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Viele vermuten die größte Gefahr im Winter – doch tatsächlich haben Marderschäden am Auto im Frühjahr Hochsaison. Besonders zwischen April und Juni häufen sich die Fälle deutlich.

Marderschäden am Auto treten vor allem im Frühjahr besonders häufig auf. Auswertungen der vergangenen Jahre zeigen: In den Monaten April bis Juni werden deutlich mehr Schäden gemeldet als im restlichen Jahr. Der Höhepunkt liegt meist im Mai – mit einem spürbaren Anstieg gegenüber den Wintermonaten.

Der Grund liegt im Verhalten der Tiere. Während der Paarungszeit sind Marder besonders aktiv und aggressiv. Sie durchstreifen größere Reviere und reagieren empfindlich auf fremde Duftmarken. Wird ein Fahrzeug von einem Marder markiert und später in einem anderen Revier abgestellt, kann es zu Attacken kommen. Dabei werden Kabel, Schläuche oder Dämmmaterial im Motorraum beschädigt.

Die Folgen können teuer werden: Von kleinen Defekten bis hin zu Motorschäden ist alles möglich. Wer sein Fahrzeug schützen möchte, kann auf verschiedene Maßnahmen setzen. Dazu gehören spezielle Abwehrsysteme, regelmäßige Kontrollen des Motorraums oder eine Motorwäsche, um Duftspuren zu entfernen.

Vollständig verhindern lassen sich Marderschäden jedoch nicht. Umso wichtiger ist es, Risiken zu kennen und frühzeitig gegenzusteuern – gerade in den Frühlingsmonaten, wenn die Aktivität der Tiere ihren Höhepunkt erreicht.

Ein Steinschlag ist schnell passiert – und kann teuer werden. 2024 regulierten Versicherer in Deutschland rund 2,2 Millionen Glasbruchschäden an Autos. Inzwischen kostet jeder Schaden im Schnitt rund 900 Euro. Doch wer zahlt, wenn die Scheibe reißt?

Ob auf der Autobahn oder im Stadtverkehr – ein kleiner Stein genügt, und schon entsteht ein Sprung in der Windschutzscheibe. Solche Schäden nehmen laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) deutlich zu: 2024 wurden rund 2,2 Millionen Glasbruchschäden gemeldet, die Versicherer zahlten fast 2 Milliarden Euro – ein neuer Rekord.

Die Reparatur ist heute oft teurer als gedacht. Grund dafür sind gestiegene Ersatzteilpreise und Werkstattlöhne: Windschutzscheiben kosten rund 50 Prozent mehr als noch vor zehn Jahren, Rückleuchten sogar fast 90 Prozent. Außerdem sind moderne Fahrzeuge mit Sensoren und Kameras ausgestattet, die nach dem Austausch neu kalibriert werden müssen. Das treibt die Kosten zusätzlich in die Höhe.

Wann die Versicherung zahlt

Bei Glasbruch springt in der Regel die Teilkaskoversicherung ein. Sie übernimmt den Austausch oder die Reparatur der Scheibe – auch bei Steinschlägen, wenn sie rechtzeitig gemeldet werden. Eine Vollkaskoversicherung deckt Glasbruch ebenfalls ab. Wichtig: Der Schaden sollte unverzüglich gemeldet und mit Fotos dokumentiert werden.

Ein Glasbruchschaden wirkt sich nicht auf den Schadenfreiheitsrabatt aus. Dennoch kann es passieren, dass der Versicherer nach mehreren Schadenmeldungen den Vertrag kündigt. Deshalb lohnt es sich, bei kleineren Schäden zunächst die Werkstatt um Rat zu fragen, ob eine Reparatur ohne Versicherungsfall möglich ist.

Tipp: Wer sein Fahrzeug regelmäßig warten lässt und beschädigte Scheiben sofort austauscht, verhindert nicht nur Folgeschäden – sondern kann im Ernstfall auch längere Werkstattzeiten vermeiden.

2024 verursachten Wildunfälle in Deutschland Schadenkosten von über 1,1 Milliarden Euro in der Kasko-Versicherung – ein neuer Höchststand. Was bedeutet das für Autofahrer?

Im Jahr 2024 regulierten die deutschen Kfz-Versicherer Schäden aus Wildunfällen in Höhe von mehr als 1,1 Milliarden Euro. Dabei wurden über 276.000 Fälle gemeldet. Diese Entwicklung wirft ein Schlaglicht auf die steigenden Belastungen in der Schadenwirtschaft.

