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E-Scooter gehören längst zum Straßenbild. Ende 2025 waren in Deutschland rund 1,66 Millionen Fahrzeuge versichert, davon etwa vier von fünf in Privatbesitz. Gleichzeitig steigt die Zahl der Unfälle. Wer mit dem E-Scooter unterwegs ist, sollte deshalb nicht nur die Verkehrsregeln kennen, sondern auch an den vorgeschriebenen Versicherungsschutz denken.

Für einen E-Scooter ist eine eigene Kfz-Haftpflichtversicherung vorgeschrieben. Als Nachweis dient die Versicherungsplakette am Fahrzeug. Die Haftpflicht kommt für Schäden auf, die Fahrer anderen zufügen. Eigene Verletzungen oder Schäden am eigenen Scooter sind damit dagegen nicht automatisch versichert. Wer einen privaten E-Scooter kauft, sollte deshalb nicht losfahren, bevor der Versicherungsschutz besteht.

Auch die Verkehrsregeln werden leicht unterschätzt. E-Scooter gehören grundsätzlich auf Radwege oder – wenn diese fehlen – auf die Fahrbahn, nicht auf den Gehweg. Zu zweit auf einem Scooter zu fahren ist ebenfalls verboten. Besonders wichtig sind die Alkoholregeln: Für E-Scooter gelten grundsätzlich dieselben Promillegrenzen wie für Autofahrer. Für Fahrer unter 21 Jahren und Führerscheinneulinge in der Probezeit gilt die Null-Promille-Grenze. Verstöße können nicht nur Bußgelder und Punkte nach sich ziehen, sondern auch Auswirkungen auf den Führerschein haben.

Dass Vorsicht nötig ist, zeigen die Unfallzahlen: 2025 wurden mehr als 16.000 E-Scooter-Unfälle mit Verletzten registriert. Auffällig ist zudem, dass Leih-Scooter mehr als doppelt so häufig Haftpflichtschäden verursachen wie private Fahrzeuge. Unabhängig davon, wem der Scooter gehört, gilt deshalb: Regeln kennen, Rücksicht nehmen und im Zweifel lieber einmal mehr abbremsen.

Quellen: Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV); Statistisches Bundesamt.

Drängeln, dichtes Einscheren oder noch schnell die Vorfahrt erzwingen: Der Umgangston auf deutschen Straßen wird rauer. Eine aktuelle Langzeitstudie zeigt, dass aggressives Verhalten bei Auto- und Radfahrern weiter zunimmt. Auffällig ist dabei vor allem die Diskrepanz zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung: Rücksichtslos fahren nach eigener Einschätzung meistens die anderen.

Mehr als jeder zweite Autofahrer gibt inzwischen an, sich sofort abreagieren zu müssen, wenn er sich über einen anderen Verkehrsteilnehmer ärgert. Fast jeder Zweite drängelt zumindest gelegentlich, wenn ihm der Vordermann zu langsam fährt. Gleichzeitig halten sich 92 Prozent beim Überholen von Radfahrern selbst für besonders rücksichtsvoll – während 86 Prozent beobachten, dass andere Autofahrer Radfahrer zu eng überholen.

Für mehr Sicherheit hilft deshalb auch ein kritischer Blick auf das eigene Verhalten. Wer sich provoziert fühlt, sollte Abstand halten, nicht durch dichtes Auffahren oder riskante Manöver reagieren und andere Verkehrsteilnehmer im Zweifel passieren lassen. Zeitdruck ist ebenfalls ein schlechter Beifahrer: Einige Minuten früher loszufahren kann helfen, gelassener auf Verzögerungen zu reagieren.

Ein weiteres Risiko ist Ablenkung. Jeder vierte Befragte schreibt zumindest gelegentlich während der Fahrt Nachrichten, jeder fünfte nutzt soziale Netzwerke. Das Smartphone gehört während der Fahrt deshalb außer Reichweite oder in einen Fahrmodus, der Benachrichtigungen unterdrückt. Denn im Straßenverkehr geht es nicht darum, wer Recht hat oder schneller vorankommt – sondern darum, dass alle sicher ankommen.

