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Rückenschmerzen bleiben Volksleiden Nummer eins. Wie die Zahlen gesetzlicher Krankenkassen zeigen, sind die Fehlzeiten aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen seit 2005 um fast ein Drittel angestiegen.

Der Dachverband der Betriebskrankenkassen stellte Mitte Dezember seinen Gesundheitsreport 2013 vor. Demnach entfallen 26,5 Prozent der Krankheitstage auf Muskel- und Skeletterkrankungen. Analysiert wurden die Daten von 4,8 Millionen beschäftigten Mitgliedern.

Auswertung nach Branchen

Die Auswertung nach Branchen ergibt, dass Beschäftigte im Bereich der Postdienstleistungen besonders betroffen sind. Hier entfielen 766 Arbeitsunfähigkeitstage je 100 beschäftigte Mitglieder an, die sich auf Muskel- und Skeletterkrankungen zurückführen lassen. Ganz ähnlich sieht es für Beschäftigte in den Bereichen Abfallentsorgung und Recycling sowie Metallerzeugung und -bearbeitung aus.
Die Branchen Informationsdienstleistung und Datenverarbeitung, Verlag und Medien sowie Kredit- und Versicherungsgewerbe haben hingegen die niedrigsten Arbeitsunfähigkeitstage beschäftigter Mitglieder aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen zu verzeichnen.

Auswertung nach Regionen

Auffällig ist, dass die Zahl der durch Muskel- und Skeletterkrankungen verursachten Ausfallzeiten in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg besonders hoch ist. Dies sei, so der BKK-Dachverband, auf das hohe Durchschnittsalter und den hohen Männeranteil zurückzuführen.

Psychische Störungen nehmen zu

Insgesamt stieg die Zahl der krankheitsbedingten Fehlzeiten der BKK-Mitglieder auf nun 16,6 Arbeitsunfähigkeits-Tage je Pflichtmitglied. Das entspricht einem Krankenstand von 4,5 Prozent.
Die häufigsten Krankheitsarten sind nach Muskel- und Skeletterkrankungen Psychische Störungen (14,7 Prozent) und Atemwegserkrankungen (13,5 Prozent).

Der November ist der Monat, in dem die privaten Krankenversicherungen ihren Kunden mitteilen, ob und wie sie die Beiträge im kommenden Jahr anpassen werden. Gerade ältere Versicherte gehen deshalb äußerst ungern zum Briefkasten, fürchten sie doch einen Bescheid über Beitragserhöhungen. Sind die Möglichkeiten auch nicht unbeschränkt, so können Betroffene doch etwas gegen höhere Beiträge tun.

Wer aufgrund von Beitragserhöhungen zu einem anderen Anbieter wechseln will, der hat bisher ein Problem. Nicht nur müssen unter Umständen neue Gesundheitsfragen beantwortet werden, so dass es gerade für ältere Versicherungsnehmer kaum möglich ist, einen günstigen Schutz zu ähnlichen Konditionen zu finden. Zudem können die angesparten Altersrückstellungen nicht komplett mitgenommen werden: Dabei sollen gerade diese Rücklagen als Polster dienen, damit die Beiträge im Alter nicht zu stark steigen.

Wechsel in einen günstigeren Tarif des Anbieters möglich

Doch es gibt ein Hintertürchen, um vielleicht doch die unliebsame Beitragsanpassung zu vermeiden. Seit dem Jahr 2009 haben nämlich Krankenversicherte das Recht, bei ihrem derzeitigen Anbieter in einen günstigeren Tarif zu wechseln, wenn dieser einen ähnlichen Leistungsumfang bereit hält. „Diese Möglichkeit räumt Paragraph 204 des Versicherungsvertragsgesetzes (VVG) explizit ein“, erklärt Gerd Güssler, Geschäftsführer des Marktbeobachters KVpro. Eine neue Gesundheitsprüfung und gegebenenfalls einen Risikoaufschlag kann der Anbieter nur dann verlangen, wenn der wechselwillige Kunde nicht auf die Mehrleistungen besteht, die der günstigere Tarif beinhaltet.

Manche Versicherungen haben tatsächlich günstigere Tarife im Angebot, weil sie damit junge und gesunde Gutverdiener werben wollen. Doch die älteren Versicherten erfahren davon oftmals nichts. Das mag auch kaum verwundern. Wenn viele Senioren ihren bisherigen Tarif verlassen würden, müssen wiederum die Beiträge für die verbleibenden Versicherungsnehmer erhöht werden. Der Versicherer wird deshalb nicht für einen Tarifwechsel bei seinen eigenen Kunden werben.

