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Am Sonntag ist es wieder soweit: Mit Partys und Feuerwerk wird in das neue Jahr hineingefeiert. Dabei werden leider auch wieder unzählige Briefkästen zerstört, weil sich Jugendliche einen Spaß daraus machen, Böller hineinzustecken. Dennoch sollte man nicht jeden kleinen Schaden der Versicherung melden – Sonst droht im schlimmsten Fall die Kündigung.

Wenn Kinder und Jugendliche Silvesterknaller in Briefkästen oder Mülltonnen stecken, gehen diese leider auch schnell kaputt. In der Regel kommt für solche Schäden die Wohngebäudeversicherung auf. Sie wird auch ohne Probleme zahlen, wenn man einen zerstörten Briefkasten meldet.

Doch wenn am letzten Tag des Jahres tatsächlich Gebäudeteile wie Briefkästen kaputt gehen, sollten Immobilieneigner sehr gut überlegen, ob der Schaden nicht aus dem eigenen Portemonnaie erstattet werden kann. Das gilt vor allem, wenn “nur” wenige hundert Euro hierfür aufgebracht werden müssen.

Versicherer darf Vertrag regulär kündigen

Der Grund: Wenn Versicherte zu oft und in kurzen Abständen einen Schaden melden, dann sind die Versicherer in der Regel berechtigt, den Vertrag einseitig zu kündigen. Entsprechende Klauseln finden sich in vielen Verträgen. Tatsächlich berichten die Verbraucherzentralen, dass sich wiederholt Kunden aufgrund solcher Kündigungen bei ihnen beschweren.

Doch es hilft nichts: Die Versicherer dürfen von ihrem Kündigungsrecht Gebrauch machen. Und hier sei an den Hauptzweck einer Wohngebäude-Police erinnert. Sie soll vor allem dann einspringen, wenn dem Hausbesitzer ein existentieller Schaden entsteht, den er nicht einfach so ersetzen kann: zum Beispiel, wenn das Haus aufgrund eines Feuers niederbrennt. Das kann schnell hunderttausende Euro verschlingen – kein Vergleich zu einem zerstörten Briefkasten!

Versicherungswirschaft führt schwarze Liste auffälliger Kunden

Wenn der Wohngebäudeversicherer den Vertrag kündigt, haben die betroffenen Hausbesitzer schnell ein weiteres Problem. Die Versicherungswirtschaft führt eine Art schwarze Liste, die sogenannte HIS-Auskunftei, auf die alle Versicherer Zugriff haben. Hier werden Kunden eingetragen, die mit häufigen Schadensmeldungen auffallen. Mit dieser Liste soll Versicherungsbetrug verhindert werden: Leider landen dabei auch versehentlich ehrliche Kunden auf der Liste.

Zwar schließt ein HIS-Eintrag nicht aus, dass man einen neuen Vertrag findet. Aber dieser kann deutlich teurer werden – und der Versicherer wird den Schutz ausreichend prüfen. In der Regel werden die Daten im HIS-System nach fünf Jahren gelöscht, wenn ein Verbraucher sich darin wiederfindet. Jedoch kann es dabei auch zu Fehlern kommen. Versicherte sollten deshalb prüfen, ob sie zu Unrecht dort eingetragen sind, und können eine Löschung der Daten beantragen – Wie das funktioniert, klärt ein Beratungsgespräch!

Es ist bitter: Zum zweiten Mal innerhalb weniger Wochen hat ein Sturm starke Verwüstungen in Deutschland angerichtet. Herwart hieß der Übeltäter diesmal und wütete besonders dort, wo auch bereits Sturmtief Xavier seine Spuren hinterließ: in Nord- und Ostdeutschland. Dächer wurden abgedeckt, Bäume fielen auf Häuser und Straßen, in Städten wie Bremerhaven und Hamburg wurden viele Keller geflutet. Zwischenzeitlich kam im Norden fast der komplette Bahnverkehr zum Erliegen.

Gut, wenn man die richtigen Versicherungen hat. Hausbesitzer können sich mit einer Wohngebäudeversicherung gegen Sturmschäden an Gebäuden wappnen: Sie zahlt, wenn der Sturm mindestens Windstärke 8 bzw. 63 Stundenkilometer erreichte. Für Überschwemmungen muss hingegen eine extra Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden. Kommen Einrichtungsgegenstände, Markisen oder Satellitenschüsseln durch das Unwetter zu Schaden, zahlt die Hausratversicherung.

Schaden schnell melden!

