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Mit regelmäßigem Sparen in ETFs lässt sich auch mit überschaubaren Monatsbeträgen ein finanzielles Polster für den Ruhestand aufbauen. Berechnungen eines Vergleichsportals zeigen: Wer früh beginnt, kann bereits mit weniger als 100 Euro monatlich eine zusätzliche Rente von rund 1.000 Euro erreichen.

Um sich im Ruhestand über einen Zeitraum von 25 Jahren eine monatliche Zusatzrente von 1.000 Euro auszahlen zu können, benötigen Sparer zum Rentenbeginn rund 246.000 Euro Kapital. In der Modellrechnung wird dieses Vermögen während der Auszahlphase zu zwei Prozent verzinst und nach und nach entnommen.

Der Aufbau dieses Kapitals erfolgt laut Berechnung über einen langfristigen ETF-Sparplan, für den eine durchschnittliche jährliche Rendite von 7,5 Prozent angenommen wird. Dieser Wert orientiert sich an der langfristigen Entwicklung des weltweiten Aktienindex MSCI World, abzüglich typischer ETF-Kosten.

Wie hoch die monatliche Sparrate ausfallen muss, hängt stark vom Einstiegsalter ab. Wer bereits mit 25 Jahren beginnt, benötigt demnach nur etwa 89 Euro pro Monat, um bis zum Renteneintritt genügend Vermögen aufzubauen. Startet der Sparplan erst mit 35 Jahren, steigt der monatliche Betrag auf rund 189 Euro, bei einem Einstieg mit 45 Jahren auf etwa 426 Euro. Wer dagegen erst kurz vor dem Ruhestand beginnt, muss deutlich höhere Beträge zurücklegen: Für 55-Jährige wären monatlich mehr als 1.100 Euro erforderlich.

Ein früher Beginn zahlt sich also besonders aus. Ein großer Teil des späteren Vermögens entsteht durch die langfristige Wirkung von Rendite und Zinseszins. Gleichzeitig sollten Sparer berücksichtigen, dass die Kaufkraft von Geld durch Inflation sinkt. Daher kann es sinnvoll sein, Sparraten im Laufe der Jahre – etwa nach Gehaltserhöhungen – schrittweise zu erhöhen.

Zudem entwickeln sich Börsenkurse in der Realität nicht gleichmäßig. Zwischenzeitliche Rückgänge sind möglich. Wer langfristig investiert und nicht in Krisenzeiten verkaufen muss, hat jedoch bessere Chancen, Marktschwankungen auszusitzen und langfristig vom Wachstum der Kapitalmärkte zu profitieren.

Zur Berechnung:
Die Berechnungen von Verivox basieren auf einem ETF-Sparplan mit einer angenommenen jährlichen Rendite von 7,5 Prozent während der Ansparphase. Zum Rentenbeginn wird das angesparte Kapital in der Modellrechnung zu zwei Prozent verzinst und über 25 Jahre für die monatlichen Auszahlungen genutzt.

Wer privat vorsorgt, denkt nicht zuerst an hohe Gewinne. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Für viele Menschen steht der Schutz des angesparten Kapitals an erster Stelle. Auch die Betriebsrente stößt auf breite Akzeptanz.

Wenn es um zusätzliche Altersvorsorge geht, wünschen sich viele Menschen vor allem eines: Verlässlichkeit. Laut einer aktuellen YouGov-Umfrage nennen 31 Prozent der erwerbstätigen Befragten einen besseren Schutz ihrer Ersparnisse als wichtigsten Anreiz für private Vorsorge. Bei Frauen liegt dieser Wert sogar bei 34 Prozent.
Höhere Renditen folgen mit 27 Prozent deutlich dahinter, staatliche Förderung mit 24 Prozent.
Das zeigt: Die Angst vor Kapitalverlust wiegt schwerer als die Hoffnung auf hohe Gewinne.

Betriebsrente gewinnt an Akzeptanz

Auch die betriebliche Altersversorgung stößt auf Offenheit. 52 Prozent der berufstätigen Befragten würden ein automatisches Angebot ihres Arbeitgebers annehmen, sofern sie nicht aktiv widersprechen müssten. Nur 12 Prozent lehnen ein solches Modell klar ab.

