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Die Zuzahlungen für Pflegeheimplätze haben mit durchschnittlich 3.123 Euro pro Monat einen neuen Höchstwert erreicht. Trotz gesetzlicher Zuschüsse steigen die Kosten für pflegebedingte Aufwendungen und Investitionskosten kontinuierlich.

Die Zuzahlungen für Pflegeheimplätze in Deutschland steigen weiter. Zum 1. Juli 2024 liegt der durchschnittliche Eigenanteil für die Unterbringung in einem Pflegeheim bei 3.123 Euro pro Monat. Im Vergleich zum Jahresbeginn 2024 sind dies 340 Euro mehr. Trotz gesetzlicher Neuregelungen, die seit Anfang 2022 die Pflegebedürftigen entlasten sollen, kennen die Kosten aktuell nur eine Richtung: nach oben.

Höhere Kosten trotz gesetzlicher Zuschüsse

Die Pflegekassen beteiligen sich seit 2022 mit einem gestaffelten Leistungszuschlag an den Pflegekosten. Dieser Zuschlag wurde zum 1. Januar 2024 weiter erhöht. Dennoch ist der Eigenanteil für pflegebedingte Aufwendungen, Investitionskosten sowie Unterkunft und Verpflegung stark angestiegen. Besonders betroffen ist der einrichtungseinheitliche Eigenanteil (EEE), der im Vergleich zum Jahresbeginn 2024 um 301 Euro auf 1.678 Euro kletterte.

Steigende Zahl der Pflegebedürftigen

Die Zahl der Menschen, die Leistungen aus der sozialen Pflegeversicherung erhalten, ist ebenfalls gestiegen. Zum Ende des Jahres 2022 erhielten rund 4,875 Millionen Menschen entsprechende Leistungen, was einem Anstieg von 82,6 Prozent seit 2015 entspricht. Weitere 311.586 Leistungsbezieher erhielten Gelder aus der privaten Pflege-Pflichtversicherung.

Kritik an der Verantwortung der Länder

Die vdek-Vorstandsvorsitzende Ulrike Elsner kritisiert die hohe finanzielle Eigenbeteiligung der Pflegebedürftigen: “Dass diese so hoch ist, liegt auch daran, dass die Länder ihre Verantwortung ignorieren. Allein die Übernahme der Investitionskosten, wie gesetzlich vorgesehen, würde Heimbewohnerinnen und -bewohner um durchschnittlich 490 Euro im Monat entlasten.”

Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland kämpfen gegen den Fachkräftemangel. Betriebliche Altersvorsorge und Gesundheitsleistungen spielen dabei eine immer wichtigere Rolle. Wie Unternehmen diese Benefits zur Mitarbeiterbindung nutzen.

Der Fachkräftemangel zwingt kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Deutschland zum Handeln. Eine aktuelle Studie zeigt, dass 94 Prozent der Unternehmen Maßnahmen zur Mitarbeitergewinnung und -bindung ergreifen. Besonders die betriebliche Altersvorsorge (bAV) und Gesundheitsleistungen gewinnen an Bedeutung.

Die bAV wird von 34 Prozent der KMU angeboten, ein Anstieg von vier Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Größere Unternehmen setzen häufiger auf dieses Instrument: 48 Prozent der Unternehmen mit 201 bis 500 Beschäftigten bieten eine bAV an, während es bei den kleineren Unternehmen nur 14 Prozent sind.

Gesundheitsleistungen wie betriebliche Gesundheitsförderung und betriebliche Krankenversicherung sind ebenfalls wichtige Maßnahmen. Insgesamt 18 Prozent der Unternehmen bieten eine betriebliche Gesundheitsförderung an, während 14 Prozent eine betriebliche Krankenversicherung zur Mitarbeitendengewinnung und -bindung nutzen. Auch hier sind größere Unternehmen aktiver: 29 Prozent der größeren Unternehmen bieten Gesundheitsförderung an, verglichen mit nur sieben Prozent der Kleinstunternehmen.

