Beiträge

Von welchen Schäden waren Deutsche bereits in ihrem Zuhause betroffen? Das ermittelte eine Erhebung. Demnach sind Sturm und defekte Wasserleitungen die häufigsten Ursachen für Schäden im eigenen Zuhause.

Mit welchen Schadenereignissen waren Deutsche bereits in ihrem Zuhause konfrontiert, wollte ein Versicherer wissen und beauftragte das Meinungsforschungsinstitut forsa. Dessen Umfrage-Ergebnisse liegen nun vor. Am häufigsten sind demnach Sturm- und Leitungswasserschäden. Jeweils 22 Prozent der Befragten geben an, bereits einen solchen Schaden erlitten zu haben. Auf Rang drei folgt das gestohlene Fahrrad. 19 Prozent der Deutschen wurde demnach schon ein Drahtesel entwendet.

Mit einem Hagelschaden waren 12 Prozent der Befragten konfrontiert. Erst im Sommer 2021 zeigte sich in Teilen Süddeutschlands, wie verheerend solche Hagelereignisse sein können.

Ebenfalls häufig genannte Schadenereignisse sind Einbruch und/oder Diebstahl (10 Prozent), Überspannungsschäden (neun Prozent) und Hochwasser (sieben Prozent).

Leitungswasserschäden unterschätzt

Auch der Versicherer-Dachverband GDV warnt, dass Leitungswasserschäden zu den am meisten unterschätzten Gefahren zählen. Mehr als drei Milliarden Euro zahlen die Versicherer pro Jahr für derartige Schadenereignisse. Schäden durch Leitungswasser zählen somit zu den teuersten im Wohngebäudebereich.

Von 2002 bis 2019 mussten die Wohngebäudeversicherer laut GDV insgesamt 77 Milliarden Euro für alle versicherten Gefahren erstatten: Hierunter fallen Sturm und Hagel, Feuer, Leitungswasser und weitere Naturgefahren. Allein 38 Milliarden Euro, fast die Hälfte der Schadenskosten, wurde hierbei für Leitungswasserschäden bezahlt.

Über die Studie:
Für die bevölkerungsrepräsentative Umfrage “Zukunft Wohnen” befragte das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag der CosmosDirekt Versicherung 1.003 Männer und Frauen zwischen 20 und 50 Jahren.

Die Angst vor Wohnungseinbrüchen ist die größte Angst für ein Viertel der Deutschen bezogen auf kriminelle Übergriffe. Dennoch wird kaum in Schutzmaßnahmen investiert. Schlimmer noch: Dass der Staat Präventionsmaßnahmen fördert, ist nahezu unbekannt.

Laut jüngster Polizeilicher Kriminalstatistik (PKS) ist die Zahl der Wohnungseinbrüche im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Wurden 2018 noch 97.504 Einbrüche gemeldet, ging die Zahl 2019 auf 87.145 Fälle zurück. Doch das allein ist kein Grund zum Feiern. Zum einen ist jeder Einbruch einer zu viel. Zum anderen steigt die Schadensumme. Sie lag 2018 noch bei 260,7 Millionen Euro und kletterte 2019 auf 291,9 Millionen Euro – bei weniger Fällen!

Vor diesem Hintergrund wundert es nicht, dass Einbrüche in Wohnung oder Haus für ein Viertel der Deutschen die größte Angst bezogen auf kriminelle Übergriffe ist. Noch mehr fürchten die Deutschen nur Gewalt und Körperverletzung.

Und trotzdem nutzt knapp die Hälfte der Befragten keine speziellen Absicherungssysteme, um die eigene Wohnung oder das Haus zu schützen. 64 Prozent der Befragten planen keine Investitionen in Einbruchschutz innerhalb der nächsten 12 Monate.

Gefragt nach den Quellen, die genutzt werden, um sich über Einbruchschutz-Maßnahmen zu informieren, geben die Befragten Folgendes an:

  • Polizei: 47 %
  • Internet: 43 %
  • Sicherheitsfachgeschäft: 36 %
  • Umfeld, Freunde, Verwandte: 22 %
  • Versicherung: 18 %
  • Baumarkt: 10 %
  • Sonstiges: 1 %
  • Weiß nicht / keine Angabe: 14 %

Etwas überraschend ist allerdings, dass die große Mehrheit der Befragten – nämlich 67 Prozent – angibt, nicht gewusst zu haben, dass der Staat die Einbruchschutz-Prävention finanziell fördert. 18 Prozent geben zwar an, davon schon einmal gehört zu haben, es aber nicht genau zu wissen. 10 Prozent wussten davon und nur 2 Prozent der Befragten haben bereits solche Förderungen in Anspruch genommen.

