnde Lebensversicherung zurückzuführen ist. In diesem Bereich sank die Versicherungsdichte von 1.240 Euro pro Kopf auf 1.151 Euro im Jahr 2022 erheblich. Dies hat einen spürbaren Einfluss auf die Gesamtversicherungsdichte, da in den anderen Sparten pro Kopf deutlich geringere Bruttobeiträge gezahlt werden. In der privaten Krankenversicherung stieg die Versicherungsdichte von 545 Euro auf 558 Euro. Auch im Schaden/Unfall-Segment erhöhte sie sich von 929 Euro auf 938 Euro.

Tatsächlich war das Jahr 2022 für Lebensversicherer äußerst herausfordernd. Lebensversicherungen, Pensionskassen und -fonds verzeichneten einen Rückgang der Beitragseinnahmen um 5,9 Prozent auf 97,1 Milliarden Euro, wie aus der GDV-Publikation “Lebensversicherung in Zahlen 2023” hervorgeht. Dies resultiert hauptsächlich aus der geringeren Nachfrage nach Lebensversicherungen mit Einmalbeitrag und einem Rückgang von 17,7 Prozent auf 30,7 Milliarden Euro aufgrund der Zinsentwicklung. Die laufenden Beiträge stiegen hingegen leicht auf 66,5 Milliarden Euro.

Auch das Geschäft der privaten Krankenversicherung (PKV) war uneinheitlich. In der privaten Krankenvollversicherung verloren die Versicherer im Geschäftsjahr 2022 unter dem Strich Krankenvollversicherte und verzeichneten das elfte Jahr in Folge Verluste. Die Zahl der Versicherten sank um 0,16 Prozent, obwohl wieder mehr Personen von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung wechselten. Hingegen verlief das Geschäft mit Krankenzusatzversicherungen positiv. Die Branche zählte zum Ende des Jahres 2022 insgesamt 29,1 Millionen Zusatzpolicen, was einem Anstieg von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Für die Schwäche der Lebensversicherung werden verschiedene Gründe genannt. Der russische Angriffskrieg und die wirtschaftlichen Auswirkungen führten zu einer Rekordinflation in Deutschland. Einige Bürgerinnen und Bürger sahen sich gezwungen, schnell zusätzliches Geld zu beschaffen und Sparverträge aufzulösen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die Stornoquote in der Lebensversicherung nach GDV-Daten von 2,57 Prozent auf 2,51 Prozent gesunken ist.

Insbesondere das Neugeschäft in der Lebensversicherung schwächelte und verzeichnete einen Rückgang von fast 60 Prozent. Aufgrund der gestiegenen Zinsen am Kapitalmarkt stehen den Bürgerinnen und Bürgern wieder mehr Anlagealternativen zur Verfügung. Ein weiterer möglicher Grund könnte die demografische Entwicklung sein. Auch wenn dies in der Branche selten thematisiert wird, altern die Kunden der Lebensversicherungen und treten in die Rentenphase ein. Dies zeigt sich in einem deutlichen Anstieg der Leistungen im Berichtsjahr um 5,4 Prozent auf 91,2 Milliarden Euro. Das Analysehaus GapGemini warnt in einer aktuellen Studie davor, dass die Lebensversicherungsunternehmen in den Industrienationen vor einem 7,8 Billionen Dollar schweren demografischen Problem stehen, da Versicherungsnehmer im Alter von über 65 Jahren bereits rund 40 Prozent des von den Versicherern verwalteten Vermögens halten.

Die Anzahl der Personen, die im Alter Grundsicherung erhalten, ist erneut angestiegen. Im Juni 2023 erhielten bundesweit 691.820 Menschen im Rentenalter Grundsicherung. Es wird vermutet, dass die tatsächliche Anzahl deutlich höher ist.

