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Es ist ein Klassiker in der Hausratversicherung: Blitzschäden, die aufgrund von direktem Blitzeinschlag und Überspannung entstehen. Die Versicherungswirtschaft hat nun aktuelle Zahlen dazu veröffentlicht. Und obwohl der Schutz vor solchen Schäden immer besser wird, sind die Schadenkosten noch immer enorm.

Rund 200 Millionen Euro mussten die Hausrat- und Wohngebäudeversicherer im Jahr 2019 für Blitz- und Überspannungsschäden zahlen. Das berichtet der Versicherer-Dachverband GDV in einem aktuellen Pressetext.

Dabei zeigt sich im Schadengesehen eine sehr gegensätzliche Entwicklung. Die Zahl der Blitzschäden ist in den letzten Jahren stetig zurückgegangen, auch die Schadensumme in Gänze. Ein Grund ist, dass die Bürger auch besser vorsorgen und zum Beispiel einen Überspannungsschutz-Adapter für ihre Geräte verwenden. Noch ein Jahr zuvor haben die Versicherer 40 Millionen Euro mehr für Blitzschäden zahlen müssen.

Deutlich teurer wurden jedoch die Kosten je einzelnem Vorfall. Im Schnitt mussten die Versicherer 970 Euro ersetzen, wenn irgendwo ein Blitz einschlug. Der Grund ist schnell gefunden. Die Haushalte sind immer besser technisch ausgestattet und haben immer teurere Elektronik, die auch immer mehr Aufgaben in den eigenen vier Wänden übernimmt. So ist nicht nur der Fernseher oder der eigene Home-PC bedroht. Überwachungstechnik sowie Smarthome-Anwendungen, mit denen sich Heizung und Jalousien steuern lassen, gehören längst zum Standard. Die eigene Wohnung verwandelt sich in einen High-Tech-Palast.

Das alles will entsprechend abgesichert sein. Die Wohngebäudeversicherung zahlt in der Regel, wenn am Dach, an dem Gemäuer oder an fest eingebauten Installationen wie Heizungs-Steuerungen Schaden entsteht. Bewegliche Einrichtungs-Gegenstände, Fernseher und Hausrat werden hingegen von der Hausratversicherung ersetzt.

Im Vertrag sollte unbedingt geschaut werden, ob und in welchem Umfang Überspannungsschäden im Schutz inbegriffen sind. Denn besonders die Anbieter von sehr billigen Tarifen erkaufen sich diesen Preisvorteil noch immer, indem sie Überspannung vom Schutz ausschließen. Und auch in Altverträgen ist dieses Risiko oft noch nicht versichert.

Besser etwas mehr ausgeben, als im Schadenfall ohne Leistungsanspruch dazustehen. Denn immerhin verzeichneten die Versicherer auch im Vorjahr insgesamt 210.000 Blitz-Einschläge, für die sie einspringen mussten. Auch sehr gute und umfassende Angebote sind bereits sehr günstig zu haben. Hier schafft ein Beratungsgespräch Aufklärung!

Welcher Wert befindet sich in Kellern deutscher Eigenheime? Wer bei dieser Frage nur an Speisevorräte, Ausrangiertes für den Flohmarkt oder an alte Bücher denkt, der irrt sich sehr. Denn nicht erst seit Zeiten des “Smart Home” hielt immer mehr Technik Einzug in die einst dunklen und feuchten Nutzräume unter der Erde. Und wie eine aktuelle Umfrage im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) zeigt, sind geschätzte Werte, die in Kellern von Eigenheimen schlummern, beachtlich. Ohne ausreichenden Versicherungsschutz droht demnach Ungemach.

Teuerster “Keller-Posten”: Die Haustechnik

Die GDV-Umfrage hatte zum Ziel, den durchschnittlichen Wert jener Gegenstände zu erfahren, der sich in der Unterkellerung von Ein- bzw. Zweifamilienhäusern befindet. 1.000 Hausbesitzer wurden hierzu in 2020 befragt. Sie sollten unter anderem angeben: “Was glauben Sie, wie hoch wären die Kosten insgesamt, wenn sie die genannten Dinge neu kaufen müssten?”

Und die höchsten Werte auf diese Frage wurden für die Haustechnik geschätzt – 9.700 Euro sind es, die durchschnittlich für 1.000 Hausbesitzer an Haustechnik in deutschen Kellern lagern. Der Wert erscheint keineswegs ungewöhnlich, wenn man bedenkt, dass immer modernere Heiz- und Lüftungstechnik, dass Energiespeicher und Heimkraftwerke in deutsche Eigenheime Einzug halten. Die Haustechnik im Keller übernimmt für moderne Häuser immer wichtigere Funktionen.

Geschätzter Wert der Gegenstände summiert sich auf 15.400 Euro

Aber auch andere Geräte, die nicht zur Haustechnik zählen, werden gern im Keller untergebracht. Demnach wird der Wert der Elektrogeräte – Waschmaschinen und Gefrier- oder Kühltruhen – von den Befragten in der Summe auf 2.300 Euro geschätzt. Und der Wert kleinerer Geräte – Bohrmaschinen, Akkuschrauber, Sägen oder Rasenmäher – beträgt laut Umfrage immerhin 1.900 Euro. Aber auch “sonstige Dinge” stehen in den deutschen Kellerräumen mit einem Wert von immerhin durchschnittlich 1.500 Euro – angefangen von Spirituosen und Möbeln bis zum raumnehmenden Spielzeug der Kinder. Demnach summiert sich der geschätzte Wert aller im Keller befindlichen Gegenstände laut Umfrage auf durchschnittlich 15.400 Euro.