Einer der wichtigsten Förderer von Investitionen in Einbruchschutzmaßnahmen ist die KfW.

Über die Studie:
Vom 14.09. – 16.09.2020 wurden 2.082 Menschen befragt. Basis ist eine bevölkerungsrepräsentative Stichprobe der deutschen Wohnbevölkerung ab 18 Jahren. Durchgeführt wurde die Studie von YouGov im Auftrag von ABUS.

Kontinuierlich nehmen Wohnungseinbrüche ab. Das zeigt aktuell die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS), die im März diesen Jahres veröffentlicht wurde. Demnach gingen die Wohnungseinbrüche von 97.504 Fällen in 2018 auf 87.145 Fälle in 2019 zurück. Hinzu kommen 86.604 Fälle von Diebstahl aus Keller- und Dachbodenräumen in 2019.

Trotz des Rückgangs absoluter Zahlen gibt es allerdings durch die deutschlandweite Schadensumme der Einbrüche auch einen Wermutstropfen zu schlucken – denn diese stieg von 260,7 Millionen Euro in 2018 auf 291,9 Millionen Euro in 2019.

Einbruchshochburg Deutschlands: Bremen

Geht man nach absoluten Zahlen, fanden die meisten Diebstähle 2019 in Berlin statt mit 7.965 erfassten Fällen für den so genannten “Wohnungseinbruchsdiebstahl”. Es folgen Hamburg mit 4.312 erfassten Fällen und Köln mit 2.482 Fällen in 2019. Freilich: Solche hohen absoluten Werte begründen sich auch durch die hohe Einwohnerzahl der genannten Städte.

Denn geht man statt nach absoluten Zahlen nach der “Häufigkeitszahl je 100.000 Einwohner” und betrachtet so die Wohnungseinbruchsdiebstähle in Relation zur Einwohnerzahl, ändert sich die Rangliste der Einbruchshochburgen. Dann nämlich gilt nicht mehr Berlin, sondern Bremen als Einbruchshochburg Deutschlands. So müssen in Bremen 278 Einbrüchen je 100.000 Einwohner verzeichnet werden. Es folgt Bonn mit 253 Einbrüchen je 100.000 Einwohner und Bremerhaven mit 246 Einbrüchen je 100.000 Einwohner. Auf Rang vier dieser negativen Wertung liegt Saarbrücken mit 245 Einbrüchen je 100.000 Einwohner.

Berlin hingegen bringt es hier, mit 219 Einbrüchen je 100.000 Einwohner, nur auf Rang neun der Einbruchshochburgen Deutschlands.

Es gilt die Regel: Man mache es Einbrechern so schwer wie möglich

In Einfamilienhäuser dringen Einbrecher zumeist über Fenstertüren und Fenster ein. Hingegen dringen die Täter in Mehrfamilienhäuser zumeist über Wohnungstüren ein – jedoch auch über jene Fenstertüren und Fenster, die leicht erreichbar sind. Zur Verhinderung der Einbrüche sollte die Regel beachtet werden: Man mache es Einbrechern so schwer wie möglich.

Denn statt Ehrgeiz treibt die Täter Eile. So scheiterten in 2019 immerhin 45,3 Prozent der Einbruchsversuche – davon viele, weil die Täter nicht schnell genug ins Innere des Hauses gelangten. Demnach kann bereits helfen, Fenster, Balkon- und Terrassentüren auch bei kurzer Abwesenheit stets zu verschließen oder gekippte Fenster zu vermeiden. Rolladen sollten zudem zur Nachtzeit – keineswegs aber tagsüber – geschlossen werden. Denn geschlossene Rolladen am Tag signalisieren dem Einbrecher “Abwesenheit”.

Ein absolutes Tabu sind zudem versteckte Schlüssel außerhalb der Wohnung – Täter kennen derartige Verstecke gut. Weitere Sicherheitstips gibt die Polizei auf der Seite www.k-einbruch.de

Mit der Hausratversicherung gegen Einbruch versichern

Mit einer Hausratversicherung können Mieter und Hausbesitzer ihr Eigentum vor dem materiellen Verlust durch Einbruch und Vandalismus, Feuer, Sturm, Hagel oder vor Leitungswasserschäden schützen. Die Hausratversicherung übernimmt die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände und erstattet die Kosten für Reparaturmaßnahmen – beispielsweise nach einem Einbruch aufgrund aufgebrochener Fenster und Türen.