Wer seinen Schaden noch nicht an den Versicherer gemeldet hat, sollte aber schnellstens handeln. In der Regel sollte die Schadensmeldung nämlich unverzüglich erfolgen. Dabei gibt es einiges zu beachten. Zum einen haben die Versicherten eine Schadenminderungspflicht: Sie müssen Sorge tragen, dass der Schaden nicht noch schlimmer wird. Zum Beispiel, indem ein defektes Fenster mit Folie abgedeckt wird.

Zum anderen muss der Versicherung aber die Gelegenheit eingeräumt werden, den Schaden durch einen eigenen Gutachter ermitteln zu lassen. Und das bedeutet, Hausbesitzer dürfen nicht einfach die beschädigte Sache auf eigene Faust reparieren lassen, ohne zuvor mit der Versicherung Rücksprache zu halten.

Reparaturen sollten nur in Rücksprache mit dem Versicherer beauftragt werden bzw. nachdem ein Sachverständiger des Versicherers vor Ort war. Auch sollten keine pauschalen Handwerkerleistungen vereinbart werden: Auch hier behält sich der Versicherer ein Mitspracherecht vor. Grundsätzlich empfiehlt es sich, Schäden selbst gut zu dokumentieren, etwa mit Fotos, Videos oder Zeugen.

Nicht jeden Bagatellschaden melden!

Wenn nur kleine Schäden am Haus entstanden sind, die aus eigener Tasche bezahlt werden können, empfiehlt es sich, diese tatsächlich selbst zu zahlen und nicht an den Wohngebäude-Versicherer zu melden. Der Grund: zwar erhalten die Verbraucher ihren finanziellen Verlust umgehend ersetzt. Aber wer zu oft kleine Schäden in kurzer Zeit reguliert haben will, muss mit der Kündigung seines Vertrages rechnen.

Hierzu sind die Gesellschaften berechtigt, weil ihnen durch häufige Schadensmeldungen ein hoher Verwaltungsaufwand entsteht. Mitunter ist es danach schwierig einen neuen Vertrag zu finden, da speziell bei Überschwemmungen die eigene Adresse schnell in eine höhere Gefährdungsklasse nach dem Zürs-System eingestuft wird. Diese wird jährlich aktualisiert und orientiert sich daran, wie oft in einer Region Überschwemmung aufgetreten sind.

Hier sei auf die wichtigste Funktion einer Wohngebäude-Police hingewiesen: Sie soll hohe finanzielle Schäden absichern, die eben nicht selbst finanziert werden können. Schließlich entsteht bei derartigen Stürmen im schlimmsten Fall ein Schaden im fünf- oder gar sechsstelligen Bereich, wenn etwa das Gemäuer so schwer geschädigt wird, dass das Haus einsturzgefährdet ist. In solchen Fällen soll der Schutz greifen!

Am 22. September ist offiziell Herbstanfang. Für viele Bundesbürger fühlt sich aber auch der Spätsommer schon herbstlich an: So manche kühle Brise und nasskalter Regen verdirbt derzeit die Stimmung, nachdem der Sommer mehr als durchwachsen war. Da empfiehlt es sich, frühzeitig zu schauen, ob das eigene Haus wetterfest versichert ist: Welche Versicherung kommt auf, wenn Schäden am Eigenheim oder der eigenen Wohnung entstehen?

Als erster Baustein gegen allzu heftige Wetterereignisse empfiehlt sich die Wohngebäudeversicherung. Sie übernimmt zum Beispiel Schäden am Haus, wenn es der Herbstwind gar zu dolle treibt: Erreichte er mindestens Windstärke 8 beziehungsweise fegte mit 62 Stundenkilometern ums Haus, dann steht den Betroffenen in der Regel eine Zahlung zu, zum Beispiel, wenn das Dach oder Gemäuer kaputtgeht. Ob die notwendige Windstärke erreicht wurde, lässt sich schnell mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) abklären, der entsprechende Wetterereignisse misst.

Baustein Numero 2 ist eine Elementarschadenversicherung. Zur Erinnerung: Eine solche ist notwendig, damit ein Hausbesitzer auch dann Anrecht auf eine Schadenszahlung hat, wenn Naturereignisse wie Hochwasser, Erdsenkung oder Starkregen wüten. Läuft also der Keller voll Wasser, weil anhaltender Regen die Straße in einen Fluss verwandelt, springt nur eine Elementar-Police ein. Oft ist sie als Zusatzbaustein zur Wohngebäudeversicherung abschließbar und kostet dann einen Aufpreis. Unbedingt prüfen, ob und in welchem Umfang auch für die Photovoltaikanlage Schutz besteht!