Versicherungen spielen eine entscheidende Rolle bei der Fachkräftebindung. Neben der bAV und der betrieblichen Krankenversicherung bieten 12 Prozent der Unternehmen auch eine betriebliche Unfallversicherung an. Diese Maßnahmen helfen, qualifizierte Mitarbeitende zu gewinnen und langfristig zu binden.

Über die KMU-Studie:
2024 befragte die Gothaer Versicherung deutsche KMU in einer Online-Befragung nach aktuellen Trends und Meinungen. Im Zeitraum vom 09. bis 29. Januar 2024 haben 1.022 Personen teilgenommen, die in ihren Unternehmen für das Thema Versicherungen (mit-) verantwortlich sind. Durchführendes Institut war die Heute und Morgen GmbH, Köln.

Wer Schulden hat, darf demnächst etwas mehr Geld im Portemonnaie behalten. Denn die Pfändungsfreigrenzen werden zum 1. Juli 2024 angehoben.

Auch Bundesbürger mit finanziellen Problemen, müssen ein auskömmliches Leben führen können. Deshalb hat der Gesetzgeber einen monatlichen Grundbetrag vom Arbeitseinkommen festgelegt, auf den Gläubiger keinen Zugriff haben. So soll verhindert werden, dass die Betroffenen auf Sozialhilfeniveau abrutschen und staatliche Transferleistungen in Anspruch nehmen müssen.

Die gute Nachricht: Ab dem 1. Juli 2024 dürfen Schuldner mehr von ihrem Lohn behalten. Der monatliche unpfändbare Grundbetrag für Arbeitseinkommen erhöht sich von 1.402,28 Euro auf 1.491,75. Wenn gesetzliche Unterhaltspflichten zu erfüllen sind, steigt dieser Beitrag. Die Berechnung ist abhängig vom Gehalt sowie der Anzahl der unterhaltspflichtigen Personen.

Für die erste unterhaltspflichtige Person erhöht sich der Pfändungsfreibetrag von 527,76 Euro auf 561,43 Euro im Monat. Für jede weitere unterhaltspflichtige Person steigt der pfändungsfreie Betrag jeweils um 312,78 Euro monatlich. Bisher waren dies 294,02 Euro im Monat.

Bezüge aus betrieblicher Altersvorsorge geschützt

Damit Menschen mit Schulden für ihren Ruhestand privat vorsorgen können, sind auch die betriebliche Altersvorsorge und die Zulagen für vermögenswirksame Leistungen vor Gläubigern geschützt. Darüber hinaus gilt das auch für bestimmte Renten und Zahlungen aus Witwen-, Waisen-, Hilfs- und Krankenkassen. Hier lohnt es sich im Zweifel, eine professionelle Beratung einzuholen.

Auf einige Versicherungen sollte man trotz Schulden nicht verzichten. So sollte jeder Bundesbürger eine private Haftpflicht-Police besitzen: Sie leistet, wenn man Dritten einen Schaden zufügt. Eine Kranken- und Pflegeversicherung ist ohnehin Pflicht. Die Rechtsschutzversicherung bietet Unterstützung, falls man mit einem teuren Rechtsstreit konfrontiert wird. Auch die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte -wenn möglich- nicht gekündigt werden, da sie die Arbeitskraft absichert. Andere Versicherungen hängen von der individuellen Lebenssituation ab. Auch hier hilft ein Beratungsgespräch, Einsparmöglichkeiten ausfindig zu machen.

Rente mit 63 gibt es nur nach 45 Beitragsjahren. Dennoch glauben manche Politiker an dieser Stelle sparen zu müssen. Doch die Bevölkerungsmehrheit befürwortet die Rente mit 63, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

Eine überwältigende Mehrheit der Deutschen spricht sich für eine abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren aus, wie eine aktuelle Civey-Umfrage im Auftrag des Sozialverbands VdK zeigt. Laut der Umfrage befürworten 86 Prozent der Bundesbürger diese Regelung. VdK-Präsidentin Verena Bentele kritisiert, dass die politische Debatte die Bedürfnisse der Bürger nicht widerspiegelt.