Jedoch: 25 Prozent aller Haushalte in Deutschland besitzen laut Institut für Demoskopie Allensbach keine Versicherung für die eigenen vier Wände – und stehen damit beim Wohnungseinbruch ohne finanzielle Hilfe da. In diesem Falle ist Beratung zum Versicherungsschutz dringend geboten.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist auch 2018 wieder gesunken, zum dritten Mal in Folge: so die gute Nachricht. Die schlechte: Noch immer ist die Zahl immens hoch. Rund 110.000mal verschafften sich Kriminelle unerlaubt Zugang in fremde Wohnungen, so zeigen aktuelle Zahlen der Versicherungswirtschaft.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist 2018 erneut gesunken, zum dritten Mal in Folge. Rund 110.000 versicherte Einbrüche mussten die Hausratversicherer im abgelaufenen Jahr bezahlen, so berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) am Montag. 2017 sind es noch 130.000 Delikte gewesen und 2015 gar 180.000.

Der Trend ist also eindeutig positiv. Und doch ist die Zahl der Einbrüche noch erschreckend hoch. Alle viereinhalb Minuten werden irgendwo in Deutschland erfolgreich Türen aufgehebelt, Schlösser geknackt oder unbefugt Fenster geöffnet. Die Langfinger gehen dabei sehr professionell vor. Oft agieren sie in Banden und haben den Tatort sehr genau ausspioniert und beobachtet, bevor sie zur Tat gehen.

Doch besser ist es, man lässt es erst gar nicht so weit kommen. So betont auch der Geschäftsführer des Versicherer-Verbandes, Wolfgang Weiler, dass keineswegs weniger Einbrecher unterwegs seien und so die sinkende Einbruchzahl zu erklären ist. Aber die Menschen sorgen schlicht besser vor. “An den sinkenden Einbruchzahlen wird deutlich: Vorsorge wirkt! Viele Hausbesitzer haben in den vergangenen Jahren in bessere Sicherheitstechnik investiert, das zahlt sich aus”, so der Versicherungsexperte.

Schon kleine Korrekturen helfen

Helfen können schon kleine Maßnahmen, wie der GDV betont. Der Dachverband der Versicherer fordert, dass für Neubauten in Deutschland künftig einbruchhemmende Fenster und Türen Pflicht werden. Hier verschaffen sich Kriminelle besonders oft Zugang, wie die Statistik zeigt. Einen verpflichtenden Sicherheits-Standard gibt es aber bisher nicht.

Konkret sollen Fenster doppelt verglast und die Griffe gesondert abschließbar sein. Diese dann gewaltsam zu öffnen, kostet extra Zeit — und schreckt ab. “Nahezu jeder zweite Einbruchsversuch wird abgebrochen, weil Täter nicht schnell genug ins Haus kommen”, so Weiler.

Auch müssen Haus- und Wohnungsbesitzer nicht unbedingt eine Überwachungskamera am Haus anbringen, um sich sicherer zu fühlen. Schon eine Lichtschaltanlage, die bei Bewegung automatisch für Helligkeit sorgt, lässt Einbrecher oft von ihrem Plan abrücken: Diese agieren lieber unbeobachtet im Dunkeln.

Vorsicht bei längerer Abwesenheit!

Zusätzliche Vorsorge sollte getroffen werden, wenn man länger von der Wohnung abwesend ist, etwa aufgrund einer Urlaubs- oder Dienstreise. Verwandte oder Freunde können beauftragt werden, regelmäßig den Briefkasten zu leeren. Denn quillt er über, wissen die Diebe, hier ist gerade für längere Zeit niemand zu Hause. Über automatische Zeitschaltuhren lassen sich auch Rollos zu bestimmten Zeiten hoch- und runterfahren sowie das Licht an- und ausschalten. Denn ständig dunkle Wohnungen mit heruntergelassenen Rollos senden ebenfalls eine deutliche Botschaft: Hier ist gerade niemand da.