Quelle: Unfallforschung der Versicherer (UDV), Studie „Verkehrsklima und Verkehrssicherheit 2026“.

Elektroautos gelten insgesamt als sichere Fahrzeuge und verursachen nach aktuellen Erkenntnissen nicht mehr Unfälle als vergleichbare Verbrenner. Dennoch zeigt eine neue Untersuchung: Bei niedrigen Geschwindigkeiten gibt es Besonderheiten, die sowohl Fahrer als auch Fußgänger kennen sollten.

Vor allem beim Anfahren, Rückwärtsfahren oder langsamen Abbiegen kommt es mit Elektroautos häufiger zu Unfällen mit Fußgängern. Experten vermuten, dass die Fahrzeuge trotz vorgeschriebener Fahrgeräusche in solchen Situationen oft später wahrgenommen werden als Autos mit Verbrennungsmotor. Deshalb sollten Fahrer beim Rangieren und Anfahren besonders aufmerksam sein. Umgekehrt lohnt es sich auch für Fußgänger, sich nicht allein auf Motorgeräusche zu verlassen – gerade auf Parkplätzen oder in Wohngebieten.

Die Untersuchung weist außerdem darauf hin, dass moderne Fahrfunktionen wie das sogenannte One-Pedal-Driving in ungewohnten Situationen zu Bedienfehlern beitragen könnten. Gleichzeitig gibt es auch positive Ergebnisse: Fahrer von Elektroautos verlieren seltener die Kontrolle über ihr Fahrzeug und sind seltener in Alkohol- oder Drogenunfälle verwickelt. Insgesamt kommen die Forscher deshalb zu einem klaren Fazit: Elektroautos sind eine sichere Alternative – einzelne Besonderheiten sollten bei ihrer weiteren Entwicklung und im Alltag jedoch berücksichtigt werden.

Quelle: Unfallforschung der Versicherer (UDV)

Ab dem 1. März brauchen Mofas, Mopeds, Roller und andere Kleinkrafträder ein neues Versicherungskennzeichen. Das bisherige grüne Schild verliert dann seine Gültigkeit. Wer trotzdem damit fährt, hat keinen Versicherungsschutz und begeht eine Straftat.

Das neue Kennzeichen ist schwarz. Es gilt für das gesamte Verkehrsjahr bis Ende Februar 2027.

Betroffen sind neben klassischen Kleinkrafträdern auch E-Scooter und schnelle S-Pedelecs. Auch sie benötigen jedes Jahr eine neue Versicherungsplakette.

Das Kennzeichen bestätigt, dass eine gültige Haftpflichtversicherung besteht. Sie springt ein, wenn durch das Fahrzeug Personen oder Sachen geschädigt werden. Gerade bei Unfällen mit Personenschäden können sehr hohe Kosten entstehen.

Wer sein Fahrzeug erst später im Jahr nutzt, kann das Kennzeichen auch später erwerben. Der Versicherungsbeitrag wird dann nur für die verbleibenden Monate berechnet.

Wichtig ist: Ohne gültiges Kennzeichen darf kein Fahrzeug am Straßenverkehr teilnehmen.

2024 verursachten Wildunfälle in Deutschland Schadenkosten von über 1,1 Milliarden Euro in der Kasko-Versicherung – ein neuer Höchststand. Was bedeutet das für Autofahrer?

Im Jahr 2024 regulierten die deutschen Kfz-Versicherer Schäden aus Wildunfällen in Höhe von mehr als 1,1 Milliarden Euro. Dabei wurden über 276.000 Fälle gemeldet. Diese Entwicklung wirft ein Schlaglicht auf die steigenden Belastungen in der Schadenwirtschaft.

Für einzelne Unfälle heißt das: Die durchschnittliche Schadenhöhe stieg deutlich – von rund 3.850 Euro im Vorjahr auf etwa 4.100 Euro. Hauptgründe sind deutlich erhöhte Reparaturkosten, teurere Ersatzteile und steigende Stundensätze in Werkstätten. Zudem verschärfen die Risiken saisonal: In Herbst- und Dämmerungszeiten steigt die Gefahr für Wildwechsel auf Straßen deutlich an.