Nutzungsverhalten: Lager- Heiz- und Hobbyraum

Freilich: Bei der Nutzungsweise bleibt der Keller noch immer jener Lagerraum, als der er auch früher oft diente. Bei möglichen Mehrfachnennungen für verschiedene Antworten gaben 85 Prozent der Befragten an, den Keller als Lagerraum zu nutzen. 72 Prozent der Befragten nutzen ihn zudem als Heizungskeller und 71 Prozent als Waschküche. Für immerhin 46 Prozent der Befragten dient der Keller als Hobbyraum. Freilich: Basteln wollen viele in ihrem Kellern, wohnen hingegen nicht. Denn 77 Prozent der Befragten gaben an, der Keller sei “unbewohnt”. Und nur vier Prozent der Befragten bewohnen einen Teil ihres Kellers dauerhaft.

Unterschätzt: Die Gefahr durch Überschwemmungen

Ein Wert dieser repräsentativen Umfrage aber stimmt bedenklich. Denn die Eigenheimbesitzer unterschätzen die Gefahr durch Überschwemmungen – diese können durch Hochwasser und Starkregen ausgelöst sein. Denn 43 Prozent der Befragten schätzen die Gefahr für “gering” ein und 30 Prozent der Befragten sogar für “sehr gering”. Demnach sehen 73 Prozent der Befragten ihre Technik und ihren Hausstand im Keller nicht durch Hochwasser gefährdet.

Hausratversicherung: Leistet nicht bei Überschwemmungen

Eine Tatsache, die sich auch im fehlenden Versicherungsschutz vieler Eigenheimbesitzer niederschlägt. Denn nur rund 25 Prozent aller Haushalte haben ihr Inventar gegen Starkregen und Hochwasser abgesichert, wie der GDV informiert.

Was viele nämlich nicht wissen: Die Hausratversicherung leistet nicht, wenn Regen oder Hochwasser den Keller fluten. Existiert in diesem Fall keine Naturgefahrenversicherung bzw. Elementarschadenversicherung, müssen die Eigenheimbesitzer den Schaden aus eigener Tasche stemmen – was in Zeiten immer teurerer Kellerinventare schnell zum finanziellen Risiko werden kann. Der zunehmende Wert in deutschen Kellern sollte also Grund sein für Eigenheimbesitzer, den eigenen Versicherungsschutz zu überprüfen – auch mit gutem Rat von Experten.

Die Zahlen des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft (GDV) sprechen eine deutliche Sprache: 1,3 Millionen Schäden verursachten Starkregenfälle binnen 16 Jahren, die Kosten summieren sich auf 6,7 Milliarden Euro. Und die Kosten werden aufgrund zunehmender extremer Wetterereignisse weiter ansteigen. Denn aufgrund des Klimawandels nehmen auch extreme Wetterereignisse wie Starkregen zu – und damit auch die Gefahr für Hochwasser und Überschwemmungen. Irrtümer zum Versicherungsschutz aber sorgen immer wieder dafür, dass Menschen sich gegen dieses Risiko nicht genügend absichern. Auf seiner Verbraucherseite “Die Versicherer” klärt deswegen der GDV aktuell über “die drei häufigsten Irrtümer bei Hochwasser” auf.

Wohngebäudeversicherung: Leistet nicht bei einem so genannten “Elementarschaden”

Irrtum eins: Wer eine Gebäudeversicherung hat, der brauche sich “nicht kümmern”. Was viele aber nicht wissen: Die Wohngebäudeversicherung bietet keinen ausreichenden Schutz gegen drohende Hochwasserschäden. Denn zwar versichert die Wohngebäudeversicherung gegen Naturgefahren wie Sturm, Blitz oder Hagel. Sie sichert aber nicht gegen Elementargefahren wie Hochwasser.

Für diesen Versicherungsschutz nämlich braucht es eine erweiterte Naturgefahrenversicherung: Die sogenannte Elementarschadenversicherung. Die Elementarschaden-Deckung wird laut GDV als optionaler Zusatzbaustein zur Wohngebäude- und Hausratversicherung angeboten. Nur durch Abschluss dieses Zusatzbausteins sind Hausbesitzer und Mieter damit vor Zerstörungen geschützt, die auf Hochwasser, Starkregen oder Überschwemmungen zurückgehen.


Auch fern großer Flüsse droht Gefahr

Ein zweiter Irrtum, über den der GDV aufklärt, ist in die Aussage gefasst: “Mein Haus ist nicht gefährdet, ich wohne weit weg vom Wasser”. So würden sich Menschen oft in Sicherheit wiegen, solange sie nicht an großen Flüssen – an der Donau zum Beispiel oder dem Rhein oder an der Elbe – wohnen würden. Doch diese vermeintliche Sicherheit entpuppt sich schnell als tückischer Trugschluss.