Das sogenannte Opt-out-Modell soll die Hürde zur Vorsorge senken – insbesondere für Beschäftigte, die sich bisher nicht aktiv mit dem Thema befassen.

Warum zusätzliche Vorsorge wichtiger wird

Die Menschen werden immer älter – bereits heute sind rund drei Millionen Menschen in Deutschland älter als 85 Jahre. Gleichzeitig geraten umlagefinanzierte Systeme unter Druck.

Für Verbraucher bedeutet das:

  • Private und betriebliche Vorsorge ergänzen die gesetzliche Rente.
  • Sicherheit spielt eine zentrale Rolle bei der Produktwahl.
  • Frühzeitiger Einstieg reduziert späteren finanziellen Druck.
  • Altersvorsorge ist damit weniger eine Frage hoher Renditeversprechen – sondern vor allem eine Frage langfristiger Stabilität.

Über die Studie:
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 23. und 26.01.2026 insgesamt 2.234 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, Wohnumfeld, Wahlverhalten und politisches Interesse quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

Nur knapp ein Drittel der Deutschen empfindet die gesetzliche Rente als generationengerecht. Eine aktuelle Umfrage zeigt: Das Vertrauen in die Reformfähigkeit ist gering – und der Wunsch nach strukturellen Veränderungen groß.

Die gesetzliche Rente steht nicht nur finanziell unter Druck – auch das Vertrauen vieler Bürger bröckelt. Laut einer repräsentativen YouGov-Umfrage im Auftrag des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) halten nur 29 Prozent der Befragten das Rentensystem für generationengerecht.

Das bedeutet: Mehr als zwei Drittel sehen ein Ungleichgewicht zwischen jüngeren und älteren Generationen. Gerade in Zeiten steigender Lebenserwartung und sinkender Geburtenraten wird deutlich, dass das umlagefinanzierte System vor strukturellen Herausforderungen steht.

Auch mit Blick auf die neu eingesetzte Rentenkommission überwiegt Skepsis. 68 Prozent der Befragten sind wenig oder gar nicht zuversichtlich, dass die Kommission tragfähige Reformvorschläge erarbeiten wird.

Mehr Beitragszahler – aber reicht das?

62 Prozent sprechen sich dafür aus, die Beitragsbasis zu verbreitern, also mehr Menschen in die gesetzliche Rentenversicherung einzubeziehen. Doch selbst zusätzliche Einzahler lösen das demografische Problem nicht dauerhaft – denn sie erwerben ebenfalls eigene Rentenansprüche.

Fast die Hälfte der Befragten (47 Prozent) befürwortet daher eine stärkere Förderung betrieblicher und privater Vorsorgeformen. Kapitalgedeckte Elemente gelten vielen als wichtiger Baustein für langfristige Stabilität.

Was bedeutet das für Verbraucher?

Für Bürgerinnen und Bürger bleibt entscheidend:

  • Die gesetzliche Rente wird voraussichtlich allein nicht ausreichen.
  • Zusätzliche Vorsorge gewinnt an Bedeutung.
  • Reformprozesse werden Zeit benötigen.

Wer frühzeitig vorsorgt, schafft sich mehr Planungssicherheit – unabhängig davon, wie politische Entscheidungen ausfallen.

Über die Studie:
Die Daten dieser Befragung basieren auf Online-Interviews mit Mitgliedern des YouGov Panels, die der Teilnahme vorab zugestimmt haben. Für diese Befragung wurden im Zeitraum 23. und 26.01.2026 insgesamt 2.234 Personen befragt. Die Erhebung wurde nach Alter, Geschlecht, Bildung, Region, Wohnumfeld, Wahlverhalten und politisches Interesse quotiert und die Ergebnisse anschließend entsprechend gewichtet. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die Wohnbevölkerung in Deutschland ab 18 Jahren.

Seit Jahresbeginn gilt die Aktivrente: Wer die Regelaltersgrenze erreicht hat, kann zusätzlich zur Rente steuerfrei arbeiten. Doch nicht jede Tätigkeit ist begünstigt – und bei Hinterbliebenenrenten ist Vorsicht geboten. Was Rentnerinnen und Rentner jetzt wissen sollten.