Als Baustein Numero 3 für einen wetterfesten Versicherungsschutz empfiehlt sich die Hausratversicherung. Schließlich kann es bei heftigen Unwettern auch passieren, dass es durch das Dach oder Fenster reinregnet, nachdem Schäden am Haus auftraten. Schnell ist der teure Teppich hinüber oder gar der Flachbildfernseher. Auch mit Blick auf eine andere Schadensursache ist eine Hausratpolice zu empfehlen: Je kürzer der Tag, desto aktiver werden Einbrecher, wie der Versicherungsdachverband GDV berichtet. Der Grund: Aufgrund der frühen Dunkelheit im Herbst wird in den Wohnungen oftmals bereits ab 16 oder 17 Uhr das Licht angeschaltet. Einbrecher erkennen daran, ob jemand zu Hause ist oder nicht.

Baustein Numero 4 ist eine Haftpflichtversicherung. Dies mag einige verwundern, ist aber schnell erklärt. Die Städte übertragen die Räumpflicht gern auf Hausbesitzer. Und im Herbst verwandelt das herabfallende Laub so manchen Bürgersteig in eine Rutschbahn. Kommt dann ein Fußgänger zu Fall und verletzt sich, kann unter Umständen der Hausbesitzer haftbar gemacht werden, wenn er das Laub nicht entfernt hat. Eine Privathaftpflichtversicherung leistet in der Regel, wenn Mieter, Besitzer von Eigenheimen und Eigentumswohnungen die Sicherung des Bürgersteigs vernachlässigt haben. Eigentümer eines Mehrfamilienhauses hingegen müssen eine extra Haus- oder Grundbesitzer-Haftpflicht abschließen.

Eine Elementarschadenversicherung zahlt für Schäden, die durch Hochwasser und Starkregen entstehen. Dass damit aber nicht jeder Schaden gleichermaßen abgesichert ist, zeigt ein aktueller Rechtsstreit vor dem Oberlandesgericht Hamm. Dort erlitt eine Hausbesitzerin eine bittere Niederlage gegen ihren Versicherer, weil die vertragliche Definition von “Rückstau” eine Einschränkung der Leistungspflicht vorsah.

Wie wichtig es ist, in Versicherungsverträgen auf die einzelnen Klauseln zu achten, zeigt ein aktueller Rechtsstreit vor dem Oberlandesgericht Hamm. Eine Hausbesitzerin musste dort eine bittere Niederlage einstecken, weil ein Versicherer die Vertragsklausel derart definiert hatte, dass er für ihren Schaden nicht mehr zahlen musste (Urteil vom 26. April 2017, 20 U 23/17).

Was ist ein Rückstau?

Konkret ging es um die Frage, ob im Rahmen einer Elementarschadenversicherung ein Rückstau-Schaden vorlag oder nicht. Nur dann hätte die Versicherung zahlen müssen. Bei einem Starkregen war die Kanalisation derart überlastet, dass das Abflussrohr der Dachterrasse verstopft gewesen ist. Deshalb konnte das Wasser nicht ablaufen. Es sammelte sich stattdessen auf der Terrasse, lief ins Haus und beschädigte dort Zimmer und Wände.

Dennoch muss der Versicherer für den Schaden nun nicht zahlen. Und das zu Recht, wie auch die Richter des Oberlandesgerichtes bestätigten. Ursache hierfür ist eine Vertragsklausel, die das Vorliegen eines Rückstaus an enge Bedingungen knüpft. “Rückstau liegt vor, wenn Wasser (…) bestimmungswidrig aus dem Rohrsystem des versicherten Gebäudes oder dessen zugehörigen Einrichtungen austritt”, hieß es konkret im Vertragstext.

Dumm für die Hausbesitzerin: Das Wasser war eben nicht aus dem Regenfallrohr ausgetreten, wie auch ein Gutachter des Versicherers nachweisen konnte. Das Wasser konnte nur nicht ablaufen. Damit lag eben kein Rückstau laut Vertragstext vor. Bereits im Vorfeld hatten die Richter gegenüber beiden Streitparteien deutlich gemacht, dass die Klage unbegründet sei. Daraufhin zog die Hausbesitzerin ihre Klage zurück (OLG Hamm, Urteil vom 26. April 2017, 20 U 23/17).

Auf Vertragsdetails achten!