Denn große Regenmengen können in sehr kurzer Zeit auch kleine Gewässer überfluten lassen. Auch reicht als Ursache großer Schäden eine überlastete Kanalisation oder wild abfließendes Hangwasser bereits aus. Und diese Schäden verursachen hohe Kosten – häufig eine Summe von über 100.000 Euro.

Mehr noch: Wird ein Haus so stark beschädigt, dass es abrissgefährdet ist, sind in der Regel sogar bis zu sechsstellige Beträge nötig, um das Haus wieder aufzubauen oder von Grund auf zu sanieren. Solche Zahlen veranschaulichen, wie wichtig ein ausreichender Versicherungsschutz mit genügender Deckung aufgrund von Elementargefahren ist.

“Vater Staat” – gab die Verantwortung ab

Aber hilft nicht im Notfall auch Vater Staat? Mit Blick auf den Fluthilfefonds, der nach der Flutkatastrophe 2013 durch den Bundestag aufgelegt wurde, könnte man dies in der Tat glauben. Jedoch: Erneut handelt es sich um eine irrtümliche Annahme. Denn mit einem Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz der Länder aus dem Jahr 2017 wurden Nothilfen bei Hochwasser stark eingeschränkt.

Demnach erhalten nun nur noch jene Betroffene eine Leistung, die sich aufgrund der Lage ihres Anwesens oder ihres Hauses erfolglos um eine Versicherung bemüht haben oder denen ein Versicherungsangebot zu wirtschaftlich unzumutbaren Bedingungen angeboten wurde – eine Verhärtung der Regeln, die zu mehr Eigenvorsorge gegen die Elementargefahr des Hochwassers führen soll. Freilich: Laut Angaben des GDV betrifft es nur wenige, denn 99 Prozent aller Häuser seien problemlos versicherbar. Folglich können auch nur noch wenige mit Hilfe von Vater Staat aufgrund von Hochwasserschäden oder von Überschwemmungen rechnen.

Die Hinweise zeigen: Eine Elementarschaden-Police ist also Pflicht – oder zumindest das Bemühen darum. Sollte man aber doch zu jenen wenigen Betroffenen gehören, die wirklich keinen solchen Zusatzbaustein abschließen können, lohnt das Beratungsprotokoll von Versicherungsvermittlern als Beweisstück.

Allen Hausbesitzern aber, die eine Elementarschadenversicherung erhalten, sei der Abschluss einer solchen Police angeraten. Und auch zur nötigen Deckungssumme hilft der Rat einer Fachfrau oder eines Fachmanns.

Der Herbst ist da. Haus- und Grundbesitzer sollten eigene Gebäude nun auf die Sturmsicherheit prüfen. Denn ein Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart zeigt hohe Haftungsrisiken. Demnach haftet der Grundbesitzer nicht nur für entstandene Schäden. Er kann für Schaden auch durch Versicherungen in Regress genommen werden. Wer sich vor derartigen Haftungsrisiken absichern will, dem hilft eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht.

Grundstückbesitzer: Anforderungen an die Sturm-Sicherheit hoch

Anforderungen an die Sorgfaltspflicht eines Grundstücksbesitzers sind hoch. Denn durch herabfallenden Gebäudeteile drohen “erhebliche Gefahren” für die Gesundheit und das Eigentum Unbeteiligter. Nur ein fehlerfrei errichtetes und mit Sorgfalt gewartetes Gebäude entlässt den Besitzer folglich aus der Haftungspflicht. Das musste auch die evangelische Kirche in Stuttgart aufgrund eines verlorenen Streits vor Gericht erfahren.

Ursache des Rechtsstreits waren Folgen eines schweren Sturms. Am 31.3. 2015 lösten sich durch Windgeschwindigkeiten bis 100 km/h etwa 60 Ziegel vom Turmdach eines alten Kirchengebäudes und beschädigten ein geparktes Auto. Das Fahrzeug wurde dem Fahrer zunächst durch dessen Kfz-Versicherung ersetzt. Nun aber wandte sich die Versicherung an die Kirche und wollte sie für den Schaden in Regress nehmen. Sei es doch Aufgabe der Kirche gewesen, die Sicherheit des Kirchengebäudes zu überwachen.

Die Kirche jedoch wollte nicht zahlen und wurde in der Folge durch die Versicherung verklagt. Folgendes wollte die Kirche entlastend geltend machen: Da sich der Turm in 35 Metern Höhe befindet, müsse von wesentlich höheren Windgeschwindigkeiten als den gemessenen 100 km/h in Bodennähe ausgegangen werden. Auch hätte eine Windhose nach oben gestiegen sein können und dadurch die Ziegel lösen. Die Kirche wollte sich demnach auf ein außergewöhnliches Naturereignis berufen, um den Schaden nicht zu ersetzen.

Mit dieser Argumentation aber erlitt die evangelische Kirche eine Niederlage vor zwei Gerichtsinstanzen – zunächst durch Urteil des Landgerichts (LG) Stuttgart und dann durch Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Stuttgart: Die Kirche musste zahlen. Das Oberlandesgericht verdeutlichte in seinem Urteil die hohen Anforderungen an die Sorgfaltspflicht. Denn zu bedenken ist: Herabfallende Teile eines Gebäudes können auch einen Menschen verletzten oder sogar töten. So gesehen gab es Glück im Unglück, da nur ein Kfz-Fahrzeug zu Schaden kam.