Besonders hoch ist die Zustimmung unter den Anhängern der Linken (96,8 Prozent) und der SPD (94,4 Prozent). Selbst bei den FDP-Anhängern unterstützen 70,9 Prozent die abschlagsfreie Rente.
“Der Konsens für die Beibehaltung einer abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren ist über alle politischen Lager und Generationen hinweg überwältigend groß. Die Debatte schürt Unzufriedenheit und Verunsicherung unter den Menschen, die ihre Lebensplanung bedroht sehen”, so Bentele.

Die Umfrage zeigt auch eine hohe altersübergreifende Unterstützung: 90,5 Prozent der 50- bis 64-Jährigen, 87,5 Prozent der über 65-Jährigen und 82,2 Prozent der 40- bis 49-Jährigen befürworten die Regelung. Bei den 18- bis 29-Jährigen liegt die Zustimmung bei 70,2 Prozent. Regional gibt es ebenfalls Unterschiede: 92,2 Prozent der Ostdeutschen und 83,9 Prozent der Westdeutschen unterstützen die abschlagsfreie Rente.
Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen die breite Unterstützung der Bevölkerung für die abschlagsfreie Rente und zeigen die Diskrepanz zur aktuellen politischen Diskussion.

Über die Studie:
Die Umfrage wurde vom Meinungsforschungsinstitut Civey durchgeführt. Zwischen dem 28. und 29. Mai 2024 wurden online 2.512 Bundesbürger ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ und berücksichtigen einen statistischen Fehler von 3,4 Prozentpunkten.

Zahlreiche Rentner bereuen, dass sie sich auf die gesetzliche Rente verlassen haben und nicht zusätzlich privat vorgesorgt haben. Welche staatlichen Maßnahmen als hilfreich gegen Rentenlücken angesehen werden und wie die private Vorsorge in Deutschland aussieht, zeigt eine aktuelle Untersuchung.

Laut einer neuen Studie haben fast zwei Drittel (64 Prozent) der Rentnerinnen und Rentner ausschließlich auf die gesetzliche Rente gesetzt und keine private Vorsorge getroffen. Besonders betroffen sind Frauen (67 Prozent) und Angestellte (66 Prozent). Rückblickend bedauern viele ihre mangelhaften Vorsorgemaßnahmen: 61 Prozent würden rückblickend mehr privat vorsorgen, und knapp ein Drittel (32 Prozent) sogar deutlich mehr.

Ratschläge an das “jüngere Ich”

Den Befragten zufolge würden sie ihrem jüngeren Selbst raten, frühzeitig eine Lebens- oder Rentenversicherung abzuschließen, vermögenswirksame Leistungen des Arbeitgebers zu nutzen und professionelle Beratung in Anspruch zu nehmen. Als besonders hilfreich zur Vermeidung finanzieller Nachteile betrachten sie staatliche Maßnahmen wie Förderung und Zuschüsse (20 Prozent), ein digitales Rentenkonto (19 Prozent) und verstärkte staatliche Aufklärung (17 Prozent).

Verspäteter Start der privaten Vorsorge

Unter denjenigen, die privat vorgesorgt haben, begann nur ein Viertel (25 Prozent) vor dem 30. Lebensjahr damit. Ein gutes Drittel (34 Prozent) startete erst nach dem 40. Lebensjahr. Insbesondere Frauen (42 Prozent) fingen später mit der Vorsorge an als Männer (29 Prozent).

Beliebte Vorsorgemaßnahmen

Bei den Rentnern, die privat vorgesorgt haben, sind die betriebliche Altersvorsorge (47 Prozent), Lebens- und Rentenversicherungen (42 Prozent) sowie Wohneigentum (41 Prozent) besonders verbreitet. Nur 24 Prozent setzten auf Wertpapiere wie Aktien, Fonds und Anleihen. Betriebsrenten machen bei 28 Prozent der Befragten einen großen Anteil am jetzigen Einkommen aus, gefolgt von Wohneigentum bei 25 Prozent und Lebens- und Rentenversicherungen bei 16 Prozent.