Im Pressetext des Oberlandesgerichtes findet sich ein Satz, der geradezu als Aufforderung an Verbraucher gelesen werden kann, sich bei Vertragsabschluss ausführlich mit den Bedingungen eines Versicherungstarifs auseinanderzusetzen: “Dass eine Elementarschadensversicherung abgeschlossen worden ist, bedeutet nicht, dass sämtliche Risiken abgedeckt sein müssten. Versichert sind nur die vertraglich vereinbarten Risiken”. Das heißt, die Verbraucher sollten sehr genau nachlesen, was laut Vertrag versichert ist – und was eben nicht.

Natürlich ist das nicht leicht, stecken doch viele Verträge voller Fachbegriffe und Versicherungs-Sprech. Deshalb sollte man sich nicht scheuen, die Hilfe eines Versicherungs-Fachmanns oder einer Fachfrau in Anspruch zu nehmen. Beispiel Rückstau: Hier machen manche Elementar-Versicherer weitere Vorgaben und Einschränkungen, die Hausbesitzer kennen sollten. Zum Beispiel, wenn ein Versicherer nur dann für einen Schaden zahlt, falls eine Rückstauklappe vorhanden ist. Andere Versicherer schließen nur den witterungsbedingten Rückstau ein, andere wiederum Rückstau durch ausufernde Gewässer. Ein Beratungsgespräch schafft Aufklärung!

Die Versicherungswirtschaft muss jedes Jahr Milliarden an Euro zahlen, weil Wasserrohre platzen oder Armaturen und Heizboiler undicht sind. Das berichtet aktuell der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV). Schützen kann man sich gegen Leitungswasserschäden mit einer Wohngebäude- und Hausratversicherung.

Wenn ein Wasserrohr in der Wohnung platzt, sind die Folgen oft verheerend. Schnell ist die Wand hinüber und im schlimmsten Fall verwandelt sich die Wohnung in einen kleinen See, wenn den Schaden niemand rechtzeitig bezahlt. Die hohen Schadensummen betätigt nun auch der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft mit einer Pressemeldung.

Alle dreißig Sekunden platzt ein Rohr

Laut GDV platzt alle dreißig Sekunden in Deutschland ein Wasserrohr und verursacht einen Versicherungsschaden. Rund 1,1 Millionen Leitungswasserschäden müssen die Versicherer demnach pro Jahr regulieren. Wenn Schäden am Haus, den Einbaumöbeln oder den Wänden entstehen, kommt die Wohngebäudeversicherung für den Schaden auf. Die Hausratversicherung zahlt hingegen, wenn Hausrat, Fernsehgeräte oder Laptops durch das Wasser kaputtgehen.

Auf 2,3 Milliarden Euro beziffert sich allein die Schadensumme, die Wohngebäudeversicherer im Jahr 2015 für Rohrbruchschäden geleistet haben. Und auch die Hausratversicherer mussten 230 Millionen Euro an ihre Versicherungsnehmer auszahlen. Stolze Summen, wenn man bedenkt, dass es hier allein um Schäden durch Leitungswasser geht!

Ärgerlich sind die hohen Kosten auch deshalb, weil sie vermeidbar wären, kommentiert GDV-Schadenexperte Oliver Hauner. “Eigentlich müssten Hausbesitzer nach rund 30 Jahren ihr Rohrleitungssystem überprüfen, wenn nicht sogar bereits sanieren lassen”, sagt der Fachmann. Viele Haus- und Wohnungsbesitzer würden aber die hohen Kosten scheuen.

Im Osten weniger Leitungswasserschäden

Schaut man sich an, wo in Deutschland die meisten Leitungswasserschäden auftreten, macht sich ein deutliches Ost- West- Gefälle bemerkbar. Das zeigt sich am sogenannten Schadenindex des GDV, der die Landkreise anhand Schadenaufwand und Versicherungssumme ins Verhältnis setzt. Auch wenn dieser Index unverbindlich ist, hat er Einfluss auf die Prämienkalkulation vieler Versicherer.

Die bundesweit meisten Leitungswasserschäden sind demnach in der Innen- und Südstadt von Köln zu beklagen, wo der Schadenindex 263 beträgt. Das bedeutet, hier sind mehr doppelt so viele Leitungswasserschäden zu beklagen wie im Bundesschnitt, der einen Index von 100 aufweist. Auch Krefeld (200) und Karlsruhe (192) werden oft von Rohrbrüchen heimgesucht.

In Ostdeutschland ist die Zahl der Leitungswasserschäden hingegen vergleichsweise niedrig. Hier liegt jeder einzelne Landkreis deutlich unter dem Bundesschnitt von 100: kein einzelner Landkreis hat im Osten einen Schadenindex von mehr als 80. Der GDV begründet dies damit, dass nach der Wende viele Häuser saniert wurden dabei oft auch die Rohre ausgetauscht wurden.