So wäre es zum Beispiel laut Oberlandesgericht geboten gewesen, dass die Kirche in regelmäßigen Abständen das Kirchturmdach kontrolliert. Hierbei hätte die Gefahr durch herunterfallende Dachziegel dazu führen müssen, durch Einsatz eines Hubsteigers die Festigkeit jedes einzelnen Ziegels zu kontrollieren. Auch muss der Grundbesitzer sogar noch bei Windstärke 13 und damit bei orkanartigem Sturm für herabfallende Gebäudeteile haften. Wären doch größere Windstärken in Zeiten des Klimawandels nicht mehr als außergewöhnliches Naturereignis anzusehen, weswegen Gerichte höhere Anforderungen an die Sicherheit von Gebäuden stellen.

Anscheinsbeweis: Grundstückbesitzer muss Sorgfalt beweisen

Es gilt der Anscheinsbeweis: Demnach spricht das Ablösen von Gebäudeteilen grundsätzlich für eine mangelhafte Unterhaltung, solange nicht das Gegenteil bewiesen ist. Auf ein außergewöhnliches Naturereignis hingegen kann sich erst ab Windgeschwindigkeiten im mittleren Bereich von 14 Beaufort und demnach von mehr als 150 km/h berufen werden, wie das Gericht unter Verweis auf weitere Urteile ausführt.

Aufgrund derartiger Haftungsrisiken lohnt es sich für Haus- und Grundbesitzer, nicht nur die Gebäude, sondern auch ihren Versicherungsschutz zu überprüfen. So tritt zum Beispiel eine Haus- und Grundbesitzerhaftpflicht dann ein, wenn Gegenstände vom Eigenheim andere schädigen. Ist jedoch kein Eigentum vorhanden, sondern ein Blumentopf fällt bei Sturm vom Fensterstock einer Mietwohnung, greifen private Haftpflichtversicherungen.

Am 13. September wird offiziell der Rauchmeldertag begangen. Er soll die Bürger dafür sensibilisieren, dass Rauchmelder Leben retten. Denn oft sterben Menschen, weil sie ein Feuer nicht rechtzeitig bemerken.

Freitag ist nicht nur “Freitag der 13.”, sondern auch Rauchmeldertag. Initiiert wurde er, um für ein wichtiges Thema zu sensibilisieren: ein solcher Rauchmelder kann Leben retten. Rund 200.000 Brände müssen die Feuerwehren jährlich in Deutschland löschen, pro Monat verlieren 30 Menschen dabei ihr Leben. Oft, weil sie von den Flammen im Schlaf überrascht werden oder den Brand nicht zu einem Zeitpunkt bemerken, zu dem man noch fliehen oder eingreifen könnte.

Aus diesem Grund besteht mittlerweile in allen 16 Bundesländern eine Rauchmelderpflicht für privaten Wohnraum: Neu- und Umbauten müssen verpflichtend mit den Geräten ausgestattet werden. Für den Wohnungsbestand gibt es Übergangsfristen, die je nach Bundesland verschieden sind. Während in der Regel die Eigentümer und Vermieter für die Installation verantwortlich sind, kommen auch auf die Mieter Pflichten zu. Sie müssen die Geräte in vielen Bundesländern warten: wobei es auch hier von Land zu Land Unterschiede gibt. Die Details sind in den jeweiligen Landesbauordnungen geregelt.

Manche Versicherer wollen sich querstellen

Auch mit Blick auf den Versicherungsschutz ist das Thema “Rauchmelder” von Belang. Zwar verzichten die Wohngebäude- und Hausratversicherer mehrheitlich auch auf Einrede grober Fahrlässigkeit bzw. zahlen grundsätzlich, wenn kein Melder installiert wurde. Aber einige wollen dies wiederum nicht. Ein Versicherer schreibt zum Beispiel auf Anfrage:

“Sofern die Installation von Rauchmelder behördlich vorgeschrieben ist (z.B. in einer Mietwohnung), der VN, sofern er Eigentümer des Hauses ist, dieser Auflage jedoch nicht nachkommt, handelt es sich um eine Obliegenheitsverletzung, die im Schadenfall zu einer Kürzung führen kann”.

Zwar argumentiert der Versicherer-Dachverband GDV, dass ein fehlender Rauchmelder den Schutz nicht einschränkt. Auf der Webseite berichtet er: “Praktisch gibt es keine Auswirkungen auf den Versicherungsschutz, weil der fehlende oder unsachgemäß betriebene Rauchmelder für den Schaden bzw. die Schadenhöhe ursächlich sein müsste. Ein solcher Zusammenhang kann in der Regel nicht hergestellt werden. Das zeigen auch die bisherigen Schadenerfahrungen: Fälle, in denen ein fehlender oder unsachgemäß betriebene Rauchmelder negativen Einfluss auf die Entschädigung eines versicherten Sachschadens hatte, sind uns nicht bekannt”. Dennoch müssen lange Rechtsstreite mit einigen Versicherern befürchtet werden, wenn ein solcher Schutz nicht installiert wurde.