Erwartungen und finanzielle Sorgen im Ruhestand

Kurz vor dem Ruhestand hatten 62 Prozent der Befragten positive Erwartungen und freuten sich darauf, mehr nach ihren eigenen Bedürfnissen leben zu können. Negative Gefühle waren seltener, aber die Sorge, nicht genug Geld für den Alltag zu haben (44 Prozent), war weit verbreitet. Die Angst vor Einsamkeit (13 Prozent) und vor Langeweile (11 Prozent) spielten eine geringere Rolle.

Über die Studie:
Die HDI Rentner-Studie wurde in Zusammenarbeit mit dem Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov Deutschland durchgeführt. Sie ermöglicht durch ihren Umfang auch repräsentative Aussagen über die Rentensituation in einzelnen Bundesländern. Es wurden im Februar 2024 insgesamt 1.053 Rentnerinnen und Rentner zwischen 63 und 70 Jahren befragt.

Die Nutzung von Motorbooten wird bei den Deutschen immer beliebter. Laut dem Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW) gab es 2023 rund 1,2 Millionen registrierte Motorboote in Deutschland, ein Anstieg von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Fast die Hälfte der deutschen Motorbootbesitzer nutzt ihre Boote auch im Ausland. Daher ist der richtige Haftpflichtschutz unverzichtbar.

Haftpflicht in Deutschland: keine Pflicht, aber äußerst ratsam

Normale Haftpflichtpolicen decken meist nur Ruder-, Paddel- und Tretboote ab, nicht jedoch das eigene Motorboot. Auch gibt es in Deutschland keine Pflichtversicherung für Motorboote. Und dennoch ist eine spezielle Motorboot- Haftpflicht dringend zu empfehlen.

Können doch Unfälle mit Motorboot erheblichen Schaden anrichten – Sach-, aber insbesondere auch Personenschaden. Man stelle sich nur einmal vor, ein Motorboot kollidiert durch eine Unachtsamkeit mit einem anderen Motorboot und es kommt bei mehreren Unfallbeteiligten zu schweren Verletzungen oder gar zu einer Behinderung. Solche Schäden können einen Schadenverursacher ruinieren – denn Unfälle mit Motorboot können vergleichbar schwer sein wie Unfälle mit Pkw. Aus diesem Grund empfiehlt die Stiftung Warentest, eine Deckungssumme von mindestens drei Millionen Euro zu vereinbaren für die Bootshaftpflicht.

In manchen Ländern ist die Bootshaftpflicht eine Pflichtversicherung

In Ländern wie Italien, Spanien, Kroatien und der Schweiz besteht eine Versicherungspflicht für Motorboote:

  • In Kroatien ist die Deckungssumme mit etwa 470.000 Euro niedrig – Policen, die man vor Ort abschließt, decken meist nur Personenschäden im Wasser ab (Schwimmer, Taucher). Daher empfiehlt es sich, schon zuvor eine Versicherung mit höherer Deckung in Deutschland abzuschließen.
  • In Spanien sind die Mindestdeckungssummen noch niedriger: 336.568 Euro, was aus Sicht von Experten viel zu wenig ist.
  • Die Schweiz verlangt eine realistischere Deckungssumme: 2 Millionen Franken (ca. 2,06 Millionen Euro) für Personen- und Sachschäden.
  • In Italien sind die geforderten Summen am höchsten: 6,45 Millionen Euro für Personenschäden und 1,30 Millionen Euro für Sachschäden. Auch bei einer schon bestehenden Haftpflicht sollte man hier prüfen, ob die Deckungssumme den gesetzlichen Vorgaben entspricht.