Die Gartensaison ist im vollen Gange. Und während das Gärtnern früher eher als spießige Beschäftigung für ältere Leute galt, finden auch immer mehr junge Leute Gefallen daran, Beete anzulegen, Rasen zu mähen und Hecken zu stutzen. Schließlich schmecken Gurken und Erdbeeren am besten, wenn man sie selbst angebaut hat. Mehr als 533.000 Kleingärten bestehen derzeit allein in den 130 größten Städten Deutschlands, so hat ein Onlineportal ermittelt.

Wer sich einen Garten zulegt, der sollte aber auch das Thema Versicherungsschutz nicht vernachlässigen. Beispiel Gartenhaus: Längst steht in vielen Gärten nicht einfach eine Laube, sondern ein richtig kleines Wohnhäuschen mit Fernseher und kompletter Inneneinrichtung. Vor allem, wenn sich der Garten nicht auf dem Grundstück des eigenen Hauses befindet, sind Nebengebäude oft nicht in der Wohngebäudeversicherung mitversichert. Hierfür muss unter Umständen ein Aufpreis bezahlt oder eine eigenständige Versicherung abgeschlossen werden.

Deshalb sollten Gartenbesitzer prüfen, ob und unter welchen Umständen das Gartenhäuschen im Rahmen der Wohngebäude-Police mitversichert werden kann. Hier lohnt auch ein Vergleich der Anbieter, da die Konditionen und Preise bei der Mitversicherung von Nebengebäuden variieren. Damit Schutz besteht, sollte das Gartenhaus explizit im Vertrag aufgeführt sein!

Hohes Diebstahl-Risiko in Gartenanlagen

Besonders gefährdet sind Kleingärten auch, weil sie ein beliebtes Ziel für Langfinger sind. Beispiel Sachsen: Allein im Jahr 2015 wurden fast 11.000 Straftaten in Kleingartenanlagen, Gartenlauben und Bungalows registriert, wie die Sächsische Polizei berichtet. Das mag kaum verwundern. Gerade nachts halten sich in vielen Kleingarten-Anlagen keine oder nur wenige Menschen auf, so dass Diebe hier gute Beute wittern.

Für Diebstahl und beschädigten Hausrat kommt in der Regel die Hausratversicherung auf. Aber auch hier gilt: Bewegliche Sachen oder Aufsitzrasenmäher sind in vielen Policen nicht automatisch mitversichert. Hier sollte also auch geprüft werden, ob ein Upgrade des Vertrages notwendig ist. Wichtig: Viele Versicherer schreiben zusätzliche Sicherungsmaßnahmen vor, damit sie für entwendete Gegenstände aufkommen. Sie zahlen dann für Gartenmöbel zum Beispiel nur, wenn diese zum Zeitpunkt des Diebstahls mit einem extra Schloss gesichert waren oder sich in einer Garage befanden.

Schwierig wird es auch, wenn Laptop, Kamera oder Handy in der Gartenlaube aufbewahrt werden. Für solche Geräte greift der Hausrat-Schutz in der Regel gar nicht oder nur in sehr begrenztem Umfang.

Wichtig kann für Gartenfreunde darüber hinaus eine Privathaftpflicht sein. Sie zahlt, wenn etwa ein morscher Baum nicht ausreichend gesichert wurde und auf das Auto des Nachbarn fällt. Hier sollte im Vertrag nachgelesen werden, ob auch für Umweltschäden Schutz besteht, etwa wenn Öl ausläuft und einen Bach verseucht. Ein Beratungsgespräch kann helfen, den passenden Schutz für den Kleingarten zu finden!

Und schon wieder tobt ein Sturm über Deutschland: Tief „Egon“ bringt viel Schnee, Wind und eisige Temperaturen mit sich. Damit man nicht auf einem finanziellen Schaden sitzen bleibt, empfiehlt es sich, einige Vorkehrungen zu treffen. Das gilt auch mit Blick auf Versicherungen!

1.) Ausreichend im Haus heizen!

Die Wohngebäudeversicherung zahlt in der Regel für Schäden am Haus, wenn Wasser- und Abflussrohre aufgrund allzu eisiger Temperaturen platzen. Aber Vorsicht! Natürlich haben auch die Versicherer ein Interesse daran, dass die Kunden ausreichend Vorsorge gegen Frostschäden treffen. Und das heißt: Häuser müssen ausreichend beheizt werden, damit der Wohngebäudeversicherer für den vollen Schaden einspringt. Viele Gesellschaften haben entsprechende Klauseln in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) definiert. Das gilt auch für Nebengebäude, die nicht durchgehend bewohnt werden.