Für Fahrzeughalter heißt das: Teilkaskoverträge ohne Wildschadenschutz decken Schäden an Haarwild – doch sie setzen meist den Nachweis einer Wildschadensbescheinigung voraus. Auch Folgeschäden durch Ausweichmanöver sind oft ausgeschlossen. Die praktische Bedeutung: Es lohnt sich, den eigenen Versicherungsschutz genau zu prüfen – und im Gespräch mit Ihrem Berater zu klären, wie Sie finanziell besser abgesichert sind, wenn ein Wildunfall eintritt.

E-Scooter erfreuen sich gerade bei jungen Menschen großer Beliebtheit – doch die Unfallzahlen steigen.

2024 wurden in Deutschland fast 12.000 E-Scooter-Unfälle mit Personenschaden registriert, 27 Menschen starben, über 1.500 wurden schwer verletzt. In mehr als der Hälfte der Fälle war ein Auto beteiligt – häufig mit schweren Folgen.

Besonders gefährlich: Fahren zu zweit, das laut Straßenverkehrsordnung verboten ist, und das Fahren unter Alkoholeinfluss. Auch die falsche Nutzung von Gehwegen und überhöhte Geschwindigkeit zählen zu den häufigsten Ursachen.

Wer E-Scooter nutzt, sollte Verkehrsregeln strikt beachten, einen Helm tragen und auf Alkohol verzichten – denn die Unfallfolgen treffen fast ausschließlich die Fahrenden selbst.

Kleine Steinschläge, große Wirkung: Sommerliche Temperaturen und Hagel machen Frontscheiben besonders anfällig – vor allem bei Temperaturschocks durch Klimaanlagen.

Ein sonniger Sommertag, das Auto steht in der Hitze, die Klimaanlage läuft auf Hochtouren – was wie eine harmlose Alltagsszene klingt, kann schnell zur Belastungsprobe für die Frontscheibe werden. Denn Glas dehnt sich bei Wärme aus. Treffen große Temperaturunterschiede auf einen bereits vorgeschädigten Bereich, kann aus einem kleinen Steinschlag ein großer Riss werden.

Besonders gefährdet ist der untere Bereich der Windschutzscheibe, an dem das Glas mit der Karosserie verklebt ist. Hagel kann den Effekt zusätzlich verstärken: Schon kleinere Körner genügen, um bestehende Schäden zu vergrößern. Daher raten Fachleute, bestehende Steinschläge vor dem Sommer prüfen und gegebenenfalls reparieren zu lassen.

Im Schadenfall greift in der Regel die Teilkaskoversicherung – vorausgesetzt, der Vorfall wird zeitnah gemeldet. Wichtig: Wer eigenmächtig in die Werkstatt fährt, riskiert Ärger bei der Kostenerstattung. Besser ist es, die Freigabe des Versicherers abzuwarten – einige bieten dafür inzwischen digitale Tools zur Schadenmeldung.

Ein Kunde wollte sein Quad online versichern – doch durch einen Fehler auf der Webseite des Versicherers wurde der Antrag fälschlich als Motorrad-Versicherung behandelt. Folge: ein höherer Beitrag.

Der Kunde hatte den Antragsprozess über den Button „Quad-Versicherung“ gestartet und alle Angaben korrekt gemacht – glaubte er. Tatsächlich war das Online-Formular aber für Motorräder ausgelegt, wie die Ombudsfrau im Beschwerdeverfahren herausfand. Sie testete die Seite selbst und bestätigte: Der Versicherer hatte einen Fehler in der Navigation seiner Webseite.

Weil das Missverständnis für den Kunden nicht erkennbar war, wurde dem Einspruch stattgegeben – der Versicherer musste den höheren Beitrag zurücknehmen.

Tipp: Wer ein Fahrzeug online versichern will, sollte beim Antrag genau hinschauen – und bei Zweifeln lieber direkt nachfragen.