Boot mieten: hier kann eine Wassersportversicherung für Boote helfen

Wenn man ein Boot im Urlaub mietet, ist dieses meist vor Ort versichert. Das Beispiel Kroatien zeigt aber, dass Deckungssummen manchmal sehr niedrig sind. Deswegen kann eine zusätzliche Wassersportversicherung sinnvoll sein, die auch leistet, sobald man mit fremdem Boot einen Schaden anrichtet. Wer hierzu Rat sucht, sollte sich dringend an eine Expertin oder einen Experten wenden.

Die Nutzung von Motorbooten wird bei den Deutschen immer beliebter. Laut dem Bundesverband Wassersportwirtschaft (BVWW) gab es 2023 rund 1,2 Millionen registrierte Motorboote in Deutschland, ein Anstieg von acht Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Fast die Hälfte der deutschen Motorbootbesitzer nutzt ihre Boote auch im Ausland. Daher ist der richtige Haftpflichtschutz unverzichtbar.

Haftpflicht in Deutschland: keine Pflicht, aber äußerst ratsam

Normale Haftpflichtpolicen decken meist nur Ruder-, Paddel- und Tretboote ab, nicht jedoch das eigene Motorboot. Auch gibt es in Deutschland keine Pflichtversicherung für Motorboote. Und dennoch ist eine spezielle Motorboot- Haftpflicht dringend zu empfehlen.

Können doch Unfälle mit Motorboot erheblichen Schaden anrichten – Sach-, aber insbesondere auch Personenschaden. Man stelle sich nur einmal vor, ein Motorboot kollidiert durch eine Unachtsamkeit mit einem anderen Motorboot und es kommt bei mehreren Unfallbeteiligten zu schweren Verletzungen oder gar zu einer Behinderung. Solche Schäden können einen Schadenverursacher ruinieren – denn Unfälle mit Motorboot können vergleichbar schwer sein wie Unfälle mit Pkw. Aus diesem Grund empfiehlt die Stiftung Warentest, eine Deckungssumme von mindestens drei Millionen Euro zu vereinbaren für die Bootshaftpflicht.

In manchen Ländern ist die Bootshaftpflicht eine Pflichtversicherung

In Ländern wie Italien, Spanien, Kroatien und der Schweiz besteht eine Versicherungspflicht für Motorboote:

  • In Kroatien ist die Deckungssumme mit etwa 470.000 Euro niedrig – Policen, die man vor Ort abschließt, decken meist nur Personenschäden im Wasser ab (Schwimmer, Taucher). Daher empfiehlt es sich, schon zuvor eine Versicherung mit höherer Deckung in Deutschland abzuschließen.
  • In Spanien sind die Mindestdeckungssummen noch niedriger: 336.568 Euro, was aus Sicht von Experten viel zu wenig ist.
  • Die Schweiz verlangt eine realistischere Deckungssumme: 2 Millionen Franken (ca. 2,06 Millionen Euro) für Personen- und Sachschäden.
  • In Italien sind die geforderten Summen am höchsten: 6,45 Millionen Euro für Personenschäden und 1,30 Millionen Euro für Sachschäden. Auch bei einer schon bestehenden Haftpflicht sollte man hier prüfen, ob die Deckungssumme den gesetzlichen Vorgaben entspricht.

Boot mieten: hier kann eine Wassersportversicherung für Boote helfen

Wenn man ein Boot im Urlaub mietet, ist dieses meist vor Ort versichert. Das Beispiel Kroatien zeigt aber, dass Deckungssummen manchmal sehr niedrig sind. Deswegen kann eine zusätzliche Wassersportversicherung sinnvoll sein, die auch leistet, sobald man mit fremdem Boot einen Schaden anrichtet. Wer hierzu Rat sucht, sollte sich dringend an eine Expertin oder einen Experten wenden.

Im Jahr 2023 gingen fast eine Million Deutsche in den Ruhestand, erhielten jedoch im Schnitt nur 1.110 Euro monatlich. Besonders auffällig ist die erhebliche Rentenlücke zwischen Männern und Frauen.