Schon im eigenen Interesse sollten Rauchmelder eingebaut werden: zumindest in Schlaf- und Kinderzimmern sowie in Fluren, die als Rettungsweg gedacht sind. Extra dem Versicherer gemeldet werden muss ein solcher Einbau nicht. Wenn es brennt und der Rauchmelder Alarm schlägt, dann gilt: Oft bleiben nur 120 Sekunden, um sich in Sicherheit zu bringen. Statt Wertgegenstände zu retten, sollte man folglich schnell die Wohnung verlassen. Hier sei auch daran erinnert, dass viele Menschen nicht an den Flammen sterben, sondern an einer Rauchgasvergiftung: Schon wenige Atemzüge können tödlich enden.

Brennt hingegen das Treppenhaus oder ist verraucht, so dass die Fluchtwege bereits versperrt sind, sollten die Betroffenen in der Wohnung bleiben und die Feuerwehr über den Notruf 112 rufen, informiert aktuell ein Versicherer. Wichtig ist, alle Türen zu schließen, damit Feuer und Rauch nicht in die Wohnung eindringen. Über richtiges Verhalten im Brandfall informieren die Feuerwehren.

Es wird heiß in Deutschland! Sehr heiß sogar. Bis zu 40 Grad sind am Mittwoch angekündigt, es könnte in einigen Regionen Hitzerekorde geben. Damit steigt auch die Brandgefahr, wie aktuell die Versicherungswirtschaft warnt.

Deutschland schwitzt in der Hitze: Schon ab Montag werden 35 Grad und mehr erwartet, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) berichtet. Da wird es selbst am Badesee schwierig zu entspannen, weil der Kreislauf enorm belastet wird. Und eine Abkühlung ist vorerst nicht in Sicht. “Die Hitze kommt, um zu bleiben”, teilte der DWD mit. “Nach derzeitigem Stand bleiben vor allem in der Mitte und im Süden die heißen Temperaturen zwischen 30 und 38 Grad bis über das Wochenende hinweg erhalten”.

Mit der Hitze steigt auch die Brandgefahr an, wie der Dachverband der Versicherungswirtschaft (GDV) aktuell warnt. Was das bedeutet, wird anhand der enormen Anzahl der Schäden deutlich. Allein die Wohngebäudeversicherer mussten 2018 für rund 200.000 Feuerschäden am Haus erstatten, so geht aus vorläufigen GDV-Daten hervor. Mit anderen Worten: Alle drei Minuten brennt es irgendwo! Auf rund 1,2 Milliarden Euro werden die Gesamtkosten hierfür geschätzt: Brände in Landwirtschaft und Gewerbe nicht mit eingerechnet.

Hauptursache für Wohnungsbrände: Elektrik und sorgloses Verhalten

Wer auf die Hauptursachen für Wohnungsbrände schaut, könnte sich wundern. Denn keineswegs ist der Umgang mit offenem Feuer häufigste Brandursache. Dieser ist zwar auch gefährlich, betrifft aber nur drei Prozent aller Schadensfälle.

Stattdessen wird eine andere Brandursache häufig unterschätzt: Elektrizität. Diese ist mit 32 Prozent aller Fälle Hauptursache für derartige Schäden am Haus. Brandherd ist hier häufig ein defektes Kabel, ein unsicheres elektrisches Gerät oder ein Lithium-Ionen-Akku, wie er zum Beispiel in Elektrofahrrädern eingesetzt wird. Beim Kauf derartiger Technik sollte man deshalb unbedingt darauf achten, dass sie ein Sicherheitszertifikat haben! Wer billig kauft, gefährdet im schlimmsten Fall Gesundheit und Leben.

Zweithäufigste Ursache: menschliches Fehlverhalten mit rund 17 Prozent aller Fälle. “Klassiker” sind hierbei mit Fett vollgesogene Abzugshauben oder die Pfanne voll Fett, die für ein paar Minuten unbeobachtet gelassen wird, berichtet der GDV in einem Artikel. Wichtig: Ein solches Feuer kann sich immens schnell ausbreiten und auf die gesamte Wohnung ausdehnen. “Nur in den ersten zwei bis vier Minuten kann man einen Brand selbst löschen”, sagt Hermann Drews, Geschäftsführer vom Institut für Schadenverhütung und Schadenforschung der öffentlichen Versicherer (IFS). “Danach bleibt nur noch die Flucht.” Beachtet werden sollte, dass nicht nur die Flammen selbst gefährlich sind. Die meisten Menschen sterben durch eine Rauchgasvergiftung.

Positiv: Zumindest mit Blick auf das Feuerrisiko sind die Deutschen gut abgesichert, Wohngebäude-, und Hausratpolicen weit verbreitet. Die Aufklärung über die Risiken hat auch dazu beigetragen, die Zahl der getöteten und schwer verletzten Menschen deutlich zu reduzieren. Vor allem Rauchmelder und strenge Brandschutz-Vorschriften haben bewirkt, die Zahl der Todesfälle von 787 im Jahr 1990 auf 367 (2015) mehr als zu halbieren.