Was steckt hinter der Aktivrente?

Mit der Aktivrente will der Gesetzgeber Anreize schaffen, auch nach Erreichen der Regelaltersgrenze weiter erwerbstätig zu bleiben. Seit dem 1. Januar 2026 dürfen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte monatlich bis zu 2.000 Euro – also maximal 24.000 Euro im Jahr – steuerfrei hinzuverdienen. Entscheidend ist, dass die Regelaltersgrenze erreicht ist und es sich um ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis handelt.

Für wen gilt die Regelung – und für wen nicht?

Die Aktivrente gilt für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, unabhängig davon, ob bereits eine Altersrente oder andere Versorgungsbezüge bezogen werden. Nicht begünstigt sind jedoch Minijobs sowie Einkünfte aus selbstständiger Tätigkeit, Gewerbebetrieb oder Land- und Forstwirtschaft. Auch Beamtinnen und Beamte können die Aktivrente nicht nutzen.

Der größte Vorteil: Steuerfreiheit ohne Progression

Der steuerfreie Hinzuverdienst bleibt vollständig von der Einkommensteuer verschont und unterliegt auch nicht dem Progressionsvorbehalt. Das bedeutet: Der Steuersatz auf andere Einkünfte steigt dadurch nicht. Der Freibetrag kann sogar dann genutzt werden, wenn der Arbeitslohn über Steuerklasse VI abgerechnet wird – vorausgesetzt, er wird nicht parallel in einem anderen Job beansprucht.

Wo liegen die Grenzen?

Der Freibetrag ist ein Jahresbetrag und muss gekürzt werden, wenn die Voraussetzungen nicht während des gesamten Jahres vorlagen. Zudem gilt die Steuerfreiheit nur für Arbeitslohn, für den der Arbeitgeber gesetzliche Rentenversicherungsbeiträge abführt. Arbeitgeberleistungen wie Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung können zusätzlich steuerfrei sein und werden nicht auf die Aktivrente angerechnet.

Steuerfrei heißt nicht abgabenfrei

Trotz Steuerfreiheit fallen weiterhin Sozialabgaben an. Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung müssen gezahlt werden. Der Arbeitgeber führt außerdem Beiträge zur Renten- und Arbeitslosenversicherung ab. Diese erhöhen jedoch in der Regel nicht das persönliche Rentenkonto, sondern fließen in die allgemeine Rentenkasse.

Kein Antrag nötig – aber prüfen lohnt sich

Die Aktivrente muss nicht gesondert beantragt werden. Der Freibetrag wird in der Regel direkt über den Lohnsteuerabzug berücksichtigt. Falls das nicht korrekt erfolgt, kann er über die Einkommensteuererklärung nachträglich geltend gemacht werden.

Achtung bei Witwen- und Hinterbliebenenrenten

Wer eine Hinterbliebenenrente bezieht, sollte besonders aufmerksam sein. Das zusätzliche Einkommen aus der Aktivrente kann als anrechenbares Einkommen gelten und zu Kürzungen führen. Eine vorherige Rücksprache mit dem Rentenversicherungsträger ist daher dringend zu empfehlen.

Die Erwartungen der Deutschen an eine neue private Zusatzrente sind eindeutig: Verlässlichkeit steht für viele Menschen an erster Stelle. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag des Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Mehr als die Hälfte der Befragten wünscht sich bei der privaten Zusatzvorsorge vor allem eine verlässliche Rente.

Sicherheit prägt dabei die Haltung zur Altersvorsorge insgesamt. Ein großer Teil der Bevölkerung bevorzugt entweder eine ausgewogene Mischung aus Sicherheit und Ertrag oder stellt Stabilität klar über Renditechancen. „Die Menschen wollen die Chancen des Kapitalmarkts nutzen – aber auf einem vertrauensvollen Fundament“, sagt Jörg Asmussen.