Vor einem Tarifwechsel umfassend informieren!

In der Regel reicht eine pauschale Anfrage an die Versicherung nicht aus, um über Wechselmöglichkeiten informiert zu werden. Ob sich eine Tarifumstellung tatsächlich lohnt, kann man erst beurteilen, wenn man sich über die Altersrückstellung, Anrechnungsbetrag sowie Übertragungswert des bestehenden Tarifes informiert hat.

Wichtig ist dabei auch, ob der Tarif für Neukunden weiterhin zugänglich ist. Denn nur wenn neue Kunden aufgenommen werden, ist gewährleistet, dass zukünftig eine gute Mischung aus jungen und alten Versicherungsnehmern stattfindet. Die Überalterung eines Tarifs führt schnell zu steigenden Beiträgen.

Wechselwillige Patienten können sich an einen Versicherungsfachmann wenden und sollten sich vor Abschluss eines neuen Tarifs umfassend über die Vor- und Nachteile informieren. Mitunter ist es möglich, über die Vereinbarung eines Selbstbehaltes eine Beitragserhöhung abzuwenden.

Gute Nachricht für Kassenpatienten: Auch 2014 müssen die gesetzlich Krankenversicherten wohl keinen Zusatzbeitrag zahlen. Denn noch immer sitzen die Krankenkassen auf Milliardenüberschüssen.

Als zum Jahresbeginn die Praxisgebühr abgeschafft wurde, da spekulierten Gesundheitsexperten: Schon bald müssen die Krankenkassen wieder Zusatzbeiträge erheben. Es wurde befürchtet, dass infolge der Abschaffung vor allem Fachärzte einen Patientenansturm verzeichnen, weshalb die Kosten im Gesundheitssystem steigen. Doch es kann Entwarnung gegeben werden. Voraussichtlich werden die Kassenpatienten auch im kommenden Jahr ohne Zusatzbeitrag auskommen.

So zumindest nach Interpretation des derzeit geschäftsführenden Bundesministeriums für Gesundheit. Das BMG gab im Einvernehmen mit dem Bundesfinanzministerium bekannt, der Durchschnitts-Zusatzbeitrag werde auch 2014 bei null Euro liegen. Grund hierfür sei die gute Konjunktur und die daraus resultierenden Mehreinnahmen an Beiträgen, so dass die Kassen insgesamt Überschüsse von 30 Milliarden Euro angehäuft haben.

Lohnt es sich also gar nicht, Krankenkassen zu vergleichen? War doch gerade der Zusatzbeitrag zuvor ein wichtiges Kriterium, sich für oder gegen einen Kassenanbieter zu entscheiden. Hier sei darauf verwiesen, dass es gerade bei den Zusatzleistungen große Unterschiede zwischen den Versicherungen gibt. Seien es Vorsorgeuntersuchungen, die Erstattung für homöopathische Heilbehandlungen oder Wahltarife, bei denen man bei gesunder Lebensführung Geld zurückbekommt: Krankenkasse ist nicht gleich Krankenkasse!

Zusätzlich können Kassenpatienten eine private Krankenzusatzversicherung abschließen. Hiermit lassen sich die Lücken füllen, die daraus resultieren, dass in den letzten Jahren immer mehr Leistungen für Kassenpatienten gestrichen wurden. Sei es die Erstattung von Zahnersatz, ein Zwei-Bett-Zimmer im Krankenhaus oder die Bezuschussung von Sehhilfen: Es lohnt sich, über ein Upgrade des Versicherungsschutzes nachzudenken.

Gute Nachricht für Kassenpatienten: Auch 2014 müssen die gesetzlich Krankenversicherten wohl keinen Zusatzbeitrag zahlen. Denn noch immer sitzen die Krankenkassen auf Milliardenüberschüssen.

Als zum Jahresbeginn die Praxisgebühr abgeschafft wurde, da spekulierten Gesundheitsexperten: Schon bald müssen die Krankenkassen wieder Zusatzbeiträge erheben. Es wurde befürchtet, dass infolge der Abschaffung vor allem Fachärzte einen Patientenansturm verzeichnen, weshalb die Kosten im Gesundheitssystem steigen. Doch es kann Entwarnung gegeben werden. Voraussichtlich werden die Kassenpatienten auch im kommenden Jahr ohne Zusatzbeitrag auskommen.