Waldbrandgefahr: Zigaretten sind tabu

Während in der Wohnung die Auswirkungen der Hitzewelle weniger spürbar sind, ist es in der Natur ganz anders: Jede Unachtsamkeit kann zu einem großen Brand führen. Und das ist leider keine Ausnahme: Laut Bundesregierung brannten allein 2018 mehr als 1.700 Wälder.

Auch hier sind es oft Kleinigkeiten, die als Brandursache dienen. Der Deutsche Wetterdienst nennt die achtlos weggeworfene Zigarette und Holzkohle vom Grill, aber auch Glasscherben als Auslöser für Waldbrände.

Fakt ist: Feuer im Wald ist verboten! In vielen Bundesländern ist das Rauchen im Wald ebenfalls tabu. Von März bis Oktober gilt ein grundsätzliches Rauchverbot im gesamten Bundesgebiet. Schwere Verstöße können nicht nur mit einem hohen Bußgeld, den Kosten eines Feuerwehreinsatzes sowie Schadensersatz einhergehen, sondern sogar mit einer Gefängnisstrafe. In der Regel hilft eine private Haftpflichtversicherung, wenn man unachtsam einen Waldbrand verursacht hat: Hier sollte aber bedacht werden, dass der drohende Schaden immens hoch sein kann.

Erst Hitze und schönster Sonnenschein, dann Starkregen und heftige Gewitter: Die Unwetter über Pfingsten haben den deutschen Versicherern rund 650 Millionen Euro Schaden verursacht. In Summe mussten 250.000 Schäden nur für das verlängerte Wochenende reguliert werden. Dies zeigt erneut, wie wichtig es ist, sich gegen derartige Gefahren abzusichern.

Für viele begann das Pfingstwochenende traumhaft: Strahlender Sonnenschein und Picknick-Wetter lockten die Menschen ins Freie. Doch die schönen Tage mündeten vielerorts in Hagel, Starkregen und heftige Gewitter.

Das mussten auch die Versicherer schmerzhaft merken: Erneut wurden sie mit Millionenschäden konfrontiert. So hätten alleine die Unwetter rund um Pfingsten fast 250.000 versicherte Schäden angerichtet, für die geschätzt 650 Millionen Euro gezahlt werden müssen, berichtet diese Woche der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

Hagel, Starkregen, Blitzeinschläge

Diesmal mussten vor allem die Autoversicherer hohe Kosten erstatten. Mit 350 Millionen Euro entfiel rund die Hälfte der Gesamtsumme auf Kaskoschäden, berichtet der Versichererverband. Ursache war hierfür Jörn: ein Tief, das vom Allgäu über Oberbayern bis hin nach Sachsen zog. Es brachte teils golfballgroße Hagelkörner mit sich. So nahmen der Lack und die Scheiben von so manchem PKW Schaden.

Doch auch an Hausdächern, Fenstern und Fassaden wütete Jörn. Und damit nicht genug. Eine weitere Gewitterfront zog über Deutschland hinweg und suchte vor allem Niedersachsen und Hessen heim. Von Wetterexperten auf den Namen “Frank” getauft, schickte das Tief ebenfalls Sturm, Hagel und Blitzeinschläge. Anschließend hatten Windböen von bis zu 120 Kilometern pro Stunde Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg ereilt.

Infolge der Unwetter mussten nicht nur die Autoversicherer hohe Summen erstatten. Weitere 120.000 Schäden seien an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben gezählt worden. In vielen Städten liefen Keller voll. So waren allein durch Starkregen weitere 40 Millionen Euro an Schadensforderungen zu beklagen, Hausrat-, Industrie- und Wohngebäudeversicherer sprangen für weitere 260 Millionen Euro ein.

Schutz ist wichtig!

Für Sturmschäden zahlt in der Regel die Wohngebäudeversicherung, wenn der Wind mit mindestens Windstärke 8 um die Häuser blies: Aufschluss darüber geben die lokalen Wetterdienste. Für Schäden durch Starkregen reicht das hingegen nicht. Läuft der Keller voll, so muss in der Regel eine extra Elementarschadenversicherung bestehen, damit der Versicherer für die Kosten aufkommt. Sie ist als Zusatzbaustein in Wohngebäude-Policen oder eigenständiger Vertrag versicherbar. Hier gilt es zu bedenken: Starkregen tritt auch in Gebieten auf, die nicht direkt am Wasser liegen.

In welchen Bundesländern gab es im Jahr 2018 die teuersten Unwetterschäden? Das geht aus einer jüngst veröffentlichten Statistik des Branchenverbandes GDV hervor. Besonders hohe Kosten waren demnach in Nordrhein-Westfalen zu beklagen: gefolgt von Baden-Württemberg und Bayern. Doch derartige Rankings dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass jede Region bedroht sein kann.

Nordrhein-Westfalen war im Jahr 2018 trauriger Rekordhalter in Sachen Unwetterschäden, denn in keinem anderen Bundesland mussten die Versicherer so hohe Sachschäden begleichen. 910 Millionen Euro überwiesen die Gesellschaften allein in dem Land mit seinen 17,1 Millionen Einwohnern, so geht aus einer aktuellen Statistik des Branchenverbandes GDV hervor. Damit ist die Milliarde zumindest schon in Sichtweite.