Zentral ist für viele zudem, dass private Vorsorge langfristig trägt. Angesichts steigender Lebenserwartung erwarten die Befragten Auszahlungsmodelle, die auch im hohen Alter Sicherheit bieten. Aus Sicht des GDV sollten private Zusatzrenten daher so ausgestaltet sein, dass sie deutlich über das bisher diskutierte Alter hinaus planbare Leistungen ermöglichen. Altersvorsorge solle entlasten, nicht neue Unsicherheiten schaffen, so Asmussen.

Ein weiterer Befund: Die Mehrheit möchte sich im Ruhestand nicht mehr aktiv um finanzielle Entscheidungen kümmern müssen. Planbare und verlässliche Auszahlungen gelten vielen als wichtiger Bestandteil einer guten Altersvorsorge. Sicherheit ist damit für die meisten Befragten der entscheidende Maßstab – noch vor Flexibilität oder Rendite.

Für die laufende Reform der privaten Altersvorsorge ergibt sich daraus ein klares Signal: Kapitalmarktbasierte Lösungen stoßen nur dann auf Akzeptanz, wenn sie Stabilität bieten. Sicherheit und Rendite werden dabei nicht als Gegensätze verstanden, sondern als notwendige Kombination für Vertrauen in die private Zusatzrente.

Das Bewusstsein für die Bedeutung der Altersvorsorge wächst bei jungen Menschen deutlich. Dennoch bleibt das konkrete Handeln auf niedrigem Niveau. Das zeigt eine aktuelle YouGov-Befragung im Auftrag der Generali Deutschland AG unter 18- bis 32-Jährigen.

Für 77 Prozent der Befragten ist Altersvorsorge ziemlich bis sehr wichtig – deutlich mehr als noch vor fünf Jahren. Gleichzeitig sorgt jedoch weiterhin nur gut die Hälfte aktiv für das Alter vor. Besonders auffällig ist der Rückgang bei den Jüngsten: In der Altersgruppe der 18- bis 22-Jährigen liegt der Vorsorgeanteil nur noch bei 41 Prozent, deutlich weniger als noch im Jahr 2020.

Groß ist dagegen die Sorge vor Altersarmut. Mehr als sieben von zehn jungen Menschen fürchten, im Ruhestand finanziell nicht ausreichend abgesichert zu sein. Besonders ausgeprägt ist diese Angst bei jungen Frauen. Gleichzeitig sorgen sie seltener privat vor als Männer – ein Unterschied, der langfristig zu zusätzlichen Versorgungslücken führen kann.

Verändert hat sich auch, wo junge Menschen Informationen suchen. Gespräche mit den Eltern verlieren an Bedeutung. Stattdessen informieren sich viele über eigene Recherchen im Internet, im Freundeskreis oder über soziale Medien. Persönliche Beratung spielt bislang nur für einen kleineren Teil eine Rolle.

Die Ergebnisse zeigen ein klares Spannungsfeld: Das Problembewusstsein ist vorhanden, doch der Schritt zur konkreten Vorsorge bleibt für viele aus. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und begrenzter Leistungen der gesetzlichen Rente wächst damit der Handlungsdruck – sowohl bei der Aufklärung als auch bei der Ausgestaltung verständlicher und langfristig tragfähiger Vorsorgelösungen.

Die Digitale Rentenübersicht wurde um einen neuen Inflationsrechner erweitert. Das Online-Tool hilft dabei einzuschätzen, wie viel eine spätere Rente unter verschiedenen Preisentwicklungen noch wert wäre.

Viele Nutzer hatten sich ein solches Werkzeug gewünscht, weil die Inflation die tatsächliche Kaufkraft der Rente beeinflusst. Mit dem Rechner lassen sich sowohl die Daten aus der Rentenübersicht als auch eigene Angaben anpassen.

Ein Beispiel zeigt die Dimension:
Bei zwei Prozent Inflation pro Jahr hätte eine Rente von 2.000 Euro in 20 Jahren nur noch die Kaufkraft von etwa 1.350 Euro heute.

Der Rechner soll ein besseres Gefühl dafür vermitteln, wie sich Altersvorsorge realistisch entwickeln kann – und beim frühzeitigen Erkennen möglicher Versorgungslücken helfen. Häufige Fragen rund um die Digitale Rentenübersicht beantwortet die Deutsche Rentenversicherung Bund in ihren FAQ.