2.) Rohre notfalls entleeren!

Wenn Wasser gefriert, dehnt es sich aus und kann so Rohre im Haus zum Platzen bringen. Speziell Rohre, die schlecht zu beheizen sind, sollten deshalb entleert und die Wasserzufuhr unterbrochen werden. Das gilt zum Beispiel für Anlagen im Garten, etwa an Gartenbrunnen, Schwimmbecken oder Regenanlagen. Auch hier kann der Wohngebäude-Versicherer seine Leistung kürzen, wenn nicht ausreichend Vorsorge getroffen wurde. Für Rohre und Leitungen im Außenbereich sind zudem spezielle Isolierungen im Handel erhältlich, die einen zusätzlichen Schutz gegen Kälte garantieren.

3.) Schneedruck und Dachlawinen vorbeugen!

Es passiert leider immer wieder, dass auch Dächer Schaden nehmen, wenn große Schneemassen sich darauf ansammeln. Kein Wunder, hat doch ein Kubikmeter Schnee ein Gewicht von 300 bis 800 Kilogramm. Wichtig: Eine normale Wohngebäudeversicherung zahlt nicht, wenn das Dach unter der Last des Schnees Schaden nimmt oder gar einbricht. Hierfür muss eine extra Elementarschadenversicherung abgeschlossen werden. Die Elementarschadenversicherung ist als optionaler Zusatzbaustein in Zusammenhang mit einer Wohngebäude- oder einer Hausratversicherung erhältlich.

Aber natürlich ist es besser, es erst gar nicht zu einem Einsturz des Daches kommen zu lassen. Wie schwer der Schnee auf dem Haus ist, hängt auch von dessen Beschaffenheit ab und ist nur von Experten genau zu bestimmen. Das Schneegewicht können örtliche Ingenieur- oder Architektenbüros ermitteln. Spätestens wenn die zulässige Schneelast erreicht ist, muss das Dach geräumt werden. Dabei sollten Laien auf die professionelle Hilfe von Experten vertrauen, bevor sie selbst ihre Gesundheit und ihr Leben in Gefahr bringen. In der Regel übernehmen Dachdecker-Firmen die Räumung des Daches.

4.) Gehwege räumen und streuen!

Hausbesitzer sind im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht dafür verantwortlich, dass die Gehwege vor dem Haus sicher sind. Zumindest dann, wenn die Kommune entsprechende Aufgaben an die Bürger delegiert hat. Und das tun sie gerne, denn die Kassen vieler Städte sind leer. Und auch Mieter müssen den Gehweg räumen, wenn entsprechende Pflichten im Mietvertrag definiert sind. Hier gilt: Nachlesen, was im Mietvertrag steht! Aber keine Sorge: rund um die Uhr muss nicht geräumt werden, um die Pflicht zur Verkehrssicherung zu erfüllen, auch nicht nachts. Orientierungswerte geben auch oft die Kommunen vor.

Haben Hausbesitzer ihre Räumpflicht vernachlässigt und ein Passant verletzt sich auf dem Glatteis, zahlt die Grundbesitzer-Haftpflicht. Für „normale“ Mieter ist bereits eine Privathaftpflichtversicherung ausreichend, wenn aufgrund eigenem Verschulden Dritte zu Schaden kommen. Auch Eiszapfen und Dachlawinen müssen Hausbesitzer entfernen lassen, um Passanten zu schützen. Oder wenigstens ein entsprechendes Warnschild aufstellen.

Wenn zum Jahreswechsel der Briefkasten durch Knaller kaputtgeht, sollten Hausbesitzer solche kleinen Schäden nicht unbedingt der Wohngebäudeversicherung melden. Wer zu oft kleine Schäden ersetzt haben will, muss im schlimmsten Fall mit der Kündigung seines Vertrages rechnen.

Zu Silvester passiert es immer wieder: Kinder und Jugendliche stecken Knaller und Silvesterraketen in Briefkästen oder Mülltonnen, weil sie das für einen lustigen Streich halten. Schnell ist dann ein Sachschaden zu beklagen. Ist der Briefkasten fest mit dem Haus verbunden, kommt in der Regel die Wohngebäudeversicherung für den finanziellen Schaden auf. Abhängig vom Vertrag können Hausbesitzer auch andere sogenannte ausgelagerte Gebäudeteile in den Schutz einschließen: etwa Gewächshäuser.