Andere Bundesländer fielen da weit zurück, wenn freilich auch dort hohe Sachschäden zu beklagen waren. Baden-Württemberg platziert sich auf Rang zwei mit 260 Millionen Euro Schadenskosten, gefolgt von Bayern (252 Millionen), Niedersachsen (206 Millionen), Sachsen (177 Millionen), Hessen (156 Millionen), Rheinland-Pfalz (151 Millionen) und Sachsen-Anhalt (138 Millionen).

Am anderen Ende der Skala platzieren sich hingegen Bremen (4 Millionen), Mecklenburg-Vorpommern (12 Millionen), Berlin (14 Millionen) und Brandenburg (34 Millionen). In diesen Bundesländer fielen am wenigsten Unwetterschäden an. Die anderen Länder platzierten sich dazwischen. In der Statistik sind versicherte Schäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben enthalten. Bundesweit bezifferten sich die Unwetterschäden auf 2,6 Milliarden Euro.

Noch immer zehn Millionen Gebäude ohne Elementarschadenversicherung

Diese Statistik sollte aber kein Anlass sein, in Bundesländern mit wenig Unwetterschäden den Schutz zu vernachlässigen. Denn diese hatten im Vorjahr schlichtweg Glück gehabt — und können bei anderen Extremwetter-Ereignissen ebenfalls betroffen sein. So wurde im letzten Jahr Nordrhein-Westfalen und angrenzende Bundesländer besonders stark von Sturmtief Friederike heimgesucht, was die hohen Schadenskosten erklärte.

Zur Erinnerung: Im Januar 2018 richtete der Wintersturm extreme Schäden an, zerstörte Häuser, entwurzelte Bäume und kostete sogar acht Menschen das Leben. Friederike fegte von Belgien und den Niederlanden kommend über Deutschland hinweg und hatte sich in Ostdeutschland schon abgeschwächt, obwohl hier auch immense Schäden zu beklagen waren. Folglich war Nordrhein-Westfalen besonders in Mitleidenschaft gezogen.

Vor diesem Hintergrund ist es bedenklich, dass laut GDV noch immer zehn Millionen Immobilien in Deutschland nicht mit einer sogenannten Elementarschadenversicherung ausgestattet sind. “Während bundesweit fast alle Wohngebäude gegen Sturm und Hagel abgesichert sind, fehlt rund zehn Millionen Hausbesitzern der Schutz gegen Elementarrisiken wie Starkregen und Hochwasser”, heißt es im Pressetext. Nur eine solche Police greift bei Schäden durch Überschwemmung und andere Naturgewalten wie Erdbeben, Lawinen, Erdrutsche, Schneedruck oder Erdsenkungen.

Denn während eine Wohngebäude-Police in der Regel die Schäden durch Sturm und Hagel erstattet, muss wenigstens ein zusätzlicher Elementar-Baustein vereinbart werden, um auch bei den oben genannten Ereignissen Schutz zu genießen. Hier sei daran erinnert, dass Starkregen auch jenen Hausbesitzern enormen Schaden anrichten kann, deren Haus nicht an einem Fluss oder anderem Gewässer steht. Ist das Gemäuer stark geschädigt, kann schnell ein fünf- oder gar sechsstelliger Betrag fällig werden.

Welche Schäden müssen Wohngebäudeversicherer innerhalb eines Hauses am häufigsten regulieren? Die Antwort mag überraschen: Leitungswasserschäden! Beinahe jeder zweite Fall, der reguliert werden muss, betrifft einen solchen Schaden an Rohren und Armaturen. Ein Grund ist, dass diese zu selten gewartet werden.

48 Prozent aller Schäden, die in Eigenheimen und anderen Häusern von Wohngebäudeversicherern reguliert werden müssen, betreffen die Wasserleitungen im Haus. Auf diese Zahl macht aktuell “Welt Online” aufmerksam. Damit sind Leitungsrohre der häufigste Grund, wenn eine Versicherung zahlen muss. Pro Jahr zählt der Versicherungsdachverband GDV 1,1 Millionen Schadensfälle dieser Art: das sind im Schnitt mehr als 3.000 pro Tag! Der Sachschaden: mehr als zwei Milliarden Euro.

Ein Grund für diese hohe Zahl sei, dass die Wasserrohre zu selten kontrolliert und gewartet werden. Dabei kann jeder selbst etwas tun, damit die Wasserrohre nicht platzen oder kaputt gehen. Das betrifft vor allem auch den Winter. Wenn Wasser gefriert, dehnt sich das Volumen um neun Prozent aus und kann die Rohre folglich beschädigen. Oft platzt das Rohr nicht sofort, sondern wird durch Risse und Schwachstellen geschwächt, so dass Wasser austritt. Deshalb sollten Räume im Winter auch dann leicht beheizt werden, wenn sie nicht genutzt werden. Viele Wohngebäude-Policen schreiben das sogar verpflichtend vor.

Hier sei daran erinnert, welch große Schäden durch Wasser entstehen können: nach einem geplatzten Rohr, das zu spät bemerkt wird, steht oft der gesamte Boden unter Wasser. Einrichtungsgegenstände sind hinüber und müssen oft entsorgt werden. Auch muss der Raum mehrere Wochen trocknen und kann dann nicht genutzt werden. Schimmelbildung ist ebenfalls möglich — und ein Gesundheitsrisiko für die Atemwege.