Immer mehr Rentner sind auf staatliche Unterstützung angewiesen. Im Juni 2023 erhielten 691.820 Personen im Rentenalter Leistungen gemäß dem Zwölften Buch des Sozialgesetzbuchs (SGB XII). Dies wurde vom “RedaktionsNetzwerk Deutschland” berichtet. Die Statistiken wurden aufgrund einer Anfrage der Linksfraktion im Bundestag vom Statistischen Bundesamt erstellt.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Anzahl der Rentner, die Grundsicherungsleistungen beziehen, um 63.250 Personen oder etwa zehn Prozent gestiegen. Insbesondere in den fünf ostdeutschen Bundesländern gab es erhebliche Zunahmen. Allein im Freistaat Sachsen stieg die Anzahl um 22,8 Prozent. Angesichts dieses erneuten Anstiegs fordert der Fraktionschef der Linken, Dietmar Bartsch, eine “armutsfeste Mindestrente von 1.200 Euro und ein Rentenniveau, das den Lebensstandard sichert”.

Es wird vermutet, dass die tatsächliche Anzahl der Anspruchsberechtigten für Grundsicherung deutlich höher ist. Die “Wirtschaftswoche” hat kürzlich Daten vom Statistischen Bundesamt, der Bundesregierung, dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung und dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales zusammengetragen. Die Daten sind zwar nicht ganz aktuell, da sie aus dem Jahr 2019 stammen und die Werte nicht direkt vergleichbar sind. In ihrer Auswertung geht die “Wirtschaftswoche” jedoch von Haushalten und nicht von Einzelpersonen als Anspruchsberechtigte aus. Trotzdem sind die Zahlen bemerkenswert. So haben im Jahr 2019 etwa 60 Prozent der Anspruchsberechtigten keine Grundsicherung im Alter erhalten. Dies betraf rund 625.000 Haushalte. Von diesen Haushalten lebten 59,6 Prozent alleinstehend. Dies bedeutet zusätzliche 372.500 Personen, die zwar Anspruch auf Sozialleistungen hatten, diese jedoch nicht in Anspruch genommen haben.

Es liegt nahe, dass viele Bürger schlichtweg nicht wissen, dass sie einen Anspruch auf Sozialleistungen haben. Die Höhe des Anspruchs spielt dabei durchaus eine Rolle. So haben vier von fünf Personen mit Anspruch auf Grundsicherung (79,9 Prozent) einen Anspruch zwischen 20 Euro und 200 Euro nicht beantragt. Bei einem Anspruch zwischen 200 Euro und 600 Euro waren es mehr als die Hälfte der potenziellen Leistungsempfänger (53,4 Prozent). Von den Rentnern, die Anspruch auf eine Grundsicherung im Alter von über 600 Euro hatten, haben 21,6 Prozent diese Leistungen nicht in Anspruch genommen.

Laut Statistischen Bundesamt stieg die Zahl der bei der Polizei registrierten Verkehrsunfälle. Doch das sind immer noch weniger als vor der Pandemie. Eine Ausnahme davon bilden allerdings Verkehrsunfälle unter Alkohol-Einfluß.

Verglichen mit dem Vorjahr stieg die Zahl der polizeilich registrierten Unfälle um etwa 4 Prozent auf rund 2,4 Millionen. Bei den allermeisten Unfällen – nämlich bei 2,1 Millionen – kam es zu einem Sachschaden. Personen kamen bei rund 290 000 Verkehrsunfällen zu Schaden. Damit stieg die Zahl der Unfälle mit Personenschaden sehr deutlich um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei Unfällen mit Sachschaden betrug der Anstieg hingegen lediglich 3 Prozent. Trotz dieser Anstiege erfasste die Polizei weniger Unfälle als vor der Corona-Pandemie.

Bedenkliche Ausnahme bilden allerdings die Verkehrsunfälle unter Alkohol-Einfluß. Schwankte deren Zahl zwischen den Jahren 2015 und 2019 zwischen 34.000 und 36.000, betrug sie während der Pandemie unter 33.000. Im Jahr 2022 wurden aber 38.771 Unfälle verzeichnet, bei denen mindestens eine Person alkoholisiert war. Das waren 19 Prozent mehr Alkoholunfälle als im Vorjahr.

Betrachtet man jene Alkoholunfälle, bei denen es zu Personenschäden kam, sind die Zahlen noch erschreckender: Bei 16.807 Alkoholunfällen wurden Menschen verletzt oder sogar getötet. Das sind 23 Prozent mehr als im Vorjahr.