Für einzelne Unfälle heißt das: Die durchschnittliche Schadenhöhe stieg deutlich – von rund 3.850 Euro im Vorjahr auf etwa 4.100 Euro. Hauptgründe sind deutlich erhöhte Reparaturkosten, teurere Ersatzteile und steigende Stundensätze in Werkstätten. Zudem verschärfen die Risiken saisonal: In Herbst- und Dämmerungszeiten steigt die Gefahr für Wildwechsel auf Straßen deutlich an.

Für Fahrzeughalter heißt das: Teilkaskoverträge ohne Wildschadenschutz decken Schäden an Haarwild – doch sie setzen meist den Nachweis einer Wildschadensbescheinigung voraus. Auch Folgeschäden durch Ausweichmanöver sind oft ausgeschlossen. Die praktische Bedeutung: Es lohnt sich, den eigenen Versicherungsschutz genau zu prüfen – und im Gespräch mit Ihrem Berater zu klären, wie Sie finanziell besser abgesichert sind, wenn ein Wildunfall eintritt.

Die Preise in Kfz-Werkstätten explodieren: Stundensätze für Reparaturen haben 2024 erstmals die Marke von 200 Euro überschritten. Das treibt die Schadenkosten – und beeinflusst direkt Ihre Versicherungsprämien.

Werkstätten verlangen mittlerweile deutlich mehr für Reparaturen als früher: Im Jahr 2024 lag der Durchschnittsstundensatz für Mechanik-, Elektrik- oder Karosseriearbeiten bei rund 202 Euro, Lackierarbeiten sogar bei etwa 220 Euro. Gegenüber dem Vorjahr betrug der Anstieg fast acht Prozent.

Damit setzt sich ein Trend fort, der seit 2017 anhält: In sieben Jahren haben sich die Werkstattpreise um etwa 50 Prozent erhöht, während die allgemeine Teuerung im gleichen Zeitraum bei rund 24 Prozent lag.

Moderne Fahrzeuge mit komplexer Elektronik, Assistenzsystemen und teureren Ersatzteilen verstärken die Steigerung zusätzlich, da Reparaturen aufwändiger werden.

Folge: Die durchschnittlichen Kosten für Pkw-Sachschäden in der Haftpflicht steigen. 2024 lagen sie bei etwa 4.250 Euro – sieben Prozent über dem Vorjahr und fast 60 Prozent über dem Niveau von 2017. Diese Belastung wirkt sich auf die Kostenstruktur der Versicherer aus – und letztlich auf Ihre Beiträge. Viele Versicherer haben bereits reagiert und ihre Prämien angepasst, um die steigenden Schadenkosten zumindest teilweise abzudecken.

Wenn Sie wissen möchten, wie sich diese Entwicklungen auf Ihre Kfz-Versicherung auswirken – oder wie Sie trotz steigender Kosten sinnvoll gegensteuern können – sprechen Sie uns gerne an.

Die neuen Typklassen für die Kfz-Versicherung sind da – und sie bringen Veränderungen für Millionen Autofahrer. Rund 5,9 Millionen Versicherte müssen ab 2026 mit höheren Beiträgen rechnen, während knapp 4,7 Millionen von günstigeren Einstufungen profitieren.

Die Typklasse ist ein zentrales Kriterium bei der Berechnung der Kfz-Prämie. Sie richtet sich nach der Schaden- und Unfallbilanz eines Fahrzeugmodells. Steigen die Schäden, klettert auch die Einstufung – und damit meist der Beitrag. Umgekehrt profitieren Modelle mit guter Bilanz von günstigeren Tarifen.

Betroffene sollten prüfen, ob sich durch einen Tarif- oder Anbieterwechsel Einsparungen ergeben können. Denn auch die Wahl des Versicherungsumfangs oder eine Anpassung der Selbstbeteiligung können Einfluss auf die Kosten haben.

Kleine Steinschläge, große Wirkung: Sommerliche Temperaturen und Hagel machen Frontscheiben besonders anfällig – vor allem bei Temperaturschocks durch Klimaanlagen.

Ein sonniger Sommertag, das Auto steht in der Hitze, die Klimaanlage läuft auf Hochtouren – was wie eine harmlose Alltagsszene klingt, kann schnell zur Belastungsprobe für die Frontscheibe werden. Denn Glas dehnt sich bei Wärme aus. Treffen große Temperaturunterschiede auf einen bereits vorgeschädigten Bereich, kann aus einem kleinen Steinschlag ein großer Riss werden.