So zumindest nach Interpretation des derzeit geschäftsführenden Bundesministeriums für Gesundheit. Das BMG gab im Einvernehmen mit dem Bundesfinanzministerium bekannt, der Durchschnitts-Zusatzbeitrag werde auch 2014 bei null Euro liegen. Grund hierfür sei die gute Konjunktur und die daraus resultierenden Mehreinnahmen an Beiträgen, so dass die Kassen insgesamt Überschüsse von 30 Milliarden Euro angehäuft haben.

Lohnt es sich also gar nicht, Krankenkassen zu vergleichen? War doch gerade der Zusatzbeitrag zuvor ein wichtiges Kriterium, sich für oder gegen einen Kassenanbieter zu entscheiden. Hier sei darauf verwiesen, dass es gerade bei den Zusatzleistungen große Unterschiede zwischen den Versicherungen gibt. Seien es Vorsorgeuntersuchungen, die Erstattung für homöopathische Heilbehandlungen oder Wahltarife, bei denen man bei gesunder Lebensführung Geld zurückbekommt: Krankenkasse ist nicht gleich Krankenkasse!

Zusätzlich können Kassenpatienten eine private Krankenzusatzversicherung abschließen. Hiermit lassen sich die Lücken füllen, die daraus resultieren, dass in den letzten Jahren immer mehr Leistungen für Kassenpatienten gestrichen wurden. Sei es die Erstattung von Zahnersatz, ein Zwei-Bett-Zimmer im Krankenhaus oder die Bezuschussung von Sehhilfen: Es lohnt sich, über ein Upgrade des Versicherungsschutzes nachzudenken.

Am 10. Oktober wird der Internationale Welttag der seelischen Gesundheit gefeiert. In vielen Städten und Gemeinden finden dann Aktionen statt, um auf die Wichtigkeit des Themas hinzuweisen. Wer sich vor den finanziellen Folgen einer psychischen Erkrankung schützen will, sollte hinsichtlich des Versicherungsschutzes einiges beachten.

Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt auch bei psychischen Leiden

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine wichtige Vorsorge, wenn man aufgrund einer seelischen Erkrankung seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Der Versicherer zahlt dann eine monatliche Rente. Wie wichtig dieser Schutz auch mit Blick auf die seelische Gesundheit ist, zeigen aktuelle Zahlen. Mehr als 28 Prozent der Menschen, die derzeit Leistungen aus einer BU in Anspruch nehmen, tun dies aufgrund einer Nervenkrankheit oder psychischen Erkrankung.

Damit sind psychische Schäden der häufigste Grund, wenn Menschen ihren Beruf vorzeitig aufgeben müssen. Erst danach folgen Ursachen wie Unfälle oder eine Erkrankung des Bewegungsapparates. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass die Diagnose „Burnout“ in der Regel keinen Leistungsfall bewirkt – noch hat die Wissenschaft das Burnout-Syndrom nicht als Krankheit eingestuft. Erst wenn Burnout eine schwere Depression bewirkt, ist die Versicherung verpflichtet zu zahlen.

Billigtarife in der PKV oft mit eingeschränktem Schutz

Auch bei den preiswerten Tarifen in der privaten Krankenversicherung sollten wechselwillige Kunden genau nachlesen, welche Leistungen im Falle eines Seelenleidens erbracht werden. So manches Dumpingangebot bietet nur einen eingeschränkten Leistungskatalog, so dass auch für psychische Erkrankungen keine oder nur sehr eingeschränkte Leistungen vorgesehen sind. Wer dann an einer seelischen Störung erkrankt, der muss seine psychotherapeutischen Sitzungen selbst zahlen.

Dies kann gerade für Freiberufler ein hohes Risiko bedeuten, wenn keine Ersparnisse vorhanden sind. Oftmals erfordern seelische Erkrankungen eine lange und teure Therapie bis zur vollständigen Genesung. Fallen dann noch die Einnahmen weg, weil man im Beruf nicht mehr voll leistungsfähig ist, wird der fehlende Schutz schnell zur Armutsfalle.

Deshalb sollten PKV-Versicherte im Zweifelsfall lieber etwas mehr Geld für ihren Vertrag ausgeben und psychische Erkrankungen mitversichern. Im Ernstfall zahlt sich der bessere Schutz aus. Um ein vorübergehendes Ausscheiden aus dem Beruf aufzufangen, kann auch der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung sinnvoll sein.