Das Statistische Bundesamt legte Vorausberechnungen zur Anzahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland vor. Demnach wird es 2055 etwa 6,8 Millionen Pflegebedürftige geben. Dabei geht die Rechnung allerdings von konstanten Pflegequoten aus.

Die Zahl pflegebedürftiger Menschen in Deutschland wird bis 2055 um 37 % auf etwa 6,8 Millionen ansteigen, wobei bereits 2035 etwa 5,6 Millionen erreicht werden, das geht aus Vorausberechnungen des Statistischen Bundesamtes hervor. Demnach sind ab 2055 keine starken Veränderungen mehr zu erwarten. Mit konstanter Pflegequote berechnet, würde es 2070 etwa 6,9 Millionen Pflegebedürftige in Deutschland geben.

Die Pflegequote zeigt das Risiko, in einem bestimmten Alter pflegebedürftig zu sein. Sie berechnet sich als Anteil der Pflegebedürftigen an der Bevölkerung nach Alter und Geschlecht. Im Rahmen der Vorausberechnung wird eine weitere Variante berechnet, die auch sich ändernde Pflegequoten berücksichtigt und höhere Anstiege der Zahl der Pflegebedürftigen zeigt. Auf diese Weise berechnet, würde die Zahl der Pflegebedürftigen 2035 bereits 6,3 Millionen Menschen (+27 % gegenüber 2021) betragen und 2055 bei 7,6 Millionen (+53 %), 2070 schließlich bei 7,7 Millionen (+55 %) liegen.

Es gibt deutliche Unterschiede zwischen den Ländern, mit geringsten relativen Anstiegen in Sachsen-Anhalt und Thüringen und höchsten Zuwächsen in Bayern und Baden-Württemberg.

Ablenkung im Straßenverkehr zählt zu den häufigsten Unfallursachen. Doch das größte Unfallrisiko sehen Verkehrsteilnehmer nicht bei sich selbst.

In den vergangenen drei Jahren erlebte jeder vierte Autofahrer in Deutschland eine gefährliche Situation im Straßenverkehr oder einen sogar einen Unfall.

Das ermittelte eine repräsentative Studie von infas quo im Auftrag eines Direktversicherers. Auch nach den Ursachen für die gefährlichen Situationen oder Unfälle wurde gefragt. Die häufigsten Antworten:

  • schlechtes Wetter (29 Prozent)
  • schnelles Fahren (22 Prozent)
  • Ablenkung (22 Prozent)

Allerdings sehen 58 Prozent der Befragten das größte Unfallrisiko in anderen Verkehrsteilnehmern. Vor allem Fahrradfahrer (38%), andere Autofahrer (33%), Fußgänger (17%) und der öffentliche Nahverkehr (8%) werden als ablenkend wahrgenommen.

Die Teilnehmer wurden aber auch gefragt, ob sie eine als ablenkend eingestufte Tätigkeit häufig am Steuer ausüben. Zu diesen Tätigkeiten gehören beispielsweise:

  • Radiohören (38%)
  • Telefonate (10%),
  • Bedienung von Bordcomputer (11%) und Smartphone

17 Prozent der Befragten geben an, ihr Smartphone bei fast jeder Fahrt zu benutzen, weitere 18 Prozent tun dies gelegentlich.

Über die Studie:
Das infas quo Meinungsforschungsinstitut hat im Auftrag der Direktversicherung DA Direkt eine bundesweite, repräsentative Studie unter 2.030 deutschen Autofahrern ab 18 Jahren im Zeitraum vom 21.10. bis 01.11.2022 durchgeführt.

Herz- und Kreislauferkrankungen sind die häufigste Todesursache in Deutschland. Gut ein Drittel der Sterbefälle ist darauf zurückzuführen, wie eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes für das Jahr 2021 zeigt.

Woran und mit was wird in Deutschland gestorben? Eine Antwort gibt die Todesursachenstatistik des Statistischen Bundesamtes. Die Behörde legte im Dezember Zahlen für das Jahr 2021 vor: aktuellere Daten sind aktuell nicht verfügbar. Demnach verstarben im Jahr 2021 genau 1.023.687 Menschen, davon waren 515.559 Männer und 508.128 Frauen.