Besonders gefährdet ist der untere Bereich der Windschutzscheibe, an dem das Glas mit der Karosserie verklebt ist. Hagel kann den Effekt zusätzlich verstärken: Schon kleinere Körner genügen, um bestehende Schäden zu vergrößern. Daher raten Fachleute, bestehende Steinschläge vor dem Sommer prüfen und gegebenenfalls reparieren zu lassen.

Im Schadenfall greift in der Regel die Teilkaskoversicherung – vorausgesetzt, der Vorfall wird zeitnah gemeldet. Wichtig: Wer eigenmächtig in die Werkstatt fährt, riskiert Ärger bei der Kostenerstattung. Besser ist es, die Freigabe des Versicherers abzuwarten – einige bieten dafür inzwischen digitale Tools zur Schadenmeldung.

Ein Kunde wollte sein Quad online versichern – doch durch einen Fehler auf der Webseite des Versicherers wurde der Antrag fälschlich als Motorrad-Versicherung behandelt. Folge: ein höherer Beitrag.

Der Kunde hatte den Antragsprozess über den Button „Quad-Versicherung“ gestartet und alle Angaben korrekt gemacht – glaubte er. Tatsächlich war das Online-Formular aber für Motorräder ausgelegt, wie die Ombudsfrau im Beschwerdeverfahren herausfand. Sie testete die Seite selbst und bestätigte: Der Versicherer hatte einen Fehler in der Navigation seiner Webseite.

Weil das Missverständnis für den Kunden nicht erkennbar war, wurde dem Einspruch stattgegeben – der Versicherer musste den höheren Beitrag zurücknehmen.

Tipp: Wer ein Fahrzeug online versichern will, sollte beim Antrag genau hinschauen – und bei Zweifeln lieber direkt nachfragen.

E-Autos gelten als klimafreundlich – doch im Schadenfall kann es teuer werden, besonders beim Akku. Der Bund der Versicherten (BdV) rät deshalb, bei der Kaskoversicherung genau hinzuschauen. Denn die Unterschiede zwischen den Tarifen sind groß.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte laut BdV auf eine sogenannte All-Risk-Deckung achten. Diese schützt den Akku umfassend – etwa bei Tierbiss, Kurzschluss oder Totalschaden. Besonders wichtig: Folgeschäden durch Tierbisse und Kurzschluss sollten mindestens bis 20.000 Euro abgedeckt sein. Auch Entsorgungskosten und eine Neuwertentschädigung für den Akku sind empfehlenswert.

Ebenfalls sinnvoll ist ein Versicherungsschutz für Bedienfehler, Überspannungsschäden und das Abschleppen bei leerem Akku – allerdings zahlen viele Versicherer hier nur eingeschränkt. Wer eine Wallbox besitzt, sollte zudem auf deren Mitversicherung bei Brand, Diebstahl oder Überspannung achten.

Das Fazit der Verbraucherschützer: Kaskoversicherung ist beim E-Auto kein Pflichtprogramm, aber bei weitem kein Luxus. Worauf Verbraucherinnen und Verbraucher noch achten sollten, hat der BdV in einem kostenlosen Infoblatt zusammengestellt. Es kann auf der Website des Vereins heruntergeladen werden.

Marderbisse kosten Autofahrer jedes Jahr Millionenbeträge. Besonders im Frühjahr sind die Tiere aktiv. Doch mit ein paar einfachen Maßnahmen lassen sich teure Schäden verhindern.

Jedes Jahr verursachen Marder zehntausende Schäden an Autos. Besonders von April bis Juni steigt die Zahl der Vorfälle deutlich an. Die Tiere nagen bevorzugt an Kabeln, Schläuchen und Isolierungen im Motorraum. Wird ein Schaden zu spät bemerkt, kann das zu gefährlichen Ausfällen der Fahrzeugtechnik führen.

Warum Marder gerade im Frühjahr besonders aktiv sind

Im Frühling markieren Marder verstärkt ihr Revier. Die Duftstoffe bleiben an Autos haften – vor allem, wenn sie in unterschiedlichen Revieren geparkt werden. Andere Marder reagieren darauf aggressiv und zerbeißen markierte Schläuche und Kabel.

