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Ob teurer Fernseher, Flachbildschirm oder Kühlschrank: Elektronische Geräte können bei einem Gewitter durch Blitz und Überspannung Schaden nehmen. Wie der Dachverband der Versicherer aktuell mitteilt, steigen die Schadenssummen für Gewitterschäden immer mehr an: 2013 wurden im Schnitt 800 Euro für ein beschädigtes Gerät gezahlt.

Wenn das Sommerwetter die Menschen mit sonnigen Temperaturen verwöhnt, drohen leider auch Gewitterschäden. Der Blitzinformationsdienst zählte im Juni des letzten Jahres 600.000 Blitze über Deutschland – innerhalb eines einzigen Monats! Insgesamt blitzte es 2013 rund 1,6 Millionen mal.

Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) aktuell mitteilt, sank 2013 zwar die Zahl der Gewitterschäden deutlich im Vergleich zum Vorjahr. Zugleich aber stieg die Höhe der Schäden und damit die ausgezahlten Summen deutlich an. Der Grund hierfür liege in den hochwertigen Geräten, die sich heute in Haushalten wiederfinden. Ob Espresso-Maschine, Flachbildschirm oder Hochleistungsrechner: die Bundesbürger investieren immer mehr Geld in Technik!

In der Summe regulierten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer im letzten Jahr bundesweit 340.000 Blitz- und Überspannungsschäden. Dafür erhielten die Kunden insgesamt 280 Millionen Euro ausgezahlt. Pro Schaden betrug die erstattete Summe im Schnitt 800 Euro, so viel wie noch nie.

Aber Vorsicht: In Hausratversicherungs-Verträgen sollten Kunden genau nachlesen, ob laut Police auch Überspannungsschäden versichert sind. Nur dann erstattet eine Versicherung die Schadenssumme, wenn der Blitz nicht direkt in ein Endgerät einschlägt, sondern sich die Energie des Blitzes über Strom- und Telefonleitungen ausbreitet und einen Defekt verursacht. Laut Statistik sind heute vor allem Überspannungsschäden Ursache für zerstörte technische Geräte.

Manche Versicherer schließen Überspannungsschäden oder Folgeschäden durch Blitzeinschlag aus. Dann machen die Verbraucher lange Gesichter, wenn der Anbieter für den zerstörten Fernseher nicht aufkommen will, obwohl man doch eine Hausratversicherung abgeschlossen hat. Im Zweifel klärt ein Beratungsgespräch, worauf bei Vertragsabschluss zu achten ist!

Zum Jahresende treten deutlich mehr Brandfälle auf als in den vorherigen Monaten. Das mag auch kaum verwundern: Sowohl zu Weihnachten als auch an Silvester spielen viele Menschen mit dem Feuer, sollen doch Kerzen und Knaller für Stimmung sorgen!

Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) sind in der Weihnachts- und Neujahrszeit rund 40 Prozent mehr Schäden durch Brände zu beklagen wie in anderen Monaten. Wichtigste Brandursache sind hierbei unzureichend gesicherte Adventsbestecke, brennende Weihnachtsbäume und Unachtsamkeit bei der Silvesterknallerei. Allein im Dezember 2012 wurden rund 11.000 Brände gezählt, die einen Schaden von insgesamt 32 Millionen Euro verursacht haben.

Deshalb sollten alle Weihnachts-Enthusiasten auf einen sicheren Umgang mit Feuer achten. Statt den Christbaum mit echten Kerzen zu bestücken, empfiehlt sich eine elektronische Beleuchtung, die allerdings über ein TÜV- oder „GS“- Siegel für geprüfte Sicherheit verfügen muss. Denn gerade bei der Weihnachtsbeleuchtung sind laut Stiftung Warentest viele Billigprodukte im Angebot, die selbst ein Brandrisiko darstellen.

Auch muss der Weihnachtsbaum fest und sicher in einem dafür vorgesehenen Ständer auf dem Boden befestigt werden, damit er nicht umkippen kann. Von brennbarem Weihnachtsschmuck aus Stroh oder Papier ist ebenfalls abzuraten. Kerzen sollten sicher auf einen dafür vorgesehenen Halter befestigt werden. Unter Ästen oder Zweigen haben Kerzen nichts verloren, hier besteht höchste Brandgefahr! Dass Kinder und Haustiere nicht unbeaufsichtigt mit dem Feuer allein gelassen werden, sollte ebenfalls eine Selbstverständlichkeit sein.

Wenn doch mal ein Silvesterknaller in der Wohnung landet oder das Tischtuch wegen des Weihnachtsgedecks Feuer fängt, ist es gut eine Hausratversicherung zu haben. Der Versicherer übernimmt dann den Schaden, wenn Einrichtungsgegenstände durch das Feuer beschädigt oder zerstört werden. Allerdings ist in den Verträgen darauf zu achten, dass der Versicherungsanbieter auch bei „grober Fahrlässigkeit“ zahlt – sonst kann schon ein kleiner Moment der Unachtsamkeit eine Kürzung der Leistung nach sich ziehen.

Noch nie haben die deutschen Versicherungen so viele Leistungen erbracht wie im Jahr 2012: Insgesamt 192 Milliarden Euro wendeten die Anbieter auf, um Schäden zu regulieren, Renten zu zahlen oder andere Leistungen zu erbringen.

Wie der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) berichtet, umfasst der Wert sowohl die ausgezahlten Leistungen als auch die Erhöhungen der Rückstellungen zugunsten der Versicherten. Und er zeigt, dass die deutsche Versicherungswirtschaft eine hohe Bedeutung für die Bundesbürger hat. Private, Selbstständige und Unternehmen waren 2012 mit fast 460 Millionen Versicherungsverträgen abgesichert. Darüber hinaus sind die deutschen Versicherer wichtige institutionelle Investoren – Ihre Kapitalanlagen machen immerhin 1,35 Billionen Euro aus.

Doch wenn eine Person eine Versicherungsleistung beantragen oder einen Schaden melden will, kann es schnell zu Komplikationen kommen. Fristen und Formalitäten sind einzuhalten, der Schadenshergang muss wahr und genau wiedergegeben werden. Was viele Bundesbürger nicht wissen: Auch Versicherungsvermittler sind hierfür wichtige Ansprechpartner. Sie haben oftmals eine jahrelange Routine im Umgang mit den Versicherungsunternehmen und wissen, worauf genau zu achten ist. Sollten Sie also einen Schadensfall haben, sprechen Sie auch Ihren Versicherungsvermittler an!