Kleine Schäden besser aus eigener Tasche zahlen

Doch wenn am Haus am Neujahrstag tatsächlich etwas durch Brandkörper kaputtgegangen ist, sollten die Betroffenen gut überlegen, ob sie auch jeden Bagatellschaden an die Versicherung melden. Beträge im niedrigen dreistelligen Bereich sollten stattdessen besser aus eigener Tasche gezahlt werden.

Der Grund: zwar erhalten die Verbraucher ihren finanziellen Verlust umgehend ersetzt, wenn sie einen Schaden melden. Aber wer zu oft kleine Schäden vom Wohngebäude-Versicherer in kurzer Zeit reguliert haben will, muss mit der Kündigung seines Vertrages rechnen. Hierzu sind die Gesellschaften berechtigt, weil ihnen durch häufige Schadensmeldungen ein hoher Verwaltungsaufwand entsteht.

Viele Anbieter haben entsprechende Klauseln in ihren Verträgen formuliert. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen berichtet, dass eine zunehmende Zahl an Versicherern von dem Kündigungsrecht Gebrauch macht.

Wohngebäude-Versicherung soll hohes finanzielles Risiko absichern

Wenn der Versicherer dann tatsächlich die Wohngebäude-Police gekündigt hat, haben die Hausbesitzer ein weiteres Problem. Denn so schnell finden sie keinen neuen Vertrag zu einem ähnlichen Preis. Der Grund: Kunden mit auffällig häufigen Schadensmeldungen werden in einer Art schwarzen Liste der Versicherungswirtschaft eingetragen, dem sogenannten Auskunftssystem HIS. Die private Auskunftei ist vergleichbar mit der Schufa: Verbraucher, die dort notiert sind, haben sich durch ihr Verhalten zumindest verdächtig gemacht, alle Versicherer haben darauf Zugriff. Häufige Schadensmeldungen im kurzen Abstand werden als entsprechend verdächtig gewertet.

Zwar schließt ein Eintrag in die Auskunftei nicht aus, dass man einen neuen Vertrag findet. Auch ist man keineswegs damit als Betrüger abgestempelt. Aber der Versicherer wird im Vorfeld genauer nachprüfen, ob und zu welchen Konditionen er Versicherungsschutz gewährt. Im Zweifel muss der Neukunde dann einen höheren Betrag zahlen.

Deshalb gilt: eine Wohngebäudeversicherung ist vor allem dazu da, einen hohen finanziellen Schaden abzusichern, etwa wenn durch Brand oder Rohrbruch ein Schaden am Gebäude besteht. Dann kann sich die Schadenssumme schnell auf zehntausende, wenn nicht gar mehrere hunderttausend Euro summieren. Für solche Fälle hat man den Vertrag vor allem abgeschlossen!

Ausgerechnet in der heimeligen Weihnachtszeit ist die Brandgefahr am höchsten. Im Monat Dezember müssen die deutschen Wohngebäude- und Hausratversicherer 40 Prozent mehr Brände regulieren als in anderen Monaten des Jahres, so geht aus Zahlen des Versicherungs-Dachverbandes GDV hervor. Häufige Ursache: der unsachgemäße Umgang mit Kerzen und Weihnachtsgestecken.

Eine Familie aus dem sächsischen Delitzsch erlebte eine Woche vor dem Weihnachtsfest einen Albtraum. Während sich der Familienvater seelenruhig in der Wohnung aufhält, bemerkt eine Nachbarin plötzlich Flammen, die aus dem Kinderzimmer aufsteigen. Sofort alarmiert sie die Feuerwehr. Doch als diese eintrifft, ist es bereits zu spät. Das ganze Haus brennt nieder, der Schaden wird auf 250.000 Euro geschätzt. Zum Glück: verletzt wurde bei dem Vorfall niemand. Die Polizei geht mittlerweile davon aus, dass eine defekte Akku-Batterie den Brand auslöste.

Deutlich mehr Brandschäden in Weihnachtszeit

So bitter die Geschichte auch ist: in der Weihnachtszeit sind solche Meldungen kein Einzelfall. Denn die Zahlen der Brandschäden explodieren förmlich zu Weihnachten. Laut Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) müssen die Versicherer im Monat Dezember 40 Prozent mehr Brandschäden regulieren als in anderen Monaten des Jahres.

Die Ursachen hierfür sind ebenfalls schnell ausgemacht. Schließlich sind es unzählige Kerzen und Lichter, die in der Weihnachtszeit für eine gemütliche Stimmung in den Wohnstuben sorgen. Handelsübliche Kerzen können bis zu 750 Grad heiß werden! In Verbindung mit leicht entzündbaren Weihnachtsgestecken, in der Regel aus Holz und Zweigen, sorgt der unsachgemäße Umgang mit dem Licht für so manche Brandkatastrophe in der eigentlich schönsten Zeit des Jahres.