So können Sie Ihr Auto vor Mardern schützen

  • Regelmäßige Kontrolle: Wer den Motorraum regelmäßig inspiziert, kann erste Anzeichen eines Marderbesuchs frühzeitig entdecken.
  • Reinigung des Motorraums: Spezielle Sprays neutralisieren Duftmarken, eine professionelle Motorwäsche bietet noch besseren Schutz.
  • Mechanische Barrieren: Ein engmaschiges Drahtgitter unter dem Motorraum erschwert den Zugang. Zusätzliche Kabelummantelungen machen Schläuche und Leitungen weniger anfällig für Bissschäden.
  • Elektronische Abwehr: Stromplättchen an den Einstiegsstellen geben leichte Stromstöße ab, ohne die Tiere zu verletzen. Auch Ultraschallgeräte können Marder vertreiben.

Wie hoch sind die Kosten für Marderschäden?

Laut aktuellen Zahlen wurden im Jahr 2023 rund 235.000 Autos durch Marder beschädigt. Die durchschnittlichen Reparaturkosten lagen bei 550 Euro, insgesamt zahlten die Versicherer rund 130 Millionen Euro für Marderschäden. Besonders betroffen sind Elektrofahrzeuge: Beschädigte Hochvoltkabel führen oft zu hohen Reparaturkosten.

Wer kommt für den Schaden auf?

  • Teilkasko und Vollkasko: Decken Marderschäden ab, allerdings gibt es Unterschiede in der Leistung. Während einige Tarife nur die beschädigten Teile ersetzen, übernehmen andere auch Folgeschäden wie defekte Motorkomponenten.
  • Kfz-Haftpflicht: Kommt nicht für Marderschäden am eigenen Fahrzeug auf. Wer keine Kaskoversicherung hat, muss die Reparaturen selbst bezahlen.

Autobesitzer sollten in den kommenden Monaten besonders wachsam sein. Mit der richtigen Vorsorge lassen sich teure Reparaturen vermeiden.

Aus Blau werde Grün: So lautet zum Monatsende das Motto für tausende Moped-Fans. Denn wer mit seinem flotten Roller auf die Straße will, muss zum 1. März das neue grüne Kennzeichen aufschrauben, um nicht ohne Haftpflichtschutz zu fahren. Wer den Wechsel verpasst, muss mit bitteren Konsequenzen rechnen.

Ein wichtiges Datum für die Fans der kleinen Flitzer ist jedes Jahr der 1. März. Dann verlieren die alten Kfz-Kennzeichen ihre Gültigkeit und dürfen nicht mehr benutzt werden. 2016 ist grün die Farbe der neuen Nummernschilder. Wer noch keinen neuen Vertrag hat, muss folglich in den nächsten Tagen tätig werden!

Ohne gültige Versicherung sollte man sich hingegen nicht auf die Straße wagen. Dann ist nicht nur der Haftpflichtschutz fort, der Fahrer macht sich zudem strafbar. Das neue grüne Mopedkennzeichen brauchen alle motorisierten Zweiräder bis 50 Kubikzentimeter Hubraum und einer Höchstgeschwindigkeit bis 45 km/h. Auch Krankenfahrstühle und Fahrräder mit Hilfsmotor dürfen nicht ohne entsprechende Haftpflicht fahren.

Kommt es ohne Versicherungsschutz zu einem selbstverschuldeten Unfall und eine fremde Person wird dabei verletzt, muss der Verursacher mit seinem Vermögen für die Kosten einstehen. Hier droht die Verschuldung. Bei einem bleibenden Gesundheitsschaden, etwa einer Querschnittslähmung, kann schnell ein sechs- oder gar siebenstelliger Betrag an Schadensforderungen zusammenkommen!

Diebstahlschutz nur mit Teilkasko

Je nach Wert des Mofas empfiehlt sich der Abschluss einer Teilkaskoversicherung. Nur mit diesem Upgrade des Schutzes leistet die Versicherung auch, wenn das Moped entwendet wird. Leider kein unrealistisches Szenario. Aus Daten des GDV geht hervor, dass pro Tag circa 20 Zweiräder in Deutschland geklaut werden! Tatsächlich werden Roller im Vergleich zu Motorrädern weit häufiger gestohlen, berichtet der Versicherer-Dachverband.

Um ein neues Kennzeichen zu erhalten, ist die Betriebserlaubnis für das Mofa erforderlich. Diese ist auch immer mitzuführen, da sie den rechtmäßigen Eigentümer des Fahrzeuges ausweist. Aber Vorsicht! Wer die Erlaubnis im Helmfach liegen lässt, macht es potentiellen Dieben einfach. Dann haben die Langfinder nicht nur das Zweirad in ihren „Besitz“ gebracht, sondern obendrein die erforderlichen Zulassungspapiere. Ohne Dokumente wäre der Nachweis eines Diebstahls auch gegenüber dem Versicherer schwierig.