Im Jahr 2023 traten 952.658 Deutsche altersbedingt in den Ruhestand, wie die aktuellen Zahlen der Deutschen Rentenversicherung (DRV) zeigen. Im Durchschnitt erhielten diese Neurentner eine monatliche Rente von 1.110,26 Euro. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Rentenbezügen von Männern und Frauen.

Frauen erhalten fast 28 Prozent weniger Rente

Von den neuen Altersrentnern waren 491.952 Frauen, was 31.246 mehr als bei den männlichen Rentenbeziehern ist. Trotzdem erhielten Frauen im Schnitt nur 936,91 Euro monatlich, während Männer durchschnittlich 1.295,36 Euro erhielten. Damit liegt die Rente von weiblichen Neurentnern rund 27,7 Prozent unter der der Männer.

Mini-Renten auf Bürgergeldniveau

Von den 952.658 Rentenbeziehern im Jahr 2023 erhielten 397.579 Personen eine Regelaltersrente, die im Schnitt bei nur 727,85 Euro pro Monat lag. Diese Mini-Rente betrifft 41,7 Prozent der Neurentner und liegt oft nur knapp über dem Niveau des Bürgergelds. Besonders betroffen sind Frauen, die im Schnitt nur 628,78 Euro monatlich erhalten. Zum Vergleich: Im Jahr 2024 liegt die Grundsicherung für Alleinstehende bei 563 Euro pro Monat.

Bessere Renten für langjährig Versicherte

Besser sieht es für die besonders langjährig Versicherten aus. Diese müssen 45 Beitragsjahre vorweisen und erhielten im Durchschnitt eine Altersrente von 1.565,42 Euro. Die 212.611 langjährig Versicherten mit 35 Beitragsjahren erhielten durchschnittlich 1.172,68 Euro. Zudem erhielten 62.210 Personen aufgrund einer schweren Behinderung eine durchschnittliche Altersrente von 1.302,89 Euro pro Monat.

Diese Zahlen verdeutlichen die Herausforderung, die Altersarmut in Deutschland zu bekämpfen und eine gerechtere Verteilung der Renten zu erreichen, insbesondere zwischen Männern und Frauen.

Eine neue Studie zeigt, dass Frauen die Lücke in der Altersvorsorge zwischen den Geschlechtern oft unterschätzen. Trotz zunehmendem Bewusstsein sind viele Frauen pessimistisch über ihre finanzielle Zukunft im Alter. Mit durchschnittlich nur 890 Euro monatlich aus der gesetzlichen Rente und einer höheren Lebenserwartung stehen Frauen vor großen Herausforderungen.

Eine aktuelle Untersuchung beleuchtet die geschlechtsspezifische Lücke in der Altersvorsorge, das sogenannte Gender Pension Gap. Bei einer Befragung von 1.000 Frauen bundesweit schätzten die meisten das Einkommensgefälle im Alter zwischen Männern und Frauen auf durchschnittlich 27 Prozent – weit unter der tatsächlichen Differenz von über 40 Prozent, die das Statistische Bundesamt ermittelt hat. Selbst wenn Einkünfte aus der Hinterbliebenenrente berücksichtigt werden, bleibt das Gender Pension Gap in Deutschland bei 30 Prozent.

Eine überwältigende Mehrheit von 95 Prozent der Frauen in Deutschland geht davon aus, dass sie selbst von dieser Ungleichheit betroffen sein werden. Die Unsicherheit über die eigene Altersvorsorge ist groß: Die Hälfte der Frauen glaubt nicht, dass ihre Vorsorge ausreichen wird, und ein Drittel hat keine klare Vorstellung vom eigenen Einkommen im Alter. Im Jahr 2022 betrug die durchschnittliche gesetzliche Rente für Frauen 890 Euro pro Monat, während Männer durchschnittlich 1.373 Euro erhielten. Diese Unterschiede zeigen sich auch in der betrieblichen und privaten Vorsorge.