Am 10. Oktober wird der Internationale Welttag der seelischen Gesundheit gefeiert. In vielen Städten und Gemeinden finden dann Aktionen statt, um auf die Wichtigkeit des Themas hinzuweisen. Wer sich vor den finanziellen Folgen einer psychischen Erkrankung schützen will, sollte hinsichtlich des Versicherungsschutzes einiges beachten.

Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt auch bei psychischen Leiden

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine wichtige Vorsorge, wenn man aufgrund einer seelischen Erkrankung seinen Beruf nicht mehr ausüben kann. Der Versicherer zahlt dann eine monatliche Rente. Wie wichtig dieser Schutz auch mit Blick auf die seelische Gesundheit ist, zeigen aktuelle Zahlen. Mehr als 28 Prozent der Menschen, die derzeit Leistungen aus einer BU in Anspruch nehmen, tun dies aufgrund einer Nervenkrankheit oder psychischen Erkrankung.

Damit sind psychische Schäden der häufigste Grund, wenn Menschen ihren Beruf vorzeitig aufgeben müssen. Erst danach folgen Ursachen wie Unfälle oder eine Erkrankung des Bewegungsapparates. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass die Diagnose „Burnout“ in der Regel keinen Leistungsfall bewirkt – noch hat die Wissenschaft das Burnout-Syndrom nicht als Krankheit eingestuft. Erst wenn Burnout eine schwere Depression bewirkt, ist die Versicherung verpflichtet zu zahlen.

Billigtarife in der PKV oft mit eingeschränktem Schutz

Auch bei den preiswerten Tarifen in der privaten Krankenversicherung sollten wechselwillige Kunden genau nachlesen, welche Leistungen im Falle eines Seelenleidens erbracht werden. So manches Dumpingangebot bietet nur einen eingeschränkten Leistungskatalog, so dass auch für psychische Erkrankungen keine oder nur sehr eingeschränkte Leistungen vorgesehen sind. Wer dann an einer seelischen Störung erkrankt, der muss seine psychotherapeutischen Sitzungen selbst zahlen.

Dies kann gerade für Freiberufler ein hohes Risiko bedeuten, wenn keine Ersparnisse vorhanden sind. Oftmals erfordern seelische Erkrankungen eine lange und teure Therapie bis zur vollständigen Genesung. Fallen dann noch die Einnahmen weg, weil man im Beruf nicht mehr voll leistungsfähig ist, wird der fehlende Schutz schnell zur Armutsfalle.

Deshalb sollten PKV-Versicherte im Zweifelsfall lieber etwas mehr Geld für ihren Vertrag ausgeben und psychische Erkrankungen mitversichern. Im Ernstfall zahlt sich der bessere Schutz aus. Um ein vorübergehendes Ausscheiden aus dem Beruf aufzufangen, kann auch der Abschluss einer Krankentagegeldversicherung sinnvoll sein.

Gesundheitsmanagement ist in aller Munde, seit Krankheiten wie Burn Out den Krankenstand in den Unternehmen explodieren lassen. Auch Arbeitgeber haben erkannt, dass es sich lohnt, etwas für die Mitarbeitergesundheit zu tun.

Wer seine qualifizierten Mitarbeiter langfristig binden will, der muss ihnen einiges bieten. Gute Arbeitsbedingungen, Kinderbetreuung oder ein Gruppentarif für die Zusatzkrankenversicherung sind nur einige der Möglichkeiten, mit denen ein Arbeitgeber seinen Beschäftigten Anerkennung ausdrücken kann. Immer öfter ist dabei auch die Rede vom sogenannten „Betrieblichen Gesundheitsmanagement“. Viele Kliniken und Gesundheitsdienstleister bieten mittlerweile diese Dienstleistung an.

Gesundheitsmanagement kann Mitarbeiterzufriedenheit steigern

Was aber ist „Betriebliches Gesundheitsmanagement“? Häufig kommen dafür Gesundheitsexperten an den Arbeitsplatz. Sie schauen sich sowohl die physische als auch psychische Belastung am Arbeitsplatz an. Das können Fragen sein wie: Sind Schreibtisch und Stuhl im Büro so angeordnet, dass sie Rücken und Gelenke schonen? Sind die Arbeitnehmer einem permanenten Druck ausgesetzt oder gibt es ausreichend Pausen? Wie ist das Miteinander der Angestellten geregelt, wird es von manchen Mitarbeitern als belastend empfunden?