Fast alle wissen, dass die gesetzliche Rente allein nicht ausreichen wird – doch nur wenige handeln danach. Laut Altersvorsorge-Report 2025 der Deutschen Bank haben 21 Prozent der Befragten bislang gar nichts für ihre Altersvorsorge getan. Nur 14 Prozent verfügen über eine umfassende private Absicherung.

Besonders groß ist die Lücke bei Frauen: Lediglich zwölf Prozent gaben an, ausreichend privat vorzusorgen. Ein Viertel plant keine Vorsorge oder hält sie nicht für notwendig. Viele verlassen sich weiterhin auf die gesetzliche Rente, obwohl mehr als 80 Prozent an deren langfristige Stabilität zweifeln.

Die Studie zeigt, dass finanzielle Bildung und einfache, transparente Angebote entscheidend sind, um mehr Menschen zu erreichen. Gerade jüngere Erwerbstätige unterschätzen das Risiko, im Alter auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein. Frühzeitig mit kleinen Beträgen anzufangen, kann helfen, Versorgungslücken zu schließen.

Immer mehr Menschen in Deutschland halten das Rentensystem für ungerecht. Besonders Jüngere sehen sich überfordert und bezweifeln, dass sie selbst später noch profitieren werden.

Das Vertrauen in den Generationenvertrag schwindet. Laut der aktuellen Generationenstudie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) empfinden 44 Prozent der Befragten die finanzielle Belastung der Jüngeren durch Renten- und Sozialsysteme als zu hoch. Besonders kritisch äußern sich die 30- bis 49-Jährigen, die Familie, Beruf und eigene Vorsorge zugleich schultern müssen. Viele sehen sich doppelt belastet – durch hohe Abgaben heute und unsichere Rentenansprüche in der Zukunft.

Während ein Großteil der Älteren an bestehenden Strukturen festhält, zeigen sich die Jüngeren offener für Veränderungen. So spricht sich knapp ein Fünftel der unter 40-Jährigen für ein höheres Renteneintrittsalter aus, um das System langfristig zu stabilisieren. Bei den über 60-Jährigen lehnen hingegen drei Viertel diesen Schritt ab. Fachleute warnen: Die politische Reformbereitschaft bleibt gering, obwohl der Handlungsdruck wächst.

Die Studie macht deutlich, dass Generationengerechtigkeit zur zentralen Zukunftsfrage wird. Nur ein breiter Reformansatz, der alle Erwerbstätigen einbezieht, kann langfristig Vertrauen schaffen und die Stabilität des Rentensystems sichern.

Viele ältere Menschen wünschen sich, ihr Leben lang in den eigenen vier Wänden zu bleiben – selbst wenn Pflege nötig wird. Doch welche Herausforderungen sind damit verbunden?

Eine aktuelle Studie zeigt: Rund zwei Drittel der Immobilieneigentümer über sechzig möchten möglichst lange in ihrem Eigenheim verbleiben – selbst im Fall von Pflegebedarf. Besonders ausgeprägt ist dieser Wunsch bei Besitzern von Häusern, weniger bei Wohnungseigentümern. Bei den über siebzigjährigen liegt der Anteil sogar noch höher.

Dieser Wunsch ist verständlich: Heimweh ist stark ausgeprägt, vertraute Umgebung und Erinnerungsräume spielen eine zentrale Rolle. Doch die Realität wirft Fragen auf: Wie gelingt Barrierefreiheit, wie lässt sich der Wohnraum an den Pflegefall anpassen? Welche Kosten sind zu tragen, wenn Technik, Umbauten oder Pflegeeinrichtungen nötig werden?

Für Senioren, die diesen Weg gehen möchten, ist vorausschauende Planung essenziell. Bereits heute sollte geprüft werden, wie das Wohnumfeld im Alter angepasst werden kann – und welche Absicherungsstrategien sinnvoll sind, um finanzielle Belastungen zu vermeiden. Wer früh plant, kann den Wunsch nach Eigenständigkeit möglichst lange erhalten und die letzten Jahre im vertrauten Zuhause verbringen.