Die Studie zeigt auch, dass über die Hälfte der Frauen Handlungsbedarf bei ihrer Altersvorsorge sieht. Während im Jahr 2020 nur 43 Prozent der befragten Frauen glaubten, dass ihr Lebensstandard im Alter sinken würde, sind es heute fast zwei Drittel. Zudem ist der Unterschied im Alterseinkommen von Frauen und Männern inzwischen 75 Prozent der Frauen bekannt – ein Anstieg gegenüber den 80 Prozent, die dies noch vor einigen Jahren nicht wussten.

Über die Studie:
Zum zweiten Mal innerhalb von vier Jahren hat die Allianz Leben 1.000 Frauen aus ganz Deutschland zum Gender Pension Gap befragt.

Wetterextreme wie Sturm, Hochwasser und Starkregen nehmen zu und verursachen immer häufiger Schäden. Wie teuren Schäden im Wohngebäude-Bereich vorgebeugt werden kann.

Um mögliche Schäden nach Extremwetter-Ereignissen zu verhindern oder deren Ausmaß einzugrenzen, sind Präventionsmaßnahmen ratsam. Einige Tipps dafür sind hier zusammengestellt:

  • Gebäudestrukturen anpassen: Investieren Sie in strukturelle Anpassungen und wasserbeständige Materialien, um Ihr Haus widerstandsfähiger gegen Hochwasser zu machen. Hilfreich können auch erhöhte Schwellen an Eingängen und wasserdichte Kellerfenster sein.
  • Entwässerungssysteme warten: Stellen Sie sicher, dass Dachrinnen und Abflüsse frei von Verstopfungen sind, um eine effektive Ableitung von Wasser zu gewährleisten.
  • Rückstausicherung überprüfen: Kontrollieren Sie, ob alle Entwässerungsobjekte unterhalb der Rückstauebene über eine funktionsfähige und gewartete Rückstausicherung verfügen.
  • Risikobewusstsein und Frühwarnsysteme nutzen: Behalten Sie Schwachstellen Ihres Hauses im Blick, informieren Sie sich über lokale Hochwasserrisiken und nutzen Sie Frühwarnsysteme, um rechtzeitig Maßnahmen ergreifen zu können.
  • Hochwasserschutzwände errichten: Wenn möglich, lassen Sie Schutzwälle oder Barrieren um Ihr Grundstück errichten, um das Eindringen von Hochwasser zu verhindern oder zu verringern.

Die Wohngebäudeversicherung

Trotz präventiver Maßnahmen kann es zu Schäden kommen. Daher ist eine Wohngebäudeversicherung essenziell. Diese schützt vor den finanziellen Folgen von Sachschäden am Gebäude. Neben Feuer, Sturm und Hagel bietet die Wohngebäudeversicherung auch Schutz vor Elementarschäden – als optional hinzubuchbare Ergänzung. Die Verbraucherzentrale empfiehlt eine Wohngebäudeversicherung als unverzichtbar für jeden Hauseigentümer.

Abwicklung und Management von Schadenfällen

Bei Schadenfällen steht die Sicherheit der Menschen an erster Stelle. Bei überfluteten Räumen und Gebäudeteilen muss unbedingt der Strom abgeschaltet werden. Erste, provisorische Abdichtungen sollten vorgenommen werden, um weiteres Eindringen von Wasser zu verhindern. Dabei geht die eigene Sicherheit immer vor.
Informieren Sie den zuständigen Versicherer frühzeitig – noch vor den Handwerkern. Viele Versicherer haben ein Netzwerk aus Handwerksbetrieben und können schnell Hilfe organisieren. Dokumentieren Sie den Schaden umfassend, zum Beispiel mit Fotos, um die Schadenbearbeitung zu beschleunigen.

Tipp: Überprüfen Sie regelmäßig Ihren Versicherungsschutz und achten Sie auf vertragliche Details. Eine Elementarschadenversicherung ist auch in Gebieten, die nicht als Hochrisikogebiete gelten, sinnvoll. Durch rechtzeitige Vorsorge und gezielte Maßnahmen können Schäden durch Wetterextreme effektiv minimiert werden.