Aus Interviews und Beobachtungen wird dann ein allgemeines Arbeitsplatzprofil erstellt. Hierfür werden Gespräche sowohl mit einzelnen Mitarbeitern als auch dem Kollektiv geführt, weil natürlich die Einzelmeinung subjektiv gefärbt sein kann. Im Idealfall werden dann Verbesserungsvorschläge ausgearbeitet und umgesetzt, von denen alle Mitarbeiter profitieren können. Auch Sportangebote können genutzt werden.

„In Betrieben, die heute bereits Gesundheitsmanagement betreiben, wird das nicht nur von der Belegschaft positiv wahrgenommen, sondern spiegelt sich unmittelbar im sinkenden Krankenstand wieder“, erklärt Jörg Brandt von der Leipziger MEDICA-Klinik, die jahrelange Erfahrung im Gesundheitsmanagement hat. Häufig können schon kleine Änderungen in den Arbeitsabläufen bewirken, dass die Mitarbeiter weniger Stress haben und zufriedener sind. Das nützt auch dem Arbeitgeber.

Fördermöglichkeiten auch für kleinere Unternehmen

Während sich in größeren Unternehmen das Gesundheitsmanagement längst etabliert hat, sind vor allem die mittleren und kleinen Betriebe noch sehr zurückhaltend. Lediglich 15 Prozent der kleinen Firmen sorgen vor. Ein Grund hierfür ist die Angst vor den hohen Kosten und dem Organisationsaufwand.

Aber Arbeitgeber können sich die Gesundheitsmaßnahmen im eigenen Unternehmen fördern lassen. Immerhin 500 Euro pro Jahr und Mitarbeiter sind für die Gesundheitsförderung in Betrieben steuerlich absetzbar. Auch die Krankenversicherungen haben erkannt, dass sie mehr für die Gesundheitsprävention tun müssen, statt anschließend die Kosten für die Krankenbehandlung zu zahlen. Es lohnt sich bei der Krankenversicherung zu fragen, ob und wie die Mitarbeitergesundheit gefördert wird!

Wer zu viele Kilo auf den Rippen hat, der ist einem höheren Risiko ausgesetzt, an Herz-Kreislauf-Krankheiten oder anderen Organschäden zu erkranken. Eine Studie der Universität Leipzig hat nun aber einen weiteren Grund offenbart, warum viele Dicke sich nicht gesund fühlen. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Übergewichtige auch durch die Vorurteile anderer Menschen krank werden!

Was in unserer Gesellschaft als schön und gesund gilt, ist nicht nur abhängig von persönlichen Vorlieben, sondern auch von gesellschaftlichen Werten. Und gerade pummelige Menschen haben da oft mit Vorurteilen zu kämpfen. Das zeigt eine aktuelle Studie des Forschungszentrums AdipositasErkrankungen (IFB) an der Universität Leipzig. Demnach leiden Übergewichtige an ihrer gesellschaftlichen Stigmatisierung, die häufig zu Ängsten und Depressionen bei den Betroffenen führt.

Dicke müssen mit vielen Vorurteilen kämpfen

In der Studie wurden 1.158 übergewichtige Menschen ab 14 Jahren befragt, inwieweit sie negative Zuschreibungen anderer Menschen übernehmen und sich somit selbst abwerten. Denn das in der Gesellschaft vorherrschende Bild von dicken Menschen ist nach Angaben der Forscher durchweg negativ.

Dicke seien faul und disziplinlos, so die weit verbreitete Meinung. Zudem seien sie an ihrem Übergewicht selbst schuld. Hier haben Sendungen wie Heidi Klums „Germanys next Topmodel“ ihre Wirkung nicht verfehlt. In dem erfolgreichen TV-Format werden sogar bohnendürre Mädchen als zu dick und disziplinlos abgestempelt.

Und tatsächlich haben die Forscher herausgefunden, dass viele Übergewichtige diese negativen Zuschreibungen in ihr Selbstbild integrieren. Oftmals hilft dann nur noch der Gang zum Psychologen. „Wenn das negative Fremdbild zum Selbstbild wird, benötigen diese Menschen psychotherapeutische Hilfe“, erklärt Studienleiterin Anja Hilbert. Die Dicken fühlen sich ausgegrenzt und wertlos.

Druck von außen hilft nicht beim Abnehmen

Der psychologische Aspekt ist übrigens auch beim Abnehmen wichtig. Denn keineswegs hilft es, dicken Menschen Vorwürfe zu machen und so einen hohen Druck von außen aufzubauen. Im Gegenteil: Wer Übergewichtige abwertet, der verhindert eher, dass sie aktiv an ihrer Gesundheit arbeiten.