In Räumen, die sich schlecht oder gar nicht heizen lassen, sollten die Rohre abgesperrt und entleert werden: etwa bei Wasserhähnen im Garten oder der Garage. Zudem sollten Kellerfenster geschlossen werden. Keineswegs ist es jedoch so, dass gut gedämmte Räume bereits vor Frostschäden schützen, auch wenn sie nicht beheizt werden. Auch diese Räume müssten beheizt werden, warnt der GDV.

Natürlich sollten die Rohre auch hin und wieder untersucht werden — hierbei ist auf Warnhinweise zu achten. Ein Indiz für defekte Rohre kann zum Beispiel sein, wenn Heizkörper nicht richtig heizen oder kein Wasser aus dem Wasserhahn kommt, obwohl man den Hahn geöffnet hat. Versicherungskunden sind zu Kontrollen verpflichtet, wenn auch nicht permanent. Wie oft dies zu geschehen hat, ist auch abhängig vom Alter, Zustand und Bauart der Heizung. Auch wenn es keine Faustregel gibt, empfiehlt es sich, alle paar Wochen mal die Rohre zu checken (BGH, 25.06.2008, IV ZR 233/06).

Kommt Hausrat durch Leitungswasser zu Schaden, zum Beispiel Möbel, Tapeten, elektrische Geräte oder Teppiche, zahlt in der Regel die Hausratversicherung. Die Wohngebäudeversicherung springt hingegen ein, wenn Gebäude, Wände und fest eingebaute Gebäudebestandteile zu Schaden kommen.

Es sind aufsehenerregende Zahlen, die die Versicherungswirtschaft zwischen den Jahren vorgelegt hat. Knapp 2,7 Milliarden Euro mussten die deutschen Versicherer demnach 2018 für Schäden durch Naturgefahren wie Sturm und Starkregen leisten. Ein Grund, weshalb sich sowohl Haus- und Wohnungsbesitzer als auch Industrieschaffende mit Naturgefahren beschäftigen sollten, wenn sie es nicht schon getan haben.

Wenn ein neues Jahr ansteht, ist das auch eine gute Gelegenheit, den eigenen Versicherungsschutz zu überprüfen. Ein wichtiges Thema hierbei sind Natur- und Elementargefahren, wie aktuelle Zahlen der Versicherungswirtschaft zeigen.

Schäden durch Naturgefahren verursachten den Versicherern demnach 2018 Kosten von 2,7 Milliarden Euro, so berichtet der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Eingerechnet wurden hierbei Sachschäden an Häusern, Hausrat, Gewerbe- und Industriebetrieben. Autos sind hingegen noch nicht berücksichtigt, weil hier die Daten aktuell noch nicht vorliegen.

Gegenüber dem Vorjahr sind damit die Schadenskosten gestiegen. In 2017 hatte die Versicherungswirtschaft für Schäden durch Naturgefahren lediglich zwei Milliarden Euro leisten müssen. Dennoch war das abgelaufene Jahr keines, was mit Blick auf Naturgefahren besonders teuer gewesen ist. Der Schnitt der Kosten lag in den letzten fünfzehn Jahren bei 2,6 Milliarden Euro: und damit nur etwas niedriger.

Die aktuellen Zahlen sollten vor allem eines verdeutlichen: der Schutz des eigenen Hab und Gutes ist wichtig, weil viele Familien die entstehenden Kosten kaum aus eigener Tasche stemmen können. Ein zerstörtes oder stark beschädigtes Einfamilienhaus kann schnell hunderttausende Euro verschlingen, wenn es wieder aufgebaut werden muss. Gut, wenn man entsprechend versichert ist!

Eine Wohngebäudeversicherung kommt in der Regel für Sturmschäden am Haus auf, wenn der Sturm mindestens Windstärke 8 bzw. 63 Stundenkilometer erreichte. Vor allem der Sturm schlug 2018 besonders kostenintensiv zu. “2018 gehört zu den vier schwersten Sturmjahren der letzten 20 Jahre”, sagte der GDV-Präsident Wolfgang Weiler. So verursachte allein “Friederike” im Januar versicherte Kosten in Höhe von 900 Millionen Euro. Für beschädigte Möbel und Einrichtungs-Gegenstände zahlt der Hausratversicherer.

Darüber hinaus ist eine Elementarschadenversicherung für Hausbesitzer essentiell. Sie zahlt zum Beispiel, wenn der Keller voll Wasser läuft oder das Gemäuer eines Hauses durch Hochwasser beschädigt wird. Dank Starkregen kann das auch bei Immobilien passieren, die nicht an einem Fluss oder Gewässer liegen. Eine Wohngebäude-Police kommt für derartige Elementarschäden in der Regel nicht auf.

Auch Schneedruck, Erdrutsch und Lawinen-Schäden müssen über solch eine Elementar-Police extra versichert werden. Viele Versicherer bieten den Schutz als zusätzlichen Baustein zu einem Wohngebäude-Vertrag an, wenn auch gegen Aufpreis. Nur etwa 41 Prozent der deutschen Hausbesitzer haben aktuell auch einen Elementarschutz. Damit ist beinahe jedes sechste Haus unversichert.