Wenn es doch einmal passiert ist, dass ein Einbrecher Erfolg hatte, zahlt die Hausratversicherung für gestohlene Dinge. Hier sollte bedacht werden, dass der Wert des Hausrates in den letzten Jahren stetig gestiegen ist, dank teurer Geräte wie Flachbildfernseher, Thermomixer und Smartphones. Im Schnitt 2.850 Euro mussten die Versicherer 2018 pro Einbruch zahlen, 100 Euro mehr als noch im Jahr davor. Für viele wertvolle Sachen ist der Ersatz oft gedeckelt, werden sie in der Wohnung aufbewahrt, etwa für Bargeld, Schmuck oder Dokumente. Hier sollte man sich beraten lassen, um den passenden Schutz zu finden.

Die Zahl der Wohnungseinbrüche ist auch im letzten Jahr gestiegen. Aber was müssen Versicherte beachten, damit die Hausratversicherung für einen Schaden aufkommt? Muss die Tür zum Beispiel abgeschlossen sein – oder reicht es auch aus, wenn man sie nur ins Schloss fallen lässt?

Wenn in die Wohnung eingebrochen wird, übernimmt die Kosten in der Regel die Hausratversicherung. Doch unter welchen Bedingungen zahlt die Versicherung überhaupt? Muss eine Tür zum Beispiel mit zwei Schlüssel-Umdrehungen abgeschlossen sein, damit man seinen Schaden ersetzt bekommt? Derartige Informationen liest man im Internet recht häufig. Schließlich liegt ein Einbruch per Definitionem nur vor, wenn sich die Übeltäter gewaltsam Zutritt zur Wohnung verschafft haben. Ob diese Online-Behauptungen stimmen, mit dieser Frage hat sich aktuell die „Deutsche Anwaltauskunft“ auseinandergesetzt.

Versicherung darf Leistung nur anteilig kürzen

Grundsätzlich gilt: Selbst wenn der Versicherungsnehmer die Wohnungstür abzusperren vergaß, kann der Hausratversicherer seine Leistung nicht komplett verweigern. Seit einer Reform des Versicherungsvertragsgesetzes im Jahr 2008 ist es den Anbietern nur gestattet, die Leistung anteilig zu kürzen. „Wie hoch die Kürzung ausfällt, hängt immer von den Umständen im jeweiligen Einzelfall ab“, weiß Monika Maria Risch von der Arbeitsgemeinschaft Versicherungsrecht im Deutschen Anwaltverein (DAV).

Dennoch sollte das keine Einladung zum Leichtsinn sein. Denn je fahrlässiger sich der Verbraucher verhält, umso stärker fallen auch die Kürzungen der Versicherung aus. Negativ fällt zum Beispiel ins Gewicht, wenn man das Fenster beim Verlassen der Erdgeschoss-Wohnung angekippt lässt, obwohl teurer Schmuck im Wohnzimmer liegt. Und wer zu einer längeren Urlaubsreise aufbricht, sollte besser alle Türen und Fenster verschlossen haben!

Zudem sollte im Versicherungsvertrag ein „Verzicht auf Einspruch grober Fahrlässigkeit“ vereinbart sein, sonst darf die Versicherung schon bei kleinen Unaufmerksamkeiten die Leistung stark kürzen. Die Mehrheit der Anbieter hat die wenig kundenfreundliche Klausel mittlerweile in den meisten Tarifen gestrichen – aber gerade bei „billigen“ Policen ist sie u.U. noch enthalten!

Tür sollte abgeschlossen sein – je nach Situation

Grundsätzlich sind Versicherungsnehmer laut Rechtsprechung verpflichtet, die Tür beim Verlassen der Wohnung abzuschließen, berichtet das Portal anwaltauskunft.de. Ein bloßes Zuziehen kann zwar bereits ausreichend sein, aber nur dann, wenn sich der Betroffene nur kurzfristig entfernt, etwa um ein Paket beim Nachbarn abzuholen. Bereits eine Abwesenheit von zwei Stunden kann eine Kürzung der Versicherungsleistung um 50 Prozent bewirken, wenn die Tür nur zugezogen und nicht abgeschlossen war, hat das Landgericht Kassel entschieden (Az. 5 O 2653/09).

Aus der bisherigen Rechtsprechung lässt sich übrigens keine Pflicht herleiten, den Schlüssel beim Abschließen zweimal herumzudrehen, wie auf vielen Online-Foren fälschlicherweise behauptet wird. Aber auch hier entscheidet der Einzelfall. Gerade bei längerer Abwesenheit sollte man deshalb lieber doppelt absperren – schließlich sollen es auch die Einbrecher nicht zu einfach haben!