Doch schon kleine Schritte tragen dazu bei, dass zu Weihnachten alles glatt verläuft. Kerzen sollten auf eine feste Unterlage gestellt werden und nicht in die Nähe leicht brennbarer Gegenstände wie zum Beispiel Gardinen. Auch sollten brennende Kerzen nie unbeobachtet bleiben: wer das Zimmer oder die Wohnung verlässt, macht sie besser aus. Adventskränze sollten grundsätzlich auf einen schwer entflammbaren Untergrund gestellt werden. Vorsicht bei billigen Lichterketten ohne TÜV-Siegel! Auch diese sind oft Brandursache, berichtet die Stiftung Warentest.

Auch die Installation von Rauchmeldern trägt dazu bei, einen Brandherd rechtzeitig zu bemerken. Im Zweifel kann ein solcher Rauchmelder Haus und Leben retten. Wichtig: viele Hausrat- und Wohngebäude-Versicherer schreiben die Installation von Rauchmeldern sogar vor, damit sie vollumfänglich für einen Brandschaden leisten. Das gilt zum Beispiel, wenn die Installation von Rauchmeldern laut Bauordnung in der Region vorgeschrieben ist.

Hausrat- und Wohngebäudeversicherung zahlen

Kam es trotz aller Vorsicht zu einem Brandschaden, ist es gut eine Hausrat- und Wohngebäudeversicherung zu haben. Die Wohngebäude-Police springt ein, wenn Hausbesitzer Schäden am Eigenheim zu beklagen haben: etwa zerstörte Wände, Fenster und Böden. Diese Schäden können sich schnell auf mehrere hunderttausend Euro summieren, wie oben genanntes Beispiel zeigt. Die Hausratversicherung übernimmt den Schaden, wenn Einrichtungsgegenstände durch das Feuer beschädigt oder zerstört werden.

Inhaber einer Wohngebäudeversicherung müssen ihre Wohnung im Winter ausreichend beheizen, um nicht den Versicherungsschutz zu gefährden. Entsprechende Klauseln sind oft in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen festgeschrieben.

Die Kälte hatte Deutschland seit einigen Tagen wieder fest im Griff. Vielerorts wurden Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes gemessen und der erste Schnee sorgte für Chaos auf den Straßen. Zwar wird es vorerst wieder etwas milder – dennoch sollten Hausbesitzer ihre Heizpflichten im Blick behalten.

Wohngebäude-Police sieht in der Regel Heizpflicht vor!

Das gilt besonders, wenn die stolzen Eigenheimbesitzer eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen haben. Dann sind sie nämlich laut Vertrag dazu verpflichtet, ihre Heizung regelmäßig zu kontrollieren und deren Funktionsfähigkeit zu gewährleisten. In welchen Abständen eine Anlage zu kontrollieren ist, hängt von deren Alter, Bauart, Zuverlässigkeit und Störanfälligkeit ab.

Entsprechende Klauseln finden die Hausbesitzer für gewöhnlich in den Allgemeinen Bedingungen der Wohngebäudeversicherung. Dort ist festgeschrieben, dass das versicherte Gebäude ausreichend zu beheizen ist, Zustand und Funktionsweise der Heizung kontrolliert werden muss und notfalls alle wasserführenden Einrichtungen entleert werden müssen, damit das Wasser nicht gefrieren und die Rohre zum Platzen bringen kann.

Im schlimmsten Fall droht der Verlust des Versicherungsschutzes, wenn diese Obliegenheiten nicht erfüllt werden. Aber keine Sorge: keineswegs ist es so, dass Versicherte ständig ihre Heizungen begutachten müssen, um den Schutz aufrecht zu erhalten.

Die Heizung muss nicht permanent kontrolliert werden

Laut einem Urteil des Bundesgerichtshofes ist es bereits ausreichend, ein störungsfreies Funktionieren der Heizung „nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge“ zu garantieren. Und so erhielt ein Hausbesitzer gegenüber seinem Versicherer Recht, der seine Heizanlage seit 11 Tagen nicht kontrolliert hatte (BGH, 25.06.2008, IV ZR 233/06).

Wichtig ist die Kontrolle jedoch gerade dann, wenn auch unbewohnte Neben- oder Zweitwohnungen mitversichert sind. Wer weiß, dass er seinen Pflichten nicht nachkommen kann (häufige Abwesenheit, Urlaub), sollte sich mit seinem Versicherer in Verbindung setzen.