E-Autos gelten als klimafreundlich – doch im Schadenfall kann es teuer werden, besonders beim Akku. Der Bund der Versicherten (BdV) rät deshalb, bei der Kaskoversicherung genau hinzuschauen. Denn die Unterschiede zwischen den Tarifen sind groß.

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte laut BdV auf eine sogenannte All-Risk-Deckung achten. Diese schützt den Akku umfassend – etwa bei Tierbiss, Kurzschluss oder Totalschaden. Besonders wichtig: Folgeschäden durch Tierbisse und Kurzschluss sollten mindestens bis 20.000 Euro abgedeckt sein. Auch Entsorgungskosten und eine Neuwertentschädigung für den Akku sind empfehlenswert.

Ebenfalls sinnvoll ist ein Versicherungsschutz für Bedienfehler, Überspannungsschäden und das Abschleppen bei leerem Akku – allerdings zahlen viele Versicherer hier nur eingeschränkt. Wer eine Wallbox besitzt, sollte zudem auf deren Mitversicherung bei Brand, Diebstahl oder Überspannung achten.

Das Fazit der Verbraucherschützer: Kaskoversicherung ist beim E-Auto kein Pflichtprogramm, aber bei weitem kein Luxus. Worauf Verbraucherinnen und Verbraucher noch achten sollten, hat der BdV in einem kostenlosen Infoblatt zusammengestellt. Es kann auf der Website des Vereins heruntergeladen werden.

Im April und Mai steigt die Zahl der Wildunfälle deutlich – besonders in den frühen Morgenstunden und während der Dämmerung. Der GDV warnt: Wer aufmerksam und bremsbereit fährt, kann gefährliche Situationen entschärfen.

Autofahrer müssen sich im Frühjahr auf eine erhöhte Wildunfallgefahr einstellen. Wie der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt, verzeichnen die Versicherer im April und Mai besonders viele Kollisionen mit Wildtieren. Über 280.000 Wildunfälle mit kaskoversicherten Pkw wurden im Jahr 2023 gezählt – Tendenz: steigend.

„Vorausschauendes Fahren hilft, sich und andere bei Wildwechsel nicht zu gefährden“, betont Anja Käfer-Rohrbach, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des GDV. Besonders in der Dämmerung und am frühen Morgen, wenn Wildtiere auf Nahrungssuche sind, steigt das Risiko. Durch die Zeitumstellung fällt der Berufsverkehr wieder häufiger in diese gefährliche Phase.

Doch wer plötzlich Wild auf der Straße sieht, sollte keinesfalls riskant ausweichen. „Die Kollision mit einem anderen Fahrzeug oder einem Baum ist meist gefährlicher als der Zusammenstoß mit einem Tier“, so Käfer-Rohrbach. Stattdessen empfiehlt der GDV eine kontrollierte Vollbremsung mit festgehaltenem Lenkrad.

Auch das richtige Verhalten im Ernstfall zählt:

  • Licht abblenden, bremsen und hupen – so lassen sich viele Tiere vertreiben.
  • Auf Fernlicht oder Lichthupe sollte verzichtet werden, da geblendete Tiere häufig stehen bleiben.
  • Unfallstelle sichern, Polizei verständigen und Wildunfallbescheinigung einholen.
  • Unfallstelle und Fahrzeug dokumentieren und Kontakt zum Versicherer aufnehmen.

Ein Wildschaden wird in der Regel durch die Teil- oder Vollkaskoversicherung abgedeckt. Inzwischen bieten viele Versicherer auch Schutz für Unfälle mit anderen Tierarten an. Ein Vorteil: Der Schadenfreiheitsrabatt bleibt dabei unangetastet. Wer hingegen nur eine Kfz-Haftpflicht abgeschlossen hat, muss den Schaden am eigenen Auto selbst tragen – rund 11 Prozent der Autofahrer verzichten laut GDV noch auf eine Kaskoversicherung.

Mit durchschnittlich 3.850 Euro pro Schaden und Gesamtkosten von mehr als einer Milliarde Euro jährlich sind Wildunfälle nicht nur gefährlich, sondern auch teuer. Umso wichtiger ist ein wachsames Auge – vor allem an Feldrändern, in Waldgebieten und in der Dämmerung.