Stattdessen ist positive Unterstützung gefragt. Dies haben auch die Krankenversicherungen erkannt, so dass sie Sport- und Diätkurse für wohlbeleibte Mitglieder finanziell fördern und umfangreiche Beratungsangebote bereit halten. Es lohnt sich, bei der Krankenkasse oder der PKV nach Angeboten zur Gewichtsreduzierung zu fragen!

Ansonsten gilt: Wichtig ist, dass man sich in der eigenen Haut wohlfühlt. Und sogar Hollywood-Stars wie Jennifer Lawrence oder Scarlett Johansson müssen sich gelegentlich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie zu fett seien – obwohl ihnen die Männerwelt zu Füßen liegt. „Kommt schon, ich bin eben ein normales Mädchen, das gerne isst“, hat Lawrence einer Zeitung erklärt, nachdem sie mit einer großen Tüte Popcorn im Kino erwischt wurde. Denn auch der Schlankheitswahn kann zu gefährlichen Krankheiten führen!

Wer eine Risikolebensversicherung oder eine private Krankenversicherung abschließen will, der muss in der Regel im Antrag auch die Frage beantworten, ob er ein Raucher ist. Und hier gilt: Schummeln ist nicht! Denn der Beitrag richtet sich bei einer privaten Versicherung nach dem individuellen Risiko, dem ein Versicherungsnehmer ausgesetzt ist. Werden im Antrag falsche Angaben gemacht, droht der Verlust des Versicherungsschutzes.

Aber warum müssen Raucher eigentlich mehr Geld für ihre Versicherung zahlen? Anhand statistischer Werte lässt sich nachweisen, dass sich der Griff zum Glimmstängel tatsächlich in einem höheren Sterberisiko und auch in höheren Gesundheitskosten niederschlägt.

Rauchertarife meist etwas teurer

Ein Raucher stirbt im Schnitt 10 Jahre früher als Nichtraucher – in der Lebensversicherung ein Grund, den Preis nach oben zu schrauben. Und Raucher werden auch häufiger krank. Nicht nur das Krebsrisiko wäre hier zu nennen: allein 90 Prozent aller Lungenkrebsfälle sind laut dem Deutschen Krebsforschungszentrum (dkfz) auf das Rauchen zurückzuführen. Rauchen erhöht auch das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Krankheit zu erkranken, einen Hirnschlag oder Herzinfarkt zu erleiden. Rauchen schädige so ziemlich jedes Organ im Körper, warnt das Deutsche Krebsforschungszentrum.

Die Versicherungen reagieren mit höheren Prämien auf das steigende Gesundheitsrisiko. Auch Gelegenheitsraucher sollten im Antrag keinesfalls angeben, dass sie Nichtraucher sind, selbst wenn sie sich nur eine Zigarette im Monat gönnen. Bei einer Risikolebensversicherung gilt je nach Vertragstext als Nichtraucher, wer in den letzten 1-2 Jahren komplett auf Zigaretten verzichtet hat. In anderen Versicherungen werden sogar Zeiträume bis 5 Jahre abgefragt.

Falsche Angaben führen zum Verlust des Versicherungsschutzes

Dass falsche Angaben zum Verlust des Versicherungsschutzes führen können, musste auch ein Mann erfahren, dessen Mutter an einer Lungenkrankheit gestorben war. Sie hatte 2003 eine Lebensversicherung mit ihrem Sohn als Begünstigten abgeschlossen. Auf dem Formular verneinte sie aber wahrheitswidrig die Frage zum Tabakkonsum.

Die Versicherung verweigerte aber eine Auszahlung der Schadenssumme von 26.000 Euro, weil sie anhand ärztlicher Befunde herausgefunden hatte, dass die Verstorbene jahrelang Raucherin gewesen ist. Zu Recht, wie das Landgericht Coburg betonte: Die Frau habe absichtlich falsche Angaben gemacht, um den günstigeren Nichtrauchertarif zu erhalten. Sie habe deshalb die Versicherung arglistig getäuscht und der Sohn ging leer aus (Urteil des LG Coburg vom 18.10.2006, Az: 11 O 220/06).

Aber natürlich finden auch Raucher einen guten Versicherungsschutz. Ein Vergleich kann lohnen: Bei Rauchertarifen in Risikolebensversicherungen hat die Stiftung Warentest Unterschiede von bis zu 400 Euro pro Jahr bemerkt. Ein Beratungsgespräch hilft, den passenden Schutz zu finden!