Häufigste Todesursache in Deutschland sind aber nach wie vor Herz- und Kreislaufkrankheiten. Mit 340.619 Verstorbenen war gut ein Drittel (33 Prozent) aller Sterbefälle darauf zurückzuführen. An einem Herzinfarkt, der zu dieser Krankheitsgruppe gehört, verstarben 45.181 Menschen.

Auch Krebs bleibt eine Geisel, die häufig zum Tod führt. Mit 229.068 Menschen beziehungsweise 22,4 Prozent aller Verstorbenen stellen Tumore und andere Krebs-Erkrankungen demnach die zweithäufigste Todesursache. 54 Prozent der Krebstoten waren Männer, 46 Prozent Frauen.

Bei Männern waren die bösartigen Neubildungen der Verdauungsorgane beziehungsweise der Atmungsorgane (Lungen- und Bronchialkrebs) die am häufigsten diagnostizierten Krebsarten. Frauen waren ebenfalls am häufigsten von einer bösartigen Neubildung der Verdauungsorgane betroffen. Häufigste Einzeldiagnose bei den Krebserkrankungen von Frauen war jedoch der Brustkrebs mit 18.479 Fällen.

Nicht natürliche Todesursachen stehen dem gegenüber weit zurück. 4,2 Prozent oder 43.200 aller Todesfälle im Jahr 2021 waren zum Beispiel auf eine Vergiftung oder Verletzung zurückzuführen. 18.183 Menschen kamen durch einen Sturz zu Tode, davon waren 50 Prozent Männer und 50 Prozent Frauen. Durch einen Suizid beendeten 9.215 Menschen ihr Leben, fast drei Viertel (74 Prozent) davon waren Männer und etwas mehr als ein Viertel (26 Prozent) Frauen. Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Zahl der Suizide nahezu konstant (2020: 9.206 Fälle).

Marderschäden haben im vergangenen Jahr zu Schäden in Rekordhöhe geführt. In insgesamt 208.000 Fällen mussten die Versicherer zahlen, weil die Tiere im Motorraum randaliert haben.

Marder sind bei Autofahrern nicht besonders beliebt. Denn die possierlichen Tiere verursachen oft hohe Schäden. Sie dringen in den Motor ein, beißen Kabel an – und oft wird der Defekt erst bemerkt, wenn das Auto kein Öl mehr hat oder der Motor überhitzt dampft. Dann stehen teure Reparaturen an.

Wie groß der jährliche Schaden durch Marder ist, das zeigen aktuelle Zahlen der Versicherungswirtschaft. Für 208.000 beschädigte Autos mussten die Kfz-Versicherer im Jahr 2021 zahlen, wie der Branchenverband GDV aktuell mitteilt. Die Schadensumme: stolze 92 Millionen Euro.

“Zwar sank die Zahl der versicherten Marderbisse leicht auf 208.000, dafür kostete jeder Biss durchschnittlich rund 450 Euro, fast sieben Prozent mehr als 2020”, sagt die stellvertretende GDV-Hauptgeschäftsführerin Anja Käfer-Rohrbach.

Schützen kann man das Auto unter anderem, indem der Motor mit elastischen Drahtgittern abgeschirmt wird. Auch das Ummanteln von Kabeln und Schläuchen, beispielsweise durch zusätzliche Schläuche aus Hartplastik, sind eine Option.

Aber natürlich empfiehlt sich der passende Versicherungsschutz. Eine Teilkasko reicht in der Regel aus, damit der Versicherer für Marderbiss zahlt. Aber Vorsicht: Auch Folgeschäden sollten erstattet werden. Denn oft sind es genau jene, die hohe Kosten verursachen: etwa, wenn der Motor dank ausgelaufenem Öl einen Totalschaden hat. Sind Folgeschäden nicht inkludiert, zahlt der Versicherer nur für die beschädigten Schläuche. Gerade Dumping-Tarife in der Kraftfahrtversicherung haben mitunter solche Fallstricke, um sich vor hohen Schadenskosten zu drücken. Im Zweifel hilft ein Beratungsgespräch, den passenden Schutz zu finden.